Direkt zum Seiteninhalt
Salbeigamander
Der Salbeigamander ist eine Pflanzenart aus der Gattung Gamander innerhalb der Familie der Lippenblütler.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Appetitlosigkeit, Husten, Verstopfung, blutreinigend
wissenschaftlicher Name: Teucrium scorodonia
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
 
Nutzung als Heilpflanze
In manchen Gegenden wird der Salbei-Gamander ähnlich wie die Salbeiarten zum Beispiel als Wundmittel verwendet.
Als Wirkstoff findet der Salbei-Gamander Verwendung in homöopathischen Arzneimitteln. Er soll besonders gegen Tuberkulose helfen, was wissenschaftlich nicht bestätigt ist.
 
Beschreibung
Der Salbeigamander ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht eine Wuchshöhe von 30 bis 60 Zentimetern. Sie besitzt unterirdische Ausläufer. Der Stängel ist oben meist ästig verzweigt und allgemein kurzabstehend-zottig behaart. Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 1 bis 2 Zentimeter lang. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 3 bis 7 Zentimetern sowie einer Breite von 1,5 bis 4,5 Zentimetern herz-eiförmig bis länglich mit herzförmigem oder gestutztem Spreitgrund und dicht kerbig gesägten Blattrand. Die Blattspreite ist stark netznervig und etwas runzlig.
Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Die Blüten sitzen einzeln oder zu zweien in den Achseln sehr kleiner Hochblätter und stehen in einem mehr oder weniger einseitswendigen, lockeren, langen scheintraubigen Blütestand zusammen. Die Blüten sind bei einer Länge von 9 bis 12 Millimetern zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist röhrig-glockig, herabgebogen und helmförmig zweilippig geformt. Die Krone ist blass-grünlich-gelb, die Röhre rötlich gefärbt. Die Klausenfrucht (Bruchfrucht) zerfällt in Klausen. Die Klasen (Teilfrüchte, Nüsschen) sind bei einem Durchmesser von 1 bis 1,5 Millimetern kugelig fast glatt.

Rang Jued
Rang Jued ist eine Heilpflanze aus Thailand, die wegen ihrer auffallend schönen blauen Blüten in vielen südländischen Gärten und Parks angepflanzt wird. Daher trifft man diese Pflanze häufig im Urlaub an. In Thailand wird Rang Jued wegen ihrer starken leberschützenden Heilkräfte geschätzt. Daher kann man Rang Jued auch gegen Kater einsetzen, was die Heilpflanze auch im Westen sehr beliebt macht. Auch gegen Allergien soll Rang Jued sehr gut helfen.
Die Großblütige Thunbergia ist eine Pflanzenart aus der Familie der Akanthusgewächse. Sie stammt ursprünglich vom indischen Subkontinent, wird oft als Ziepflanze verwendet und ist in einigen Gebieten eine invasive Pflanze.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Kater
Heilwirkung: antiallergisch, antibakteriell, blutfettsenkend, blutreinigend, entgif-tend, entzündungshemmend, leberentgiftend, leberschützend
Anwendungsbereiche: Akne, Allergien, Arthritis, Asthma, Augenrötung, Ekzme, Erhöhte Blutfettwerte, Erhöhter Cholesterinspiegel, Gelenkentzündungen, Heuschnupfen, Leberschwäche, Neurodermitis, Schleimhautschwellungen, Schnittwunden, Schuppenflechte (Psoriasis), Taubheit (traditionell), Tränenfluss, Verbrennungen, Verbrühungen, Vergiftungen, Zu starke Menstruation
wissenschaftlicher Name: Thunbergia laurifolia, Thunbergia grandiflora
Pflanzenfamilie: Akanthusgewächse = Acanthaceae
englischer Name: Laurel clock vine, Blue trumpet vin
andere Namen: Rang Jeud, Rang Tschut, Rang chuet, Raang Chuet, Rang yen, Kamlang chang phuaek, Aet ae, Knop cha, Kar Tuau (Malaysia)
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten, Stamm
Inhaltsstoffe: Iridoid Glykoside, Antioxidantien, Polyphenole
 
