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Himbeere
Die Himbeere ist eine Pflanzenart aus der Untergattung Idaeobatus in der Gattung -tung Rubus innerhalb der Familie der Rosengewächse.
 
Steckbrief
Heilwirkung: entzündungshemmend, schweißtreibend, Immunsystem steigernd, Halsentzündung, Durchfall, Magenentzündung, Darmentzündung, Hämorrhoiden Blutungen, Zahnfleischentzündung, Verstopfung, Rheumatismus, Skorbut, Geburt erleichternd
wissenschaftlicher Name: Rubus idaeus
Pflanzenfamilie: Rosengewächse = Rosaceae
Falsche Schreibweisen: Himbeer
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Früchte
Sammelzeit: Mai bis August
 
Anwendung
Himbeerblättertee ist ein wertvoller Tee für die letzten Wochen der Schwangerschaft und die Geburt. Himbeerblätter helfen dabei, die Geburtswehen leichter zu ertragen.
Heilkräftige Pflanzenteile
Gesammelt werden in erster Linie die Beeren zur Reifezeit.
Zur Blütezeit sammelt man die jungen Blätter und blühenden Triebspitzen.
Seit dem Mittelalter wird der Strauch auch in Gärten kultiviert. Die duftigsten Früchte mit dem einmaligen Aroma wachsen aber nicht in Gärten, sondern draußen in der freien Natur:
Heil- und Wirkstoffe
Frische Himbeeren enthalten je nach Sorte und Standort bis zu 80% Saft, davon etwa 60-70% Wasser, ferner Zucker (Lävulose), Gerbstoff, Pektin, Zitronen- und Apfelsäure, Stickstoffsubstanzen, Farbstoff- und Aromasubstanzen (Cyanidinglukoside) sowie eine Reihe von noch nicht näher erforschten Spurenelementen. Die Blätter enthalten Gerbstoff, Milchsäure, Bern-steinsäure und ebenfalls eine Reihe von nicht näher erforschten Spurenelementen. Sowohl Früchte wie Blätter enthalten die Vitamine A und C
Heilwirkung
Die Himbeeren, die nur noch in Holland, Frankreich, Spanien und Portugal offizinell sind, dienen vor allem zur Bereitung des HIMBEERSIRUP. Er wird durch vorsichtiges Einkochen des ausgepressten Saftes mit Zucker hergestellt. Das richtige Mengenverhältnis ist 7 Teile abfiltrierter Saft und 10 Teile Zucker.
Gezuckerter HIMBEERESSIG (Acetum rubi idaei vom Saccharo) wird aus 1 Teil Himbeersirup und 2 Teilen Weinessig hergestellt. Beide sind herzstärkend. Aus beiden wird eine Limonade bereitet, die für fiebrige Kranke eine wohltuende Stärkung und Erfrischung ist. Der reine Himbeersaft, verdünnt oder unverdünnt. Himbeersirup oder Himbeeressig sind wohl die besten Getränke bei allen Krankheiten, die mit mehr oder weniger starkem Fieber verbunden sind. Wenn alle Nahrung vom Kranken abgelehnt wird, ein Glas Himbeersaft wir er kaum verschmähen. Bei keinem andern Fruchtsaft, sei er noch so wohlschmeckend ist der Säuregrad, die Süße der Anteil an Mineralstoffen und die kollidale Struktur so harmonisch und gesundheitsfördernd vereint wie beim Himbeersaft. Bezüglich der Sterilisation von frisch gepresstem Himbeersaft siehe das Rezept beim Apfelbaum.
Die Himbeeren eignen sich wie die Heidelbeeren für die Diätkost der Zucker- und Nierenkranken. Auch für die Rheumatiker ist die Himbeere eine empfehlenswerte Diätfrucht. Die Beeren fördern  den Stuhlgang und bekommen selbst bei schweren Magenerkrankungen gut. Gallenkranke sollten die Himbeere mehr in ihrer Diätküche aufnehmen.
Himbeeressig ist ein ideales Gurgelmittel bei Halsentzündung. Der Himbeerblättertee ist ein wertvoller Bestandteil des Blutreinigungstees.
Aus alten Kräuterbüchern und Volksheilkunde
Der Aufguss von Himbeerblättern und der blühenden Gipfeltriebe hat die gleiche Eigenschaft wie der Brombeerblättertee wird gerne gegen Hautausschläge und bei Keuchhusten empfohlen.
Die in Honig zerriebenen Blüten ergeben eine Salbe gegen Augenentzündungen und Gesichtsrose.
Himbeerlaub, frisch gepflückt und zerstoßen, auf die hitzige Leber oder den heißen Magen gelegt, nimmt die Hitze.
