Direkt zum Seiteninhalt
Blutampfer
Der Blutampfer hat auffallend rote Adern in den grünen Blättern und wird daher als Zierpflanze kultiviert. Die Blätter sind nicht nur schön anzusehen, sondern werden auch als Salatbeigabe in einer blutreinigenden Frühjahrskur genutzt. Die Blätter des Blutampfers sind spürbar milder als die des Sauerampfers und werden auch viel besser vertragen.
Der Hain-Ampfer oder Blut-Ampfer ist eine Art aus der Pflanzenfamilie der Knöterichgewächse. Er ist in Mitteleuropa an feuchten, teils gestörten Waldstandorten anzutreffen.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Blutreinigung
Heilwirkung: adstringierend, appetitfördernd, blutreinigend, harntreibend
Anwendungsbereiche: Blutreinigung, Mundschleimhautentzündung
wissenschaftlicher Name: Rumex sanguineus, Rumex sanguineus var. sanguineus
Pflanzenfamilie: Knöterichgewächse = Polygonaceae
englischer Name: Bloody Wood Dock
volkstümlicher Name: Blutampfer, Hain-Ampfer
Verwendete Pflanzenteile: junge Blätter und Triebe, Saft
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Hyperosid, Kaliumoxalat, Oxalsäure, Vitamin C
Sammelzeit: Frühling
Kontraindikation: Nierenkrankheiten
Nebenwirkungen: Hautreizungen, Übelkeit, Zahnschäden
 
Anwendung
Obwohl der Blutampfer milder als der Sauerampfers ist, sollte man den Blutampfer nicht in größeren Mengen oder über einen längeren Zeitraum essen. Für eine blutreinigende Frühjahrskur nutzt man täglich eine kleine Menge über 2 Wochen. Der Blutampfer eignet sich im Gegensatz zum Sauerampfers nicht zum kochen.
Salatbeilage
Zur Blutreinigung werden frische junge Blätter oder sehr junge Triebe dem Salat beigegeben. Manch einer frittiert die Blätter für die Salatbeilage.
Suppenbeilage
Kleingeschnittene Blätter der Suppe beigeben.
Mundspülung
Der Frischsaft hilft als Mundspülung gegen Entzündungen im Mundraum.
 
Geschichtliches
Als Heilpflanze werden die vielen Sauerampfer-Arten schon immer genutzt, der Blutampfer wurde und wird gerne als Zierpflanze kultiviert. Zur Blutreinigung wurde er früher in einer Frühjahrskur eingesetzt, heute dient er als interessante und gesunde Salatbeilage.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Hain-Ampfer ist ein ausdauernder Hemikryptophyt und erreicht eine Wuchshöhe von 50 bis 80 (selten 120) Zentimetern. Die Stängelsind oft rötlich überlaufen. Die Grundblätter sind länglich-eiförmig und besitzen einen herzförmigen bis gestutzten Spreitengrund. Der Blattstiel ist dabei so lang wie die Spreite. Die Spreite ist dunkelgrün, bis zu 14 Zentimeter lang und bis 6 Zentimeter breit. Die oberen Stängelblätter sind am Grund gerundet oder keilförmig. Der Blütenstand ist bis zur Mitte beblättert. Die Blütenknäuel sind eher lockerblütig und voneinander entfernt. Die meisten Blüten sind zwittrig. In Fällen, wo die Blüten eingeschlechtig sind, sind die Pflanzen zumindest einhäusig. Die äußeren Blütenhüllblätter liegen zur Fruchtzeit den inneren an. Die inneren sind schmal länglich, 3 bis 3,8 Millimeter lang und 0,5 bis 1,5 Millimeter breit. Sie sind dünnhäutig. Nur das vordere besitzt eine große, kugelförmige Schwiele. Die übrigen Blütenhüllblätter sind schwielenlos oder besitzen nur einen verdickten Mittelnerv. Die Früchte sind schwarzbraune, 1,6 bis 2 Millimeter lange Nüsse. Die Fruchtstiele sind deutlich länger als die inneren Blütenhüllblätter.
Der Blutampfer ist im Mittelmeerraum heimisch. Er wächst bevorzugt an feuchten Stellen z.B. in Auwäldern. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 20 und 60 Zentimeter hoch. Die grünen Blätter sind mit blutroten Adern durchzogen. Die rotbraunen Blüten erscheinen zwischen Mail und Juli. Aus den Blüten ent-wickeln sich bis in den Herbst die Samen.
 
Anbautipps
Aussaat Januar bis April in Töpfen oder ab April ins Freiland. Stockteilung im März. Der Boden sollte humos und sauer bis schwach sauer sein. Der Blutampfer braucht feuchten Boden und auch feuchte Luft. Er verträgt keine Trockenheit. Er passt daher gut an den Rand eines Gartenteichs. Der Standort sollte warm, halbschattig bis sonnig sein. Je sonniger desto feuchter muss der Standort sein. Der Blutampfer eignet sich auch als Topfpflanze.
 
Sammeltipps
Die jungen zarten Blätter und Triebe für Salate ernten, die alten Blätter sind zu hart. Wenn sich eine Blüte entwickelt, diese entfernen, dann wachsen bis in den Herbst weiter frische Blätter für Salate.

