Direkt zum Seiteninhalt
Passionsblume
Die großen Blüten der Passionsblume sind wunderschön anzusehen und es gibt sie in vielen verschiedenen Arten. Die in wärmeren Gegenden Amerikas heimische Kletterpflanze wird in Mitteleuropa gerne als Zimmerpflanze kultiviert, weil sie so schön aussieht. Die beruhigende Wirkung der Passionsblume war schon den amerikanischen Ureinwohnern bekannt, die sie gerne als Heilpflanze verwendeten. Auch in der europäischen Heilpflanzenkunde wird die Passionsblume gerne gegen Schlafstörungen verwendet. Die Passiosnblume wirkt auch krampf- und angstlösend, sodass sie auch gegen zahlreiche nervös bedingte Gesundheitsbeschwerden verwendet werden kann.
Die artenreiche Pflanzengattung der Passionsblumen gehört zur Familie der Passionsblumengewächse. Die meisten der über 530 Arten sind in der Neotropis beheimatet, aber etwa 20 Arten stammen aus der Paläotropis.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Schlafstörungen
Heilwirkung: adstringierend, angstlösend, beruhigend, krampflösend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche: Augenringe, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzrasen, Herzneurosen, Durchblutungsstörungen, Nervosität, Reizdarm, Reizmagen, Schlaflosigkeit, Ängste, Wechseljahresbeschwerden
wissenschaftlicher Name: Passiflora incarnata, Passiflora caerulea
Pflanzenfamilie: Passionsblumengewächse = Passifloraceae
englischer Name: Passion flower
Verwendete Pflanzenteile: Das ganze oberirdische Kraut
Inhaltsstoffe: Flavonoide, Vitexin, Cumarin, Umbelliferon, Maltol, Harmin, Passiflorine, Stigmasterol, Sitosterol, Luteolin, Kaempferol
 
Anwendung
Passionsblume kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden. Die häufigste Art, Passionsblume anzuwenden ist als Tee, häufig auch in Teemischungen.
Tee
Für einen Passionsblume-Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Passionsblumenkraut mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Passionsblume-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Passionsblume-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Tinktur
Um eine Passionsblume-Tinktur selbst herzustellen, übergießt man Passionsblume in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen. Für eine homöopathische Urtinktur wird die frische Pflanze verwendet, für eine normale Tinktur kann man getrocknete Pflanzenteile verwenden. Beides führt zu einem entspannenden Mittel gegen Schlafstörungen.
Innerlich
Passionsblume kann man innerlich, als Tee oder Tinktur gegen Schlaflosigkeit einsetzen. Außerdem hilft Passionsblume gegen Nervosität und Unruhe jeder Art. Ein besonderer Aspekt der Passionsblumen-Wirkung ist ihre angstlösende Fähigkeit. Man kann die Passionsblume also auch einsetzen, um Ängste zu lindern. Auch nervlich bedingtes Herzrasen oder Herzrhythmusstörungen werden durch die Passionsblume abgemildert. Besonders beliebt ist die Passionsblume auch in den Wechseljahren, weil sie einige Phytohormone enthält, die Wechseljahresbeschwerden lindern. Da die Wechseljahre oft mit Schlafstörungen und Unruhe einhergehen, passt die Passionsblume hier besonders gut.
Naturheilkunde
Die Blätter von Passionsblumen werden in der Phytotherapie gegen nervöse Unruhe, Anspannung, Reizbarkeit oder Angstzustände und damit zusammenhängende Schlafstörungen, Rückenschmerzen und Ver-spannungen oder Herzbeschwerden oder Magen-Darmbeschwerden eingesetzt, ferner auch bei depressiver Verstimmung, Hysterie oder Asthma. Es sind keine Nebenwirkungen bekannt. Über die Verträglichkeit während der Schwangerschaft gibt es keine umfangreichen Erfahrungen. Die Blätter und die Stängel können sowohl frisch als auch getrocknet als Tee getrunken werden und sind auch als Fertigpräparate erhältlich. Daneben werden viele Kombinationspräparate, teilweise auch als Saft, angeboten, zum Beispiel mit Baldrian, Johanniskraut, Hopfen, Melisse oder Weißdorn gemischt.
 
