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Weinraute
Die Weinraute ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Rauten innerhalb der Familie der Rautengewächse. Sie zählt zu den Gewürzpflanzen sowie zu den pflanzlichen Heilmitteln und wird manchmal als Zierpflanze angebaut.
In den Klöstern des Mittelalters durfte die Weinraute nicht fehlen, weil sie als unentbehrliche Heilpflanze galt. Doch inzwischen wird sie fast nur noch von Liebhabern alter Pflanzensorten kultiviert und kommt selten verwildert auf Weinbergen vor. Dabei ist sie eine wertvolle Heilpflanze vor allem gegen Verkrampfungen. Auch in den Wechseljahren kann sie wertvolle Dienste zur Linderung der typischen Beschwerden leisten.
Die Weinraute, die botanisch als Ruta graveolens bezeichnet wird, galt im Altertum und im Mittelalter als mächtige Heilpflanze. Sie wurde u.a. gegen die Pest und schweren Erkrankungen der Lunge verwendet. Heute wird der Einsatz der Raute kritisch gesehen, da sie einige bedenkliche Inhaltsstoffe enthält. Als Gewürzkraut werden Weinrautenblätter jedoch in der mediterranen Küche sowie bei der Herstellung von Grappa auch heute noch verwendet.
 
Steckbrief
Heilwirkung: krampflösend, Durchblutungsfördernd, Blähungen, Verdauungsschwäche, Magenkrämpfe, Reizmagen, Reizdarm, Kreislaufstörungen, Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Menstruationsfördernd, Wechseljahresbeschwerden, Hitzewallungen, Rheuma, Gicht
wissenschaftlicher Name: Ruta graveolens
Pflanzenfamilie: Rautengewächse = Rutaceae
englischer Name: Rue
volkstümlicher Name: Raute
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Rutin, Cumaringlycosid, Glykoside, Gummi, Harz, Stärke, Bitterstoffe, Apfelsäure
Sammelzeit: Mai und Juni
 
Anwendung
Die Blätter der Weinraute kann man als Tee trinken, von dem man täglich maximal drei Tassen trinken sollte (nicht mehr). Dieser Tee hilft gegen Verdauungsbeschwerden, die durch Verkrampfungen oder mangelnde Durchblutung hervorgerufen werden. Auch gegen Menstruationsbeschwerden, vor allem bei zu schwacher oder zu später Periode kann die Weinraute helfen. In den Wechseljahren wirkt sie gegen Hitzewallungen und Blutandrang im Kopf.
Weinraute in der Medizin und Volksmedizin
In der heutigen Pflanzenheilkunde außerhalb der Volksheilkunde findet die Weinraute keine Verwendung mehr. Die Pflanze ist phototoxisch, das heißt, sie kann Hautreizungen bei gleichzeitiger Berührung und Sonneneinstrahlung hervorrufen. Sie sollte außerdem nicht von schwangeren Frauen verwendet werden, da sie zu Fehlgeburten führen kann. Die Weinraute war jedoch sowohl im Altertum als auch im Mittelalter eine hochgeschätzte Heilpflanze, deren Bedeutung in der wissenschaftlichen und populärwissenschaftlichen Medizinliteratur mehrfach belegbar ist. Sie sollte bei Augenleiden helfen, ebenso bei Ohrenschmer-zen und bei Wurmbefall. Sie stand außerdem in dem Ruf, ein wirksames Gegenmittel gegen Gift zu sein. Ihren Ruf als hervorragendes Heilmittel erlangte die Raute im 17. Jahrhundert zur Zeit der großen Pestepidemien. Sie war in dem berühmten Essig der vier Räuber enthalten, mit dem sich vier französische Diebe eingerieben hatten, bevor sie in Toulouse die Häuser von Pestkranken ausraubten, ohne sich anzustecken. Dieser Essig enthielt auch Salbei, Thymian, Lavendel, Rosmarin und Knoblauch – die Wirkung beruhte daher wohl nicht auf dem starken Rautengeruch, wie man damals annahm, sondern auf der keimtötenden Wirkung der anderen Pflanzenarten. Bekannt ist die Weinraute auch wegen ihrer abortiven Wirkung. In einigen Regionen Frankreichs trägt sie deshalb auch den Namen herbe à la belle fille – Kraut der schönen Mädchen. Angeblich mussten im Botanischen Garten von Paris vor Jahrzehnten die Rautenpflanzen mit einem Gitter umgeben werden, weil junge Frauen die Bestände plünderten.
