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Alpen-Heckenrose
Die Gebirgs-Rose, auch Alpen-Rose, Alpen-Heckenrose, Berg-Rose oder Hänge- frucht-Rose genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Rosen innerhalb der Familie der Rosengewächse. Sie ist in den Gebirgen Mittel-, Süd- und Südosteu-ropas verbreitet. Die Alpen-Rose darf aber nicht mit der Alpenrose verwechselt werden. Die in den Alpen heimische Wildrose ist ein bis zu 2 Meter hoher Strauch, der in den Bergen oft die Ränder von Mischwäldern ziert. Sie hat im Frühsommer leuchtend karminrosa Blüten, aus denen sich bis in den Herbst rote flaschenförmige Hagebutten entwickeln. Die wilde Alpen-Heckenrose wird in Gärten immer öfter als Zierpflanze gepflanzt. Die vitaminreichen Hagebutten dienen vielen Tiere als Nah-rung, die Früchte lassen sich auch zu leckerer Marmelade oder Mus verarbeiten. In der Volksheilkunde werden die Blütenblätter und die Hagebutten ähnlich der Hundsrose vor allem als harntreibendes Mittel und in Teemischungen eingesetzt.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Erkältungen, Grippe, Harntreibemittel
Heilwirkung: antioxidativ, blutzuckersenkend, harntreibend, entzündungshem-mend
Anwendungsbereiche: Akne, Diuretikum, Durchfall, Erkältungen, Gastritis, Grippe, Harntreibemittel, Harnwegsbeschwerden, Hautpflege, Magenschleimhautentzündung, Nervenschwäche, Rheuma, Skorbut, Stärkung, Steinleiden
wissenschaftlicher Name: Rosa pendulina L.
Pflanzenfamilie: Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name: Alpine Rose, Cinnamon rose
volkstümlicher Name: Alpen-Hagrose, Alpen-Heckenrose, Alpenrose, Berg-Rose, Gebirgs-Rose, Hängende Rose
Verwendete Pflanzenteile: Blütenblätter, Früchte
Inhaltsstoffe: Äpfelsäure, ätherische Öle, Carotinoide, fettes Öl, Flavonoide, Gerbstoffe, Linolensäure, Linolsäure, Pektine, Rubixanthin, Vitamin-C, Zitronensäure
Sammelzeit: Blütenblätter: Mai-Juli, Früchte: September-November
 
Anwendung
Die Hagebutten von Rosa pendulina finden in der Volksheilkunde ähnliche Verwendung wie die Scheinfrüchte von Hundsrose, Kartoffelrose und Weinrose. Sie enthalten Flavonoide, die Vitamine B1 und B2 sowie C, Gerbsäuren, Gerbstoffe, Pektin, Saccharose, Carotinoide, Geraniol, Saponine, bis zu 0,02% ätherisches Öl, Flavonolglykoside, Anthocyane, Vanillin und Chinasäure. Sie werden als Nahrungser-gänzungsmittel bei Vitamin-C-Mangel oder bei erhöhtem Bedarf, z. B. bei Erkäl-tungskrankheiten eingesetzt. Die Kommission E hat aufgrund des schnell abneh-menden Vitamin-C-Anteils in der Droge eine negative Monographie veröffentlicht, das Europäische Arzneibuch fordert einen Mindestgehalt an Ascorbinsäure. Bei vorhandenen Nierensteinen sollten höhere Dosen vermieden werden.
Hagebuttentee
2 gehäufte Teelöffel getrockneter Hagebutten mit 250ml kaltem Wasser ansetzen, abgedeckt zum Kochen bringen, dann noch 15 Minuten ziehen lassen, abseihen. Hilft gegen Erkältungen und wirkt leicht harntreibend.
Blütentee
Die getrockneten Blüten werden vor allem Mischtees zur Aromatisierung beige-mischt. Hebt die Stimmung und stärkt die Nerven.
Hagebuttenmaske
Hagebutten von den Kernen befreien und mit einem Mixstab pürieren, dieses Mus auf die Haut auftragen und etwa 30-60 Minuten wirken lassen. Hilft gegen Hautunreinheiten und glättet die Haut.
Rosenblütenloghurt
Man braucht etwa die doppelte Volumenmenge an Blütenblätter wie Joghurt. Zu-nächst die Blütenblätter pürieren und anschließend sofort unter den Joghurt geben. Mit etwas Ahornsirup oder Honig süßen. Hebt die Stimmung, hilft gegen Stress, stärkt den Magen und das Herz.
 
