Direkt zum Seiteninhalt
Petersilie
Die Petersilie, in Österreich und Altbayern auch der Petersil, in der Schweiz Peterli, weitere Namen Peterle, Peterling, Petergrün oder Silk, ist eine zweijährige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler(Apiaceae) und kommt wildwachsend im Mittelmeerraum und auf den Kanarischen Inseln vor. In Europa und dem gesamten Mittelmeerraum gehören die je nach Sorte glatten oder krausen Blätter ihrer Zuchtformen zu den am meisten verbreiteten Küchenkräutern; die besonders große Speicherwurzel der Varietät Wurzelpetersilie dient als Bestandteil von Suppengrün.
Die Petersilie ist das bekannteste Kraut der deutschen Küche. In den meisten Küchengärten kann man die Petersilie antreffen, die es sowohl mit glatten oder mit den dekorativen krausen Blättern gibt. Dass die Petersilie auch eine Heilpflanze ist, ist den Meisten unbekannt. Einerseits wirkt sie durch ihren hohen Vitamin C Gehalt belebend und hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit. Sie regt aber auch den gesamten Verdauungsvorgang an und wirkt harntreibend und förderlich auf Niere und Blase. Eine besonders ausgeprägte Wirkung hat die Peter-silie auch auf die Fortpflanzungsorgane der Frauen. Sie fördert die Menstruation, lindert Menstruationsbeschwerden und kann auch bei der Geburt hilfreich zur Seite stehen.
Achtung! In der Schwangerschaft sollte man keine großen Mengen von Petersilie zu sich nehmen, denn Petersilie könnte eine Fehlgeburt auslösen. Kleine Mengen als Gewürz sind bei gesunden Frauen jedoch unbedenklich. Weitere Gegenanzeigen siehe weiter unten.
Nicht umsonst ist die Petersilie eines der meist verwendeten Kräuter hierzulande, doch viele wissen gar nicht was in ihr steckt. Petersilie ist ein wahres Wunderwerk an Vitaminen und Mineralstoffen. Vitamin C, B und Kalium, das macht die Petersilie fast schon zum Wunderkraut. Die Wirkstoffe könnten wirklich nahezu „Wunder“ wirken, wenn wir nicht immer dieses Kraut mitkochen würden. Denn beim Kochen verschwinden die tollen Inhaltsstoffe der Petersilie fast zur Gänze.
Tipp: Petersilie beim Anrichten beigeben oder überhaupt nur zur Dekoration, die natürlich mitgegessen werden sollte, verwenden. Dann bleiben die Inhaltsstoffe der Petersilie weitestgehend erhalten.
Die Petersilie ist wohl das beliebteste Würzkraut und aus keiner Küche wegzudenken. Ihr herzhaftes Aroma verleiht vielen Speisen erst ihren typischen Geschmack. Petersilie verliert durch Erhitzen stark an Intensität, sie sollte daher nicht mitgekocht werden. Petersilie verliert durch Erhitzen stark an Intensität, sie sollte daher nicht mitgekocht werden. Am aromatischsten schmeckt sie frisch . . .
