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Eibisch
Der Eibisch gehört zur Familie der Malvengewächse und ist daher wie seine Verwandten eine Zierde für jeden Garten. Schon seit der Antike gehört der Eibisch zu den hoch geschätzten Heilpflanzen. Sein wichtigster Inhaltsstoff ist der Schleim, der in großen Mengen vorkommt. Daher darf man den Eibisch auch nicht kochen, sondern nur als Kaltauszug ansetzen, um die Kräfte des Schleimes zu erhalten. Der Schleim des Eibischs wirkt lindert auf alle Schleimhäute, weshalb man ihn hauptsächlich für Erkrankungen der Atmungsorgane und des Verdauungsapparates einsetzt. Auch auf Probleme der Haut kann der Eibisch lindernd wirken, wenn man ihn als Umschlag oder Bad verwendet.
Der Echte Eibisch ist eine tradtionelle Heilpflanze, die vor allem gegen Schleimhautentzündungen und hartnäckigem Reizhusten hilft. Die zu den Malvengewächsen gehörende Pflanze enthält wertvolle Schleimstoffe, die rasch eine Linderung verschaffen können. Eibisch wurde früher auch als Küchenpflanze genutzt. Sowohl die Blätter als auch die Eibischwurzeln sind essbar. Die Wildbestände der Pflanze gingen in den letzten Jahren immer weiter zurück, so dass sie heute unter Naturschutz steht.
 
Steckbrief
Heilwirkung: beruhigend, blutstillend, entzündungshemmend, erweichend, harntreibend, tonisierend, Bronchitis, Husten, Luftröhrenentzündungen, Halsentzündungen, Heiserkeit, Erkältungen, Mundschleimhautentzündungen, Magenschleimhautentzündungen, Darmschleimhautentzündungen, Magenübersäuerung, Magengeschwür, Blähungen, Durchfall, Verstopfung, Mundgeruch, Blasenentzündung, Blasensteine, Epilepsie, Wunden, Leichte Verbrennungen, Rissige Haut, Trockene Haut, Feuchte Ekzeme, Bisse, Insektenstiche, Splitter, Furunkel, Quetschungen, Muskelkater
wissenschaftlicher Name: Althea officinalis
Pflanzenfamilie: Malvengewächse = Malvaceae
englischer Name: Marsh Mallow
volkstümliche Namen: Adewurzel, Allee, Altee, Alter Thee, Alte Eh, Driantenwurzel, Eibsche, Flusskraut, Heilwurz, Heimischwurzel, Hilfwurz, Ibsche, Ipsche, Sammt-Pappel, Samtpappel, Schleimwurzel, Weisse Pappel, Weisswurzel
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel, Blätter, Blüten
Inhaltsstoffe: Schleim, ätherisches Öl, Saponine, Asparagin, Ephedrin, Gerbstoff, Gerbsäure, Cumarine, Zink
Sammelzeit: Wurzel: September bis November
 
Anwendung
Aus Substanzen des Eibischs wurde ursprünglich die Süßware Marshmallow hergestellt, die heute vor allem mit den USA assoziiert wird, die aber auf die französische pâte de guimauve bzw. den sogenannten Eibischteig zurückgeht. Der Name Marshmallow leitet sich von der englischsprachigen Bezeichnung marsh mallow (deutsch: Sumpf-Malve) für den Eibisch ab. Verwendet wurden dafür sowohl die Stängel und Blätter als auch die Wurzel; heute verwendet die Industrie dafür Ersatzstoffe. Gegessen hat man früher auch die Wurzeln, die zuerst gekocht und dann gebraten wurden. Essbar sind auch die Blüten, und die jungen Blätter können im Salat mitgegessen werden. Die Römer verwendeten die Pflanze als Suppenkraut und zur Füllung von Spanferkeln. Bei Hungersnöten hat man die weiße mohrrübenähnliche Wurzel als Nahrung verwendet. Die einzige Bezugnahme in der Bibel spielt auf den faden Geschmack des Eibischschleims an (Hi 6,6 EU): „Wird Fades ohne Salz gegessen, oder ist Geschmack im Eibischschleim?“ Das weist darauf hin, dass man Eibischschleim keinesfalls ohne Gewürz oder in Zeiten des Wohlstands gegessen hätte.
