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AZTEKISCHES SÜSSKRAUT
Das Aztekische Süßkraut ist eine Pflanzenart aus der Gattung Süßkräuter inner-halb der Familie der Eisenkrautgewächse. Sie ist in der Neotropis verbreitet. Das Aztekisches Süßkraut ist in den letzten Jahren als ergiebige Alternative zu Stevia bekannt geworden. Es ist eine schöne Zierpflanze, verströmt einen aromatischen honigmelonigen und minzigen Duft und eignet sich wegen der langen Ranken für Blumenampeln. Da das Aztekisches Süßkraut nicht nur ein gutes Süßmittel ist, sondern auch ein besonderes Aroma hat, eignet es sich für Tees und viele Süßspeisen. Der Süßstoff ist 1000x stärker als Zucker. Das Aztekisches Süßkraut ist auch eine alte Heilpflanze. Die Azteken nutzten das Süßkraut als Universalheilmittel. Man sollte darauf achten, dass man das Aztekisches Süßkraut nicht über einen längeren Zeitraum oder in größeren Mengen nutzt. Das Aztekische Süßkraut ist durch seinen süßlichen Geschmack ein Exot unter den Kräutern. Das aus Mexiko stammende Kraut macht zwar einen recht unscheinbaren Eindruck und besiedelt vor allem karge, sonnenexponierte Standorte. In der Volksheilkunde wird es vor allem bei Erkältungen und hartnäckigem Husten verwendet. In der Küche lässt sich das aztekische Süßkraut als Alternative zu Zucker verwenden.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Husten, Magen-Darm-Krankheiten
Heilwirkung: beruhigend, durchblutungsfördernd, entspannend, lindernd, menstruationsfördernd, schleimlösend, tonisierend
Anwendungsbereiche: Asthma, Atemnot, Bronchitis, Erkältungen, Husten, Koliken, Verdauungsschwäche, Verstopfung
wissenschaftlicher Name: Lippia dulcis
Pflanzenfamilie: Eisenkrautgewächse = Verbenaceae
englischer Name: Aztec sweet herb, sweet lippia
volkstümlicher Name: Aztekisches Süßkraut, Tzopelic Xihuitl
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel, Blätter
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Hernandulcin, Kampfer (Campher), Quercetin, Sesquiterpen
Sammelzeit: das ganze Jahr
Kontraindikation: Schwangerschaft, Nierenleiden
Nebenwirkungen: Bei großen Mengen oder längerer Nutzung: Amnesie, epileptische Anfälle, Dämmer- und Verwirrtheitszustände
 
Anwendung
Die häufigste Art, Aztekisches Süßkraut anzuwenden ist
In Tee-Mischungen
Die Süßkrautblätter süßen die Tees und ergänzen den Tee um ein minze-meloniges Aroma. Der Tee bekommt zusätzlich eine tonisierende und entspannende Wirkung.
Tinktur
Eine Tinktur aus den Blättern hilft bei Magen-Darm-Problemen.
Wurzel
Die frische Wurzel Tzopelica Cococ wird gekaut. Wurzel als Kaltauszug aber mit lau-warmen Wasser. Beides hilft bei Husten.
Verwendung als Heilkraut
Eine weitaus größere Bedeutung hat das Aztekische Süßkraut in der tradtionellen Pflanzenheilkunde Mittelamerikas. Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass das Kraut als Heilpflanze bereits in der Frühzeit in Mittel- und im Norden Südamerikas eingesetzt wurde.
Die erste schriftliche Überlieferung stammt vom Entdecker des Krauts, Francisco Hernandez. Im Jahre 1578 beschrieb er das Aztekische Süßkraut in seinem Werk Rerum Medicarum Histora unter dem aztekischen Namen Tzopeliczihuitl. Durch aztekische Mediziner hat er erfahren, dass das Kraut u.a. bei Fieber, Husten und Appetitlosigkeit verabreicht wurde.
Bis heute spielt das aztekische Süßkraut in der traditionellen Heilkunde Mexikos eine große Rolle. Tees aus der Pflanze sollen dort u.a. gegen Husten, grippale Infekte, Magen- und Darmbeschwerden, Bronchitis, Asthma oder bei Menstruationsbeschwerden helfen.
Nebenwirkungen
Aztekisches Süßkraut sollte durch die häufig hohen Anteile von Campher nicht in der Schwangerschaft oder während der Stillzeit eingenommen werden. Zu hohe Dosen des Krauts können u.a. mit Übelkeit, Benommenheit oder allgemeinen Gereiztheitzuständen einhergehen. Es wird nicht empfohlen, die Pflanze über einen längeren Zeitraum einzunehmen.
  