Petersilie ist eines der bekanntesten und vielseitigsten Küchenkräuter. Die auch als Peterling bezeichnete Kräuterpflanze wird bereits seit dem Altertum in der Küche als Gewürzkraut sowie als Heilkraut genutzt. Heute sind mit der Glatten und der Krausen Petersilie zwei verschiedene Sorten bekannt, die sich teils unterschiedliche nutzen lassen. Neben den Petersilienblättern wird jedoch auch die Petersilienwurzel als schmackhaftes Gemüse gegessen.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Verdauungsstörungen, Anregung der Harnorgane
Heilwirkung: harntreibend, krampflösend, schleimlösend, tonisierend
Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, Blähungen, Verstopfung, Mundgeruch, Frühjahrsmüdigkeit, Gicht, Rheuma, Blasensteine, Blasenentzündungen, Nierensteine, Bluthochdruck, Ohrenschmerzen, Depression, Müdigkeit, Kater, Menstruationsfördernd, Menstruationsbeschwerden, Wechseljahresbeschwerden, Wehen fördernd, Nachgeburt austreibend, Insektenstiche, Mückenstiche, Schuppen, Geschwüre
wissenschaftlicher Name: Petroselinum hortense, Petroselinum crispum
Pflanzenfamilie: Doldenblütler = Apiaceae
englischer Name: Parsley
andere Namen: Bittersilche, Bockskraut, Geilwurz, Grönte, Kräutel, Peterle, Peterling, Silk, Stehsalat
falsche Schreibweisen: Petersillie, Petersielie
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Samen (Früchte), Wurzel
Inhaltsstoffe: Vitamin C, Ätherische Öle, Apiin, Apiol, Apiolin, Flavonoide, Furocumarin, Gerbsäure, Glykoside, Myristicin, Salicylate, Thymol, Umbelliferon, Violaxanthin, Zink
Sammelzeit: April bis Oktober
Inhaltsstoffe, Geruch und Geschmack: Petersilie hat einen herben bis süßlichwürzigen Geschmack. Glattblättrige Sorten enthalten mehr ätherisches Öl, wodurch sie aromatischer sind als krausblättrige. Petersilie liefert wertvolle Inhaltsstoffe wie z.B. Vitamine der B-Gruppe, Vitamin C, Vitamin E, Folsäure und Carotinoide. Zudem enthält sie Mineralstoffe wie z.B. Kalzium, Magnesium und Eisen
 
Anwendung
Petersilie kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden. Die häufigste Art, Petersilie anzuwenden ist jedoch ihr Einsatz als Küchengewürz. In normaler Gewürzdosis haben die Peterslilienblätter jedoch keine ausgeprägte Heilwirkung, sondern höchstens eine sehr milde blutreinigende Wirkung.
Heilkunde
 
Madaus zufolge trennen antike Autoren die Petersilie nicht immer von anderen Doldenblütlern, besonders Sellerie. Bei Dioskurides treibt sie Harn und Menstruation, ähnlich bei Galen und den Hippokratikern. Auch nach Albertus Magnus fördert sie Harnausscheidung und Verdauung. Cazin berichtet eine Heilung von Anasarka nach Kindbettfieber. Paracelsus, Matthiolus und Lonicerus nennen sie harn- und steintreibend, blähungs-, verdauungs- und menstruationsfördernd, geburtsbeschleunigend, gedächtnissteigernd, blutreinigend, hautglättend. Andere nahmen sie bei Gonorrhoe. Die Pflanze spiele im Aberglauben der germanischen und romanischen Länder von jeher eine große Rolle. Der Spruch „Petersilie hilft dem Manne aufs Pferd, den Frauen unter die Erd!“ meint wohl ihre aphrodisierende und abortive Wirkung. Die Volksmedizin nutzte Kraut und Wurzel u. a. bei Harngrieß, Nieren- und Blasensteinen, Milz- und Leberleiden, Gelbsucht, Kreislaufstörungen, Wassersucht, Verdauungs- und Blasenschwäche, Brustschmerzen, Verschleimung von Brust, Magen und Nieren, Blähungen, die Samen auch bei Fieber, Uterusleiden, geschwollener Schilddrüse, chronischem Husten und mangelnder Menstruation, den frischen Saft bei Mückenstichen. Petersilie töte Papageien und kleinere Tiere, die Früchte seien als Wurmmittel bei Hunden gut. Nach Kneippist Petersilie sehr bewährt bei Wassersucht. Die Kneipp-Nachfolger Eckstein und Flamm fanden zusätzlich eine leichte Anregung von Verdauung und Menstruation und empfahlen sie bei Wasser in den Beinen, in Bauch- und Brusthöhle oder im Herzbeutel, auch sonst bei schlechter Nierenfunktion, wo nicht entzündliche Prozesse bestehen. Die Homöopathie verwendet Petroselinum selten bei Harnverhalt und plötzlichem Harndrang, Urtikaria, Nachtblindheit oder Singen in den Ohren.
Tee
Für einen Petersilie-Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Petersiliensamen oder Wurzel mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich.