Ein Aufguss von den getrockneten Beeren und Blättern wird als schweißtreibendes Mittel und gegen Skorbut angewendet.
Himbeeren zu Gelees, Marmeladen und Kompott eingekocht, bilden eine wertvolle Bereicherung der vitaminärmeren Ernährung im Winter und bei Frühlingsanfang. Es gibt kaum ein erfrischendes und belebenderes Gericht, wie den sogenannten Obstsalat, ein Gemisch frischer Himbeeren, Erdbeeren und Johannisbeeren.
Dieser Obstsalat kann auch durch verschiedene andere einheimische Früchte und Obstarten ganz nach Geschmack ergänzt werden.
Nutzung
Steinkernfunde bei Pfahlbauten aus dem Neolithikum zeigen, dass Himbeeren bereits seit der Steinzeitwichtige Obstpflanzen waren. Kultiviert wurden sie erst im 16. Jahrhundert. Die Pflanze ist eine wegen ihrer Früchte beliebte Gartenpflanze. Die durch ihren hohen Vitamingehalt äußerst gesunden Früchte werden häufig roh verzehrt oder beispielsweise als Marmelade, Gelee, Kompott, Saft, Kuchenbelag, Kaltschale oder Fruchtgrütze vielfältig in der Küche verwendet. Im Jahr 2011 wurden von den landwirtschaftlich geernteten Früchten 82,9 % als Tafelobst verwendet, 7,8 % als Industrie- oder Verwertungsobst. 9,2 % wurden nicht vermarktet. In der Imkerei sind Himbeeren aufgrund des hohen Zuckergehalts (36–70 %) ihres Nektars und dessen hohen Zuckerwerts (0,18–3,80 mg Zucker/Tag je Blüte) eine geschätzte Nebentracht. Die Beerenfrucht findet auch zum Aromatisieren von reinem Alkohol Verwendung. Die dabei entstehende Spirituose trägt die Bezeichnung Himbeergeist. Die Beeren reifen nach der Ernte nicht nach. Sie zählen damit zu den nichtklimakterischen Früchten.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Himbeerstrauch erreicht eine Wuchshöhe von 0,6 bis 2 Meter. Die Ruten sind mit feinen Stacheln besetzt. Die wechselständig an den Sprossachsen angeord-neten Laubblätter sind gestielt. Die unpaarig gefiederten Blattspreiten bestehen aus drei, fünf oder sieben gezähnten Fiederblättern. Zwischen Mai und August werden von den einzelnen Sprossachsen abgehend rispige Blütenstände gebildet. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Blütenboden ist stark vorgewölbt. Es sind fünf Kelchblätter vorhanden. Die fünf freien Kronblätter sind weiß. Die über zwanzig Staubblätter sind frei und fertil. Es sind freie Fruchtblätter vorhanden. Die bei Reife roten, bei Zuchtformen auch gelben oder schwarzen, weichen Früchte sind, anders als der Trivialname Himbeere suggeriert, botanisch gesehen keine Beeren, sondern Sammelsteinfrüchte, die sich aus den einzelnen Frucht-blättern bilden. Anders als bei der Brombeere ist die Frucht nur lose an den Blütenboden gebunden und kann leicht abgezogen werden. Je nach Sorte können Himbeeren von Juni an bis zu den ersten Frösten im Spätherbst geerntet werden. Ihre Hauptgeruchskomponente ist das Himbeerketon.
Botanik
Der 2-3m hohe Strauch hat einen ausdauernden Wurzelstock. Der Stängel ist zweijährig. Die Blätter sind groß, an den Blütenästen dreizählig, sonst meist fünfzählig. Die Blättchen sind an der Unterseite meist weißfilzig. Die Stacheln an den Stängeln sind borstenartig. Der Blütenstand ist eine Doldentraube. Die Blüten sind weiß, die Früchte der Brombeere ähnlich, jedoch rot.
Geruch und Geschmack
Die Blätter haben einen schwachen, angenehmen Geruch und einen etwas schleimig-würzigen Geschmack. Die Beeren haben einen lieblichen Geruch und einen köstlichen, süßen Ge-schmack.
Blütezeit
Mai und Juni
Beerenreife
Juni bis August
Standort
Der Himbeerstrauch liebt Waldschläge und sonnige Waldränder sowie sonnige Hänge. Er bevorzugt nur gute Böden und gilt daher als ein Standortanzeiger für sehr gute Böden.