Alant
Der ursprünglich aus Asien stammende Alant gehörte früher in jeden Bauerngarten. Heute ist er jedoch nur noch in den Bauerngärten im Gebirge verbreitet und ansonsten weitgehend in Vergessenheit geraten. Dabei ist er eine vielseitige Heilpflanze. In Thüringen wird er noch im großen Stil angebaut.
Echter Alant ist eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Sie wird bereits seit der Antike als Heil- und Gewürzpflanze verwendet.
Der Alant mit seinen großen gelben Blütenköpfen stammt ursprünglich aus Anatolien und ist heute weit verbreitet. Die Wurzeln von Inula helenium, wie der Alant botanisch bezeichnet wird, werden in der Naturheilkunde vor allem gegen zahlreiche Lungenbeschwerden verwendet. Früher und vereinzelt auch heute galten kandierte Alantwurzeln als Delikatesse. Da die Pflanze jedoch ein nicht geringes Allergiepotenzial mit sich trägt, hat sich ihre Bedeutung als Küchenpflanze deutlich verkleinert.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Husten, Asthma
Heilwirkung: auswurffördernd, antibakteriell, antimykotisch, antiseptisch, blutreinigend, entzündungshemmend, galletreibend, harntreibend, hustendämfend, karminativ, krampflösend, leberanrengend, menstruationsregelnd, schleimlösend, schweißtreibend, stoffwechselanregend, verdauungsfördernd, wurmtreibend
Anwendungsbereiche: Angina, Appetitlosigkeit, Atemnot, Blähungen, Blutarmut, Brechmittel (in größeren Dosen), Bronchitis, Brustschmerzen, Chronische Bronchitis, Darmentzündung, Durchfall, Ekzeme, Flechten, Gallebeschwerden, Gelbsucht (alte Anwendung), Geschwüre, Juckreiz, Harnverhalten, Hauterkrankungen, Hautjucken, Hautunreinheiten, Keuchhusten, Krämpfe, Krätze (früher), Lungenentzündung (begleitend), Lungenleiden, Magenschwäche, Mandelentzündung, Muskelrisse, Muskelzerrungen, Reizhusten, Rippenfellentzündung, Schlecht heilende Wunden, Tuberkulose (früher), Verdauungsschwäche, Verschleimung, Wechseljahresbeschwerden, Würmer, Wunden, Zuckerersatz (Herstellung von Diabetikernährmitteln), Homöopathisch: Lungenschwäche, Menstruationsbeschwerden, Reizhusten
wissenschaftlicher Name: Inula helenium, Helenium grandiflorium, Aster helenium
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Elecampane
andere Namen: Alantkraut, Alantwurzel, Aletwürze, Altkraut, Altwurz, Brustalant, Dammkraut, Darmwurz, Donarvarwurzel, Donnerkraut, Echter Alant, Edelherzwurz, Edelwurz, Galantwurzel, Glockenwurz, Gottesauge, Großer Heinrich, Heilwurz, Helenenkraut, Hexenschusskraut, Krätzenwurz, Odinskopf, Oltwurz, Schlangenkraut, Schlangenwurz, Ulenkwurz, Weidenalant
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel, Blätter
Inhaltsstoffe: Inulin, ätherisches Öl, Alantsäure, Kampfer (Alantkampfer), Helenin, Sesquiterpenlactone, Alantolacton, Harze, Azulen, Pektin, Wachs, Bitterstoff, Triterpene, Polyacetylene, Sterole, Beta-Sitosterol
Sammelzeit: März bis Mitte April, September bis November
Blütezeit: Juni bis September
Heilkräftiger Pflanzenteil: der Wurzelstock (Rhizoma Enulae, oder Radix Helenii, bzw. Radix Enulae) wird von den 2-3jährigen Pflanzen im Spätherbst (November bis Mitte Dezember (ausgegraben). Die Wurzel wird der Länge nach durchgeschnitten, auf einen Faden aufgefädelt und im Schatten zum Trocknen aufgehängt.
Heil- und Wirkstoffe: an heilenden Inhaltsstoffen wäre vor allem das Inulin hervorzu-heben. Der höchste Inulingehalt mit ca. 40-45% ist in den Herbstmonaten. Daneben enthält die Wurzel ätherisches Öl, Alantsäure (Alantolsäure), Kampfer, geringe Mengen von harzigen Stoffen, ferner Azulen, Pektin, Wachs, wie auch einen nicht näher benannten Bitterstoff.
 