Geschichtliches
Die vitaminreichen Hagebutten dienen seit der Steinzeit als Nahrungsmittel und werden auch heute noch zu Marmelade und Mus verarbeitet. Mittlerweile wird die Pflanze auch als Zierpflanze in Gärten und Parks gepflanzt.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Gebirgs-Rose wächst als sommergrüner, gedrungener Strauch mit locker verzweigten Ästen und erreicht Wuchshöhen von 0,5 bis 2 Metern. Die Zweige sind meist stachellos, nur im unteren Teil und an jungen Zweigen finden sich gerade, borstenartige Stacheln. Rosa pendulina ist winterhart bis −33 °C. Die 10 bis 12 Zentimeter langen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die unpaarig gefiederte Blattspreite besteht aus sieben bis elf dünnen, 2 bis 6 Zentimeter langen Blättchen. Zur Blattspitze hin nimmt die Größe der einzelnen Blättchen deut-lich zu. Der Blattrand ist zweifach drüsig gesägt. Die Blattoberseite ist matt bläulich grün, die -unterseite heller und spärlich behaart. Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. Die Blüten stehen fast immer einzeln. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymme-trisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die einfachen Kelchblätter sind nach dem Blühen (Anthese) auffällig aufgerichtet und fallen nicht vor der Fruchtreife ab. Die fünf rosafarbenen bis leuchtend dunkel-purpurroten Kronblätter sind in der Mitte heller. Die hängende Frucht (Hagebutte) ist bei einer Länge von bis zu 2,5 Zentimeter eiförmig bis länglich-flaschenförmig, selten kugelförmig und sie reift rot-oran-gefarben ab. Die Fruchtreife tritt ab August ein. Die Hagebutten werden von Kolkraben, Krähen, Seidenschwänzen, Tannenhähern, Birkhühnern und Füchsen gefressen. Die Alpen-Heckenrose ist in den Gebirgen von Mittel- und Südost-Europa heimisch. Sie wächst bevorzugt Hochstaudenfluren und Ränder von Misch-wäldern. Der dauerhafte Strauch wird zwischen 50 und 200 Zentimeter hoch. Die Zweige können wenige bis keine Stacheln haben, die Stacheln sind gerade. Die Blätter sind etwa 9-13 cm lang und bestehen aus 9-11 Blättchen. Die Blättchen sind 2-6 cm lang. Die rosa bis dunkelroten Blüten erscheinen zwischen Juni und August. Die Blüten haben einen Durchmesser von etwa 5cm. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen in Hagebutten. Die Hagebutten sind flaschen-förmig, orange bis rot und bis 2,5 cm lang, sie tragen am Ende noch die Kelchblätter.
 
Anbautipps
Alpen-Heckenrose ist nicht besonders anspruchsvoll, sie mag sonnige bis halbschattige Standorte. Sie eignet sich sehr gut als Hecke und zur Befestigung von Hängen. Die Pflanze gibt es preiswert in Baumschulen und Gärtnereien. Eigene Vermehrung ist über Stecklinge von Wildpflanzen möglich.
  
Sammeltipps
Die Blüten an luftiger Stelle im Schatten auf Papier ausgelegt trocknen oder direkt frisch verarbeiten. Die Hagebutten im ganzen trocknen oder aufschneiden und die Samen entfernen. Man kann die Trocknung der Hagebutten im Backofen o.ä. beschleunigen, sollte aber nicht über 40°C warm werden. Möchte man die Vitamine erhalten, so ist es besser die Früchte zu Marmelade oder Mus zu verarbeiten.

Weißdorn
Die Weißdorne sind eine Gattung von Sträuchern oder kleinen Bäumen der Kernobstgewächse innerhalb der Familie der Rosengewächse. In den gemäßigten Kli-mazonen der Nordhalbkugel gibt es 200 bis 300 Arten. Der Verbreitungsschwer-punkt liegt in Nordamerika, insbesondere im östlichen Teil. In Europa werden etwa 22 Arten unterschieden, in Deutschland drei, deren Unterschiede meist nur von Fachleuten wahrgenommen werden. Da die Arten innerhalb der einzelnen Regi-onen leicht miteinander bastardieren, ist eine sichere Bestimmung schwierig.
Der Weißdorn fällt an Wegrändern und Hecken durch seine üppigen Frühlingsblüten und später durch die glänzenden roten Früchte auf. Seine milde Wirkung zur Stär-kung des Herzens macht ihn zu einer ganz besonderen Heilpflanze, denn er wirkt messbar, aber praktisch frei von Nebenwirkungen. Daher ist der Weißdorn das Mittel der Wahl, um ein schwaches Altersherz sanft zu behandeln. So findet man ihn in zahlreichen Präparaten zur Herzstärkung.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Herzschwäche
Heilwirkung: beruhigend, durchblutungsfördernd, gefäßerweiternd
Anwendungsbereiche: Altersherz, Angina Pectoris, Arteriosklerose, Augenringe, Bluthochdruck, Erschöpfung, Herzrhythmusstörungen, Kreislaufstörungen, Nervo-sität, Niedriger Blutdruck, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Schwindel, Wechseljahresbeschwerden
wissenschaftlicher Name: Crataegus monogyna, Crataegus laevigata, früher: Crataegus oxyacantha
Pflanzenfamilie: Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name: Hawthorn
andere Namen: Christdorn, Haakäsen, Hagapfel, Hagäpfli, Hagedorn, Hägele, Hagewiepkes, Heckendorn, Heinzelmännerchen, Mehlbaum, Mehlbeere, Mehldorn, Mehlfässchen, Müllerbrot, Weißheckdorn, Wibelken, Wubbelken, Wyßdorn, Zaundorn
Falsche Schreibweisen: Weisdorn
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Blätter, Früchte
Inhaltsstoffe: Oligomere Proanthocyanidine, Crataeguslacton (Crataegussäure), ätherisches Öl, Trimethylamin, Glykosid Oxyacanthin, Gerbstoff, Saponin, Fructose, Aluminium, Kalium, Natrium, Calcium, phosphor-saure Salze
Sammelzeit: Blüten: Mai und Juni, Blätter: Mai bis September, Früchte: August und September
 