Anwendung
Rang Jued kann man wahlweise als Tee oder als Kapseln anwenden. Auch andere Anwendungsformen sind denkbar, z.B. Tinktur, aber in Mitteleuropa sind sie bislang nicht verfügbar. Die häufigste Art, Rang Jued anzuwenden ist als Tee oder als Fertigpräparat in Kapselform.
Tee
Für einen Rang Jued-Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Rang Jued mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und den Rang Jued-Tee in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Rang Jued-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Rang Jued-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
 
Wirkung
Die bekannteste Wirkung von Rang Jued ist die entgiftende Wirkung auf die Leber. Diese Wirkung soll ausgesprochen stark sein. Außerdem wirkt Rang Jued antiallergisch. Ferner ist eine hautheilende Wirkung bei Rang Jued bekannt, vermutlich auch entzündungshemmend, denn in den Herkunftsländern wird Rang Jued bei Hauterkrankungen eingesetzt.
 
Anwendungsgebiete
Innerlich
Rang Jued wird innerlich, als Tee oder Kapseln, vor allem gegen Kater eingesetzt.
Dabei ist es egal, ob der Kater durch Alkoholmissbrauch, Drogenmissbrauch oder Tablettenmissbrauch entstanden ist. Manche Fans der Rang Jued Heilpflanze wenden ihn bereits vor einer Party an, um gar nicht erst einen Kater zu bekommen. Da Genussmittelmissbrauch keinesfalls zu empfehlen ist, kann man auch diese Vorgehensweise nicht empfehlen. Stattdessen ist es besser, auch bei Parties weniger zu trinken und von anderen Drogen vollständig die Finger zu lassen. Auch bei anderen Problemen der Leber kann Rang Jued gut helfen, weil die Leber gründlich entgiftet wird. Rang Jued hilft der Leber bei ihrer Arbeit. Erhöhte Blutfettwerte, sowohl der Triglyceride als auch des Cholesterins können durch Rang Jued günstig beeinflusst werden. Außerdem hilft Rang Jued bei Allergien aller Art, unter anderem auch gegen Asthma. Wenn man unter Allergien leidet, kann man eine Kur mit Rang Jued durch-führen, oder man verwendet die Heilpflanze bei akuten Beschwerden.
Äußerlich
Äußerlich kann man Rang Juedtee in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man chronische Hautentzündungen lindern. Rang Jued hilft daher äußerlich eingesetzt gegen Neurodermitis, Schuppenflechte, Ekzeme und Akne. Auch gegen akute Wunden, Schnittverletzungen oder Verbrennungen kann man Rang Jued verwenden.
 
Pflanzenbeschreibung
Rang Jued ist in Thailand und Malaysia heimisch. Weil die großen, blauen Blüten so hübsch aussehen, wird Rang Jued auch in vielen anderen südlichen Ländern angepflanzt. Sie ist dort eine beliebte Zierpflanze in Gärten, Parks, an Wegrändern und überall dort, wo man schöne Blüten sehen will. An manchen Standorten hat sich die Pflanze selbst ausgewildert und verdrängt andere einheimische Pflanzenarten. Rang Jued wächst bevorzugt an halbschattigen oder schattigen Standorten in subtropischen Gegenden, weil sie nicht völlig winterhart ist. Man findet sie wildwachsend vor allem in Wäldern oder an Waldrändern. Die mehrjährige Pflanze ist an günstigen Standorten und rankt sich schnell mehrere Meter hoch, bis zu 15 Meter. Die immergrünen Blätter sind herzförmig und länglich. Sie werden bis zu fünf Zentimeter lang. Die blau-violetten Blüten erinnern an Orchideen und sind die Hauptzierde dieser Schlingpflanze. Sie haben einen gelblichen Trichter und fünf Blütenblätter, von denen das untere etwas größer ist als die anderen und in der Nähe des Trichters eine Schwellung aufweist. Die Blüten stehen meist in Gruppen zusammen. Aus den Blüten entwickeln sich Fruchtkapseln.
Thunbergia grandiflora ist eine kletternde, ausdauernde krautige Pflanze. Die vierkantige Sprossachse ist bei jungen Pflanzen striegelig behaart und die Basis kann verholzen und erreicht Wuchslängen von 20 Metern oder mehr. Das Wurzelsystem breitet sich mit tiefen, dicken bis knolligen Pfahlwurzeln aus
Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 2 bis 6 Zentimeter lang. Die einfache, raue und pergamentartige Blattspreite ist bei einer Länge von 6 bis 20 Zentimeter und einer Breite von 3 bis 14 Zentimeter ei-, speerförmig bis dreieckig mit stumpfer bis herzförmiger Spreitenbasis und zugespitztem oberen Ende. Unterhalb der Spreitenmitte ist der Blattrand manchmal glatt, oft grob gelappt oder gezähnt.
Die Blüten stehen an gedrungenen, 1 bis 8 Zentimeter langen Blütenstielen, in seiten- oder endständigen traubigenBlütenständen. Ihre zwei je Blüte bis zu 3,5 Zentimeter langen, eiförmigen bis länglichen Deckblätter sind teilweise verwachsen und meist zugespitzt oder manchmal stumpf; sie sind dicht fein behaart und rau. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der gestutzte Kelch ist dicht behaart. Die bis zu 8 Zentimeter messende, glockenförmige, kahle Blütenkrone ist lila, manchmal ist sie auch bläulich mit einem weißen oder gelben Zentrum; nur in Ausnahmefällen ist die Krone weiß. Die Staubbeutel sind gespornt.
Die ledrige, zweifächerige Kapselfrucht ist bei einem Durchmesser von etwa 1,5 Zentimeter kugelig, läuft an ihrer Spitze in einem 2 bis 5 Zentimeter langen Schnabel aus und besitzt normale Haare sowie kurze Drüsenhaare. Die bis zu 1 Zentimeter langen Samen sind auf einer Seite mit braunen Schuppen bedeckt.
 