Anwendung
Alant kann man wahlweise als Tee, Tinktur, Kräuterwein oder Salbe anwenden.
In der heutigen Kräuterheilkunde spielt der Alant jedoch eine eher geringe Rolle. Die häufigste Art, Alant anzuwenden ist der Tee.
Heilwirkung
In Zentralasien, seiner Urheimat, war und ist der Alatn eine sehr geschätzte Heilpflanze. Hsün Fu Hua nennen ihn die Chinesen und bringt nach fernöstlicher Anschauung das Blut in Bewegung, behebt Stauungen, löst hartnäckigen Schleim und heilt als Salbe Muskelrisse und Brüche. Hippokrates lobt die Alatnwurzel als „Arzneitrank für die Uterus“ (Gebärmutter). Die Nautärzte des Mittelalter spielte der Alantwein, Vinum Enulatum oder Potio sancti Pauli genannt, als heiltrank eine bedeutende Rolle, der als universelles mittel gegen fast alle Krankheiten des Kopfes, der Lunged, des magens, ja sogar gegen die Pest und Seuchen aller Art, in großen Mengen verbraucht wurde. Um das Jahr 1420 gab es in Regensburg eine sehr gutgehende „Herzoglich-bayerische Alatnweinsiederei“, die für die Herzöge eine beachtliche Einnahmequelle war. Sowohl die Erfahrungen der Volksheilkunde, als auch die früheren Heilanzeigen der mittelalterlichen Medizin, wurden von der modernen Heilkunde als zutreffend bezeichnet.
Die leichte Abkochung der Wurzel wird mit Erfolg zu Waschungen bei Hauterkrankungen, Hautunreinigkeiten und zu Umschlägen bei Hautjucken, Krätze (Scabies), verwendet.
Der Alanttee hat eine Reihe von Heilanzeigen: er wird angewenget zur Steigerung des Stoffwechsels, gegen die Zuckerkrankheit, gegen Magenschwäche, Darmverschleimung, Darmentzündung (Enteritis), Durchfall (Diarrhöe), Gelbsucht (Ikterus), gegen Verschleimung der Atmungsorgane, u.a. auch die Blutarmut wird günstig beeinflusst, denn Alant gilt als eine blutreinigende und blutvermehrende Heilpflanze.
Zur Bereitung von Alanttee nehmen wir ½ TL der feingeschnittenen frischen oder getrockneten Wurzel für 1 Tasse im Aufguss. 2-3 Tassen am Tage werden schluck-weise ungesüßt getrunken. Bei Blutarmut, Verschleimung der Atmungsorgane und zur allgemeinen Stärkung kann man den Tee mit Honig süßen. 1TL Honig für 1 Tasse Tee. Eine Teemischeung aus gleichen Teilen Alantwurzel, Thymian, Brennnesselblätter und Lungenkraut ergibt einen sehr guten Kräutertee bei Keuchhusten und Bronchialkatarrh, etwas gesüßt mit Honig.
Alanttee behebt die Urinbeschwerden, längere zeit getrunken.
Anwendung in der Volksheilkunde
Neben dem Tee wird das kauen der frischen, gut gereinigten Wurzel, vor den Hauptmahlzeiten zur Appetitanregung empfohlen. – die frischen Alantblätter (im Mai, Juni oder Juli gepflückt) wirken wundheilend auf Wunden oder nässenden Flechten aufgelegt. – Nach Ansicht der Volksheilmedizin bewirkt der Kampfergehalt eine Eindämmung der Lungentuberkulose, die Ausbreitung der Tuberkulose-Bazillen wird verhindert. Eine Teekur mit Alantwurzeln bringt den Lungenschwindsüchtigen auch tatsächlich eine fühlbare Erleichterung.
Der Alantwein wird gegen Blutbrechen und körperlichen Verfall sehr empfohlen. Der Alanttee in Form von Umschlägen verwendet, wirkt augenstärkend.
Tee
Für einen Alanttee übergießt man einen Teelöffel Alantwurzel mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und den Alanttee in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Alanttee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Alantwirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Teemischung gegen Husten
Alant eignet sich auch gut als Bestandteil von Mischtees, beispielsweise als Hustentee. Hier eine Beispiel-Teemischung gegen Husten oder Bronchitis: 40g Alantwurzeln, 20g Spitzwegerichblätter, 20g Süßholzwurzeln, 20g Lungenkraut
Tinktur
Um eine Alanttinktur selbst herzustellen, übergießt man Alantwurzeln in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für ein bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Alantwein
40g frische Wurzeln, sauber rasch gewaschen, in Scheiben geschnitten, mit 50g Weingeist (80%igen) übergossen und durch 24 Stunden zugedeckt stehen lassen. Daraufhin mit l Weißwein an der Sonne oder in Herdnähe durch 3-4 Tage ansetzen, schließlich auspressen und durch ein Stück Leinen filtrieren. Diese Alalntwein, stamperlweise vor den Hauptmahlzeiten eingenommen, nimmt die Appetitlosigkeit, behebt Magenschwäche und allgemeine Körperschwäche nach Operationen oder längerer Krankheit.
Wurzel kauen
Schon Plinius der Ältere empfahl im Altertum das Kauen der Alantwurzel. Diese Anwendung soll: die Verdauung anregen, die Stimmung verbessern, den Geschmacksinn verfeinern. Die Volksheilkunde empfiehlt auch heute noch das Kauen der Alantwurzeln, besonders vor den Mahlzeiten, um den Appetit anzuregen. Am besten kaut man die gereinigten frischen Wurzeln, denn in ihnen sind die Wirkstoffe noch besonders reichlich vorhanden.
Salbe
Traditionell wird eine Alantsalbe aus frischen Alantwurzeln und mit Schweineschmalz hergestellt. Dazu werden die gereinigten, frischen Alantwurzeln fein geschnitten, gekocht und dabei zerstoßen bis ein Brei entsteht. Dieser Brei wird mit Schweineschmalz vermischt und anschließend durch ein Tuch geseiht.
Dann füllt man die Salbe in einen Tiegel und lässt sie abkühlen. Alternativ könnte man den frischen, gekochten Pflanzenbrei auch mit einer Bienenwachs-Öl-Salbe vermischen, wenn man kein Schweineschmalz verwenden will. Wer nur getrocknete Alantwurzeln hat, kann eine Tinktur und einen Ölauszug damit herstellen und eine Lanolin-Creme damit herstellen. Alantsalbe kann man verwenden, um Ekzeme oder andere Hauterkrankungen damit einzureiben. Oder man macht einen Salbenumschlag, indem man die Salbe dick auf die erkrankte Haut streicht und ein Stück Stoff zum Schutz darüberlegt und fixiert.
Waschungen
Für Waschungen bei Hauterkrankungen, wie beispielsweise Ekzeme, Geschwüre oder Pickel, bereitet man eine Abkochung aus den Alantwurzeln. Dann wäscht man die betroffenen Hautstellen damit mehrmals täglich.
Umschläge