Anwendung
Weißdorn kann man wahlweise als Tee, als Tinktur oder als Fertigpräparat anwenden. Die häufigste Art, Weißdorn anzuwenden sind inzwischen wohl Weißdorntab-letten, aber Tee und Tinktur haben nach wie vor ihre Berechtigung.
Tee
Blüten oder Blätter
Für einen Weißdorn-Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Weißdornblüten und/ oder Blätter mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und den Weißdorntee in kleinen Schlucken trinken. Wer will, kann den Tee mit Honig süßen. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Anders als bei den meisten Heilpflanzen, braucht man beim Weißdorntee keine Pause nach sechs Wochen einlegen, sondern kann ihn dauerhaft täglich trinken.
Früchte (Beeren)
Einen Tee aus den Früchten bereitet man als sanfte Abkochung zu. Bevor man die Früchte ins Wasser gibt, sollte man sie leicht zerstoßen, damit sich die Wirkstoffe besser im Teewasser lösen können. Dann gibt man ein bis zwei Teelöffel der zerstoßenen Früchte zusammen mit einer Tasse Wasser in einen Topf und lässt das Wasser kurz aufkochen. Danach lässt man den Tee zehn Minuten ziehen und seiht ihn anschließend ab. Wie beim Weißdornblüten-Tee kann man den Tee süßen und ein bis drei Tassen täglich in kleinen Schlucken trinken.
Herztee Teemischung
Mit Weißdorn als Hauptbestandteil kann man eine Teemischung zur Stärkung des Herzens zusammenstellen.
50g Weißdornblüten (evtl. plus Blätter), 30g Herzgespann, 20g Verbene (Zitronen-verbene)
Von dieser Mischung nimmt man ein bis zwei Teelöffel pro Tasse Tee und übergießt die Kräuter mit kochendem Wasser. 10 bis 15 Minuten ziehen lassen und dann abseihen.
Für einen verbesserten Geschmack, eine aktivierende Wirkung auf den Stoffwech-sel und ein hübscheres Aussehen kann man folgende Kräuter ergänzen: 10g Zimtblüten (oder Zimtrinde), 10g Ingwerstücke, 2g Kornblumenblüten
Diese Ergänzung ist vor allem dann sinnvoll, wenn man den Herzkraft-Tee regel-mäßig als wohlschmecken-den Haustee mit Heilwirkung trinken will.
Tinktur
Um eine Weißdorn-Tinktur selbst herzustellen, übergießt man zerstoßene Weiß-dornfrüchte, und auf Wunsch getrocknete Weißdornblüten, in einem Schraubdec-kelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von diesen auch als Craetaegus-Tinktur bezeichneten, Herztropfen nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Küche
Die Knospen der Weißdornblüten kann man im Salat essen. Zusammen mit den jungen Blättern kann man die Knospen auch als Gemüse zubereiten und leicht andünsten.
Homöopathisch
Weißdorn wird, unter dem Namen Crataegus, in niedrigen Potenzen ab D1 auch gerne homöopathisch angewendet. Die homöopathische Urtinktur von Crataegus wird aus den Früchten hergestellt, also ähnlich wie die selbstgemachte Tinktur. Vom homöopathischen Mittel Crataegus (D1 bis D3) nimmt man 3 Mal täglich 15 bis 20 Globuli oder Tropfen. Wie in der Kräuterheilkunde wird Crataegus auch homöo-pathisch gegen Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen verwendet. Leitsymp-tome und Modalitäten für die Auswahl von Crataegus sind: Schmerz unter dem linken Schlüsselbein, brennender Ausschlag und Verschlimmerung durch Wärme.
Verwendung in der Medizin (Phytotherapie)
Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt nicht eine Diagnose durch einen Arzt. Bitte hierzu den Hinweis zu Ge-sundheitsthemen beachten!
Als Heilmittel wird der Weißdorn im europäischen Kulturraum erstmals im 1. Jahrhundert nach Christus von Pedanios Dioscurides erwähnt. Die Verwendung von Heilkräutern wie Weißdorn ist aber auch Bestandteil anderer Medizinsysteme wie etwa der Traditionellen Chinesischen Medizin; auch von Indianerstämmen in Amerika ist bekannt, dass sie Weißdorn verwendeten.
In der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) werden verwendet: Die ganzen oder geschnittenen Blüten tragenden Zweige. Die Scheinfrüchte
Inhaltsstoffe sind oligomere Procyanidine (OPC), glykosidische Flavone wie Vite-xin und Vitexin-Rhamnosid sowie glykosidische Flavonole wie Rutin und Hyperosid außerdem finden sich mit einem Gehalt von 0,5 bis 1 % Gerbstoffe.
Haupt-Indikation ist die chronische Myokardinsuffizienz mit daraus resultierendem zu niedrigem Blutdruck in den Stadien I und II nach Definition der New York Heart Association (NYHA). Volkstümlich finden Weißdorn-Blätter mit Blüten aber auch breitere Anwendung – zum Beispiel bei Nervosität.
Weißdorn steigert einerseits die Kontraktionskraft des Herzens, man spricht hier von einem positiv inotropen Effekt, andererseits erweitert er die Gefäße, insbeson-dere Herzkranzgefäße, und verbessert so die Sauerstoffversorgung des Herzmus-kels. Viele Herzerkrankungen sind auf einen Sauerstoffmangel des Herzmuskels zurückzuführen. Insbesondere Angina Pectoris und der Herzinfarkt gelten als Durchblutungsstörungen des Herzmuskels. Die Wirkung ist also einerseits teilweise mit Digitalis (positiv inotrop), andererseits mit einem ACE-Hemmer (gefäßerwei-ternd und darum durchblutungsfördernd) vergleichbar, allerdings über völlig andere Wirkmechanismen und bei anscheinend viel besserer Verträglichkeit, da die uner-wünschten Wirkungen (u. a. Kumulierung) der Herzglykoside entfallen.
Die Wirkung beruht hauptsächlich auf oligomeren Proanthocyanidinen (OPC) und tritt im Vergleich zu anderen herzwirksamen Substanzen verzögert ein. Zur Herstellung werden die Enden der Zweige mit den Blüten und Blättern abgeschnitten und getrocknet, um daraus Fertigpräparate oder Tee herzustellen. Der Weißdorn wurde im Jahre 1990 zur Heilpflanze des Jahres gekürt.
In der Homöopathie wird Crataegus gelegentlich bei Herzinsuffizienz und Pulsun-regelmäßigkeit mit Schmerz unter dem linken Schlüsselbein, brennendem Aus-schlag und Verschlimmerung durch Wärme verwendet.
Verwendung von Früchten, Blüten, Blättern und Holz
Die Früchte des Weißdorns sind roh essbar und schmecken säuerlich-süß, sind allerdings sehr mehlig. Sie können zu Kompott oder Gelee verarbeitet werden und eignen sich dabei zum Mischen mit anderen Früchten, da sie gut gelieren. Ge-mischt mit anderen Früchten lassen sie sich auch zu vitaminreichem Saft oder Sirup verarbeiten. In Notzeiten wurden die Früchte als Mus gegessen und das getrocknete Fruchtfleisch als Mehlzusatz beim Brotbacken verwendet. Die Kerne dienten als Kaffeeersatz. Die getrockneten Blüten, Blätter und Früchte werden als Tee oder alkoholischer Auszug bei Herz- und Kreislaufstörungen angewendet. In China werden die Früchte oft zu Süßigkeiten verarbeitet. Das Holz ist sehr hart und fest (Rohdichte 0,8–0,9 g/cm³) und wurde früher häufig für Werkzeugstiele verwendet, gelegentlich auch für Schnitz- und Drechslerarbeiten.
 