Die wichtigste Eigenschaft des Eibischs ist sein Reichtum an Schleimen, vor allem von der Wurzel. Daher kann man sie überall einsetzen, wo eine einhüllende, schützende Wirkung erwünscht ist. Der Eibisch hilft in erster Linie gegen Atemwegserkrankungen und gegen Entzündungen und Reizungen der Verdauungsorgane.
Eibisch Tee
Damit der Schleim der Eibisch-Wurzel gut erhalten bleibt, wird Eibisch-Tee als Kaltauszug zubereitet. Dazu übergießt man 3 Teelöffel der geschnittenen Eibisch-Wurzel mit einer Tasse kaltem Wasser und lässt den Ansatz mindestens acht Stunden ziehen (über Nacht geht auch). Dann seiht man den Tee ab und erwärmt ihn leicht auf Trinktemperatur. Auch Tee aus den Blüten und Blättern des Eibischs wird kalt angesetzt. Von diesen braucht man jedoch nur ein bis zwei Teelöffel pro Tasse. Vom Eibisch-Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Man kann ihn auch zum Spülen und Gurgeln gegen Entzündungen im Mundraum verwenden.
Äußerlich
Eibisch-Tee kann man auch äußerlich in Form von Waschungen, Bädern oder Umschlägen anwenden. Er hilft gegen leichte Brandwunden, rissige Haut und feuchte Ekzeme. Furunkel und sogar Karbunkel werden durch Eibisch-Breiumschlägen erweicht. Dazu reibt man die Wurzeln fein und vermischt sie mit Honig. Dieser Brei wird auf ein kleines Tuch gestrichen und auf die zu behandelnde Stelle gelegt. Alle zwei bis drei Stunden durch einen neuen Umschlag ersetzen.
Heilkräftige Pflanzenteile
Sowohl die Wurzel, Blätter, als auch die Blüten werden gesammelt. Die Wurzeln werden zeitlich im Frühjahr oder nach der Blüte im Herbst gegraben. Die Blüten werden während der Blütezeit gepflückt. Die Blätter dürfen nicht im Frühjahr gesammelt werden, sondern grundsätzlich erst nach der Blütezeit, da sie währende der Wachstumsperiode und der Blütezeit den geringsten Gehalt an Pflanzenschleim besitzen. Es wurde in letzter zeit einwandfrei festgestellt, dass dieser heilwirksame Pflanzenschleim erst nach der Blütezeit in den Blättern zunimmt. Die Volksmedizin empfiehlt auch das Sammeln des Samens, der 2 bis 3 Wochen nach der Blüte schon abgenommen werden kann. Bei sich lang hinziehenden Blütezeit der pflanze erhält man die ersten Samen bereits Anfang Juli, während die Spätblüten den Samen erst September oder gar erst Anfang Oktober liefern. Der Geruch der Wurzel ist eigentümlich und schwach, der Geschmack schleimig.
Heil- und Wirkstoffen
Besitzt der Eibisch hauptsächlich pflanzlichen Schleim, ferner Stärke, Zucker, Pektin, Gerbstoff, fettes Öl, Asparagin, Mineralsalze und einen leicht lecithinähnlichen Stoff. In letzter Zeit wurde ein Enzym, ein flüchtiger Riechstoff, Apfelsäure und reichlich Phosphor nachgewiesen.
