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WEISSWURZ t
Die Vielblütige Weißwurz, auch Vielblütiges Salomonssiegel, Wald-Weißwurz oder Wald-Salomonssiegel genannt, ist eine Pflanzenart, die in die Familie der Spargelgewächse gehört. Umgangssprachlich wird sie oft nur Salomonssiege“ genannt, was jedoch wegen der Namensgleichheit mit dem ähnlichen, aber viel selteneren Echten Salomonssiegel ungünstig ist. Die Weißwurz ist eigentlich eine Pflanzengattung mit zwei Arten, die in Mitteleuropa heimisch sind. Da gibt es die häufig vorkommende vielblütige Weißwurz und die seltenere wohlriechende Weißwurz. Beide Arten sind jedoch sehr ähnlich, so ähnlich, dass sie sich sogar kreuzen können. Sie wachsen vor allem in lichten Laubwäldern. Mit ihren schrägstehenden Stängeln, an denen zu beiden Seiten regelmäßig Blätter wachsen und den darunter herabhängenden weißen Blüten erwecken sie das Interesse des neugierigen Betrachters. Kein Wunder, dass man der Pflanze früher magische Fähigkeiten zusprach. Angeblich sollte es möglich sein, verschlossene Türen damit zu öffnen. Die Beeren der Weißwurz sind giftig, in der Pflanzenheilkunde wird aber der Wurzelstock verwendet. Die Volksheilkunde verwendete die Weißwurz früher bei Herzschwäche, Diabetes, Rheuma und Gicht.
 
Steckbrief
Heilwirkung: adstringierend, beruhigend, Blutzucker senkend, Gicht, Rheuma (Salbe), Herzschwäche
wissenschaftlicher Name: Polygonatum officinale, Polygonatum odoratum, Polygonatum multiflorum
Pflanzenfamilie: Mäusedorngewächse = Ruscaceae
volkstümliche Namen: Vielblütige Weißwurz, Wohlriechende Weißwurz, Salomonsiegel, Salomonssiegel
Verwendete Pflanzenteile: Wurzelstock
Inhaltsstoffe: Glykoside, Saponine
Sammelzeit: Herbst, Frühjahr
Auch die Gemüsepflanze Haferwurz wird manchmal Weißwurz genannt, ist aber in keinster Weise mit der Vielblütigen Weißwurz verwandt. Gemeinsam ist nur die weiße Wurzel.
 
Giftigkeit und Verwendung
Alle Pflanzenteile sind giftig, vor allem die Beeren; sie enthalten Saponine und andere Giftstoffe. Ältere Angaben über das Vorkommen von herzwirksamen Herzglykosiden wurden nicht bestätigt. Es sind steroidale Saponine und Flavonoide enthalten. Sie werden zur Wundheilung eingesetzt, besonders aufgrund der antibakteriellen Wirkung. Die Droge wird auch wegen ihrer schleimlösenden Wirkung verwendet.
 
Beschreibung
Die Vielblütige Weißwurz wächst als sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 60 (100) Zentimetern. Ihr aufrechter, übergebogener Stängel besitzt einen runden oder stumpfkantigen Querschnitt. Dieser Geophyt bildet ein Rhizom als Überdauerungsorgan. Das auffällige, weiße Rhizom (daher der Name Weißwurz) besitzt einen Durchmesser von etwa 5 bis 9 mm. Es ist knotig verdickt (griechisch poly für viel und gony für Knoten), wobei die Knoten jeweils einem Jahreszuwachs entsprechen. Sie entstehen als seitliche Verzweigungen aus der Achsel von schuppenförmigen Niederblättern, während sich die Rhizomspitze jeweils in den aufrechten Blütenspross verlängert. Das Rhizom stellt also ein Sympodium dar. Es wurden bis zu 17 Jahresabschnitte hintereinander gezählt. Die scheibenförmigen Vertiefungen auf der Oberseite der Knoten sind die Abnarbungsstellen der Blütensprosse. Mit den zahlreichen Leitbündelnarben erinnern die Knoten an ein Siegel (daher der Name Salomonssiegel). Die wechselständig und zweizeilig angeordneten Laubblätter sind sitzend oder kurz gestielt und einfach. Die eiförmige bis länglich-elliptische Blattspreite ist am Grund verschmälert, 5 bis 17 cm lang und 2 bis 7,5 cm breit. Die Blattoberseite ist dunkelgrün und die Blattunterseite grau-grün bereift. In den Blattachseln stehen traubige Blütenstände, die jeweils drei bis fünf Blüten enthalten. Die ungehaarten Stiele der Blütenstände sind 10 - 12mm und die der Blüten sind 6 bis 7 mm lang. Die hängenden und geruchlosen Blüten sind dreizählig. Die sechs gleichgestalteten Blütenhüllblätter (Perigon) sind röhrig verwachsen, weiß mit grünen Spitzen und 11 bis 15 (bis 18) mm lang. Die Staubblätter sind spärlich flaumig behaart. Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni. Die dunkelblauen bis schwarzen Beeren sind bereift und besitzen einen Durchmesser von etwa 7 bis 9 mm. Die Fruchtreife erfolgt zwischen August und September.

