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Weide
Die Weide ist ein verbreiteter Baum oder Strauch, der bevorzugt an Gewässern wächst. Der Hauptwirkstoff der Weide ist Salicin, das auch heute noch in synthetischer Form im verbreiteten Schmerzmittel Aspirin Anwendung findet. Früher als es noch keine Schmerztabletten gab, haben die Menschen Weidenrindentee getrunken, wenn sie Fieber oder Schmerzen hatten.
Die Weiden sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Weidengewächse und umfassen etwa 450 Arten. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über alle Teile der nördlichen gemäßigten Zone bis zur Arktis; einige wenige Arten sind auch in den Tropen und der südlichen gemäßigten Zone heimisch.
 
Steckbrief
Heilwirkung: entzündungshemmend, harntreibend, schmerzstillend, schweißtreibend, Erkältungen, Grippale Infekte, Fieber, Rheuma, Gicht, Blasenentzündung, Migräne, Kopfschmerzen, Neuralgische Schmerzen, Verhornte Haut, Hühnerauge, Warzen
wissenschaftlicher Name: Salix alba
Pflanzenfamilie: Weidengewächse = Salicaceae
englischer Name: Willow
volkstümlicher Name: Felbern, Katzenstrauch, Korbweide, Maiholz, Weihbuschen
Verwendete Pflanzenteile: Rinde und Blätter
Inhaltsstoffe: Glykosid Salicin, Salizylsäure, Gerbstoffe, Gerbsäure
Sammelzeit: Rinde, Blätter: Frühjahr
 
Anwendung
Weide kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden. Die häufigste Art, Weide anzuwenden ist als Weidenrindentee.
Tee
Für einen Weidetee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Weidenrinde mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich.
Tinktur
Um eine Weidetinktur selbst herzustellen, übergießt man Weidenrinde in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Innerlich
Weide kann man innerlich, als Tee oder Tinktur bei Fieber und Schmerzen einsetzen. Außerdem hilft Weidenrinde bei rheumatische Erkrankungen und Entzündungsvorgänge.
Äußerlich
Äußerlich kann man Weidentee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Die Salizylsäure hat die Eigenschaft, harte Hautstellen aufzuweichen. Daher kann man Weidenrinde gegen Hornhaut und Hühneraugen anwenden. Auch bei Warzen kann man sie versuchen. Dazu muss man die Anwendung aber häufig wiederholen.
Bachblüte
Als Bachblüte "Willow" steht die Weide für die Selbstverantwortung.
Heilkunde und Medizin
Die Borke der Weiden kann getrocknet und als Tee aufgebrüht werden. Sie enthält Gerbstoffe, Phenolglykoside, Salicin und acylierte Salicinderivate (u. a. Salicortin, Fragilin, Populin). Vor allem das Salicin wird im Körper zu Salicylsäure umgewandelt, welches der Grundstoff von Medikamenten auf der Basis von Acetylsalicylsäure (ASS) ist. Salicylsäure wirkt fiebersenkend, schmerzlindernd und antirheumatisch. Die Wirkung der Weidenborke (auch: Weidenrinde) ist aber stärker, als es dem Salicingehalt entspricht, daher werden synergistische (unterstützende) Wirkungen der sonstigen Inhaltsstoffe (v. a. der Flavonoide) vermutet. Das Weidenlaub wurde im Mittelalter als harntreibendes Mittel eingesetzt.
 
Pflanzenbeschreibung
Es gibt sehr viele Weidenarten, von denen auch viele in Mitteleuropa heimisch sind. Weiden haben eine enge Verbindung zum Wasser, sie wachsen vor allem an Wasserläufen, feuchten Gräben und Feuchtwiesen. Je nach Art werden die Weidenbäume unterschiedlich hoch. Sie können zwischen drei und dreißig Meter groß werden. Junge Zweige von Weiden mit schmalen Blättern sind biegsam, so sehr, dass Körbe daraus geflochten werden. Der Stamm von älteren Weiden kann sehr rauh und gefurcht sein. Die Blätter sind an der Oberseite dunkelgrün und glänzend und an der Unterseite eher silbrig. Da Weiden zweihäusig sind, wachsen die männlichen und weiblichen Blüten immer auf unterschiedlichen Bäumen. Die Vermehrung der Weiden erfolgt durch Samen oder durch Weiden-Stöcke, die in die Erde gesteckt werden, denn die Weiden schlagen sehr leicht aus.
