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GLOCKENHEIDE
Die Glockenheide ist eine Erika, allerdings sind die rosa Blüten um einiges größer als die des bekannten Heidekrauts. Die Glockenheide findet sich vor allem in den nördlichen Teilen Europas in Feuchtgebieten und Mooren, daher auch der Name Moor-Glocken-Heide. Mit dem Rückgang der Feuchtgebiete und Moore wird diese schöne Pflanze immer seltener, daher ist sie in einigen Gegenden geschützt und darf nicht gesammelt werden. Die Glockenheide wächst aber als ansehnliche Zierpflanze problemlos auf feuchten und nährstoffarmen Böden im Garten. Die getrockneten Blüten erleichtern als Tee das Abhusten.
 
Anwendung
Tee
1-2 Teelöffel getrockneter Blüten mit 250ml heißem Wasser übergießen, abgedeckt ein paar Minuten ziehen lassen, abseihen. Hilft beim Abhusten, bei Fieber und Entzündungen und soll gegen Dickdarmkrebs helfen.
frische Blüten
Frische Blüten mit ihren Pollen helfen bei Fieber und sind stärkend.
 
Pflanzenbeschreibung
Der immergrüne Zwergstrauch erreicht Wuchshöhen zwischen 15 und 50 Zentimetern. Die nadelförmigen Blätter werden 3 bis 6 Millimeter lang. Sie stehen quirlständig und sparrig abstehend am Stängel. Sie sind steifhaarig bewimpert und am Rand umgerollt. Der Blütenstand ist kopfigdoldig und besteht aus fünf bis fünfzehn Einzelblüten. Die Kelchblättersind vierteilig und 2 bis 3 Millimeter lang. Ein Außenkelch fehlt. Die Krone der Blüten ist 6 bis 9 Millimeter lang, rosa und eiförmig zylindrisch. Sie schließt die acht Staubblätter ein. Die Glocken-Heide blüht von Juni bis September. Die Glocken-Heide ähnelt der Irischen Heide, deren Blüten aber deutlich größer sind.
Die Glockenheide ist in den nördlichen Teilen oder Höhenlagen von Europa heimisch und selten. Sie wächst bevorzugt auf nährstoffarmen und feuchten Böden, z.B. Moore. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 10 und 60 Zentimeter hoch. Die Pflanze ist behaart. Die schmalen Blätter sind etwa 5 mm lang. Die weißen (sehr selten), rosa bis fleischroten Blüten erscheinen zwischen Juni und September. Etwa 5-15 Blüten sind an einem köpfigen Blütenstand. Die Blüten haben eine Länge von etwa 5 bis 9 mm. Aus den Blüten entwickeln sich bis Herbst die Samen in einer behaarten vielsamigen Kapsel.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Auswurfförderung, Fieber
Heilwirkung: antiinflammatorisch, antiproliferativ, auswurffördernd, entzündungshemmend, fiebersenkend, gewebevermehrungshemmend, krebsvorbeugend
Anwendungsbereiche: Blasenerkrankungen, Blasensteine, Bronchitis, Dickdarmkrebs, Expektorans, Fieber, Husten, Krebs
wissenschaftlicher Name: Erica tetralix L.
Pflanzenfamilie: Heidekrautgewächse = Ericaceae
englischer Name: Bog heather, Cross Leaved Heath
volkstümlicher Name: Echte Glocken-Heide, Gemeine Glockenheide, Glockenheide, Moor-Glocken-Heide, Sumpfheide
Verwendete Pflanzenteile: Blüten
Inhaltsstoffe: Catechingerbstoffe, Flavanoide, Mineralstoffe, Saponine, Ursolsäure
Sammelzeit: Juni-August

JAVANISCHE GELBWURZ
Die Kurkuma oder Kurkume, auch Gelber Ingwer, Safranwurz(el), Gelbwurz(el), Gilbwurz(el) oder Curcuma genannt, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Ingwergewächse. Sie stammt aus Südasien und wird in den Tropen vielfach kultiviert.
Das Rhizom ähnelt stark dem des Ingwers, ist jedoch intensiv gelb, das geschälte Rhizom wird frisch und getrocknet als Gewürz und Farbstoff verwendet. Es sind bis zu fünf Prozent typische ätherische Öle sowie bis zu drei Prozent des für die gelbe Färbung verantwortlichen Curcumins bzw. dessen Derivate enthalten. Das Rhizom wirkt verdauungsanregend.
 
