Direkt zum Seiteninhalt
Lorbeer
Der Echte Lorbeer, auch Edler Lorbeer oder Gewürzlorbeer, kurz auch Lorbeer, genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Lorbeeren innerhalb der Familie der Lorbeergewächse. Sie wird als Heil- und Gewürzpflanze verwendet. Der Name leitet sich über mittelhochdeutsch lōrber (für Lorbeere, die Frucht des Lorberbaumes) und althochdeutsch lōr(beri) von gleichbedeutend lateinisch laurus ab. Auch die als Gewürz verwendeten (getrockneten) Blätter vom Echten Lorbeer werden Lorbeer genannt.
Mit Lorbeeren wird auch die mit dem Lorbeerkranz verliehene Würdigung einer Leistung bezeichnet.
Lorbeerblätter sind als Küchengewürz wohlbekannt. Den bis zu zehn Meter hohen Lorbeerbaum, der in Kleinasien und im Mittelmeerraum heimisch ist, kennen deutlich weniger Menschen. Dieser immergrüne Baum trägt die immergrünen wie gelackt aussehenden typischen Blätter. Im alten Rom wurden Kaiser und sportliche Sieger mit Lorbeerkränzen geehrt. Die Lorbeerblätter dienen als Gewürz und können außerdem zur Stärkung der Verdauung und zur Linderung von Frauenbeschwerden eingesetzt werden. Die butterartige Öl, das aus den Früchten gewonnen wird, kann man als Einreibemittel bei Probleme des Bewegungsapparates verwenden.
Einst galt der Lorbeer, zum Kranz geflochten, als Ruhm- und Siegessymbol. Doch gerade in der Küche kann er sich mit seinem eigenen Lorbeer schmücken. Der Lorbeerbaum ist in Vorderasien beheimatet. Türkei und Griechenland zählen allerdings heute zu den größten Anbaugebieten des immergrünen Lorbeerstrauches, dessen Wurzeln extrem frostempfindlich sind.
Wer Wert auf Qualität legt, sollte sich die Lorbeerblätter genau anschauen. Hochwertig sind sie nur, wenn sie trocken, unzerbrochen, stielfrei und grün sind. Eine gelb-braune Farbe zeugt von Überlagerung. Das Trocknen der Lorbeerblätter bewirkt, dass sich das typische Moschusaroma erst voll entfaltet.
Lorbeerblätter sollten mehrfach eingerissen werden, bevor man sie den Speisen hinzufügt. Zudem verströmen sie ihre geschmacksintensivierende Wirkung nur langsam, sodass sie für die schnelle Küche weniger geeignet sind. Um allerdings strenge Küchengerüche zu vermeiden (zum Beispiel bei Fisch- und Kohlgerichten), ist die Beigabe eines Lorbeerblattes höchst wirksam. Ansonsten findet das Lorbeerblatt seinen geschmackvollen Einsatz in Eintöpfen, Soßen und Suppen. Es krönt auch hervorragend eine pikante Bolognese
Der Lorbeerkranz gilt auch heute noch als Symbol für Erfolg und Ruhm. Einen edlen Eindruck hinterlassen die glänzend grünen Blätter ebenso in der Küche. Ihr ganz spezielles Aroma macht viele Gerichte zu etwas Besonderem. Bestimmte Allergikerinnen/Allergiker sollten allerdings mit der Verwendung von Lorbeer vorsichtig sein. Personen, die auf Korbblütler wie z.B. Beifuß allergisch reagieren, sollten Lorbeer meiden. Es kann zu allergischen Kreuzreaktionen kommen . . .
 
Steckbrief
Heilwirkung: adstringieren, anregend, antibakteriell, harntreibend, kräftigend, schleimlösend, schweißtreibend, Verdauungsfördernd (Blätter), Appetitlosigkeit, Blähungen, Frauenbeschwerden, Menstruationsfördernd, Als Öl äußerlich: Geschwüre, Hautauschläge, Furunkel, Muskelschmerzen, Verstauchungen, Zerrungen, Rheumatische Schmerzen, Insektenstiche
wissenschaftlicher Name: Laurus nobilis
englischer Name: Bay, Laurel
volkstümliche Namen: Echter Lorbeerstrauch, Edler Lorbeer, Lorbeerbaum, Gewürzlorbeer
Verwendete Pflanzenteile: Frucht, Öl, Blätter
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Bitterstoff, Borneol, Kampfer, Carvacrol, Eugenol, Salicylate, Thymol, Valeriansäure, Beta-Sitosterol
Inhaltsstoffe, Geruch und Geschmack: Die Blätter verströmen einen arttypischen Geruch, ihr Geschmack ist herb bitter. Das Trocknen der Blätter vermindert die Bitternote. Das ätherische Öl befindet sich in sogenannten Ölzellen. Die Zusammensetzung des ätherischen Öls schwankt, die Hauptkomponente ist 1,8-Cineol, zudem sind u.a. Linalool, Terpineol und Eugenol sowie bittere Flavonoide und Sesquiterpene (Gerbstoffe) enthalten.
Achtung! Lorbeer sollte nicht in größeren Mengen in der Schwangerschaft verwendet   werden.
 
