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EINJÄHRIGER BEIFUSS
Der Einjährige Beifuß ist eine Pflanzenart in der Gattung Artemisia aus der Familie der Korbblütler.
Der einjährige Beifuß ist eine asiatische Pflanze, die vor allem in China und Vietnam heimisch ist. Dort wird der einjährige Beifuß schon seit langer Zeit gegen fieberhafte Erkrankungen eingesetzt. Erst vor relativ kurzer Zeit haben Wissenschaftler entdeckt, dass der einjährige Beifuß sehr gut gegen Malaria wirkt, selbst in Fällen, in denen die chemischen Medikamente wegen Resistenzen nicht mehr wirken. Diese Tatsache hat weltweit großes Interesse auf den einjährigen Beifuß gelenkt.
 
Anwendung
Das in der Pflanze gebildete, 1971 erstmals isolierte Artemisinin wird von der traditionellen chinesischen Medizin schon lange erfolgreich als Mittel bei Malaria eingesetzt. 2015 wurde die chinesische Pharmakologin Youyou Tu für die Substanzgewinnung von Artemisinin mit dem Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet. Auf aus dem einjährigen Beifuß extrahiertem Artemether beruht die aktuell von der WHO empfohlene Therapie gegen Malaria, die aus einem Kombinationspräparat aus Artemether und Lumefantrin besteht. Eine aktuelle Studie zeigt Behandlungserfolge bei ACT-resistenter Malaria. Eine wachstumshemmende Wirkung dieses klinisch wichtigsten Bestandteils und anderer Inhaltsstoffe auf verschiedene Tumorzellen ist nachgewiesen. Großflächige klinische Studien liegen jedoch noch nicht vor. Nach Einschätzung einer unabhängigen Expertengruppe reicht der Kenntnisstand im Moment nicht aus, um Artemisia annua bei Krebserkrankungen außerhalb von klinischen Studien anzuwenden. In der traditionellen chinesischen Medizin wird darüber hinaus auch von Erfolgen bei der Behandlung weiterer Krankheiten berichtet.
Einjährigen Beifuß kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden. Die häufigste Art, den einjährigen Beifuß anzuwenden ist als Tee.
Innerlich bei Malaria und Fieber
Einjähriger Beifuß kann man innerlich, als Tee oder Tinktur gegen Malaria einsetzen. Außerdem hilft Einjähriger Beifuß auch gegen normale Erkältungen und Fieber. Man kann ihn auch bei Bähungen und Menstruationsbeschwerden an-wenden.
Samen für die Verdauung
Die Samen des einjährigen Beifußes stärken als Tee getrunken die Verdauung.
Sie lindern Blähungen, Magen- und Darmkrämpfe. Auch gegen Nachtschweiß kann man die Samen anwenden.
Achtung! Der Hautkontakt mit dem einjährigen Beifuß kann bei empfindlichen Menschen Allergien hervorrufen. Auch die Pollen des einjährigen Beifußes wirken potentiell allergen.
 
Pflanzenbeschreibung
Die krautige Pflanze ist einjährig, woher das botanische Artepitheton annua ein Jahr andauernd von lateinisch annus‚ das Jahr‘ stammt. Auffällig ist der aromatische Duft. Die Pflanze wird 50-150 Zentimeter hoch. Der Stängel ist meist völlig kahl. Die Laubblätter sind zwei- bis dreifach fein gefiedert. Die Blattzipfel sind kammförmig gesägt. Die in einem rispigen Gesamtblütenstand angeordneten gelbgrünen und körbchenförmigen Teilblütenstände enthalten wenige gelbe Röhrenblüten. Die Blütenköpfchen sind nickend.
Der einjährige Beifuß ist in China und Vietnam heimisch. Aufgrund seiner ausgezeichneten Wirkung gegen Malaria wird er jedoch zunehmend weltweit angebaut. Nur in den Tropen macht sein Anbau keinen Sinn, weil er als Kurztagspflanze schon in sehr jungem Alter blüht, lange bevor er seine typische Höhe erreicht hat. Der einjährige Beifuß gedeiht besonders gut auf kargen Böden. Er braucht auch nicht viel Wasser. Die einjährige Pflanze wird bis zu zwei Meter hoch. Die Blätter des einjährigen Beifußes erinnern an Farnblätter, denn sie sind groß und vielfach gefiedert. Er duftet stark balsamisch nach Kampfer, Thymian oder Minze. Ab September blüht der einjährige Beifuß mit kleinen, unscheinbaren Blüten, wie sie für die Artemisia-Gattung typisch sind. Aus den Blüten entwickeln sich bis Oktober winzige Samen.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Malaria
Heilwirkung: antibakteriell, blutstillend, fiebersenkend, fungizid
Anwendungsbereiche: Fieber, Erkältungen, Blähungen, Verdauungsschwäche, Durchfall, Nachtschweiß, Menstruationsbeschwerden, Wechseljahresbeschwerden
wissenschaftlicher Name: Artemisia annua, Artemisia chamomilla
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Chinese wormwood, Annual Mugwort
volkstümlicher Name: Qing-Guo
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Samen
Inhaltsstoffe: Artemisinin, ätherische Öle, Flavonoide, Cumarin, Menthol, Thymol, Beta-Sitosterol
Sammelzeit: Juni bis September