Verwendung
Als Gewürz
Frisch hat der Wurzelstock einen harzigen, leicht brennenden Geschmack, getrocknet schmeckt er mildwürzig und etwas bitter – er wird vor allem gemahlen wegen seiner Färbekraft verwendet, beispielsweise als wesentlicher Bestandteil von Currypulver. Kurkuma ist dabei wesentlich preiswerter als der ebenfalls stark gelbfärbende Safran. In Indien ist die Verwendung von Kurkuma seit 4.000 Jahren belegt. Kurkuma galt als heilig und gehörte bereits damals zu den wichtigsten Gewürzen. In der traditionellen indischen Heilkunst Ayurveda wird es zu den heißen Gewürzen gerechnet, denen eine reinigende und energiespendende Wirkung zugesprochen wird. Heute ist Indien das weltgrößte Anbauland und verbraucht rund 80 % der Welternte. Während in Indien meistens getrocknetes Kurkuma verwendet wird, ist in Südostasien, beispielsweise in der thailändischen Küche, die Verwendung der frischen, geriebenen Knolle verbreitet. In der westlichen Küche spielt Kurkuma eine untergeordnete Rolle als Bestandteil von Currypulver, als billiger Safranersatz oder als Farbstoff in der Lebensmittelindustrie, etwa für Senf, Teigwaren oder Kurkuma-Reis. Kurkuma sollte dunkel und nicht zu lange gelagert werden, da die Farbe bei Licht schnell verblasst und es an Aroma verliert.
 
Beschreibung
Kurkuma ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 1 Meter erreicht. Es werden stark verzweigte, gelbe bis orange, zylindrische, aromatische Rhizome als Überdauerungsorgane ausgebildet, die an den Enden Knollen entwickeln. Das Rhizom ähnelt stark dem des Ingwers, ist jedoch intensiv gelb. Es sind bis zu fünf Prozent typische ätherische Öle sowie bis zu drei Prozent des für die gelbe Färbung verantwortlichen Curcumins bzw. dessen Derivate enthalten. Weitere Sesquiterpenderivate kommen in verschiedenen Arten vor und sind zum Teil artspezifisch. Einige allgemeine Bestandteile sind Zucker, Proteine ​​und Harze. Die wechselständig und zweizeilig angeordneten, kahlen Laubblätter sind in Blattscheide, Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Aus den Blattscheiden wird ein Scheinstamm gebildet. Der Blattstiel ist 20 bis 45 Zentimeter lang. Die einfachen Blattspreiten sind bei einer Länge von meist 30 bis 45, selten bis zu 90 Zentimeter und einer Breite von 15 bis 18 Zentimeter länglich bis elliptisch mit sich verschmälernden Spreitenbasis und kurz zugespitztem oberen Ende.
In China liegt die Blütezeit meist im August. Endständig auf dem Scheinstamm sitzt der 12 bis 20 Zentimeter lange Blütenstandsschaft, über diesem steht der zylindrische, ährige Blütenstand, der viele Blüten enthält. Er ist 12 bis 18 Zentimeter hoch und sein Durchmesser reicht von 4 bis 9 Zentimetern. Die Tragblätter, über denen die Blüten stehen, sind hellgrün, von 3 bis 5 Zentimetern Länge, eiförmig bis länglich und mit stumpfem oberen Ende. Im oberen Bereich des Blütenstandes sind Hochblätter vorhanden über denen keine Blüten stehen. Sie sind abgebreitet, weiß bis grün sowie manchmal auch rötlich-purfurfarben getönt und ihr oberes Ende ist spitz. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und dreizählig. Die drei 0,8 bis 1,2 Zentimetern langen Kelchblätter sind verwachsen, weiß, flaumig behaart und die drei Kelchzähne sind ungleich. Die drei hellgelben Kronblätter sind zu einer bis zu 3 Zentimetern langen Kronröhre verwachsen. Die drei Kronlappen von 1 bis 1,5 Zentimetern Länge sind dreieckig mit stachelspitzigem oberen Ende; der mittlere Kronlappen ist größer als die beiden seitlichen. Nur das mittlere Staubblatt des inneren Kreises ist fertil. Der Staubbeutel ist an seiner Basis gespornt. Alle anderen Staubblätter sind zu Staminodien umgewandelt. Die äußeren Staminodien sind kürzer als das Labellum. Das Labellum ist gelblich, mit einem gelben Band in seiner Mitte und es ist bei einer Länge von 1,2 bis 2 verkehrt-eiförmig. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen, dreikammerigen Fruchtknoten verwachsen, der spärlich behaart ist. Die Kapselfrucht öffnet sich mit drei Fächern.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Gallenschwäche, Leberschwäche, Nicht bei Gallensteinen anwenden! Rheuma, Senkung des Cholesterinspiegels, Verdauungsbeschwerden
wissenschaftlicher Name: Curcuma zanthorrhiza
Verwendete Pflanzenteile: Wurzelstock

