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Jiaogulan
Gynostemma pentaphyllum, dt. Kraut der Unsterblichkeit/Unsterblichkeitskraut ist eine Pflanzenart der Familie der Kürbisgewächse. Teile der Pflanze werden als Gemüse, Salat oder Tee zubereitet. Als Pflanze der Unsterblichkeit ist die chinesische Heilpflanze Jiaogulan in den letzten Jahren in Europa sehr beliebt geworden. In China wird Jiaogulan mindestens seit dem 15. Jahrhundert als Heilpflanze verwendet. Auch in Japan und Thailand kennt man sie. Ihre Wirkung gilt als ähnlich wie die des Ginseng. Obwohl sie nicht miteinander verwandt sind, enthalten sie jedoch teilweise ähnliche Wirkstoffe. Weil Jiaogulan nicht nur bei Herzkreislauf-Krankheiten vorbeugen, sondern auch gegen Krebs helfen soll, wird sie von vielen verzweifelten Menschen mit großer Hoffnung angewendet.
Das Kraut der Unsterblichkeit, wie der Jiaogulan auch genannt wird, stammt ursprünglich aus Südchina. Dort wird das Kraut wegen seiner zahlreichen gesundheitsfördernden Eigenschaften sehr geschätzt. Auch bei uns findet Jiaogulan als universelles Heilkraut immer mehr Anhänger, da es als Anti-Aging-Mittel leicht anzuwenden ist und eine nachhaltige Wirkung haben soll. Vor allem Jiaogulantees und Smoothies sind dabei sehr beliebt.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Erhöhte Blutfettwerte, Krebs, Schwäche
Heilwirkung: adaptogen, ausgleichend, blutbildend, blutfettsenkend, blutreinigend, blutzuckersenkend, durchblutungsfördernd, entgiftend, immunstimulierend, stär-kend
Anwendungsbereiche: Abwehrschwäche, Altersbeschwerden, Arteriosklerose, Asthma, Augenringe, Bluthochdruck, Bronchitis, Diabetes, Erhöhter Cholesterinspiegel, Gedächtnisschwäche, Hepatitis, Herzschwäche, Leberschwäche, MagenDarm-Entzündung, Müdigkeit, Nervosität, Rekonvaleszenz, Schlaflosigkeit, Schwäche, Stoffwechselschwäche, Stress, Vergesslichkeit
wissenschaftlicher Name: Gynostemma pentaphyllum
Pflanzenfamilie: Kürbisgewächse = Cucurbitaceae
englischer Name: Jiaogulan, Five Leaves Ginseng
andere Namen: Kraut der Unsterblichkeit, Xiancao (chinesisch), Amachazuru (japanisch), Rankende Indigopflanze, 5-Blatt-Ginseng
falsche Schreibweisen: Jiagulan
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Kraut
Inhaltsstoffe: Saponine: Gypenoside, Gynosaponine; Ginsenosid, Vitamine, Mine-ralstoffe, Proteine, Polysaccharide
Sammelzeit: Sommer bis früher Herbst
 