FUCHSKREUZKRAUT t
Wenn man in den Bergwäldern des Schwarzwalds spazierengeht, dann begegnet einem ab Juli überall das Fuchskreuzkraut. Der ganze Wald scheint voller Fuchskreuzkraut zu sein. In der Ebene und an den meisten anderen Standorten ist das Fuchskreuzkraut so selten, das nicht einmal die gängigen botanischen Bestimmungsbücher es kennen. Als Heilpflanze wirkt das Fuchskreuzkraut vor allem gegen Blutungen. Es wird jedoch kaum eingesetzt, weil es einerseits weitgehend unbekannt ist und andererseits leicht mit einem nahen Verwandten verwechselt werden kann, der leberschädigende Alkaloide enthält.
 
Anwendung
Das Fuchs-Kreuzkraut wird kaum als Heilpflanze eingesetzt, selbst als Pflanze ist es kaum bekannt, obwohl es in manchen Bergwäldern die beherrschende Blütenpflanze ist. Man sollte das Fuchskreuzkraut auch nicht in hoher Dosis und über einen längeren Zeitraum anwenden, weil bei einer Verwechslung mit der verwandten Pflanze Senecio nemorensis die enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide schädigend auf die Leber wirken können.
Blutstillend
Die Hauptwirkung des Fuchskreuzkrautes ist seine Fähigkeit, Schleimhautblutungen zu stillen. Daher kann man es gegen Zahnfleischblutungen, Nasenbluten und zur Abschwächung von Periodenblutungen einsetzen.
Frauenbeschwerden
Das Fuchskreuzkraut soll auch bei der Regelung der Menstruation und gegen Menstruationsbeschwerden helfen, letzteres wohl aufgrund seiner krampfstillenden Eigenschaften. Auch gegen Wechseljahresbeschwerden soll es helfen.
Diabetes
Dem Fuchskreuzkraut wird auch nachgesagt, dass es gegen Diabetes helfen kann. Dieser Einsatzzweck ist jedoch nicht durch Studien gestützt, weshalb man nicht sagen kann, ob das Fuchskreuzkraut wirklich gegen erhöhte Blutzuckerwerte helfen kann. Da man das Fuchskreuzkraut nicht über einen längeren Zeitraum einnehmen sollte, verzichtet man besser auf die Anwendung des Fuchskreuzkrautes gegen Diabetes.
Giftigkeit
Alle Arten der Gattung Senecio sind durch Pyrrolizidinalkaloide giftig, die zum großen Teil leberschädigend und krebsauslösend wirken. Für das Fuchssche Greiskraut wurde außerdem eine mutagene Wirkung nachgewiesen. Die Vergiftungssymptome treten meist sehr spät, das bedeutet nach Wochen oder Monaten auf. Vergiftungen können auch über Honig oder Kuhmilch erfolgen. Vergifteter Honig schmeckt bitter und hält gewöhnlich von weiterem Verzehr ab. Das Vieh meidet Senecioarten auf der Weide, jedoch nicht im Heu, wo das Gift erhalten bleibt. Hohe Greiskrautanteile können auch sehr starke Schäden beim Vieh hervorrufen. Sehr hohe Dosen führen auch zu sofortigen, zum Teil tödlichen Vergiftungen, besonders bei Kleinsäugern. Besonders gefährdet sind Pferde und Rinder. Obwohl die Alkaloide gewöhnlich für Insekten sehr giftig sind, gibt es einige Insektenarten, die ihren gesamten Lebenszyklus auf Senecio-Arten verbringen. Hierzu zählen die Nachtfalter-Arten Jakobskraut- oder Blutbär, Schönbär und Brauner Bär aus der Familie der Bärenspinner. Ihre Raupen nehmen die Giftstoffe ohne Schaden auf und speichern sie sogar. Sie haben dadurch einen bitteren Geschmack und sind so vor Fressfeinden geschützt.
         
Achtung! Verwechslungsgefahr! Das Fuchskreuzkraut ist nahe verwandt mit Senecio nemorensis und sieht auch sehr ähnlich aus. Auch Bastarde (Mischlinge) zwischen den beiden Arten entstehen häufig. Früher gehörten beide Arten sogar zur gleichen Art und galten nur als Unterarten. Das echte Fuchs-Kreuzkraut enthält in geringer Menge bestimmte Sorten von Pyrrolizidinalkaloiden, die nahezu ungiftig sind, die verwandte Art Senecio nemorensis enthält jedoch in höherer Menge giftige Arten von Pyrrolizidinalkaloiden, die bei Dauergebrauch die Leber schädigen können. Da die beiden Arten häufig verwechselt werden, sollte man am besten keins der beiden verwenden, zumindest nicht auf lange Dauer und in großen Mengen.
        