Achtung! Die Raute sollte nicht in der Schwangerschaft verwendet werden, da die Gefahr einer Fehlgeburt besteht!
Verwendung als Heilkraut
Die Weinraute galt in der Antike und im Mittelalter als eine sehr mächtige Heilpflanze. Nahezu alle bekannten Ärzte und Botaniker, darunter Hippocrates und Dioskurides, haben der Pflanze mehrere Seiten gewidmet. Heute hat die Raute viel von ihrer alten Magie verloren, da die Pflanze toxikologisch nicht unbedenklich ist und viele der damaligen Anwendungsbereiche wissenschaftlichen Untersuchungen nicht standhalten konnten. Heute findet die Weinraute in der Naturheilkunde nur noch vereinzelt Beachtung und wird wenn, vor allem bei leichteren psychischen Störungen und bei Beschwerden des Bewegungsapparates genutzt.
In den Kräuterbüchern des Mittelalters galt die Weinraute als eines der wichtigsten Heilkräuter. Sie wurde u.a. gegen die Pest empfohlen und galt als Antidot (Gegenmittel) gegen das Gift von Schlangenbissen und Skorpionen. Auch bei schwereren Erkrankungen der Lungen und Darmbeschwerden wurden Weinauszüge in Verbindung mit Dillsamen empfohlen. Zerstoßene Rautenblätter mit Rosenessig galten als mögliche Medikation gegen allerlei Kopfschmerzen. Matthioli empfahl weiter eine Mischung aus Feigen mit Rauten gegen Gewebsschwellungen bzw. Flüssigkeitseinlagerungen (Wassersucht), in dem beide als eine Art Pflaster auf das betroffene Areal aufgelegt wurden.
Nebenwirkungen und Anwendungshinweise
Weinraute darf auf keinen Fall während der Schwangerschaft oder Stillzeit verwendet werden. Die enthaltenden Öle können zur Gefäßerweiterung sowie zu einer verstärkten Wehentätigkeit führen, die Fehlgeburten zur Folge haben können. Die enthaltenden Fucocumarine können bei einigen Menschen phototoxisch wirken und eine gesteigerte Lichtempfindlichkeit oder sogar veritable Hautirritationen bewirken. Grundsätzlich sollte Weinraute nur nach fachkundiger Beratung durch einen Arzt oder Apotheker verwendet werden.
Verwendung von Weinraute
Die Weinraute war im Altertum und im Mittelalter fester Bestandteil. Sie galt als geschätztes Heilkraut und wurde auch als Gewürz für deftige Gerichte und süße Speisen verwendet. Heute ist die Raute etwas in Vergessenheit geraten, was u.a. auch an ihren Inhaltsstoffen liegt. Sparsam dosiert und bewusst verwendet, kann sie jedoch auch heute noch für eine interessante Abwechslung in der Küche sorgen. Die Nutzung als Heilkraut ist hingegen nichts für Anfänger.
Verwendung als Küchen- und Gewürzkraut
In der mediterranen Küche gilt die Weinraute als gern genutztes Wildkraut und wird auch in der traditionellen Küche für viele Speisen verwendet. Weinrautenblätter können jedoch in hohen Dosen Beschwerden verursachen, weswegen immer nur geringe Mengen verwendet werden sollten. Ungeachtet dessen, ist die Weinraute ein hervorragendes Gewürzkraut, das mit den entsprechenden Zutaten vermischt, eine Bereicherung für die Küche ist.
Weinraute kann in der Küche u.a. für folgende Speisen und Gerichte verwendet werden: Frischkäse, herzhafte Fischgerichte, Deftige Fleischgerichte, Eintöpfe, Konfitüren und Gelees, Moretum, Spirituosen (u.a. Grappa)
Die Blätter des Halbstrauchs haben einen sehr aromatischen, bitteren und kräftigen Geschmack. Ursächlich für den bitteren Geschmack ist der Inhaltsstoff Rutin. Aufgrund der Geschmacksintensität empfiehlt es sich ebenso, lediglich geringe Mengen zu verwenden. Die Weinrautenblätter können zu deftigen Fleischgerichten wie Lamm, Schwein oder Geflügel. Auch für Fischgerichte in Kombination mit Fenchel oder Anis wird Weinraute in den südlichen Ländern verarbeitet.
