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Myrrhe
Commiphora myrrha ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Balsambaumgewächse. Die ursprüngliche Heimat ist das nordöstliche Kenia, das östliche Äthiopien, Dschibuti, Somalia und auf der arabischen Halbinsel Oman sowie Jemen. Aus ihrem Harz wird die Myrrhe gewonnen.
Myrrhe (veraltet Myrre von althochdeutsch myrra, mittelhochdeutsch mirre, wie lateinisch mirra von griechisch myrrha, entlehnt von der semitischen Sprachwurzel m-r-r, hierzu arabisch murr, hebräisch מוֹר mōr, aramäisch ܡܪܝܪܐ mriro „bitter“) ist das aromatische Gummiharz von mehreren Arten der Gattung Commiphora aus der Familie der Balsambaumgewächse, in erster Linie Commiphora myrrha. Dieser bis zu drei Meter hohe, dornige Strauch wächst in Somalia.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Bronchitis, Husten,  Mundschleimhautentzündung, Zahnfleischentzündung
wissenschaftlicher Name: Commiphora molmol
Pflanzenfamilie: Balsambaumgewächse = Burseraceae
Verwendete Pflanzenteile: Gummiharz
 
Verwendung
Räucherwerk
Myrrhe wird ähnlich wie Weihrauch als Räucherwerk verbrannt.
Medizin
Als Myrrhentinktur (oft in Mischung mit Ratanhia-Tinktur) hat Myrrhe heute pharmazeutische Bedeutung bei Entzündungen der Mundschleimhaut: Sie ist desinfizierend, zusammenziehend und fördert die Narbenbildung, darüber hinaus besitzt sie blutstillende Wirkung. Sie wirkt auch Krampflösend, wird also auch bei Darmerkrankungen eingesetzt: Myrrhe setzt den Spannungszustand der glatten Darmmuskulatur herab; dadurch verringert sich die Zahl der Darmkontraktionen, Darmkrämpfe werden gelindert. Außerdem reduziert Myrrhe im Darm entzündungsfördernde Prozesse und besitzt die Fähigkeit, dort die Bildung freier Radikale zu vermindern und somit das antioxidative Schutzsystem zu verstärken. Kombiniert mit Kaffeekohle und Kamille ist eine noch größere antientzündliche Wirkung zu beobachten. Mit dieser Kombination konnte in einer RCT (randomisierte kontrollierte Studie) der Kliniken Essen-Mitte gezeigt werden, dass die Arzneidrogen zur Erhaltung der remissionsfreien (beschwerdefreien) Phase bei Colitis ulcerosa vergleichbar wirksam waren wie das synthetische Standardarzneimittel Mesalazin. Auch aufgrund dieser Studie empfiehlt die aktuelle S3-Leitlinie Colitis ulcerosa der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankrankheiten (DGVS): Eine Kombination aus Myrrhe, Kamillenblütenextrakt und Kaffekohle kann komplementär in der remissionserhaltenden Behandlung eingesetzt werden. Untersuchungen an der Charité Berlin haben gezeigt, dass die Arzneipflanze Myrrhe die Darmbarriere stabilisiert und sie vor schädlichen Einflüssen durch das entzündungsfördernde Eiweiß TNFalpha schützt. Innerlich angewendet wirkt sie ebenso bei Bronchitis wie bei Darmentzündungen. Die Anwendung erfolgt durch Zerkauen (bitter) oder Einnahme von Myrrhepräparaten in Tablettenform.
Parfümerie
Myrrhe und Opopanax (Harz von Commiphora spp., insbesondere auch Opopanax spp.) zeichnen sich durch einen leicht würzig-süßen Duft von balsamischer Feinheit aus und werden gerne in der Parfümerie eingesetzt. Während das Harz eher als fixierende Komponente verwendet wird, wirkt das durch Wasserdampfdestillation gewonnene Öl bereits in der Kopfnote.
 
Beschreibung
Commiphora myrrha ist besonders bezüglich der Laubblätter sehr variabel.
Commiphora myrrha wächst als laubabwerfender, stämmiger, dorniger Strauch oder kleiner Baum mit knorrigen Ästen, meist mit nur einem kurzen Stamm und erreicht Wuchshöhen von bis zu 4 Meter. Die äußere silbrige, weißliche oder bläulich-graue, glatte Borke schält sich in großen pergamentartigen Stücken ab und die grünere untere, glatte Borke wird sichtbar. Aus den flüssigen, kaum duftenden Exsudaten entsteht ein hartes, durchscheinendes, gelbliches Gummiharz.
Die zu mehreren an Lang- und Kurztrieben zusammen stehenden, ledrigen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel 1 bis 10 mm lang. Die Blattspreite ist dreizählig, mit einem großen Endblättchen und mit zwei kleineren bis winzigen seitlichen Blättchen, oder auf das Endblättchen reduziert. Die ledrigen Fiederblätter sind gräulich-grün bis blau-grün und sehr variabel in Größe und Form. Die Fiederblättchen können bei einer Länge von 6 bis 44 mm und einer Breite von 3 bis 20 mm elliptisch, spatelförmig oder lanzettlich sein mit spitz zulaufender, herzförmiger, gerundeter oder gestutzter Basis und gerundetem oder spitzem oberen Ende. Die Blattränder sind glatt oder gezähnt. Es sind drei bis vier nur schwach erkennbare Blattadern vorhanden.
Die Blütezeit liegt kurz vor der Regenzeit. Commiphora myrrha ist zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch) und metagyn (die männlichen Blüten reifen zuerst). Die eingeschlechtigen, gelblich-grünlichen Blüten sind vierzählig. Zwei bis vier männliche Blüten stehen über jeweils einem hellbraunen, sehr kleinen Deckblatt in dichasialen, zymösen Blütenstand zusammen. Die Blütenstandsachse ist oft spärlich drüsig behaart. Ihr etwa 4 mm langer, rötlicher und vierspitziger Blütenboden ist kelch-, becherförmig. Ihre vier Kronblätter sind bei einer Länge von etwa 4,5 mm und einer Breite von etwa 1,5 mm länglich und am oberen Ende bespitzt.
Ein oder zwei glatte, grünlich-rötliche Steinfrüchte stehen auf einem Stiel zusammen. Die bei einer Länge von etwa 12–16 mm und 6–8 mm Breite eiförmigen und abgeflachten Früchte sind geschnäbelt. Wenn die Früchte reif sind zerfallen sie in zwei Teile und geben den Blick auf den einzigen Samen frei. Die braunen, 6–9 mm langen Samen besitzen ein oranges, leuchtend gefärbtes, fleischiges, glattes Anhängsel, auch Pseudoarillus genannt.
Das natürliche Verbreitungsgebiet reicht vom nordöstlichen Kenia über das östliche Äthiopien, Dschibuti und Somalia bis auf der arabischen Halbinsel in den Oman sowie nach Jemen.
Commiphora myrrha ist kommt meist in offenen Acacia-, Commiphora-Buschland vor. Er wächst meist in flachen Böden hauptsächlich über Sandstein. Commiphora myrrha gedeiht in Höhenlagen zwischen 250 und 1300 Meter bei Jahresniederschlagsmengen von 230 bis 300 mm.