Tinktur
Um eine Petersilie-Tinktur selbst herzustellen, übergießt man Petersiliensamen, Wurzel oder Blätter in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tro-pfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen. Tinkturen aus Samen und Blättern der Petersilie sind erheblich stärker als Tinkturen aus Blättern. Die Tinkturen aus Wurzeln bergen in hoher Dosierung die Gefahr der Schleimhautreizung vor allem der Nieren und in sel-tenen Fällen auch von Herzrhythmusstörungen.
Achtung! Schwangere sollten die Petersilie nicht in größeren Mengen einnehmen, weil sonst die Gefahr einer Fehlgeburt besteht. Gesunde Schwangere dürfen Petersilie jedoch in kleinen Mengen als Gewürz essen. Patienten mit Nierenentzündung sollten auf die   Petersilie als Heilpflanze verzichten. Auch nicht-schwangere Gesunde sollten   nicht zu viel Petersilie zu sich nehmen, denn in starker Überdosierung kann Petersilie zu Herzrhythmusstörungen führen und die Nierenschleimhäute reizen. Bei manchen Menschen löst zu viel Petersilie auch eine erhöhte Photosensibilisierung aus. Solche Überdosierungen treten eigentlich nur auf, wenn man die Samen oder Wurzeln als Tinktur anwendet und nicht bei der normalen Benutzung der Petersilienblätter in der Küche.
Innerlich
Petersilie kann man innerlich, als Tee oder Tinktur gegen Blaseninfektionen und Steine in Blase oder Niere einsetzen. (Achtung! Nicht bei Nierenentzündungen verwenden). Außerdem hilft Petersilie gegen Verdauungsschwäche und Blähungen. Weil die Petersilie viel Vitamin C enthält, kann man sie auch zur ergänzenden Versorgung mit Vitaminen verwenden. Bei Geburten erleichtert die Petersilie die Arbeit der Gebärmutter und anschließend das Austreiben der Nachgeburt. Man sollte die Petersilie in größerer Menge aber erst nach einem ordnungsgemäßen Beginn der Geburt einsetzen.
Äußerlich
Äußerlich kann man Petersilie-Tee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man Insektenstiche lindern. Petersilie hilft äußerlich eingesetzt auch bei Kopfschuppen und Geschwüre.
Pharmakologie
Als Heildroge werden die getrockneten und reifen Früchte verwendet: Petroselini fructus und die frische ganze Pflanze, Petroselinum (HAB).
Das ätherische Öl der Petersilienfrüchte bewirkt eine kräftige Harnausscheidung vor allem durch die Reizwirkung der Phenylpropane auf das Nierenparenchym. In höherer Dosierung erzeugt das Apiol allerdings eine gesteigerte Kontraktilität der glatten Muskulatur von Darm, Blase und vor allem der Gebärmutter. Insbesondere die Wurzeln der Petersilie enthalten große Mengen an Apiol. Die Wirkung von Petersiliensud auf die Gebärmutter wurde bereits im Mittelalter in der Gynäkologie und Geburtshilfe genutzt. Zur Anwendung kam er bei Menstruationsbeschwerden, ausgebliebener Regelblutung und zur Abtreibung. Schwangere sollten speziell Petersilien-Öl meiden, da es abortiv wirkt. Im Mittelalter wurde Petersilie häufig zur Abtreibung verwendet. Auch aus der Neuzeit sind Fälle bekannt. Aus dem Jahr 1989 ist der Fall einer 36-jährigen Frau aus Corleone dokumentiert, die bei einem Abtreibungsversuch mit einem Sud aus Petersilie starb. Verkochte Petersilie gilt im Süden Italiens als altes Hausmittel für Abtreibungen.
