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WASSERFENCHEL tt
Der Große Wasserfenchel, auch als Wasser-Rebendolde oder Wasserpferdesaat bekannt, zählt innerhalb der Familie der Doldenblütler zur Gattung Wasserfenchel. Im Englischen wird die Art als Waterfennel bezeichnet.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Giftig. Nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden. Früher gegen Husten und Blähungen
wissenschaftlicher Name: Oenanthe aquatica
Pflanzenfamilie: Doldenblütler = Apiaceae
Verwendete Pflanzenteile: Früchte
Sammelzeit: Spätsommer
 
Anwendung
Achtung! Giftig. Wasserfenchel nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden.
Giftigkeit
Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders aber das Kraut. Das Kraut soll als Hauptwirkstoff Oenanthotoxin mit Cycutotoxinwirkung enthalten. Vergiftungserscheinungen beim Menschen sind nicht bekannt. Empfindlich reagieren Pferde, Rinder und Schweine. Die Aufnahme der Pflanze führt bei ihnen zu Gastroenteritis mit Durchfall und Krämpfen.
Medizinische Verwendung
Früher wurde der Große Wasserfenchel volksmedizinisch gegen Husten, Blähungen und zur Entwässerung eingesetzt. Heutzutage nimmt sich dieser Pflanze nur noch die Homöopathie an und verwendet sie bei Erkrankungen der Atemwege und Brustdrüsen, bei Verdauungsstörungen, Magenschleimhautentzündungen sowie als Zusatzmittel bei Tuberkulose.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Große Wasserfenchel ist eine einjährige oder mehrjährig-hapaxanthekrautige Pflanze mit einer Gesamthöhe von 30 bis 120 (selten 150) cm. Der Stängel ist rund, hohl, gerillt und verzweigt sich abstehend. Im Wasser stehend erreicht er bis zu 5cm Durchmesser. Während der Blütezeit von Juni bis September zeigen sich die weißen, flachen Doldenblüten. Die schmalscheidigen Laubblätter sind zwei- bis fünffach gefiedert, im Wasser untergetauchte Blätter sind fein behaart, was auf die Luftblätter nicht zutrifft. Die bis 5 mm großen Früchte sind grob oval geformt.

MELISSE
Die Zitronenmelisse oder Melisse ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Melissen innerhalb der Familie der Lippenblütler. Sie stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum. Als pharmazeutische Droge werden die Laubblätter verwendet. Sie wurde zur Arzneipflanze des Jahres 1988 gekürt.
Die Melisse ist eigentlich eine südeuropäische Pflanze. Da sie aber so vielfältige Heilwirkungen hat, wird sie schon lange in mitteleuropäischen Gärten angebaut. Im Mittelalter musste sie sogar per Verordnung in jedem Klostergarten angebaut werden, weil sie schon damals für sehr wertvoll und unentbehrlich gehalten wurde. Sie riecht beim Zerreiben leicht zitronenartig, daher wird sie auch oft Zitronenmelisse genannt. Wenn sie einmal in einem Garten heimisch geworden ist, wuchert sie Jahr für Jahr vor sich hin und bietet sich als Haustee und vielfältige Medizin an. Das Haupteinsatzgebiet der Melisse ist die Beruhigung des Nervensystems, womit sie gegen nervöse Herzbeschwerden, Schlafstörungen, Unruhe, Reizbarkeit und viele andere nervlich bedingte Beschwerden helfen kann. Die Melissen  sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Lippenblütler. Die etwa vier Arten sind vom Mittelmeerraum bis zum westlichen Malesien verbreitet. Die bekannteste Art dieser Gattung ist die Zitronen-Melisse. Die Bezeichnung Melisse ist aus dem griechischen Wort für Honigbiene abgeleitet. Weil Bienen von der Pflanze scheinbar angezogen werden, wurde früher vor Bienenhäusern oft Melissen angepflanzt. Die Bienenkästen selbst wurden zusätzlich auch mit dem Pflanzensaft ausgerieben, der aufgrund der antiseptischen Wirkung der Ausbreitung von Krankheiten entgegenwirken sollte.
Melisse oder Zitronenmelisse ist ein feines, aromatisches Küchenkraut. Melisse eignet sich nicht nur als Tee, sondern auch als Kraut für verschiedenste Gerichte. Besonders für jene, die mit einem Zitronenaroma verfeinert werden sollen. Melisse ist beliebt für Salate und Fischgerichte. Wie jedes frische Kraut, sollte Melisse nicht mitgaren, da sich durch die Hitze die ätherischen Öle verflüchtigen und der feine Geschmack verloren geht. Melisse eignet sich ideal für den Küchenkräutergarten oder auch für ein sonniges Plätzchen am Fensterbrett. Tipp: Für Melissentee überbrüht man Melisse mit kochendem Wasser und lässt diesen ca. 10 Minuten ziehen. Ein wenig mit Honig süßen.