Wirkung
Der Weißdorn enthält eine Vielzahl unterschiedlicher Substanzen, die wohl zusam-menwirken, um die einzig-artige Wirkungsweise des Weißdorns zu erzielen. Eine besonders wichtige Rolle dabei spielen vermutlich die oligomeren Proanthocyanidine, die zur großen Gruppe der Polyphenole gehören. Auch Crataeguslacton, die Crataegussäure, spielt wohl eine große Rolle bei der Herzwirksamkeit des Weißdorns. Das Besondere der Weißdornwirkung ist, dass das Herz gestärkt wird, und praktisch keine Nebenwirkungen auftreten. Die herzstärkende Wirkung wird im Fachjargon als positiv inotrop bezeichnet. Auch der Fingerhut (Digitalis), die wich-tigste Heilpflanze zur Herzstärkung, wirkt positiv inotrop, aber er hat zahlreiche Nebenwirkungen, kann sich ansammeln und ist potentiell tödlich giftig. Der Weißdorn ist in dieser Hinsicht klar im Vorteil, allerdings wirkt er auch schwächer und hat nicht die starke Durchschlagkraft, die der Fingerhut bzw. Präparate daraus, in sehr schweren Fällen haben kann. Durch den Weißdorn werden die Blutgefäße erweitert und dadurch die allgemeine Durchblutung verbessert, vor allem die des Herzens. So kann der Weißdorn auch bei Angina pectoris helfen und gegen Herzinfarkt vorbeugen. Eine weitere Besonderheit des Weißdorns ist, dass er den Blutdruck reguliert, das heißt zu hoher Blutdruck wird gesenkt und zu niedriger Blutdruck wird erhöht. Er kann also auch Menschen mit niedrigem Blutdruck helfen, für die es nur wenige wirksame Heilpflanzen gibt. Als Nebeneffekt wirkt der Weißdorn leicht beruhigend, was unter anderem bei nervösen Herzbeschwer-den hilfreich ist. Die Wirkung des Weißdorns setzt eher langsam ein, weshalb man den Weißdorn eine Weile anwenden muss, bevor man die Wirkung deutlich spürt. Dann kann man ihn langfristig nutzen, um eine dauerhafte Wirkung zu erzielen. Die Wirkung des Weiß-dorns ist in wissenschaftlichen Studien so gut untersucht worden, dass die Kommission E ihn für die Behandlung von Herzinsuffizienz empfiehlt.
Nebenwirkungen
Nebenwirkungen sind beim Weißdorn nicht bekannt.
 