Heilkunde
Madaus zufolge trennen antike Autoren die Petersilie nicht immer von anderen Doldenblütlern, besonders Sellerie. Bei Dioskurides treibt sie Harn und Menstruation, ähnlich bei Galen und den Hippokratikern. Auch nach Albertus Magnus fördert sie Harnausscheidung und Verdauung. Cazin berichtet eine Heilung von Anasarka nach Kindbettfieber. Paracelsus, Matthiolus und Lonicerus nennen sie harn- und steintreibend, blähungs-, verdauungs- und menstruationsfördernd, geburtsbeschleunigend, gedächtnissteigernd, blutreinigend, hautglättend. Andere nahmen sie bei Gonorrhoe. Die Pflanze spielte im magisch-therapeutischen Denken der germanischen und romanischen Länder von jeher eine große Rolle. Der Spruch „Petersilie hilft dem Manne aufs Pferd, den Frauen unter die Erd!“ meint wohl ihre aphrodisierende und abortive Wirkung. Die Volksmedizin nutzte Kraut und Wurzel u. a. bei Harngrieß, Nieren- und Blasensteinen, Milz- und Leberleiden, Gelbsucht, Kreislaufstörungen, Wassersucht, Verdauungs- und Blasenschwäche, Brustschmerzen, Verschleimung von Brust, Magen und Nieren, Blähungen, die „Samen“ auch bei Fieber, Uterusleiden, geschwollener Schilddrüse, chronischem Husten und mangelnder Menstruation, den frischen Saft (Sucus petrosilini) bei Mückenstichen. Petersilie töte Papageien und kleinere Tiere, die Früchte seien als Wurmmittel bei Hunden gut. Nach Kneipp ist Petersilie sehr bewährt bei Wassersucht. Die Kneipp-Nachfolger Eckstein und Flamm fanden zusätzlich eine leichte Anregung von Verdauung und Menstruation und empfahlen sie bei Wasser in den Beinen, in Bauch- und Brusthöhle oder im Herzbeutel, auch sonst bei schlechter Nierenfunktion, wo nicht entzündliche Prozesse bestehen. Die Homöopathie verwendet Petroselinum selten bei Harnverhalt und plötzlichem Harndrang, Urtikaria, Nachtblindheit oder Singen in den Ohren.
Petersilie als Heilkraut
Petersilie hat sich über die Jahrhunderte neben der kulinarischen Eignung auch einen Namen als Heilpflanze gemacht. Zahlreiche Mineralstoffe wie Eisen, Zink, Kalium und Magnesium sowie die Vitamine A,B und C sind es, die Petersilie als gesundes Lebensmittel gelten lassen.
Petersilie galt bereits bei den alten Griechen als heilige Pflanze. Sie wurde vermutlich als Aphrodisiakum sowie zur Stärkung von Soldaten verwendet. Im Mittelalter galt die Petersilie als Heilkraut gegen Nasenbluten, gegen Magenbeschwerden sowie gegen Harnsteinen. Im Kräuterbuch von P. A. Matthioli wurde empfohlen, die Petersilie mit Honig zu vermischen oder in einer Erbsenbrühe anzurichten.
Petersilie in der Küche
Petersilie wird im Handel ganzjährig frisch im Topf oder Bund angeboten. Außerdem gibt es den Klassiker unter den Kräutern als tiefgefrorene und getrocknete, gerebelte Version zu kaufen. Bei Petersilie gilt jedoch hinsichtlich Geschmack und Aroma, dass frische und Tiefkühlpetersilie der getrockneten Variante vorzuziehen ist.
Von der Petersilienpflanze wird neben dem Blattgrün auch die Wurzel verwendet.
Petersilie als Würzkraut wird am besten möglichst frisch verwendet. Lange Kochzeiten verringern das intensive Aroma leicht und sorgen für einen schnellen Abbau bzw. zur Zerstörung der enthaltenden Vitamine. Am besten ist es deshalb, Petersilie direkt vor dem Servieren über die Gerichte zu streuen oder nur kurze Zeit mitzukochen.
Der Geschmack von Petersilie ist würzig, intensiv und grün, wobei es einen Unterschied zwischen glatter und krauser Petersilie gibt. Glatte Petersilie (var. Neapolitanum) ist wesentlich kräftiger im Geschmack. Besonders gut macht sich glatte oder krause Petersilie in diversen Salaten (z.B. Hirtensalat oder Taboulé), als Bestandteil der Frankfurter Grünen Soße, Petersilienpesto, Kräuterbutter oder von Kräuterquark, aber auch in Suppen, zu Fisch- und Fleischgerichten passt Petersilie. Nicht zuletzt ist Petersilie ein dekoratives Kraut, das gerne über Salzkartoffeln gestreut wird.
