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Frauenhaarfarn
Der Frauenhaarfarn gehört zur Familie der Frauenhaarfarngewächse, deren Vertreter vorwiegend in den Tropen vorkommt. Einzig der Frauenhaarfarn ist in Mitteleuropa heimisch. Die Blätter des Frauenhaarfarns sind mehrfach gefiedert. Man kann den Frauenhaarfarn vorwiegend bei Husten und Erkältungen anwenden. Äußerlich angewandt hilft er auch gegen Stiche von Insekten und auf der Kopfhaut gegen Haarschuppen.
Der Frauenhaarfarn, auch Venushaar genannt, ist eine der weltweit häufigsten und verbreitetsten Farnarten. Er gehört zur Gattung der Frauenhaarfarne. Er ist die einzige Frauenhaarfarnart, die in Europa vorkommt. Es sind oder waren, zum Teil auch nur regional, auch folgende Bezeichnungen gebräuchlich: Frähenhor (Siebenbürgen), Frauenhaar, Frauenzopf, Güldenwiderthon (Rendsburg), Jungfrawenhaar (mittehochdeutsch), Minnenhaar (mittelhochdeutsch) und Vrowenhaar (mittelniederdeutsch).
 
Steckbrief
Heilwirkung: beruhigend, blutreinigend, schleimlösend, tonisierend, Husten, Keuchhusten, Erkältung, Muttermilch fördernd, Insektenstiche, Schuppen
wissenschaftlicher Name: Adiantum capillus-veneris
englischer Name: Maidenhair Fern
volkstümliche Namen: Venushaar
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Bitterstoff, Gerbsäure, Schleim
Sammelzeit: Frühling und Sommer
 
Nutzung
Medizin
Bei Husten, Erkältung, Heiserkeit oder Bronchialkatarrh kann ein Aufguss oder eine Alkoholtinktur aus den Wedeln der Pflanze eingenommen werden.
 
Beschreibung
Es handelt sich um grazile Farne, deren Wedel von einem kurzen, kriechenden Stämmchen entspringen, das mit goldbraunen bis mittelbraunen häutigen Schuppen bedeckt ist. Die Wedel sind hängend bis aufrecht und überhängend. Meist wachsen sie relativ dicht. Sie sind 15–75 cm (meist 20–35 cm) lang und im Umriss dreieckig bis lanzettlich. Sie sind unregelmäßig zwei- bis dreifach gefiedert, wobei die einzelnen Fiederabschnitt in ihrer Form zwischen rhombisch, fächerförmig oder keilförmig schwanken, insgesamt aber ungefähr so lang wie breit sind. Der vordere Rand der Fiederchen ist nur sehr wenig gelappt. An ihrer Basis sind die sehr zarten Fiederchen schmal oder breit keilförmig verschmälert. Die Achsen der Wedel sind dünn, glänzend, und zumindest nahe der Basis, meist aber weit hinauf, dunkel gefärbt.

Bingelkraut t
Das Bingelkraut ist ein Unkraut, wie es im Buche steht: vermehrungsfreudig, anspruchslos und unscheinbar. Aber schon in der Antike war das Bingelkraut als Heilpflanze bekannt und geschätzt. Im Mittelalter kam es auch in Mitteleuropa zu hohen Ehren. Doch heutzutage wird es kaum noch verwendet, obwohl zumindest seine abführende Wirkung unbestritten ist. Ob es daran liegt, dass es frisch leicht giftig ist und getrocknet nicht besonders wohlriechend?
Das Einjährige Bingelkraut ist eine Pflanzenart aus der Gattung Bingelkräuter, die keinen Milchsaft enthält, innerhalb der Familie der Wolfsmilchgewächse.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Nur getrocknet verwenden! entzündungshemmend, erweichend, harntreibend, schleimlösend, Husten, Bronchitis, Appetitlosigkeit, Verstopfung, Rheuma, Gicht, Wassersucht, Ödeme, Menstruationsregelnd, Milchbildungshemmend, Wunden, Warzen
wissenschaftlicher Name: Mercurialis annua
Pflanzenfamilie: Wolfsmilchgewächse = Euphorbiaceae
englischer Name: Annual Mercury
volkstümliche Namen: Einjähriges Bingelkraut, Büngelkraut, Gartenbingelkraut, Hundskohl, Schuttbingel, Schutt-Bingelkraut, Stinkerich, Wintergrün
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Inhaltsstoffe: Amine, Ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbsäure, Saponine, Schleim, Scharfstoffe, Trimethylamin, Farbstoff Hermidin
Sammelzeit: April bis November
 