Verwendung
Der Echte Lorbeer wird als Gewürzpflanze verwendet: Das Aroma der Blätter des Lorbeerbaums passt zu Suppen, Eintöpfen, Fleischgerichten, aber auch zu Fisch. Die Blätter dienen auch zum Würzen eingelegter Gurken und Heringe, für Sülzen und zur Essigaromatisierung. Lorbeerblätter sind Bestandteil des Bouquet garni in der französischen Küche. In der gesamten Pflanzenwelt existieren Pflanzenarten mit aromatischen Blättern. Viele davon werden als Lorbeer bezeichnet, obwohl sie geschmacklich mit dem Echten Lorbeer kaum Ähnlichkeit zeigen. Hierzu gehören der Indische Lorbeer, der Westindische Lorbeer, der Indonesische Lorbeer, der Kalifornische Lorbeer und der Mexikanische Lorbeer. Die meisten dieser Pflanzen werden nur in ihrem Herkunftsgebiet genutzt. Lorbeerfrüchte wurden früher in hautreizenden Salben verwendet. Außerdem wurden sie als Insektenrepellent und als Antiparasitikum in Salbe verwendet, zum Beispiel gegen Läuse und Krätzemilben. Wegen der Möglichkeit einer allergischen Kontaktdermatitis ist die Anwendung der Salbe aus medizinischer Sicht allerdings nicht unbedenklich. Ferner wird Fruct. Lauri beim Milchvieh bei Euter-Erkrankungen und als Brunstmittel für Kühe und Schweine verordnet. Lorbeeröl ist eine butterartige, grünliche Masse, die bei circa 30°C schmilzt und durch Auspressen der erwärmten und zerkleinerten Lorbeerfrüchte gewonnen wird. Auch durch Destillation von Lorbeerblättern kann Lorbeeröl gewonnen werden. Es besteht zu circa 95 Prozent aus fettem Öl und zu 5 Prozent aus ätherischem Öl. Lorbeeröl dient medizinisch zum Einreiben, wird eingesetzt bei Prellungen, Verstauchungen und rheumatischen Beschwerden und bei Hämatomen. Bei Pferden fördern hyperämisierende Einreibungen am Huf das Hornwachstum. Außerdem findet das Öl heute Anwendung als Duftkomponente in der Parfümerie und für Liköre. Lorbeeröl enthält auch die zur Körperreinigung, Hautpflege und Heilung eingesetzte Aleppo-Seife, je nach Rezeptur einen Ölanteil von zwei bis 60 Prozent bei der Herstellung. Es wurde behauptet, dass der Echte Lorbeer zu Trance und Bewusstseinsstörungen führt, wenn er in größeren Mengen genossen wird. Wissenschaftlich ist dies jedoch nicht belegt. So wird vermutet, dass die Visionen der Priesterinnen des Orakel von Delphi durch den Genuss von Lorbeer beeinflusst waren. Im Mittelalter galt Lorbeer als Heilmittel bei die Pest. Außerdem stand Lorbeer im Ruf, vor Zauber und Feuer zu schützen.
Verwendung und Zubereitung
Meist werden die getrockneten Blätter in ganzer bzw. gemahlener Form als Gewürz verwendet. Wer den Geschmack intensiver mag, kann Lorbeer auch frisch einsetzen. Mancherorts kommen auch die getrockneten Früchte zur Anwendung.
Hinweis: Damit sich das Lorbeeraroma besser entfalten kann, vor dem Untermischen beim Kochen die Blätter leicht einreißen. Nicht mitessen, sondern vor dem Servieren entfernen.
Lorbeerblätter können lange mitgekocht bzw. -gegart werden, denn sie sind unempfindlich gegenüber Hitze. Sie harmonieren zu pikanten Speisen mit z.B. Wild, Huhn oder Fisch. Darüber hinaus eignen sie sich zum Würzen von Suppen, Ragouts, Eintöpfen, Essiggemüse und vegetarischen Gerichten mit z.B. Tomaten, Bohnen, Linsen oder Kartoffeln. Besonders beliebt sind die Blätter in der mediterranen Küche.
Tipp: Übergießen Sie einige Lorbeerblätter mit Speiseöl, z.B. Oliven- oder Rapsöl, und lassen Sie diese einige Zeit ziehen. So erhalten Sie selbstgemachtes Lorbeeröl.
Sofern es die (Ver-)Packung zulässt: Achten Sie beim Einkauf auf ungebrochene Blätter, da das Aroma ansonsten rasch verloren geht. Lorbeerblätter sollten luftdicht, lichtgeschützt und nicht zu lange aufbewahrt werden, maximal zwei Jahre.
 
