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LEBENSBAUM ttt
Lebensbäume oder Thujen sind eine Pflanzengattung in der Familie der Zypressengewächse innerhalb der Ordnung der Kiefernartigen. Es gibt zwei Arten in Nordamerika und drei im östlichen Asien. Die Arten und ihre Sorten, außer dem Sichuan-Lebensbaum, werden allgemein in Kultur genutzt; vor allem der Abendländische Lebensbaum wird häufig als Heckenpflanze verwendet.
Der Lebensbaum ist die verbreitetste Heckenpflanze in Mitteleuropa, weil er zügig wächst, preiswert ist und das ganze Jahr über grün ist. Den Meisten ist der Lebensbaum unter dem Namen Thuja bekannt. Weil der Thuja vor nicht allzu langer Zeit aus Nordamerika nach Europa kam, haben wir hierzulande kaum eine volksheilkundliche Tradition in der Anwendung des Lebensbaums. Bei den Ureinwohnern Nordamerikas ist er jedoch eine beliebte Heilpflanze.
 
Anwendung
Achtung! Giftig. Lebensbaum   nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden.
Da der Lebensbaum reizende Wirkstoffe enthält, wird er vorwiegend äußerlich angewandt und auch das mit einer gewissen Vorsicht. Die Wirkung des Thujas beruht vor allem auf seinen intensiven ätherischen Ölen und dem giftigen Stoff Thujin. Da der Thuja aus Amerika kommt, hat die medizinische Anwendung in Europa keine langjährige Tradition. Die Ureinwohner Nordamerikas bereiteten aus den Zweigspitzen des Thujas eine Salbe, die sie bei Rheuma und Gichtschmerzen anwendeten. Durch die hautreizenden Eigenschaften kann man eine Tinktur aus den Thuja-Zweigspitzen gegen Warzen anwenden.
Verdünnte Anwendung
In homöopathischer Verdünnung, aber sehr niedrig potenziert (D1 bis D3), wird Thuja occidentalis gegen eine Vielzahl von Krankheiten eingesetzt. Die Anwendung reicht von der Aktivierung alt gewordener Hautentzündungen, damit diese abheilen können bis hin zur Behandlung von Nebenhöhlenentzündung.
Ätherisches Öl
Da der Thuja viele ätherische Öle enthält, wird Thuja gerne in der Aromatherapie eingesetzt. Das ätherische Thujaöl befreit einerseits die Atemwege und wirkt, wie andere Thujazubereitungen, hautreizend und antibakteriell.
Naturheilkunde, Toxizität
In der Naturheilkunde wird Thuja zur Behandlung von Warzen verwendet. Die Lösung wird auf ein Kosmetikpad aufgetragen und dieses auf die Warze gelegt. Insbesondere Zweigspitzen und Zapfen sind durch das im ätherischen Öl enthaltene Thujon giftig und können bei empfindlichen Menschen Hautreizungen verursachen, weshalb das Tragen von Handschuhen beim Schneiden der Pflanze sinnvoll ist. Oral in ausreichender Menge aufgenommen kann das Gift tödlich sein. Immer wieder kommt es zu tödlichen Vergiftungen von Weidetieren, wenn Heckenschnitt mit Thuja auf Weideplätzen entsorgt wird.
 
Pflanzenbeschreibung
Der zypressenartige Thuja ist in ursprünglich in Nordamerika heimisch. Inzwischen hat er sich aber überall in den gemäßigten Zonen als beliebte Friedhofs- und Heckenpflanze verbreitet. Der immergrüne Nadelbaum mit den relativ weichen, schuppenartigen Nadeln wird in seltenen Fällen bis zu 35 Meter hoch. Meistens bleibt er aber kleiner als 20m. Die Rinde des Lebensbaums ist rötlich und in Längsrichtung rissig. Die Nadeln riechen apfelartig, wenn man sie zerreibt. Der Saft der Nadeln wirkt hautreizend, worauf auch die Heilwirkung des Lebensbaums beruht. Zwischen April und Mai blüht der Thuja. Aus den Blüten entwickeln sich schmale Zäpfchen, die holzige Schuppen haben.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Achtung! Giftig. Nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden. Warzen
Heilwirkung: adstringierend, antiseptisch, entzündungshemmend, harntreibend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche: Erkältungen, Gicht, Neuralgien, Rheuma (als Einreibung), Menstruationsfördernd, Geschwüre, Eiterungen
wissenschaftlicher Name: Thuja occidentalis
Pflanzenfamilie: Zypressengewächse = Cupressaceae
englischer Name: White Cedar, Tree of life
Verwendete Pflanzenteile: Triebspitzen, ätherisches Öl
Inhaltsstoffe: Kampfer, Thujin, Thujon Terpineol, Pinitol, Gerbstoffe,
Sammelzeit: Frühsommer

