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GILBWEIDERICH
Kaum jemand kennt den Gilbweiderich, dabei ist er eine recht vielseitige Heilpflanze, die früher ihren festen Platz im Repertoire der Naturheilkundler hatte. Seine herausrangendste Wirkung sind die adstringierenden und blutstillenden Fähigkeiten, was den Gibweiderich zu einem Mittel der Wahl bei Zahnfleischbeschwerden und Mundentzündungen macht.
 
Anwendung
Gilbweiderichtee eignet sich zum Gurgeln und Spülen bei Blutungen und Entzündungen im Mundraum. Er eignet sich auch als getrunkener Tee gegen Blutungen aller Art. Durch seine auswurffördernde Wirkung eignet er sich als Hustentee. Außerdem hilft er bei Durchfälle und andere Darmkrankheiten. Äußerlich angewandt kann man Gilberich für blutende oder schlecht heilende Wunden verwenden. Mit den Blüten kann man Stoffe gelb färben.
 
Pflanzenbeschreibung
Der gemeine Gilbweiderich gehört zur Familie der Primelgewächse. Er ist relativ selten und wächst gerne an Ufern, Gräben und anderen feuchten Stellen. Der Stängel des Gilbweiderichs ist aufrecht und etwas kantig. Seine großen, eiförmigen Blätter wachsen gegenständig oder quirlständig. Die Blüten wachsen in Rispen, die aus den Blattachseln und der Spitze der Pflanze sprießen. Sie sind leuchtend gelb, haben 5 Blütenblätter und sind gut einen Zentimeter lang. Der Geruch des Gilbweiderichs hält Insekten fern.
 
Steckbrief
Heilwirkung: adstringierend, auswurffördernd, Blutgerinnung, Bronchitis, Durchfall, Darmprobleme, Husten, Wunden (reinigend), Geschwüre, Nasenbluten, Zahnfleischbluten, Zahnfleischentzündung
wissenschaftlicher Name: Lysimachia vulgaris
englischer Name: Yellow Loosestrife
volkstümlicher Name: Gemeiner Felberich
Verwendete Pflanzenteile: Blühendes Kraut
Inhaltsstoffe: Gerbstoff, Kieselsäure, Saponine, ätherisches Öl
Sammelzeit: Juni bis August

HAMAMELIS
Die Hamamelis, auch virginische Zaubernuss genannt, fällt besonders im Spätwinter auf. Sie öffnet ihre gelben Büschelblüten nämlich schon im Januar oder Februar, wenn andere Pflanzen noch tief in der Winterruhe liegen. Rinde und Blätter der Hamamelis wirken besonders stark zusammenziehend und entzündungshemmend. Daher wird sie häufig zur Wundbehandlung eingesetzt. Hamamelis ist Bestandteil zahlreicher Cremes und Salben.
Zaubernuss ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Zaubernussgewächse. Die Gattung Hamamelis besitzt ein disjunktes Areal; von den nur fünf Arten kommen drei im östlichen Nordamerika und zwei im östlichen Asien vor.
 
