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HOODIA
Hoodia gordonii ist eine sukkulente Pflanze aus der Unterfamilie der Seidenpflanzengewächse. Die Art ist international durch eine Werbekampagne bekannt geworden, die der Pflanze eine appetithemmende Wirkung nachgesagt hat. Von allen Seiten hört und liest man in letzter Zeit von Hoodia, angepriesen als sensationelles Schlankheitsmittel. Hoodia ist eine südafrikanische, stachelige Pflanze, die aussieht wie ein Kaktus. Sie ist jedoch kein Kaktus, sondern gehört zur Familie der Seidenpflanzengewächse. In ihrer südafrikanischen Wüstenheimat wird sie von wandernden Wüstenbewohnern gegessen, um den Hunger auf der kargen Wanderschaft zu dämpfen. In reichen Industrieländern wird versucht, mithilfe der Hoodia den Verlockungen des reich gefüllten Kühlschranks zu widerstehen, und das Hungergefühl bei Diäten zu dämpfen. Ob das in der erhofften sensationellen Weise gelingt, ist fraglich. Die Hoodia-Pflanze wird in ihrer Heimat durch den Schlankheitswahn der übergewichtigen Abendländer bedroht, denn sie lässt sich kaum kultivieren und wird daher in der Wildnis geerntet, obwohl sie seit 2004 unter strengem Artenschutz steht.
 
Steckbrief
Haupt -Anwendungen: Übergewicht
Heilwirkung: appetitsenkend
Anwendungsbereiche: Heißhunger, Fettsucht, Diabetes, Husten, Erkältung
wissenschaftlicher Name: Hoodia gordonii
Pflanzenfamilie: Seidenpflanzengewächse = Asclepiadoideae
englischer Name: Hoodia
volkstümlicher Name: !khowab, Kowa, Aasblume
Verwendete Pflanzenteile: Stängel
Inhaltsstoffe: Steroidglykosid, Pregnanglycosid P57, Herzglykoside
 
Anwendung
Hoodia gaukelt dem Gehirn einen hohen Blutzuckerspiegel vor, sodass Hunger und Appetit gelindert werden. Dadurch kann Hoodia theoretisch bei Übergewicht und Diabetes helfen. Hoodia wird als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Nicht bei allen angebotenen Produkten ist jedoch klar, ob es sich bei den Inhaltstoffen tatsächlich um Bestandteile der Hoodia handelt, oder ob es eine Fälschung ist. Selbst wenn das Produkt echt ist, ist es fraglich, ob die Einnahme empfohlen werden kann. Einerseits weiß man nicht, wie Hoodia wirkt. Ob es für Abendländer gesundheitsfördernd ist, Hoodia über einen längeren Zeitraum bei Übergewicht einzunehmen, ist bisher unbekannt. Der schwerwiegendere Grund, der gegen die Einnahme von Hoodia-Produkten spricht, ist jedoch eine Sache des Naturschutzes. Man sollte Hoodia-Produkte nur aus vertrauenswürdiger Quelle beziehen und anwenden.
Traditionelle Anwendung
Die Buschmänner in Afrika nehmen Hoodiatriebe und entfernen die Stacheln und Schale. Dann wird dreimal täglich ein etwa daumenlanges Stück gekaut. Diese Anwendung soll nicht nur Hunger und Durst lindern, sondern auch bei Husten helfen.
Traditionelle Nutzung
Die Khoisan im südlichen Afrika nennen die Pflanze Kowa. Sie nutzten Hoodia gordonii wegen ihrer hungerstillenden Wirkung. In Notzeiten und während langer Jagdausflüge, auf denen die Jäger das erlegte Wild nicht selbst verzehrten, sondern traditionsgemäß in ihr Dorf zurückbrachten, sollen die Khoisan Hunger und Durst tagelang mit den leicht bitteren Sproßstücken der Hoodia gestillt haben.
 