Großes Hexenkraut
Das Große Hexenkraut wächst in dunklen feuchten Auwäldern. Im Dunkel des finsteren und feuchten Waldes leuchten die kleinen zartrosa Blüten weithin sichtbar. Hat man früher diese Blüten sehen können, so war das ein sicheres Zeichen dass man sich tief im Wald verirrt hatte. Der Name Großes Hexenkraut verspricht jede Menge Heilkräfte, hält in dieser Hinsicht aber wenig, ist es doch nur schwach harntreibend und blutstillend. Früher war das Hexenkraut ein wichtiges magisches Kraut, z.B. in Liebesdingen und zum Schutz gegen Zauber und Unheil.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Wundbehandlung
Heilwirkung: adstringierend, blutstillend, harntreibend
Anwendungsbereiche: Volksheilkunde: Blutstillung, Diuretikum, Hautkrankheiten, Wundbehandlung, Bachblüte: Ausstrahlung verbessernd, Konflikte lösend
wissenschaftlicher Name: Circaea lutetiana L.
Pflanzenfamilie: Nachtkerzengewächse = Onagraceae
englischer Name: broadleaf enchanter's nightshade, enchanter's-nightshade
volkstümlicher Name: Gemeines Hexenkraut, Großes Hexenkraut, Hexenkraut, Stephanskraut, Waldklette
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Oxalate, Oxalsäure
Sammelzeit: Frühling-Sommer
 
Anwendung
Selten wird das Große Hexenkraut als Zierpflanze in Gärten verwendet, eine ausgelesene Sorte ist ‘Caveat Emptor’, deren Laubblätter stark rosa gefleckt sind.
Salat
Die frischen Blätter einem Salat beigegeben wirken harntreibend.
Äußerlich
Frische zerquetsche Blätter als blutstillender Umschlag oder zur Behandlung von Hautkrankheiten.
Bachblüte
Eine Blüten-Essenz aus den Blüten stärkt die Ausstrahlung, hilft Konflikte friedlich beizulegen.
 
Magie und Mythologie
Der lateinische Name kommt von Circe, eine Zauberin der griechischen Mythologie. Vielleicht dachte man an bezirzen (anziehen/einwickeln), so wie sich die Klettenfrüchte anheften. Frauen nutzten die frischen Blüten des Großen Hexenkrautes um anziehender auf Männer zu wirken. Das Große Hexenkraut wurde schon früher zu magischen Zwecken (Gegenzauber) eingesetzt, beispielsweise als Schutz für das Vieh. Es gibt auch eine Faustregel, die besagt, dass man sich verirrt hat, wenn man das Hexenkraut findet, weil es abgelegene Stellen bevorzugt. Das stimmt zumindest heutzutage nicht mehr, denn das Hexenkraut wächst an lauter leicht erreichbaren Stellen, die ganz in der Nähe von Orten und Häusern sind.
 
Geschichtliches
Selten als Heilpflanze, dafür umso öfter als Zauberpflanze genutzt. Heute nicht mehr als Heilpflanze eingesetzt.
 