Anwendung
Nur getrocknet! Das Bingelkraut sollte man nur getrocknet verwenden, da es in getrocknetem Zustand nicht mehr giftig ist.
Tee
Am besten nimmt man das Bingelkraut als Tee (Abkochung) zu sich. Dazu setzt man einen Teelöffel des getrockneten Krautes mit kaltem Wasser und bringt diese Mischung zum Sieden. 5 bis 10 Minuten ziehen lassen und dann abseihen. Davon trinkt man täglich bis zu zwei Tassen.
Abführmittel
In erster Linie gilt das Bingelkraut heutzutage als Abführmittel. Das Bingelkraut ist ein relativ starkes Abführmittel, seine Wirkung entfaltet sich aber erst nach ein paar Tagen vollständig.
Achtung! Abführmittel sollte man generell nur kurzfristig verwenden, weil sonst ein Wasser- und Mineralstoffmangel droht.
Entwässerung
Da das Bingelkraut harntreibend wirkt, kann man es zur Entwässerung gegen Wassereinlagerungen (z.B. geschwollene Füße) verwenden. Dadurch hilft es außerdem bei Rheuma und Gicht.
Atmungsorgane
Man kann das Bingelkraut auch gegen Husten und Bronchitis einsetzen. Es löst den Schleim und wirkt entzündungshemmend.
Frauenheilkunde
Das Bingelkraut wirkt regulierend auf den Menstruationszyklus. Außerdem soll es bei Beschwerden bei der Monatsblutung helfen. Es hemmt auch den Milchfluss, wenn man als stillende Mutter abstillen will.
Äußerlich
Äußerlich kann man Bingelkraut-Tee gegen Wunden als Waschung, Umschlag oder als Teilbad anwenden. Auch gegen Warzen soll das Bingelkraut helfen, aber dafür muss man es wohl konzentrierter auftragen. Möglicherweise eignet sich hierfür eine Tinktur aus dem getrockneten Kraut.
Heilpflanze
In der Antike und im Mittelalter wurden getrocknete Pflanzen des Einjährigen Bingelkrautes als Heilpflanze vor allem bei Frauenleiden und gegen Verdauungsprobleme verwendet.
Giftigkeit
Dagegen ist das frische Bingelkraut schwach giftig und kann unter Umständen bei Weidevieh zu Vergiftungen führen.
 
Giftwirkung
Die frische Bingelkraut-Pflanze ist giftig. Da es nicht zur Einnahme in großen Mengen verlockt, sind schlimme Vergiftungen beim Menschen nicht bekannt. Aber Weidevieh kann schwerwiegende Vergiftungen erleiden.
Vergiftungssymptome sind (manchmal erst nach Tagen): Durchfall, verstärkter Speichelfluss, Appetitlosigkeit, schwankende Körpertemperatur, Schwäche und Rotblaufärbung des Harns.
Erste Hilfe: Erbrechen herbeiführen und Kohle-Pulver. In schwereren Fällen sollte man einen Arzt zu Rate ziehen. Getrocknet ist das Bingelkraut nicht mehr giftig.
 
Geschichtliches
Das Bingelkraut war schon in der Antike bekannt und wurde bereits vierhundert Jahre vor unserer Zeitrechnung von den Schülern Hippokrates als Heilpflanze bei Frauenkrankheiten geschätzt. Diese Wertschätzung wurde von Dioskurides und Plinius Secundus aufgegriffen. Dioskurides empfahl die Einnahme der männlichen Bingelkrautpflanzen sogar, um zu bestimmen, dass ein männliches Kind geboren wird und die Einnahme der weiblichen Pflanze, um eine Tochter zu bekommen. Aber er verwechselte die Pflanzengeschlechter und hielt die weiblichen Bingelkräuter für die männlichen. Im Mittelalter wird das Bingelkraut in vielen Kräuterbüchern empfohlen und nicht nur für Frauenbeschwerden, sondern auch bei Verdauungsprobleme, Verschleimung, Stoffwechselkrankheiten, melancholische Gemütszustände und Wassersucht. Auch gegen Wetterfühligkeit wurde das Bingelkraut verwendet. Angeblich war das Bingelkraut sogar ein narkotisch wirkender Bestandteil der Hexensalben. Außerdem war es in Liebestränken enthalten. Später galt das Bingelkraut sogar als wirksam bei Syphilis. In England gab es immer mal wieder das Gerücht, dass Bingelkraut in Deutschland als Salat gegessen würde. Aber das beruht wohl auf einem Irrtum, denn frisch ist das Bingelkraut ja giftig.
 