Der erfrischende, süße und zitronige Geschmack der Melisse hat ihr den Namen Zitronenmelisse eingebracht. Bis zu einem Meter hoch wird ihre Staude, wobei die Zitronenmelisse ziemlich schnellwüchsig ist. Melisse verfügt über einen immens hohen Anteil an ätherischen Ölen. Neben ihrer medizinischen Bedeutung, wo sich die Melisse in Form von Tee, Badeextrakten und Melissengeist einen Namen gemacht hat, eignet sie sich auch als Küchenkraut hervorragend. Unscheinbar ihr erster Eindruck, auffällig jedoch ihr Geruch: Die Zitronenmelisse verströmt einen angenehm aromatischen Duft nach Zitrus. Sie wird in der Küche als vielfältiges Würzkraut eingesetzt – nicht nur zu Süßem. Melisse harmoniert mit Süßspeisen, Desserts und Marmeladen, aber auch pikanten Zubereitungen wie z.B. Fisch oder Huhn. Verwenden sollte man sie eher nur frisch, denn so schmeckt sie am aromatischsten . . .
Die Zitronenmelisse ist eines der klassischen Küchen- und Heilkräuter, die in keinem Garten oder auf dem Balkon fehlen darf. Das milde, zart nach Zitronen duftende Aroma, macht die Zitronenmelisse zu einem der beliebtesten und vielseitigsten Gewürzkräuter. Die in der Melisse enthaltenden Inhaltsstoffe helfen außerdem bei nervöser Unruhe oder bei Magenbeschwerden.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Unruhe, Nervosität
Heilwirkung: anregend, antibakteriell, aufmunternd, beruhigend, entspannend, krampflösend, kühlend, pilzhemmend, schmerzstillend, schweißtreibend, virushemmend
Anwendungsbereiche: Angstzustände, Appetitlosigkeit, Asthma, Augenringe, Blähungen,  Blutergüsse, Bronchitis, Erkältung, Fieber, Geschwüre, Gicht, Grippe, Herzbeschwerden (nervöse),  Husten, Insektenstiche, Ischias, Kopfschmerzen, Lippen-Herpes, Magenkrämpfe, Magenleiden,  Menstruationsfördernd, Menstruationsbeschwerden,  Migräne,  Milchstau, Neuralgien,  Ohrenschmerzen,  Periodenkrämpfe, Quetschungen, Reizbarkeit, Rheuma, Schlafstörungen,  Sodbrennen, Unruhezustände,  Unterleibskrankheiten, Wechseljahresbeschwerden, Wunden, Zahnschmerzen
wissenschaftlicher Name: Melissa officinalis
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: Balm
andere Namen: Bienenfang, Bienenkraut, Bienensaug, Citronenmelisse, Darmgichtkraut, Englische Brennessel, Gartenmelisse, Hasenohr, Herzbrot, Herzkraut, Herztrost, Honigblum, Immenchrut, Ivenblatt, Limonikraut, Mutterkraut, Mutterwurz, Nervenkräutel, Pfaffenkraut, Riechnessel, Salatkräutle, Spanischer Salbei, Wanzenkraut, Zahnwehkraut, Zitronenkraut, Zitronella, Zitronen-Melisse
falsche Schreibweisen: Melise
Verwendete Pflanzenteile: das ganze Kraut
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Bitterstoff, Gerbstoff, Gerbsäure, Harz, Schleim, Glykosid, Saponin, Thymol
Sammelzeit: Juni / Juli
Inhaltsstoffe, Geruch und Geschmack: Die ätherischen Öle der Zitronenmelisse befinden sich in ihren Drüsenhaaren und Ölgängen. Das Aroma zeichnet sich durch eine intensive Zitrusnote aus. Die Hauptbestandteile des ätherischen Öls sind Citral, Citronellal und Kampfer. Die getrockneten Blätter verlieren rasch an Aroma und enthalten nur noch sehr wenig bis kein Citral und Citronellal. Die Zitronenmelisse liefert viel an dem Mineralstoff Eisen.
 
Anwendung
Die Melisse gehört zu den Kräutern, die in der Volksheilkunde fast gegen alle Arten von Beschwerden ver-wendet wird. Die Schulmedizin spricht der Melisse hingegen nur eine förderliche Wirkung gegen Unruhe und Schlafstörungen zu.
Innerlich als Tee
Aufgrund ihres angenehmen Zitronenaromas und ihrer vielfältigen Wirkungen eignet sich die Melisse sehr gut zur Anwendung als Tee. Man kann sie sowohl als reinen Melissentee trinken oder auch in Teemischungen, wo sie die Mischung geschmacklich aufwertet. Abends hilft Melissentee, auf Wunsch mit Honig, beim Zur-Ruhe-kommen und Einschlafen. Morgens oder bei Abgespanntheit wirkt Melissentee hingegen belebend und erfrischend und gibt Stärke. Das ist kein Widerspruch, denn Entspannung und Kräftigung passen durch-aus zusammen. Bei Erkältung hilft die Melisse die Atmung zu verbessern und eventuelles Fieber besser auszuhalten. Sogar bei Asthma kann Melissentee die Atmung erleichtern. Melisse hilft auch bei der Verdauung und wirkt entkrampfend auf Magen und Darm. Nach längerer Krankheit kann sie den Appetit steigern. Sie kann auch Kopfschmerzen und Reizungen des Nervensystems lindern, was für ihren Einsatz gegen Neuralgien, Reizbarkeit und Unruhe spricht. Auch bei Menstruationsbeschwerden kann die Melisse hilfreich sein. Sie entkrampft die Unterleibsorgane, sodass Schmerzen während der Periode schwinden. In den Wechseljahren kann die Melisse gegen viele der typischen Beschwerden helfen. Vor allem wenn man nachts nicht einschlafen kann, oder auch tagsüber von Unruhe oder schlechter Laune geplagt wird, hilft ein Melissentee wieder zur eigenen Mitte zu finden. Auch gegen die typischen Hitzewallungen und das Herzklopfen kann man die Melisse einsetzen. Kommen wir zu einem besonders wichtigen Einsatzgebiet der Melisse: der nervösen Herzschwäche. Wenn man ärztlich abgeklärt hat, dass das Herz organisch gesund ist, kann man mithilfe der Melisse die Beschwerden lindern, die aufgrund innerer Unruhe oder anderen innerlichen Gründen bestehen können.