Auch wenn der bittere Geschmack es auf den ersten Blick nicht vermuten lässt, kann man frische Weinrautenblätter auch für Süßspeisen nutzen. Beispielsweise können Konfitüren, Gelees und süße Brotaufstriche mit Weinraute einen süßlicharomatischen Geschmack mit feiner bitterer Unternote erhalten. Eine weitere Möglichkeit ist das Würzen von Honig mit Pinienkernen und Haselnüssen zu einer Art Grütze.
In der römischen Küche des Altertums war die Weinraute ein fester Bestandteil. Ein bekanntes Gericht war eine Käsepaste, die als Moretum bezeichnet wurde. Grundlage dieses Rezept war meist ein Schafskäse, der in einer Reibeschale zusammen mit Olivenöl, Weißweinessig, Knoblauch, Koriander und Weinraute zubereitet wurde. Moretum wurde meist mit frisch zubereiteten Brot serviert.
Große Bedeutung hat die Weinraute als Zutat für diverse Spirituosen. Besonders beim Grappa, einem Tresterbrand aus Italien, werden die Blätter des Halbstrauchs zur Aromatisierung verwendet. Auch im kroatischen Travarica, einem aus Trauben gebrannten Schnaps, gehört Weinraute zur Rezeptur.
Weinraute als Duftpflanze
Aufgrund der ätherischen Öle findet die Weinraute in der Parfümindustrie Verwendung. Hält man die Laubblätter gegen das Licht, erkennt man durchscheinende, nadelstichartige Löcher (da ist kein Loch, es ist nur durchscheinend) – die mit ätherischem Ölgefüllten Drüsen. Weinraute, in Küche oder Speisekammer aufgehängt, soll Ameisen fernhalten.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Weinraute wächst verwildert auf Weinbergen, kommt aber nur selten vor. Früher war sie in den Klostergärten sehr verbreitet, weil sie als wichtige Heilpflanze galt. Die mehrjährige Pflanze hat rundliche, kleine Blätter, die oben breiter sind als am Ansatz. Ab Ende Juni blüht sie mit unscheinbaren, gelben Blüten.
Die Weinraute ist ein Halbstrauch mit am Grunde schwach verholzenden unteren Zweigen, der Wuchshöhen von bis zu 1 Meter erreicht. Die fein geteilten Laubblätter fallen durch ihre spatelförmigen Blättchen und ihre blaugrüne Farbe auf, die auf Bereifung mit einer Wachsschicht beruht.
Die Blütezeit reicht von Juni bis August oder November. Der reichblütige, trugdoldige Blütenstand ist ein rispiges Pleiochasium. Die fast geruchlosen Blütensind zwittrig. Die seitlichen Blüten sind vierzählig und die endständigen fünfzählig. Die Blütenkrone ist mattgelb bis gelb. Die bei einem Durchmesser von etwa 1 Zentimeter kugelförmigen Kapselfrüchte sind vier- bis fünffächrig.
 
Anbau, Aussaat und Pflege
Im Gegensatz zu früher hat die Weinraute viel von ihrer Bedeutung verloren. Dennoch findet sie als Zierpflanze sowie gelegentlich als Gewürz- und Heilkraut Verwendung. Der Anbau der ursprünglich mediterranen Pflanze ist nicht sonderlich schwierig.
Standort
In ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet besiedelt die Weinraute sonnige bis vollsonnige Standorte mit meist kargen, durchlässigen und sandig-lehmigen Böden. Die Pflanze ist ein Kalkanzeiger und benötigt folglich auch einen kalkhaltigen Boden bzw. Erde. Handelsübliche Kräutererde ist in der Regel nicht geeignet, da der pH-Wert solcher Erden meist unter 6,5 liegt. Diese sollte mit wenigsten 50 Prozent Sand und magnesiumhaltigen Kalk durchmischt werden, um ein gutes Substrat zu erhalten.
Aussaat
Die Aussaat von Weinraute ist nicht sonderlich schwierig. Der Halbstrauch benötigt Keimtemperaturen um die 20 °C, wodurch eine Direktaussaat erst meist Mitte Mai (nach den Eisheiligen) möglich ist. Soll die Pflanze früher kultiviert werden, ist eine Vorkultur notwendig. Hier können Saatschalen mit einem nahezu mineralischen Anzuchtsubstrat (z.B. Perlite, Vermiculit) verwendet werden. Die Samen sollten fast auf der Erde aufliegen, da Weinraute ein Lichtkeimer ist. Die Keimdauer liegt etwa bei 15 bis 21 Tagen. Bei der Umsetzung der Setzlinge ins Freiland (sowie bei der Direktaussaat) sollte ein Pflanzabstand von mindestens 40 cm eingehalten werden.