Anwendung
In Thailand und China werden frische Blätter als Salat oder spinatähnlich verwen-det. Sowohl aus den getrockneten als auch den frischen Blättern kann zudem Tee zubereitet werden. G. pentaphyllum wird in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet, um Hitze auszuleiten, Geist zu ergänzen, Gift aufzulösen, den Blutzuckerspiegel zu senken, und die Leberfunktion zu schützen. Eine häufige moderne Indikation ist in China die Hyperlipidämie. Die wissenschaftlichen Belege beschränken sich allerdings bisher auf Tierversuche und Kleinstserien. So könnte Gynostemma pentaphyllum etwa gegen nichtalkoholische Fettlebererkrankung wirken. Im Tierversuch an Ratten gab es keine toxische Wirkung. In Europa hat die Pflanze keine medizinische Zulassung. Sie wurde früher als Nahrungsergänzungsmittel vermarktet; seit die Europäische Union für Novel Foods eine Zulassung fordert, als sogenanntes Duftkraut. Jiaogulan kann man als Tee oder Blattgemüse anwenden. Die häufigste Art, Jiaogulan anzuwenden ist der Tee. Man verwendet dazu die Blätter bzw. das Kraut der Jiaogulapflanze.
Tee
Jiaogulanblätter werden häufig zu Kugeln gepresst angeboten. Eine solche Kräuterkugel reicht für 500 ml Tee (zwei Tassen). Man kann aber auch frische oder normal getrocknete Jiaogulanblätter für einen Tee verwenden. Für einen Jiaogulantee übergießt man ein bis zwei Teelöffel oder eine Kugel Jiaogulankraut mit einer bis zwei Tassen kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und den Jiaogulantee in kleinen Schlucken trinken. Der Tee schmeckt leicht grasig, etwas ähnlich wie Grüntee und ein wenig süß. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Jiaogulantee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Jiaogulanwirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Jiaogulan als Heilkraut
Jiaogulan ist eine alte und traditionelle asiatische Heilpflanze, die auch heute noch im großen Umfang verwendet wird. Sie wurde im Jahr 1406 erstmals vom chinesischen Arzt Zhu Xiao in einem Heilkräuterbuch erwähnt, welches vorrangig von Hinweise über die Ernährung zu Hungerkrisen handelte. In diesem Buch wird der Jiaogulan Menschen empfohlen, die in Regionen mit schlecht zu bewirtschaftenden Boden wohnen. Zu jener Zeit war die Pflanze jedoch ausschließlich als Nahrungsmittel bekannt.
Erst im Jahr 1578 hat der chinesische Arzt und Kräuterkundige Li Shinzen in seinem Kompendium der Heilkräuter (Bencao Gangmu) den Jiaogulan als Heilkraut erwähnt. Es wurde dort vor allem bei Schnittwunden, Rachenschmerzen, Hitzewallungen, Ödemen und blutigem Urin empfohlen.
Überraschenderweise zählt der Jiaogulan nicht zu den klassischen Pflanzen, die in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) verwendet wurden. Das liegt unter anderem daran, dass die meisten chinesischen Heilpflanzen, die in den TCM-Heilbüchern erwähnt werden, aus Zentralchina kommen und nicht wie der Jiaogulan aus Südchina. In den letzten Jahren wird es jedoch auch als Heilkraut im Rahmen der TCM eingesetzt. Dort wird es vor allem zur Immunstärkung von Krebspatienten verwendet.
Nebenwirkungen und Hinweise
In der Schwangerschaft sollte der Konsum von Jiaogulan gemieden werden, da Wirkungen auf das ungeborene Kind nicht hinlänglich untersucht worden sind. Jiaogulan wird heute vorrangig als Heilkraut für viele unterschiedliche medizinische Zwecke verwendet. Es wird jedoch auch häufig in Salaten oder anderen Speisen mitgegessen.
Jiaogulan in der Küche
Jiaogulan wird zwar recht häufig in der Küche in Form von Salaten, Broten, Kräuterquarks oder Smoothies verwendet, genießt jedoch keinen Ruf als besonders wertvolles Gewürzkraut. Der Geschmack von frischem Jiaogulan wird als leicht süß, leicht bitter mit einer Note Anis beschrieben. Junge Blätter schmecken dabei intensiver als ältere.
In Japan wird das Kraut noch vereinzelt als natürliches und gesundes Süßungsmittel verwendet. Es ist dort u.a. in Eiscremes und industriell hergestellten Getränken zu finden. Eines der bekanntesten dieser Getränke ist der Ju roku cha.
Das Kraut der Unsterblichkaut kommt als Zutat in vielen Smoothie-Rezepten vor. Eine recht wohlschmeckende und gesunde Möglichkeit ist die Verarbeitung von Jiaogulan mit Banane, Leinsamen, Walnüssen oder Cashew-Kerne, Himbeeren und Hafermilch. Ein solcher Smoothie soll vor allem als Frühstücksgetränk sehr viel Energie für den Tag bringen. Ein anderes mögliches Smoothie-Rezept besteht neben einigen wenigen Anteilen Jiaogulan aus Gurke, Zitrone und Minze.
Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von Jiaogulan als Salatkraut. Das Kraut kommt dabei entweder roh als Zutat direkt in den Salat oder kann für die Zubereitung eines Salatdressings verwendet werden. Ein solches Dressing besteht neben dem Jiaogulankraut noch aus Olivenöl, Balsamico, Pfeffer, Salz, Naturjoghurt und Limonensaft.
Die Jiaogulablätter können auch als Frischgemüse gegessen werden. Besonders lecker und kraftspendend sollen die zarten, jungen Triebe schmecken. Man kann sie einfach knabbern, ohne sie vorher zubereiten zu müssen. Mit den Blättern kann man auch den Salat oder Mischgemüse bereichern. Gekocht ist Jiaogulan ähnlich wie Spinat.
Fertigpräparate
Manche Anbieter bieten Jiaogulanpulver in Kapselform an. Wer lieber Kapseln schluckt als Tee zu trinken, kann diese Anwendungsweise nutzen.
 
Anwendungsgebiete
Die Wirkung der Jiaogulanblätter wird als ähnlich wie die Ginsengwirkung beschrieben. Das ist insofern nicht erstaunlich, weil die Glykoside im Jiaogulankraut den Ginsengglykosiden entsprechen. Jiaogulan soll jedoch bis zu 4 mal so viel Glykosid enthalten wie der Ginseng und zudem deutlich preiswerter sein. Außerdem enthält die Jiaogulanpflanze zahlreiche Saponine, die eine zusätzliche Wirkung ausmachen. Die Wirkung von Jiaogulan wird in erster Linie als adaptogen beschrieben. Das heißt, sie wirkt regulierend. Wo zu wenig Energie ist, verstärkt sie und wo zu viel Energie ist, schwächt sie ab. So kann sie beispielsweise zu hohen Blutdruck senken und zu niedrigen steigern. Sie entspannt und regt an, macht müde und wach, ganz wie man es gerade braucht. Besonders populär ist die Anwendung der Jiaogulanpflanze bei Krebs. Dabei muss man jedoch berücksichtigen, dass es keine wissenschaftlichen Studien gibt, die eine krebshemmende Wirkung der Jiaogulanpflanze belegen. Man kann sie jedoch begleitend zu Chemotherapie oder Strahlentherapie einsetzen, um die belastenden Behandlungen besser zu verkraften. Auch zu Vorbeugung bei Krebs kann man Jiaogulantee trinken. Ebenso eignet sich Jiaogulan zur Vorbeugung gegen Schlag-anfall und Herzinfarkt. Die Durchblutung wird durch Jiaogulankraut verbessert und erkrankte Blutgefäße regenerieren sich. Durch die verbesserte Durchblutung wird auch die Gehirnleistung verbessert. Jiaogulanblätter senken erhöhte Blutfettwerte, sowohl die Triglyceride als auch das schädliche LDL-Cholesterin. Das gesunde HDL-Cholesterin wird hingegen erhöht. Das Nervensystem profitiert von der Jiaogulan, indem es einerseits angeregt und andererseits beruhigt wird. Man kann also sowohl bei Schlaflosigkeit als auch bei ständiger Müdigkeit Hilfe von der Jiaogulapflanze erhoffen. Insgesamt kann man sagen, dass Jiaogulan auf den gesamten Körper günstig wirken soll.
Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)
In der chinesischen Medizin wird Jiagulan schon seit Jahrhunderten eingesetzt. Sie wird dort genutzt um zu stärken, zu entgiften und den Stoffwechsel auszugleichen. Die Anwendungsgebiete sind ähnlich wie oben beschrieben. Zusätzlich wird sie auch bei Sepsis (Blutvergiftung) und Hepatitis angewendet.
 