Intensiver ist die Anwendung als Umschlag. Auch hierzu wird eine Alant-Abkochung zubereitet. Ein Stück Baumwollstoff wird in den Alanttee eingetaucht und ausgedrückt, damit es nicht mehr tropft. Dann wird es auf die zu behandelnde Hautstelle gelegt und mit einem Wolltuch oder Plastikfolie fixiert. Der Umschlag sollte eine Stunde bis über Nacht einwirken, bevor er entfernt wird.
Blätter auflegen
In der Volksheilkunde werden im Frühsommer die frischen Blätter auf Wunden oder chronische Hautentzündungen gelegt und fixiert. Die Entzündungen sollen dadurch eingedämmt und die Wundheilung gefördert werden.
Alant als Heilkraut
Als Heilkraut wird der Alant heute vor allem bei verschiedenen Beschwerden der Lunge sowie vereinzelt als Wurmmittel (Anthelminthikum) verwendet. In der Vergangenheit galt die Pflanze als eines der besten Heilkräuter gegen eine Vielzahl von Beschwerden.
Es gibt zahlreiche Aufzeichnungen darüber, dass der Alant bereits im Altertum verwendet wurde und wohl auch im Mittelalter rege Verwendung fand. Im Kräuterbuch von P. A. Matthioli (16. Jh.) , das zum großen Teil auf den Aufzeichnungen des römischen Feldarztes Dioskurides (1. Jh. n. Chr.) basiert, finden sich einige Anwendungen und Verwendungen für den Alant. Auch für Hildegard von Bingen und Sebastian Kneipp galt der Alant als wichtige Heilpflanze.
Beispielsweise diente ein Sud aus Alantwurzel den Frauen als Heilmittel bei diversen Menstruationsbeschwerden. Pulverisierte Alantwurzel in Verbindung mit Honig oder Zucker wurde bei Atembeschwerden, Atemkrämpfen oder sogar bei Schlangenbissen verwendet. Ein so genannter Alantwein, der vor allem früh und abends getrunken wurde, galt als universelles Heilmittel und Stärkungsmittel. In Wein eingelegte Alantblätter wurden damals zur Behandlung von Hüft- und Gliederschmerzen verwendet.
Für die Naturheilkunde spielt ausschließlich die Alantwurzel eine Rolle, die im wissenschaftlichen und anwendungspraktischen Bereich als Inulae radix bezeichnet wird. Die Wurzeln enthalten vor allem ätherische Öle, einige nennenswerte Anteile an Flavonoiden sowie der zu den Polysaccharariden gehörende Stoff Inulin.
Nebenwirkungen
Die medizinische Verwendung von Alant ist mitunter nicht ganz ohne Nebenwirkungen. Menschen, die an einer Allergie gegen Korbblütler leiden, sollten von der Einnahme von Alantprodukten absehen oder die Einnahme zunächst mit einem Arzt oder Apotheker besprechen. Außerdem können bei unsachgemäßem Gebrauch und zu hoher Dosierung Erbrechen, Durchfälle und allgemeine Übelkeit auftreten. Eine vorhergehende Beratung bei einem Arzt oder fachkundigen Naturheilkundler ist daher zu empfehlen.
Räuchermittel
Räuchern mit Alant soll die Zimmerluft verbessern. Aufgrund der Wirkung des Alants ist des denkbar, dass die Raumluft durch das Räuchern leicht desinfiziert wird und die Atemwege etwas freier werden. Die Wurzelstücke wurden auf die Glut der offenen Kamine gelegt. Heutzutage kann man zerkleinerte Alantwurzeln auf spezielle Räucher-Glühkohlen legen, um mit Alant zu räuchern.
Färbemittel
Mit Alantwurzel wurde früher blau gefärbt. Dazu wird Alantwurzel in Urin gebeizt und zusammen mit Heidelbeeren und Pottasche als Färbemittel verwendet.
Anwendung in der Homöopathie
Die homöopathische Essenz (Dosierung laut beiligender Vorschrift oder über Anordnung des Arztes) gegen Reizhusten und bei abnorm schmerzhafter Monatsblutung (Menstruation), bringt Linderung und Heilung.
Auch bei Lungenschwäche wir die homöopathische Essenz unter  ständiger ärztlicher Kontrolle angewendet.
Anwendung in der Tiermedizin
Die Teeabkochung oder die Salbe wird gegen Wunden und Verletzungen, sowie gegen Hauterkrankungen (Krätze), sehr erfolgreich auch beim erkrankten Hausviel  angewendet.
Der Tee als Aufguss bereitet, wird dem Vieh gegen Husten und Verschleimung  eingegeben.
Die kleingeschnittene Wurzel in das Futter vermengt, hebt die Fresslust der Haustiere. Nur darf man die Beimengung der Wurzel nicht übertreiben, da sonst das Vieh das Futter nicht annimmt.
Rinder und Pferde, die hie und da Alantteee als Trank bekommen, sind widerstandsfäiger gegen tuberkulöse fiebrige Erkrankungen.
Alant in der Küche
Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit war der Alant vor allem bei der ärmeren Bevölkerung eine häufig eingesetzte Speisepflanze. Sie wurde häufig als Gemüsebeilage zubereitet und galt als wertvoller Vitamin C Spender, auch wenn der Geschmack aufgrund des hohen Bitterwertes nicht als besonders köstlich galt.
Auch die gemahlenen Wurzeln wurden damals wie auch gelegentlich noch heute als Gewürz verwendet. Der Geschmack kann als deutlich bitter und würzig, mäßig scharf bis leicht rauchig und harzig beschrieben werden. Gewürzt werden und wurden vor allem fettreiche Gerichte und Fleischgerichte. Als Gewürz können gemahlene Alantwurzeln die Verdauung ankurbeln.
Gelegentlich erhält man noch kandierte Alantwurzeln, die früher als Delikatesse galten. Es wird jedoch dazu geraten nur geringe Mengen davon zu verzehren. Zu große Mengen können Übelkeit und Erbrechen hervorrufen.
Alantwurzeln werden heute noch in Kräuterlikören bzw. Verdauungsschnäpsen verarbeitet.
Früher war Alant ein beliebtes Gewürz in der Küche. Im alten Rom wurde er sogar für unentbehrlich gehalten. Vor allem Süßspeisen wurden gerne mit Alantwurzeln gewürzt. Kandiert waren Alantwurzeln eine beliebte Leckerei. Heutzutage findet man den Alant bestenfalls noch hin und wieder als Likör. Solch einen Likör kann man auch selbst herstellen. Das geht ganz ähnlich wie die Herstellung einer Tinktur, jedoch gibt man auch braunen Zucker in den Tinkturansatz, etwa genau so viel wie Kräuter. Das in den Alantwurzeln reichlich enthaltene Inulin wird industriell extrahiert und in Diabetiker-Nahrungsmitteln verarbeitet. Da spezielle Diabetesnahrungsmittel im Rückgang begriffen sind, wird auch die Verwendung des Inulins für diesen Zweck seltener.
 