Weitaus sättigender und auch vitamreicher ist die Wurzel der Petersilie. Botanisch handelt es sich bei der Petersilienwurzel um eine Unterart namens Petroselinum crispum subsp. tuberasum. Äußerlich gleicht die Form der Petersilienwurzel einer Rübe – spitz zulaufend zum Ende und von weißer bis hellbrauner Farbe. Geschmacklich ist Petersilienwurzel sehr mild, leicht süßlich und erinnert im Geschmack etwas an Karotte. Begehrt ist das mineralstoffreiche Wurzelgemüse als Rohkost, aber auch als kohlenhydrat- und kalorienarmer Ersatz für Kartoffeln, der genau wie Kartoffeln zubereitet werden kann, bspw. in Form von Kartoffelbrei.
Damit der Petersilientopf in der Küche oder die Pflanze im Garten dennoch kräftig buschig weiterwächst, werden immer nur einzelne Blätter abgezupft. Das nachwachsend junge Blattgrün, sog. Herz, wird stehen gelassen. Ist die Ernte besonders reich, bietet es sich an, Petersilie einzufrieren. Nach dem gründlichen Waschen und vorsichtigen Abtrocknen mit Küchenpapier, kann man entweder die ganzen Blätter einfrieren oder diese vorher, streufähig häckseln.
Küche
Die Blätter der Petersilie werden als Gewürzkraut meist roh oder nur kurz erhitzt verwendet, da sie sonst ihr typisches Aroma verlieren, und stellen einen festen Bestandteil verschiedener Mittelmeerküchen dar. Als Bestandteil des Bouquet garni der Französischen Küche wird die Petersilie nicht nur kurz mitgegart, sondern schon zu Anfang der Garzeit hinzugegeben, sie gibt dann Brühen und Saucen einen würzigen Grundgeschmack. Auch in der Küche Westasiens ist die Petersilie häufig zu finden, so werden beispielsweise in der türkischen Küche fast alle kalten Gerichte und gebratenes Fleisch mit gehackter Petersilie garniert. Beim Taboulé, einem Salat aus der libanesischen Küche, ist Petersilie neben Minze und Weizengrieß die Hauptzutat. Auch im Kaukasus, auf der arabischen Halbinsel und im Iran wird Petersilie häufig verwendet. Petersilie ist ein Bestandteil der Grünen Soße, sowohl nach der Frankfurter als auch Kasseler Rezeptur, eines typischen Gerichts deutscher Regionalküche, das sich besonders im hessischen Raum großer Beliebtheit erfreut. Petersilie wird auch zu Suppe verarbeitet, indem man sie in Gemüsebrühe kocht und püriert.
 
Pflanzenkunde
Die Petersilie ist eine zweijährige Pflanze und gehört zur Familie der Doldenblütler. Ihre gelben Blüten entwickeln sich erst im zweiten Jahr und sie kann dann bis zu einen Meter hoch wachsen. Man unterscheidet die Blattpetersilie mit grünen, glatten oder krausen Blättern und die Wurzelpetersilie (Petersilwurzel).
Tipp: Petersilie kann leicht selbst im Garten oder in Blumentöpfen angebaut werden: Da sie frostunempfindlich ist, kann sie bereits früh (März) ausgesät werden. Sie mag es feucht und halbschattig.
 
Geschichte und Etymologie
Die Petersilie wurde im antiken Griechenland als heilige Pflanze angesehen, jedoch nicht eindeutig vom Sellerie unterschieden. Sie wird in der Odyssee als Schmuck der Insel der Nymphe Kalypso angesehen. Kränze aus Petersilie wurden den Siegern der Isthmischen und Nemeischen Spiele übergeben.
