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ROBINIE ttt
Die Robinie ist ein sommergrüner Baum mit einer Höhe bis etwa 25 Meter. In vielen Parks und Gärten findet sich dieser Baum, der im Mai eine große Zahl an wohlriechenden Blüten trägt. Der Duft erinnert an Bergamotte und Jasmin, der Geschmack ist süßlich. Die Samen sind in Schoten und so wird die Verwandtschaft mit der Erbse erkennbar. Wurzeln, Holz, Rinde, Blätter und Samen sind giftig. Selbst bei der Verarbeitung des Holzes muss man vorsichtig sein, damit man den Staub nicht einatmet. Die giftigen Bestandteile werden in der Homöopathie genutzt, die ungiftigen Blüten in Salben, Tinkturen und Säften. Die Blätter sind wenig giftig. Die Gewöhnliche Robinie, auch verkürzt Robinie, Weiße Robinie, Falsche Akazie, Scheinakazie, Gemeiner Schotendorn oder Silberregen genannt, ist ein sommergrüner Laubbaum. Ursprünglich aus Nordamerika stammend, wurde er seit über 300 Jahren überall in Europa in Parks und Gärten gepflanzt und ist längst auch wild sehr weit verbreitet.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Aromatikum (Blüte), Krämpfe
Heilwirkung: abführend, antiviral, erweichend, gallentreibend, harntreibend, krampflösend, narkotisierend, tonisch
Anwendungsbereiche: Rinde/Wurzelrinde: Fieber, Brechmittel, Abführmittel, Verstopfung, Krämpfe, Zahnschmerzen, Blätter: Virusinfektionen, Blüten: Trockene Haut, Rissige Haut, Ungeziefer, Gewürz, Blütenessenzen: Energiehaushalt, Erholung, Homöopathie ab D3: Durchfall, Erbrechen, Hyperacidität, Magenschmerzen, Migräne Saures Aufstoßen, Sodbrennen, Tabaksucht, Übelkeit
wissenschaftlicher Name: Robinia pseudoacacia
Pflanzenfamilie: Fabaceae = Leguminosae
englischer Name: Black locust
volkstümlicher Name: Falsche Akazie, Heuschreckenbaum, Johannisbrotbaum, Scheinakazie, Schotendorn, Silberregen, Wunderbaum
Herkunft: Nordamerika
Verwendete Pflanzenteile: Blüte, Rinde, Wurzel, Blätter, Samen
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe, Glykoside, Harz, Indican, Lectine, Phasin, Robinin, Syringin
Sammelzeit: Mai, Juni (Blüte)
 
Anwendung
Von der Robinie kann man alle Pflanzteile nutzen, da die Pflanze bis auf die Blüten giftig ist, sollte man sich auf die Blüten beschränken.
Blütentee
Der Tee aus frischen oder getrockneten Blüten hilft gegen: Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Brechreiz und Übelkeit.
Blütensaft
125g der Blüten werden in einer Schüssel mit 10 Gramm Zitronensäure bestreut. 500g Zucker werden in einem Liter Wasser aufgekocht. Das kochende Zuckerwasser wird über die Blüten gegossen. Mit einem Tuch abdecken und 24 Stunden ziehen lassen. Mit einem Sieb abfiltern und in eine Flasche abfüllen.  Der Flasche etwa 2EL Korn beigeben. Den Saft kann man auch weiter zu Sirup verarbeiten. Hilft bei Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Brechreiz und Übelkeit.
Kuchen und Süßspeisen
Die Blüten lassen sich auch in Süßspeisen (Sorbet), Pfannkuchen und Kuchen verarbeiten. Wurde so gegen Augenkrankheiten eingesetzt.
Aromatisches Wasser
Die Blüten werden destilliert. Hilft wenn man Ruhe und Erholung braucht, erneuert die Energien.
Blütenessenzen
Die Blüten in einer Glasschale mit reinem Wasser in die direkte Sonne stellen. Die Blüten sollen die gesamte Wasseroberfläche bedecken. Hilft wenn man Ruhe und Erholung braucht, erneuert die Energien.
Salbe
Blüten mit zerlassenem Schaffett (zur Not Schweineschmalz) vermischen. Einige Minuten leicht erhitzen aber nicht kochen. Und durch ein Tuch abseihen und abfüllen. Diese Salbe ist gut gegen trockene, spröde und rissige Haut teilweise auch gegen trockene Schleimhäute.
Blättersaft
Der frische Blättersaft soll innerlich und äußerlich gegen Viren schützen. Ist aber wegen der starken Schwankung der Giftstoffe nicht zu empfehlen.
Rinde und Wurzeln
Einige Indianer-Stämme (z.B. Cherokee) in Nordamerika: kauten die giftige rohe Wurzelrinde als Brechmittel. kleingeklopfte/zerstoßene Wurzeln werden gegen schmerzenden Zahn gehalten.
Vorsicht: Wegen der unkalkulierbaren Giftmenge nicht anwenden!
 