Wirkung
Die Wirkstoff-Kombination des Alants wirkt in mehrfacher Hinsicht bei Husten und andere Erkrankungen der unteren Atemwege. Vor allem durch die ätherischen Öle wirkt der Alant schleimlösend und befreit die Atemwege. Das Abhusten des Schleims wird erleichtert. Hustenreiz wird gedämpft und Verkrampfungen beim Husten werden gemildert. Außerdem wirkt der Alant entzündungshemmend und antibakteriell, was bei der Ausheilung des Hustens bzw. der Bronchitis hilft. Diese Wirkungen machen den Alant auch zu einem guten Wundheilmittel, denn auch hier braucht man entzündungshemmende und antiseptische Wirkung. Ferner hat der Alant ausgeprägte Wirkungen auf die Verdauung und den Stoffwechsel, sodass er sich auch gut als Heilpflanze für die verschiedenen Arten von Verdauungserkrankungen eignet.
 
Nebenwirkungen
Bei der Einnahme von großen Mengen Alant kann es zu Nebenwirkungen kommen, wie: Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, Lähmungen.
Die Schleimhäute können bei äußerlicher Anwendung eventuell durch die im Alant enthaltenen Sesquiterpenlactone gereizt werden. Auch Allergien treten relativ häufig auf, sowohl bei innerlicher als auch bei äußerlicher Anwendung.
 
Anwendungsgebiete
Alantwurzeln können innerlich und äußerlich angewendet werden. Frische Alantblätter werden vorwiegend äußerlich verwendet.
Innerlich
Alant kann man innerlich, als Tee oder Tinktur vor allem bei Husten und andere Erkrankungen der Atemwege einsetzen. Er hilft bei das ganze Spektrum der Erkrankungen, die mit Husten einher gehen, also sowohl gegen den normalen Erkältungshusten, als auch bei der Bronchitis, sowohl akut als auch chronisch. Auch bei Keuchhusten, Lungenentzündung und Tuberkulose wurde der Alant traditionell eingesetzt. Heutzutage sollte man den Alant bei diesen gefährlichen Erkrankungen höchstens begleitend zur schulmedizinischen Behandlung anwenden. Außerdem hilft Alant gegen verschiedene Erkrankungen der Verdauungsorgane, beispielsweise bei Magenbeschwerden, Blähungen oder Gallenschwäche. Dieser Anwen-dungsbereich galt im Altertum als Hauptanwendung für den Alant, heutzutage treten Verdauungsbeschwerden gegenüber der Hustenanwendung jedoch deutlich in den Hintergrund.
Äußerlich
Äußerlich kann man Alanttee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man die verschiedensten Hautentzündungen lindern, beispielsweise Ekzeme, Geschwüre oder schlecht heilende Wunden.
 
Namen
Die Pflanze trägt je nach Region sehr unterschiedliche deutsche Trivialnamen. Dazu zählt Altkraut, Brustalant, Darmkraut, Darmwurz, Edelwurz, Glockenwurz, Helenenalant, Helenenkraut, Odinskopf und Schlangenkraut. Mittelhochdeutsch sind alan, aland und alant belegt. Der griechische Name von Alant ist Ἑλένιον.
Die botanische Artbezeichnung helenium spielt auf zwei Legenden der Antike an. Nach der einen soll Helena, bevor sie von Paris von Griechenland nach Troja entführt wurde, ihre Hände mit den Blüten dieser Pflanze gefüllt haben. Nach einer anderen Legende wuchs die Pflanze dort, wo Helenas Tränen den Boden benetzten. Möglicherweise bezog sich die antike Bezeichnung helénion aber nicht auf die in der Ilias erwähnte Helena, sondern auf Helénē, eine minoische Vegetationsgöttin.

Magische Anwendung
Der Alant wurde sowohl von Hexen als auch von der Normalbevölkerung als Mittel angewendet, um Dämonen abzuwehren. Im christlichen Kontext war Alant ein Bestandteil des Weihebuschs, der am 15. August zu Maria Himmelfahrt gebunden und geweiht wurde. Dieser Weihebusch sollte, im Stall aufgehängt, das Vieh schützen, und im Haus die Familie vor Schaden bewahren. Auch als Räuchermittel wurde der Alant gerne benutzt, um vor Dämonen zu schützen, beispielsweise in der Steiermark. Als Amulett getragen, sollte die Alantwurzel davor schützen, verhext zu werden.
 