Geschichtliches
Die Azteken setzten ihr Süßkraut mit dem Namen Tzopelic Xihuitl (falsch? Tzopelic Xlhuitl) gegen Asthma, Bronchitis, Erkältungen und Koliken ein, im Grunde genommen wurde es als Universalmittel genutzt. Im 16. Jahrhundert wurde es vom Spanier und Mediziner Hernández beschrieben. Heute wird es vor allem als Süßstoff mit feinem Eigenaroma eingesetzt, mit schnell steigender Beliebtheit.
 
Pflanzenbeschreibung
Aztekisches Süßkraut ist in Mittel- und Südamerika heimisch. Es wächst dort bevorzugt an Gräben, Teichen und Feldrändern. Der mehrjährige Halbstrauch wird 20 bis 30 Zentimeter hoch. Die kriechende Ranken des Aztekisches Süßkrauts können mehrere Meter lang werden. Die ovalen Blätter sind dunkelgrün und etwa 30-40 mm lang. Die kleinen weißen Blüten erscheinen zwischen Juni und September an den Blattachseln.
Das Aztekische Süßkraut ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die an ihrer Basis manchmal etwas verholzt. Die liegend bis niederliegenden oder aufrechten Sprossachsen können anfangs winzig behaart sein, verkahlen aber schnell. Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreite ist bei einer Länge von 3 bis 7 Zentimetern sowie einer Breite von 1,5 bis 4 Zentimetern eiförmig oder selten lanzettlich mit spitzem oberen Ende.
Der Blütenstandsschaft ist 2,5 bis 5 Zentimeter lang. Der kopfige Blütenstand ist 0,4 bis 0,9 Zentimeter lang sowie 0,4 bis 0,6 Zentimeter breit und vergrößert sich bis zur Fruchtreife auf eine Länge von 1 bis 1,8 Zentimetern und einen Durchmesser von 0,5 bis 0,6 Zentimetern. Von den grünen Tragblätter sind die unteren bei einer Länge von 3 bis 4 Millimetern sowie einer Breite von 1,25 bis 3 Millimetern eiförmig oder lanzettlich und die oberen bei einer Länge von etwa 3 Millimetern sowie einer Breite von 1,25 bis 2 Millimetern verkehrt-eiförmig-spatelförmig, selten rhombisch; sie sind stachelspitzig.  
Die zygomorphen Blüten sind vierzählig mit doppelter Blütenhülle. Die vier Kelchblätter sind 1 bis 1,25 Millimeter lang und kurz behaart. Die vier weißen Kronblätter sind etwa 3 Millimeter lang. Es sind vier Staubblätter vorhanden. Der Griffel endet in einer zweilappigen Narbe. Die Früchte sind vom haltbaren Kelch umgeben und zerfallen bei Reife in zwei Steinfrüchte, die jeweils einen Samen enthalten.
Wie der Name bereits vermuten lässt, stammt das Aztekische Süßkraut aus Mittel- und Südamerika. Der spanische Arzt Francisco Hernandez war der erste, der die Pflanze im späten 16. Jahrhundert in Mexiko entdeckte und beschrieben hat. Zahlreiche Untersuchungen damals wie auch heute konnten belegen, dass das Aztekische Süßkraut eine wichtige Rolle gespielt haben muss. Möglicherweise wurde es schon vor vielen Tausend Jahren als Heilmittel eingesetzt.
Das Aztekische Süßkraut findet man heute wild zwischen Mexiko und Panama. Es wächst dort bevorzugt an feuchtwarmen Orten, die meist vollständig der Sonne ausgesetzt sind.
Eigentlich ist das Aztekische Süßkraut eine recht unscheinbare Pflanze. Das mehrjährige, meist am Boden kriechende Kraut kann bis zu 60 cm hochwachsen und bis zu einem Meter in die Breite gehen. Das Süßkraut entwickelt kleine spärliche und flache Wurzeln aus, die optisch an kleine Haarbüschel erinnern.
Die Blätter des Aztekischen Süßkrauts können bis zu 3 cm lang werden. Ihre Form lässt sich als eiförmig bis leicht lanzettlich beschreiben. Die Blattränder sind auffällig gesägt und sind durch so genannte Drüsenschuppen begrenzt, in denen sich das ätherische Öl der Pflanze befindet. Die Farbe der Blätter variiert meist zwischen rostbraun, rot und grün. Rote Süßkrautblätter entstehen meist durch intensive Sonneneinstrahlung und sind per se nicht als Krankheitszeichen aufzufassen. Neu gebildete Blätter oder Blätter von Pflanzen, die nicht in Vollsonne wachsen, zeigen meist einen grünlichen Farbton. Die Stängel sind anfangs meist grün und verfärben sich später ebenfalls rötlich.
Zur Blütezeit, die bei uns zwischen Anfang Juli bis Mitte September zu erwarten ist, bildet das aztekische Süßkraut auffallend kleine weißen Lippenblüten. In der Regel werden die Blüten niemals länger als 6mm. Jede Süßkrautblüte weist vier Kelchblätter und vier Staubblätter auf. Auffällig ist der leicht süßliche, teils nach Honig riechende Blütenduft.
Zur Fruchtreife entwickeln sich aus dem Blütenkelch die Früchte. Jeder Blütenkelch bildet so genannte Steinfrüchte, die immer jeweils einen bräunlich gefärbten Samen enthalten.
 
