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KIEFER
Die Kiefern, Föhren oder Forlen bilden eine Pflanzengattung von Nadelholzgewächsen in der Familie der Kieferngewächse. Die Kiefern sind die einzige Gattung der Unterfamilie Pinoideae.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Bronchitis, Husten, Durchblutungsstörungen, Nervosität, Nasennebenhöhlenentzündungen, Neuralgien, Rheuma, Gicht, Muskelkater, Schlaflosigkeit
wissenschaftlicher Name: Pinus silvestris
Pflanzenfamilie: Kieferngewächse = Pinaceae
englischer Name: Pine
Sammelzeit: Mai
 
Anwendung
Heilkräftige Pflanzenteile und Heilwirkung
Wie bei der Fichte.
Die Heilwirkung der einzelnen Pflanzenteile ist etwas kräftiger.
Die Kiefern gelten seit jeher als sehr geschätzte Heilpflanzen. Die Kiefern aus dem Himalaja waren in der fernöstlichen Volksheilkunde schon vor über 5.000 Jahren wegen ihrer Heilkraft bekannt. In China hieß die Kiefer damals so wie heute Sung und werden die Nadeln zum Ausräuchern des Wohnraumes verwendet, in dem ein Mensch verstarb. Der feine Duft des Kiefernholzes locke nach Ansicht der Chinesen immer den Geist des Toten in sein Haus zurück und so weilt er immer inmitten der Hinterbliebenen. Aus dem Harz wurden mit Kräutern vermischt viele Salben zu Heilzwecken bereitet. Aus den grünen, kleinen Zapfen wird durch leichten Absud ein blutreinigender Tee hergestellt. Auch hier eine poesievolle, jahrtausendealte Deutung: das Blut müsse duften (rein sein), um den Geist anzuregen.
Heil- und Wirkstoffe
Wie bei allen Nadelhölzern ist das ätherische Öl der wertvollste heil- und Wirkstoff, der bei den Kiefern und hier wieder besonders bei den Bergkiefern, am ergiebigsten gewonnen werden kann. Es enthält Phelandren, Cadinen und Pinen. In den Nadeln sind beachtliche Mengen von Vitamin C nachzuweisen der Gehalt an Vitamin C ist sehr abhängig von der Kiefernart, vom Standort der Pflanze, dem Alter, der Jahreszeit der Nadelernte und dem Zerkleinerungsgrad der Nadeln. Nadeln im Frühjahr geerntet (April, Mai) haben einen sehr hohen Vitamin C Gehalt, Nadeln einmal unmittelbar vor der Teebereitung zerschnitten enthalten bis zu 60%, mehrmals zerschnitten bei 80% mehr Vitamin C als nicht zerschnittene Nadeln. Die Kiefernadeln – wie alle Nadeln von Nadelhölzern – sollen möglichst unmittelbar nach dem Ernten verwendet werden. Das Vitamin C geht durch den Trocknungsprozess größtenteils verloren. Älter als 1 Jahr gelagerte Nadeln sind völlig wertlos.
 