Innerlich als Tinktur
Aus den Blättern der Melisse kann man auch eine Tinktur zubereiten. Diese Tinktur kann man gegen die gleichen Beschwerden einsetzen wie Melissentee. Allerdings entfällt dann die entspannende Wirkung, die das Trinken eines warmen Tees ausüben kann.
Äußerliche Anwendung
Melissen-Tee kann man auch äußerlich als Umschlag oder Kompresse anwenden. Dazu tränkt man ein Baumwolltuch mit Melissentee und legt es auf die betroffene Stelle. Mit solchen Melissenumschlägen kann man Geschwüre, Beulen, Blutergüse, Insektenstiche, aber auch Nervenentzündungen und Milchstau bei stillenden Müttern behandeln. Auch der käufliche Melissengeist eignet sich für die äußerliche Anwendung. Man kann damit rheumatische Beschwerden, Prellungen und Gliederschmerzen lindern.
Nutzung
Die Zitronenmelisse wird als Gewürz- oder Arzneipflanze und als Bienenweide angebaut. Die Blätter werden als Küchengewürz verwendet. Extrakte aus den Blättern werden zu Kräuterlikören verarbeitet. Zum Aromatisieren von kalten Getränken, Salaten und Saucen sowie Kompotten wird Melisse verwendet. Tee und Wein kann man aus ihr herstellen. Melissentee soll beruhigend wirken und verdauungsfördernd sein. Am aromatischsten ist Zitronenmelisse vor der Blüte.
Als Droge werden die Blätter verwendet. Die traditionelle Verwendung ist die Unterstützung der Magenfunktion und bei nervlicher Belastung. Präparate wie Teeaufgüsse, Flüssig- oder Trockenextrakte aus der Melisse wirken beruhigend und krampflösend. Sie werden bei Einschlafstörungen und Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. Häufig werden sie in Teemischungen mit anderen beruhigend wirkenden Drogen eingesetzt. Bäder werden bei Entzündungen der Haut und der Genitalorgane eingesetzt, aber auch als Entspannungsbäder. Weitere Anwendungsgebiete sind Gallenleiden und hypertone Dyskinesie.
Aufgrund des Gehaltes an Phenolcarbonsäuren-Derivate, vor allem Rosmarinsäure, haben Melissenblätter eine antimikrobielle und antivirale Wirkung. Dies wird in Salben zur Behandlung von Herpes simplex eingesetzt. In der Volksmedizin wird die Zitronenmelisse auch gegen Erkältungskrankheiten und Kreislaufschwäche eingesetzt. Im Handel ist reines Melissenöl aufgrund des hohen Preises selten erhältlich, meist sind es Ersatzöle wie Citronellaöl, Zitronengrasöl oder Verfälschungen (Indisches Melissenöl).
Als sogenannte Klostermelisse wird sie dem hochprozentigen (79 Vol.-% Alkohol) Klosterfrau Melissengeist zugesetzt.
Ätherisches Öl
Das ätherische Öl der Melisse ist extrem teuer, weil man sehr viele Pflanzen braucht, um auch nur geringe Mengen davon herzustellen. Daher wird das käufliche Melissenöl meistens teilweise aus der Zitrone oder der javanischen Citronella gewonnen. Das echte Melissenöl hilft, äußerlich als Creme angewandt, gegen Lippenherpes. Die Bläschen vermehren sich nicht mehr und vorhandene Bläschen heilen schneller ab. In der Duftlampe kann man es zur Entspannung verdampfen lassen.
Verwendung als Heilkraut
Große Aufmerksamkeit genießt die Zitronenmelisse seit Jahrhunderten als Heilkraut. Bereits Ärzte in der Antike wussten um die beruhigende, stimmungsaufhellende Heilwirkung der Zitronenmelisse. Populär war die Zitronenmelisse auch bei Hildegard von Bingen.
Die Melisse ist auch in der Medizin ein wichtiges Phytotherapeutikum. Die Blätter und Blüten der Pflanzen enthalten vor allem ätherische Öle wie Citral, Geraniol und Nerol sowie einige therapeutisch wirksame Gerbstoffe wie die Rosmarinsäure.
Heilkräftige Pflanzenteil
Bei gärtnerischem oder feldmäßigem Anbau schneidet man die ganzen Pflanzen dicht über dem Boden zumeist zweimal, im Juni und September, ab und pflückt die Blätter oder auch die obersten blühenden Sprossen. Weitere pharmakologische Namen, die noch hie und da im Gebrauch sind, lauten Folia Citronella oder Folia Melissae citratae.