AMPFER-KNÖTERICH
Der Ampfer-Knöterich wird auf den Äckern, an Wegrändern und Flussufern meistens übersehen, weil er nicht sehr spektakulär aussieht. Nur wenn er zu den Ampfer-Knöterichen gehört, deren Blätter in der Mitte braune Flecken tragen, fällt er dem aufmerksamen Auge auf. Dort wo er wächst, gilt der Ampfer-Knöterich als lästiges Unkraut. Man kann ihn aber auch als Heilpflanze einsetzen und sogar als Wildgemüse essen. Der Ampfer-Knöterich ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Knöteriche innerhalb der Familie der Knötrichgewächse.
 
Steckbrief
Heilwirkung: adstringierend, antibakteriell, Fieber, Mundentzündungen, Magenschwäche, Leichte Verbrennungen, Hautinfektionen
wissenschaftlicher Name: Polygonum lapathifolium, Persicaria lapathifolia
Pflanzenfamilie: Knöterichgewächse = Polygonaceae
englischer Name: Curlytop knotweed
volkstümlicher Name: Ampferblättriger Knöterich, Fluss-Ampferknöterich, Acker-Ampferknöterich
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Inhaltsstoffe: Oxalsäure
Sammelzeit: Juli bis Oktober
 
Anwendung
Der Ampfer-Knöterich wird zuweilen als nährstoffreiches Schweinefutter genutzt.
Der Ampfer-Knöterich gilt zwar als lästiges Ackerunkraut, ist aber als Pflanze und noch mehr als Heilpflanze weitgehend unbekannt. Aufgrund seines Gehaltes an Oxalsäure sollte man den Ampfer-Knöterich nicht über lange Zeit in großen Mengen verwenden. Menschen, die unter Rheuma, Gicht oder Nierensteinen leiden, sollten besser auf die innerliche Anwendung vom Ampfer-Knöterich verzichten.
Innerlich als Tee
Die gesamte Pflanze wirkt bakterientötend und zusammenziehend. Daher müsste sie gegen Entzündungen des Mundraumes helfen können. Zu diesem Zweck kann man mit einem Tee des Ampfer-Knöterichs Spülungen vornehmen. Allerdings gibt es viele andere Pflanzen, deren Wirkung für diesen Anwendungszweck bewährt und gesichert sind, im Gegensatz zum Ampferknöterich. Den Ampfer-Knöterich kann man als Tee gegen Fieber einsetzen. Auch der schwache Magen kann durch Ampfer-Knöterich-Tee gestärkt werden.
Äußerlich
Mit dem Tee des Ampfer-Knöterichs kann man Umschläge machen, Waschungen oder Teilbäder vornehmen. Er kann gegen leichte Verbrennungen und leichte Infektionen der Haut eingesetzt werden.
Küche
Die jungen Blätter kann man roh als Salat und gekocht als Gemüse essen. Auch die winzigen Samen kann man roh oder gekocht essen.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Ampfer-Knöterich wächst als einjährige krautige Pflanze und erreicht sehr unterschiedliche Wuchshöhen von 10 bis 150 Zentimetern. Die aufsteigenden bis aufrechten Stängel sind stark verzweigt bis nur wenig verzweigt und sind kahl, seltener auch sehr kurz und angedrückt behaart oder schwach drüsig. An den erdnahen Knoten wurzeln sie häufig. Die Stängel sind oft ganz rot, rot überlaufen oder rot gepunktet. Die Laubblätter sind eiförmig bis lanzettlich und je nach Unterart zwei- bis sechsmal so lang wie breit. Oft haben sie in der Mitte der Blattfläche einen dunkelroten Fleck. Die Ochrea ist bräunlich und zylindrisch. Im Gegensatz zum ähnlichen FlohKnöterich ist die Ochrea am oberen Rand kahl oder nur kurz (< 0,5 Millimeter) bewimpert. Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober. Die meistens endständigen, manchmal seitenständigen Blütenstände bestehen aus zwei bis fünf locker voneinander getrennten scheinährigen Teilblütenständen. Die aufrechten oder etwas überhängenden Teilblütenstände sind dicht walzenförmig und ihr Durchmesser beträgt zur Fruchtzeit 6 bis 8 Millimeter. Die Blüten sind grünlichweiß bis rosafarben. Es sind vier, seltener fünf Tepalen vorhanden.
Der Ampfer-Knöterich ist in Europa heimisch. Er kommt in allen gemäßigten Klimazonen vor. Er wächst bevorzugt auf nährstoffreichen, lockeren Lehmböden. So kommt er auf Äckern, in Gärten und an Wegrändern vor. Auch an Flussufern wächst er gerne. Die einjährige Pflanze wird bis zu einen Meter hoch und ist sehr formenreich. Im Frühjahr wachsen die lanzettlichen bis eiförmigen Blätter, die in der Mitte häufig einen bräunlichen Fleck aufweisen. Im Sommer treiben die reichästigen, knotigen Blütenstängel aus, an denen die Blätter mit zunehmender Höhe kleiner werden. Zwischen Juli und Oktober blühen die rosafarbenen, kleinen Blüten, die in Ähren zusammengefasst sind.