Dioskurides, einer der berühmtesten Ärzte der Antike und der erste Verfasser einer Monographie über mehr als 1000 Pflanzen mit ihren pharmazeutischen Eigenschaften, schätzte die therapeutische Wirksamkeit der Petersilie unter anderem gegen Nieren- und Blasenbeschwerden, Blähungen und als menstruationsförderndes Mittel. Als Wachstumsort erwähnte er Makedonien, sodass die Pflanze auch als Petroselinon to makedonikon (lateinisch Petroselinum macedonicum, auch Petroselinum macedonium: „mazedonische Petersilie“ – wobei es sich auch um die Pflanze Athamanta macedonica Spr. handeln könnte) bekannt wurde. Im Westen verblieb davon der erste Name Petroselinum, später Petrosilium, was zum deutschen Wort Petersilie, dem französischen Persil und dem englischen Parsley führte. Im Balkan überlebte eher der zweite, geographische Begriff und ging z. B. in die bulgarische Sprache als „Magdanos“ (bg. Магданоз) und in die türkische als „Maydanoz“ ein. Als Rückentlehnung kehrte es als „Maintanos“ (Μαϊντανός) in die (neu-)griechische Sprache zurück. In Anlehnung jedoch an den antiken Namen ist die Petersilie dort, vor allem in Nordgriechenland auch als „Makedonisi“ (Μακεδονήσι) bekannt.
In Mitteleuropa wurde erst im Mittelalter die Pflanze zunächst als Heilkraut in Klöstern angebaut und daraufhin auch in der Küche eingesetzt. Um eine Verwechslung mit der giftigen, aber ähnlich aussehenden Hundspetersilie zu vermeiden, wurden Sorten mit krausen Blättern gezüchtet. Im 19. Jahrhundert war auch die Bezeichnung Parselkraut gebräuchlich.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Petersilie kommt ursprünglich aus Südeuropa. Sie ist jedoch inzwischen in ganze Europa, Russland, Indien und Nordamerika heimisch geworden. Die zweijährige Pflanze wird bis zu einen Meter hoch. Im Frühjahr treibt die rübenartige Wurzel einen Strauß mit vielen Stängeln aus, an denen entweder krause oder glatte Blätter wachsen, denn es gibt glatte und krause Petersiliensorten. Erst im zweiten Jahr wachsen einige der Stängel nach oben und bilden ab Juni bis Juli gelbgrüne Doldenblüten aus. Aus den Petersilien-Blüten entwickeln sich bis zum Herbst die aromatischen Früchte mit den Samen.
Die Petersilie ist eine zweijährige Pflanze, deren Überdauerungsknospen an der Erdoberfläche liegen. In der Regel sind diese Pflanzen von Schnee, Laub oder Erde als Witterungsschutz bedeckt (Hemikryptophyt). Sie besitzt eine mehr oder weniger rübenförmige Wurzel. Aus dieser entspringen meist mehrere kahle Stängel, die aufrecht, stielrund bis leicht gerillt, sowie häufig röhrig sind. Die Stängel sind wie die ganze Pflanze kahl. Die Petersilie erreicht Wuchshöhen von 30 bis 90 (selten 100) Zentimeter. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind gestielt, weiter oben sind die Blätter mit breiten, weißen, hautrandigen Scheiden am Stängel sitzend. Die Blätter sind dunkel-grün. Die untersten sind doppelt bis dreifach gefiedert. Die Zipfel sind im Umriss keilig bis breit eiförmig, fiederschnittig oder gelappt. Sie tragen eine knorpelige Spitze und sind ein bis zwei Zentimeter lang. Bei Kulturformen sind die Blätter glatt oder kraus.
Die Dolden sind lang gestielt und haben acht bis 20 Strahlen. Die Doldenstrahlen sind alle etwa gleich lang. Die ein bis drei Hüllblätter sind lanzettlich bis pfriemlich. Die je sechs bis acht Hüllchenblätter sind linealisch bis pfriemlich und rund halb so lang wie die Blütenstiele. Die Kronblätter sind grünlichgelb, häufig rötlich überlaufen und rund 0,6 Millimeter lang. Die zwittrigen Blüten sind proterandrisch und werden durch Insekten (Dipteren, Hymenopteren) bestäubt. Die Früchte sind 2,5 bis drei Millimeter hoch und 1,5 bis zwei Millimeter breit. Ihre Form ist breit eiförmig. Zwischen den Hauptrippen sind sie dunkel-braun, die Hauptrippen selbst sind hellgelb, sehr dünn und stehen deutlich vor.