Heil- und Wirkstoffe
Neben Bitterstoff, Mineralsalzen und Gerbstoff wurde vor allem das sehr flüchtige ätherische Öl festgestellt. Dieses ätherische Öl ist ein besonderes Geraniolaldehyd, das Citral und ein sogenanntes Citronellal, das den feinen, zitronenähnlichen Geruch auslöst. Auch ein noch nicht näher bekanntes Glykosid und ein Saponin wird angenommen. Diese Annahme ist aber zum Teil umstritten. Auch wurde in jüngster Zeit Bernsteinsäure nachgewiesen. Das so flüchtige ätherische Öl würde rein hergestellt fas unerschwinglich teuer sein, so dass das Melissenöl des Handels nicht ausschließlich aus dem Melissenkraut allein gewonnen wird. Es ist daher ein Destillat von Zitronenöl über Melissenkraut eingeführt und sollte richtig den Namen Melissenölzitrat haben. Umfangreiche Versuche haben auch die günstige Sammelzeit der Blätter bzw. der obersten Blütensprossen ergeben. So wird die Zeit knapp vor und knapp nach dem Erblühen empfohlen und zwar immer nur in den ersten Nachmittagsstunden, im Durchschnitt von etwa Mitte Juni bis gegen Mitte August. Die zweite Ernte im September ist nicht mehr so ergiebig. Nach Meinung des Autors sollte eine zweite Ernte nicht vorgenommen werden, doch erfordert dies der in letzter Zeit ungeheuer gestiegene Bedarf an Melisse.
Heilwirkung
Neben einer Reihe von Ärzten und Naturforschern des Altertums haben sich beson-ders Dioskurides und Plinius Secundus lobend über die Melisse geäußert. Plinius empfiehlt sehr die Vermischung des Melissensaftes mit Honig und meint, es sei das beste Heil- und Stärkungsmittel für die Augen, es verhindere die „Verdunkelung“ der Augen, mit welchem Ausdruck er den grauen Star bezeichnen dürfte. Die heilige Hildegard beschrieb ein Heilkraut binsuga (Bienensaug) und meinte ganz sicher damit die Melisse.
„wer sie ißet, wird gerne lachen, weil ihre wärme die Milz angreift und das Herz dadurch freudig wird“, urteilt die kräuterkundige Äbtissin. Paracelsus u.a. nannte die Melisse „von allen Dingen, die die Erde hervorbringe, die beste Pflanze Melisse für das Herz sei“ und ihr vielleicht beste Kenner, Matthiolus, lobte sie mit den Worten:
„Melissen hat ein trefflich gute Art / darmit sie das Hertz sterket und erquicket / insonderheit so es in der Nacht beängstigt wirdt / poches und die Ruhe störet. Leutert das Geblüt / wendet Unmut un Trawigkeit (Traurigkeit) der Melancholey / dienet dem kalten un gar feuchten Magen / unnd beinahe allen innerlichen Gliedern.“
Melisse galt auch nach der Signaturenlehre als ein Herz-Heilkraut:
„Melissen hat die Signatur und Anatomey des herzens / ist ein gar edel kraut gegen all Hertzkrankheiten / wie sie Namen haben mögen.“ (Johann Franck, 1618)
Am bekanntesten wurde die Melisse durch den sogenannten Melissengeist bzw. Karmelitergeist, der von dem Orden der barfüßigen Karmeliter 1611 zu Paris anfangs als ein Geheimmittel eingeführt wurde. Der sogenannte Klosterfrau Melissengeist wurde von der Nonne Maria Clementine Martin 1775 begründet und ist heute in seiner Originalpackung zu einem Begriff für viele leidende Menschen geworden.
Dieser oder in vereinfachter Form in Apotheken erhältliche oder selbst hergestellte Melissengeist wirkt äußerlich als Einreibung oder innerlich, 1 Teelöffel Melissengeist mit 1-2 Teelöffel Wasser vermischt, nach Bedarf 1-3mal am Tage eingenommen, bei körperliche oder Müdigkeit, Abgespanntheit oder Überarbeitung, erfrischend, belebend, stärkend. Melisse wirkt anregend bei Appetitmangel, besonders in der Rekonvaleszenz nach längerer Krankheit.
Bei Hysterie, Hypochondrie, bei Menstruationsstörungen und Krämpfen (besonders wenn letztere mit der Periode auftreten), bei Blähungen, Koliken, Durchfall nervöser Art und nervösem Magenbeschwerden, bei nervösem Erbrechen, bei gewissen Formen von Atemnot (Asthma), chronischem Bronchialkatarrh und allen Depressionen durch Nervenschwäche oder Übermüdung resultierenden Erscheinungen ist die Melisse zu empfehlen.
Sie ist ein bewährtes Mittel bei Migräne, bei Zahnschmerzen, bei Kopfschmerzen und Schwindelgefühl schwangerer Frauen. Bei Schlaflosigkeit infolge Übermüdung oder Nervenschwäche wirkt ein Melissentee, gesüßt mit Honig, oder die Teemischung mit Hopfen und Baldrian, zu gleichen Teilen gemischt, sehr günstig ist dieses Naturmittel allen künstlichen Schlafmitteln unbedingt vorzuziehen.