Alant im Volksglauben
Der Alant wurde in den Weihebusch eingebunden, der an Mariä Himmelfahrt, dem 15. August zur Kräuterweihe gebracht wird. Im Sauerland werden in den Kräuterweihebusch so viele Alantblüten eingebunden, wie Kühe im Stall stehen.
Im Volksglauben galt der Alant auch als dämonenabwehrend. In der Steiermark räucherte man am Christabend mit Alant die Stuben und Ställe aus. Als Pflanze des Abwehrzaubers ist er ein altes Mittel gegen die Pest. Als Amulett um den Hals getragen, sollte er vor Behexen schützen.
 
Geschichtliches
Der Alant wurde schon in der Antike als Heilpflanze und Gewürz verwendet. Schon auf Papyrus-Aufzeichnungen im alten Ägypten findet der Alant Erwähnung. Der Pflanzenname "helenium" erinnert an zwei antike Legenden. Die schöne Helena soll ihre Hände mit Alantblüten gefüllt haben, bevor sie von Paris nach Troja entführt wurde. Eine andere Legende erzählt davon, dass die Alantpflanze dort wuchs, wo Helenas Tränen auf den Boden fielen. Der Name helenium bezieht sich aber vielleicht auch auf die minoische Pflanzengöttin Helene. Die antiken Heilkundigen Dioskurides und Theophrast empfehlen den Alant bei Husten, Magenschwäche und bei Krämpfen, also ganz ähnlichen Einsatzgebieten wie auch heutzutage. Als Gewürz wurde der Alant damals bevorzugt in Süßspeisen verwendet. Auch im Mittelalter war der Alant eine beliebte Heilpflanze und wurde nicht nur bei Husten, sondern auch gegen alle Arten von anderen Erkrankungen quasi als Allheilmittel verwendet, unter anderem bei Seuchen wie die Pest. Dazu benutzte man den Alant als Wein. Sowohl der englische Arzt Nicolas Culpeper (17. Jahrhundert) als auch Carl von Linné berichten von dieser ausgeprägten Anwendung des Alants. Auch äußerlich wurde der Alant schon damals bei verschiedene Hautkrankheiten eingesetzt, beispielsweise als Salbe. In manchen Gegenden wurden Alantblätter auch geraucht, um bei Husten zu helfen. In China wurde der Alant unter dem Namen Hsün Fu Hua gegen Stauungen aller Art und gegen Verschleimung eingesetzt. Äußerlich wurde der Alant in China als Salbe bei Knochenbrüche und Muskelrisse verwendet.
Alant wird bereits in ägyptischen Papyri erwähnt. Im römerzeitlichen Spanien war die Pflanze nach Isidor von Sevilla als ala bekannt. Er beschreibt die Wurzel als aromatisch, die Blätter als scharf.
Überwiegend verwendeter Teil ist die Wurzel (Helenii rhizoma). Alant zählt zu den seit der Antike bekannten Heilpflanzen. Bei Dioskurides und Plinius wird „Helenion“ gegen Husten, Krämpfe und Magenschwäche empfohlen.
Plinius erwähnt, dass Livia, die Gattin des Augustus, ihn täglich aß – bekanntlich wurde sie 88 Jahre alt. Im gesamten Mittelalter war Alant eine hochgeschätzte Heilpflanze, die besonders in Form des Alantweins als Allheilmittel galt. Im slawischen Sprachraum wurde Alant (glagol. оман) als Hustenmittel genutzt.
In der Volksmedizin war Alant ebenfalls sehr beliebt und wurde bei Leiden wie Bronchialkatarrhen, Husten, Blähungen, Harnverhalten, Magen-Darm-Beschwerden, Gelbsucht und Würmern verwendet. Davon berichtet etwa Nicholas Culpeper im 17. und Carl von Linné im 18. Jh. Eine Salbe aus Alantwurzel und Schweineschmalz wurde äußerlich gegen Krätze, Geschwüre und Ekzeme benutzt. Wunden und Geschwüre können mit frischen Alantblättern behandelt werden. In Siebenbürgen und im Spreewald wurde der Alant bei Brustbeschwerden wie Tabak geraucht. In Moldawien wurde Alant bei Brustschmerzen, Husten und Atemnot verwendet.
Heute gilt der Alant vor allem als Hustenmittel. Der genaue Wirkeffekt konnte noch nicht geklärt werden. Vermutlich sind es die ätherischen Öle, die den auswurffördernden und leicht krampflösenden Effekt haben. Wie bei vielen Heilpflanzen ist auch beim Alant die Dosis entscheidend. Größere Mengen können zu Erbrechen, Durchfall, Krämpfen und Lähmungen führen. Die Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes (BGA) bewertete den medizinischen Nutzen von Alantwurzel 1988 negativ.