Pflanzenbeschreibung
Das Große Hexenkraut ist in ganz Europa heimisch. Es wächst bevorzugt in feuchten Wäldern. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 20 und 60 Zentimeter hoch. Die eiförmigen und lanzettlichen Blätter sind behaart und matt, zwischen 5 und 10 cm lang. Die weißen bis zartrosa Blüten erscheinen zwischen Juli und August. Die Blüten befinden sich an einem aufrechten Stängel an einer endständigen Traube. Die Blüten haben einen Durchmesser von etwa 4-8 mm.
Aus den Blüten entwickeln sich zwischen Spätsommer und Herbst die Samen.
Die Samen sind eine stachelige Nußfrucht in Keulenform, die mit ihren Haken an vorbeistreifenen Menschen und Tieren hängen bleibt.
Das Große Hexenkraut ist eine ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 60, selten bis 75 Zentimetern. Am Rhizomfinden sich hinfällige Niederblätter, sowie in 10 bis 20 Zentimeter Tiefe kräftige, am Ende verdickte Ausläufer. Der aufrechte Stängel ist mit weichen Haaren besetzt.
Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ungeflügelt. Die einfache Blattspreite ist herz- bis eiförmig mit keilförmigen Spreitengrund, geschweift gezähnt, mattgrün, zumeist kahl, aber vor allem auf den Nerven flaumig behaart.
Tragblätter fehlen am traubigen Blütenstand. Die Blüten sind weiß. Die zwei Kronblätter sind unverwachsen, mit 2 bis 3 Millimetern Länge eben so lang wie der drüsige Kelch, tief gekerbt und undeutlich genagelt. Es gibt zwei Staubblätter. Der Fruchtknoten ist unterständig. Die Narbe ist zweilappig. Die relativ kleine, verkehrt-eiförmige, zweifächrige Frucht ist eine mit borstigen Widerhaken versehene Achäne (Klettfrucht) und enthält je zwei Samen.
 
Anbautipps
Im Frühling direkt an die gewünschte Stelle aussäen. Der Boden muss feucht und stickstoffhaltig sein, am besten Lehmboden. Die Pflanze mag Schatten und Halbschatten, wächst auch zwischen Bäumen.
 
Sammeltipps
Die Blätter können die ganze Zeit zwischen Frühling und Herbst geerntet. Für die innerliche Anwendung sind junge Blätter angenehmer.

Bachblüten
Ich bin häufig geistesabwesend (White Chestnut)
Diese Menschen sind deren öfteren bis sehr häufig geistesabwesend
Mit der Blüte können sie das geistesabwesende zurückschrauben
Bachblüten
Ich lasse mich hängen (Wild Oat)
Diese Menschen lassen sich nur allzuleicht hängen
Mit Wild Oat können sie das hängen lassen überwinden
Streichfette
Butter
Ausgangsprodukt der Rahm der Kuhmilch, der in der Zentrifuge von der Milch getrennt wird. Das verbliebene Milchfett wird so lange geknetet, bis eine geschmeidige, homogene und fast wasserfreie Masse entstanden ist: die Butter. Sie muss 82% Fett und darf höchstens 16% enthalten.
Herstellung
Butter gibt es, seit für die menschliche Ernährung gemolken wird. Früher schöpfte man den Rahm von den mit Milch gefüllten breiten Schüsseln, den Satten, und stampfte ihn im Butterfass so lan-ge mit dem Stößel durch, bis sich das Milchfett von der Flüssigkeit schied. Nach dieser Methode wurde bis zur Erfindung der Zentrifuge 1877 handwerklich gebuttert. Die technischen Mittel sind in den letzten Jahrzehnten raffinierter geworden, doch im Prinzip hat sich an der Butter-Herstellung nichts geändert. Ausgangsprodukt sind Rahm oder Sahne der Kuhmilch, die nun in der Zentrifuge von der Milch getrennt werden. Mit verschiedenen Verfahren wird der Rahm so lange geschlagen, bis sich die in der Milch enthaltenen winzigen Fettkügelchen zu Butterkörnchen zusammenballen. Die im Rahm enthaltene Flüssigkeit, die Buttermilch, wird abgeschieden. Die Butterkörner enthalten noch etwa 30% Wasser. Das verbliebene Milchfett wird maschinell so lange geknetet, bis eine geschmeidige, homogene und fast wasserfreie Masse entstanden ist: die Butter. Sie muss 82% Fett und darf höchstens 16% Wasser enthalten.
Die restlichen Bestandteile sind Eiweiß, Milchzucker, Lezithin, Vitamine und Mineralstoffe. Nach dem Buttern wird sie in Blöcke oder Rollen geformt und abgepackt. Dies geschieht alles maschinell, hygienisch und ohne Berührung von Menschenhand.

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