Diese Teemischung, 1 Teelöffel für 1 Tasse, wird ja nicht gekocht, sondern nur mit heißem Wasser abgebrüht.
Bei schwereren Schlafstörungen wird die Einnahme von Melissengeist oder Melissenextrakt (aus der Apotheke), etwa 20 Tropfen mit etwas Wasser verdünnt, vor dem Schlafengehen eingenommen, sehr empfohlen.
Bei nervösen Herzleiden, nervösem Herzklopfen und bei krampfartigen Herzbeschwerden ist jedoch unbedingt ärztlicher Rat einzuholen. Wenn auch die Melisse bei diesen zuletzt genannten Herzleiden bzw. Herzbeschwerden sicherlich schmerzstillend und eine fühlbare Erleichterung bringt, so können diese Herzbeschwerden ebenso gut von einem organischen Grundleiden ausgehen. Dies festzustellen ist ausschließlich Sache einer eingehen ärztlichen Untersuchung und Diagnose sowie ärztlichen Überwachung.
Melissengeist ist ein ausgezeichnetes Einreibungsmittel bei Rheuma oder bei Quetschungen anzuwenden. Die äußere Anwendung in Form von nass-feuchten Umschlägen ist auch bei Beulen, Geschwülsten, Geschwüren, Insektenstichen, Blutergüssen, Nervenentzündungen und bei Milchknoten in den Brüsten zu empfehlen.
Anwendung in der Homöopathie
Das homöopathische Präparat Melissa dil D1, täglich 3mal je 10-15 Tropfen, durch längere Zeit regelmäßig eingenommen, hilft gegen Nervenschwäche, geistige und körperliche Übermüdung, nervöse Herzleiden, Blähungen, Koliken, Schlaflosigkeit, Migräne, Hysterie, Hypochondrie u.a.
Anwendung in der Volksheilkunde
Da diese so überaus vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten der Melisse fast ausschließlich aus der Volksheilkunde stammen, erübrigt sich die nochmalige Aufzählung aller dieser Leiden.
Die Volksheilkunde bedient sich sehr guter Mischteerezepte, so u.a.:
Bei Blähungen mische man zu gleichen Teilen Melissen, Kamille, Pfefferminze und bereite davon einen Teeaufguß. 1 Teelöffel Mischtee für 1 Tasse der Tee wird ungesüßt und schluckweise getrunken. Säuglinge können bei Blähungen auch diesen Tee löffelweise erhalten.
Ein Teegemisch von Melisse und Majoran zu gleichen Teilen, davon 1 Teelöffel für 1 Tasse im Aufguss, 2-3 Tassen am Tage, mit Honig gesüßt durch einige Zeit regelmäßig getrunken, stärkt Kopfnerven und Gedächtnis.
Bei leichten Gallenschmerzen trinke man einen Mischtee von Melisse, Faulbaumrinde, Schellkraut und Odermennig zu gleichen Teilen, 1 Teelöffel für 1 Tasse im Aufguss, 2-3 Tassen schluckweise und ungesüßt am Tage.
Bei Nervenschwäche trinke man durch längere Zeit einen Mischtee von Melisse und Johanniskraut, als Teeaufguss zu gleichen Teilen gemischt, 1 Teelöffel der Mischung für 1 Tasse, 2-3 Tassen am Tage, mit Honig gesüßt, schluckweise. Nervenschwäche meiden Nikotin, Alkohol und Kaffee.
Anwendung in der Tiermedizin
Melissentee ist ein Gesundheitstee für die Bienen. Man stelle flache Schüssel mit Melissentee vor die Bienenhütte.
Schon vor rund 2.000 Jahren riet der römische Schriftsteller und Bienenfreund Publius Naso Ovid, die Bienen dadurch an den Stock zu fesseln, indem man das Innere der Bienenhütte wie auch die Rahmen und alle Geräte mit Melissentee wäscht. Beide Maßnahmen erhalten die Bienen gesünder und sie werden nicht so rasch anfällig gegen Bienenruhr und andere Krankheiten.
Nebenwirkungen
Bei der Einnahme von Melissentee oder Melissenpräparaten sind in der Regel keine Nebenwirkungen zu erwarten. Vor längeren Autofahrten sollte allerdings auf die Einnahme höherer Dosen verzichtet werden, da dies zu Schläfrigkeit führen kann.
Verwendung als Küchen- und Gewürzkraut
Melisse verleiht jedem grünen Salat ein erfrischendes Aroma. Es genügt, 1-2 frische Blätter fein zu zerschneiden und dem Salat beizumengen. Eine kleinste Zugabe in den Karottenrohsalat macht diesen zu einer Delikatesse!
Die Melisse gilt in der Küche als hervorragendes Gewürzkraut. Das Kraut mit ihrem zart herben, leicht zitronigen und frischen Geschmack ist eine Bereichung für viele Speisen. Sie ist sowohl für Süßspeisen als auch für deftige und herzhafte Gerichte geeignet.
Verwendung und Zubereitung
In der Küche werden die Blätter der Zitronenmelisse sowie ihre Triebspitzen frisch verwendet. In getrocknetem Zustand sind sie nur bedingt als Gewürz geeignet, da sie nur noch sehr wenig bis kein ätherisches Öl aufweisen. Die frischen Blätter können im Kühlschrank einige Tage bzw. im Tiefkühlfach einige Monate aufbewahrt werden. Die getrocknete Ware unbedingt luftdicht und lichtgeschützt nur maximal ein Jahr lagern.