Anwendung
Hamamelis wird vorwiegend äußerlich gegen Hautprobleme angewendet. Man kann Hamamelistee aber auch innerlich bei Durchfall und andere Schleimhautentzündungen des Verdauungstraktes trinken.
Kompresse
Man kann eine Kompresse in den Hamamelistee eintauchen und als Umschlag auf die betroffenen Hautbereiche legen. Die Kompresse befestigt man mit einem Verband und lässt sie mindestens zwei Stunden einwirken. Wenn man eine besonders intensive Wirkung erzielen will, lässt man die Hamameliskompresse über Nacht einwirken.
Bäder
Verdünnten Hamamelistee kann man für Teilbäder verwenden. Die entzündeten Hautpartien werden für etwa 20 Minuten in das Bad getaucht. Zur Behandlung von Hämorrhoiden eignet sich beispielsweise ein Sitzbad. Für entzündete Füße bereitet man ein Hamamelis-Fußbad zu.
Hamameliswasser
Hamameliswasser ist ein sogenanntes Hydrolat. Es wird häufig als Cremezutat für die Hobbysalbenküche angeboten. Solch ein Hamameliswasser ist durchaus gut geeignet, um daraus Cremes herzustellen. Die Wirkung von Hamameliswasser ist jedoch deutlich milder und schwächer als die Wirkung einer Hamamelistinktur.
Hamamelissalbe und -creme
Besonders häufig wird Hamamelis in Form von Creme oder Salbe eingesetzt. Im Handel gibt es zahlreiche Hamameliscremes. Man kann Hamameliscreme auch selber anrühren. Dafür verwendet man Hamamelistinktur oder Tee als Wasserphase in Cremerezepten. Man kann auch einen Hamamelisölauszug für Cremes verwenden. Hamameliscremes kann man nahezu für alle Arten von Hautproblemen einsetzen. Sie hilft vor allem gut, wenn man eine zusammenziehende Wirkung haben will.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Hamamelisstrauch ist in Nordamerika heimisch. Dort wächst er vor allem an der Ostküste. In Gärten wird Hamamelis aber auch in Europa angepflanzt. Hamamelis braucht einen sonnigen oder halbschattigen Standort und bevorzugt leichten und sandigen Boden. Der langsam wachsende Strauch wird bis zu 5 Meter hoch. Bis er das erste Mal Blüten trägt, muss der Hamamelis-Strauch 6 Jahre alt werden. Die Rinde der Zweige ist graubraun bis grau. Die Blätter sind buchtig und am Rande gezähnt. Sie sitzen auf kurzen Stielen. Die große Besonderheit der Hamamelis ist seine Blüte, die mitten im Winter stattfindet. Die Blüten erscheinen zwischen Dezember und Februar. Dadurch bringen sie etwas Farbe in den sonst so grauen Winter. Auch die Form der Blüten ist ungewöhnlich. Sie bestehen aus zahlreichen gekrümmten Streifen, die wie Büschel aus dem Blütenzentrum wachsen. Meistens sind die Blüten gelb. Das Zentrum der Blüten ist häufig rostrot. Dort kann man auch die Vierzähligkeit der Blüten erkennen. Zwischen August und September werden die Samen reif. Sie sind schwarz und werden von den Samankapseln bis zu 10 Meter weit geschleudert.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Hautentzündungen
Heilwirkung: adstringierend, beruhigend, blutstillend, entzündungshemmend
Anwendungsbereiche: Afterjucken, Analfissuren, Analekzem, Blutungen, Dammriss, Dammschnitt, Diarrhoe, Durchfall, Ekzeme, Gebärmuttervorfall, Gebärmutterrückbildung nach einer Geburt, Geschwollene Füße, Hämorrhoiden, Hautjucken, Juckreiz, Kopfschuppen, Krampfadern, Mundschleimhautentzündung, Neurodermitis, Rachenentzündung, Seborrhoisches Ekzem, Trockene Haut, Unreine Haut, Venenentzündung, Verbrennungen, Verletzungen, Windeldermatitis, Wunden, Wunde Babyhaut, Wunder Babypo, Zahnfleischentzündung
wissenschaftlicher Name: Hamamelis virginiana
Pflanzenfamilie: Zaubernussgewächse = Hamamelidaceae
englischer Name: Witch Hazel
volkstümlicher Name: Virginische Zaubernuss, Amerikanische Zaubernuss, Hamamelis, Hexenhasel, Hopfenhainbuche, Virginia-Zaubernuss, Wünschelrute, Zauberhasel, Zauberhaselnuss, Zaubernuss
Verwendete Pflanzenteile: Rinde, Blätter
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Gerbsäure, Hamamelin, Hamamelitannin, Quercetol, Chinasäure, Kaempferol, Ellagitannin, Gallussäure, Flavonoide, Phenol, Ätherische Öle
Sammelzeit: Juni bis August

BACHBLÜTE OAK
Man kämpft tapfer gegen alle Schwierigkeiten, ohne die Hoffnung zu verlieren
Diese Menschen kämpfen tapfer weiter gegen diverse Schwierigkeiten, ohne dass sie die Hoffnung verlieren
Mit der Bachblüte kämpfen sie nicht immer gegen alle Schwierigkeiten an und können auch mal die Hoffnung verlieren
 