Geschichtliches
In der Ming-Dynastie (um 1406) wird Jiaogulan in China erstmals schriftlich erwähnt. In China, Japan und Thailand ist sie eine traditionelle Heilpflanze, die für zahlreiche Krankheiten genutzt wird. 1784 wird Jiaogulan vom schwedischen Forscher Thunberg beschrieben. In den folgenden Jahrhunderten wird ihre botanische Zuordnung mehrmals geändert. Erst 1976 wurde das interessante Wirkspektrum der Jiaogulan von japanischen Forschern entdeckt. In Europa und in den USA ist Jiaogulan und ihre Heilwirkung erst seit einigen Jahren bekannt.
 
Pflanzenbeschreibung
Gynostemma pentaphyllum ist eine schlanke, kletternde, einjährige bis ausdauern-de krautige Pflanze und erreicht Wuchslängen von vier bis acht Metern. Sie bildet Wurzelknollen als Überdauerungsorgan aus. Sie ist fein behaart bis verkahlend. Die Ranken sind gegabelt, selten einfach. Die häutigen bis papierartigen, annähernd symmetrischen, unpaarig gefiederten Laubblätter sind einfach bis fußförmig aus fünf bis neun Blättchen zusammengesetzt und von eiförmiger über umgekehrt-eiförmiger bis lanzettlicher Form. Das endständige Blättchen ist 4 bis 14 cm lang und 2 bis 5 cm breit, alle weiteren kleiner. Die Blättchen sind spitz bis stumpf an der Spitze, am Ansatz stumpf bis keilförmig zugespitzt und am Rand unregelmäßig gesägt, wenn behaart, dann vor allem entlang der Nervatur. Gynostemma pentaphyllum ist zweihäusig getrenntgeschlechtig. Die Blütenstände sind bis zu 30 cm lang und herabhängend. Die Blüten sind mit kleinen Tragblättern versehen, die dreieckigen Kelchabschnitte 5 bis 20 mm lang, die gelblich-grünen Kronlappen dreieckig-lanzettlich und 2 bis 3 mm lang. Die Früchte sind runde und glatte Beeren mit einem Durchmesser von 5 bis 8 mm, die dunkelgrün bis fast schwarz werden, wenn sie reif sind.
Die Jiaogulanpflanze ist in China, Thailand, Japan, Korea und Indien heimisch. Die rankende Pflanze wächst bevorzugt in Dickichten und fühlt sich sogar noch in Höhen von über 3.000 Metern wohl. Im Winter hält sie bis zu -18°C aus, man kann sie also als winterhart bezeichnen. Die einjährige bis mehrjährige Pflanze wird bis zu 8 Meter lang bzw. hoch. Normalerweise ist die Jiaogulanpflanze nur einjährig, aber wenn sie sich wohl fühlt, kann sie auch mehrere Jahre überdauern. Dazu bildet sie Wurzelknollen aus. Aus den Wurzeln wachsen Ranken, die sich normalerweise verzweigen. An den Ranken wachsen Blätter, die meistens aus fünf Einzelblättern bestehen. Daher hat die Pflanze auch den Beinamen Fünf-Blatt Ginseng bekommen. Die kleinen, gelbgrünen Blüten sind zweihäusig (getrennte Geschlechter). Aus den Blüten entwickeln sich schwarz-grüne Beeren, die bis zu 8 mm groß werden, in der Heilkunde aber keine Rolle spielen.
 