Zitronenmelissenblätter ergänzen Süßspeisen, Desserts und Marmeladen, sie har-monieren darüber hinaus mit pikanten Zubereitungen, z.B. Fisch, Huhn oder Gemüse. Auch für Salate, Suppen und Saucen kann die Zitronenmelisse verwendet werden. Ebenso kann man die gehackten Blätter unter Joghurt und Topfen mischen. Besonders erfrischend schmeckt die Zitronenmelisse in Getränken oder Teeaufgüssen.
Tipp: Um das Aroma bestmöglich zu erhalten, sollten Melissenblätter nicht mitgekocht, sondern erst kurz vor dem Servieren beigemengt werden.
 
Pflanzenkunde
Die Zitronenmelisse zählt zu den Lippenblütengewächsen, ihre Blüten sind weiß oder gelb. Sie wächst als Staude zirka 90 Zentimeter hoch. Ihre dreieckigen bis ei- oder herzförmigen Blätter sind leicht behaart und am Rand gezahnt, die Stängel vier-kantig und ebenso dünn behaart.
Geläufige Synonyme der Zitronenmelisse sind: Bienenblatt/-kraut/-fang, Herztrost/-kraut, Honigblatt, Zitronenkraut/Zitronelle
Tipp: Die Zitronenmelisse mag es sehr sonnig und braucht einen nährstoffreichen Boden. Sie wird bis zu vier Jahre alt und ist winterfest.
 
Geschichtliches
Schon Dioskurides und Plinius Sekundus (23 –79 n. Chr.) empfahlen die Melisse in der Antike als Heilkraut. Laut Plinius galt der frische Melissensaft mit Honig vermischt als Mittel gegen den grauen Star. Ausserdem empfahl er sie gegen Hysterie. Die Araber schätzten die Melisse für ihre entspannende Wirkung auf das Nervensystem, ihre angstlösende Wirkung unter anderem auch gegen Kopfschmerzen und ihre Wirkung zur Stärkung des Herzens. Im 10. Jahrhundert kultivierten die Araber die Melisse in Spanien, von wo aus sie sich auf die Reise nach Mitteleuropa und die dortigen Klöster machte. Karl der Große (748 - 814 n.Chr.) befahl in seiner Verordnung "Capitulare de villis", dass die Melisse in jedem Klostergarten angebaut werden sollte. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Melisse auch Hildegard von Bingen (1098-1179 n.Chr.) vertraut war, die sie unter dem Namen "Binsuga" zur Stärkung und Erfreuung des Herzens empfahl. Außerdem sagte sie der Melisse nach, dass sie angenehme Träume und guten Schlaf bringe. Auch Paracelsus (1493-1541 n. Chr.) schätzte die Melisse für ihre günstige Wirkung aufs Herz. Die Herzwirkung der Melisse war im Mittelalter aufgrund der Signaturenlehre allgemein anerkannt. 1611 wurde der Melissengeist, der von Angehörigen des Karmeliter-Ordens zusammengestellt worden war, in Paris eingeführt und dort bekannt gemacht. Der KlosterfrauMelissengeist wurde 1775 von der Nonne Maria Clementine zusammengestellt und ist heute noch sehr beliebt. Melissengeist enthält Alkohol und eine Mischung verschiedener ätherischer Öle, darunter auch das ätherische Öl der Melisse.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Melisse kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, wo sie wild wächst. Schon im Mittelalter wurde sie in Mitteleuropa in den Klostergärten angebaut. Heute wird sie häufig in Hausgärten und Bauerngärten kultiviert. Da sie viel verwendet wird, wird sie auch kommerziell angebaut. Die Melisse wächst bevorzugt in sonniger und windgeschützter Lage, daher liebt sie Weinbaugegenden mit mildem Klima. Sie braucht genügend Feuchtigkeit. Die mehrjährige Melisse sprießt im März oder April aus dem Boden und sieht zuerst ähnlich aus wie eine Taubnessel oder Minze, mit denen sie auch verwandt ist, aber am zitronenartigen Geruch kann man sie deutlich erkennen. Die Blätter sind eiförmig und am Rande eingekerbt, sie wachsen gegenständig angeordnet am Stängel. Bis Ende Juni, Anfang Juli werden die MelissePflanzen bis zu 70 cm hoch und verzweigen sich, sofern sie genügend Platz dafür haben. Dann erscheinen weiße Lippenblüten quirlförmig angeordnet zwischen den Blattetagen in den Blattachseln.
Botanik
Die ausdauernde, stark verästelte Pflanze wird 30-70cm hoch und hat einen vierkantigen Stängel. Die Blätter sind gegenständig angeordnet, langgestielt, am Grunde eiförmig, nie herzförmig, am Rande gekerbt und schwach behaart. Die Blüten sind weißlich-gelb oder rein weiß und stehen in Scheinquirlen in den Achseln der oberen Blätter. Die Blätter der Katzenminze sind den Melissenblättern täuschend ähnlich und werden hie und da bei ausländischen Drogen den Melissenblättern beigegeben. Der Unterschied ist an der Blattbasis deutlich erkennbar. Die Melissenblätter sind an der Blattbasis abgerundet, die Katzenminzblätter dagegen herzförmig.