MAJORAN
Majoran ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler. Er kommt meistens nicht wild, sondern nur kultiviert vor. Der Majoran wird vorwiegend als Gewürz in der deftigen Küche verwendet. Hier hilft er auch, die schweren Speisen zu verdauen, denn er stärkt die Verdauungsorgane. Außerdem stärkt er die Menstruation und hilft gegen Erkältungen. Äußerlich angewandt kann er nicht nur die Hautheilung fördern, sondern auch Kopfschmerzen lindern. Babys hilft er in Form der traditionellen Majoransalbe bei Blähungen und Schnupfen.
Der Majoran entstammt der großen Familie der Lippenblütler. Oregano, Thymian und Minze zählen zu seiner direkten Verwandtschaft. Majoran hat neben seiner Würzkraft eine erstaunliche Fähigkeit. Frisch beigegeben schützt er Fett (zum Beispiel ausgelassenes Schweineschmalz) vor dem ranzig werden. In getrockneter Form kann er hingegen den Zersetzungsprozess beschleunigen.
Majoran stammt vermutlich aus Indien. Heute ist er aus den Küchen kaum noch wegzudenken. An Eintöpfe, Suppen, Gänsebraten und Schweinefleisch gibt er sein unverwechselbares Aroma ab. An warme Speisen sollte getrockneter Majoran gegeben werden. Die Blättchen können lange mit köcheln und würzen besonders gut, wenn sie leicht zerrieben den Speisen beigemischt werden. Frischer Majoran hingegen wird erst an fertige Speisen gegeben.
 
Anwendung
In erster Linie wird der Majoran natürlich in der Küche als Gewürz für deftige Speisen verwendet. Er ist jedoch auch eine wertvolle Heilpflanze mit vielfältigen Heilwirkungen.
Verdauung
Die Hauptwirkung des Majorans ist die Stärkung der Verdauung, weshalb er auch so beliebt als Gewürz ist. Er hilft, fette Speisen zu verdauen, bei Blähungen, Appetitlosigkeit und Krämpfe der Verdauungsorgane. Auch bei See- und Reisekrankheit kann man ihn verwenden. Man kann den Majoran zusammen mit dem Essen einnehmen, oder man brüht sich einen Tee auf oder nimmt ihn als Tinktur.
Atmungsorgane
Auch bei Erkrankungen der Atmungsorgane kann der Majoran helfen. Er befreit die Atmung, wenn man Husten hat und lindert Erkältungen. Auch bei Schnupfen kann man ihn verwenden.
Nervensystem
Durch seine entkrampfende und beruhigende Wirkung hat der Majoran auch eine förderliche Wirkung auf das Nervensystem und dessen Störungen. Man kann ihn gegen nervöse Unruhe, Kopfschmerzen, Migräne und Schlaflosigkeit einsetzen. Die Volksmedizin verwendet ihn sogar bei Epilepsie.
Äußerlich
Äußerlich angewandt hilft der Majoran bei Wunden, Juckreiz, rheumatischen Schmerzen und Krampfadern. Dazu kann man einen Ölauszug aus dem frischen Majorankraut ansetzen und zur Einreibung verwenden. Traditionell wird aus Majoranpulver und Butter eine Salbe bereitet, mit der man Babys, die unter Bauchschmerzen leiden, den Bauch einmassiert und die man außerdem als Schnupfensalbe in die Nase einreiben kann, sowohl bei Bays als auch bei Erwachsenen.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Majoran stammt ursprünglich aus Südeuropa und Nordafrika. In Mitteleuropa kommt er fast nur in Gärten vor, kaum in freier Natur. Der gängige Gartenmajoran ist nur einjährig, duftet aber besonders stark. Es gibt auch einen zweijährigen Majoran, den sogenannten Wintermajoran, der aber weniger stark duftet. In warmen Ländern ist der Majoran generell mehrjährig. Der Majoran gehört zur Familie der Lippen-blütler und ist somit ein Verwandter des Thymian, des Salbeis und vor allem des Oreganos, dessen direkter Bruder er ist. Pas-send zu seiner Familie, verfügt der Majoran über einen starken Duft, der durch die ätherischen Öle hervorgerufen wird. Die Pflanze wird bis zu 50 cm hoch. Sie hat dünne, vierkantige Stängel, die manchmal rötlich überlaufen sind. Die Stängel sind stark verzweigt, wenn sie genug Platz haben. An den Stängeln wachsen kreuzgegenständig angeordnet kleine, elliptische Blätter. Ab Juni bis September blühen dichte Scheinähren mit weißen oder rötlichen kleinen Blüten.
 