Die Weiden (von althochdeutsch wîda ‚die Biegsame‘) sind Laubgehölze: Bäume, Sträucher und Zwergsträucher. Unter den Weidenarten gibt es bis 30 Meter hohe Bäume, aber auch Zwergsträucher, die nur 3 Zentimeter hoch werden. Die baumartig wachsenden Weidenarten sind in der Regel schnellwüchsig, aber auch relativ kurzlebig. Weiden bilden kräftige und stark verzweigte Wurzeln und festigen so das Erdreich. Weiden sind sehr ausschlagsfreudig. Deshalb wurden sie früher gern als Kopfweiden und heute bei der Anlage von Energiewäldern genutzt. Das gut trocknende Holz der Weiden ist weiß oder rötlich. Es ist biegsam, sehr leicht, zäh und faserig. Die Laubblätter der Weiden sind sehr unterschiedlich. Die Form reicht von beinahe kreisrund bis schmal und lanzettförmig. Bei vielen Arten sind die Blätter hellgrün, und an der Blattunterseite lässt sich – bis auf wenige Ausnahmen – immer eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Behaarung erkennen. Bei allen dreht sich das nächste Blatt um jeweils 144°, also 25 Umdrehungen; jedes fünfte schaut wieder in dieselbe Richtung.
Weiden sind zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Eine Ausnahme bildet lediglich die Trauerweide, bei der gelegentlich weibliche Blüten in den männlichen Kätzchen vorkommen. Die zu flaumigen Kätzchen versammelten Blüten sind bei manchen Weidenarten besonders auffällig und erscheinen schon vor oder gleichzeitig mit den neuen Blättern. Es lassen sich zwei verschieden geformte Kätzchen beobachten: dicke, eiförmige, welche die männlichen Staub-beutel enthalten und walzenförmige, grünlich gefärbte, die die weiblichen Narben tragen. Sowohl die männlichen als auch die weiblichen Kätzchen haben am Grunde jeder Einzelblüte zwei Nektardrüsen.

Sonnenhut
Die Sonnenhüte, auch Scheinsonnenhüte oder Igelköpfe genannt, sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Korbblütler. Der botanische Gattungsname Echinacea ist vom altgriechischen Wort ἐχῖνος echínos für Seeigel abgeleitet und bezieht sich auf die gattungstypischen, die Röhrenblüten überragenden, auffälligen, stachelspitzigen Spreublätter. Alle Arten haben ihre Heimat nur im östlichen und zentralen Nordamerika.
Der Sonnenhut hat die Fähigkeit das körpereigene Immunsystem anzuregen. Dies erreicht er unter anderem dadurch, dass er die Fresszellen im Blut und Gewebe aktiviert. Daher wundert es nicht, dass der Sonnenhut eine sehr beliebte Heilpflanze ist, die gegen Infektneigung eingesetzt wird, beispielsweise wenn man zu Erkältungen neigt oder bei schleichenden chronischen Infektionen. Auch bei schlecht heilenden Wunden wird er oft erfolgreich eingesetzt (äußerlich und innerlich).