BACHBLÜTE CHERRY PLUM
Du befürchtest, dass du die Kontrolle über sich verlieren oder gewalttätig werden können    
Sie befürchten, dass sie die Kontrolle über sich verlieren oder gar gewalttätig werden können
Mit der Blüte können sie diese Kontrolle sich bewahren

BACHBLÜTE CHESTNUT BUD
Regelmäßige und periodische auftretende körperlicher Krankheitserscheinungen, können mit dieser Haltung einhergehen, z.B. Migräne-Anfälle, Akne-Schübe, Anfallsleiden                  
Diese Menschen haben regelmäßige und periodische auftretende körperliche Krankheitserscheinungen, können mit dieser Haltung einhergehen
Mit der Bachblüte können sie dies umkehren

Heilmethoden und Heilmittel bei bestimmten Krankheiten
Hildegard beschreibt die damals üblichen verschiedenen Heilmethoden wie den Aderlass, das Schröpfen, das Brennen sowie Bäder und gibt viele direkte Therapienanweisungen zu den einzelnen Krankheiten.
ADERLASS
Der Aderlass war im Mittelalter eine sehr gebräuchliche Methode. Hildegard beschreibt ihn wie folgt:
Wenn die Gefäße des Menschen voll Blut sind, müssen sie durch einen Einschnitt von schädlichen Schleim und Verdauungssaft gereinigt werden. Wenn ein Einschnitt in die Ader eines Menschen vorgenommen wird, wird sein Blut sozusagen plötzlich erschreckt und was dann zuerst herauskommt, ist Blut und die Fäulnis- und Verdauungsstoffe fließen gleichzeitig mit heraus. Daher hat das, was nunmehr herausfließt, verschiedene Farben, weil es aus Fäulnis und Blut besteht. Wenn Fäulnis und Blut herausgeflossen sind, kommt reines Blut heraus und dann muss man mit dem Aderlass aufhören. Wer einen Aderlass bei einem körperlichen gesunden und kräftigen Menschen vornimmt, soll bei ihm nur so viel Blut abzapfen, wie ein kräftiger, durstiger Mann in einem Zug in Form von Wasser trinken kann. Wenn aber jemand körperlich schwach ist, dann soll man der Ader nur so viel Blut entnehmen, wie ein Ei von normaler Größe fassen kann. Denn ein übermäßiger Aderlass schwächt den Körper, wie auch ein übermäßig starker Regenguss, der auf die Erde fällt, sie schädigt. Ein richtig bemessener Aderlass beseitigt. Ein richtig bemessener Aderlass beseitigt schädliche Säfte und heilt den Körper. So bewässert auch ein Regen, der gemächlich und mäßig auf die Erde fällt, sie und befähigt sie, Früchte hervorzubringen.“

Verdauungs- und Unterleibserkrankungen
Blähungen
Dasselbe bewirken auch Speisen, welche nicht verdaut werden, d.h. solche Speisen, welche von den Magensäften nicht angegriffen werden können und unverbraucht und ungenützt abgehen müssen. Dann gibt es auch viele Speisen, welche man gerne genießt, welche aber viele Gase verursachen, wie Rettich, grüner Kohl, überhaupt viele im Wasser gekochte Gemüse, namentlich Wirsing und Blaukraut.
Die Gase werden auch gebildet, wenn der Körper sich in längerer Untätigkeit befindet, so bei Leuten, welche der Beruf an Ort und Stelle fesselt, wo sie notwendig verkümmern müssen, wenn sie nicht durch gewisse Mittel zu verhindern suchen, daß sich durch Anstauungen solche Gase bilden können.
Was wird wohl bei einem solchen Übel Abhilfe bringen, und wie kann demselben am leichtesten vorgebeugt werden? Das erste Heilmittel ist das kalte Wasser, äußerlich angewendet, dann kaltes Wasser und Kräuter innerlich angewendet. Die von Gasen Gequälten haben eine schlaffe Natur. Die se Schlaffheit wird behoben durch kaltes Wasser, wodurch nicht bloß die Natur ausgeweckt und zu größerer Tätigkeit angeregt wird, sondern auch zugleich Gase ausgeleitet werden.
Ein Beispiel aus der Praxis:
Christian erzählt: Ich bin am ganzen Körper gesund, ich fühle aber eine große Schlaffheit und Trägheit in meinem ganzen Unterleib, bin stets stark aufgetrieben und selten ist es mir recht behaglich.

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