Pflanzenbeschreibung
Der echte Alant ist eine typisch krautige und mehrjährige Pflanze mit Wuchshöhen zwischen 70 und 250 cm. Typisch für die Art ist der stark ausgeprägte Wurzelstock, der hier als Rhizom (unterirdisch verdickte Sprossachse) zu bezeichnen ist. Das Wurzelsystem hat meist eine gelblichbraune bis cremlich-weiße Färbung und ist auffällig in alle Richtungen verzweigt. Die Wurzeln haben beim Anschnitt einen markanten Duft.
Die Blätter des Alants nehmen für gewöhnlich eine große Oberfläche ein und kö-nen bis zu 40cm lang werden. Die Blätter sind meist hellgrün gefärbt und weisen eine lanzettliche Form auf. Häufig sind die Blätter nach oben hin gewellt. Auffällig ist die dichte und filzige Blattbehaarung auf der Unterseite der Blätter. Der grünliche bis bräunliche Stängel ist aufrecht mit einer rauhen Oberfläche und einem feinen Haarfilz durchsetzt.
Der Alant bildet zur Blütezeit, die meist zwischen Ende Juni bis Mitte September zu erwarten ist, die auffälligen gelben Blütenköpfe aus. Die Blütenköpfe können bis zu 8 cm breit werden. Die Zungenblüten (die strahligen Blütenfäden) sind meist etwas heller gefärbt als die häufig orangefarbigen Röhrenblüten. Jede Blüte besteht aus fünf Staubblättern, einem Griffel und zwei Blütennarben.
Im Anschluss an die Blüte bilden sich zur Zeit der Fruchtreife aus den Alantblüten die für Korbblütler typischen Achänenfrüchte aus. Darunter wird eine Nussfrucht verstanden, die kantiger Natur ist. An der Spitze befinden sich mehrere kleine Haare, die als Flugorgan dienen und in der Botanik als Pappus bezeichnet werden.
Alant ist ursprünglich in Zentral- und Kleinasien heimisch. Daher war er auch schon in der Antike bekannt. Auch in Spanien ist der Alant schon lange heimisch. Inzwischen wird er auch in Deutschland, Österreich, in den Niederlanden und auf dem Balkan angebaut. Er wächst bevorzugt auf halbschattigen Standorten mit ausreichender Feuchtigkeit. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 50cm und 2 Meter hoch. Die lange Wurzel ist teilweise knollig verdickt und wächst vor allem im ersten Vegetationsjahr heran. Sie ist außen braun und innen weißlich. Der Geruch der Wurzel ist aromatisch, der Geschmack außerdem bitter. In getrocknetem Zustand erinnert der Geruch an Veilchen. Zuerst wächst eine Blattrosette heran, mit teilweise gigantischen Blättern, die bis zu 50cm lang werden. Die Blätter haben auf der Oberseite kurze Haare und auf der Unterseite einen gräulichen Filz. Später, oft erst im zweiten Jahr, wächst der Stängel, an dem die langen Blätter wechselständig entspringen. Diese Blät-ter sind länglich und vorne spitz, am Stängel herzförmig eingekerbt. Ihr Rand ist leicht gezähnt. Aus den Blattachseln wachsen die Blütenstängel, die ein bis mehrere gelbe Korbblüten tragen. Je mehr Platz die einzelne Pflanze hat, desto breiter ist sie verzweigt und desto mehr Blüten trägt sie. Die Blütezeit ist Juni bis September. Einzelne Blüten werden bis zu 7cm groß. Sowohl die Körbchen im Innern als auch die äußeren Zungenblüten sind warmgelb in Richtung orange.
 
Anbautipps
Alant eignet sich sehr gut, um im Garten angebaut zu werden. Er ist dort nicht nur eine wertvolle Heilpflanze, sondern auch eine prachtvolle Solitärpflanze, die in ihrem Blütejahr alle Blicke auf sich lenkt. Am liebsten mag der Alant sandigen, tiefgründigen Boden, der nicht zu stark gedüngt sein sollte. Sonnige Standorte werden vom Alant bevorzugt, aber auch Halbschatten wird akzeptiert. Man kann den Alant aus Samen anziehen oder fertige Pflanzen im Spezialhandel beziehen. Damit der Alant gut gedeiht, braucht er immer eine ausreichende Wasserversorgung. In trockenen Zeiten muss er also regelmäßig gegossen werden.
Der Anbau des echten Alants ist verhältnismäßig einfach. Insofern ein richtiger Standort gewählt kann der echte Alant mit sehr geringem Pflegeaufwand kultiviert werden. Viele Gärtner schätzen vor allem die prächtigen Blüten, so dass in vielen Gärten durchaus einige kleine Ecken mit Alant zu finden sind.
Standort
Der Alant verträgt sowohl sonnige als auch halbschattige Standorte. Ideal sind nährstoffreiche, humusreiche und durchlässige Böden. Böden, die zu Staunässe neigen, sollten nicht für eine Kultivierung in Betracht gezogen werden. Sandige Böden, sollten mit etwas Bentonit und Kompost zunächst durchmischt werden, bevor eine Aussaat in Betracht gezogen wird. Windgeschützte Plätze sollten bevorzugt werden.
Aussaat
Die Samen der Pflanze sollten im Frühjahr zwischen April und Mai direkt ins Freiland eingearbeitet werden. Alant ist ein Lichtkeimer, weswegen die Samen maximal einen halben Zentimeter in die Erde gedrückt werden sollten. Eine Vorkultur im Februar ist möglich, aber nicht zwingend notwendig. Sollen mehrere Pflanzen kultiviert werden, sollte ein Pflanzabstand von mindestens 35 bis 40 cm eingehalten werden. Zu geringe Abstände können zu einer erhöhten Nährstoffkonkurrenz führen, die dann in Wachstumseinbußen und einem erhöhten Krankheitsrisiko einhergehen können. Die Keimdauer beträgt etwa 12 bis 16 Tage. Eine Kultivierung auf dem Balkon ist aufgrund der Wuchshöhe und der starken Wurzelknollen nicht empfehlenswert.
Düngung
Gegenüber vielen anderen Kräutern, gilt der Alant als eher hungrige Pflanze, dennoch kommt er in der Regel mit verhältnismäßig wenigen Nährstoffen aus. Im Frühling bevor die Pflanze wieder neu austreibt, genügen kleinere Gaben an Kompost. Kurz vor der Blütezeit können ebenfalls nochmal eine kleine Menge Mist oder Kompost eingearbeitet werden. Steht weder Mist noch Kompost zur Verfügung, eignen sich auch pelletierte Langzeitdünger. Wächst der Alant auf sandigem oder modifiziertem sandigen Boden, sind gegebenenfalls höhere Nährstoffmengen notwendig. Weitere Informationen zum Thema Nährstoffversorgung erhalten Sie in unserem Artikel Kräuter richtig düngen.
Gießen
Trotz seiner Größe ist der Alant relativ genügsam in punkto Wasserversorgung. In den Sommermonaten sollte dafür gesorgt werden, dass der Boden immer leicht feucht ist, so dass die Pflanze den ganzen Tag über optimal mit Wasser versorgt wird. Kurze Trockenheitsphasen toleriert der Alant in der Regel.
Pflege
Es ist völlig normal, dass der Alant im ersten Jahr nicht blüht. Die Pflanze sammelt zunächst genügend Reserven, um im zweiten Jahr mit der Ausbildung von Blüten zu beginnen.
Krankheiten und Schädlinge
Der Alant gilt als recht robuste Pflanze. Bei zu dichter Anpflanzung, mangelnder Unkrautpflege oder minderqualitativen Böden können sich Pilzerreger an der Pflanze zu schaffen machen. Häufigster Begleiter ist hier der echte Mehltau. Sind einzelne Pflanzen von Mehltau befallen, hilft gelegentlich Brennnesselsud. Häufige Schädlinge sind Blattläuse und gelegentlich Zikaden.
Überwinterung
Der echte Alant ist eine winterharte bzw. sehr frosttolerante Pflanze. Besondere Maßnahmen zur Überwinterung müssen nicht getroffen werden.
 
