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Kalmus
Schon 3.700 vor Chr. stand der Kalmus in China in dem Ruf, ein Lebensverlängerer zu sein. Auch in Mitteleuropa ist der Kalmus seit Jahrhunderten heimisch. Seine besonderen Fähigkeiten entfaltet der Kalmus bei Magenbeschwerden, aber auch bei der Rauchentwöhnung leistet er wertvolle Dienste.
Der (Indische) Kalmus ist eine Pflanzenart aus der Gattung Kalmus innerhalb der Familie Kalmusgewächse. Die Sumpfpflanze stammt aus Asien, wurde im 16. Jahrhundert in Mitteleuropa eingebürgert und ist auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Appetitlosigkeit, Magenkrämpfe, Magenkatarrh, Darmkrämpfe, Blähungen, Magengeschwüre, Verstopfung, Rauchentwöhnung, Zahnfleisch stärkend, Mundschleimhaut Entzündungen, Zahnende Kinder
wissenschaftlicher Name: Acorus calamus
Pflanzenfamilie: Aronstabgewächse = Araceae
englischer Name: Sweet sedge
volkstümlicher Name: Ackermann, Ackerwurz, Bajonettstangen, Brustwurz, Kalmuswürze, Karmsen, Magenwurz, deutscher Ingwer, Zitwer
Verwendete Pflanzenteile: Wurzelstock
Inhaltsstoffe: Bitterstoff Acorin, Akoretin (Harz), ätherisches Öl, Kalamin-Cholin, Trimethylamin, Kalmusgerbsäure, Schleim, Terpene, Calamenol, Palmitinsäure
Sammelzeit: März und April, September bis November
 
Anwendung
Kalmus ist neben seiner Bedeutung als kultivierte Zierpflanze eine traditionelle Medizinpflanze der asiatischen Medizin, die seit dem 12. Jahrhundert auch in Europa bekannt und als Heilpflanze verwendet wurde. Auch von indigenen Völkern Nordamerikas wird Kalmus für medizinische Bäder, Räucherungen sowie für Teezubereitung und als Gewürz verwendet. Vom Kalmus wird der Wurzelstock verwendet, der im September und Oktober geerntet wird. Aus den Rhizomen wird das Kalmusöl gewonnen, das in der Heilkunde und bei der Parfüm- und Likörherstellung (hier hauptsächlich für Magenbitter) verwendet wird. Kalmus gilt als kräftigend, die Magensekretion fördernd und appetitanregend. Wie der echte Ingwer kandiert, wird die Wurzel auch als Deutscher Ingwer gegessen. Eine Kalmus-Tinktur ist auch in dem Getränk Coca-Cola enthalten. Das Kauen der Wurzel soll stimmungsaufhellend sein und in höherer Dosis leichte Halluzinationen verursachen, wofür die enthaltenen Asarone verantwortlich gemacht werden. Der Wurzel und den Asaronen werden auch aphrodisierende Eigenschaften zugeschrieben. Asarone wirken allerdings mutagen, karzinogen sowie reproduktionstoxisch, während die angegebenen positiven Wirkungen wissenschaftlich nicht nachgewiesen sind.
Den Kalmus setzt man entweder für 8 Stunden als Kaltauszug an, einen TL der zerkleinerten Wurzel pro Tasse. Man kann aber auch einen heißen Aufguss machen und fünf Minuten ziehen lassen. Auch eine Tinktur kann man mit dem Kalmus ansetzen. Davon nimmt man dreimal täglich 30 Tropfen. Der Kalmus hilft vor allem bei Magenbeschwerden und steht in dem legendären Ruf, ein Lebensverlängerer zu sein. Auch bei der Rauchentwöhnung kann die Kalmuswurzel helfen. Wenn man die Wurzel kaut, wird einem beim Rauchen übel. Kleinkinder können bei Zahnungsschmerzen auf der Wurzel rumkauen.
 
