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Schleifenblume
Die Schleifenblumen sind eine Pflanzengattung in der Familie der Kreuzblütengewächse. Zu ihr gehören mehrere Arten, die beliebte Zierpflanzen für Steingärten sind. Der Verbreitungsschwerpunkt der etwa 30 Arten umfassenden Gattung liegt im Mittelmeerraum.
Die Bittere Schleifenblume (auch Bitterer Bauernsenf genannt) ist in der Pflanzenheilkunde noch ein recht junges Kraut. Die botamisch als Iberis amara bezeichnete Pflanze wurde erst vor etwa 50 Jahren tiefergehend wissenschaftlich untersucht. Dort fand man heraus, dass die leicht giftige Pflanze, ein gutes Heilkraut gegen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich sowie ist. Im Garten ist die Pflanze ein hervorragender Bodendecker.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Appetitlosigkeit, Gallenschwäche
wissenschaftlicher Name: Iberis amara
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
 
Beschreibung
Die Schleifenblumen sind einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen oder Zwergsträucher. Sie sind kahl oder besitzen unverzweigte Haare. Ihre Laubblätter sind oft etwas fleischig. Die Blüten sind meist in gestauchten, doldenähnlichen, traubigen Blütenständen angeordnet, die sich erst zur Fruchtzeit verlängern. Die zwittrigen Blüten sind vierzählig. Die Kelchblätter sind fast aufrecht. Von den vier weißen, rosafarbenen oder violetten, verkehrteiförmigen Kronblättern sind die beiden von der Blütenstandsachse abgewandten oft deutlich vergrößert. Es sind sechs Staubblätter vorhanden. Die Antheren sind länglich bis eiförmig. Der Griffel ist etwa so lang wie der Fruchtknoten. Die Schötchen sind eiförmig, rundlich oder verkehrtherzförmig und an der Spit-ze meist ausgerandet; die Fruchtklappen sind gekielt oder geflügelt. Pro Frucht werden zwei meist geflügelte Samen gebildet.
 
Aussaat, Anbau und Pflege im Garten
Mittlerweile bieten einige Saatguthersteller auch Samen der Bitteren Schleifenblume an. Wer die Pflanze anbauen möchte, kann daher Saatgut zu moderaten Preisen erhalten. Der Anbau und die Pflege der Pflanze sind auch für Anfänger leicht zu bewerkstelligen. Das Kraut eignet sich hervorragend als Bodendecker im Garten, kann aber auch problemlos im heimischen Kräutergarten auf dem Balkon angebaut werden.
Standort
Die Pflanze liebt sonnige und offene Standorte mit nährstoffarmen, durchlässigen und kalkhaltigen Böden. Staunässe ist auf jeden Fall zu vermeiden. Als Erde genügt eine handelsübliche Kräutererde, die bestenfalls nur moderat vorgedüngt ist.
Aussaat
Die Aussaat kann zwischen März und Mai vorgenommen werden. Bei Aussaat im März und Anfang April sollten die Samen der Bitteren Schleifenblume in Schalen vorgezogen und anschließend pikiert werden werden. Die Samen brauchen etwa 15 bis 20 °C bis sie zu keimen beginnen. Ab Mai können die Samen direkt im Freiland verstreut werden. Die Pflanze ist Lichtkeimer, d.h. die Samen dürfen nur leicht auf die Erde oder den Boden angedrückt werden. Die Keimdauer kann bis zu 3 Wochen betragen. Meist erscheinen jedoch bereits nach 10 bis 14 Tagen die ersten Keimblätter.
Im Freiland sollte ein Pflanzabstand von 20 bis 25 cm pro Pflanze eingehalten werden. Da die Pflanzen Flachwurzler sind und auf mageren Boden ausbreiten, führt zu dichtes Bepflanzen zu Nährstoffkonkurrenz.
Düngen
Die Pflanze ist ein typischer Schwachzehrer und an nährstoffarme Standorte angepasst. Auf große Nährstoffzugaben sollte daher verzichtet werden. Es reicht der Bitteren Schleifenblume meist vollkommen aus im Freiland etwas Kompost oder verrotteten Rinderdung (bitte keinen frischen!) in den Boden einzustreuen. Sehr gut eignet sich auch Wurmkompost.Falls der Boden oder die Erde zu sauer ist, sollte der Boden oder die Erde etwas aufgekalkt werden. Gekaufte Blumenerde hat meist pH-Werte um die 6. Bei Verwendung von Blumenerde sollte daher etwas gekalkt werden. Wird eine gekaufte Erde verwendet, ist eine Düngung in der Regel nicht notwendig. Die meisten sind nämlich bereits vorgedüngt, so dass die Schleifenblume einen Depotdünger für mindestens eine Vegetationsperiode hat.
Gießen
Es genügt die Pflanze normal zu bewässern. Kurze Trockenphasen toleriert die Schleifenblume meist problemlos. Auf zu üppiges Gießen solle hingegen verzichtet werden.
Krankheiten und Schädlinge
Die Schleifenblume bildet ein großes Arsenal unterschiedlicher sekundärer Pflanzeninhaltsstoffe. Die meisten Schädlinge wie Blattläuse oder Spinnmilben meiden die Pflanze.