Anbautipps
Da die Jiaogulapflanze winterhart bis -18°C ist, kann man sie auch in Europa im Garten anbauen. Die Anzucht mit Samen gestaltet sich häufig schwierig und bringt vor allem in kühleren Gegenden oft unbefriedigende Ergebnisse. Einfacher ist es, fertige Jiaogulanpflanzen in den Garten zu pflanzen. Sie gedeihen auch im Wintergarten, auf dem Balkon oder sogar auf dem Fensterbrett. Zum Ranken brauchen sie jedoch ein Gestell oder andere Möglichkeiten, um sich festzuhalten.
Anbau und Pflege
Der Jiaogulan ist bei uns mittlerweile so begehrt, dass viele Gärtner und Kräuterliebhaber ihr eigenes Kraut der Unsterblichkeit anbauen wollen. Bei der Kultivierung des beliebten Heilkrauts gibt es jedoch erhebliche Unterschiede darin, ob Jiaogulan aus Samen herangezogen werden soll, oder ob der Anbau mit fertigen Pflanzen aus dem Handel erfolgt. Letzteres ist die deutlich einfachere Variante.
Standort
Beim Anbau von Jiaogulan sollten die natürlichen Standortbedingungen berücksichtigt werden. Grundsätzlich ist das Kraut eine sehr anspruchslose Pflanze, die sich an viele Standorte anpassen kann. Optimal sind jedoch halbschattige bis leicht sonnige Standorte (keine Vollsonne!) mit feuchten, nährstoffreichen und humosen Böden. Staunässe ist trotz der bevorzugten feuchten Erde zu vermeiden, da sonst die Wurzeln schnell Schaden nehmen können. Soll der Jiaogulan an sandigen Standorten wachsen, sollte der Boden mit Kompost und Bentonit durchmischt werden. Der Aufwuchs in handelsüblicher Blumenerde ist möglich, wobei aus Grün-den der Nachhaltigkeit torffreie Erden gewählt werden sollten.
Aussaat
Die Aufzucht des Jiaogulans aus Samen ist eine geduldsame und mitunter aufwändige Angelegenheit. Für eine erfolgreiche Aufzucht wird ein lockeres und leichtes Anzuchtsubstrat benötigt. Optimal ist eine Mischung aus mineralischen Komponenten (Vermiculit, Perlit) und organischen Bestandteilen (Mutterboden, Blumenerde). Zu dichtes Substrat würde die Wurzelbildung hemmen, wodurch die Keimlinge mit hoher Wahrscheinlichkeit eingehen. Die Aussaat der Jiaogulansamen sollte am besten zwischen April und Mai auf der Fensterbank oder im Zimmergewächshaus erfolgen. Wer es im Freiland versuchen möchte, wird nur dann Erfolg haben, wenn keine Fröste mehr auftreten. Ein sonniger und warmer Platz ist für den Anbau unabdinglich. Jiaogulan ist ein Dunkelkeimer, d.h. dass die Samen etwa 3 bis 4 cm in den Boden gedrückt werden müssen. Bevor das Saatgut in den Boden eingearbeitet wird, sollten diese 24 Stunden in warmes Wasser gelegt werden. Das Substrat sollte dabei immer leicht aber nicht zu feucht gehalten werden.
Ein Anbau auf dem Balkon und Terrasse ist grundsätzlich möglich. Allerdings sollte dafür gesorgt werden, dass die Jiaogulanpflanzen in großzügigen Pflanztöpfen untergebracht sind. Optimal sind Balkonausrichtungen in West oder Ostlage. Volle Sonneneinstrahlung sollte dringend vermieden werden.
Vermehrung
Möglich und auch empfohlen ist die Vermehrung von Jiaogulan über Stecklinge. Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn ein schräger Schnitt unter der Blattachsel des jeweiligen Blattabschnittes gemacht wird. Das abgeschnittene Stück werden für etwa 3 bis 4 Wochen in ein Glas Wasser gesteckt, bis sich entsprechende Wurzeln ausgebildet haben. Haben die Wurzeln eine entsprechende Länge erreicht (etwa 2 bis 4 cm) kann der Steckling in ein mit Erde befülltes Pflanzgefäß eingesetzt werden.
Gießen
Beim Gießen sollte darauf geachtet werden, dass die Erde niemals vollständig austrocknet und immer leicht feucht ist. Am besten ist es, immer morgens oder abends zu gießen. Zuviel Feuchtigkeit kann der Pflanze schaden.
Düngung
Da Jiaogulan eine mehrjährige Pflanze ist, muss das Kraut von Zeit zu Zeit gedüngt werden. Passende Dünger für Jiaogulan sind vor allem Kompost oder organischmineralische Flüssigdünger mit relativ ausgeglichenem Stickstoff, Phosphor und Kalium-Verhältnis. Konzentrierte Dünger sollten immer mit Wasser verdünnt werden. Hervorragend eignen sich auch organische Langzeitdünger wie Rinderdung oder Schafsdung in pelletierter Form, die in den Erde eingearbeitet werden. Wächst die Pflanze im Topf sollte wenigstens alle zwei Monate gedüngt werden, falls kein Langzeitdünger bzw. Depotdünger verwendet wird. Im Freiland können unter guten Bedingungen alle drei bis vier Monate Nährstoffe gegeben werden. Jiaogulan-pflanzen die in frischer Blumenerde stehen, sollten für die ersten drei Monate nicht gedüngt werden. Handelsübliche Blumen- oder Kräutererde ist in der Regel vorge-düngt und verfügt am Anfang über ein ausreichendes Nährstoffdepot.
Krankheiten und Schädlinge
Bei guter Pflege ist Jiaogulan relativ robust. Mitunter befallen jedoch Blattläuse, Schildläuse und Mehltau die Pflanze, die sich meist durch einfache Mittel wie Neem, Beinwelljauche oder simples Abtupfen (bei Läusen) entfernen lassen. Bei größerem Befall sollten die einzelnen Blätter bzw. Triebe vollkommen entfernt werden. Bei ungünstiger Standortlage wie z.B. Vollsonne können Verbrennungsschäden an den Blätter entstehen, die sich meist durch weiße bis leicht bräunliche Flecken bemerkbar machen. Treten solche Phänomene auf, sollte der Jiaogulan an einen etwas schattigeren Standort gestellt werden..
Überwinterung
Jiaogulan kann große Temperaturdifferenzen ohne Probleme aushalten, weswegen die Kultivierung in vielen Teilen der Welt möglich ist. Einige Quellen berichten davon, dass das Kraut einen Toleranzbereich zwischen 40 °C und – 16 °C besitzt. Eine Überwinterung im Freien oder auf dem Balkon ist bei verhältnismäßig milden Wintern somit problemlos möglich. Bei strengeren Wintern empfiehlt es sich, die bodennahen Pflanzenteile mit Reisig abzudecken.
 