Geruch und Geschmack
Die ganze Pflanze hat einen feinen, angenehmen, zitronenähnlichen Duft, der Geschmack ist würzig.
Blütezeit
Manchmal schon in der zweiten Junihälfte beginnend. In der Regel Juli bis gegen Ende August.
Standort
Die Melisse stammt aus den Mittelmeergebieten, wo sie frei in der Natur vorkommt. Sie wurde zuerst von den Arabern in Spanien kultiviert. Durch die Klöster wurde sie in Mitteleuropa eingeführt. Karl der Große ordnete in seiner Verordnung „Capitulare de villis“ ihren Anbau an. Die Melisse wird heute in Bauerngärten, Hausgärten oder in Kulturen angebaut. Als Flüchtling trockenen Boden und eine sonnige, windgeschützte Lage. Sie ist sehr wärmebedürftig, das sogenannte Weinklima sagt ihr am besten zu.
 
Anbautipps
Die Melisse kann man in Töpfchen ansäen. Sobald sie gekeimt ist und etwa fünf bis zehn Zentimeter groß, kann man sie an einem warmen, geschützten Platz auspflanzen. Der Boden sollte durchlässig sein und ausreichend gegossen werden. Damit die Melisse an Kraft gewinnt und im Folgejahr gestärkt neu austreibt, sollte man sie im ersten Jahr noch nicht allzu stark beernten. Wenn sich die Melisse wohl fühlt, treibt sie im nächsten Jahr wieder aus. Es reicht, wenn man allzu aufdringliche andere Pflanzen von ihr fernhält, damit sie von Jahr zu Jahr kräftiger und üppiger wird.
Aussaat, Anbau und Pflege
Die Zitronenmelisse ist eine pflegeleichte Pflanze, die nur wenige Ansprüche stellt. Sie kann gut in einem Kräutergarten integriert werden oder einfach auf Balkon oder Terrasse kultiviert werden.
Standort und Boden
Das Kraut gedeiht sowohl an halbschattigen Standorten wie auch an vollsonnigen, wobei das namensgebende Zitronenaroma an Plätzen in der Sonne stärker ausgebildet wird. Der Boden sollte locker und humusreich sein.
Aussaat
Bereits im Spätwinter können die Samen der Zitronenmelisse in die Erde gebracht werden. Allerdings nur in Pflanzschalen im warmen Haus. Wichtig ist, dass die Sa-men nicht mit Erde bedeckt werden. Da Melisse ein Lichtkeimer ist, genügt es, die Melissensamen leicht in die Erde reinzudrücken. Bis sich die erste Sprößlinge zeigen, vergehen mitunter zwei bis drei Wochen. Im Freiland oder auf dem Balkon können die Samen bis Ende Mai ausgesät werden. Im Freiland sollten Pflanzabstände von wenigstens 20 x 20 cm eingehalten werden.
Melisse kann auch hervorragend in Kräuterspiralen angebaut werden. Die Pflanze sollte hier in einer Zone mit nährstoffreicher, humoser Erde gepflanzt werden. Das Kraut ist ein guter Nachbar zu den meisten anderen Kräuter, mit Ausnahme des Wermuts.
Düngung
In normaler, fruchtbarer Gartenerde wird für gewöhnlich kein zusätzlicher Dünger benötigt. Wächst die Pflanze mehrere Jahre am selben Ort, können kleine Gaben Kompost oder Hornspäne eingearbeitet werden. Topfkulturen können bei entsprechender Vordüngung und ausreichend Platz im Topf durchaus ein Jahr ohne Dünger auskommen.
Gießen
Die Erde bzw. der Boden sollten immer leicht und ausreichend feucht gehalten werden. Kurze Trockenheitsphasen übersteht der Lippenblütler jedoch problemlos. An heißen Sommertagen kann es bei jüngeren Pflanzen notwendig sein, sowohl morgens und abends zu gießen. Allerdings sollte nur soviel gegossen werden, dass die oberen 10 bis 15 cm feucht sind. Zu viel Wasser im Boden kann zu Wurzelfäule führen.
Vermehrung
Im Frühjahr kann man, wenn bereits vorhandene Pflanzen großzügig zurückgeschnitten worden sind, aus dem Rückschnitt Stecklinge ziehen. Die Stecklinge werden bis auf die obersten grünen Blätter von anderen Blättern entfernt und in Anzuchterde gepflanzt. Ansonsten sät sich die Melisse in der Regel oft selber zur Genüge aus.
Eine andere Art der Vermehrung ist die Teilung. Zitronenmelisse bildet ähnlich wie Schnittlauch ganze Horsten, die man mühelos verjüngen kann, indem man die Pflanze ausgräbt und den Wurzelstock teilt und anderenorts wieder einpflanzt.