Kosobaum
Der Kosobaum oder Kosobaum ist die einzige Art der monotypischen Pflanzengattung Hagenia innerhalb der Familie der Rosengewächse. Die Heimat liegt in den Gebirgen Ost-, Zentral- und des Südlichen Afrikas (Eritrea, Äthiopien, Sudan, Kenia, Tansania, Uganda, Burundi, Zentralafrikanische Republik, Ruanda, östliches Zaire, Malawi, Sambia), meist in Höhenlagen oberhalb von 2000 Meter.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Magenschwäche, Verstopfung, wurmtreibend
wissenschaftlicher Name: Hagenia abyssinica
Verwendete Pflanzenteile: Blüten
 
Anwendung
Auf Grund der vielen rötlichen Blüten wird Hagenia abyssinica als Zierpflanze verwendet. Im Hochland von  Tansania wird Hagenia abyssinica in der Forstwirtschaft in den montanen Wäldern angepflanzt. In Tansania verwendet man Hagenia abyssinica vielseitig, beispielsweise als Feuerholz, die Laubblätter als Tierfutter und Gründünger und die Samen als Speisezusatz oder Gewürz. Im Kilimandscharo-Gebiet wird die Borke verwendet um Textilien gelblich-rot zu färben (Färberpflanze).
Verwendung des Holzes  
Das schön aussehende Holz wird zur Herstellung von Möbeln, Fußböden, Werkzeugen, Zäunen und als Bauholz verwendet. Aus ihm werden Furniere hergestellt. Das Splintholz ist creme-gelb. Das Kernholz ist dunkelrot bis rot-braun, weich und mittelschwer (560 bis 750 kg/m³ bei einer Holzfeuchte von 12 %). Die Fasern sind meist gerade. Das Kosso-Holz ist nicht haltbar und wird von Bohrkäfern und Termiten befallen. Während des Trocknens kann es zu Verformungen kommen. Das Holz ist leicht zu sägen und Nägel halten gut.  
Pharmazeutische Verwendung  
Die frischen Blüten werden wegen der enthaltenen Gerbstoffe als Bandwurmmittel genutzt. Als Droge: Kosoblüten = Flores Koso werden die weiblichen Blütenstände verwendet. Die Wirkung von Hagenia abyssinica als Anthelminthikum wurde in der Heilkunde in Äthiopien und anderen Teilen Afrikas schon sehr lange genutzt. In der äthiopischen Volksheilkunde verabreichte man Extrakte aus getrockneten Blüten zum Trinken einmal alle ein bis drei Monate gegen Bandwürmer, die in Äthiopien durch den Genuss von rohem Fleisch häufige Parasiten waren und noch sind. Das Kosso-Extrakt wird vor dem Frühstück getrunken und etwa 0,5 bis 3 Stunden später beginnt die abführende Wirkung. Der Kopf des Bandwurmes (Scolex) wird selten ausgeschieden und so kann der Bandwurm erneut wachsen, deshalb ist die Wiederholung alle ein bis drei Monate erforderlich. Neben anderen Pflanzenarten wurde Hagenia abyssinica zum wichtigsten Behandlungsmittel gegen Bandwürmern in Äthiopien. Im 19. Jahrhundert wurde die Droge Kosso in Europa weitverbreitet als Anthelminthikum verwendet. Es wurde auch oft in Mixturen zusammen mit Pflanzenteilen anderer Arten als
Medizin verwendet um Syphilis, Skrofulose, Malaria, Fieber und Husten zu behandeln. Die Droge KossoPuder kann leicht durch jeden anderen bräunlichen Puder gestreckt werden, dagegen können intakte Blütenstandsteile leicht erkannt werden und sind so relativ fälschungssicher.
 