Pflanzenkunde
Der Lorbeerbaum bzw. -strauch zählt zur Familie der Lorbeergewächse. Unter günstigen Bedingungen wächst Lorbeer bis zu 15 Meter baumhoch, meist wird die Pflanze jedoch als Strauch klein gehalten. Die Blätter sind kurz gestielt, ledrig, bis zu zehn Zentimeter lang und fünf Zentimeter breit. An der Oberseite sind die Blätter glänzend grün, an der Unterseite eher matt und blass.
Tipp: Der Lorbeerstrauch gedeiht auch hierzulande im Außenbereich. Um ein Über-wintern in Innenräumen zu ermöglichen, sollte er als Kübelpflanze gehalten werden.
 
Geschichte
Die Herkunft des botanischen Gattungsnamens für den früher auch Lorbaum genannten Lorbeerbaum ist unbekannt, dagegen erinnert die altgriechische Bezeichnung daphne (δάφνη) daran, dass die Nymphe Daphne von ihrem zu Hilfe gerufenen Vater, dem Flussgott Peneios, in einen Lorbeerstrauch verwandelt wurde, um den Nachstellungen Apolls zu entgehen. Dieser trug als Zeichen seines Kummers über die nicht erwiderte Liebe einen aus Zweigen gewundenen Lorbeerkranz.
In einigen Sprachen Südosteuropas und des Nahen Ostens wurde der griechische Name des Lorbeers übernommen: Hebräisch aley daphna (עלי דפנה), türkisch defne, albanisch dafinë, bulgarisch dafinov list (дафинов лист), rumänisch dafin. Im Neugriechischen hat sich der Name ohnehin erhalten (δάφνη, Aussprache: dafni).
Beim Einzug als erfolgreicher Triumphator in die Stadt Rom war der Feldherr mit Lorbeer bekränzt. Mit dem Übergang zum Kaiserreich trugen auch die römischen Kaiser einen Lorbeerkranz, und später erhielten ihn auch Sieger bei Spielen. Der Lorbeerkranz steht bis heute sprichwörtlich für eine besondere Auszeichnung. Er gilt als Symbol des Ruhmes, Sieges und Friedens. Im angelsächsischen Raum gibt es den offiziellen Titel des poet laureate (lorbeergekrönter Dichter).
Das Silberne Lorbeerblatt ist die höchste sportliche Auszeichnung in Deutschland. Sie wird vom Bundespräsidenten vergeben und wurde ursprünglich von Theodor Heuss (1950) gestiftet.
Laurus nobilis ist auch Namensgeber für den Laureus World Sports Awards, der auch als Sport-Oscar angesehen wird.
 
Beschreibung
Der Echte Lorbeer ist ein immergrüner Strauch oder Baum und kann Wuchshöhen von bis zu 10 Metern erreichen. Die ledrigen, oberseits glänzenden Laubblätter duften aromatisch. Ihr Rand ist leicht gewellt.
Die kleinen grüngelben Blüten stehen in doldigen Blütenständen zusammen. Die Beeren sind glänzend und blauschwarz.

Katechu
Die Gerber-Akazie, manchmal auch Katechu-Akazie oder nur Katechu genannt, ist eine in Süd- und Südostasien beheimatete Art der Gattung der Akazien.  
 
Steckbrief
Heilwirkung: Durchfall, Halsentzündung, Mundschleimhautentzündung, Zahnfleischentzündung
wissenschaftlicher Name: Acacia catechu
Verwendete Pflanzenteile: Kernholz
 
Nutzen
Die Samen enthalten einen wasserlöslichen Schleim mit hohem Proteingehalt, der vom Menschen verzehrt werden kann. Die Blätter gelten als gutes Viehfutter und werden vor allem an Ziegen verfüttert. Das Holz ist ein gutes Brennholz, dass auch geköhlert wird. Auch als Bauholz ist das Holz gut geeignet. Ein aus dem Hartholz gewonnenes tanninhaltiges Harz, das Cutch genannt wird findet in der Gerberei und beim Färben Verwendung. Aus der Rinde kann Gummi arabicum gewonnen werden. Kristallines Cutch, das dann Khersal genannt wird, wird zur medizinischen Behandlung von Halsleiden verwendet. Der Wirkstoff der GerberAkazie soll ein starkes Adstringens sein, das bei chronischem Durchfall, Ruhr und Kolitis sowie bei Leukorrhoe helfen sowie könne es als Mundwasser bei Stomatitis (Entzündung der Mundschleimhaut), Gingivitis (Entzündung des Zahnfleisches), Pharyngitis (Entzündung des Rachens) und Laryngitis (Entzündung des Kehlkopfs) verwendet werden. Dazu soll das Kernholz getrocknet werden.
 