Anwendungsgebiete
Das wichtigste Anwendungsgebiet für den Weißdorn ist die Behandlung des ge-schwächten Herzens, vor allem, wenn das Herz im Laufe des Älterwerdens schwä-cher geworden ist. Man spricht dann vom Altersherz.
Auch die viele andere Erkrankungen rund ums Herz können mithilfe des Weißdorns erfolgreich behandelt werden, z.B. Herzrhythmusstörungen, Angina Pectoris (Herz-enge), nervöse Herzbeschwerden, hoher oder niedriger Blutdruck, Durchblutungsstörungen. Dazu kann man den Weißdorn wahlweise als Tee, Tinktur oder in Tablettenform anwenden. Neben-Anwendungsgebiete des Weißdorns sind Beschwerden, die mit Unruhe in Verbindung stehen, beispielsweise Nervosität, Schlafstörungen, Reizbarkeit oder Stimmungsschwankun-gen.
 
Magische Anwendung
Dem Weißdorn wird eine große Kraft zur Abwehr des Bösen, seien es Geister oder Verhexung zugesprochen. Dieser Umstand hat wohl dazu beigetragen, dass der Weißdorn gerne als Hecke angepflanzt wird und wurde. Sein dichter Wuchs und seine Dornen machen den Weißdorn aber auch ganz ohne Geisterabwehr zu einer sinnvollen Heckenpflanze. Schon seit dem Altertum, bis hinein ins 18. Jahrhundert, wurde im Falle einer schweren Krankheit aus Weißdornzweigen ein Tor gewunden, durch das der Kranke gehen oder kriechen musste. Die bösen Geister der Krankheit sollten dabei abgestreift werden, sodass der Kranke gesunden konnte. Im alten Rom trug man Amulette aus Weißdornholz, um sich zu schützen. Weißdornzweige an die Stalltür genagelt, sollten das Vieh vor bösen Geistern bewahren. Wenn man einen Weißdorn-Zweig an das Fenster des Kinderzimmers stellt, soll das gegen Dämonen helfen. Eine Kinderwiege, die aus Weißdornholz hergestellt war, sollte die Kinder vor bösen Feen schützen und davor, gegen ein Wechselbalg ausgetauscht zu werden. In vielen Kulturen steht der Weißdorn im engen Zusammenhang mit der Fruchtbarkeit, aber auch mit der Keuschheit. Bei Hochzeiten dient er als Raumschmuck, damit die Ehe fruchtbar wird. Wenn man jedoch will, dass jemand enthaltsam bleibt, werden ihm Weißdornblätter ins Schlafzimmer oder unter die Ma-tratze gelegt. Der Weißdorn ist aber auch ein Hort für gute Elfen. Die Menschen banden Stoffstreifen und Haare um Weißdornzweige, in der Hoffnung auf gute Taten von Seiten der dankbaren Elfen. In England ist der Weißdorn Teil der Baum-feen-Dreiheit. Wenn Weißdorn, Eiche und Esche zusammen stehen, kann man dort Feen sehen. Manchmal sollen Feen auch unter einzeln stehenden Weißdornbäumen leben.
 