Pflanzenbeschreibung
Hagenia abyssinica wächst als schlanker, kleiner bis mittelgroßer Baum und erreicht Wuchshöhen von bis zu 20 Meter und Stammdurchmesser von meist 60 bis selten 220 Zentimeter. Er bildet einen kurzen, selten geraden Stamm und dicke Äste. Die Baumkrone ist weit und schirmförmig. Die durch ringförmige lange haltbare Blattnarben gezeichnete Rinde der Zweige ist anfangs dicht mit kurzen, zottigen und langen, weichen silbrigen Haaren bedeckt; oft werden die drüsigen Haare später rötlich-grün oder braun. Die dicke, braune oder rötlich-braune Borke blättert schnell ab. Es sind keine Dornen und keine Brettwurzeln vorhanden.
Die wechselständig und in Büscheln an den Zweigenden gehäuften Laubblätter sind etwa 40 bis 50cm lang. Der etwa 12 bis 15 cm lange Blattstiel ist mit den zwei bis zu 1,5cm breiten, dünnen Nebenblättern verwachsen und dadurch geflügelt. Diese unterseits dicht behaarten Blattflügel umgeben mit ihrer Basis den Zweigen scheidenartig. Die unpaarig gefiederte Blattspreite besitzt an der Blattrhachis wechselständig bis fast gegenständig angeordnet drei bis sechs (bis zu acht) Paare fast sitzender Fiederblätter und das Endfiederblatt. Die Fiederblätter sind bei einer Länge von 9 bis 15 cm und einer Breite von 2 bis 5 cm schmal-länglich bis elliptisch mit schiefer, stumpfer Basis und zugespitztem oberen Ende. Der Rand der Fiederblätter ist gezähnt und besitzt lange, seidige Haare, wobei die Blattzähne meist in einer verdickten Drüse enden. Die Oberseite der Fiederblätter ist hell oder leuchtend grün und auf der Blattunterseite befinden sich silbrige Haare. Die Fiederblätter sind fiederadrig und auf der Unterseite sind die Blattadern erhaben und besitzen lange, silbrige Haare. Es können abwechselnd mit den normalen Fiederblättern viel kleinere Fiederblätter vorkommen, die bei einem Durchmesser von bis zu 2,5 cm fast kreisförmig sind.  
Hagenia abyssinica ist polygamo-diözisch. Die endständigen, vielverzweigten, überhängenden, rispigen Blütenstände weisen eine Länge von bis zu 60 Zentimeter und einen Durchmesser von etwa 30 Zentimeter auf und enthalten viele Blüten. Die gelbliche oft leuchtend rot getönte Blütenstandsrhachis ist meist zickzackförmig und die über laubblattartigen Tragblättern stehenden Verzweigungen sind zottig bis lang seidig behaart sowie klebrig. Die bis zu 3,5 Millimeter langen, dicht behaarten Blütenstiele werden an ihrer Basis von nierenförmigen Deckblättern umfasst. Die weiblichen Blütenstände sind rosarot und die männlichen orangelederfarben bis weiß. Die eingeschlechtigen Blüten sind radiärsymmetrisch und selten vier-, meist fünfzählig. Der seidig behaarte Blütenbecher (Hypanthium) ist bei einer Länge von 2 bis 3 Millimeter konisch. Nebenkelch und Kelch sind grün oder rötlich getönt und selten vier-, meist fünfzipfelig. Bei den männlichen Blüten sind die Zipfel des Nebenkelches kleiner als die des Kelches. Bei den weiblichen Blüten sind die Zipfel des Nebenkelches größer als die des Kelches und vergrößern sich bis zur Fruchtreife bis auf eine Länge von bis zu 10 Millimeter. Die selten vier, meist fünf Kroblätter sind bis zu 1,5 Millimeter lang. In männlichen Blüten sind 15 bis 20 fertile Staubblätter mit bis zu 3 Millimeter langen Staubfäden vorhanden. In weiblichen Blüten sind rudimentäre Staubblätter und in den männlichen ein funktional steriles Gynoeceum vorhanden. Frei vom Blütenbecher stehen in den weiblichen Blüten meist zwei Stempel, der Fruchtknoten besitzt am oberen Ende ein Haarbüschel und der fast fadenförmige Griffel endet in einer kopfigen Narbe. Meist nur einer der beiden Fruchtknoten entwickelt sich zu einer Frucht.
Die Frucht ist vom haltbaren Blütenbecher umgeben und der Nebenkelch bildet Flügel. Die relativ kleine, trockene, einsamige, bei einem Durchmesser von bis zu 2,5mm kugelige bis eiförmige Achäne ist geflügelt und asymmetrisch. Das papier-artige und dünne Perikarp ist bleich bis braun. Auf der Frucht befinden sich weiße Haare. Der fast kugelige bis fast eiförmige Same ist nur etwas kleiner als die Frucht. Die Samenschale (Testa) ist meist runzelig, braun und kahl.

Bachblüten
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Sie fühlen sich immerwährend elendig
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Bachblüten
Ich fühle mich elend (Willow)
Diese Menschen sind elend beisammen
Mit dieser Bachblüte können sie das elendig bekämpfen
Tipps für Schwangere
Räumen sie Ammenmärchen aus, wie die Behauptung: „Schwangere muss für 2 Essen.“ Obst- und Reistage helfen, einer übermäßigen Gewichtszunahme entgegen zu wirken. Eine Schwangere ist keine Kranke!!! Das gilt auch für Stillende.
Eine erhöhte Sorge um die Gesundheit des Kindes und die eigene Gesundheit kann dazu führen, dass Schwangere zu viel des Guten tun. Eine vollwertige Kost nach den Empfehlungen der DGE versorgt in der Regel Mutter und Kind optimal!
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