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SCHWARZE KÖNIGSKERZE
Die Schwarze Königskerze sieht nicht so finster aus wie sie heißt. Majestätisch wächst sie kerzengrade bis zu 1,4 m nach oben, und blüht auf einem Großteil ihrer Höhe mit leuchtendgelben runden Blüten mit einem violetten Tupfer im Blütenzentrum. Sie ist, wie ihre Schwestern, eine wichtige Heilpflanze bei Husten, vor allem bei Reizhusten. Hauptsächlich werden die Blüten in Tees verwendet, aber auch die Blätter können eingesetzt werden.
 
Anwendung
Meistens wird die Schwarze Königskerze Hustenteemischungen beigefügt. In diesen Mischungen mildern sie den Hustenreiz und wirken auswurffördernd. Auch pur, also ohne andere Hustenkräuter kann man sie im Tee trinken. Dazu bereitet man einen Aufguss. Eine verdünnte Tinktur kann man gegen Magen-Darm-Katarrhe einsetzen. Äußerlich kann man die Schwarze Königskerze als Ölauszug in Salben und Cremes anwenden, hilft gegen Falten, Hautentzündungen und Prellungen.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Schwarze Königskerze ist in ganz Europa heimisch, aber selten. Sie wächst bevorzugt in Waldlichtungen, an Wegen und auf Dämmen und Schutt. Die zweijährige Pflanze wird zwischen 60 und 140 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst Blätter aus. In Bodennähe wächst dann eine Blattrosette. Erst im zweiten Jahr wächst dann der Stängel, der nach oben kantig wird. Die Blätter sind unten herzförmig und gestielt. Die Blätter werden nach oben immer kleiner, länglicher und ungestielt. Die gelben Blüten erscheinen zwischen Juni und Oktober. Die Blüten haben einen Durchmesser von etwa 18 bis 25 cm und violetten Staubfäden. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen in Kapseln.
 
Steckbrief
Haupt -Anwendungen: Heiserkeit, Husten
Heilwirkung: antiviral, entzündungshemmend, harntreibend, kreislaufanregend, reizmildernd, schweißtreibend
Anwendungsbereiche: Atemwegserkrankungen, Blasenerkrankungen, Erkältung, Falten, Frostbeulen, Grippaler Infekt, Grippe, Hautentzündungen, Heiserkeit, Husten, Katarrh, Magen-Darm-Beschwerden, Nierenerkrankungen, Prellungen, Rheuma, Warzen
wissenschaftlicher Name: Verbascum nigrum
Pflanzenfamilie: Braunwurzgewächse = Scrophulariaceae
englischer Name: Dark Mullein
volkstümlicher Name: Dunkle Königskerze, Dunkles Wollkraut, Schwarze-Königskerze
Verwendete Pflanzenteile: Blüten
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Aucubin, Catapol, Flavonoide, Iridoidglykoside, Kaffeesäure, Phenolcarbonsäuren, Phytosterole, Schleimstoffe, Sterole, Triterpensaponine, Verbascosaponin, Verbascosid
Sammelzeit: Juni-Oktober

VERBENA
Die Zitronenverbena ist die südamerikanische Schwester des heimischen Eisenkrautes. Allerdings sieht die Verbena ziemlich anders aus und riecht auch stark zitronig, ganz anders als ihr Verwandter. Deshalb wird sie auch häufig Zitronenverbene genannt. Man kann die Verbene ähnlich einsetzen wie das Eisenkraut, sie eignet sich aber auch sehr gut als wohlschmeckender Haustee für den reinen Genuss. Im Sommer kann Verbenen-Tee wohltuend erfrischend sein.
 
