Direkt zum Seiteninhalt
Königskerze
Die Pflanzengattung Königskerzen gehört zur Familie der Braunwurzgewächse.
Die etwa 300 Arten umfassende Gattung kommt mit einem großen Verbreitungsgebiet in Eurasien vor. Viele der Arten werden als Heilpflanzen verwendet.
Die Königskerze sieht genauso aus, wie sie heißt. Majestätisch wächst sie kerzengrade bis zu 2 m nach oben, und blüht auf einem Großteil ihrer Höhe mit leuchtendgelben runden Blüten. Sie ist eine wichtige und bekannte Heilpflanze bei Husten, vor allem bei Reizhusten. Hauptsächlich werden die Blüten in Tees verwendet, aber auch die Blätter können eingesetzt werden.
Die Königskerze mit ihren großen, majestätischen Blüten ist nur schwer zu übersehen. Sie ist eine alte traditionelle Heilpflanze, die heute vor allem unterstützend zur Behandlung von Reizhusten und Bronchitis eingesetzt wird. Die in der Pflanze enthaltenen Schleimstoffe und Saponine helfen beim Abhusten und schützen die Schleimhäute. Eingesetzt werden heute vor allem Königskerzenblüten, die aufgrund ihres fruchtigen Geschmacks auch für eine Wildkräuterlimonade Verwendung finden.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Bronchitis, Entzündungen der oberen Luftwege, Husten, Reizhusten,  Asthma,  Wundheilung,  Magen-Darm-Katarrh
wissenschaftlicher Name: Verbascum thapsiforme
Pflanzenfamilie: Braunwurzgewächse = Scropholariaceae
englischer Name: Mullein
Verwendete Pflanzenteile: Blüten
Inhaltsstoffe: Saponine, Schleim, Flavone, ätherische Öle
Sammelzeit: Juli / August
 
Anwendung
Meistens wird die Königskerze Hustenteemischungen beigefügt. In diesen Mischungen mildern sie den Hustenreiz und wirken auswurffördernd. Auch pur, also ohne andere Hustenkräuter kann man sie im Tee trinken. Dazu bereitet man einen Aufguss. Eine verdünnte Tinktur kann man gegen Magen-Darm-Katarrhe einsetzen. Äußerlich kann man die Königskerze als Ölauszug in Salben und Cremes anwenden.
Königskerze als Heilkraut
Die Königskerze ist eine traditionelle Heilpflanze, die mit Mittelalter und der frühen Neuzeit eine deutlich höhere Bedeutung hatte, als heute. Dennoch ist die Pflanze auch in der heutigen Naturheilkunde von Nutzen, wo sie vorrangig bei Erkrankungen der oberen Atemwege verwendet wird.
Bei den Ärzten und Heilkundigen im Mittelalter zählte die Königskerze mit zu den wichtigsten Heilpflanzen jener Zeit. Das lag u.a. daran, dass die Pflanze in Deutschland weit verbreitet und auch für ärmere Leute erschwinglich war. Im Kräuterbuch von P. A. Mattioli (16. Jahrhundert) wurde das Wollkraut, das war die damalige Bezeichnung, u.a. bei Bauchfluss empfohlen. Darunter versteht man heute die als Ruhr oder Dysenterie bezeichnete Krankheit, die meist durch Amöben oder Bakterien verursacht wird. Auch bei allgemeinen Bauchschmerzen oder Bauchgrummeln soll Königskerze geholfen haben.
Damals bereits bekannt war die Wirkung der Königskerze bei Erkrankungen der oberen Atemwege, wobei die Pflanze auch bei Tuberkulose (damals als Lungensucht bezeichnet) eingesetzt wurde. Weitere Krankheiten die mit Königskerze behandelt wurden waren Hämorrhoiden und Fieber. Äußerlich wurde Königskerze bei Geschwüren der Augen und Lider, Fußgicht (Podagra) sowie Warzen verwendet. Übliche Darreichungsformen zu jener Zeit waren ein Tee aus der Wurzel, Säfte, Wickel sowie Heilweine.