BACHBLÜTE OLIVE
Tiefe innere Müdigkeit nach Zeiten, starker innere Krämpfe und Wandlungen, in denen viel psychische Energie verbraucht wurde              
Diese Menschen haben eine tiefe innere Müdigkeit nach Zeiten, starker innerer Krämpfe oder Wandlungen, in denen sie große psychische Energie verbraucht haben
Mit der Bachblüte können sie diese Müdigkeit überwinden

Hildegard-Heilpraxis von A bis Z
Nierenerkrankungen
Da die Nieren ein lebenswichtiges Organ sind, ist bei Verdacht auf eine Nierenerkrankung von Selbstmedikation abzuraten. Man sollte sich auf jeden Fall zuerst von einem Facharzt untersuchen lassen. Im Hinblick auf Nierensteine und Nierengrieß kann jedoch nach Abstimmung mit dem Arzt eine Eigenbehandlung komplementär zur ärztlichen Versorgung sinnvoll sein.
NIERENSTEINE UND NIERENGRIESS
Warum sich Nierensteine oder Nierengrieß – die kleineren Ablagerungen – bilden, ist wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt, jedoch scheinen die folgenden Faktoren dazu beizutragen.
Durch eine Infektion im Harntrakt können Zelltrümmer zu einem „Herd“ werden, um den herum sich Kristalle bilden. Der Urin wird durch die Einwirkung von Bakterien alkalischer, was zu Ablagerungen von Phosphaten und schließlich zu Bildung von Calciumphosphatsteinen führt.
Durch starkes Schwitzen oder geringe Flüssigkeitsaufnahme kann der Urin konzentrierter werden, die Harnsalze verfestigen sich und bilden Steine. Wer Steine hat, sollte nach Hildegard täglich 2 bis 3 Liter Flüssigkeit trinken, davon ½ Liter abends, damit auch nachts Urin ausgeschieden wird. Man sollte so viel trinken, dass man in 24 Stunden mindestens 1 ½ Liter Urin ausscheidet.

HEILMITTEL VON A BIS Z (Kneipp)
Attich
Steckbrief / Beschreibung
Man unterscheidet bei den in Europa wachsenden Holundern zwischen drei Arten. Zwei der Holunder wachsen als Bäume oder große Sträucher, einer ist eine großwüchsige Staudenpflanze. Diese Staude nennt man Attich oder Zwergholunder. Der Attich ist weit verbreitet, man findet diese Pflanze häufig an Weg- und Waldrändern. Der Geruch der weißen bis rosa-farbenen, in Scheindolden stehend Blüten erinnert an die Bittermandel. Die Blätter des Attich riechen sehr unangenehm, einige Menschen empfinden den Geruch dieser Pflanze sogar als sehr widerlich. In der Antike und im Mittelalter gewann man einen Farbstoff aus den sich im Herbst bildenden schwarzen Beeren.
Die giftigen Beeren des Attich dürfen nicht verzehrt werden. Es ist besondere Vorsicht geboten, da man die Attichbeeren leicht mit den essbaren Beeren des schwarzen Holunders verwechseln kann. Vorsichtig sollte man auch mit den übrigen Pflanzenteilen des Attich umgehen, sie enthalten giftige Bitterstoffe. Der Attich ist eine bis zu 2m hochwachsende Staude. Die krautigen, steifen Stängel sind gerillt. Das innere der Stängel ist mit weißem, korkigen Mark ausgefüllt. Die gegenständig wachsenden Blätter des Attich sind gefiedert und am Rand schwach gesägt. Die Form der Blätter ist lanzettlich. Vom Juni bis August bildet der Attich weiße oder rosafarbene Blüten in großen Scheindolden. Die Beeren dieser Heilpflanze sind schwarz gefärbt, kugelig, glänzend und enthalten einen kräftig färbenden Saft sowie drei Samenkerne. Der kriechende Wurzelstock des Attich ist zerfasert, weißlich gefärbt und kräftig wuchernd.

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