Anbautipps
Weil Rang Jued nur bedingt winterhart ist, ist es schwierig, sie in Mitteleuropa anzubauen. Geeignet für den Anbau wären Wintergärten, auf Fensterbrettern oder an Stellen, die nicht unter 0°C kalt werden. In subtropischen Gegenden liebt Rang Jued den Schatten, aber im kühleren Mitteleuropa ist Halbschatten wohl geeigneter, damit die Pflanze genügend Wärme bekommt. Am liebsten hat sie Temperaturen deutlich über 18°C. Weil Rang Jued meistens kräftig wächst, brauch sie regelmäßige Düngung mit Nährstoffen. Im Winter verliert sie meistens einen Teil der Blätter, weil sie dann in Mitteleuropa nicht genügend Licht bekommt.
 
Sammeltipps
Gut ausgewachsene Blätter kann man das ganze Sommerhalbjahr über ernten. Wenn man sie aufheben will, trocknet man sie zügig an einer schattigen, luftigen Stelle. Für Tees oder Tinkturen kann man die Blätter aber auch frisch verwenden. Auch die Blüten eignen sich für die Heilanwendung. Ihre Wirkung entspricht der Wirkung der Blätter.

Bachblüten
Ich habe Angst, vor Misserfolgen (Larch)
Diese Menschen haben Angst vor Misserfolgen
Mit der Blüte können diese Angst vor Misserfolgen runterschrauben
Bachblüten
Ich muss ständig in Gesellschaft sein (Mimulus)
Diese müssen sich andauernd in Gesellschaft sich begeben
Mit der Bachblüte können sie die Gesellschaft überflüssig machen
Morbidität und Mortalität
Ernährungsassoziierte Krankheiten, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, häufige Krebserkrankungen, Diabetes mellitus, chronische Erkrankungen oder Leber und anderer Verdauungsorgane sind in allen wesentlichen Industriestaaten wesentliche Ursachen für Morbidität (Krankheiten) und Mortalität (Sterblichkeit). Nach Angaben der Statistik Austria ist die häufigste Todesursache in Österreich die HerzKreislauf-Erkrankungen mit 43% aller Todesfälle, gefolgt von Krebs mit 24% aller Todesfälle.
Morbidität (von lat. morbidus „krank“) ist als statistische Größe in der Epidemiologie das Verhältnis der Zahl der Erkrankten zu derjenigen der gesamten lebenden Bevölkerung und somit die Krankheitshäufigkeit bezogen auf eine bestimmte Bevölkerungsgruppe. Die Morbidität ist ein Überbegriff für die Prävalenz (Anteil der bereits Erkrankten) und die Inzidenz (Rate der Neuerkrankungen innerhalb einer gegebenen Zeitperiode) einer Krankheit. Auf Grundlage der Morbiditätsrate kann die Erkrankungswahrscheinlichkeit geschätzt werden.
In der Praxis wird der Begriff auch oft für die Inzidenz von Komplikationen oder Folgeerkrankungen im Allgemeinen verwendet. Beispiel: „Das endoskopische Verfahren XY weist verglichen mit der offenen Operation eine deutlich geringere Morbidität und Mortalität auf“.