Geschichtliches
Seit langer Zeit wird die Hoodia von den Buschmännern (Khoi-San) der südafrikanischen Wüstengebiete als Verpflegung auf Jagdausflügen verwendet. Anstelle von nahrhaftem und schweren Proviant essen die Buschmänner unterwegs kleine Stücke der Pflanzenstängel, von denen sie zuvor die Dornen entfernen. Mithilfe der Hoodiastängel konnten die Buschmänner ihren Hunger und Durst unterdrücken, bis sie wieder zuhause waren, um ihren Hunger mit echter Nahrung zu stillen. Die Buschmänner verwenden die Hoodia auch bei Erkältungskrankheiten. In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die appetithemmende Wirkung der Hoodia unter Soldaten bekannt, die in der Wüste Dienst taten. Seit 1996 wird die Wirkungsweise der Hoodia von Wissenschaftlern untersucht, um Medikamente gegen Übergewicht daraus herzustellen. In den nächsten Jahren gingen die Vermarktungsrechte an der Hoodia und ihren Wirkstoffen von einer Pharmfirma zur nächsten, die mit diesem sensationellen Appetitzügler umfangreiche Geschäfte machen wollten. Den Buschmännern gelang es, mithilfe von Terre des Hommes, einen geringen Anteil an den Gewinnen durch Hoodia-Medikamente einzuklagen. Dies gilt als historischer Triumpf einer eingeborenen Minderheit im Kampf bei Ausbeutung ihrer Naturschätze. Seit 2004 steht die Hoodia international unter Naturschutz. Bei verwendeten Pflanzen muss nachgewiesen werden, dass sie naturverträglich geerntet wurden. Oft werden diese Nachweise jedoch gefälscht. Inzwischen wird auch versucht, die Hoodia anzubauen. Dies gelingt teilweise recht gut, jedoch ist fraglich, ob die kultivierten Pflanzen genauso gut wirken wie die natürlich gewachsenen.
 
Pflanzenbeschreibung
Hoodia gordonii ist eine mehrjährige, dornige und blattlose Sukkulente, aber kein Kaktus. Unter idealen Bedingungen können alte Exemplare - bis zu 15 Jahre in der Wildnis - einen Meter groß werden, in der Regel sind sie aber deutlich kleiner. Zu Beginn wird nur ein Stamm gebildet, in der Folge können aber bis zu 50 Äste, die sich am Boden verzweigen, gebildet werden. Die zylindrischen Äste haben einen Durchmesser von bis zu 5 cm. Im August und September werden terminal, oder nahezu terminal, sehr kurz gestielte Blütenstände gebildet, die aus 1-4 Blüten bestehen. Die fünflappigen Blüten, mit einem Durchmesser von 75 mm, erinnern an Petunien. Die Blüten riechen nach verwesendem Fleisch und werden hauptsächlich von Fliegen bestäubt. Die ersten Blüten werden nach ungefähr 5 Jahren gebildet. Die bis zu 250 mm langen Kapselfrüchte werden im Oktober und November gebildet und die Samen werden durch den Wind verbreitet.
Die Hoodia ist im südlichen Afrika heimisch. Man findet sie in Südafrika, Namibia, Angola, Botswana. Sie wächst bevorzugt in trockenem Wüstenboden. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 60 Zentimeter hoch. Die stachelige Sukkulente ist immergrün, hat aber, ähnlich wie Kakteen, keine normalen Blätter, sondern walzenartige, aufrechte Blätter mit Dornen. Die großen Blüten sind rötlich, gelblich oder fleischfarben. Sie riechen nach Aas, sodass Fliegen von ihnen angezogen werden. Aus den Blüten entwickeln sich längliche Samenkapseln, die ein wenig an Ziegenhörner erinnern. Diese Samenkapseln enthalten seidig behaarte Samen, die der Pflanzenfamilie den Namen gegeben haben. Die Schwalbenwurz ist die einzige mitteleuropäische Verwandte aus der Familie der Seidenpflanzen. Außer den seidig behaarten Samen in Kapseln haben die beiden Pflanzenarten jedoch kaum Gemeinsamkeiten.

DJAMBUBAUM
Die Echte Guave, auch Guava, Guayave, Guayaba oder Goiaba genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Guaven in der Familie der Myrtengewächse. Anwendung findet sie vor allem als Nutz-, aber auch als Medizinalpflanze.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Darmentzündung, Magenschleimhautentzündung
wissenschaftlicher Name: Psidium guajava
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
 