Anbautipps
Ableger kann man aus den holzigen Rankenteilen leicht selbst ziehen. Das Aztekische Süßkraut mag durchlässigen Böden. Es eignet sich eine Mischung aus Sand und Lehm. Der Standort sollte sonnig sein. Da die Pflanze keinen Frost verträgt, sollte man das Aztekische Süßkraut in Töpfen oder Blumenampeln halten, die im Winter an einen hellen kühlen Ort gebracht werden. Die langen Ranken sollte man von Zeit zu Zeit kürzen, da diese einige Meter lang werden können. Die Pflanze eignet sich auch als Zimmerpflanze oder für den Wintergarten.
Aussaat, Anbau und Pflege im Garten und auf dem Balkon
Mit etwas Erfahrung lässt sich das aztekische Süßkraut relativ einfach im Garten oder auf dem Balkon kultivieren. Beim Anbau sollte man jedoch beachten, dass das Kraut in den subtropischen Gebieten Mittelamerikas zu Hause ist. Das Süßkraut zeigt zwar eine hohe ökologische Toleranz und ist erstaunlich anpassungsfähig. Dennoch sollte man einige Pflegetipps beachten, wenn man viele Jahre Freude an dem Kraut haben möchte.
Standort
Der optimale Standort für das aztekische Süßkraut ist ein sonnenexponierter Ort. Neben voller Sonne wird auch ein halbschattiger Standort toleriert, der aber wenigstens drei bis vier Stunden der Sonne ausgesetzt sein sollte. Der Boden, an dem das süß-schmeckende Küchen- und Heilkraut wächst, sollte gut durchlässig, leicht humos und eher trockener Natur sein. Lehmige Böden sollten daher mit Zuschlagstoffen wie Quarzsand oder Lavasand durchmischt werden. Wächst das Süßkraut auf dem Balkon, so genügt eine qualitativ hochwertige Aussaat- oder Kräutererde.
Aussaat
Die Samen können direkt im Freiland verstreut oder auf der Fensterbank vorgezogen werden. Im Freiland können die Samen ab Ende April ausgesät werden. Wichtig ist, dass die Erde bereits Wärme gespeichert hat, da die Samen erst bei einer Keimtemperatur von etwa 20 °C beginnen zu keimen. Das Keimen kann durchaus etwas Zeit in Anspruch nehmen. Zeiträume zwischen 18 und 40 Tagen sind durchaus als normal zu betrachten. Im Freiland sollten Pflanzabstände von etwa 60 cm zur jeweils anderen Pflanze eingehalten werden, da das Süßkraut im Laufe der Zeit gut in die Breite wächst. Für den Anbau auf dem Balkon eignen sich breite und eher flache Töpfe oder Kübel.
Dünger
Das Aztekische Süßkraut hat nur einen geringen Nährstoffbedarf. Wächst das Kraut im Freiland, wird im laufenden Jahr kein weiterer Dünger benötigt. In der Folgesaison empfiehlt es sich, einige wenige Gramm eines leichten organischen oder organomineralischen Dünger in die Erde einzuarbeiten. Auch bei Topfkulturen sollte nicht regelmäßig gedüngt werden. Vor der Blütezeit im Juli kann ein handelsüblicher Kräuterdünger verwendet werden, der in den meisten Fällen vollkommen ausreicht.
Gießen
Grundsätzlich hat das aztekische Süßkraut eine große Toleranz was die Wasserversorgung betrifft. Optimal ist es jedoch, wenn die Erde oder der Boden nicht dauerhaft befeuchtet bzw. gegossen wird. Gelegentliches Austrocknen schadet der Pflanze nicht. Zu häufiges Gießen wird zwar häufig vertragen, fördert aber die Bildung von Krankheiten.
Krankheiten und Schädlinge
Anfällig ist das aztekische Süßkraut vor allem für Rost und Mehltau. Häufig begünstigen falsches Gießen bzw. zu hohe Feuchtigkeit die Bildung diverser Pilzerkrankungen. In Topfkulturen kann das Beimengen natürlicher Wasserspeicherzuschläge wie Perlite, Vermiculit oder Zeolith hilfreich sein.
Überwinterung
Das aztekische Süßkraut verträgt keine Frostschwankungen, wodurch Maßnahmen zur Überwinterung getroffen werden müssen. Im Freiland sollte die Pflanze mit Reisig und Rinde bedeckt werden. Kübel- oder Topfkulturen können im Keller oder in einem gewärmten Raum überwintert werden. Die Pflanzen vertragen lediglich Temperaturen bis etwa 8 °C.
 