Geschichtliches
Fossilien deuten darauf hin, dass vor etwa 30 Millionen Jahren (Miozän-Eozän) die Robinie auch in Europa zu finden war, vor einigen hundert Jahren war sie jedoch nur noch in Nordamerika heimisch. Die Pflanze wurde von dem Gärtner Jean Robin Anfang des 17. Jahrhunderts aus Nordamerika nach Europa eingeführt. Über Frankreich und England verbreitete sich dieser Baum sehr schnell über ganz Europa und heute in fast allen Gärten dieser Welt. Durch seine üppige Blütenpracht wurde sie zur Herstellung von Honig genutzt, das haltbare Holz für Werkzeuge und Möbel (Tropenholzersatz). Da der Boden mit Stickstoff angereichert wird zur Düngung und wegen der starken Wurzeln als Erosions-schutz. In einigen Gebieten ist dieser Baum zur Plage geworden und wird heu-te bekämpft.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Robine ist in Nordamerika heimisch. Wächst aber in ganz Europa. Sie wächst bevorzugt auf trockenen durchlässigen Böden an sonnigen Standorten. Der lichte Baum wird bis etwa 25 Meter groß hoch. Sie ist mit etwa 40 Jahren ausgewachsen. Der Baum wird in der Regel etwa 100 und bis zu 200 Jahren alt. Die alte Rinde ist grob und rissig, bei jungen Trieben glatt. An jungen Trieben finden sich Dornenpaare. Die Blätter sind wechselständig, 20 cm lang, unpaarig gefiedert und die ovalen Fiederblättchen (7-19 Stück) sind 3 cm lang. Die weißen Schmetterlingsblüten sind etwa 1-2 cm lang und hängen an 15 cm langen Trauben. Blüte Mai/Juni. Die Frucht ist eine 5-10 cm lange braune und flache Hülse mit 4-10 Samen. Reif im Spätherbst/Winter. Die Robinie ist ein Neophyt, der wegen seiner Schädlichkeit in der Schweiz sogar auf der schwarzen Liste steht. Die Robinie bedroht besonders die wertvollen und artenreichen Offenlandbiotope mit Sandtrocken- und Kalkmagerrasen. Auch wenn die Robinie entfernt wird, hat sie den Boden mit Stickstoff angereichert und die Pflanzenwelt am Standort dauerhaft verändert.
Misteln
Die Robinie trägt häufig viele Misteln. Diese Häufigkeit liegt vermutlich daran, dass die Robinie unter dem Mistelbefall nicht leidet. Sie setzt den jungen Misteln auch keine Abwehrstoffe entgegen, sodass die Misteln gut gedeihen können.
Die Gewöhnliche Robinie ist ein sommergrüner Baum mit rundlicher oder locker schirmartiger Krone, der im Freistand Wuchshöhen von 12 bis 20 m und im geschlossenen Bestand Wuchshöhen von 20 bis 30 m erreichen kann. Die Borke des Stamms ist graubraun bis dunkelbraun, tief gefurcht und häufig netzig-längsrissig. Die Äste stehen gedreht an einem kurzen Stamm, der zur Ausbildung einer Doppelkrone neigt. Der Baum ist weitgehend winterfrosthart. Die Gewöhnliche Robinie begrünt sich erst sehr spät im Frühjahr. Die wechselständigen und unpaarig gefiederten Laubblätter besitzen eine Länge von 15 bis 30 Zentimetern. Sie bestehen aus jeweils neun bis neunzehn eiförmigen Einzelblättchen, die sich durch kleine Gelenke bei großer Hitze senkrecht nach unten klappen können. Während der Blütenstandsbereich und die Krone meist ohne Dornen sind, sind besonders an den Schößlingen die Nebenblätter zu bis 3cm langen, rotbraun gefärbten Dornen umgebildet.
Die Blüten der Gewöhnlichen Robinie erscheinen in den Monaten Mai bis Juni. Jeweils 10 bis 25 der stark bergamotteartig duftenden Blüten sind zusammengefasst in zwischen 10 und 25 Zentimeter langen, hängenden traubigen Blütenständen an den jungen Zweigen. Die Schmetterlingsblüten bieten reichlich Nektar und werden daher von vielen Insekten aufgesucht. Nektar und Staubbeutel werden gleichzeitig reif. Setzt sich ein Insekt auf die Blüte, tritt zuerst die Narbe heraus, die eventuell mitgebrachten Pollen vom Bauch abbürstet.
Es werden seitlich stark abgeflachte Hülsen gebildet. Sie sind rotbraun, kurz gestielt, etwa fünf bis zehn Zentimeter lang und einen Zentimeter breit. Ihre Hülle ist pergament-ledrig. In den inneren Einbuchtungen der Hülsen liegen etwa vier bis zwölf Samen. Diese Samen, die im September ausgereift sind, sind sechs bis sieben Millimeter lang, braun, glatt und sehr hartschalig. Die sie umgebende Hülse reißt allmählich während des Winters entlang der Rücken- sowie der Bauchnaht auf. Da die Früchte mitunter bis in das nächste Frühjahr am Baum hängen bleiben, zählt die Gewöhnliche Robinie zu den sogenannten Winterstehern.
 