Nutzung
Vor allem die Früchte werden vom Menschen konsumiert. Sie sind drei bis vier Monate nach der Blüte pflückreif, können aber nur wenige Tage gelagert werden, gekühlt sind sie jedoch zwei bis drei Wochen haltbar. Die Frucht eignet sich zum rohen Verzehr. Das voll ausgereifte Fruchtfleisch ist weich, saftig und aufgrund kleiner Steinzellen körnig. Der Geschmack ist süßsauer-aromatisch und erinnert an Birnen oder Erdbeeren. Unreife, grüne Früchte sind sauer und oft adstringierend (pelzig). In Asien sind sie mit Zimt und Zucker bestreut beliebt. Die Guave wird aber vor allem zur Zubereitung von Marmelade, Gelee und Desserts verwendet. Weiter kann man durch Auspressen der Guaven einen schmackhaften Fruchtsaft erhalten, das Fruchtmark gehört zur Rezeptur einiger Multivitaminsäfte. Die Schale reifer Beeren dient als Zugabe zu Salaten und Puddings. Die Rinde wird dank ihres hohen Gehalts an Gerbstoffen als Gerbmittel verwendet.
Medizinische Verwendung
Die Echte Guave ist in der traditionellen Medizin vieler Kulturen bedeutsam. In Hawaii, der Karibik und Mittelamerika wird vor allem ein Aufguss der Blätter bei Durchfall verabreicht. In Mittel- und Südamerika werden die Blätter bei Zahnschmerzen verwendet. Die Fang aus Westafrika bereiten einen wurmtötenden Saft aus den Blättern. In der traditionellen chinesischen Medizin wird aus den Blättern eine narkotische Droge gewonnen. Dazu werden die Blätter gekaut oder an Insekten, vor allem an die Malaiische Riesengespenstschrecke und verwandte Arten, verfüttert und deren Kotausscheidungen als Pillen, vor allem bei Durchfall, verkauft. Diese werden dann in Wasser oder Wein aufgelöst. Die antioxidative, hepatoprotektive (leberschützende), antiallergene und anti-biotische Wirkung der Blätter konnte in mehreren pharmakologischen Studien nachgewiesen werden.
 
Beschreibung
Die Echte Guave ist ein Baum, der Wuchshöhen bis zu 13 Meter erreicht. Die Borke ist glatt, von grauer Farbe und blättert in Streifen ab. Die Zweige stehen abgewinkelt und sind leicht behaart.
Die dunkelgrünen Laubblätter sind etwa fünf Millimeter lang gestielt. Die Spreite ist länglich bis elliptisch und zwischen 6 und 12 Zentimeter lang sowie 3,5 bis 6 Zentimeter breit. Die Struktur ist ledrig. Die Blätter sind auf der Unterseite filzig behaart und auf der Oberseite leicht angeraut. Auf jeder Seite der Mittelrippe liegen 12 bis 15 Seitenrippen. Die Netznervatur ist deutlich ausgebildet. Der Blattrand ist ganzrandig, die Spitze scharf oder stumpf und die Basis abgerundet.
Die weißen Blüten mit Durchmessern bis zu zwei Zentimeter stehen einzeln oder zu zweit bis dritt in achselständigen, kurz gestielten zymösen Blütenständen. Der behaarte Blütenbecher ist glockenförmig und misst etwa 5 Millimeter. Die vier bis sechs grünen, weißen oder cremefarbenen Kelchblätter sind zu einem fast runden Kelchblattkranz mit irregulärer Öffnung verwachsen. Er misst zwischen sieben und acht Millimetern im Querschnitt. Die vier bis fünf weißen oder cremefarbenen Kronblätter sind 1 bis 1,4 Zentimeter lang. Die Staubblätter messen 6 bis 9 Millimeter.Der Fruchtknoten ist unterständig und mit dem Blütenbecher verwachsen. Der Griffel ist etwa so lang wie die Staubblätter. Die Blüten verströmen einen zarten angenehmen Duft.
Nach der Blüte werden kugel-, ei- oder birnenförmige, etwa 3 bis 8 Zentimeter lange Beerenfrüchtegebildet. Der Kelchblattkranz bleibt lappig an der Fruchtspitze erhalten. Die Frucht weist eine grün bis gelbliche oder cremefarbene Färbung auf. Das Fruchtfleisch ist je nach Sorte weiß, gelb oder rosa. Die Plazenta ist rötlich. Die Frucht hat bei Verzehrreife einen typisch exotischen Geruch. Die Guavenfrucht enthält zahlreiche harte Samen, die in der Mitte der Beere liegen.

