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ZWETSCHGE
Im frühen Herbst reifen die blauen Zwetschgen, auch Pflaumen genannt, an ihren Bäumen und laden ein zu Pflaumenkuchen und Pflaumenmus. Zwetschgen schmecken jedoch nicht nur lecker, sie sind auch ein nützliches Heilmittel, das vor allem die Verdauung erleichtert.
Die Echte Zwetschge ist eine Unterart der Pflaume. Sie wird in Europa, Westasien, Nordamerika sowie Nord- und Südafrika als Obstbaum angebaut. In Österreich wird der Name teilweise auch Zwetschke geschrieben, regional in Deutschland als Zwetsche oder auch Quetsche bezeichnet.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Appetitlosigkeit, Gicht, Halsschmerzen (Blätter), Leberleiden, Nierenprobleme, Rheuma, Verstopfung
wissenschaftlicher Name: Prunus domestica
Pflanzenfamilie: Rosengewächse = Rosaceae
volkstümliche Namen: Pflaume, Zwetschke, Zwetsche, Quetsche, Plummen, Prammen
Verwendete Pflanzenteile: Laub, Harz, Früchte
Inhaltsstoffe: Eiweiß, Kohlenhydraten, Fett Stärke, Rohrzucker, Mineralstoffe, Fruchtsäuren
Sammelzeit: Laub: Mai bis August, Harz: Mai bis Juli, Früchte: September bis Oktober
 
Anwendung
Zwetschgen werden neben dem Frischverzehr auch zur Herstellung von Pflaumenmus, Kuchen (Zwetschgenkuchen), Speiseeis, Trockenobst, Essigzwetschgen oder Obstbrand (Zwetschgenwasser) verwendet. Im Tiroler Oberland wird die Zwetschge seit Jahrhunderten in Höhenlagen um etwa 1000 Meter kultiviert. Die Stanzer Zwetschke ist im Register der Traditionellen Lebensmittel des österreichischen Lebensministeriums eingetragen und ist das Leitprodukt für die Region in der Genussregion Österreich. Im Gegensatz zu Pflaumen löst sich bei Zwetschgen der Stein leicht vom Fruchtfleisch, das gilt besonders, wenn man sie mit mittlerem Druck quer zum Stein rollt, wie bei ähnlichem Obst. Das Holz des Zwetschgenbaumes hat eine Rohdichte von 0,75 bis 0,85 g/cm³ und ist wegen seiner rötlichbraunen Farbe und Härte bei Tischlern für hochwertige Möbel begehrt.
Gedörrte Zwetschgen werden eingeweicht gern gegen Verstopfung eingenommen. Am Abend weicht man fünf bis zehn trockene Pflaumen ein und nimmt sie morgens zu sich. Die Zwetschgen enthalten viel Pektin, das aufquillt und den Stuhl dadurch weich macht. Diese eingeweichten gedörrten Zwetschgen helfen aber auch bei Nierenerkrankungen, Gicht, Rheuma und Problemen der Leber. Alternativ zu den Dörrpflaumen kann man auch Zwetschgenmus einnehmen, um den Stuhlgang zu fördern.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Zwetschgenbaum wird drei bis zehn Meter hoch. Manchmal haben seine Zweige Dornen aber nicht immer. Die elliptischen Blätter sprießen im Mai gleichzeitig mit den weißen Blüten. Die länglichen Früchte reifen im September bis Oktober. Sie sind blauviolett gefärbt. Andere Pflaumensorten haben auch andere Farben, beispielsweise rot oder orange. Im Innern der Zwetschge befindet sich ein Steinkern mit spitzen Enden und rauher Schale.
Der Zwetschgenbaum erreicht Wuchshöhen von bis zu 6, selten bis zu 10 Metern. Einjährige Zweige sind mehr oder weniger kahl. Ältere Äste sind bei den meisten Sorten mit bis zu etwa 5cm langen, starken Dornen besetzt. Die einfachen Laubblätter sind gekerbt bis gesägt, auf Ober- wie Unterseite meist kahl und nur selten zerstreut behaart; sie sind zur Blütezeit erst wenig entwickelt.
Die zwittrigen Blüten sind bei einem Durchmesser von 1,5-2cm radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind länglich und auf beiden Seiten zerstreut behaart. Die fünf grünlich-weißen bis gelblich-grünen Kronblätter sind länglich. Die Steinfrucht ist bei Reife blau bis blauschwarz, bereift, 4-8cm lang, länglich-eiförmig und verjüngt sich zu den beiden Enden hin deutlich. Der Steinkern ist ei- bis halbmondförmig, abgeflacht, an beiden Enden zugespitzt und beinahe stechend. Er ist 0,47- bis 0,58-mal so dick wie lang. Seine Oberfläche ist höckerignetzig. An der Bauchseite ist er besonders stark gegen das Stielende vorgezogen. Die Rückenfurche ist schmal und weist schräge Kammstriche auf. Das Fruchtfleisch ist mäßig saftig, fest und löst sich leicht vom Kern und bei Ofenhitze behält es seine Form.