Sammeltipps
Für den Genuss als Salat oder Gemüse sammelt man am besten die frischen, zarten Triebe. Als Heilpflanze erntet man ausgewachsene Blätter in gutem Zustand. Die Blätter werden dann direkt als Tee zubereitet oder schonend getrocknet.

Hirtentäschel
Das Gewöhnliche Hirtentäschel, auch Hirtentäschelkraut genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Kreuzblütengewächse. Der wissenschaftliche Name Capsella bursa-pastoris kommt von lat. capsa = Kapsel, bursa = Tasche und pastor = Hirt, da die Schötchen der Pflanze wie die Taschen früherer Hirten geformt sind.
Das Hirtentäschel wächst dünn und unscheinbar an Wegrändern und wird kaum wahrgenommen, weil es so kleine Blätter hat. Wenn man es kennt, erkennt man es an seinen kleinen dreieckigen Täschchen. Die bekannteste Heilwirkung ist die blutstillende Wirkung des Hirtentäschels. Daher wird nach Geburten auch gern Hirtentäscheltee getrunken, um die Nachblutungen zu minimieren. Auch gegen zu starke Regelblutungen kann man Hirtentäschel erfolgreich einsetzen. Außer diesen bekannten Wirkungen hilft das Hirtentäschel jedoch gegen ein breites Spektrum von gesundheitlichen Beschwerden. Beispielsweise reguliert es den Blutdruck, fördert die Verdauung und heilt Ekzeme.
Erstmals schriftlich erwähnt wurde das Hirtentäschelkraut bei Carl von Linné (1707-1778).Der schwedische Naturforscher gab dem Kraut seinen aus dem Lateinischen stammenden Namen in der Urform: bursa-pastoris. Den Vokabeln für Tasche und Hirte, da die Gestalt der Samenkapseln denen von Hirtentaschen ähnelt. Jahre später ergänzte der deutsche Botaniker (1736-1808) die Bezeichnung zum Capsella.
 
Steckbrief
Heilwirkung: blutstillend,  blutreinigend, adstringierend, entzündungshemmend, harntreibend, tonisierend, wehenfördernd, Gebärmutterblutungen, Menstruationsstörungen, Menstruationsfördernd, Zu starke Menstruationsblutungen, Fieber, Lungenschwäche, Ohrenschmerzen, Verstopfung,  Magenschmerzen, Magenblutungen (leichte, behandlungsunterstützend), Nierenprobleme, Kreislaufschwäche, niedriger Blutdruck, hoher Blutdruck, Arteriosklereose, Stoffwechsel anregend, Rheuma, Gicht, Krampfadern, Hämorrhoiden, Nasenbluten, Wunden, Ekzem,
wissenschaftlicher Name: Capsella bursa-pastoris
Pflanzenfamilie: Kreuzblütler = Brassicaceae
englischer Name: Shepherds purse
volkstümliche Namen: Bettseicherle, Beutelschneider, Blutwurz (siehe auch: Blutwurz), Burenschinken, Herzel, Herzelkraut, Kochlöffel, Löffeldieb, Säckelchrut, Schinkenkraut, Schneiderbeutel, Schülersäckel, Täschelkraut, Taschendieb
falsche Schreibweisen: Hirtentäschl
Verwendete Pflanzenteile: das ganze Kraut
Inhaltsstoffe: Cholin, Acethylcholin, Tyramin, Brusasäure, ätherisches Öl, Saponin, Kalium, Gerbstoff
Sammelzeit: Juni-August
 