Anbau auf Balkon
Weinraute lässt sich zwar auf dem Balkon kultivieren, allerdings sollten eher tiefe Töpfe in Betracht gezogen werden. Die Pflanze entwickelt mit der Zeit einen beachtlichen Wurzelstock. Zwingend notwendig sind jedoch lichtdurchflutete Südlagen, um den LIchtbedarf der Pflanze zu sättigen.
Dünger
Weinrauten sind an karge Standorte angepasst und gelten als Spezialisten. Bei einer Freilandkultur empfiehlt es sich im Frühjahr etwas Kompost in den oberen Bodenbereich einzuarbeiten. Steht kein Kompost zur Verfügung kann auch frischer Rinderdung oder ein ander leichter organischer Flüssigdünger verwendet werden. In den meisten Fällen ist im Anschluss keine zusätzliche Versorgung mit Nährstoffen notwendig. Bei Topfkulturen sollte im Frühjahr und kurz vor der Blütezeit mit einem üblichen Kräuterdünger gearbeitet werden.
Gießen
Die Weinraute verträgt durchaus einige trockene Tage, sollte aber nach Möglichkeit immer gut mit etwas Feuchtigkeit versorgt werden. Es ist an normal temperierten Tagen (bis 20 °C) vollkommen ausreichend, einmal die Woche kräftig zu gießen. An sehr heißen Sommertagen sollten die Gießzyklen etwas verkürzt werden. Weinraute eignet sich meist auch für landschaftsgärtnerische Standorte, die nicht künstlich gegossen werden.
Krankheiten und Schädlinge
Aufgrund der für viele Schädlinge toxischen Inhaltsstoffe, sind Krankheiten nur selten zu erwarten. Bei zu üppiger Bewässerung oder zu dichten Pflanzabständen können Pilzerkrankungen wie Mehltau auftreten.
Überwinterung
Die Weinraute ist nicht frostempfindliche und verträgt kalte Temperaturen bis -20,5 °C problemlos. Nach der Fruchtbildung im Oktober verliert die Raute ihre Blätter und überdauert im Boden. Im Frühjahr treiben die oberirdischen Pflanzenbestandteile wieder erneut aus. Es ist in unseren Breiten in den meisten Lagen nicht erforderlich, spezielle Überwinterungsmaßnahmen zu treffen. Bei Topfkulturen empfiehlt sich die Aufbewahrung an einem kühlen (nicht kalten Ort). Meistens sind lichtdurchflutete und nicht gesondert beheizte Hausflure von Wohnungen oder Häusern gut geeignet.

Tomate
Die Tomate, in Teilen von Österreich sowie in Südtirol auch Paradeiser (seltener Paradeisapfel oder Paradiesapfel) genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Nachtschattengewächse. Damit ist sie eng mit anderen Speisegewächsen wie der Kartoffel, der Paprika und der Aubergine verwandt, aber auch mit Pflanzen wie der Tollkirsche, der Alraune, der Engelstrompete, der Petunie oder dem Tabak.
Lange als Liebesapfel oder Goldapfel (daher der italienische Name pomodoro) bezeichnet, erhielt sie ihren heute gebräuchlichen Namen Tomate erst im 19. Jahrhundert. Dieser leitet sich von xitomatl ab, dem Wort für diese Frucht in der Aztekensprache Nahuatl. Umgangssprachlich wird vor allem die als Gemüse verwendete rote Frucht, die eine Beere ist, als Tomate bezeichnet.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Bauchspeicheldrüsen-Schwäche, Durchblutungsstörungen, Gicht, Rheuma, Verdauungsschwäche, Verstopfung, blutbildend, eitrige Wunden, hoher Blutdruck
wissenschaftlicher Name: Solanum lycopersicum
Pflanzenfamilie: Nachtschattengewächse = Solanaceae
Verwendete Pflanzenteile: Früchte
Sammelzeit: Juli bis September
 
Beschreibung