Mythologie
Vom Weißdorn sind vielerlei mythische und rituelle Bedeutungen aus unterschiedlichen Epochen überliefert. Die verschiedenen Namen resultieren aus seiner Ver-wendung als Heckenpflanze zur Abgrenzung von Grundstücken und aus seiner Kraft, böse Geister abzuwehren oder vor Verhexung zu schützen. In der römischen Antike war er dem Ianus heilig. Ein in das Fenster gestellter Zweig des Weißdorns schützte Kinder vor den nächtlichen Strigen. Außerdem gilt er als Wohnung der Elfen, weshalb man in Deutschland zu früheren Zeiten Stofffetzen und Haar in die Äste des Weißdorn flocht, da das die Elfen veranlassen sollte, gute Taten am Spender zu vollbringen. Kinderwiegen aus Weißdorn sollen verhindern, dass Kinder von bösen Feen ausgetauscht werden.
 
Geschichtliches
Der Weißdorn wird erstmals von dem berühmten Arzt Dioscurides im 1. Jahrhundert n.Chr. als Heilpflanze erwähnt. Insgesamt spielte er im Altertum aber vermutlich keine sehr große Rolle in der Medizin, denn man findet bis zum späten Mittelalter nur wenig Hinweise auf ihn. Sein Holz ist sehr hart, weswegen es früher gerne für Werkzeugstiele verwendet wurde. In Notzeiten wurden bis ins 20. Jahrhundert hinein die mehligen Früchte als Mus und Mehlersatz verwendet. Die gerösteten Ker-ne dienten als Kaffeeersatz. Im 19. Jahrhundert wurde der Weißdorn und seine Heilkräfte erstmals wissenschaftlich untersucht und zwar von französischen und englischen Ärzten. Im Jahr 1990 war der Weißdorn die Heilpflanze des Jahres.
 
Pflanzenbeschreibung
Als Gattung sind Weißdorne vergleichsweise einheitlich und einfach zu bestimmen. Weißdorne finden sich in den gemäßigten Klimazonen der Nordhalbkugel in Wäl-dern und Gebüschen, kultiviert auch in Parks und Gärten. Sie sind sommer-grüne Sträucher oder kleine, rundkronige Bäume, die dicht verzweigt und normaler-weise dornig sind. Ihre Rinde ist glatt, grün-braun bis dunkelbraun und im Alter schuppigrissig. Die Stämme alter Bäume sind oft spannrückig (mit Längswülsten und Furchen versehen – muskelbepackt). Ihr Holz ist hart und schwer. Die wechselständigen Blätter sind häufig auffällig gesägt, tief eingeschnitten oder gebuchtet. Die auffälligen weißen, seltener rosa oder roten Blüten stehen in Doldenrispen; die Einzelblüten sind 0,7 bis 2,5 Zentimeter breit. Die meist Beeren genannten, kleinen Apfelfrüchte sind 0,7 bis 2,0 Zentimeter groß und normalerweise rot oder orange, bei einigen Arten blau, schwarz oder gelb. Sie enthalten einen bis fünf anei-nander geballte Steinkerne. Ihr Fruchtfleisch ist meist trocken und mehlig, nur bei wenigen Arten auch saftig. Die einzelnen Arten sind dagegen sehr schwer zu unterscheiden, da sie sich zum einen in viele Unterarten und Varietätenaufspalten (Sip-penbildung), zwischen denen es wiederum Übergangsformen gibt, und zum anderen sämtliche Arten – zumindest innerhalb der einzelnen Regionen – leicht und oft miteinander bastardieren. Je nach Zählung kann sich so die in Beschreibungen der Gattung angegebene Zahl der Arten bis auf ein Mehrfaches des oben angegebenen Zahlenbereichs von 200 bis 300 steigern. Weißdorn ist auf der gesamten Nord-halbkugel im gemäßigten Klima heimisch. Er wächst bevorzugt an Waldrändern oder Hecken an möglichst sonnigen Standorten. Am liebsten wächst er auf Lehm-boden, Kalkböden mag er weniger gern. Weißdorne können sehr alt werden. Einige Exemplare sind über 500 Jahre alt. In einigen Bundesländern ist der Weißdorn sehr selten geworden, sodass man ihn als bedrohte Art bezeichnen kann. In anderen Gegenden gehärt der Weißdorn zu den häufigen Sträuchern. Eigentlich kann man gar nicht von dem Weißdorn sprechen, denn es gibt viele Weißdorn-Arten, die sich gerne miteinander kreuzen. Daher gibt es auch zahlreiche Mischlinge (Hybriden), die sich für den Laien oft kaum erkennbar von den eigentlichen Arten unterscheiden. In Deutschland gibt es vorwiegend zwei richtige Arten, den eingriffeligen Weißdorn und den zweigriffeligen Weißdorn. Ersterer hat Blüten mit einem Griffel (ein Teil der Blüte) und letzterer hat Blüten mit zwei und mehr Griffeln. Ansonsten unterscheiden sich die beiden Arten kaum voneinander. Daher werden sie und ihre Mischlinge auf dieser Webseite wie eine einzige Heilpflanze beschrieben. Der mehrjährige Strauch oder Baum wird bis zu 5 Meter hoch. Die Äste sind weit verzweigt und tragen eine gräuliche, glatte Rinde. Die Zweige haben Dornen, die etwa 2 Zentimeter lang sind. Der ganze Strauch riecht ein wenig nach Bittermandeln, sodass der feinnasige Kenner ihn schon von weitem riechen kann. Die glänzenden Blätter sind insgesamt eiförmig, haben aber mehrere Ausbuchtungen, sodass sie gelappt aussehen. Die Blatträndern sind häufig etwas gesägt. Kurz nachdem im Frühjahr die Blätter ge-wachsen sind, erscheinen im Mai bis Juni die weißen Blüten, die in Trugdolden stehen. Diese Blüten sehen ähnlich aus wie Apfel- und Kirschblüten und zeigen die Verwandtschaft zu diesen Bäumen. Sie haben fünf weiße, manchmal rosa ange-hauchte Blütenblätter. Die Blüten werden bis zu 1,5 cm groß und riechen nach Mäuseurin, wie das Deutsche Arzneibuch schreibt. Aus den Blüten entwickeln sich bis August oder September rote, glänzende Früchte, die ein wenig wie Mini-Äpfel aussehen. Der Geschmack die Früchte ist vor allem mehlig und ein wenig säuerlich.
 