Die moderne Pflanzenheilkunde verwendet Königskerze vorrangig bei Atemwegserkrankungen. Verwendung finden heute vor allem die Blüten, vereinzelt werden jedoch auch noch die Wurzeln gebraucht. Die vorrangig wirksamen Inhaltsstoffe stellen Saponine, Schleimstoffe sowie das Iridoidglycosid Aucubin dar. Hauptsächlich die Pflanzenschleime haben einen schützenden Effekt auf die Schleimhäute. Die Saponine hingegen sind imstande festsitzenden Bronchialsekret zu lösen.
Nebenwirkungen und Anwendungsbeschränkungen
Es sind bisher keine Nebenwirkungen Königskerze bekannt. Schwangere oder stillende Frauen sollten jedoch im Vorfeld die Einnahme mit einem Arzt besprechen.
Königskerze als Küchenkraut
Die Blüten haben einen leicht fruchtigen und etwas schleimigen Geschmack, wobei schleimig hier keinesfalls negativ gemeint ist. Sie eignen sich für die Zubereitung von Limonaden, Sirupen oder als Garnierung von Süßspeisen.
Die Verwendung von Königskerzenblüten ist stark zurückgegangen, was auch daran liegt, dass häufig propagiert wird, dass sämtliche Verbascum-Arten unter Naturschutz stehen. Dies ist jedoch eine mittlerweile überholte Angabe. Gemäß der 1. Verordnung der Bundesartenschutzverordnung steht keine Verbascumart unter besonderem Schutz. Auf der Roten Liste werden die Schaben-Königskerze und die Violette Königskerze erwähnt. Richtig ist, dass viele Verbascumarten, darunter auch die Großblütige Königskerzen bis zum Jahr 2000 als bestandsgefährdet eingestuft wurden. Die Bestände konnte sich jedoch vielerorts erholen. Dennoch sollten die Pflanzen nach Möglichkeit an Ort und Stelle verbleiben, da sie einen wichtigen Beitrag für den Insektenschutz darstellen und vielen Insekten wertvolle Nahrung bieten.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Königskerze ist zweijährig. Sie bevorzugt trockene, sonnige Stellen und wächst in fast ganz Europa. Ihre Pflanzenfamilie sind die Rachenblütler. Im ersten Jahr wächst eine große Blattrosette mit weichen Blättern, die einen halben Meter lang werden können. Erst im zweiten Jahr reckt sich der Stängel in die Höhe und die Blüten bilden sich. Von unten nach oben blühen die Knospen auf, etwa von Ende Juni bis August. Die Blüten sind leuchtend gelb.
Verbascum-Arten wachsen als ein-, zwei-, mehrjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen. Die einfachen Laubblätter stehen in grundständigen Rosetten zusammen und sind wechselständig am Stängel verteilt. Die Blattspreiten sind meist einfach.
In engständigen, ährigen, rispigen oder traubigen Blütenständen stehen viele Blüten zusammen. Die zwittrigen Blüten sind leicht zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Es sind fünf Kelchblätter vorhanden. Die Farben der Kronblätter sind meist gelb, selten weiß oder purpurfarben. Die fünf Kronblätter sind nur an ihrer Basis verwachsen und die ausgebreiteten Kronlappen sind ungleich. Es ist nur ein Kreis mit vier oder fünf Staubblättern vorhanden. Die Staubfäden sind meist wollig behaart und die Staubbeutel sind unterschiedlich geformt. Zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, zweikammerigen Fruchtknoten verwachsen. Die septizidale Kapselfrucht enthält viele Samen. Die konisch-zylindrischen Samen sind sechs- bis achtrippig.
 
Anbau, Aussaat und Pflege
Die Königskerze steht nur selten im Fokus als Zierpflanze. Der Grund dürfte sein, dass die Pflanze ihre Pracht erst im zweiten Jahr zeigt. Außerdem sind die zum Teil langen Pfahlwurzeln meist eher unbeliebt. Dennoch wird das Braunwurzgewächs von einigen Liebhabern angebaut, da sie durchaus eine brauchbare Heilpflanze und auch eine zum Teil verkannte Küchenpflanze ist.
Standort
Die Großblütige Königskerze toleriert sowohl sonnige als auch halbschattige Standorte. Anzumerken ist jedoch, dass die Pflanze bei längerem Sonnenlicht größer und üppiger wächst. Der Boden sollte locker, durchlässig und etwas nährstoffreich sein. Trockenere Böden werden gegenüber feuchten Böden bevorzugt. Durch die langen Wurzeln ist die Pflanze in der Lage auch in tieferen Schichten an Wasser zu gelangen.