Beschreibung
Botanik
Die Pfahlwurzel dringt tief in den Boden ein. Der Stamm wird 20-35m hoch. Die Äste breiten sich mit der Zeit schirmförmig aus. Stamm und Zweige sind in der Jugend mit einer rötlichen Rinde, später von einer grau-braunen Borke bedeckt. Die langen, grau-grünen, 5-6cm langen Nadeln stehen paarweise auf kurzen Ansätzen auf den Ästen. Die Blüten sind einhäusig. Aus den weiblichen Blüten bildet sich ein kleiner Zapfen, erst rötlich, später braun und holzig.
Geruch und Geschmack
Sind harzig und terpentinartig
Blütezeit
Mai
Samenreife
Im Oktober des zweiten Jahres
Standort
In ganz Europa heimisch, meist waldbildend.  
Kiefern sind einhäusig getrennt geschlechtliche Bäume oder seltener Sträucher. Das Holz, die Rinde, die als Nadeln geformten Blätter und häufig auch die Zapfen bilden Harzkanäle. Der Stamm ist monopodial, geht also von der Basis bis zur Spitze durch. Die Verzweigung vom Stamm erfolgt in Scheinwirteln. Die Borke ist gefurcht oder in Platten unterteilt bis dünn und schuppig oder dünn und glatt. Die Triebe sind zweigestaltig, es werden Kurz- und Lang-triebe unterschieden. Die Knospen der Langtriebe und Zapfen sind anfangs von schuppenförmigen Niederblättergeschützt, jedoch nicht die Kurztriebe und Pollenzapfen. Die Schuppenblätter fallen bald ab oder verbleiben an den Zweigen. Die Nadeln wachsen selten einzeln oder in Bündeln meist zu zweit bis zu fünft und manchmal bis zu acht zusammen, die an der Basis von einer Nadel-scheide umgeben sind. Die Nadelscheide fällt bald ab oder verbleibt am Baum. Die Nadeln bleiben zwei bis 30 Jahre am Baum und fallen als Bündel ab. Sie erreichen Längen von 2,5 bis 50 Zentimetern und werden meist 0,5 bis 2,5 (bei einer Art bis 7) Millimeter dick. Sie sind nadelförmig oder bei einer Art lanzettlich, im Querschnitt plankonvex oder dreieckig, seltener stielrund oder flach. Der Rand ist ganzrandig oder fein gesägt. Die Spaltöffnungen liegen auf allen Seiten der Blätter, nur auf der Oberseite oder bei einer Art manchmal nur unterseits. Die Pollenzapfen wachsen spiralig angeordnet nahe der Basis junger Langtriebe. Sie sind eiförmiglänglich bis zylindrisch und bestehen aus einer dünnen Achse mit zahlreichen, spiralig angeordneten, mehr oder weniger schildförmigen Mikrosporophyllen. Die Samenzapfen sind gestielt und stehen einzeln oder häufiger in Gruppen nahe den Enden der Triebe. Sie sind schief eiförmig, eiförmig bis zylindrisch und 2 bis 60 Zentimeter lang. Sie reifen meist nach zwei oder seltener nach drei Jahren, werden bald abgeworfen oder verbleiben länger am Baum.
Sie wachsen anfangs aufgerichtet und sind bei Reife hängend oder abstehend. Die Deckschuppen sind bei der Bestäubung unscheinbar und wachsen auch nicht wie die Samenschuppen weiter. Die Samenschuppen sind bleibend, verkehrt eiförmig bis länglich, dünn oder dick holzig und spiralig mit einer dünnen oder dicken Mittelachse verbunden. Der im geschlossenen Zustand sichtbare Teil der Schuppe wird als Apophyse bezeichnet und ist unterschiedlich verdickt und/oder verlängert. Die Apophyse trägt dorsal oder terminal einen Umbo, der mit einem Stachel bewehrt sein kann. Die Samen sind meist etwas abgeflacht und haben einen verwachsenen oder gegliederten, häutigen Flügel, der sich aus dem adaxialen Teil der Samenschuppen bildet. Er kann mehrfach länger als der Same sein oder auch zurückgebildet. Die Sämlinge haben drei bis 24 Keimblätter.

JUDENKIRSCHE
Die Blasenkirschen (Physalis), auch Judenkirschen genannt, sind eine Gattung aus der Familie der Nachtschattengewächse. Die meisten der etwa 75 bis 90 Arten sind auf dem amerikanischen Kontinent beheimatet, während in Europa nur die Lampionblume vorkommt. Auffallend sind vor allem die Früchte, die komplett von einem sich vergrößernden, laternenförmigen Blütenkelch umschlossen werden. Einige Arten der Gattung, beispielsweise die oft nur als Physalis bezeichnete Kapstachelbeere, werden als Obst- und Gemüsepflanzen angebaut, andere für Dekorationszwecke genutzt.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Blasenschwäche, Nierenschwäche, Rheuma, blutreinigend, harntreibend
wissenschaftlicher Name: Physalis alkekengi
Pflanzenfamilie: Nachtschattengewächse = Solanaceae
Verwendete Pflanzenteile: Früchte
 