Anwendung
Sorten einiger Arten und Hybriden werden als Zierpflanzen verwendet. Zudem können sie als Geschmacksverstärker in Tee eingesetzt werden.
Die Verbene hört auf zahlreiche Namen, einige davon sehr unterschiedlich, wie beispielsweise Zitronenstrauch oder Eisenkraut. Mit all diesen Namen ist die gleiche Pflanze genannt. Eisenkraut und Verbena sind aber auch die Namen einer mitteleuropäischen Heilpflanze, die der Zitronenverbene nur in wenigen Eigenschaften ähnelt. Das kann zunächst etwas verwirrend sein. Man kann die beiden Pflanzen aber leicht daran unterscheiden, das nur die Zitronenverbene aus Südamerika ein intensives Zitronenaroma hat. Die heimische Verbena schmeckt einfach bitter. Außerdem ist die heimische Verbene als Pflanze deutlich kleiner als die Zitronenverbena. Hier auf dieser Seite geht es um die südamerikanische Verbena mit Zitronenduft. Verbena kann man wahlweise als Tee oder als ätherisches Öl anwenden. Auch in der Küche wird die Verbene eingesetzt. Die häufigste Art, Verbena anzuwenden ist der Kräutertee.
Kaltauszug als Erfrischungsgetränk
Als reines Erfrischungsgetränk kann man die Verbene als Kaltauszug zubereiten. Am besten eignen sich dazu frische Verbeneblätter, man kann aber auch getrocknete nehmen. Dazu gibt man zwei Teelöffel frische oder getrocknete Verbeneblätter zusammen mit einer Zitronenscheibe in eine Karaffe mit kaltem Wasser. Diese Mischung lässt man über Nacht im Kühlschrank ziehen. Am nächsten Tag erhält man ein erfrischendes Kaltgetränk. Je nach Wunsch kann man das Verbenegetränk süßen oder nicht.
Ätherisches Öl
Das ätherische Öl der Verbene ist leider relativ teuer, was zunächst erstaunt, weil die Verbenebätter so intensiv duften, dass man denkt, man könnte jede Menge ätherisches Öl daraus gewinnen. Das ist aber offenbar nicht der Fall. Man kann das ätherische Öl in Duftlampen verdampfen, um die Raumluft zu erfrischen. Man kann es auch in Pflanzenöl träufeln als Körper- und Massageöl, z.B. 10 Tropfen auf 100 ml Pflanzenöl. Auch selbstgemachte Cremes und Salben kann das ätherische Verbene-Öl mit seinem Duft bereichern.
Badezusatz
In manchen Badezusätzen ist ätherisches Verbeneöl enthalten. Ein solches Bad entspannt und belebt zugleich. Man wird also ruhig, ohne müde zu werden und man wird belebt, aber bleibt gelassen.
Kräutersäckchen
Mit Verbeneblättern in ein Stoffsäckchen eingenäht kann man einen Raum, einen Kleiderschrank oder ein Bett für längere Zeit mit frischem Zitronenduft versorgen. Ein solches Duftsäckchen hat eine milde Wirkung gegen Insekten und wirkt sowohl belebend als auch entspannend, ähnlich wie die Duftlampe oder ein Verbene-Bad.
Achtung! Keine Verbene in der Schwangerschaft!
 
Anwendungsgebiete
Innerlich
Als Tee getrunken kann man Verbene bei Müdigkeit oder auch Nervosität einsetzen. Ein nervöses Herz wird beruhigt, bei Depressionen und Lustlosigkeit wird die Lebensenergie verstärkt. Auch Spannungskopfschmerzen und Migräne werden verringert. Ein gereizter Magen fühlt sich wieder wohler mit Verbenetee, außer wenn man zu viel davon trinkt. Auch Verstopfung lässt nach, weil die Verbena die Verdauung anregt. Bei Erkältung fühlt man sich gestärkt und gesundet schneller, wenn man Verbene-Tee trinkt. Man kann auch andere Erkältungskräuter mit der Verbene mischen, um eine optimale Wirkung zu erzielen. Zusammen mit Hirtentäschelkraut kann man Verbene bei der Geburt trinken. Die Verbene verstärkt die Wehen, wirkt aber zugleich krampflösend, sodass die Wehen leichter zu ertragen sind. Mit ihrem frischen Duft hilft Verbene außerdem, die mühsamen Stunden der Geburt besser durchzuhalten.
Äußerlich
Pflanzenöl vermischt mit ätherischem Verbenaöl kann man für Fußmassagen oder Sportmassagen benutzen. Die Muskeln werden besser durchblutet und entspannen sich. In eine leichte Tagescreme eingearbeitet, kann Verbeneöl bei Akne und fette Haut helfen. In einer Bodylotion hilft Verbenaöl die Bindegewebe zu stärken.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Verbena ist in Südamerika in Argentien, Uruguay und Chile heimisch. Sie wird jedoch auch in Südeuropa angebaut, weil sie dort gut gedeiht. Sie wächst bevorzugt auch nährstoffreichem Sandboden und liebt volle Sonne und einen geschützten Standort. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 3 Meter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst zunächst neue Stängel aus, aber auch die verholzten Stängel vom Vorjahr wachsen weiter. An den Stängeln entspringen ab Mai die länglichen Blätter, die zu dritt quirlig wachsen, also immer drei auf gleicher Höhe rund um den Stängel. Die ausgewachsenen Blätter sind ein wenig rau und duften stark zitronig. Sie haben einen leicht gezackten Rand. Ab August erscheinen an der Spitze der Stängel die kleinen, weißen Blüten. Sie haben jeweils vier winzige Blütenblätter. Zahlreiche dieser Blüten bilden zusammen eine lockere Ähre.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Erkältung, Nervosität
Heilwirkung: aktivierend, antibakteriell, appetitanregend, ausgleichend, belebend, beruhigend, entspannend, erfrischend, harntreibend, konzentrationsfördernd, krampflösend, menstruationsfördernd, milchbildend, motivierend, stärkend, stoffwechselanregend, tonisierend, verdauungsfördernd, wehenfördernd
Anwendungsbereiche: Akne, Augenringe, Bindegewebsschwäche, Blähungen, Bronchitis, Depressionen, Fieber, Husten, Insektenstiche, Katarrhe der oberen Luftwege, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Magenschwäche, Migräne, Muskelschmerzen, Nervöse Herzbeschwerden, Schlaflosigkeit, Schwindel, Übelkeit, Unruhe, Verdauungsschwäche, Verstopfung
wissenschaftlicher Name: Verbena triphylla, Lippia citriodora, Aloysia triphylla
Pflanzenfamilie: Eisenkrautgewächse = Verbenaceae
englischer Name: Verbena
andere Namen: Eisenkraut, Zitronen-Verbene, Citronelle, Punschkraut, Verbene, Verbenenkraut, Verveine, Vervaine, Zitronenduftstrauch, Zitronenkraut, Zitronenstrauch, Zitronenblatt, Zitronenverbena
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl: Citral, Neral, Geranial, Geraniol, Limonen, Linalool, Nerol; Flavonoide
Sammelzeit: Sommer