Anwendung
Die häufigste Anwendung des Hirtentäschels ist ein Tee (Aufguss) aus dem blühenden Kraut. Auch eine Tinktur kann man aus dem Kraut herstellen, damit man es immer zur Hand hat.
Blutungen
Innerlich wird es vorwiegend gegen Blutungen eingesetzt, beispielsweise gegen zu starke Menstruationsblutungen, Magenbluten, Nierenblutungen. Die blutstillende Wirkung wird durch ein Zusammenziehen und Abdichten der Gefäße erreicht. Bei inneren Blutungen sollte man natürlich in erster Linie den Arzt aufsuchen und darf Hirtentäscheltee höchstens therapiebegleitend anwenden. Daher wird der Haupteinsatzzweck im Alltag bei zu starken Regelblutungen liegen, denn diese sind aus ärztlicher Sicht in den meisten Fällen eher "normal" als beispielsweise Magenbluten. Gegen Nasenbluten kann man Hirtentäscheltee schnupfen.
Gebärmutter-Wirksamkeit
Da das Hirtentäschelkraut die Muskeln der Gebärmutter zur Zusammenziehung anregt, wirkt Hirtentäscheltee wehenfördernd und Menstruationsfördernd. Das ist im Rahmen der Geburt meistens eine erwünschte Wirkung und kann helfen, dass die Geburt schneller vonstatten geht. In der frühen Schwangerschaft ist diese Wirkung jedoch unerwünscht, weil sie zu Fehlgeburten führen kann.
Achtung! Hirtentäschelkraut nicht in der Schwangerschaft anwenden! Erst wenn die Geburt ansteht, darf Hirtentäschelkraut verwendet werden, weil Hirtentäschel Wehen fördern kann.
Auf die Menstruation hat das Hirtentäschelkraut eine doppelte Wirkung, die sich scheinbar widerspricht. Die Menstruation wird gefördert und ausgelöst, wenn sie jedoch zu stark ist, wird die Blutung gestillt.
Kreislaufwirkung
Das Hirtentäschelkraut hat die wundersame Eigenschaft, den Blutdruck regulieren zu können. Hoher Blutdruck wird also gesenkt und niedriger Blutdruck verstärkt. Diese Wirkungsweise hängt mit der Wirkung auf das Blutgefäßsystem zusammen. Auch gegen Arteriosklerose kann das Hirtentäschelkraut helfen. Das Zusammenziehen der Blutgefäße wirkt auch gegen Krampfadern und Hämorrhoiden.
Verdauungsschwäche
So wie das Hirtentäschelkraut die Gebärmutter und die Blutgefäße anregt, aktiviert es auch die Darmmusku-latur, was gegen Verstopfung helfen kann. Auch der Magen wird gestärkt, was ihm bei der Verdauung hilft. Durch seine Stoffwechsel fördernde Wirkung hilft das Hirtentäschel auch gegen Rheuma und hilft beim Abnehmen.
Entzündungshemmend
Dank der entzündungshemmenden Wirkung des Hirtentäschels kann man es auch bei Erkältungen und In-fektionen der Atemwege einsetzen. Zusätzlich wirkt es noch blutreinigend, was eine gute Kombination gegen Rheuma und Gicht ergibt.
Äußerlich
Bei Ekzemen und Wunden kann man das Hirtentäschelkraut als Tee nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich für Waschungen und Umschläge verwenden. Auch das Pulver der getrockneten Pflanze kann man auf Wunden streuen, um deren Abheilung zu fördern.
Hirtentäschel als Heilkraut
Hirtentäschel hat sich in der Naturheilkunde als Blutstiller bewährt. So kommt das Kraut beispielsweise bei Nasenbluten, kleineren Hautverletzungen oder bei gynäkologischen Beschwerden wie langer Menstruation oder nach der Geburt zum Einsatz, um die Nachblutungen zu stoppen bzw. reduzieren.
Hirtentäschel wurde bereits in der frühen Volksmedizin verwendet. Das Kraut enthält vor allem Flavonoide, Kalium, einige Gerbstoffe sowie Peptide.
Nebenwirkungen und Anwendungsbeschränkungen
Da Hirtentäschel in der Lage ist, Gebärmutterkontraktionen auszulösen, darf Hirtentäschelkraut in der Schwangerschaft nicht konsumiert werden, weil die Gefahr von frühzeitigen Wehen besteht. Ebenso sollte auf die Anwendung von Hirtentäschel in hohen Dosen verzichtet werden.
Hirtentäschel ist eine von anderen Wildkräutern leicht zu unterscheidende Pflanze. Die herzförmigen Blättchen sind zu typisch für das Hirtentäschelkraut. Hirtentäschel sieht aber nicht nur hübsch aus, das Kraut wurde lange Zeit in der Naturheilkunde geschätzt.
Hirtentäschel in der Küche
Hirtentäschel ist ein Kraftpaket an Mineralstoffen und Vitaminen. Die Pflanze enthält höhere Anteile an folgenden Mineralien und Nährstoffe: Vitamin C, Eisen, Kalium, Calcium, Eiweiß
Der Hirtentäschel spielt in der Küche heute nur eine untergeordnete Rolle. Allerdings sind die herzförmigen Früchte bei vielen Wildkräuterliebhabern durchaus beliebt. Im Mittelalter verwendete man die Pflanze allerdings häufiger und sie war geschätzt als Ersatz für Senfsaat. Hirtentäschel weist Senföle auf, die dem Kraut das Synonym Bauernsenf einbrachten.
Die Schoten eignen sich hervorragend für die Zubereitung von Wildkräutersalaten. Auch wenn es etwas mühsam ist, die einzelnen Schötchen von der Pflanze zu trennen, ist der nussige Geschmack eine ideale und auch gesunde Ergänzung.
Ebenso eignet sich die Schötchen für die Zubereitung von Suppen, Eintöpfen, Kräuterquark und Frischkäse. Dort wird sie ausschließlich immer frisch verwendet. Die Schoten eignen sich natürlich auch ganz hervorragend zur Dekoration verschiedener Speisen.
Verwendung finden auch die als Rosette angeordneten Grundblätter sowie die Blüten, die am besten schmecken, wenn sie im Frühjahr noch geerntet werden. Auch hier können Salate zubereitet werden. In einigen Rezepten werden die Blätter auch für Aufläufe verwendet. Die jungen Blätter schmecken in der Regel deutlich milder und nussiger als die älteren.
Verwendung
Mancherorts wird Hirtentäschelkraut als Wildsalat verwendet
 