Der Sonnenhut, der auch als Echinacea bezeichnet wird, ist eine recht junge Heilpflanze. Bekannt wurde der Korbblütler durch seine Fähigkeit, das Immunsystem zu stärken und Infekte im Voraus abzuwehren. Als Heilpflanze kann der Sonnenhut jedoch auch einige Pilze bekämpfen und wirksam gegen Entzündungen vorgehen. Viele Gärtner bauen den Purpur-Sonnenhut oder den Schmalblättrigen Sonnenhut aufgrund seiner prachtvollen Blüten zudem gern als Zierstaude an.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Abwehrstärkung
Heilwirkung: antibakteriell, entzündungshemmend, immunstimulierend, schmerzstillend
Anwendungsbereiche: Abszesse, Bronchitis, Erkältung, Erysipel, Furunkel, Gelenkentzündung, Geschwüre, Grippale Infekte, Husten, Immunabwehr, Infektanfälligkeit, Karbunkel, Schlecht heilende Wunden, Schuppenflechte, Unterschenkelgeschwüre, Verbrennungen, Vorbeugung gegen Infektionen
wissenschaftlicher Name: Echinacea purpurea, Echinacea angustifolia, Echinacea pallida
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Echinacea
volkstümlicher Name: Amerikanischer Sonnenhut, Igelkopf, Kegelblume, Kleine Sonnenblume, Rudbeckie
Verwendete Pflanzenteile: Wurzelstock, Kraut
Inhaltsstoffe: Echinacin, Ätherisches Öl, Echinacosid, Harzstoffe, Betain, Laevulose, Glukose, Inulin, Pentosan, Vitamin C, Fermente
Sammelzeit: Kraut: Juli, Wurzel: März-April, Oktober
Herkunft: Nordamerika
Anbau: Mittlere Breiten
Standort: Trockener Sandboden
 
Anwendung
Meistens wird der Sonnenhut als Fertigpräparat in der Apotheke erworben. Hierbei kann man im Allgemeinen zwischen Tinkturen und Tabletten wählen, die bei der innerlichen Verwendung keine großen Unterschiede in der Nützlichkeit aufweisen. Für die äußerliche Anwendung eignet sich vor allem die Tinktur. Wenn man den roten Sonnenhut im eigenen Garten anbaut, kann man das Kraut auch als Tee einsetzen. Oder man setzt selbst eine Tinktur aus Kraut oder Wurzelstock an. Bei manchen Kräuterhändlern kann man das Sonnenhut-Kraut auch kaufen, aber solche Angebote sind selten. Der Sonnenhut ist als alte Heilpflanze bekannt. Schon die Indianer Nordamerikas nutzten angeblich den Sonnenhut als Heilpflanze bei Husten, Halsschmerzen und Mandelentzündung. Heute wird er zur Unterstützung bei Atemwegs- oder HarnwegsInfekten sowie äußerlich bei schlecht heilenden Wunden eingesetzt. Dabei finden vor allem die Arten Echinacea purpurea, pallida und angustifolia Verwendung. Die medizinische Wirkung ist in der Wissenschaft umstritten; verschiedene Studien und Metastudien kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Beim Purpur-Sonnenhut wird der ausgepresste Saft der oberirdischen Pflanzenteile oder die Zubereitung als Tee verwendet. Aus einigen Sonnenhutarten gewonnene Medikamente wirken möglicherweise stimulierend auf das Immunsystem. Dies soll durch die Beeinflussung der Aktivität der bakteriellen Gewebe-Hyaluronidase geschehen.  Im Handel sind zahlreiche Fertig-Arzneimittel erhältlich.
Wirksamkeit
Eine Systematische Übersichtsarbeit der Cochrane Collaboration von 2014 untersuchte 24 kontrollierte Studien zur Wirksamkeit von Echinacea-Präparationen zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungskrankheiten. Keine der Studien zeigte für sich eine vorbeugende Wirkung. Anhand einer statistischen Zusammenfassung (Metaanalyse) der Einzelstudienergebnisse schließen die Autoren eine geringe vorbeugende Wirkung allerdings nicht aus. Da sich die Studien jedoch stark bezüglich Durchführung und verwendeter Pflanzenteile unterschieden, ist die Aussagekraft einer solchen Metaanalyse gering, eine eindeutige Einschätzung der Wirksamkeit ist somit nicht möglich. Zur Behandlung von bereits eingetretenen Erkältungen ist die Studienlage widersprüchlich. Eine weitere Systematische Übersichtsarbeit von 2018 fasste Studien an Kindern zusammen und bestätigt die unklare Studienlage. Bei Untersuchungen der Kommission E des deutschen Bundesgesundheitsamtes wurden Daten zur Wirksamkeit von Arzneipflanzen gesammelt. Unter anderem wurde dabei von der Verwendung der Presssäfte der Wurzeln von Echinacea angustifolia und Echinacea pallidaeherba (schmalblättriges Sonnenhutkraut und blassfarbenes Kegelblumenkraut) abgeraten. Der Grund sind pflanzeneigene Gifte, die toxische Wirkungen mit ungeklärten Risiken für Schwangere und Allergiker haben können. 2004 und 2005 veröffentlichte Studien zeigen, dass Echinacea Substanzen enthält, die ähnlich wirken wie Cannabinoide, wobei aber keine psychomimetischen Effekte auftreten. Diese Fraktion wird als „Alkylamide“ zusammengefasst und hat eine sofort augenscheinliche Ähnlichkeit mit den körpereigenen Anandamiden. Diese Anandamide sind Liganden der Endocannabinoid-Rezeptoren und die Alkylamid-Fraktion aus Echinaceae bindet in vitro an CB-Rezeptoren. Forscher an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich haben 2006 gezeigt, dass N-Isobutylamide eine neue Klasse von Cannabino-Mimetika darstellen, die an die peripheren CB2-Cannabinoid-Rezeptoren auf Immunzellen (T-Lymphozyten) binden, aber nicht an die CB1-Rezeptoren im zentralen Nervensystem. Der so oft postulierte „immunmodulatorische“ Effekt könnte also möglicherweise über eben solche CB-Rezeptoren stattfinden.