Heilwirkung
Schon im Altertum war die Eibischwurzel sehr geschätzt. Auch Hufeland, der berühmte Naturarzt, zollte ihr hohes Lob und wandte sie besonders bei Lungenleiden an. Kneipp dagegen war kein Freund von Heilpflanze und schrieb über sie: „Ich bin für dieselbe nicht besonders eingenommen, da sie meinen Erwartungen zu wenig entsprochen hat. Schon beim Sieden erhält man eine schlüttrige (zähflüssige) Masse, die nach kurzer zeit schleimig wird und den Appetit nehmen und verderben muss. Derlei Medizinen empfehle ich nie.“ Dieses so ungüngstige Urteil über den Eibisch entstammt aus  Kneipps irriger Ansicht, dass der Eibischtee gesotten werden muss. Gerade der Eibisch mit seinen besonderen pflanzlichen Schleimstoffen darf nie gekocht werden, nicht einmal mit sehr heißem Wasser überbrüht werden! Die Eibischwurzeln werden durch 8 Stunden kalt angesetzt, abgeseiht und dann erst leicht trinkwarm angewärmt. Man rechnet 3 Teelöffel für eine Tasse. Das gleiche gilt für die Blätter, Blüten und die Samen, die kleingeschnittenen Wurzeln beigefügt werden können. Man kann aber auch einen Tee nur aus den Blättern oder Blüten herstellen, der jedoch ebenfalls nur auf dem Wege eines kalten Ansatzes bereitet werden darf. Für den Blättertee nimmt man 1 bis 2 Teelöffel pro Tasse. Der Autor hält die Mischung von Wurzeln, Blättern und Blüten zu etwa gleichen Teilen am wirkungsvollsten. 1 bis 2 Teelöffel für 1 Tasse zum kalten Ansatz durch 8 Stunden. Anschließend wird der Tee leicht angewärmt und abgeseiht. Bei einer Kräuterteemischung mit anderen Kräutern muss man den Eibisch zuerst gesondert kalt ansetzen, abseihen und diesen Eibischtee zu dem warmen Tee aus der Mischung der übrigen Heilpflan-zen geben. Dieser richtig zubereitete Eibischtee wirkt sehr günstig bei Husten, Keuchhusten, Bronchitis und bei Lungenkatarrh. Sehr gute Erfolge wurden auch bei Bronchialasthma vermerkt, ja sogar bei beginnender Lungentuberkulose. Für diese Zwecke wird der Tee mit Honig gesüßt und schluckweise getrunken.
Eine weitere ausgezeichnete Heilwirkung erzielt man mit Eibisch bei vielen Erkrankungen der Harnorgane und des Verdauungsapparates. So werden Blasenkatarrh, schmerzhaftes Urinieren oder das Unvermögen den Urin zu halten, Weißfluss bei den Frauen und verschiedene leichtere Fälle von Geschlechtskrankheiten mit Erfolg durch Eibisch geheilt.
Eibischtee ist ein sehr guter Frauentee, er heilt regelmäßig genommen, Gebärmutterentzündungen.
Von den Erkrankungen des gesamten Verdauungsapparates, die mit Eibisch behandelt werden können, seien genannt: Dickdarmentzündungen (Colitis), Durchfall, Ruhr, Brechdurchfall der Säuglinge u.a. Der ungesüßte Tee wird schluckweise getrunken.
Auch äußerlich findet die Eibischwurzel eine Reihe von Anwendungsmöglichkeiten. So bereitet man zum Zeitigen und Ausreifen von Karbunkeln und Furunkeln einen Brei, bestehend aus feingeschabten Eibischwurzeln mit Honig gut vermengt. Dieser Brei wird auf ein Leinentüch-lein gestrichen und dieses aufgelegt. Die Auflage ist alle 2 bis 3 Stunden zu erneuern. Der Eibischwurzelbrei, mit oder ohne Honig vermengt, nimmt auch die Entzündungen der Augen und ist eine sehr schmerzstillende und heilende Auflage auf Brandwunden.
Der Eibischtee, kalt bereitet und lauwarm angewärmt, wird auch als Mund- und Gurgelwasser gelobt.