Sammeltipps
Für die Ernte eignen sich am besten die Wurzelstöcke der 2 bis 3 jährigen Pflanzen. Sie werden bevorzugt im Spätherbst zwischen November und Mitte Dezember ausgegraben, weil dann der Wirkstoffgehalt am höchsten ist. Wenn man einen Teil der Wurzel im Boden lässt, können wieder neue Pflanzen daraus wachsen. Zum Trocknen werden die Wurzeln abgebürstet, zügig gewaschen und der Länge nach aufgeschnitten. Dann fädelt man sie auf einen Faden und hängt sie an einem warmen aber schattigen Ort zum Trocknen auf.

Bachblüten
Neigung zu Seh- und Hörstörungen, da Augen und Ohren mehr nach innen als nach außen gewendet sind (Clematis)
Sie neigen zu Seh- und Hörstörungen, da ihre Augen und Ohren hauptsächlich nach innen gewendet sind, als nach außen
Mit der Bachblüte können sie ihre Augen und Ohren wieder problemlos nach außen wenden
Bachblüten
Man fürchtet sich vor evtl. verdorbenen Speisen, unsauberen Toiletten, falschen Medikamenten, Umweltverschmutzung usw. (Crap Apple)
Diese fürchten sich vor evtl. verdorbenen Speisen, unsauberen Toiletten, falschen Medikamenten, auch Umweltverschmutzungen usw.
Mit der Bachblüte können sie das fürchten auf etwas unreines, verdorbenes und falschen abschwächen
Sekundäre Pflanzenstoffe
Die Sekundäre Pflanzenstoffe kommen wie der Name schon sagt, in pflanzlichen Lebensmittel vor: Obst, Gemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Nüssen, Vollkornprodukte sowie in fermentierten Lebensmitteln (z.B. Sauerkraut). Den Pflanze dienen sie als Abwehr-, Geschmacks-, Geruchs- und Farbstoffe, wie als Wachstumsregulator.
Sekundäre Pflanzenstoffe (auch Sekundärmetaboliten, sekundäre Pflanzeninhalts-stoffe, Phytochemikalien, im naturheilkundlichen Bereich auch Phytamine genannt) sind bestimmte chemische Verbindungen, die von Pflanzen weder im Energiestoffwechsel noch im aufbauenden (anabolen) oder im abbauenden (katabolen) Stoffwechsel produziert werden. Sie werden nur in speziellen Zelltypen hergestellt und grenzen sich von primären Pflanzenstoffen dadurch ab, dass sie für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind.
Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Naturstoffen und haben einen hohen Stellenwert für den Menschen. Oft werden Pflanzen nur um dieser Verbindungen willen angebaut. Ihre Biosynthesewege fasst man unter dem Begriff Sekundärstoffwechsel zusammen. Sekundärmetaboliten leiten sich von Produkten des anabolen und katabolen Stoffwechsels ab, hauptsächlich Carbonsäuren, Kohlenhydraten und Aminosäuren. Nicht immer lässt sich der Sekundärstoffwechsel eindeutig abgrenzen. Dies hängt damit zusammen, dass Primär- und Sekundärstoffwechsel häufig gemeinsame Reaktionsschritte und die gleichen Enzymsysteme nutzen. So kann die Entscheidung, ob es sich um ein primäres oder um ein sekundäres Stoffwechselprodukt handelt, nur aus der Betrachtung der Funktion, welche die Substanz im pflanzlichen Organismus hat, getroffen werden.
Zurück zum Seiteninhalt