Symbolik
Der Name Passiflora und auch die deutsche Übersetzung Passionsblume soll an die Passion von Jesus erinnern, also an die Kreuzigung. Die nach Amerika eingewanderten Jesuiten, die die Passionsblume kennenlernten, sahen im Aufbau der Blüte mehrere Symbole für die Passionsgeschichte. Die je fünf Kelch- und Kronblätter (die Blütenblätter) symbolisieren die zehn bei der Kreuzigung anwesenden Apostel. Der Strahlenkranz, auch Nebenkrone genannt, symbolisiert die Dornenkrone von Jesus. Die fünf Staubbeutel symbolsieren die Wundmale Christi. Die drei Griffel mit den Narben symbolisieren die Kreuzigungs-Nägel. Der Fruchtknoten symbolisert je nach Auslegung den essigetränkten Schwamm, der Jesus bei der Kreuzigung gereicht wurde oder den Kelch des Abendmahls. Die Ranken der Pflanze symbolisieren die Geissel. Blätter mit fünf Lappen symbolisieren die Hände Jesu. Blätter mit drei Lappen symbolisieren die heilige Dreifaltigkeit. Ungelappte Blätter symbolisieren die Lanzenspitze, mit der Jesus verletzt wurde.
 
Pflanzenbeschreibung
Passiflora-Arten sind meist ausdauernde krautige oder verholzende Pflanzen, nur eine Art ist eine einjährige Pflanze. Meist wachsen sie als Kletterpflanzen, selten als selbständig aufrechte Sträucher oder Bäume. In den Blattachseln werden Ranken gebildet. Die wechselständigen, gestielten Laubblätter sind ganz unterschiedlich gestaltet. An den Blattstielen befinden sich extraflorale Nektarien. Das auffallendste Merkmal der Passionsblumen sind die schönen, radiärsymmetrischen Blüten, die von weniger als einem Zentimeter bis zu 18 Zentimeter Durchmesser haben können. Die Blütenhüllblätter, oft gekennzeichnet durch leuchtende Farben, umhüllen ringförmig angeordnete fadenförmige oft intensiv gefärbte 15 bis 50 Staminodien, den Strahlenkranz. In der Mitte der Blüte sind die Fortpflanzungsorgane (fünf fertile Staubgefäße und drei Narben) zu einer sogenannten Säule (Androgynophor) zusammengefasst angeordnet, die die Blütenhüllblätter weit überragen. Es werden Beeren gebildet.
Die Passionsblume ist vorwiegend in Amerika heimisch, manche Arten auch in Asien und Australien. In Mit-teleuropa kommt die Passionsblume häufig als Zimmerpflanze vor, denn sie ist nicht frosthart. Die Passionsblume ist eine Schlingpflanze, deren Stängel bis zu fünf Meter lang werden. Die Stängel sind dünn, gerillt und rankfähig. In den Blattachseln wachsen zudem Ranken, die sich ringeln und stark zusammenziehen. Die Blätter sind dreifach gelappt und glänzen dunkelgrün auf der Oberseite. In den Blattachseln der jüngsten Blätter wachsen die großen Blüten. Die Blüten werden bis zu 8 Zentimeter groß und sehen sehr dekorativ aus. Die Blütenblätter sind je nach Art weiß, violett oder rötlich. Innen haben sie eine Innenkrone mit dünnen Blütenblättern. Die Innenkronen-Blütenblätter bei der Art Passiflora incarnata sind deutlich länger als auf den Bildern dieser Seite zu sehen. Die Befruchtungsorgane, drei Narben und fünf Staubgefäße, stehen stark nach vorne ab. Die offizielle Heilpflanzenart der Passionsblume ist die Art Passiflor incarnata. Die auf den Bildern hier abgebildete Art Passiflora caerulea ist häufig als Zimmerpflanze erhältlich. Sie enthält in etwa die gleichen Inhaltstoffe wie Passiflora incarnata und kann daher auch ersatzweise als Heilpflanze verwendet werden. Eine weitere Art der Passionsblume bildet die beliebten Maracujafrüchte.