Pflanzenbeschreibung
Das einjährige Bingelkraut ist in Europa heimisch. Es wächst als Unkraut in Gärten, auf Feldern, Schuttplätzen und Wegrändern. Wenn der Boden locker und nährstoffreich ist, breitet sich das Bingelkraut freudig aus und kann leicht zum häufigsten Unkraut eines Gartens werden. Von der Gestalt her ist das Bin-gelkraut ein Unkraut, wie es im Bilderbuch steht, wenn auch eher von der harmlosen Sorte. Es keimt sehr hartnäckig, seine Samen überstehen bis zu zehn Jahre im Boden und sind sehr keimfreudig. Seine Form ist durchschnittlich und so normal, dass es kaum auffällt und auch seine gelbgrünen Blüten sind unspektakulär. Ehe man sich versieht, ist die Pflanze ausgewachsen und hat neue Samen gebildet, die dann zur weiteren Verbreitung beitragen können. Obwohl das Bingelkraut zur Familie der Wolfsmilchgewächse gehört, hat es keinen Milchsaft in seinem Stängel. Es ist auch weniger giftig als seine Wolfsmilchverwandten. Die einjährige Pflanze wird bis zu vierzig Zentimeter hoch. Der kahle Stängel ist im oberen Bereich verzweigt. Die schmalen, ovalen Blätter wachsen gegenständig am Stängel. Sie haben einen gewellten Rand. Ab April blüht das Bingelkraut. Das Bingelkraut ist zweihäusig, das heißt, es gibt getrennte männliche und weibliche Pflanzen. Die männlichen Blüten sind gelblich und wachsen ährenförmig auf Stängeln. Die weiblichen Blüten sind grün und wachsen in kleinen Gruppen in den Blattachseln. Aus den weiblichen Blüten entwickeln sich höckrige Fruchtkapseln, die jeweils zwei Samen enthalten. Jede Pflanze kann bis zu zweitausend Samen entwickeln. Daher verbreitet sich das Bingelkraut auch stark, wenn man es lässt. Ein naher Verwandter des einjährigen Bingelkrautes ist das mehrjährige Bingelkraut, das im Wald wächst und giftiger als das einjährige Bingelkraut ist.
 
Anbautipps
Normalerweise kommt wohl niemand auf die Idee, das Bingelkraut anzubauen. Ganz im Gegenteil stellen sich die meisten Gärtner wohl eher die Frage, wie sie das Bingelkraut aus ihrem Garten vertreiben können. Wer es aber doch anbauen will, besorgt sich am besten Samen, um das Bingelkraut auszusäen. Gesät wird im zeitigen Frühjahr. Die gekeimten Bingelkraut-Pflanzen sind sehr robust und anspruchslos, brauchen also kaum Pflege.
 
Sammeltipps
Man sammelt vom blühenden Bingelkraut das ganze oberirdische Kraut. Dann bindet man es zu kleinen Sträußen und trocknet es möglichst zügig an schattiger, luftiger Stelle. Beim Trocknen färbt sich das Bingelkraut bläulich und riecht eher unangenehm. Das ist wohl auch der Grund, warum man das Bingelkraut auch Stinkerich nennt.