Geschichte
Die medizinische Verwendung des Gemeinen Hirtentäschels lässt sich erstmals sicher in der Volksmedizin des 15. Jh. nachweisen. Im Büchlein von den ausgebrannten Wässern wurde empfohlen, ein Destillat aus „täschenkraut“ gegen Nasenbluten, gegen blutigen und wässrigen Durchfall, gegen zu starke Monatsblutung und zur Austreibung des Harnwegssteins einzunehmen. In einer Elsässer Handschrift aus der zweiten Hälfte des 15. Jh. (Cpg 226) wurde zur Behandlung des Nasenblutens empfohlen, eine Handvoll des Krautes vor die Nase zu halten. Der Straßburger Wundarzt Hieronymus Brunschwig schrieb in seinem Kleinen Destillierbuch: „… ſo man das krut mit der zugethonden handt haben iſt vntz es erwarmet / do von das blůtend der naſen von ſtunden an verſtot vnd verſtellt würt …“
In den Mainzer Kräuterbuchinkunabeln des 15. Jh. – Herbarius moguntinus (1484), Gart der Gesundheit (1485) und Hortus sanitatis (1491) – wurde das Gemeine Hirtentäschel zusammen mit dem Vogelknöterich behandelt und die überlieferten Indikationen beider Pflanzen wurden zusammengeworfen. Diese Sicht wurde von den deutschen Vätern der BotanikOtto Brunfels, Hieronymus Bock und Leonhart Fuchs – verworfen. Da sie bei Dioskurides keine dem Gemeinen Hirtentäschel entsprechende Pflanze finden konnten, so übernahmen sie ausschließlich die Angaben aus der Volksmedizin. Dazu Otto Brunfels 1532 in seinem deutschen Kräuterbuch:
„… Die newen / oder die letſten ärtzet / barbari genant / die geben dißem kraut vil nammen / als Burſa paſtoris / Pera paſtoris / Criſpula Herba cancri Sanguinaria / vnnd der gleichen andere meer / iſt doch keiner / der es recht vff ein Capitel Dioſcoridis mög deütten. So will ichs recht auch ein ſeckel laſſzen bleiben / bitz das mir der tag einest erfaren / wem er bey dem Dioſcoride ſoll zů geſchriben werden …“
1986 veröffentlichte die Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes eine (Positiv-)Monographie über Hirtentäschelkraut mit den Indikationen: leichte Menorrhagien und Metrorrhagien, Nasenbluten und oberflächliche blutende Hautverletzungen.
 
Vorkommen
Diese Art kommt in ganz Europa vor und ist in Mitteleuropa sehr häufig. Als Standorte werden Ruderalstellen, Äcker und Gärten bevorzugt. Die Pflanze ist stickstoff und lichtliebend und gedeiht auf nährstoffreichen Böden. Das Hirtentäschelkraut kommt bis in die subalpine Höhenstufe vor. In den Allgäuer Alpen steigt sie im Tiroler Teil am Fuß des Hochwieslers nahe dem Gimpelhaus bis zu 1820 m Meereshöhe auf. Heute ist die Art in den gemäßigten Klimazonen und auch in den tropischmontanen Gebieten verbreitet; sie kam ursprünglich wohl nur im südlichen Europa und in Westasien vor. In Mitteleuropa ist sie eine Charakterart der Klasse Chenopodietea, kommt aber auch in Gesellschaften des Verbands Polygonion avicularis vor.
  
Pflanzenbeschreibung
 Das Hirtentäschel ist in ganz Europa heimisch und ist von hier aus als Kulturfolger in die ganze Welt verbreitet worden. Es liebt nährstoffreiche Böden, bevorzugt also Ackernähe und Gärten. Man findet es an Wegrändern, Gräben, Böschungen, auf Brachland, Wiesen, Weiden und Schutthalden. Die Pflanze ist mehr- oder einjährig. In Bodennähe wächst eine Rosette, die an Löwenzahnrosetten erinnert, jedoch unregelmäßiger gezackt ist. Die Stängel werden bis zu einen halben Meter hoch. Am oberen Ende tragen sie kleine, weiße Blüten, die sich zu den flachen herzförmigen Täschchen entwickeln, die der Pflanze ihren Namen gegeben hat. Diese kleinen Schoten werden einen halben Zentimeter groß.
Die Capsella-Arten wachsen als ein- bis zweijährige krautige Pflanzen. Die oberirdischen Pflanzenteile sind meist flaumig behaart mit sitzenden, gegabelten oder Sternhaaren (Trichome). Die aufrechten bis aufsteigenden Stängel können ver-weigt sein. Die Laubblätter stehen in grundständigen Rosetten oder am Stängel wechselständig verteilt.
In anfangs schirmtraubigen und bis zur Fruchtreife durch deutliche Verlängerung der Blütenstandsachse traubigen Blütenständen stehen einige Blüten zusammen. Die zwittrigen Blüten sind vierzählig mit doppelter Blütenhülle. Es sind vier Kelchblätter vorhanden. Die vier Kronblätter sind meist weiß bis rosafarben, selten rötlich; sie können manchmal fehlen. Es sind nur vier Nektardrüsen vorhanden. Es sind (selten 12 bis) meist 20 bis 40 Samenanlagen je Fruchtknoten vorhanden. Die lang gestielten und spreizend abstehenden Schötchen sind herzförmig. Die in einer Reihen stehenden Samen sind nicht geflügelt.
 