Beschreibung
Blasenkirschen sind einjährige oder (seltener) ausdauernde krautige Pflanzen, die aufrecht, niederliegend buschig oder in Ausnahmefällen schwach kriechend wachsen. Je nach Art werden die Pflanzen zwischen 0,2 und 0,6 m (selten 0,1 bis zu 0,7m) groß. Die wahrscheinlich in allen Arten hohle Sprossachse verzweigt sich sympodial. Einzelne Arten der Gattung weisen eine Behaarung an Blättern, Sprossachse und teilweise auch im Inneren der Blüte auf. Diese Behaarung variiert oftmals selbst innerhalb einer Art sehr stark. Die Trichome sind gerade oder gebogen, kurz oder lang, die Wuchsformen können einfach, gegabelt, verzweigt oder mit ein- oder vielzelligen Köpfen köpfchenförmig sein, in Ausnahmefällen kann die Basis der Trichome aus mehreren Zellen bestehen. Während beispielsweise P. alkekengi nahezu frostunempfindlich ist und auch harte Winter überdauert, gibt es andere Arten, die keinen Frost vertragen. Die mehrjährigen Vertreter bilden meist dicke, holzige Rübenwurzeln, häufiger sind in der Gattung jedoch mehr oder weniger horizontal wachsende, brutknospen-bildende Wurzeln zu finden, die tief in der Erde verankert sind und in Zusammenballungen von Rhizomen münden. Der gesamte unterirdische Teil der Pflanze kann sich über ein Gebiet mit einem Durchmesser von mehreren Metern ausdehnen. Die wechselständig oder nicht selten auch paarweise stehenden Laubblätter sind einfach gebaut, ganzrandig bis grob gezähnt oder gelappt, sie können elliptisch, eiförmig, langgestreckt eiförmig, spatelförmig oder selten auch linealisch sein. Sie sind meist relativ dünn, nur in Ausnahmefällen dick. Die Blattspitze ist abgestumpft, scharfspitzig oder zugespitzt. Die Blattbasis ist unsymmetrisch, spitz zulaufend und am Stiel herablaufend oder herzförmig. Die Blattspreite hat eine Länge von 5 bis 11 cm (1,5 cm) und eine Breite von 4 bis 6 cm (1 cm). Der Blattstiel ist 2–4 cm (0,7–6 cm) lang.
Die achselständigen Blüten stehen einzeln oder in Gruppen aus zwei bis sieben Blüten, meist sind sie herabhängend und stehen an 1,5–5 mm kurzen oder 11–35 mm (50 mm) langen Blütenstielen, die gelegentlich aus einem sehr kurzen Blütenstandsstiel entspringen. Der glockenförmige und radiärsymmetrische Kelch besitzt fünf Kelchzipfel oder ist tiefer in fünf Teile geteilt, wobei die Trennung nie mehr als zwei Drittel der Länge des Kelches beträgt. Diese Teile sind dreieckig, halb eiförmig oder lang und linealisch geformt, 4–10 mm (2–14 mm) lang und meist an der Basis eingestülpt. Die Krone ist radiärsymmetrisch, radförmig bis glockig-radförmig, in Ausnahmefällen auch urnenförmig. Der Durchmesser beträgt 10–20 mm (5–35 mm). Der Kronsaum ist meist gelb, selten auch weiß, in Ausnahmefällen lila bis violett. Die Krone ist einfarbig oder mit fünf violetten, violett-braunen oder grünlichen Punkten versehen, diese sind unauffällig, zusammenfließend oder aus mehreren kleineren Punkten bestehend. Der Rand ist mit fünf kurzen Zähnen, Zipfeln oder Lappen oder fünf längeren Abschnitten versehen, die weniger als die Hälfte der Länge der Krone ausmachen. Im Inneren der Kronröhre befindet sich meist ein Ring aus Trichomen, der unterschiedliche Gestalt und Ausmaße haben kann. Er ist durchgehend oder ist unterbrochen, so dass die einzelnen Sektoren alternierend zu den Staubblättern stehen. Die fünf Staubblätter sind 1,5–3,5 mm (0,75–4,6 mm) lang und innerhalb einer Blüte gleich lang oder nur leicht unterschiedlich lang. Sie sind gelb oder selten blau. Die Staubfäden sind mit einer verbreiterten Basis am unteren Rand der Krone verwachsen und an der Basis oder der Rückseite der Basis der Staubbeutel fixiert. Die Theken der Staubbeutel stehen nur in einem kleinen zur Blütenmitte gerichteten Bereich frei voneinander, das Verbindungsgewebe zwischen den Theken ist breit. Die Staubfäden sind meist genauso lang oder länger als die Staubbeutel, nur selten auch kürzer, sie sind unbehaart oder mit nur wenigen Trichomen besetzt. Die Pollenkörner sind trizonocolpat (die drei Keimfalten liegen am Pollenäquator) und haben einen Durchmesser von 25 bis 29 µm, womit sie zu den mittelgroßen Pollenkörnern gehören. Die Pollenkornwand ist glatt, netzartig, mit einzelnen freien Stacheln besetzt oder rau. Der Fruchtknoten ist zweifächrig, der Griffel ist fast mittelständig und hohl, die Narbe ist kurz sattelförmig oder köpfchenförmig-eingedrückt, feucht, die fertile Fläche ist mit einzelligen flachen bis mittelgroßen Papillen besetzt. Um den Fruchtknoten befinden sich ringförmige Nektarien.
Nach der Befruchtung der Blüte werden zunächst die Kronblätter abgeworfen. Anschließend vergrößern sich die fünf Kelchblätter mit zunehmender Fruchtreife, so dass sie sich fast schließen und einen laternenförmigen Kelch um die sich entwickelnde Beere bilden. Bei Reife verfärbt sich diese Hülle gelblich bis kräftig orange. Die vergrößerten Kelchblätter haben eine Länge von 6 bis 15 mm (4–25 mm). Die Beere selbst ist kugelig bis leicht abgeplattet, 4–7 oder 10–16 mm (20 mm) groß. Je nach Art sind die reifen Früchte grün bis gelb oder mandarinfarben, teilweise sind sie auch rot oder violett überzogen. Sie beinhalten eine große Anzahl (100 bis 180, in einigen Arten aber auch nur 5 bis 16) an kleinen, linsenförmigen, hell gelb-braunen Samen. Diese haben eine Größe von 1,5 bis 2,4 mm (1,2–2,8 mm) und sind von parenchymatischen Zellen umgeben, deren Ursprung die Plazenta und das Perikarp sind. Die Oberfläche der Samen ist netzartig, wabenartig oder faltig-warzig. Der Embryo ist gedreht oder fast gedreht, die Keimblätter kürzer als der restliche Embryo, Endosperm ist reichlich vorhanden.