Sammeltipps
Man kann das ganze Jahr über von dem Aztekischen Süßkraut ernten. Man kann die Blätter frisch und getrocknet benutzen.
Ernte
Wird das aztekische Süßkraut als Heil- oder Küchenkraut verwendet, so erntet man ausschließlich die Blätter und Stängel. Für heilkundliche Zwecke lässt sich das Kraut trocknen. Für die Küche sind jedoch ausschließlich frische Blätter zu verwenden, da die Süßkraft beim Trocknen deutlich geringer wird.

MEERTRÄUBEL tt
Meerträubel ist eine giftige, scharfe und bittere Heilpflanze aus der Familie der Meerträubelgewächse. Das Aussehen ist etwa eine Mischung aus Schachtelhalm und Ginster. Es gibt mehrere Ephedra-Arten, die wichtigsten: Ephedra distachya/vulgaris (Europäisches und amerikanisches Meerträubel), geringe Konzentration an Wirkstoffen. Auf dieser Seite hier geht es vorwiegend um diese milderen Arten. Ephedra sinica (Ma-Huang, Chinesisches Meerträubel), hohe Konzentration an Wirkstoffen. Die meisten Sorten enthalten Ephedrin oder ephedrinähnliche Verbindungen (Pseudoephedrin), die alle ähnlich wie Adrenalin wirken. Diese Gattung besitzt ein disjunktes Areal mit jeweils einem Teil der 35 bis 70 Arten in der Alten Welt und der Neuen Welt.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Bronchospasmolytikum, Husten
Heilwirkung: anregend, antitussiv, antiviral, appetithemmend, blutdrucksteigernd, bronchienerweiternd, gefäßverengend, harntreibend, hustenlindernd, kreislaufanregend, schweißtreibend, wärmend, zentral stimulierend
Anwendungsbereiche: Pflanzenheilkunde: Asthma, Atemwegserkrankungen, Bronchospasmus, Heuschnupfen, Katarrh, Krampf der Bronchialmuskulatur, TCM: Erkältungskrankheiten, Leistungssteigerung, Homöopathie: Kropf, Morbus Basedow, Schilddrüsenerkrankungen, Schilddrüsenvergrößerung, Schilddrüsenverhärtung, Struma
wissenschaftlicher Name: Ephedra
Pflanzenfamilie: Meerträubelgewächse = Ephedraceae
englischer Name: Chinese Ephedra, Joint Pine
volkstümlicher Name: Meerträubel, Meerträubchen, Mormonentee
Verwendete Pflanzenteile: junge Rutenzweige (Ephedrae herba)
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Alkaloide, Catechine, Flavonoide, L-Ephedrin, Methylephedrin, Norephedrin, Phenolcarbonsäuren, Pseudoephedrin
Sammelzeit: Das ganze Jahr, vorzugsweise Herbst
Nebenwirkungen: Abhängigkeit, Bewegungsdrang, Erbrechen, Herzrhythmusstörungen, Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Übelkeit
Kontraindikation: Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen, Kreislaufprobleme, Leistungssport, Schlaflosigkeit ...
Wechselwirkungen: Herzglykoside und vielen anderen Medikamenten ...
 