Pflanzenbeschreibung
Das Fuchskreuzkraut ist in Europa heimisch. Es wächst bevorzugt in Wäldern, vor allem im Mittelgebirge und in den Alpen. Am liebsten mag das Fuchskreuzkraut nährstoffreiche Mischwälder, aber es kommt auch häufig in Nadelwäldern vor. Im Schwarzwald ist es eine der häufigsten Pflanzen. In der Ebene kommt es hingegen kaum vor. Das Fuchskreuzkraut ist eine mehrjährige Pflanze, die bis zu 1,50m hoch wird. Meistens ist es etwa einen Meter groß. Im unteren Bereich ist der Stängel unverzweigt, weiter oben verzweigt er sich, wenn er genügend Platz hat. Die schmalen, lanzettlichen Blätter wachsen direkt am Stängel. Sie haben leicht gezähnte Ränder und eine Spitze. Ab Ende Juni, Anfang Juli blüht das Fuchskreuzkraut mit gelben Blüten, die in lockeren Trauben stehen. Die Blüten sind Korbblüten mit dunkelgelben bis bräunlichen Röhrenblüten, die in der Mitte deutlich herausstehen. Meistens gibt es nur fünf Zungenblüten, die recht schmal und leuchtend gelb sind.
 
Steckbrief
Heilwirkung: blutstillend, krampflösend, Diabetes, Bluthochdruck, Menstruationsstörungen, Zu starke Monatsblutungen, Wechseljahresbeschwerden, Nasenbluten, Zahnfleischbluten
wissenschaftlicher Name: Senecio fuchsii, Senecio ovatus
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Fox groundsel, Wood Ragwort
volkstümliche Namen: Fuchssches Greiskraut, Fuchsens Heidnisch-Wundkraut, Heidnisch Greiskraut, Heidnisch Kreuzkraut, Heidnisch Wundkraut, Kahles HainGreiskraut, Hain-Kreuzkraut
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Inhaltsstoffe: Pyrrolizidinalkaloide, Senecionin
Sammelzeit: Juni bis September

BACHBLÜTE IMPATIENS
Ich fühle mich verkrampft                            
Sie fühlen sich sehr häufig verkrampft
Mit der Blüte können sie das Gefühl der Verkrampfung lösen

BACHBLÜTE LARCH
Alles Neue entmutigt mich                          
Diesen Menschen entmutigt alles Neue
Mit Larch werden sie mutiger gegenüber allen Neuem

Hildegard-Heilpraxis von A bis Z
Harnwegserkrankungen
BLASENENTZÜNDUNG
Eine Blasenentzündung kann in jedem Alter auftreten und tritt bei Frauen 20-mal häufiger als bei Männern auf. Das liegt daran, dass die Harnröhre bei Frauen viel kürzer ist und deshalb Infektionen leichter in der Blase vordringen können. Solche „aufsteigenden“ Infektionen äußern sich normalweise durch ein unangenehmes Gefühl am Harnröhrenausgang und die Erkrankung schreitet fort, wenn die Entzündung weiter nach oben geht. Die Entzündung wird gewöhnlich von stabförmigen Kolibakterien verursacht. Diese Bakterien sind auch im Darmtrakt vorhanden und können bei beim Stuhlgang zum Harnröhrenausgang befördert werden.
Wer öfter an Blasenentzündung leidet, kann mit ein paar sinnvollen Maßnahmen vor-beugen. So sollte man nach jedem Stuhlgang sowie morgens und abends den Damm – den Bereich zwischen Harnröhre und After – mit einem Extrawaschlappen reinigen. Verwenden sie keine Puder, Cremes und antiseptischen Mittel, denn sie können das empfindliche Gewebe in diesem Bereich reizen. Tragen sie jeden Tag frische baumwollene Unterwäsche und waschen sie sie mit Seifenpulver statt mit den üblichen Waschmitteln.

HEILMITTEL VON A BIS Z (Kneipp)
ARNIKA
Atemwegserkrankungen
Gut verdünnt, z.B. 10-25 Tropfen auf ein Glas lauwarmes Wasser, kann man die Arnikatinktur zur Behandlung von Halsentzündungen verschiedenster Art einsetzen. Dazu gurgelt man mit der Mischung. Getrunken hilft die verdünnte Tinktur auch gegen Erkältungen und Bronchitis.
Andere innerliche Anwendungsgebiete
Ein weiteres wichtiges, innerliches Einsatzgebiet der verdünnten Arnika sind Herzschwäche und Kreislaufbeschwerden. Die Arnika stärkt das Herz und bringt den Kreislauf in Schwung. Bei der innerlichen Anwendung ist Vorsicht angebracht, da Arnika Herzrhythmusstörungen auslösen kann. Dies ist auch der wichtigste Grund, warum in der modernen Heilpflanzenkunde viele auf die innere Anwendung verzichten. Außerdem hilft sie gegen krampfartige Beschwerden der Verdauungsorgane. Man kann sie auch gegen rheumatische Erkrankungen einsetzen.

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