Eibisch als Heilkraut
Der Eibisch ist eine alte Heilpflanze mit langer Tradition, die auch in der heutigen Zeit in der Naturheilkunde und Phytotherapie sehr beliebt ist. Heute wie damals liegen die Haupteinsatzgebiete in der Linderung von Magen- und Darmbeschwerden sowie von Erkrankungen der oberen Luftwege.
Im Mittelalter war der Eibisch eine erkannte Heilpflanze, die in nahezu jedem bekannten Kräuterbuch der damaligen Zeit erwähnt wurde. Vor allem die Eibischwurzel wurde verschiedenartig (z.B. mit Honigwasser) zubereitet, um Erkrankungen des Magens und Darms zu behandeln. Im kleineren Rahmen wurden Eibischsamen bei Harnwegsbeschwerden verwendet. Allerdings kann heute nicht nachvollzogen werden, welche Wirkstoffe hierfür eine Heilwirkung erzielen sollen. Äußerlich wurden die Wurzeln von Althaea officinalis oft gegen Feigwarzen, Geschwüre und vermutlich gegen Rheuma verwendet.
Eibisch enthält vor allem Schleimstoffe, die in dem Fall schleimhautschützend sind und Hustenreize bei vor allem trockenem und unproduktivem Husten lindern können. Höhere Anteile an Schleimstoffen finden sich vor allem in der Eibischwurzel. Die Blätter enthalten mit maximal 10 Prozent deutlich weniger Pflanzenschleime, dafür jedoch höhere Anteil an ätherischen Ölen und Flavonoiden.
Nebenwirkungen und Wechselwirkungen
Eibisch als Heilkraut ist im Allgemeinen sehr gut verträglich. Direkte Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Da Schleimstoffe direkt auf die Resorption hat, können in seltenen Wechselwirkungen mit Medikamenten einhergehen, die oral eingenommen wurden (z.B. Tabletten, Kapseln, Säfte). Hier kann es unter Umständen zu einer Verzögerung der gewünschten Wirkung kommen. Nach einer Anwendungszeit von 7 bis 10 Tagen, sollten eine Einnahmepause von 7 Tagen eingehalten werden. Für die Anwendung in der Schwangerschaft oder Stillzeit ist bisher keine Risikoabschätzung vorgenommen wurden, weswegen keine Aussagen zu Nebenwirkungen getroffen werden kann.
Anwendung in der Volksheilkunde
Außer den obgenannten Heilmethoden findet der Eibisch in der Volksheilkunde noch in einigen Varianten Anwendung. So wird die Wurzel in Wein gesotten und dieser getrunken, oder die Wurzel wird warm gegessen (bei Lungenschwäche und auch bei Bauchkoliken).
Bei schmerzhaftem Harnen wird eine warme Auflage feingeschabter Eibischwurzeln auf die Blase gelegt.
Als ein MISCHTEE BEI ERKÄLTUNGEN UND LUNGENLEIDEN wird empfohlen: man bereits 3 Tassen Eibischtee als kalten Ansatz. Dann bereite man nächstehenden Mischtee aus folgender Kräutermischung: 20g Anissamen, 40g Huflattichblätter, 40g Lungenkraut
Von dieser Mischung nehmen man 2 Teelöffel für 1 Tasse, bereite diesen Tee im Aufguß, seihe ihn ab und gieße den kalt angesetzten und abgeseihten Eibischtee hinzu. Schluckweise trinken. Mit Honigzusatz.
Der reine Eibischsamentee gilt in der Volksmedizin als Mittel gegen Gries- und Steinleiden.
Die frisch zerquetschten Blätter aufgelegt sind bei Insektenstichen.
Lauwarmer Eibischtee dient als Klistier bei Darmträgheit bei Kleinkindern und bei Erwachsenen.
Anwendung in der Homöopathie
Dil. D1, 3mal täglich je 10 Tropfen gegen alle genannten Leiden.