Tinktur
Um eine Sonnenhut-Tinktur selbst herzustellen, übergießt man Sonnenhut-Wurzeln oder -Kraut in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Echinacea als Heilpflanze
Echinacea ist eine wertvolle und weitverbreitete Heilfplanze. Von medizinischer Bedeutung sind vor allem der Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) und der Schmalblättrige Sonnenhut (Echinacea angustifolia).
Den alten Heilkundigen und Ärzten des Mittalters in Europa war der Sonnenhut gänzlich unbekannt. Es ist jedoch überliefert, dass die Indianer vom Sonnenhut als Heilpflanze rege Gebrauch machten. Diese nutzten Auszüge der Pflanze u.a. gegen Halsentzündungen, Husten, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen und Schlangenbisse. Über die Anwendung und Darreichung ist nur wenig bekannt. Durch Überlieferung heutiger Indianer ist jedoch gewiss, dass sowohl die Wurzeln, die Blättern und die Samen der Pflanzen genutzt wurden. Beispielsweise nutzte man Kaltwasserauszüge (Mazerate) der Wurzeln um Schlangenbisse zu behandeln.
In Deutschland und allgemein in Mitteleuropa wurde Echinacea erst im 19. Jahr-hundert bekannt.
In der heutigen Naturheilkunde spielt der Sonnenhut eine herausragende Rolle. Echinacea wird vor allem zur allgemeinen Stärkung des Immunsystems sowie gegen Erkältungskrankheiten verwendet.
Sonnenhut enthält vor allem Cichoriensäure (ein Derivat der Kaffeesäure), Polyethine, Flavonoide (u.a. Rutin, Kaempferol, Quercetin) vereinzelt ätherische Öle und im besonderen Maße eine Gruppe namens Alkylamide (auch Alkamide genannt). Diese Alkylamide haben eine ähnliche Wirkung wie die Cannobinoide des Hanfs und können an körpereigene Rezeptoren andocken. In Laborversuchen konnte bereits geklärt werden, dass diese Alkylamide eine positive Auswirkung auf die für die Immunabwehr verantwortlichen Lymphozyten hat.
Nicht unerwähnt bleiben sollte ein Glycosid namens Echinacosid, dass im engeren Sinne einen Carbonsäureester darstellt und womöglich entzündungshemmende Eigenschaften hat und das Immunsystem stärken kann. Echinacoside finden sich ausschließlich in den Wurzeln von Echinacea angustifolia und Echinacea purpurea.
Die üblichen Darreichungsformen des Sonnenhuts sind Presssäfte, Tabletten bzw. Dragees und Tees (Heißwasseraufguss). Am Effektivsten ist die Einnahme eines Frischpflanzenpresssaftes, da hier sämtliche Wirkstoffe vorliegen und vom Körper aufgenommen werden können. Die Zubereitung eines Tees ist zwar möglich, sollte aber nur mit frischen Pflanzen vorgenommen werden. Beim Trocknen der Pflanzenteile gehen die Wirkstoffe größtenteils verloren. Bei der Zubereitung eines Tees sollten am Besten sowohl Blätter als auch Blütenbestandteile vermischt werden. Die Ziehzeit des Sonnenhuttees sollte mindestes 10 Minuten betragen.