Aussaat, Anbau und Pflege
Hirtentäschel in Samenform zu beziehen ist nicht überall möglich. Die Pflanze ist vielen als Unkraut bekannt, als Heilkraut weitestgehend in Vergessenheit geraten und optisch nicht so dekorativ wie andere blühende Kräuter, z.B. Ringelblume, Thymian oder Rosmarin. Dennoch gibt es mittlerweile vor allem im Online-Bereich einige Händler, die sich auf Wildkräuter spezialisiert haben, und Samen dieses Krauts anbieten.
Standort
Taschenkraut wie Hirtentäschelkraut auch genannt wird, hat recht geringe Ansprü-che an den Standort. Die unscheinbare, zierliche Pflanze liebt sonnige Stellen und ist eine der ersten Pflanzen, die auf verlassenen Brachflächen, Wildwiesen und Äckern wächst. Sie gilt als Zeigerpflanze für nährstoffreiche Böden, die vor allem reich an Stickstoff sind.
Aussaat
Hirtentäschel als Kulturpflanze wird im Frühling ausgesät. Das Kraut ist Lichtkeimer, daher dürfen die kleinen Samen auch nur leicht auf Erde oder Boden angedrückt werden. Die Aussaat kann Wichtig ist, dass der Ort sonnig und der Boden nährstoffreich ist.
Düngen
Eine zusätzliche Düngung ist in der Regel nicht erforderlich, insofern die Pflanze auf nährstoffreichen Standorten wächst.
Gießen
Hirtentäschel zeigt eine hohe Toleranz und kann kurze Trockenphasen problemlos überdauern. Im Normalfall reicht die Wasserzuführung durch den natürlichen Zyklus. An sehr langandauernden heißen Tagen wird sollte jedoch gelegentlich kräftig bewässert werden.
Vermehrung
In der Natur sät sich der Gewöhnliche Hirtentäschel von allein aus. Die zu Boden fallenden Samen werden durch Kleinstlebewesen, die im Boden leben, untergegraben und keimen dort auf. Unter diesen Umständen spielt der Zeitraum der Saat keine Rolle, das Hirtentäschelsamen viele Jahre lang keimfähig sind.

Bachblüten
Man nimmt unbewusst Gesten, Formulierungen und Meinungen einer stärkeren Persönlichkeit an (Centaury)
Sie nehmen unbewusst Gesten, Formulierungen und Meinungen der stärkeren Persönlichkeiten an
Hier kann Centaury helfen keine Gesten, Formulierungen und Meinungen von anderen anzunehmen
Bachblüten
Leicht ermüdet blass, ausgelaugt (Centaury)
Diese sind leicht ermüdet blass und sind auch leicht ausgelaugt
Centaury hilft dass nicht mehr leicht ermüden und ausgelaugt werden
Hunger entsteht im Gehirn
Unser Eßverhalten wird auch durch physiologische Faktoren geregelt, die sicherstellen, dass unser Körper mit ausreichend Energie versorgt wird. Zentraler Regulator ist der Hypothalamus (ein Abschnitt des Zwischenhirns). Der Hypothalamus empfängt, wertet aus und reagiert auf vielfältige Signale, die sowohl Auskunft über den Energiezustand des Körpers (vor allen die Energievorräte) geben, als auch über Menge und Zusammensetzung der zugeführten Nahrung.
Hunger entsteht im Gehirn Die Nahrungsaufnahme wird durch ein hocheffizientes und redundantes Regulationssystem kontrolliert, das im Gehirn integriert und kontrolliert wird. Langfristig ist es darauf ausgerichtet, die Energiebilanz auszugleichen und damit das Körpergewicht konstant zu halten. Akute Signale für Hunger und Sättigung werden daher mit langfristigen Signalnetzwerken, die unsere Energiereserven und deren Veränderungen messen, im Hirn verschaltet. Die Entdeckung von Leptin 1994 und des Leptinrezeptors 1996 hat zu einem enormen Aufschwung und neuen Erkenntnissen in der Erforschung der Appetitregulation geführt. Leptin wird vom Fettgewebe in Abhängigkeit von Fettgewebemasse sezerniert. Es stellt somit ein Signal für die Größe der Energiespeicher dar und wirkt Appetit unterdrückend. Umgekehrt sind niedrige Leptinspiegel ein Signal für Energiemangel und führen zu extremen Hungergefühlen, was sehr eindrucksvoll an Patienten mit Defekten im Leptin-Gen zu beobachten ist, die alle eine extreme Adipositas, bedingt durch starke Hyperphagie, entwickeln. Ein Gegenspieler zum Leptin ist das in 2000 entdeckte Peptidhormon Ghrelin. Es wird hauptsächlich vom Magen produziert und stimuliert die Nahrungsaufnahme. Die Ausschüttung von Ghrelin ist nach einer Mahlzeit verringert und wird durch Nahrungsentzug stimuliert. Neben Ghrelin gibt es eine Vielzahl von weiteren gastrointestinalen Hormonen, die jedoch im Gegensatz zu Ghrelin durchweg als Sättigungssignale wirken. Zusätzlich existieren nervöse Signale aus dem Magen-Darm-Trakt, die über den Vagus-Nerv an das Stammhirn weitergeleitet werden.

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