Pflanzenbeschreibung
Ursprünglich stammt der Kalmus aus China. Aber schon seit dem 16. Jahrhundert ist er auch in Mitteleuropa heimisch. Der Kalmus wächst bevorzugt an den Ufern von Bächen, Teichen und Gräben. Aus dem waagrecht kriechenden Wurzelstock entspringen im Frühjahr mehrere schwertförmige dünne Blätter, die bis zu ein Meter hoch werden. Im Hochsommer wächst ein kantiger Stängel, der einen grüngelben Blütenkolben in Kegelform trägt.

Großes Hexenkraut
Das Große Hexenkraut wächst in dunklen feuchten Auwäldern. Im Dunkel des finsteren und feuchten Waldes leuchten die kleinen zartrosa Blüten weithin sichtbar. Hat man früher diese Blüten sehen können, so war das ein sicheres Zeichen dass man sich tief im Wald verirrt hatte. Der Name Großes Hexenkraut verspricht jede Menge Heilkräfte, hält in dieser Hinsicht aber wenig, ist es doch nur schwach harntreibend und blutstillend. Früher war das Hexenkraut ein wichtiges magisches Kraut, z.B. in Liebesdingen und zum Schutz gegen Zauber und Unheil.
Das Große Hexenkraut, auch Gewöhnliches Hexenkraut oder Gemeines Hexenkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Hexenkräuter in der Familie der Nachtkerzengewächse.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Wundbehandlung
Heilwirkung: adstringierend, blutstillend, harntreibend
Anwendungsbereiche: Volksheilkunde: Blutstillung, Diuretikum, Hautkrankheiten, Wundbehandlung, Bachblüte: Ausstrahlung verbessernd, Konflikte lösend
wissenschaftlicher Name: Circaea lutetiana L.
Pflanzenfamilie: Nachtkerzengewächse = Onagraceae
englischer Name: broadleaf enchanter's nightshade, enchanter's-nightshade
volkstümlicher Name: Gemeines Hexenkraut, Großes Hexenkraut, Hexenkraut, Stephanskraut, Waldklette
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Oxalate, Oxalsäure
Sammelzeit: Frühling-Sommer
 
Anwendung
Selten wird das Große Hexenkraut als Zierpflanze in Gärten verwendet, eine ausgelesene Sorte ist ‘Caveat Emptor’, deren Laubblätter stark rosa gefleckt sind.
Salat
Die frischen Blätter einem Salat beigegeben wirken harntreibend.
Äußerlich
Frische zerquetsche Blätter als blutstillender Umschlag oder zur Behandlung von Hautkrankheiten.
Bachblüte
Eine Blüten-Essenz aus den Blüten stärkt die Ausstrahlung, hilft Konflikte friedlich beizulegen.
 
Magie und Mythologie
Der lateinische Name kommt von Circe, eine Zauberin der griechischen Mythologie. Vielleicht dachte man an bezirzen (anziehen/einwickeln), so wie sich die Klettenfrüchte anheften. Frauen nutzten die frischen Blüten des Großen Hexenkrautes um anziehender auf Männer zu wirken. Das Große Hexenkraut wurde schon früher zu magischen Zwecken (Gegenzauber) eingesetzt, beispielsweise als Schutz für das Vieh. Es gibt auch eine Faustregel, die besagt, dass man sich verirrt hat, wenn man das Hexenkraut findet, weil es abgelegene Stellen bevorzugt. Das stimmt zumindest heutzutage nicht mehr, denn das Hexenkraut wächst an lauter leicht erreichbaren Stellen, die ganz in der Nähe von Orten und Häusern sind.
 
Geschichtliches
Selten als Heilpflanze, dafür umso öfter als Zauberpflanze genutzt. Heute nicht mehr als Heilpflanze eingesetzt.
 