Die Tomatenpflanze ist eine krautige, einjährige, zweijährige oder gelegentlich auch ausdauernde Pflanze, die zunächst aufrecht, später aber niederliegend und kriechend wächst. Die einzelnen Äste können dabei bis zu 4m lang werden. Die Stängel haben an der Basis einen Durchmesser von 10 bis 14mm, sie sind grün, fein behaart und zur Spitze hin meist filzig behaart. Die Behaarung besteht aus einfachen, einzelligen Trichomen, die bis zu 0,5 mm lang werden, sowie spärlich verteilten meist aus bis zu zehn Zellen bestehenden, mehrzelligen Trichomen mit bis zu 3 mm Länge. Vor allem die längeren Trichome besitzen oft drüsige Spitzen, die der Pflanze einen starken Geruch verleihen. Die sympodialen Einheiten besitzen meist drei Laubblätter, die Internodien sind 1 bis 6cm lang, gelegentlich auch länger. Die Laubblätter sind unterbrochen unpaarig gefiedert, 20 bis 35cm (selten nur 10cm oder mehr als 35cm) lang und 7 bis 10cm (selten nur 3cm oder mehr als 10cm) breit. Sie sind beidseitig spärlich behaart, die Trichome gleichen denen der Stängel. Der Blattstiel ist 1,2 bis 6cm lang oder gelegentlich auch länger. Die Hauptteilblätter stehen in drei oder vier (selten auch fünf) Paaren. Sie sind eiförmig oder elliptisch geformt, die Basis ist schräg und zur Basis des Gesamtblattes hin herablaufend, abgeschnitten oder herzförmig. Die Ränder sind vor allem nahe der Basis gezahnt oder gekerbt, selten sind sie ganzrandig oder tiefgezähnt oder -gelappt. Die Spitze der Teilblätter ist spitz oder zugespitzt. Das oberste Teilblatt ist meist größer als die seitlichen Teilblätter, 3 bis 5 cm lang und 1,5 bis 3 cm breit. Das Stielchen ist 0,5 bis 1,5 cm lang. Die Spitze ist meist spitz zulaufend. Die seitlichen Teilblätter sind 2 bis 4,5 cm lang und 0,8 bis 2,5 cm breit, sie stehen an 0,3 bis 2 cm langen Stielchen. Die Teilblätter zweiten Ranges stehen meistens an der der Blattspitze zugewandten Seite der unteren Hauptteilblät-ter. Sie sind 0,2 bis 0,8 cm lang und 0,1 bis 0,5 cm breit, sie sind aufsitzend oder stehen an einem bis zu 0,4 cm langen Stielchen. Teilblättchen dritten Rangs fehlen. Zwischen den Hauptteilblättern stehen meist sechs bis zehn eingeschobene Zwischenblättchen. Diese sind 0,1 bis 0,8 cm lang und 0,1 bis 0,6 cm breit und stehen an 0,1 bis 0,3 cm langen Stielchen. Scheinnebenblätter werden nicht gebildet.
Die Blütenstände werden bis zu 10 cm lang, bestehen aus fünf bis fünfzehn Blüten und sind meistens ungeteilt oder selten in zwei Zweige gespalten. Der Blütenstandsstiel ist kürzer als 3 cm und ähnlich den Stängeln behaart. Die Blütenstiele sind 1 bis 1,2 cm lang, das äußere Drittel ist gelenkartig abgeteilt. Die Knospen sind 0,5 bis 0,8 cm lang und 0,2 bis 0,3 cm breit und gerade konisch geformt. Vor dem Aufblühen steht die Krone etwa zur Hälfte aus dem Kelch hervor. Die Kelchröhre ist zur Blütezeit sehr fein und mit bis zu 0,5cm langen Kelchlappen besetzt. Diese sind linealisch geformt, nach vorn zu spitz und mit langen und kurzen, einfachen, einreihigen Trichomen besetzt. Die leuchtend gelbe, fünfeckige Krone hat einen Durchmesser von 1 bis 2 cm, oftmals ist sie gebändert und in einigen Kulturformen auch mit mehr als fünf Zipfeln besetzt. Die Kronröhre ist 0,2 bis 0,4 cm lang, die Kronzipfel sind 0,5 bis 2cm lang, 0,3 bis 0,5cm breit, schmal lanzettlich geformt und an der Spitze und den Rändern spärlich mit verschlungenen, einreihigen Trichomen von bis zu 0,5mm Länge besetzt. Zur Blütezeit sind die Kronlappen abstehend. Die Staubblätter sind zu einer Röhre verwachsen, diese ist 0,6 bis 0,8 cm lang und 0,2 bis 0,3 (selten bis 0,5) cm breit. Sie ist schmal konisch geformt und gerade. Die Staubfäden sind sehr fein und nur 0,5 mm lang, die Staubbeutel sind 0,4 bis 0,5cm lang und besitzen an der Spitze einen sterilen Anhang, der 0,2 bis 0,3 cm lang ist und nie mehr als die Hälfte der Gesamtlänge der Staubbeutel ausmacht. Der Fruchtknoten ist konisch, fein drüsig behaart. Der Griffel ist 0,6 bis 1 cm lang und misst weniger als 0,5 mm im Durchmesser. Er steht meist nicht über die Staubblattröhre hinaus. Die Narbe ist kopfig und grün.