Hildegard – ihr Leben, ihre Zeit
Schon früh müssen Mechthild und Hildebert, die Eltern, beschlossen haben, ihr zehntes Kind im Kloster erziehen zu lassen. Die Gründe dafür sind nicht bekannt. Vermutlich wollten die Eltern das zehnte Kind als „Zehent“ an Gott übergeben, zum Dank für den göttlichen Segen und als Bitte um weiteren Schutz der Familie. Aber das kann man eben nur vermuten, wie so vieles aus dem Leben der Hildegard von Bingen, denn nur wenig ist durch Zahlen, Daten und Fakten belegt. Viele Informationen über Hildegard stammen aus Legenden und Geschichten, sind interessant zu lesen, aber keinesfalls als historisch gesichert anzusehen. Den eifrigen Mönchen, die schon bald nach dem Tod der Hildegard über das Leben der Frau Äbtissin berichteten, ging es ja nicht um biographische Details, sondern darum, die Frömmigkeit und Gottgläubigkeit der heiligen Frau darzustellen. Dies alles entsprach de rmittelalterlichen Einstellung zur „Geschichte“ – da ging es nie um nüchterne Fakten, sondern darum ein plastisch gestaltetes Bild zu präsentieren. Damit sich die Zuhörer, die ja zumeist nicht lesen und schreiben konnten, auch wirklich etwas vorstellen konnten.
Authentisch hingegen sind die Schriften der Hildegard von Bingen, ihre heil- und naturkundlichen Bücher, die Aufzeichnungen über die Wirkung von Kräutern, die Kraft der Steine, den Einfluss des Mondes und vor allem die geistlichen Visionen und die vielen Briefe, die sie als Äbtissin an bedeutende und einflussreiche Persönlichkeiten geschrieben hat. Mit Hilfe all dieser Texte gelingt es, ein Bild der Hildegard entstehen zu lassen. Kein starres, gesichertes Bild, sondern eines voll Dynamik, ständig in Bewegung und voll von Energie – wie diese faszinierende Frau.

Die Heilkraft des Wassers
Kneipp schreibt weiter:
Dreißig Jahre lang habe ich sondiert und jede einzelne Anwendung an mir selbst ausprobiert.
Die große Zahl der Leidenden, die noch größere Verschiedenheit ihrer Leiden spontan, die noch größere Verschiedenheit ihrer Leiden spornten an, die Wassererfahrung zu bereichern, die Wasserheilmethode zu vervollkommnen.
Kneipp betont stets den Gedanken eines sanften, natürlichen Verfahrens:
Alles Forcierte, alles Gewaltsame kann ich nicht billigen, ganz gleich, ob von außen nach innen oder direkt nach innen gewirkt werde. Mein Urteil lautet und wird immer lauten: die gelindeste Anwendung ist die beste, ob es sich nun um die Wasserheilmittel oder ob es sich um Medizin handle und wer mit einer Anwendung seinen Zweck erreicht, soll ja keine zweite gebrauchen. Wir müssen der Natur, dem kranken oder ob es sich um Medizinern handle und wer mit einer Anwendung seinen Zweck erreicht, soll ja keine zweite gebrauchen. Wir müssen der Natur, dem kranken oder geschwächten Organismus, sachte an die Hand gehen, nicht streng und stürmisch, wir müssen den kranken Körper sozusagen milde und leicht an der Hand führen, ihm bisweilen helfend und stützend unter die Armen greifen, aber ihn nicht allzusehr drängen, […] sondern nur mitwirken, dass der Körper mit seiner Arbeit fertig werde und sofort von dieser gelinden Mitwirkung abstehen, sobald der Körper allein seich weiterzuhelfen weiß.

Zurück zum Seiteninhalt