Maiapfel ttt
Das Schildförmige Fußblatt, auch Maiapfel, Entenfuß, Amerikanischer Maiapfel genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Podophyllum in der Familie der Berberitzengewächse. Es ist im östlichen Nordamerika beheimatet.
Der Podophyllum ist eine ausdauernde Staude, die in Laubwäldern Nordamerikas heimisch ist. Die auch Maiapfel genannte Pflanze hat handförmig gelappte Blätter, die an langen Stielen wachsen. Dazwischen wächst ein Stiel mit weißen Blüten. Das Harz, das aus den Wurzeln gewonnen wird, wirkt stark abführend, selbst in kleinen Dosen. Auch Würmer wurden früher damit ausgetrieben. Aufgrund der drastischen Wirkung wird der Maiapfel kaum noch angewendet.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Giftig. Nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden. Früher als Abführmittel verwendet, Galle fördernd, Warzen
wissenschaftlicher Name: Podophyllum peltatum
Pflanzenfamilie: Berberitzengewächse = Berberidaceae
englischer Name: Mayapple, American Mandrake
volkstümliche Namen: Maiapfel, Fussblatt
Verwendete Pflanzenteile: Harz
Inhaltsstoffe: Berberin, Gallussäure, Harz, Kaempferol, Podophyllotoxin, Quercetin
 
Anwendung
Achtung! Giftig. Podophyllum nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden.
In der Medizin
Der Wirkstoff Podophyllum weist eine sichere, aber langsame, abführende Wirkung auf. Im Unterschied zu anderen Abführmittelnsind die Wirkungen anhaltend und hinterlassen bei richtiger Dosierung den Darm in einem gebesserten Zustand. Aber schon in einer Dosierung von etwa 1,5 Gramm bis 3 Gramm (etwa 30 bis 60 Gran) ist die frisch getrocknete Wurzel ein drastisches Abführ- und Brechmittel. Kleine und wiederholte Dosen können einen vermehrten Speichelfluss auslösen. Erwähnenswert sind auch die Beziehung zum Leber-Gallen-System und die gallentreibende Kraft dieser Substanz. Seine wichtigste Bedeutung hat das Podophyllotoxin als Rohstoff in der Chemotherapie von Krebs, zu seinen Glycosiden gehört das hochwirksame Etoposid.
In der Kulturgeschichte
Von den nordamerikanischen Indianern wurde die Maiapfelwurzel als Abführ-, Brech- und als Wurmmittel häufig verwendet. Neben der Wurzel des Schierlings war die Maiapfelwurzel bei der indigenen Bevölkerung ein Mittel, um den Freitod herbeizuführen. Eine gefährliche Wirkverstärkung kann durch Alkoholkonsum erreicht werden.
 
Pflanzenbeschreibung
Das Schildförmige Fußblatt wächst als ausdauernde krautige Pflanze. Es bildet ein reich verzweigtes, kriechendes, dunkelbraunes, genarbtes Rhizom als Überdauerungsorgan. Sie können Wuchshöhen von bis zu 2 Meter erreichen; es erhebt sich ein etwa 30 cm langer – steriler (er ist nur einblättrig) und fertiler (mehrblättrig) – Stängel in die Höhe. Der blütenlose Stängel trägt in der Regel nur ein zentrales, schildförmiges Laubblatt mit sieben bis neun Lappen. Der (fertile) blütentragende Stängel ist am Ende mit zwei gegenständigen Laubblättern versehen. Die großen, gestielten, blaugrünen, glänzenden, schildförmigen Laubblätter weisen sechs oder sieben Lappen auf. Der Blattrand ist grob-gezähnt. In der Blattgabel steht einzeln die große, weiße, nickende Blüte, die einen Durchmesser von etwa 5 cm aufweist. Das Schildförmige Fußblatt blüht im zeitigen Frühjahr (Mai). Im August und September ist eine pflaumengroße, zitronengelbe, genieß-bare Beere mit süßsäuerlichem Geschmack und leicht abführenden Wirkungen gereift, die sogenannte Wilde Limone. Alle vegetativen Pflanzenteile – Stängel, Blätter und Rhizom – sind giftig.