Kreuzblume (bittere)
Die Bittere Kreuzblume, volkstümlich auch Bittere Ramsel oder Blaue Milchblume, ist eine auch in Mitteleuropa heimische Art aus der Familie der Kreuzblumengewächse.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Bronchitis, Husten, Magen stärkend, milchfördernd
wissenschaftlicher Name: Polygala amara
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Sammelzeit: Mai und Juni
 
Pflanzenbeschreibung
Die Bittere Kreuzblume ist eine ausdauernde, krautige Pflanze von fünf bis 20 Zentimetern Wuchshöhe. Die Stängel sind aufrecht oder aufsteigend. Sie entspringen zahlreich aus der Mitte einer grundständigen Blattrosette. Die Blätter sind krautig. Die Rosettenblätter schmecken bitter. Die Stängelblätter sind in der Mitte am breitesten und am Ende zugespitzt. Die Blütentrauben stehen meist einzeln und endständig und sind acht- bis 25 (-40)-blütig. Die Tragblätter sind 1,5 bis 2,5 Millimeter lang, und so lang oder wenig länger als der Blütenstiel. Die Blüten sind in der Regel kräftig blau. Die äußeren Kelchblätter sind über drei Millimeter lang; die Flügel sind (4,5) fünf bis 8,5 Millimeter lang, und (1,8) zwei bis 5,5 Millimeter breit. Die Nerven der Flügel sind wenig verzweigt. An der Spitze sind sie nicht mit dem Mittelnerv verbunden. Zur Fruchtzeit bilden sie null bis vier Netzmaschen. Die Blütenkrone ist 3,5 bis 6,5 (bis acht) Millimeter lang und ist deutlich in Röhre, Kiel und Anhängsel gegliedert. Die Kronblattanhängsel haben 12 bis 35 Fransen. Die Blütezeit dauert von Mai bis August. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten oder Selbstbestäubung. Die Kapselfrucht ist 3,5 bis 5,5 Millimeter lang und 3,5 bis 4,5 Millimeter breit. Sie hat einen 0,2 bis 0,3 Millimeter breiten Rand, der so breit oder ein wenig breiter ist als die Flügel. Die Samen sind 2,1 bis 2,8 Millimeter lang. Die Samenanhängsel (Elaiosomen) sind wie der Same behaart und ungleich lange Lappen. Die Bittere Kreuzblume ist ein Windstreuer (Anemochorie), die ausgestreuten Samen werden von Ameisen weiter verbreitet.

Bachblüten
Ich habe negative Gedanken über andere (Beech)
Diese haben negative Gedanken über ihre Menschen
Beech kann das negative Denken umkehren
Bachblüten
Ich fühle mich ausgelaugt, weil ich zu gutmütig bin (Centaury)
Sie fühlen sich ausgelaugt, da sie leider zu gutmütig sind in ihrem Wesen
Mit der Blüte können sie das Gutmütige herunterschrauben und sind kaum mehr ausgelaugt
Nährstoffbedarf und Nährstoffaufnahme der Stillende
Energiebedarf
Stillen verbraucht sehr viel Energie. Selbst wenn man berücksichtigt, dass der Körper Fett, dass er in der Schwangerschaft als Energiespeicher angelegt hat, beim stillen abbaut, ist während der Stillzeit eine zusätzliche Kalorienzufuhr über den Bedarf vor der Schwangerschaft hinaus erforderlich.
Energiebedarf
Es ist ein Mythos, dass während der Schwangerschaft für zwei gegessen werden muss. Der tägliche Energiebedarf steigt für Schwangere erst im zweiten Schwangerschaftsdrittel (13. – 27. Schwangerschaftswoche) durchschnittlich um nur 250 kcal an. Im dritten Schwangerschafts-drittel (28. – 40. Schwangerschaftswoche) kommen nochmal 250 kcal/Tag hinzu, womit der Mehrbedarf an Kalorien insgesamt bei + 500 kcal/Tag liegt.
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