In den letzten Jahren hat sich herausgestellt, dass einige Inhaltsstoffe des Sonnenhuts eine pilzhemmende Wirkung zeigen. Im besonderen Fokus stehen hier die Wirkstoffe, die in der Wurzel des Sonnenhuts enthalten sind. In Studien konnte herausgefunden werden, dass die Wurzelextrakte phototoxisch auf Pilze wie Candida oder Saccharomyces (Zuckerhefe) wirken und die Vermehrung der Pilze deutlich hemmen konnten. Um eine eventuelle Wirkung erzielen zu können, sollten Pflanzenpresssäfte eingenommen werden.
In der Homöopathie wird Sonnenhut vor allem gegen Erkältungskrankheiten verwendet. Hierzu stehen unterschiedliche homöopathische Präparate zur Verfügung.
Nebenwirkungen und Anwendungsbeschränkungen: Echinacea darf nicht eingenommen werden, wenn eine Allergie gegen Korbblütler besteht. Darüber hinaus sollten Sonnenhutpräparate nicht bei bestehenden Autoimmunerkrankungen oder Systemerkrankungen eingenommen werden. In der Schwangerschaft sollte auf Sonnenhut grundsätzlich verzichtet werden.
Sonnenhut in der Küche
Echinacea ist als Küchenpflanze bedeutungslos. Weder die Blätter, noch die Wurzeln oder die Blüten sind schmackhaft noch entfalten sie entsprechende Würzkraft.
 
Wirkung
Die wichtigste Wirkung des Sonnenhutes ist die Vermehrung der weißen Blutkörperchen. Dadurch wird das Immunsystem gestärkt. Infektionskrankheiten können besser abgewehrt werden. Allerdings ist es ein Irrtum, zu glauben, dass der Sonnenhut eine Erkältung verhindern oder verkürzen kann, wenn die Erkältung schon begonnen hat. Vielmehr sollte man den Sonnenhut schon vor-beugend vor einer eventuellen Ansteckung einnehmen. Dadurch werden die weißen Blutkörperchen vermehrt und das Immunsystem auch anderweitig gestärkt, unter anderem durch die Stärkung der lymphatischen Organe. Ein solcherart gestärktes Immunsystem kann dann mit einer Ansteckung besser klar-kommen und die Erkältung fällt aus oder verläuft sanfter. Außerdem hat der Sonnenhut eine antibakterielle Wirkung. Dadurch wirkt der Sonnenhut direkt auf bakterielle Infektionen, wie beispielsweise Hautinfektionen, Furunkel und dergleichen. Man kann den Sonnenhut dann wahlweise als Salbe oder als Umschlag mithilfe einer Tinktur oder eines Tees anwenden. Bei solchen äußerlichen Anwendungen wirkt der Sonnenhut auch leicht schmerzstillend. Vor allem, wenn eine Wunde schlecht heilt oder eitert, kann der Sonnenhut Abhilfe schaffen.
Nebenwirkung
Normalerweise kommt es nicht zu Nebenwirkungen durch die Anwendung des Sonnenhutes. Aber wie bei allen Korbblütlern kann es zu allergischen Reaktionen kommen.
 
Magische Anwendung
Von den Einwohnern Nordamerikas wurde der Sonnenhut vor allem zur Verstärkung von magischen Ritualen eingesetzt. Dazu wurde der Sonnenhut den Göttern geopfert. Geburten fanden häufig an Plätzen statt, wo der Sonnenhut gedeiht. Bei Beerdigungen wurde der Sonnenhut als Grabbeigabe mitgegeben.
 
Geschichtliches
Im europäischen Altertum ist der Sonnenhut nicht bekannt, weil er eine Pflanze Nordamerikas ist. Dort wurde der Sonnenhut aber schon sehr lange als Heilpflanze angewendet. Traditionell wurde der Sonnenhut von den Einwohnern Nordamerikas vor allem gegen Wunden eingesetzt. Sie benutzten den Sonnenhut aber auch für zahlreiche andere Zwecke, insbesondere gegen alle Krankheiten, die mit Infektionen einhergehen.