Knabenkraut
Das Knabenkraut mit seinen verschiedenen Unterarten gehört zu den wenigen Orchideen, die in Mitteleuropa heimisch sind. Da das Knabenkraut sehr selten geworden ist, steht es streng unter Naturschutz. Schon in der Antike wurde das Knabenkraut wegen seines Schleimgehaltes als Heilpflanze sehr geschätzt. Man kann es gegen alle Arten von gereizten Schleimhäuten verwenden, seien es die Bronchien bei Husten, der Mund oder die Magenschleimhaut. Alle können durch den Schleim der Salepknollen gelindert werden. Früher wurden die Knollen des Knabenkrautes auch als Aphrodisiakum verwendet, weil sie optisch an Hoden erinnern und die Signaturenlehre sich an solchen Ähnlichkeiten orientiert hat. Die aphrodisierende Wirkung entbehrt jedoch jeder Grundlage im Gegensatz zur reizlindernden Wirkung des Schleims.
Das Kleine Knabenkraut, auch Salep-Knabenkraut, Satyrion, Stendelwurz oder Narrenkappe genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Hundswurzen innerhalb der Familie der Orchideen.
 
Steckbrief
Heilwirkung: reizlindernd, Husten, Rachenentzündung, Reizmagen, Durchfall, Zahnfleischentzündung, schlecht heilende Wunden, Geschwüre
wissenschaftlicher Name: Orchis morio
volkstümliche Namen: Johannishände, Kuckucksblume, Orchideen, Salep-Knabenkraut, Salepkräuter, Kleine Orchis
Verwendete Pflanzenteile: Tochterknollen
Inhaltsstoffe: Schleim, Mineralstoffe
Sammelzeit: Achtung! Die Pflanze ist geschützt!  April bis Juni
 
Verbreitung, Standorte und Gefährdung
Durch die Vielgestaltigkeit der Orchis morio-Gruppe ist das Verbreitungsgebiet schwer abzugrenzen. Das Kleine Knabenkraut ist ein europäisches Florenelement. Orchis morio im engeren Sinne ist in Europa, Nordafrika, Vorderasien bis zum Iran und Kaukasien verbreitet. Sein Areal erstreckt sich nordwärts bis England, Skandinavien und bis zum Baltikum; das südliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Portugal und nordwestliche Afrika über Kreta bis zur Türkei. Im Tiefland Mitteleuropas tritt es vereinzelt auf und steigt in den Alpen kaum über Höhenlagen von 1500 Metern. In den Allgäuer Alpen steigt es am Bayer-stettener Köpfle bei Nesselwang bis in eine Höhenlage von 1170 Metern auf. Das Kleine Knabenkraut gedeiht am besten auf stickstoffarmen, schwach sauren oder leicht basischen Wiesenboden, der nicht dauernd trocken sein sollte. Es kommt auf Magerrasen, mitunter auch auf Trockenrasen, mäßig feuchten Wiesen, trockeneren Bereichen von Feuchtwiese und lichten Wäldern vor. Es braucht ungedüngte Standorte. Es besiedelt in Mitteleuropa Halbtrockenrasen und einschürige Trockenwiesen ebenso wie einschürige, kurzrasige feuchte Wiesen. Es ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Verbands Mesobromion, kommt aber auch in trockenen Gesellschaften der Verbände Arrhenatherion oder Molinion vor. An seinen Standorten tritt es zuweilen in größeren, mäßig dichten, individuenreichen Beständen auf. In der Nordhälfte Deutschlands hat das Kleine Knabenkraut nur noch sehr wenige Standorte. In der Nordhälfte Deutschlands sind weit mehr Vorkommen erloschen als in Süddeutschland. Durch Düngung wurden viele Standorte in Fettwiesen umgewandelt und daher vernichtet. Das Kleine Knabenkraut ist eine Orchidee, die im 19. Jahrhundert noch sehr häufig war. Sie verträgt kaum Düngung, toleriert diese aber zumindest zeitweise noch etwas mehr als beispielsweise das Brand-Knabenkraut.