Aussaat
Im Freiland sollten die Königskerzensamen zwischen Ende Mai und Mitte Juli ausgesät werden. Da die Pflanze zu den Lichtkeimern zählt, dürfen die Samen lediglich leicht in den Boden eingedrückt werden. Damit die Samen zu keimen beginnen, ist eine Keimtemperatur von etwa 22 °C nötig. Eine Vorkultur ist zwar generell möglich, aber nicht zwingend notwendig. Sollen mehrere Pflanzen kultiviert werden, ist ein Pflanzabstand von mindestens 50 x 50 cm einzuhalten, da die Pflanze durchaus in die Breite wachsen kann.
Gießen
Königskerzen benötigen nur selten Wassergaben. Die Pfahlwurzel gräbt sich tief in den Boden ein und kann somit auch Wasser aus tieferen Bodenschichten erhalten. Bei langandauernden Hitzewellen oder mittel- bis starkausgetrockneten Böden sollte die Pflanze jedoch gelegentlich gegossen werden.
Düngen
Wächst die Königskerze im sandigen und nährstoffarmen Böden sollte im zweiten Jahr der Vegetationsphase zwei- bis dreimal im Jahr ein stickstoffbetonter Dünger verabreicht werden. Bevorzugte Phasen sind im Frühjahr, kurz vor der Blütephase und während der Blütephase. Grundsätzlich kann ein organomineralischer Flüssigdünger verabreicht werden, der auch die tieferen Bodenschichten schnell erreicht.
Krankheiten und Schädlinge
Unter normalen Wachstums- und Standortbedingungen ist die Königskerze nur selten von Krankheiten betroffen. Unter Umständen kann das Braunwurzgewächs jedoch von Rostpilzen befallen werden. Diese machen sich durch kleine flächendeckende bräunliche Punkte auf der Blattober- und -unterseite bemerkbar. Von Rost befallene Königskerzen sollten vollständig entfernt werden, da sich sonst die Sporen leicht auf andere Pflanzen übertragen können. Gelegentlich können die Pflanzen auch von Blattläusen befallen werden.
Ernte
Wird die Königskerze als Nutzpflanze angebaut, werden meist die Blüten und nur selten die Wurzeln benötigt. Die Blüten müssen unbedingt an einem trockenen Platz getrocknet werden, da diese sehr anfällig für Feuchtigkeit sind und schnell zu schimmeln beginnen. Stehen keine geeigneten Plätze zur Verfügung kann ein Dörrgerät oder ein Backofen verwendet werden, der um die 30 - 40 °C warm sein sollte. Höhere Temperaturen werden nicht empfohlen, da sonst die wertvollen Schleimstoffe der Pflanze verloren gehen.

Hohlzahn
Der Hohlzahn ist eine Pflanzengattung in der Familie der Lippenblütengewächse. Die etwa zehn Arten sind hauptsächlich in Eurasien verbreitet.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Appetitlosigkeit, Blutarmut, Bronchitis, Erkältungen, Grippe, Husten, Lungenprobleme, blutbildend, blutreinigend, schleimlösend
wissenschaftlicher Name: Galeopsis segetum
volkstümliche Namen: Gelber Hohlzahn, Saat-Hohlzahn
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Sammelzeit: Juli bis September
 
Pflanzenbeschreibung
Ungewöhnlich ist das fast völlige Fehlen von Drüsengängen und Ätherischen Ölen, die bei fast allen Lippenblütengewächsen vorkommen.
Galeopsisarten sind einjährige krautige Pflanzen. Die aufrechten oder aufsteigenden Stängel sind vierkantig, fleischig und sparrig verzweigt. Die Knoten (Nodien) sind bei vielen Arten verdickt. Speziell an den Knoten und im Bereich des Blütenstandes sind einige Arten stachelig-borstig behaart. Die kreuzgegenständigen Laubblätter sind gestielt. Die einfachen Blattspreiten sind eiförmig-lanzettlich, lanzettlich oder rautenförmig meist mit gezähnten Rändern.