Die Früchte sind Beeren, messen meist 1,5 bis 2,5 cm im Durchmesser, können aber bei kultivierten Pflanzen auch bis zu 10 cm groß werden. Da die Frucht aus zwei Fruchtblättern gebildet wird, weist sie zwei Kammern mit zahlreichen Samenanlagen auf. Diese sind über ein mittig gelegenes, plazentalesGewebe verbunden. Die Anzahl der Fruchtblätter und somit der Kammern kann variieren, vor allem züchtungsbedingt. Die Fruchtform ist meist annähernd kugelförmig, andere Wuchsformen wie oval-länglich oder birnenförmig sind, ebenfalls züchtungsbedingt, auch möglich. Die Früchte reifen aufgrund des Carotinoidgehalts und hier insbesondere durch das Lycopin zu einem kräftigen Rot, Gelb oder Dunkelorange ab, sind zunächst behaart, bei Reife aber verkahlt. Der Blütenstiel hat sich bis zur Fruchtreife auf 1 bis 3 cm Länge vergrößert, bei Sorten mit großen Früchten ist er auch oftmals verdickt. Er ist gerade oder am Gelenkpunkt in Richtung der Blütenstandsachse gebogen. Der Kelch ist an der Frucht ebenfalls vergrößert, die Kelchlappen sind etwa 0,8 bis 1 cm lang und 0,2 bis 0,25 mm breit und teilweise stark nach hinten zurückgebogen. Die Früchte enthalten eine Vielzahl von Samen. Diese sind 2,5 bis 3,3 mm lang, 1,5 bis 2,3 mm breit und 0,5 bis 0,8 mm dick. Sie sind umgekehrt eiförmig, blass braun und mit haarähnlichen Auswüchsen der äußeren Zellen der Samenhülle besetzt. Diese sind entweder anliegend und den Samen eine samtige Oberfläche gebend oder aber zottig. Die Samen sind an der Spitze schmal (0,3–0,4mm) beflügelt und an der Basis zugespitzt. Die Samenschalen bestehen im äußersten Zellbereich aus stark verschleimendem Zylinderepithel, das botanisch als Myxotestabezeichnet wird. Zwischen den einzelnen Samen befindet sich ein gallerartiges Gewebe, das von der Plazenta gebildet wird.

Bachblüten
Meine Gedanken sind träge (Hornbeam)
Die Gedanken dieser Menschen können sehr träge sein
Mit der Bachblüte können sie die Gedanken dieser Menschen auf die Sprünge
Bachblüten
Ich bin schnell aufgeregt (Impatiens)
Sie können sehr schnell aufgeregt sein
Mit der Bachblüte können sie diese Aufregung sehr gut reduzieren
Lebensmittelauswahl – weniger geeignete Lebensmittel
Fleisch, Fisch, Eier: Fleischkonserven, geräucherte und gepökelte Fleischwaren, Innereien, fette Fleisch- und Wurstsorten, Fischkonserven
Getränke: Limonade, Cola-Getränke, Fruchtsaftgetränke, Fruchtnektare, InstantKakaogetränke, fertige Getränkemischungen wie Eistee, harte Alkopops.
Gewürze, Kräuter, Salz: Würzsaucen mit Geschmacksverstärker (Glutamat)
Süßungsmittel: Zucker in größeren Mengen, Süßwaren, Süßigkeiten
Fleisch: fettes Fleisch, Innereien,  Fleischkonserven
Fisch: Fischkonserven in Öl, Aal, Räucherfische, Brathering, Fischsalate, panierter und frittierter Fisch
Wurst/Wurstwaren: fette Wurstsorten z.B. Salami, Koch- und Bratwürste, geräucherter Schinken, Fleischsalat
Eier: Eigelb, roh
Getränke(Fruchtsäfte): mit Zucker gesüßter Fruchtnektar, Limonaden, Cola, alkoholische Getränke (süße Weine, Liköre, Bier, Malzbier,)
Süßungsmittel/Süßwaren: Nuss-Nougat-Creme, Konfekt, Nougat, Schokolade, Marzipan, Bonbons, Eiscreme und Diätsüßwaren
Gewürze: fettreiche Salatdressings, Tomatenketchup, Fertigsoßen, süße Sojasoße

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