BACHBLÜTE VINE
Ich bin anderen gegenüber sehr kritisch     
Diese Menschen sind ihren Mitmenschen gegenüber sehr kritisch
Mit der Blüte können sie das kritische abwenden
 

BACHBLÜTE WALNUT
Man kann sich trotz neuer Entscheidungen aus unerklärlicher Ursache immer noch nicht von einer alten Gewohnheit trennen   
Diese Menschen können trotz Entscheidungen aus irgend Gründen nicht ihre alten Gewohnheiten ablegen
Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie ihre alten Gewohnheiten hinter sich lassen

Die Ausleitungsverfahren
Bäder und Kompressen
Eine Weizenkörnerkompresse kann Rückenschmerzen lindern. Dafür wird ein Kilo Weizenkörner in drei Liter Wasser zwanzig Minuten lang gekocht. Danach das Wasser abseihen und die Körner in ein Handtuch einschlagen. Sie sollen warm, aber nicht heiß sein. Das Handtuch wird auf die schmerzende Stelle gelegt und kann dort zwei Stunden lang bleiben.
Die Leinsamenkompresse hilft der Verdauung auf die Sprünge und ist eine gute Hilfe
bei Fastenkuren. Dazu werden 100g Leinsamen und ein gestrichener Eßlöffel Galgantpulver in wenig Wasser zu einem dickflüssigen Brei verkocht. Dieser Brei wird in ein Leinentuch geschlagen und auf den Bauch gelegt. Darüber breitet man noch ein erwärmtes Handtuch, das nach einiger Zeit durch ein anderes erwärmtes Tuch ersetzt wird. Der Wickel soll warm bleiben.
Kommentar der Hildegardärztin zu den ausleitenden Verfahren:
Aderlass
Der Hildegardaderlass unterscheidet sich sehr wesentlich von allen anderen Blutentziehungskuren, da nur eine sehr geringe Menge an Blut entnommen wird, wodurch die Entgiftung und die Selbstheilungskräfte des Körpers angeregt werden. Er sollte immer von einem erfahrenen Arzt durchgeführt werden.
Der Hildegardische Aderlass wird grundsätzlich bei allen Beschwerden außer hochgradiger Blutarmut, unterstützend oder auch als alleinige Therapie angewandt. Die häufigsten Indikationen für einen regelmäßigen Aderlass sind: Stoffwechselstörungen wie Hypercholesterinämie, Hyperurikämie, Triglyzeriderhöhung, Altersdiabetes, sowie Bluthochdruck, Kopfschmerzen und Migräne, Rheuma, Gicht. Eine Patientin berichtete mir, daß ihre rheumatischen Beschwerden durch regelmäßigen Aderlass und Ernährungsumstellung vollkommen verschunden sind. Eine andere Patientin berichtet, daß ihre migräneartigen Kopfschmerzen durch regelmäßigen Aderlass nicht mehr gekommen sind und wenn sie den Aderlass lange (länger als ein halbes Jahr) hinauszögert, leichte Kopfschmerzen wieder auftreten. Bei einer weiteren Patientin haben sich die Leber-, Cholesterin- und Triglyzeridwerte durch den Aderlass fast normalisiert, obwohl ihre Werte extrem hoch waren. Generell empfehle ich diesen harmlosen Eingriff als sehr wichtiges Vorbeugungsmittel, denn Schlackenstoffe entstehen fortlaufend in unserem Organismus.

Hautkrankheiten
Ausschläge
Jedem derart Geplagten rät Kneipp, früh genug damit zu beginnen, wöchentlich, z.B. jeden dritten Tag, Anwendungen mit Wasser vorzunehmen. Er empfiehlt der Reihe nach: die kalten Ganzwaschungen, den Spanischen Mantel und den kurzen Wickel.
Man erschrecke nicht, wenn nach der einen oder nach der anderen Anwendung der Ausschlag stärker auftritt. Das ist ja ein trefflicher Beweis ihrer Wirkung. Man stellte die Anwendungen nur nicht ein, sondern fahre umso entschiedener damit fort!
Ein Beispiel aus der Praxis:
Maria erzählt: „Manchmal ist mein Gesicht voll Ausschlag, verschwindet er, dann kommt er meistens an den Armen oder an den Füßen oder an anderen Teilen des Körpers zum Vorschein. Ich habe schon mehrere Ärzte gebraucht und auch von diesen Salben zum Einreiben oder scharfes Wasser zum Abwaschen bekommen. Manchmal verschwand der Ausschlag sehr schnell, zeigte sich aber bald wieder an einer anderen Stelle. Ich gebrauchte Jahre hindurch die verschiedensten Mittel, der Ausschlag aber verbreitete sich immer weiter, meine Kraft nahm bedeutend ab und mein ganzes Aussehen war nicht mehr gesund.“

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