Pflege und Überwinterung
Viel Pflege benötigt die Zitronenmelisse über das Jahr gesehen kaum. Regelmäßig gießen, im Frühjahr und Herbst mit Kompost düngen sind die wesentlichen Maßnahmen. Auch im Winter sind keine weiteren Vorkehrungen notwendig. Lediglich Pflanzen, die in Töpfen und nicht direkt im Garten in der Erde wachsen, sollten abgedeckt werden oder zum Überwintern an einen kühlen, hellen Platz im Haus untergebracht werden. Außerdem ist die Zitronenmelisse eine wachstumsfreudige Pflanze, die ohne Weiteres bis zu drei Mal im Jahr kräftig gestutzt werden kann und immer wieder neu austreibt.
Krankheiten und Schädlinge
Mögliche Krankheiten, von denen die Melisse befallen werden kann, sind der Mehl-tau sowie der Rost. Beim Mehltau zeigen sich auf den Blätter die typischen weißen Beläge. Braunrote Flecken auf Zitronenmelissen deuten hingegen auf Rost, eine Pilzerkrankung, die zahlreiche Kräuter betrifft, vor allem in sehr feuchten Sommern. Im Fall vom Rost helfen meist keine Hausmittel, sondern nur ein großzügiger Schnitt der Pflanze. Bei häufigem Befall kann ein Auswechseln der Erde bzw. des Bodens hilfreich sein. Mitunter sind auch ein zu dichter Bewuchs oder zu viel Feuchte verantwortlich für den Befall.
Ernte
Der Rückschnitt kann entweder als Steckling verwendet werden oder für die Verwendung als Küchen- oder Teekraut getrocknet werden. Optimal für den Rückschnitt ist der Zeitpunkt vor der Blüte, die Blätter sind am aromatischsten, weil die Pflanze ihre Energie noch nicht in die Blüten übergegangen ist.
 
Sammeltipps
Man kann die Melisse im Juni vor der Blüte zurückschneiden, dann treibt sie buschiger wieder aus. Im September kann man sie ein zweites Mal zurückschneiden. Die Melissen sollte man am frühen Nachmittag schneiden. Die Blätter und oberen blühenden Triebe sollte man möglichst wenig anfassen und zügig im Schatten trocknen. Die getrockneten Pflanzen sollte man nicht in Metalldosen aufbewahren und auch nicht anderweitig mit Metall berühren.

BACHBLÜTE CHESTNUT BUD
Man kommt nicht auf die Idee, auch aus den Erfahrungen anderer Menschen zu lernen       
Dieses Menschen kommen nicht auf die glorreiche Idee, aus den Erfahrungen ihrer Mitmenschen zu lernen
Hier hilft die Bachblüte um auf die Idee zu kommen, aus den Erfahrungen ihrer Mitmenschen zu lernen
 

BACHBLÜTE CHICORY
Ich bin ein eigensinniger Mensch                          
Diese Menschen sind von ihrer Art her sehr eigensinnig
Sie können mit Chicory das eigensinnige ablegen
Hildegards Grundlagen der richtigen Ernährung
Mikrokosmos Mensch
Hildegards Welt- und Menschenbild wurzelt in der Heiligen Schrift und in ihren religiösen Visionen. Konsequenterweise beginnt sie daher ihr Buch über die Heilkunde mit der Schöpfungsgeschichte der Bibel.
Krankheit entsteht nach Hildegards Auffassung durch den Sündenfall. Aber der Mensch ist seinem Schicksal nicht hilflos ausgeliefert, sondern kann das Leid verringern, indem er mit seinem Körper verantwortungsvoll umgeht. Krankheit ist nach Hildegards Verständnis eine Ermangelung, ein Unterbleiben, wohingegen Gesundheit durch die entsprechende Lebensführung permanent geschaffen werden kann. Die seelische Verfassung und das Denken des Menschen tragen genauso wie die körperliche Ebene zu Krankheit bei.
Da die vier Elementarkräfte (Feuer, Luft, Wasser, Erde) nicht nur den Kosmos, sondern auch den Mikrokosmos Mensch gestalten, sind Mensch und Kosmos letztlich also eins, die Welt ist im Großen so wie im Kleinen, wie oben, so unten.

Armbäder
Kaltes Armbad
Das kalte Armbad wird auch oft als „Tasse Kaffee der Naturheilkunde bezeichnet. Nachmittags, v.a. an heißen und schwülen Tagen oder bei Wetterumschwung, ist die beste Zeit für eine Anwendung. Voraussetzung: Nicht mit kalten Händen ins kalte Wasser!
TECHNIK
Beide Arme werden bis zur Mitte des Oberarms in das Wasser getaucht. Als Gefäß eignet sich eine ausreichend große Wanne oder auch das Waschbecken. Die Temperatur beträgt ca. 12 bis 15°C, die Dauer 10 bis 30 Sekunden. Die Arme werden nicht abgetrocknet, sondern das Wasser wird abgestreift und die Arme werden durch Bewegung, z.B. Schwingen und Pendeln erwärmt.
WIRKUNG
Das kalte Armbad belebt, ohne aufzuregen und ist durchblutungsfördernd. Es wirkt beruhigt auf das Herz und senkt die Schlagfrequenz. Anzuwenden bei Müdigkeit, nervösem Herzjagen und Herzklopfen sowie Erschöpfung – der Kopf wird frischer und die Konzentrationsfähigkeit.
 Nicht geeignet ist ein kaltes Armbad für Patienten mit Gefäßkrämpfen oder organischen Herzkrankheiten!

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