Anwendung in der Tiermedizin
Bei Euterverhärtung werden warme Auflagen von Eibischwurzeln das Leiden ehest zum Abklingen bringen.
Dem Hausvieh wird gegen den Milzbrand reichlich Eibischtee eingegeben, desgleichen bei Husten- und Lungenerkrankungen. Die abszeßerweichende Heilkraft des Eibisch kommt auch dem Hausvieh in Form von Umschlägen zugute.
Schließlich wird dem Vieh warmer Eibischtee bei Darmerkrankungen, Durchfall und Koliken eingegeben.
Eibisch in der Küche
Als Zutat in der Küche ist der Eibisch grundsätzlich geeignet. Die in den USA beliebten Marshmallows wurden ursprünglich aus den Extrakten der Eibischwurzel sowie aus Eischnee und Zucker hergestellt. Solche Marshmallows stammen eigentlich aus Frankreich und galten u.a. auch als schmackhafte Hustenmedizin für Kinder.
Die dezent süßlich schmeckenden Wurzeln können auch in Gemüsepfannen verwendet werden. Sie harmonieren gut mit anderem Wurzelgemüse wie Möhren oder Petersilienwurzeln und können mit Kartoffeln oder Süßkartoffeln angerichtet werden. Insofern Eibsichwurzel als Gemüse zubereitet wird, sollten aromatische Gewürze wie z.B. Thymian, Rosmarin oder Estragon genutzt werden.
Die Blüten des Eibischs sind grundsätzlich essbar und können dekorativ für Salate oder Süßspeisen verwendet werden. Ein besonderer oder charakteristischer Ge-schmack sollte jedoch nicht erwartet werden.
Junge Blätter sowie Triebspitzen sind vitaminreich und können hervorragend in Salaten oder Smoothies untergemischt werden. Der Geschmack der Blätter ist eher mild und spürbar schleimig. Im Mittelalter wurden die Blätter ähnlich wie Spinat gekocht oder in Füllungen verwendet.
Bitte beachten Sie, dass Wildbestände nicht gepflückt werden dürfen!
 
Pflanzenbeschreibung
Der Echte Eibisch ist eine aufrechte, mehrjährige krautige Pflanze mit kräftigen Stängeln. Er erreicht eine Größe von 60 bis 150 cm und blüht von Juli bis August strahlend weiß. Althaea officinalis ist eine wertvolle Bienenfutterpflanze. Bei der Unterfamilie Malvoideae sind die vielen Staubblätter zu einer den Stempel umgebenden Röhre verwachsen, der sogenannten Columna.
Der Eibisch ist in Südeuropa heimisch, wird in Mitteleuropa jedoch gerne in Gärten angebaut. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 2 Meter hoch. Im Frühling treibt die Wurzel zunächst rundliche Blätter in Bodennähe, die nicht filzig sind. Erst später wächst der Stängel zwischen einem und zwei Meter hoch. Die Blätter, die an den Stängeln wachsen, sind dreilappig und haben samtige Haare. Zwischen Juni und Ende August erscheinen die Blüten, die zahlreich in den Blattachseln sprießen. Die fünf mittelgroßen Blütenblätter sind hellrosa. Die zusammengewachsenen Staubblätter und Stempel sind kräftiger gefärbt und etwa rot-violett. Aus den Blüten entwickeln sich kastenartige Früchte, ähnlich wie bei der Malve, mit der der Eibisch verwandt ist.
Botanik
Der Wurzelstock ist ausdauernd, weiß und fleischig. Aus diesem sprießen zuerst grüne, rundliche, nicht filzige Wurzelblätter, erst dann mehrere, bis zu 1 bis 2m hohe Stängel mit dreilappigen und samthaarigen Blättern hervor. Die Blüten stehen zahlreich in den Blattwinkeln, sind mittelgroß und von hellrötlicher bis weißer Farbe. Die Früchte sind ähnlich wie bei der Malve, der Kelch jedoch ist stets vielspaltig, während er bei den Malven nur dreispaltig ist.