 
Pflanzenbeschreibung
Den Sonnenhut findet man in Mitteleuropa normalerweise nicht wildwachsend, denn er ist in Nordamerika heimisch. Weil er wegen seiner schönen Blüten gerne als Zierpflanze angepflanzt wird, und das schon seit Jahrhunderten, kommt er hin und wieder verwildert auch in Europa vor. Die Sonnenhutpflanze hat eine lange Pfahlwurzel, die tief in den Boden hineinreicht. Aus dieser Wurzel sprießt jedes Jahr aufs Neue die Sonnenhutpflanze, denn der Sonnenhut ist eine mehrjährige Staude. Der dünne Stängel wird zwischen 25 und 120 cm hoch. Er hat kurze Borstenhaare. Die Blätter sind oval bis oval-lanzettlich, teilweise rauh gesägt. Sie stehen zerstreut am Stängel. Die großen Blüten stehen einzeln oben auf dem Stängel. Sie blühen den ganzen Sommer über. Die Blü-ten sehen zuerst gar nicht wie richtige Blütenblätter aus, sondern eher wie Sta-cheln. Erst nach einer Weile sehen die Blüten wie richtige Blumen aus. Aus den Blüten entwickeln sich stachelige Samenstände, die an Disteln oder Karden erinnnern. Echinacea-Arten wachsen als ausdauernde krautige Pflanzen, die je nach Art meist Wuchshöhen von bis zu 140 cm erreichen. Außer bei Echinacea purpurea besitzen alle Arten Pfahlwurzeln. Die aufrechten Stängel sind unverzweigt bis verzweigt. Die Pflanzen können verschieden behaart sein. Die wechselständig, grundständig und an den Stängeln verteilt angeordneten Laubblätter sind mehr oder weniger lang gestielt. Die einfache Blattspreite besitzt ein, drei oder fünf Blattadern. Der Blattrand ist meist glatt, manchmal gezähnt oder gesägt. Die Blattoberflächen sind manchmal glatt oder meist behaart. Die köpfchenförmigen Blütenstände stehen einzeln endständig auf relativ langen Stielen. Die kreisförmigen Blütenkörbe weisen Durchmesser von 1,2 bis 4 Zentimeter auf. In zwei bis vier Reihen stehen 15 bis 50 Hüllblät-ter; sie sind in Form und Größe fast gleich bis stark verschieden. Die Blüten-standsböden sind fast kugel- oder zylinderförmig. Es sind orangefarbene bis rötlich purpurfarbene Spreublätter vorhanden, die die Röhrenblüten, als auffälliges Merkmal der Gattung, wie kleine Igelstacheln (botanischer Name!) überragen. Die Blütenkörbe enthalten acht bis 21 Zungenblüten und 20 bis über 300 Röhrenblüten. Die ungeschlechtigen Zungenblüten (Strahlenblüten) sind gelb, weiß, dunkel purpurfarben bis hell rosafarben. Die zwittrigen, fertilen Röhren-blüten (Scheibenblüten) sind rosa- bis rötlich purpurfarben, grünlich oder gelb mit fünf Kronzipfel. Der Pollen ist meist gelb, bei E. pallidaist er meist weiß. Die drei- bis vierkantigen Achänen sind hellbraun oder zweifarbig mit dunkelbraunem Band. Der Pappus ist mehr oder weniger kronenförmig mit oder ohne bis zu vier markanten Zähnen.
Die verschiedenen Arten des Sonnenhuts stammen allesamt aus Nordamerika, wo sie sowohl Wiesen- und Weidegebiete (Prärie) als auch Hochgebirgslagen besiedeln können. Aufgrund des hohen medizinischen Interesses der Pflanzen sowie der Eignung als Zierpflanze, wurde der Sonnenhut nach Europa eingeschleppt. Seitdem besiedeln Arten wie der Purpur-Sonnenhut nicht selten auch einige Wiesen in der Nähe von Gärten.
Sonnenhüte (Echinacea) bilden eine eigene Gattung und zählen zur Familie der Korbblütler. Sämtliche Arten der Gattung sind daher mit wichtigen Heilpflanzen wie dem Alant, dem Huflattich oder dem Löwenzahn direkt verwandt. Es sind weltweit heute mehr als 40 Sonnenhutarten beschrieben. Die wichtigsten sind jedoch die folgenden: Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea), Schmalblättriger Sonnenhut (Echinacea angustifolia), Prärie-Igelkopf (Echinacea pallida)
Der Sonnenhut wird, je nach eigentlicher Art und Wachstumsbedingungen, zwischen 30 und 120cm hoch. Sämtliche Sonnenhutarten sind mehrjährig und mit einer tiefgreifenden Pfahlwurzel im Boden verankert.