Bachblüten
Ich gelte als vorwurfsvoller Mensch (Chicory)
Diese Menschen gelten als vorwurfsvolle Menschen
Mit der Bachblüte können sie das vorwurfsvolle ablegen
Bachblüten
Ärgerst dich (Holly)
Sie ärgern sich nur zu leicht und über alles
Mit der Blüte können sie dieses Ärgern hinter einem lassen
Risikofaktoren – Metabolisches Syndrom
-     Bewegungsmangel
-     Rauchen, Alkohol
-     Schlechte Ernährungsgewohnheiten
-     Zu viel Kochsalz
-     Zu wenig Kalium, zu viel Natrium – bei erhöhter Ansprechbarkeit auf Kochsalz
-     Zu viele gesättigte – zu wenig essentielle Fettsäuren
-     Stress, Frustration, Angst, Lärm
-     Erhöhte Harnsäure, Gicht
-     Vererbung
Metabolisches Syndrom: Ursachen & Risikofaktoren
Der Hauptgrund dafür, dass das Metabolische Syndrom in unserer Gesellschaft immer häufiger auftritt, sind ungesunde Lebens- und Ernährungsgewohnheiten. Folgende Faktoren können zur Entwicklung eines Metabolischen Syndroms beitragen:
Übergewicht (Body-Mass-Index (BMI) > 25) (s. BMI-Rechner)
zu wenig körperliche Bewegung
zu fett- und cholesterinhaltige Nahrung
erhöhter Alkoholkonsum
erhöhter Kochsalzkonsum
Rauchen
Stress über längere Zeit
Erkrankungen, wie z. B. Gallenstauung, Nieren- oder Lebererkrankungen, eine lange und schwer verlaufende Schilddrüsenunterfunktion, Diabetes mellitus
Behandlung mit bestimmten Medikamenten oder Hormonen, z. B. Kortikosteroide, Diuretika, Betablocker, Antidepressiva oder Neuroleptika
Übergewicht
Vor allem übergewichtige Personen sind gefährdet, ein Metabolisches Syndrom zu entwickeln, weil dadurch das Risiko für Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte und erhöhten Blutzucker gesteigert ist. Übergewicht entsteht in den meisten Fällen, wenn dem Körper mehr Energie zugeführt wird als er benötigt. Eine kalorienreiche Ernährung fördert also an sich schon den Aufbau von Fettgewebe. Aufgrund von Überernährung und unzureichender Bewegung, den Ursachen für Übergewicht (Adipositas), ist aber auch der Blutzuckerspiegel des Körpers dauerhaft erhöht. Der Körper ist ständig dazu gezwungen, mehr Insulin auszuschütten, um die Blutzuckerkonzentration abzusenken. Dies verursacht einen Gewöhnungseffekt bei den Körperzellen an den erhöhten Insulinspiegel (Insulinunempfindlichkeit bzw. -resistenz) und der Körper muss für eine optimale Wirkung noch mehr Insulin produzieren. Die erhöhten Insulinspiegel im Blut steigern wiederum das Hungergefühl und fördern dadurch die Entstehung von Übergewicht.
Besonders kritisch ist eine Insulin-Unempfindlichkeit (Insulinresistenz) des Fettgewebes der Bauchhöhle (Bauchfett), denn Fettgewebe ist ein Hormongewebe, dessen Zellen über Signalstoffe, wie z. B. freie Fettsäuren oder Adiponektin, mit der Leber oder der Muskulatur kommunizieren. Verringert eine dicke Fettschicht die Insu-linwirkung, beeinflusst dies Herz, Leber, Muskeln und Arterien und begünstigt die Entstehung von Typ-2-Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck. Bei extremem Übergewicht ist zudem die Natrium- und Wasserausscheidung gehemmt, so dass das Blutvolumen zunimmt und der Blutdruck auch dadurch steigt.
Fettstoffwechselstörungen
Eine weitere mögliche Ursache für Übergewicht bzw. das Metabolische Syndrom sind Fettstoffwechselstörungen. Dabei kann der Körper Blutfette nicht mehr ausreichend verwerten und überschüssiges Fett abbauen. Dies führt zu einer erhöhten Konzentration von Cholesterin, Neutrafetten (Triglyzeride) und proteingebundenen Fetten, den Lipoproteinen, im Blut.
Man unterscheidet zwischen:
Hypercholesterinämie, bei der die Werte für das LDL-Cholesterin erhöht sind,
Hypertriglyzeridämie, bei der die Konzentration der Neutralfette erhöht ist,
Hyperlipidämie, bei der LDL-Cholesterin und Triglyzerid-Werte erhöht sind
Dyslipoproteinämie, bei der das HDL-Cholesterin vermindert ist, die Triglyzeride erhöht sind und das LDL-Cholesterin besonders klein und dicht verpackt ist.
Zunächst lösen erhöhte Blutfettwerte keine äußerlichen Beschwerden aus. Wenn sich im Blut aber über längere Zeit erhöhte Fettmengen finden, können sie Ablagerungen in den Blutgefäßen (Arteriosklerose) und Bluthochdruck verursachen.
Erziehung & erbliche Faktoren
Häufig wird der Grundstein für ein späteres Metabolisches Syndrom bereits in der Kindheit gelegt. Denn in frühen Jahren falsch erlerntes Essverhalten bleibt in vielen Fällen ein Leben lang bestehen und stellt einen Risikofaktor für die Entstehung von Gewichtsproblemen dar. Kinder adipöser Eltern sind mit erhöhter Wahrscheinlichkeit später selbst übergewichtig.
Mittlerweile weiß man aber, dass nicht nur „äußere" Faktoren die Entstehung eines metabolischen Syndroms begünstigen können, sondern dass es auch eine genetische Veranlagung dafür gibt. So können Übergewicht und Fettstoffwechselstörungen erblich bedingt sein. Mittlerweile sind verschiedene Gene bekannt, die das Körpergewicht beeinflussen, indem sie z. B. das Sättigungsgefühl steuern. Diese Adipositas-Gen sind jedoch nie alleinige Ursache für Übergewicht. Sie verstärken lediglich die Auswirkung ungesunder Lebens- und Ernährungsgewohnheiten.
Auch Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen können vererbt werden: Man schätzt, dass etwa 3% der Fettstoffwechselstörungen genetisch bedingt sind. Bei dieser Form (familiäre Hypercholesterinämie) haben Verwandte ein erhöhtes Risi-ko, ebenfalls zu erkranken.
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