Anbautipps
Die Aussaat erfolgt im Frühling. Die Pflanze gibt es im Baumarkt und Gartencenter. Sie wächst nahezu auf jedem Boden, verträgt ausgezeichnet Trockenheit und vermehrt sich von selbst durch aussäen und Ausläufer. Gerade wenn man den Hauptbaum fällt, werden die Ausläufer aktiv und es bilden sich jede Menge Ableger. Die Robinie unterdrückt nahezu jede andere Pflanze. Daher sollte man es sich gut überlegen ob man diese Pflanze in seinem Garten überhaupt anbauen möchte.
 
Sammeltipps
Die Blüten werden im Mai und Juni gesammelt. Für homöopathische Zwecke wird die frische Rinde von jungen Zweigen gesammelt.

SCHIERLING ttt
Der Gefleckte Schierling ist eine Pflanzenart aus der Familie der Doldenblütler. Er gehört mit dem Wasserschierling und der Hundspetersilie zu den giftigsten Arten der Doldengewächse. Mit einem Trank aus seinen Früchten oder Wurzeln wurden im Altertum Verurteilte hingerichtet, so zum Beispiel der griechische Philosoph Sokrates. Der gefleckte Schierling ist vor allem bekannt wegen seiner Giftigkeit. Mit einem Trank aus dieser Giftpflanze wurde im Altertum der berühmte Philosoph Sokrates hingerichtet. Als weiß blühender Doldenblütler hat der Schierling zahlreiche Verwandte, die sehr ähnlich aussehen, beispielsweise der Wiesenkerbel oder auch der Kümmel. Das macht es schwierig, weiße Doldenblütler sicher zu unterscheiden, denn die Gefahr, aus Versehen einen Schierling zu erwischen, ist immer präsent. Als Heilpflanze wird der Schierling wegen seiner Giftigkeit nicht verwendet. Nur in der Homöopathie hat der Schierling unter seinem Namen Conium Macalatum eine gewisse Bedeutung.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Stark giftig. Nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden. Früher getrocknet als Beruhigungs- und Schmerzmittel, Tötete Sokrates, Homöopathisch ab D4: Lymphknotenschwellungen, Muskelschwäche, Schwindel Brustknoten, Gedächtnisschwäche, Geschwollene Brüste, Lichtempfindlichkeit, Mastopathie, Myom, Nachtschweiß, Prostatabeschwerden, Prostataschwellung, Schweißausbrüche
wissenschaftlicher Name: Conium macalatum
Pflanzenfamilie: Doldenblütler = Apiaceae
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Inhaltsstoffe: Alkaloide: Coniin, Conhydrin, Pseudoconhydrin, Conicein, Methylconiin
 