Beschreibung
Die Gerber-Akazie ist ein laubabwerfender Baum, der Wuchshöhen zwischen 6 und 10 Meter erreicht. Die Borke ist brüchig und reißt in flächige Streifen auf. Die Zweige besitzen eine flaumig behaarte Rinde und tragen häufig ein paar hakenförmige Dornen unterhalb der Nebenblätter. Beispielsweise im nördlichen Indien fallen die Laubblätter etwa im Februar und ist während der heißen Jahreszeit ohne Laubblätter; gegen Ende April oder im Mai werden neue Laubblätter gebildet. Die Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite geglieder. Die Basis des Blattstiels befinden sich Drüsen. In der doppelt paarig gefiederte Blattspreite sitzen an der zottig behaarten Blattspindel (Rhachis) 10 bis 30 Paaren an Fiedern erster Ordnung mit jeweils 20 bis 50 Fiederblättchen. Die bewimperten Fiederblättchen sind bei einer Länge von 2 bis 6 Millimeter und einer Breite von 1 bis 1,5 Millimeter linealisch.
In den Blattachseln stehen jeweils eine bis vier 2,5 bis 10 Zentimeter lange ährige Blütenstände. Die zwittrigen Blütensind gelb bis weiß mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist glockenförmig und 1,2 bis 1,5 Zentimeter groß. Die Kelchzähne sind deltoid und behaart. Die spärlich flaumig behaarten Kronblätter sind bei einer Länge von etwa 2,5 Zentimeter lanzettförmig oder verkehrt-lanzettlich. Die Staubblätter sind zahlreich. Der Fruchtknoten misst etwa 1 Millimeter und ist drüsig. Die Fruchtstiele sind 3 bis 7 Millimeter langen. Die braun glänzenden Hülsenfrüchte sind bei einer Länge von 12 bis 15 Zentimeter sowie einer Breite von 1 bis 1,8 Zentimeter riemenförmig und relativ flach. Die Früchte reißen nach der Fruchtreife auf und enthalten drei und zehn Samen. In China reifen die Früchte zwischen September und dem darauf folgenden Januar.
 
Bachblüten
Ich bin empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen (Walnut)
Diese Menschen sind sehr empfindlich gegenüber den äußeren Einflüssen
Mit der Bachblüte können sie das überempfindliche entgegenwirken
Bachblüten
Ich bin intolerant (Water Violet)
Diese sind in vielen Dingen sehr intolerant
Mit der Blüte können sie das intolerante abwenden
Schlachtfette
Sorten: es gibt Rindertalg, Rindernierenfett, Schweineschmalz, Flomen- und Grie-benschmalz und Gänseschmalz.
Weiter tierische Fette sind z.B. Seetier-Öle (Tran), z.B. aus dem Depotfett von Robben, Fischleberöle (Lebertran) aus dem Lebern von Dorsch, Heilbutt oder Schellfisch.
Organfett
Dieses Fett befindet sich direkt in und an den Inneren Organen der Tiere. In der Lebensmittelproduktion haben aber nur einige Teile Bedeutung:
RindNierentalg, Herztalg, Beckentalg, Euterfett und Sackfett (Hodenfett).
SchweinFlomen, Liesen, Herzfett, Beckenfett, Darmfett (Micker), Netzfett
Schaf (Hammelfett) – Nierentalg, Netztalg
Aus Organfett wird meist Talg (Rinderfeintalg – Premier jus) oder Schmalz (Schweineschmalz) gewonnen.
Gewebefett
Dieses Fett ist im Muskelgewebe eingelagert oder befindet sich als Fettschicht unter der Haut. In der Lebensmittelproduktion wird es fast vollständig verwendet.
Rind – Rinderfleischfett
Schwein – Rückenfett, Backenfett, Schinkenfett, Wammenfett, (Speck)
Schaf – Muskelfett
Gewebefett wird besonders zur Herstellung von Fleischprodukten verwendet. Während Rinderfett allgemein für Rohwurstsorten und einfache Brühwurstsorten genutzt wird, hat die Herkunft des Schweinefetts deutliche Unterscheidungen zur Folge. Das hochwertige Kammfett wird für die Herstellung von Rohwurst, das Backenfett für Brühwurst und das Abschwartefett für Blut- und Leberwürste verwendet, während das Rückenfett allgemein zur Schmalzgewinnung verwendet wird.

Zurück zum Seiteninhalt