Steckbrief
Heilwirkung: antibakteriell, beruhigend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schweißreibend, tonisierend, Erkältung, Husten, Keuchhusten, Asthma, Schnupfen, chronischer Schnupfen, Appetitlosigkeit, Verdauungsschwäche, Blähungen, Magenkrämpfe, Magenkoliken, Reizmagen, Darmkoliken, Durchfall, Verstopfung, Reizdarm, Seekrankheit, Gicht, Rheuma, Nervenschwäche, Kopfschmerzen, Migräne, Schlaflosigkeit, Menstruationsstärkend, Wunden, Schlecht heilende Wunden, Krampfadern, Grind, Juckreiz
wissenschaftlicher Name: Origanum majorana, Majorana hortensis
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: Majoram
volkstümlicher Name: Echter Majoran, Badkraut, Blutwürze, Bratekräutche, Bratenkräutel, Gartenmajoran, Kostenkraut, Kranzkraut, Kuchelkraut, Kuttelkraut, Mairan, Mairalkraut, Mairandost, Mairon, Maigramme, Maiwürzkraut, Meigram, Miran, Wurstkräutel, Wurstkraut
Falsche Schreibweisen: Mayoran
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoff, Gerbsäure, Saponine, Arbutin, Borneol, Eugenol, Geraniol, Limonen, Menthol, Oleanolsäure, Rosmarin-Säure, Terpinolene, Terpentin, Thymol, Vitamin C, Zink
Sammelzeit: Juni bis Oktober

BACHBLÜTE ROCK WATER
Ich bin zurückhaltend
Sie sind sehr zurückhaltend
Hier hilft Rock Water um die Zurückhaltung zu lösen
 

BACHBLÜTE SCLERANTHUS
Ich neige zu Unzuverlässigkeit
Sie neigen zu Unzuverlässigkeit
Hier hilft Scleranthus gegen die Unzuverlässigkeit

Hildegard-Heilpraxis von A bis Z
Nierenerkrankungen
NIERENSTEINE UND NIERENGRIESS
Bestehen die Steine aus Calciumoxalat, sollte man alle Nahrungsmittel meiden, die Oxalate enthalten, wie Spinat, Rhabarber, rote Bete, Petersilie, Sauerampfer und Schokolade. Wer zur Bildung von Oxalatsteinen neigt, scheidet oft zu viel Calcium im Urin aus, das zusammen mit Oxalsäure die Steine bildet. Dann sollte man auch wenig Milchprodukte zu sich nehmen, die viel Calcium enthalten. Magnesiumreiches Mineralwasser kann die Löslichkeit des Calciums verbessern.
Calciumphosphatsteine entstehen meist bei Infektionen im Harntrakt. In diesem Fall ist der Urin alkalisch. Man sollte Nahrungsmittel wie Fleisch, Fisch und Eier zu sich nehmen, um ihn saurer zu machen, wenn der Arzt bestätigt, dass es sich um diese Art von Steinen handelt. Auch hier sind Milchprodukte zu meiden.
Um Steine aller Art aufzulösen und auszuspülen, empfiehlt sich ein Aufguss bzw. eine Abkochung aus je 30g Strauchhortensie, Glaskraut, Quecke, Maisbart und Klebkraut sowie je 60g Dost und Eibischwurzel, verteilt auf 500ml Wasser.

HEILMITTEL VON A BIS Z (Kneipp)
Augentrost
Der Augentrost ist die klassische Heilpflanze für Probleme mit den Augen, die auch schon von unseren Vorfahren für diesen Zweck eingesetzt wurde. Nicht nur für die Augen, auch für Schnupfen, sogar bei Heuschnupfen und Krankheiten des Verdauungssystems ist der Augentrost sehr hilfreich. Es gibt viele Arten des Augentrostes und alle haben eine ähnliche Heilwirkung.
Mit Kompressen aus einer Abkochung des Augentrostes kann man entzündliche Augenkrankheiten behandeln, z.B. Bindehautentzündung. Innerlich als Tee eignet sich Augentrost auch gegen Schnupfen, Kopfschmerzen, Völlegefühl und die anderen Einsatzzwecke, die nichts mit den Augen zu tun haben.

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