Bachblüten
Ich habe keine Lust am Leben (Mustard)
Sie haben keine Lust mehr an ihrem Leben
Mit Mustard können sie die Lust an ihrem Leben gehörig steigern
Bachblüten
Ich fühle mich überarbeitet (Oak)
Diese Menschen fühlen sich schlicht überarbeitet
Hier hilft die Blüte Oak um rechtzeitig die Notbremse zur Überarbeitung zu ziehen
Morbidität und Mortalität
Die acht häufigsten Risikofaktoren für diese Ernährung sind in Europa:
1.    Tabakkonsum
2.    Alkoholkonsum
3.    Bluthochdruck
4.    Adipositas
5.    Hoher Blutcholesterinspiegel
6.    Bewegungsmangel
7.    Hoher Blutzucker
Geringer Obst- und Gemüsekonsum

Hildegard – ihr Leben, ihre Zeit
Die kleine Hildegard wächst in einer, wie sie schreibt, „hellen Welt“ auf, sie hat also eine schöne Kindheit. Schon in den ersten Lebensjahren hat sie Visionen: „In meinem dritten Lebensjahr sah ich eine so großes Licht, dass meine Seele erbebte.“ Hildegard bezeichnet diese Vision als „Schau“, auch als ein Schauen der Seele“. Dieses Licht, die Bilder, verunsichern das junge Kind, verwirren und erschöpfen es. Die kleine Hildegard wagt nicht, mit jemandem darüber zu reden und trägt schwer an diesen Bildern.
Nach den ersten sieben Lebensjahren, so denkt der Mensch des Mittelalters, ist ein Teil der Kindheit vorüber. (Die moderne Psychologie sieht das übrigens ähnlich und nennt das sechs- bis siebenjährige Kind nicht mehr „Kleinkind“, sondern „Schulkind“.) In ihrem achten Lebensjahr kommt Hildegard ins Kloster, besser gesagt in eine Frauenklause, die dem Männerkloster am Disibodenberg angeschlossen ist.
Die Klause wird eben neu aufgebaut. Die junge Grafentochter Jutta von Spannheim will dort in einer Art frommer Einsiedelei ihr Leben Gott weihen. Gemeinsam mit zwei jungen Mädchen – den Kindern Hildegard und Jutta – zieht Jutta von Spannheim am 1. November 1106 im Rahmen einer großen Feier in die Klause. Danach wird der Eingang zugemauert. Die Tür zur Außenwelt ist geschlossen.

Die Heilkraft des Wassers
Der Ärger, den sich Kneipp immer wieder mit Ärzten und Apothekern einhandelte, beruht auf seiner strikten Ablehnung aller nicht natürlichen Heilmittel:
Ist das Wasser ein Heilmittel, das alle Krankheiten angreift, so ist es auch ein Mittel, dass die Krankheiten ausgeheilt werden und sicher kann noch der letzte Rest einer Krankheit durch Wasser beseitigt werden. Medizinen, gar scharfe Medizinen mit der Wasserkur verbinden geht nicht leicht oder gar nicht. So hat ein Kranker, der durch Jahre hinweg viele Abführmittel gebrauchte, die Wasserkur angewendet und nebenbei Schweizerpillen genommen, er wurde von seiner Krankheit geheilt, aber der harte Stuhlgang blieb ihm nach der Heilung wie zuvor. Hätte er bloß einen Löffel Wasser stündlich gebraucht, so wäre auch dieses Übel vollständig geheilt worden. Als Beweis für die Vorzüge meiner Methode kann ich gewissenhaft bestätigen, dass Unzählige geheilt worden sind und dass ich nie ein Mittel gebraucht habe, das in der Arznei aufgenommen ist, stets nur das Wasser und die einfachen Kräuter, die in meinen Büchern beschrieben sind. Wenn meine Anleitung nicht eingehalten wird, kann auch nicht der rechte Erfolg erwartet werden. Lernen die Allopathen durch Jahre hindurch ihre Wissenschaft und bleiben dann doch so häufig stecken, so sollen sie wenn auch nur die Hälfte Zeit zum Studium der Hydropathie verwendet und sie werden zur Überzeugung kommen, dass das Wasser sehr viel heilt. Ich habe auch nicht alle geheilt, die Hilfe bei mir suchten, dies zu glauben wäre ein Unding, dann müsste ja der Tod abgesetzt werden. Ich hatte es ja viele Jahre hindurch nur mit sogenannten Unheilbaren zu tun.
Je einfacher und leichter die Anwendungen sind, umso mehr gewöhnt man sich an deren Wirkung. Man kann wirklich sagen, dass es fast keine Krankheit geben wird, in der nicht Wasser, verständig angewendet, eine günstige Wirkung hat.

Zurück zum Seiteninhalt