Anbautipps
Weißdorn ist unkompliziert in Hinblick auf die Bodenqualität. Lehmboden ist ihm lieber als kalkreicher Boden. Er jedoch einen weitgehend sonnigen Standort. Am einfachsten ist der Anbau des Weißdorns, wenn man fertige Pflanzen kauft und einpflanzt. Diese Pflanzen setzt man am besten im Frühling in den Boden. Könner können Stecklinge vom halbreifen Holz schneiden, und den Weißdorn so vermeh-ren. Diese Vorgehensweise ist beim Weißdorn jedoch nicht einfach.
 
Sammeltipps
Beim Sammeln von Weißdorn-Pflanzenteilen sollte man besonders darauf achten, dass der Weißdorn ab-seits der Straßen wächst und auch nicht in der Nähe von konventionell bewirtschafteten Feldern. Wenn man solche abseits wachsende Weißdorne gefunden hat, kann man zwei bis drei Mal im Jahr davon sammeln, denn drei verschiedene Pflanzenteile sind heilkräftig. Zwischen Mai und Juni sammelt man die weißen Blüten, eventuell auch zusammen mit Blättern. Die Blätter kann man zwischen Mai und September sammeln, also deutlich länger als die Blüten. Die Zeit für die roten Früchte kommt zwischen August und September. Wenn man Weißdorn-Teile für Tee verwenden will, sollte man sie zügig und schonend trock-nen. Für die Blüten und Blätter heißt das, dass man sie geschützt im Halbschatten trocknet. Danach sollte man sie gut verschlossen aufbewahren, weil sich die Wirkstoffe durch lange Lagerung mit Luftkontakt leicht verflüchtigen.
Die Früchte werden zunächst ein paar Tage, nebeneinander liegend, in einem war-men Raum vorgetrocknet. Dann beendet man die Trocknung bei sanfter Hitze (ca. 40°) im Backofen oder im Dörrgerät. Alle heilkräftigen Teile des Weißdorns sollten jährlich neu gesammelt werden, weil sich die Wirkstoffe schnell verflüchtigen.