Anwendung
Achtung! Stark giftig. Schierling nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden.
Homöopathisch wird Conium Macalatum gegen verschiedene Krankheiten eingesetzt, unter anderem gegen Probleme mit Schwellungen, beispielsweise der Lymphknoten, Brüste oder der Prostata. Besonders Frauenprobleme wie Myome oder Brustkrankheiten, aber auch Männerkrankheiten wie die der Prostata können durch Conium Macalatum gelindert werden. Häufige Potenzen, in denen Conium Macalatum verwendet wird, sind D6 bis D12. Menschen, zu denen Conium Macaltum passt, sind häufig traurig, teilnahmslos und schwach.
Heilkunde
Madaus zufolge meinen griechische und römische Quellen mit koneion bzw. cicuta wohl den Fleckenschierling. Hippokrates erwähnt ihn als Uterusmittel und bei Darmvorfall. Die Hippokratiker verwandten ihn u. a. bei Augen- und Brustkrankheiten. Antonius Störck empfahl ihn 1760/61 bei Krebs, was zahlreiche Ärzte aufgriffen. So verordneten Hufeland und seine Mitarbeiter das Kraut als Pulver oder den Saft bei Drüsengeschwulsten, Entzündungen und Brustkrebs. Heckers Praktische Arzneimittellehre von 1814 kennt ihn bei skrofulösen Krankheiten, Atrophie und Rachitis, Tuberkulose, Krebs, Verhärtung in Uterus und Brustdrüsen. Demme und Johnstone injizierten Coniin bei Tetanus, Nega bei Lichtscheu und chronischen Bronchitiden, Murawjeff auch bei chronischen Hauterkrankungen. Schulz und Audhousy verwandten Coniinhydrobromid bei Tetanus, Epilepsie und Keuchhusten. Auch bei Tic douloureux, Migräne, Ikterus, Epilepsie, Chorea, Manie, Blepharospasmus und Asthma wurde Conium verwendet. Die Volksmedizin nutze es zum Abstillen. In der Homöopathie ist Conium maculatum ein häufiges Mittel bei langsamer Drüsenverhärtung, oft Prostata- und Brustkrebs nach Stoßtrauma, Schwindel und Sehstörung nach schwerer Verlusterfahrung, auch mit Zwängen und Verwirrtheitszuständen.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Gefleckte Schierling wächst als zweijährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 80 cm bis zu 2 Metern. Die weißliche Wurzel ist spindelförmig. Ein gutes Erkennungsmerkmal ist ein intensiver Geruch nach Mäuse-Urin. Ihre runden, hohlen Stängel sind kahl, längs gerippt und – ähnlich wie reife Pflaumen – von einer Art blauem Reif überhaucht, im unteren Teil rot gefleckt. Die kahlen Laubblätter sind im Umriss breit dreieckig und zwei- bis vierfach gefiedert oder fiedrig eingeschnitten, sie sind denen des ungiftigen Wiesen-Kerbel ähnlich. Der zusammengesetzte doldige Blütenstand weist 8 bis zu 20 etwas behaarte Doldenstrahlen auf mit fünf bis sechs hautrandigen Hüllblättern. Er besitzt an der Basis der Döldchen mehrere Hüllblättchen. Die weißen Blüten-Kronblätter sind verkehrt-herzförmig und schwach ausgerandet mit einem sehr kleinen, spitzen eingeschlagenen Läppchen. Die Spaltfrucht ist eiförmig und 2,5 bis 3,5 mm lang, es ist ein zweiteiliges Griffelpolster vorhanden, die Teilfrucht ist im Querschnitt rundlich-fünfeckig mit wellig-gekerbten Hauptrippen. Die Art blüht von Juni bis September. Der gefleckte Schierling ist eine zweijährige Pflanze, die bis zu 2 Meter hoch wird. Er hat eine weiße Wurzel in Form einer Spindel. Typisch ist sein Geruch nach Mäuseharn. Sein kräftiger Stängel ist hohl und rund. Er hat kleine rötliche Flecken, die ihm den Namen gefleckter Schierling gaben und ein deutliches Erkennungszeichen sind. Seine Blätter sind mehrfach gefiedert und ähneln denen des Wiesenkerbels. Die Blüten sind zusammengesetzte Dolden mit bis zu 20 Doldenstrahlen. Diese sind leicht behaart.