Anwendung
Wird in Form von Pulver, Absude, Tinkturen, Flüssigextrakte eingesetzt. Der Handel unterliegt in vielen Ländern gesetzlichen Auflagen.
Tee
1 Teelöffel Kraut mit 250ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Maximal 2 Tassen pro Tag und maximal 3 Tage hintereinander. Hilft bei Atemwegserkrankungen.
Räucherpulver
Wird in der TCM gegen sehr viele Krankheiten eingesetzt.
Fertigpräparate
Die Arznei ist verschreibungspflichtig. Meist in Kombination mit Thymian, Sonnentau, Efeu oder Schlüsselblume (Primel) bei Asthma bronchiale und Husten.
Homoöpathie
Meist als Ephedra distachya Dil. D3 in Kombination mit anderen Mitteln eingesetzt.
 
Geschichtliches
Wird sein etwa 5000 Jahren in der traditionellen chinesischen Medizin zur Leistungssteigerung eingesetzt. In der Volksheilkunde vor allem bei Asthma und Atemwegserkrankungen. Da die Inhaltstoffe unerlaubte Leistungssteigerung ermöglichen, sind die Meerträubelmittel in vielen Ländern verschreibungspflichtig und sind im Wettkampfsport verboten. Wegen der vielen Nebenwirkungen in der Pflanzenheilkunde fast nicht mehr im Gebrauch. Der Wirkstoff Ephedrin wird heute für medizinische Zwecke synthetisch hergestellt. In der Homöopathie weiterhin gegen Schilddrüsenerkrankungen im Gebrauch.
 
Pflanzenbeschreibung
Meerträubel-Arten sind verholzende Pflanzen: meist Rutensträucher, manchmal Kletterpflanzen. Die gegenständig oder zu dritt quirlig angeordneten Blättersind schuppenartig reduziert. Die Photosynthese übernehmen die verzweigten, grünlichen Zweige. Die Blüten sind immer eingeschlechtig. Meist sind die Arten zweihäusig, selten die Blüten einhäusig getrenntgeschlechtig. Die männlichen Zapfen stehen einzeln oder zu zweit bis dritt an den Knoten. In den männlichen Zapfen stehen die häutigen Hochblätter in zwei bis acht Wirteln paarweise oder zu dritt zusammen. Die weiblichen Zapfen stehen sich gegenständig gegenüber oder zu dritt bis viert in Wirteln in den Knoten. In den weiblichen Zapfen stehen die sich überlappenden Hochblätter in zwei bis zehn Wirteln paarweise oder zu dritt zusammen. Die Hochblätter werden bei Samenreife meist fleischig und rot (selten bleiben sie häutig und werden bräunlich). Die weiblichen Blüten besitzen ein Paar verwachsener, ledriger Schuppen. Die Meerträubel werden zu den Nacktsamern gerechnet; ihre Samenanlagen sind also nicht von Fruchtblättern geschützt. Je Zapfen werden ein bis drei gelbe bis dunkelbraune Samen gebildet.
Die Meerträubelgewächse sind an vielen Orten der Welt heimisch. Sie sind gut an Hitze und Trockenheit angepasst und winterhart. Die mehrjährige Pflanze wird von 30 bis 60cm selten bis zu 100 cm hoch. Hat schachtelhalmartige, rutenartige Stiele und gegenständige Schuppenblätter, aber meist blattlos. Die unscheinbaren Blüten erscheinen zwischen März und Mai. Aus den Blüten entwickeln sich fleischige rote Zapfenbeeren.
 