 
Beschreibung
Das Kleine Knabenkraut ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 8 bis 50 Zentimetern erreicht. Die meist in einer grundständigen Rosette stehenden Laubblättersind lanzettlich, meist spitz, gelegentlich auch mit abgerundeter Spitze, 3 bis 10 Zentimeter lang und etwa 1 bis 2 Zentimeter breit. Der Stängel ist kräftig, etwas kantig und nach oben hin violett überlaufen.
Der Blütenstand ist meist reichblütig. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und dreizählig. Die Blütenfarben sind überwiegend purpurrot, können aber auch nahezu weiß sein. Das mittlere Kelchblatt und die Kronblätter bilden einen Helm. Die seitlichen Kelchblätter besitzen ein auffälliges, grünes Linienmuster und stehen etwas ab. Die Lippe ist bis 10 Millimeter lang und 16 Millimeter breit, schwach bis mäßig derilappig. Die Seitenlappen sind flach ausgebreitet oder nach hinten geschlagen. Die Lippenbasis ist heller mit dunkleren Punkten oder Strichmuster. Der zylindrische Sporn ist aufwärts gebogen und kürzer als der Fruchtknoten.

Bachblüten
Man ist gesellig, um seine inneren Nähe in erfreulicher Gesellschaft zu vergessen (Agrimony)
Diese Menschen sind sehr gesellig und ihre inneren Nähe in erfreulicher Gesellschaft zu vergessen
Mit der Blüte sind noch immer gesellig und brauchen keine erfreulichen Gesellschaften und zu vergessen
Bachblüten
Man kann sich gefühlsmäßig nicht in andere Menschen hineinversetzen, da die eigenen Gefühle blockiert sind (Beech)
Diese Menschen können sich gefühlsmäßig nicht in ihre Mitmenschen hineinversetzen, da ihre eigenen Gefühle blockiert sind
Beech hilft ihnen ihre eigenen Gefühle wieder zu Leben und können sich wieder in andere hineinversetzen
Metabolisches Syndrom = tödliches Quartett
-     Abdomidelle Fettleibigkeit
-     Bluthochdruck
-     Fettstoffwechselstörungen mit Hypertriglyzerdämie, erhöhten LDL – Cholesterin und/oder erniedrigten HDL -  Cholesterin
-     Insulinresistenz bzw. gestörte Glukosetoleranz
Geschätzt 15 Millionen Deutsche sind betroffen, trotzdem ist das Krankheitsbild in der Allgemeinheit kaum bekannt. Als metabolisches Syndrom oder auch "tödliches Quartett" bezeichnen Mediziner ein Bündel aus Risikofaktoren: zu viel Bauchfett, hohe Blutzucker- und Blutfett-Werte und Bluthochdruck. Jeder dieser Faktoren steigert schon für sich gesehen das Risiko für Gefäßkrankheiten (Arteriosklerose). Mögliche Folgen sind Schlaganfall und Herzinfarkt. Häufig mündet das metabolische Syndrom zudem in einen manifesten Diabetes Typ 2, der Nerven- und Organschäden nach sich ziehen kann.
Ursache ist unser moderner Lebenswandel
Das metabolische Syndrom ist eine Wohlstandskrankheit, ausgelöst durch zu reichliches Essen und zu wenig Bewegung. Übergewicht mit viel Bauchfett führt meist zu krankhaften Veränderungen im Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel. Denn über das wichtige Hormon Insulin hängt die Verstoffwechselung von Fetten und Zuckern eng zusammen. Wenn die Körperzellen unempfindlich (resistent) gegenüber Insulin werden, dann kann der Blutzuckerspiegel nicht mehr richtig sinken. Zugleich steigen die Blutfettwerte - und ebenso der Blutdruck, denn das Insulin bewirkt, dass sich Wasser und Natrium (Kochsalz) in den Nieren ansammeln. Das stört den Flüssigkeitshaushalt im Gefäßsystem.
Zurück zum Seiteninhalt