Pflanzenbeschreibung
Das Große Hexenkraut ist in ganz Europa heimisch. Es wächst bevorzugt in feuchten Wäldern. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 20 und 60 Zentimeter hoch. Die eiförmigen und lanzettlichen Blätter sind behaart und matt, zwischen 5 und 10cm lang. Die weißen bis zartrosa Blüten erscheinen zwischen Juli und August. Die Blüten befinden sich an einem aufrechten Stängel an einer endständigen Traube. Die Blüten haben einen Durchmesser von etwa 4-8 mm.
Aus den Blüten entwickeln sich zwischen Spätsommer und Herbst die Samen.
Die Samen sind eine stachelige Nußfrucht in Keulenform, die mit ihren Haken an vorbeistreifenen Menschen und Tieren hängen bleibt.
Das Große Hexenkraut ist eine ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 60, selten bis 75 Zentimetern. Am Rhizomfinden sich hinfällige Niederblätter, sowie in 10 bis 20 Zentimeter Tiefe kräftige, am Ende verdickte Ausläufer. Der aufrechte Stängel ist mit weichen Haaren besetzt.
Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ungeflügelt. Die einfache Blattspreite ist herz- bis eiförmig mit keilförmigen Spreitengrund, geschweift gezähnt, mattgrün, zumeist kahl, aber vor allem auf den Nerven flaumig behaart.
Tragblätter fehlen am traubigen Blütenstand. Die Blüten sind weiß. Die zwei Kronblätter sind unverwachsen, mit 2 bis 3 Millimetern Länge eben so lang wie der drüsige Kelch, tief gekerbt und undeutlich genagelt. Es gibt zwei Staubblätter. Der Fruchtknoten ist unterständig. Die Narbe ist zweilappig. Die relativ kleine, verkehrteiförmige, zweifächrige Frucht ist eine mit borstigen Widerhaken versehene Achäne (Klettfrucht) und enthält je zwei Samen.
 
Anbautipps
Im Frühling direkt an die gewünschte Stelle aussäen. Der Boden muss feucht und stickstoffhaltig sein, am besten Lehmboden. Die Pflanze mag Schatten und Halbschatten, wächst auch zwischen Bäumen.
 
Sammeltipps
Die Blätter können die ganze Zeit zwischen Frühling und Herbst geerntet. Für die innerliche Anwendung sind junge Blätter angenehmer.

Bachblüten
Ich bin mit anderen streng (Beech)
Sie sind mit anderen Menschen deren öfteren zu streng
Das Strenge können sie mit der Blüte problemlos hinter sich lassen
Bachblüten
Über dich selbst, weil du nicht nein sagen kannst, fühlst dich ausgenutzt (Centaury)
Sie finden sich selbst, durch dass sie nicht nein sagen kann, fühlen sich immerwährend ausgenutzt
Centaury hilft nein zusagen und dass sie sich nicht mehr ausgenutzt fühlen
Mineralstoffe
Die Mineralstoffe sind für den menschlichen Körper genauso essentiell wie Vitamine. Sie liefern ebenfalls keine Energie, dienen aber als lebenswichtige Baustoffe und Reglerstoffe im Körper. Anhand ihres Gehalts in unseren Körper werden sie in Mengen- und Spurenelemente unterteilt.
Mineralstoffe sind lebensnotwendige anorganische Nährstoffe, welche der Organismus nicht selbst herstellen kann; sie müssen ihm mit der Nahrung zugeführt werden. Die hier genannten Stoffe betreffen ausschließlich den menschlichen oder tierischen Organismus; Pflanzen, Pilze und Bakterien benötigen teilweise andere Mineralstoffe.
Da die Mineralstoffe nicht organisch und die Elemente meist als Ionen oder in Form anorganischer Verbindungen vorliegen, sind sie, anders als einige Vitamine, gegen die meisten Zubereitungsmethoden unempfindlich. Zum Beispiel können sie durch Hitze oder Luft nicht zerstört werden. Viele von ihnen können allerdings durch übermäßig langes Kochen aus der Nahrung gelöst werden und gehen so verloren, wenn das Kochwasser nicht verzehrt, sondern weggeschüttet wird. Mineralstoffe sind chemische Verbindungen, die der Körper für seine Funktionen benötigt (Calcium für den Knochenbau, Jod für die Hormonbildung in der Schilddrüse). Sie sind in Flüssigkeiten oder Nahrungsmitteln gelöst bzw. als Spuren enthalten. Mineralien dagegen sind feste, in der Regel kristallisierte (Ausnahme: Opal) und immer natürlich entstandene makroskopisch sichtbare Aggregate in der Erdkruste, die auch gesteinsbildend sein können (wie Quarz, Calcit, Feldspäte). Gesteine bestehen aus Mineralien, von denen etwa 4000 Arten bekannt sind.
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