Die Blätter des Sonnenhuts sind stets lanzettlich und zeigen einen glatten, mitunter auch leicht gekerbten Blattrand. Die Blattlänge beträgt meist zwischen 10 und 20cm. Die Blattoberfläche der meisten Sonnenhutarten fühlt sich rau an, was durch die dichte Blattbehaarung zu erklären ist. Häufig befinden sich auf der Blattoberseite drei oder fünf Blattnerven, die vom Blattgrund bis zur Blattspitze verlaufen. Die Blätter sind zumeist auffällig gestielt am dunkelgrünen bis bräunlichen Stängel.
Die Blütezeit der meisten Echinacea-Arten findet zwischen Anfang Juli bis Anfang September statt. Dann bildet der Sonnenhut kreisförmige Blütenkörbe mit Durchmessern bis zu 4,5cm aus. Die Blütenmitte erinnert an einen Igel, was die Namensherkunft der Pflanze erklärt. Echinacea stammt aus dem Altgriechischem und bedeutet Igel. Jeder Blütenkorb besitzt bis zu 300 Röhrenblüten Die Zungenblüten (äußere Blütenblätter oder Strahlenblüten) sind beim Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) auffällig rosa, purpur bis rosarot gefärbt, beim schmalblättrigen Sonnenhut (Echinacea angustifolia) meist weiß bis zartrosa.
Zur Fruchtreife bildet der Sonnenhut stets typische Achänenfrüchte aus, die eine Sonderform der Nussfrucht darstellt. Die Früchte sind mit einem kronenförmigen Flugschirmchen (Pappus) versehen. Die Früchte selbst haben eine kantige und messerspitzenähnliche Form von meist leichtgrünlicher bis rotbrauner Färbung.
 
Anbautipps
Der Sonnenhut lässt sich gut im Garten anbauen. Vor allem auf trockenen, sandigen Böden gedeiht er gut. Da er mehrjährig ist, hat man jedes Jahr wieder Freude an ihm, es sei denn, man erntet die kompletten Wurzelstöcke. Die Anzucht aus Samen ist nicht ganz einfach, denn der Sonnenhut ist ein Kaltkeimer. Das heißt, dass man die befeuchteten Samen entweder einem Winter oder einer Phase im Kühlschrank aussetzen muss, bevor sie anfangen zu keimen. Im ersten Anbaujahr ist der Sonnenhut noch recht zaghaft, doch schon im zweiten Jahr schießt er kräftig aus dem Boden und bildet viele Blüten. Wenn die Pflanzen gut gedeihen, kann man im Herbst die Wurzelstöcke teilen, und den Sonnenhut dadurch vermehren.

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Empfehlung für Bewegung
Der durchschnittliche Erwachsene sollte jede Gelegenheit nutzen, körperlich aktiv zu sein. Denn körperliche Aktivität ist eindeutig belegt, eine nachhaltig gesundheitswirksame verhaltensweise. Vor allem wird dadurch Folgeerkrankungen der „low-level-inflammation“ wie Arteriosklerose vorgebeugt wesentlich effektiver als durch Medikamente möglich. Bei einem körperlich aktiver Lebensstil vermindern sich Herzinfarkt- und Schlaganfallsrisiko um die Hälfte.
Bewegung ist gesund! Diese Tatsache ist vielfach belegt – doch wie viel Bewegung ist empfehlenswert? Eine Antwort auf diese Frage geben die Österreichischen Bewegungsempfehlungen des Fonds Gesundes Österreich. Sie sind eine Orientierungshilfe, um gesunde Bewegungsgewohnheiten im täglichen Leben umzusetzen. Menschen haben ihren persönlichen Zugang zu Bewegung, aber auch unterschiedliche Voraussetzungen und Ziele. Die Bewegungsempfehlungen wollen Bevölkerungsgruppen dort abholen, wo sie sich befinden und Ziele vorgeben, die erreichbar sind. Die Empfehlungen sind für sechs Zielgruppen formuliert.
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