Blütezeit
Von Juni bis Ende August
Standort
Der Eibisch (nicht zu verwechseln mit der ähnlich klingenden Eibe!) ist in Südeuropa heimisch und wird bei uns gerne in Bauerngärten gepflanzt. Er liebt tiefgründigen und feuchten Boden. In der Nähe von sonnigen Waldrändern findet man die strauchartig aussehende Pflanze oft verwildert vor.
 
Sammeltipps
Die Wurzel des Eibischs wird im zeitigen Frühjahr oder im Herbst nach der Blütezeit ausgegraben. Die Blüten sammelt man, wenn sie frisch aufgeblüht sind. Da sich die Blütezeit der Pflanzen über Monate hinzieht, werden die Blüten nach und nach gesammelt. Die Blätter sammelt man erst nach der Blütezeit, denn erst dann ist der Schleimgehalt in den Blättern am höchsten.
Aussaat, Anbau und Pflege
Echter Eibisch lässt sich bei uns auch im Garten kultivieren. Um jedoch langfristig Freude an dem hübsch blühenden Malvengewächs zu haben, sollten einige Dinge beachtet werden.
Standort
Als optimaler Standort eignen sich sonnige, warme und vor allem windgeschützte Lange. Im Halbschatten kann der Eibisch zwar auch wachsen, allerdings mit deutlichen Einbußen in der Wuchshöhe. Der Boden muss zwingend nährstoffreich und durchlässig sein sowie in der Lage sein, Feuchtigkeit zu speichern. Ein leichter Salzgehalt ist in der Regel förderlich, aber in den meisten Fällen nicht möglich. Besonders geeignete Stellen im Garten sind Uferränder von Gartenteichen.
Aussaat
Die Eibischsamen sollten am Besten in den auslaufenden Wintermonaten Februar bis März ins Freiland eingearbeitet werden. Eibische sind Kaltkeimer und benötigen Temperaturen um den Gefrierpunkt. Das Saatgut muss einige Zeit in der Gartenerde verweilen. Die ersten Keimlinge erscheinen sowie nach der Kälterperiode eine längere wärmere Periode erfolgt. In der Regel ist dies zwischen Ende April und Anfang Mai zu erwarten. Im Garten oder am Uferrand sollte ein Pflanzabstand zwischen 25 und 35 cm eingehalten werden, da die Pflanze ein ausgedehntes Wurzel- und Blattsystem entwickelt.
Düngen
Während der Saison sind zusätzliche Gaben von Pflanzennährstoffen meist nicht erforderlich. Voraussetzung hierfür ist, dass die Pflanzen in einer nährstoffreichen Erde wachsen. In der Folgesaison genügt es in der Regel, wenn kleinere Gaben Kompost in den Gartenboden gemischt werden. Steht kein Kompost zur Verfügung, können auch Düngepellets aus organischen Düngern verwendet werden. Eibischpflanzen zeigen Nährstoffmangel meist durch gelbe Blätter oder durch direkten Blattabwurf an. In solchen Fällen sollte ein flüssiger organomineralischer Dünger mit hohem Stickstoffanteil verwendet werden.
Gießen
Der Eibisch benötigt eine kontinuierliche Wasserversorgung. Wichtig ist, dass der Boden in regelmäßigen Abständen befeuchtet wird. Es ist jedoch strikt darauf zu achten, dass der Boden nicht zu viel Wasser erhält, da Staunässe schnell die empfindlichen Wurzeln der Pflanze beschädigen kann. Wasserspeichernde Zuschlagstoffe wie Perlite, Blähton oder Zeolith können helfen, dass der Eibisch sich prächtig entwickelt.