Sechs bis viele Blüten stehen in mehreren auseinanderliegend oder im obersten Bereich konzentrierten übereinander am Stängel angeordneten Scheinquirlen. Die winzigen Tragblätter sind linealisch oder lanzettlich. Die sitzenden, zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind röhrig-glockenförmig verwachsen, wobei der fünf- bis zehnnervige Kelch mehr oder weniger regelmäßig fünfzähnig mit steif pfriemlich-dornigen Kelchzahnenden; die oberen Kelchzähne sind bei manchen Arten länger. Die fünf Kronblätter sind trichterförmig verwachsen und bilden die typischen Lippenblüten. Die verlängerte Kronröhre besitzt im verlängerten Schlund keine Haare. Ober- und Unterlippe sind beide gut ausgebildet. Die aufrechte, konkave, eiförmige Oberlippe besitzt einen glatten oder gezähnten Rand und ist außen behaart. Die ausgebreitete, bei den meisten Arten farbig gefleckte, dreilappige Unterlippe besitzt einen verkehrt-herzfömigen Mittellappen und eiförmige Seitenlappen; die Verbindung zwischen Mittel- und Seitenlappen ist gezähnt. Das charakteristische Merkmal der Hohlzahn-Arten sind zwei hohle, zahnähnliche Ausstülpungen der Kronunterlippe, worauf sich der Trivialname Hohlzahn bezieht. Die Farben der Blütenkronen reichen von weiß über weißlich bis gelb und purpurfarben; sie können mehrfarbig und gepunktet sein. Die vier fertilen Staubblätter steigen unterhalb der Oberlippe auf. Der Griffel endet mit zwei ungleichen, pfriemförmigen Griffelästen. Die Klausenfrucht zerfällt in vier glatte Klausen, die breit verkehrt-eiförmig mit stumpfem Ende sind.

Bachblüten
Mentale Erschöpfung (Hornbeam)
Diese Menschen sind mental total Erschöpft
Mit der Blüte können sie ihre mentale Erschöpfung hinter sich lassen
Bachblüten
Geduld, Zeit, innere Ruhe (Impatiens)
Diese Menschen haben keine Geduld, keine Zeit und innere Ruhe ist auch flöten gegangen
Impatiens hilft, dass sie wieder die Geduld und Zeit für viele Dinge zu haben und die innere Ruhe kehrt auch wieder zurück
Vollwertige Ernährung – versorgt im Normalfall ausreichend
Nach wie vor gilt, dass im Normalfall eine ausgewogene und vollwertige Ernährung durch eine abwechslungsreiche Kost den Körper mit allem lebenswichtigen Nährstoffe versorgt. Unabhängig daran, ob Nahrungsergänzungsmittel oder funktionelle Nahrungsmittel verwendet werden oder nicht eine bedarfsdeckende ausgewogene Ernährung ist unverzichtbar um möglichst alle Nährstelle in der richtigen Menge und Zusammensetzung aufzunehmen.
Vollwertige Ernährung - Grundsätze
Eine gesunde vollwertige Ernährung bietet eine Fülle von Möglichkeiten, alles, was Feld und Garten hergeben, zu leckeren und gesunden Gerichten zu verarbeiten. Sie ist oft vielseitiger und ab-wechslungsreicher als die sogenannte "gutbürgerliche Küche".
Folgende Grundsätze sind dabei zu beachten:
Eine vollwertige, gesunde Ernährung ...
berücksichtigt den individuellen Energie- und Flüssigkeitsbedarf.
ist abwechslungsreich, vielseitig und ausgewogen, damit die Zufuhr aller notwendiger Substanzen gewährleistet ist.
enthält alle lebensnotwendigen (essentiellen und unentbehrlichen) Nährstoffe in ausreichender Menge und deckt somit den Nährstoffbedarf.
verwendet qualitativ hochwertige Lebensmittel, möglichst in frischer bzw. tiefgekühlter Form
besteht zum Großteil aus pflanzlichen Lebensmitteln wie z. B. Brot, Getreidegerichten, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Gemüse und Obst.
kann mit Fleisch oder aber als vegetarische Kostform - ohne Fleisch - praktiziert werden (dann bezeichnet man sie als "ovo-lakto-vegetabil" = mit Eiern und Milchprodukten).
macht keine Ge- oder Verbote, sondern gibt vielmehr Empfehlungen dazu, bestimmte Produkte zu bevorzugen und andere eher zu meiden.

Zurück zum Seiteninhalt