BACHBLÜTE SWEET CHESTNUT
Man hält es nicht für möglich, dass ein Mensch so viel durchstehen muss und glaubt, Gott habe einen vergessen       
Sie halten es einfach nicht für möglich, dass ein Mensch so viel durchmachen muss und glauben, Gott habe auf sie vergessen
Hier hilft Sweet Chestnut dass vieles möglich ist und dass Gott sie nicht vergessen hat
BACHBLÜTE VERVAIN
Ich bin intolerant            
Diese Menschen können zu sich selbst und anderen gegenüber intolerant sein
Mit Vervain können sie diese Intoleranz ablegen
Hildegards Lebens- und Heilmittel
Wildgemüse
Die Natur bietet neben dem kultivierten und züchterisch veränderten Gartengemüse eine Vielzahl an wild wachsenden Gemüsearten. Die Kenntnis über ihre Verwendung ist heute meist in Vergessenheit geraten und viele sind – zu Unrecht – nur noch als lästiges Unkraut bekannt, so zum Beispiel die Brennnessel. Auch in der Hildegardküche spielen wild wachsende Gemüsepflanzen eine Rolle, vor allem als Beigabe zu Salaten.
BRENNNESSEL
Jeder hat schon einmal Bekanntschaft mit der herausragendsten Eigenschaft der Brennnessel gemacht, die ihr auch den Namen gegeben hat: Bei Berührung brennt die Haut und es bilden sich in Windeseile juckende Quaddeln. Ursache dafür ist die Ameisensäure, die in der naturheilkundlichen Therapie von Rheuma und Arthritis eine Rolle spielt. Daneben enthält die Brennnessel eine Vielfalt an Wirkstoffen wie Vitamin A, C und E, für die Blutbildung wichtige Mineralsalze (Eisen) sowie zahlreiche Enzyme und pflanzliche Hormone, die als Biostimulanzien wirken. Brennnessel entgiften und reinigen den ganzen Organismus von Schlackenstoffen. Sie wirken blutreinigend bei Hautkrankheiten und gleichen den Hämoglobinspiegel aus. Darüber hinaus stimulieren sie die Verdauungsdrüsen in Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse, Leber und Galle und regen daher den Stoffwechsel an.
Hildegard von Bingen schreibt über die Brennnessel: „Ihrer Natur nach ist die Brennnessel sehr warm. Wegen ihrer Rauheit nützt sie dem Menschen nicht, wenn sie roh gegessen wird. Aber wenn sie frisch aus der Erde sprießt, ist sie dem Menschen als Speise nützlich, denn sie reinigt den Magen.“
Wird die Brennnessel im Salat verwendet, sollte sie kurz mit heißem Wasser überbrüht oder 15 Minuten in kaltes Wasser eingelegt werden, um die Brennhaare der Blätter unschädlich zu machen. Die frischen Triebe können wie Spinat zubereitet werden. In der Hildegardmedizin wird empfohlen, im Frühling eine Blutreinigungskur mit Brennnesselgemüse durchzuführen.

Der Halswickel
Der Halswickel beginnt unterhalb des Kinns und reicht bis zum Halsansatz.
TECHNIK
Das Innentuch wird etwa auf 10cm Breite gefaltet, in kaltes Wasser getaucht und zweimal möglichst glatt um den Hals gewickelt. Darüber kommen das Zwischentuch und als Abschluß ein Wollschal.
Eine vollständige Anwendung Dauer bei mir bei mir 1, höchstens 1 ½ Stunden und es soll nach je 10 – 20 Minuten der nasse Umschlag erneuert werden. Es ist nicht bei jedem Patienten gleich und hängt ab von der geringeren oder größeren Hitze, welche derselbe verspürt. Das Gefühl einer gewissen Unlust und Bangigkeit darf als der bester Zeiger gelten, der die Zeit zum Wechseln angibt. Ganz besonders muss beim Halswickel bemerkt werden, dass der Kranke im Bett sich vollständig ruhig verhält, dann bei jeder Bewegung dringt Luft ein. Die Wickel werden aber nur dann gut wirken, wenn sie gut auf der Haut anliegen.
WIRKUNG
Die Wirkung des Halswickels ist: Auflösen und Ausziehen, seien es nun Stoffe aus dem Hals oder sei es ein Ausleiten der Hitze. Er wird hauptsächlich gebraucht, um Anstauungen oder Verhärtungen und Drüsen am Halse oder am Kopf aufzulösen und auszuleiten.
Aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung hilft er bei Heiserkeit, Schmerzen im Rachenraum sowie bei Entzündung der Mandeln. Kalt verabreicht empfiehlt er sich bei akuten Halsschmerzen, warm bei chronischen.

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