Krankheiten und Schädlinge: Häufige Schädlinge, die den Eibisch befallen, sind vor allem Blattläuse und Spinnmilben. Blattläuse setzen der Pflanze meist dann zu, wenn junge Triebe gebildet werden. Das Risiko steigt in der Regel, wenn die Pflanzen zu dicht stehen. Ein moderater Blattlausbefall macht dem Eibisch in der Regel nichts aus. Bei zu hohem Befall sollte über eine Behandlung mit Kräuterjauchen nachgedacht werden.
Ernte
Soll die Wurzel für heilkundliche Anwendungen verwendet werden, so ist für eine schnelle Trocknung zu sorgen. Trocken Eibischwurzeln zu langsam, besteht ein sehr hohes Risiko für Schimmelbefall.
Überwinterung
Es sind keine Überwinterungsmaßnahmen notwendig. Der Echte Eibisch verträgt Temperaturen um die -30 °C.

Malabarkino
Pterocarpus marsupium, auch bekannt als Malabar kino, Indischer kinobaum oder Vijayasar, ist ein mittel bis großer, laubwechselnder Baum, der bis zu 30 Meter hoch werden kann. Es ist in Indien, Nepal und Sri Lanka beheimatet, wo es in Teilen der Western Ghats in derRegion Karnataka - Kerala und auch in den Wäldern Zentralindiens vorkommt. Es ist auch unter den Namen benga bekannt, bijiayasal (in West-Nepal), piasal (Oriya), Venkai und viele andere.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Durchfall, Mundschleimhautentzündung
wissenschaftlicher Name: Pterocarpus marsupium
Verwendete Pflanzenteile: Saft aus der Rinde
 
Verwendet
Von Teilen des indischen Kinos (Kernholz, Blätter, Blüten) wird seit langem angenommen, dass sie im Ayurveda medizinische Eigenschaften haben. In Karnataka ist die Pflanze als Honne oder Kempu Honne bekannt. Die Kannada-Leute in Indien stellen einen hölzernen Becher aus dem Kernholz dieses Kräuterbaumes her. Eine 2005 pharmakologische Studie ergab, dass Vijayasar-Extrakt ein wirksames blutzuckersenkendes Mittel darstellt und bei der Behandlung von Diabetes nützlich sein kann.

Bachblüten
Ich bin mutlos (Elm)
Diese Menschen sind häufig mutlos
Mit der Bachblüte bekommen sie den Mut wieder zurück
Bachblüten
Ich bin leicht beeinflussbar (Gentian)
Diese sind nur zu leicht beeinflussbar
Mit der Blüte können sie das beeinflussbare gehörig herunter fahren
Alkoholfreie Getränke
-     Mineral-, Quell-, Tafel-, Heilwasser
-     Fruchtsaft, -nektar, -getränke
-     Gemüsegetränke
-     Limonaden und Brausen, Light Getränke, Energy-Drinks u.a.
-     Heißgetränke, Kakao, Kaffee, Tee
Getränk (Kollektivum zu Trank; veraltet: Trunk) ist ein Sammelbegriff für zum Trinken zubereitete Flüssigkeiten. Getränke werden entweder zum Stillen von Durst und damit zur Wasseraufnahme des Körpers, als Nahrungsmittel oder auch als reine Genussmittel aufgenommen.
Alkoholfreie Getränke
Trinkwasser
MineralwasserHeilwasser, Quellwasser, Tafelwasser
aromatisierte Wässer
LimonadeCola
Brause
Fruchtgetränk – Fruchtsaftgetränk, Fruchtnektar, Smoothie
Fruchtsaft – Fruchtsaft, Gemüsesaft
Aufgussgetränk
Kaffee
Muckefuck – Ersatzkaffee
Tee
Teeähnliches Getränk – Eistee, Früchtetee, Kräutertee, Rooibos, Mate-Tee, Lapacho
Mixgetränk, Cocktail, Energydrink
Isotonisches Getränk
Malztrunk – fälschlicherweise oft Malzbier genannt

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