BACHBLÜTE WATER VIOLET
Man duldet nicht, dass sich andere in persönliche Angelegenheiten einmischen
Diese Menschen dulden einfach nicht, dass sich andere in ihre persönliche Angelegenheiten einmischen
Mit der Blüte dulden sie wieder, dass sich andere sich bei ihnen sich einmischen
 

BACHBLÜTE WILD OAT
Man will sich innerlich nicht festlegen, manövriert sich dadurch unbewusst immer wieder in unbefriedigende Situationen hinein        
Diese Menschen wollen sich innerlich nicht festlegen, manövrieren sich dadurch unbewusst immer wieder in unbefriedigende Situationen hinein
Mit der Blüte können sie sich endlich festlegen und manövrieren sich auch nicht mehr in unbefriedigende Situationen hinein

Hildegard-Heilpraxis von A bis Z
Nierenerkrankungen
PROSTATABESCHWERDEN
Die gutartige Vergrößerung der Prostata ist sehr häufig. In Europa leidet die Hälfte aller Männer über 60 Jahren daran. Sie scheint teilweise durchsitzende Arbeit und verzögerte Harnentleerung ausgelöst zu werden. Manchmal besteht jedoch ein Zusammenhang mit der altersbedingten Veränderung der relativen Mengen an Östrogen und Androgen. Bei allen Prostataproblemen ist eine rektale Untersuchung durch einen Facharzt erforderlich.
Bei einer Vergrößerung der Prostata kann eine langfristige Behandlung mit pflanzlichen Mitteln hilfreich sein. Manche wirken direkt auf die Prostata ein, andere unterstützen das Hormongleichgewicht. Bei Vergrößerung der Prostata sollte man jeden Tag 1 Handvoll Kürbissamen essen. Sie enthalten einen den männlichen Hormonen ähnlichen Stoff und Zink, die beide für die Prostata gut sind. Auch zusätzliches Vitamin E und zusätzlich zugefügtes Zink helfen. Man sollte sich viel bewegen und Kräutersitzbäder mit einem starken Aufguss aus Schachtelhalm, Wacholder, Quecke und Beerentraube zu gleichen Teilen nehmen. Auf je 500ml Wasser nimmt man 60ml Aufguss. Manche Kräuter wirken direkt auf die Prostata ein, andere unterstützen das Hormongleichgewicht. Bei hormonellen Problemen empfiehlt sich eine Abkochung aus je 30g Einhorn, Strauchhortensie und Goldrute sowie je 60g Sarbal und Quecke, verteilt auf 500ml Wasser.

HEILMITTEL VON A BIS Z (Kneipp)
BALDRIAN
Echter Baldrian, auch Großer Baldrian, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Baldriane innerhalb der Familie der Geißblattgewächse.
Baldriane sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Baldriangewächse innerhalb der Familie der Geißblattgewächse. Die 150 bis 300 Arten sind in Eurasien und in der Neuen Welt weitverbreitet.
Der Baldrian ist eine bekannte heimische Wildpflanze und gleichzeitig Heilkraut. Die Wurzeln der Pflanze haben eine beruhigende und schlaffördernde Wirkung. Doch nicht nur als Heilpflanze ist der Baldrian berühmt. Auch als Zierpflanze oder Bienenstaude im Garten wird das Kraut häufig angepflanzt. In einigen Ländern ist er sogar ein beliebtes Gewürzkraut.

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