Bachblüten
Ich fühle mich unterlegen (Larch)
Diese Menschen fühlen sich in vielen Lagen unterlegen
Mit der Blüte können sie das Unterlegenheitsgefühl überwinden
Bachblüten
Kinder verprügeln brutal ihre Spielkameraden (Vine)
Das sind die Kinder die ihre Spielkameraden brutal verprügeln
Mit der Bachblüte können sie diese Aggression und Brutalität ablegen
Eiweißquellen pflanzlichen Ursprungs
Besonders eiweißreich sind Hülsenfrüchte und deren Produkte wie Tofu, Tempeh, Lopino, Miso und Sojasauce. Weizengluten oder auch Seitan genannt, ist ebenfalls ein pflanzliches Eiweißprodukt, das sich immer größerer Beliebtheit erfreut und auch Vollkornweizen oder aus Dinkel hergestellt wird.
Pflanzliches Eiweiß: Die Geheimwaffe für ein langes Leben?
GESUNDE ERNÄHRUNG, LEBENSERWARTUNG, NACHHALTIGKEIT
Eine hohe Eiweißaufnahme ist mit einem geringeren Sterberisiko assoziiert. Das ist das eindeutige Ergebnis einer kürzlich im Wissenschaftsjournal BMJ erschienenen Übersichtsarbeit Die For-schergruppe fand außerdem heraus, dass eine hohe Zufuhr pflanzlicher Proteine mit einem geringeren allgemeinen Sterberisiko sowie einem geringeren Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu versterben, verbunden ist. Sie schlussfolgerten, dass ein Ersatz von tierischen Proteinquellen durch solche pflanzlichen Ursprungs lebensverlängernd wirken könnte.
In unseren Körper wird Protein unter anderem für den Aufbau von Körpersubstanzen wie der Muskulatur, für Enzyme, Hormone sowie für das Abwehr- und Blutgerinnungssystem genutzt. Einen Teil der Aminosäuren, aus denen Proteine bestehen, können wir im Körper produzieren. Den Rest müssen wir täglich mit der Nahrung aufnehmen.
WISSENSCHAFTLICHE DETAILS
Während Kohlenhydrate und Fette meist mit dem Ziel, Gewicht zu verlieren, von einigen Menschen verschmäht werden, würde wohl kaum jemand eine lowprotein-Diät verfolgen. Proteine sind der einzige der drei Makronährstoffe mit einer weitge-hend weißen Weste, was negative Schlagzeilen angeht. Einzig die Diskussion, ob eine übermäßige Proteinzufuhr langfristig Nierenschäden verursacht, kommt hin und wieder auf. Aber auch dieses Manko ist wissenschaftlich mittlerweile weitge-hend widerlegt.
Bekannt ist Protein vor allem als Nährstoff zum Muskelerhalt und -aufbau. Aufgrund dieser Funktion sind Eiweiße besonders bei (Kraft-)Sportlern sehr beliebt; aber auch Heranwachsende, Senioren und chronische Kranke haben oft einen erhöhten Bedarf. Proteine können allerdings mehr als nur Muskelwachstum. Ein Forscherteam aus dem Iran und den USA stellte in ihrer kürzlich erschienenen Übersichts-arbeit den Zusammenhang zwischen der Proteinaufnahme und dem Sterblichkeits-risiko dar.
Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick:
Eine hohe Gesamtproteinzufuhr ist assoziiert mit einem geringeren Sterblichkeitsrisiko.
Die Aufnahme von pflanzlichem Eiweiß ist assoziiert mit einem geringeren Ster-berisiko im Allgemeinen sowie in Folge kardiovaskulärer Erkrankungen.
Der Ersatz von Lebensmitteln, die reich an tierischem Protein sind, durch solche pflanzlichen Ursprungs könnte mit einer höheren Lebenserwartung in Verbindung stehen.
Die Ergebnisse der Literaturanalyse gehen einher mit den Erkenntnissen aus anderen akTuellen wissenschaftlichen Studien, in denen eine Proteinzufuhr aus pflanzlichen Quellen als gesundheitsfördernd bewertet wurde. So bewertete die Forschergruppe um Richter et al. in ihrer Übersichtsarbeit eine Ernährung, die reich an pflanzlichem Protein ist und unverarbeitete tierische Proteinquellen mit wenig gesättigten Fettsäuren enthält, als herzschützend. Ähnliches konstatiert ein interna-tionales Forscherteam in ihrer Meta-Analyse: Zwar konnten sie keine Assoziation der Gesamtaufnahme an pflanzlichem Eiweiß und der Sterblichkeit nachweisen, allerdings war eine höhere Proteinaufnahme aus bestimmten Pflanzen (Hülsen-früchte, Nüsse, Obst & Gemüse) mit einem geringeren Gesamtmortalitätsrisiko assoziiert.
Unser tägliche Eiweißbedarf lässt sich sowohl durch pflanzliche als auch durch tierische Lebensmittel decken. Zwar ist tierisches Eiweiß etwas effizienter, allerdings sind in den tierischen Eiweißquellen oft Begleitstoffe (gesättigte Fettsäuren, Purine, etc.) enthalten, die in größeren Mengen gesundheitsschädigend sein können. Zu den Proteinquellen tierischen Ursprungs zählen mageres Fleisch und Fleischwaren, Fisch und Fischerzeugnisse, Eier sowie fettarme Milch und Milch-produkte. Gute pflanzliche Proteinquellen sind Hülsenfrüchte, Getreide, Samen und Nüsse. Von einschlägigen Fachgesellschaften wird empfohlen, den Eiweißbedarf durch eine Auswahl pflanzlicher und tierischer Lebensmittel zu decken.
Sie möchten mehr über Eiweiße erfahren? Lesen Sie auf unserer Website der Initiative Deutschland bestimmt das Herzalter!

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