BACHBLÜTE SCLERANTHUS
Ich fühle mich zerrissen                              
Diese Menschen fühlen sich zerrissen
Scleranthus können sie das Gefühl der Zerrissenheit
 

BACHBLÜTE VERVAIN
Ich fühle mich überarbeitet                                    
Diese fühlen sich zu oft überarbeitet
Vervain hilft das Gefühl der Überarbeitung hinter sich zu lassen

Die Ausleitungsverfahren
Bäder und Kompressen
Zu den Ausleitungsverfahren gehören auch die Bäder und Kompressen, die den Körper vor allem während der Fastenkuren in seiner Entgiftungsarbeit unterstützen.
Eines der einfachsten Mittel ist das heiße Fußbad. Dazu wird eine Kinderbadewanne mit heißem Wasser befüllt, so hoch, dass die Füße darin bis kurz über den Knöchel eintauchen können. Sooft das Wasser kühler wird, heißes Wasser nachgießen. Dem Badewasser kann auch eine Hand voll Salz zugesetzt werden. Ein Bad von ca. 20 Minuten stärkt den Organismus, hilft, aufkommende Verkühlungen abzuwehren, vertreibt Kopfschmerzen und ist eine gute Einschlafhilfe. Verboten bei Krampfadern und Venenleiden.
Das Gerstenbad hilft bei allgemeiner Schwäche und Abgeschlagenheit, nach langer Krankheit und besonders bei starkem Gewichtsverlust. Dafür wird ein Kilo Gerste in 6 Liter Wasser eine schwache halbe Stunde lang gekocht. Anschließend das Wasser abseihen und dem Badewasser zusetzen. Zweimal die Woche kann man für rund 20 Minuten dieses Bad nehmen.
Der Kranke, der schon am ganzen Körper ermattet, der koche Gerste stark in Wasser und er gieße jenes Wasser in ein Faß und nehme darin ein Bade und er tue dies oft, bis er geheilt wird und das Fleisch seines Körpers wieder erlangt und gesundet.                                                                   Hl. Hildegard
Wenn jemand das Nüchternsein schwerfällt, der halte einen Diamanten in seinem Mund, das mindert das Hungergefühl, so dass er umso länger nüchtern sein kann.                                                                            Hl. Hildegard

Hautkrankheiten
Ausschläge
Es kommt sehr häufig vor, daß an einzelnen Teilen des Körpers sich ein stärkerer oder schwächerer Ausschlag zeigt, welcher rasch auftritt, meistens nur kurze Zeit sichtbar ist und schnell wieder verschwindet. Man schenkt denselben wenig oder gar keine Acht. Zuweilen indessen können sie recht lästig werden und plagen dann die Brust, den Rücken, die Arme, die Beine oder andere Stellen des Körpers. Diese Kleinigkeiten sind also doch nicht so kleinlich, sie können, vernachlässigt, insbesondere in der Reinlichkeitspflege, große und schwere Folgen haben.
Kneipp zählt neben Fieber, Kopfschmerzen, Abzehrung, Lungen- und Herzleiden, Leber- und Nierenleiden sogar Fälle von Geistesstörungen auf.

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