Anbautipps
Im Herbst aussäen. Pflanze im Frühling oder Herbst teilen. Sonniger Standort, der Boden trocken, keine Staunässe.
 
Sammeltipps
Stängel (junge Rutenzweige) können jederzeit geerntet werden, meistens aber im Herbst, da dann der Wirkstoffgehalt am größten ist. An einem luftigen schattigen Ort trocknen.

BACHBLÜTE GORSE
Tief innerlich stagniert die Auseinandersetzung mit dem eigenen Schicksal
Tief innerlich stockt bei diesen Menschen die Auseinandersetzung mit dem eigenen Schicksal
Hier kann Gorse diese Auseinandersetzung mit dem eigenen Schicksal wieder ins Rollen bringen
BACHBLÜTE HEATHER
Ich fühle mich isoliert                                  
Sie fühlen sich zu leicht isoliert von allem
Mit der Blüte können das Gefühl des isoliert sein abwinden
Hildegards Grundlagen der richtigen Ernährung
Hildegard stand als Ärztin und Klostermedizinerin in der Tradition der antiken Elemente- und Säftelehre. Die Unterscheidung der vier Säfte in Blut, Galle, Schwarz-galle und Schleim entwickelte sie weiter zu einer Differenzierung verschiedener Phlegma-Typen: das trockene, feuchte, schaumige und lauwarme Phlegma. Ebenso unterschied sie vier Temperamente (Sanguiniker, Phlegmatiker, Choleriker und Melancholiker) sowie vier charakteristische Männer- und Frauentypen. Geraten die vier Körpersäfte durcheinander, entstehen schlechte Säfte, die sich mit Gallensäure verbinden und Krankheiten verursachen können. Über die menschliche Konstitution schreibt Hildegard: „Vom Feuer hat er seine Wärme, von der Luft den Atem, vom Wasser das Blut und von der Erde das Fleisch. So erhalten die Elemente, wenn sie geordnet im Menschen wirken, denselben und machen ihn gesund. Halten sie in ihm keine Harmonie, so machen sie ihn krank und töten ihn.“
Nach Hildegards Diagnose existieren zahlreiche Säftemischungen, die alle jeweils unterschiedliche Auswirkungen auf den Körper, aber auch auf Stimmung und Gemütsbewegungen haben. In erster Linie gilt es, diesen schädlichen Mischungen durch richtige Ernährung vorzubeugen, erst in zweiter Linie können andere Therapieformen helfen.
Dazu gehören nach Hildegard von Bingen die Anwendung von Heilpflanzen, aber auch die Edelstein-Therapie und falls noch keine Besserung eingetreten ist, der Aderlass und das Schröpfen.

GÜSSE
Was ich früher nicht geahnt hatte, wurde mir nach und nach zur Überzeugung, dass ich der Hydrotherapie die Gießungen das beste sind Gerade durch die Gießungen treten die Wirkungen des Wassers am klarsten hervor und jeder kommt bald zur Überzeugung, dass die Gießungen die raschesten Erfolge aufweisen. So schreib Kneipp in „Mein Leben“.
Güsse sind ein Hauptbestandteil von Kneipps Wasseranwendungen. Während man sich zu Kneipps Zeiten für diese Gußanwendungen mit der Gießkanne zu helfen wusste, verwendet man heutzutage entweder einen speziellen Gußschlauch (Länge 2-2,5m, Durchmesser ca. 2cm) – dieser wird an der Wand oder an der Badewanne montiert -, oder man schraubt den Duschkopf der Brause ab. Das Charakteristische an diesen Güssen ist, dass allein der fast drucklose Wasserstrahl auf die Haut einwirkt, entweder nur auf bestimmte Körperteile oder auch auf den ganzen Körper. Das Wasser soll in einem vollen, gleichmäßigen Strahl aus dem Schlauch bzw. der Brause kommt, auf keinen Fall darf es spritzen oder Druck auf die Haut ausüben. Während Kneipp nur die kalte Güsse kannte, werden in der modernen Wasserkur auch warme Güsse oder Wechselgüsse angewendet. Nach wie vor jedoch schreibt man den kalten Güssen die besten Wirkung zu. Deshalb liegt hier der Schwerpunkt auf den kalten Anwendungen. Stets verwendet man ca. 15°C kaltes Wasser.

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