BACHBLÜTE MIMULUS
Aus Ängstlichkeit innerlich angespannt, zeitweise Sprachschwierigkeiten oder Stottern, nervöses Lachen, man redet aus Nervosität besonders viel
Diese sind innerlich so sehr durch ihre Ängstlichkeit angespannt, haben zeitweise Sprachschwierigkeiten oder Stottern sogar, haben ein nervöses Lächeln und reden aus der Nervosität recht viel
Mit der Bachblüte können sie diese Ängstlichkeiten besiegen
 

BACHBLÜTE MUSTARD
Schwere Melancholie, in der die Gegenwart kaum zur Kenntnis genommen wird
Diese Menschen haben eine schwere Melancholie und wird in der Gegenwart kaum zur Kenntnis genommen
Mit der Bachblüte können sie aus der Melancholie herauskommen und werden in der Gegenwart zur Kenntnis genommen

Hildegard-Heilpraxis von A bis Z
Harnwegserkrankungen
BLASENENTZÜNDUNG
Um die Infektion zu bekämpfen, die die Blasenentzündung verursacht, muss man dafür sorgen, dass der Urin saurer oder alkalischer wird. Er wird alkalischer, wenn man bei Beginn der Erkrankungen zweimal täglich 1 Teelöffel Natron, in etwas Wasser aufgelösten, zu sich nimmt. Diesen Rat sollten sie jedoch nicht bei Herzbeschwerden befolgen. Um den Urin im alkalischen Bereich zu halten, sollte man sich vegetarisch ernähren und saure Lebensmittel wie Essig, in Essig eingelegtes Gemüse, Rhabarber und Stachelbeeren meiden.
Damit die Entzündung zurückgeht, sollte man viel Wasser und vier- bis fünfmal täglich eine Abkochung aus je 30g echtem Eibisch, Quecke, Schachtelhalm und Goldrute, verteilt auf 500ml Wasser, trinken.
Zur Linderung der Beschwerden im Harntrakt empfiehlt Hildegard Gerstenwasser. Dazu 100g ganze Gerste in etwas Wasser kochen und abseihen. Dann 500ml frisches Wasser über die gereinigte Gerste gießen und 15g gut gewaschene Zitronenschale dazugeben. Das Ganze köcheln lassen, bis die Gerste weich ist, vom Herd nehmen und abkühlen lassen, bis das Wasser lauwarm ist. Abgießen und – mit etwas Honig gesüßt – mehrmals täglich 1 Tasse trinken.

HEILMITTEL VON A BIS Z (Kneipp)
ARNIKA
Bei Kneipp steht geschrieben: „Arnika besitzt in der ganzen Welt den Ruf einer vorzüglichen Heilpflanzen Heilpflanze. Sie wächst an waldnahen Wiesen, an gebirgigen, feuchten Orten, besonders auf nassen, moorigen Wiesen. Die Arnikablumen sind sehr leicht zu erkennen. Ihr Geruch ist stark.
Man verwendet von dieser Pflanze fast alles. Am wirksamsten sind die Blüten; die Wurzeln sind etwas schwäche, noch schwächer die Blätter und Stängel. Die Blätter geben einen guten Tee für Leberleiden Wurzeln bereitet man die bekannte Arnikatinktur.
Man kauft diese Tinktur billig, jeder kann sie aber auch leicht selbst bereiten. Die Blüten werden Ende Juni und Anfang Juli gesammelt und in Branntwein angesetzt. Nach ungefähr drei Tagen schon kann die fertige Tinktur in Gebrauch genommen werden.

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