ACKERSENF
Der Acker-Senf, Falscher Hederich oder wilder Senf ist eine Pflanzenartaus der Gattung der Senfe innerhalb der Familie der Kreuzblütengewächse. Zur Gattung der Senfe gehören vier Arten. Der auf dieser Seite beschriebene Acker-Senf war schon in der Bronzezeit ein häufiges Unkraut. Der Ackersenf ist eine wildwachsende Form der Senfpflanze und gilt an seinen bevorzugten Wuchsstellen, den Äckern, als lästiges Unkraut. Durch seine rauhen Haare unterscheidet er sich von anderen gelb blühenden Pflanzen, die senfähnlich sind. Die Samen des Ackersenfs kann man ähnlich benutzen wie echte Senfsamen, beispielsweise als Gewürz. Aus den zerstampften Samen kann man Breiumschläge machen, die die Haut reizen und die Durchblutung fördern. Um die Hautreizung in Grenzen zu halten, sollte man vor dem Auftragen der Senfmasse unbedingt eine fetthaltige Salbe auftragen. Ackersenf ist auch als Bachblüte Mustard bekannt.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Appetitlosigkeit, Verdauungsschwäche, Stoffwechselschwäche, Halsschmerzen, Bronchitis, Rheuma, Schmerzen
Botanischer Name: Sinapis arvensis
Gattung: Senfe (Sinapis)
Pflanzenfamilie: Kreuzblütler = Brassicaceae
englischer Name: Field Mustard
volkstümliche Namen: Wilder Senf, Falscher Hederich
Verwendete Pflanzenteile: Samen
Sammelgut & essbare Teile: Wurzeln, Blätter, Triebe, Stängel, Blüten, Samen
Inhaltsstoffe: Fettes Öl, Senfölglykoside, Schleimstoffe, Senföl
Wuchshöhe: ca. 20 cm bis 60 cm
Hauptblütezeit: Mai bis Oktober
Sammelzeit: Mai bis Frühherbst
Blütenform/Anzahl: Kreuzblütler, 4 Blütenblätter;
Frucht-/Samenreife: je nach Zeit der Blüte bis in den späten Herbst;
Vorkommen: Der Acker-Senf ist ein Archäophyt und wurde mit dem Ackerbau aus dem Mittelmeergebiet in die nördlichen Regionen Europas eingeschleppt. In den gemäßigten Zonen ist er heute weltweit verbreitet.
Verbreitungsschwerpunkt: Der Acker-Senf kommt verbreitet in Unkraut-Fluren, auf Brachen, an Wegen und Schuttplätzen vor. Er bevorzugt nährstoff- und basenreiche Böden, ist ein Lehmzeiger und tritt oft in großen Gruppen auf.
 
Anwendung
Die Samen können denen des Weißen Senfs beigemischt werden. Feingehackte Blätter können als Gewürz dienen. Blütenknospen können wie Brokkoli zubereitet werden. Krautige Teile sind nach längerem Kochen als Gemüse geeignet.
Ackersenf kann man als Gewürz und Wildsalat in der Küche und äußerlich als hautreizendes Pflaster anwenden.
In der Küche
Die jungen Blätter des Ackersenfs kann man als Wildgemüse in Salaten oder Kräuterquarks essen. Da die Blätter scharf sind, eignen sie sich eher als würzender Teil eines Salates als Hauptbestandteil. Die Samen kann man als Sprossen keimen lassen und frisch verzehren. Durch die in ihm enthaltenen Senföle regt der Ackersenf den Stoffwechsel und die Verdauung an.
Äußerlich
Da die Samen des Ackersenfes den kultivierten Senfsamen ähneln, kann man sie auch ähnlich anwenden. Man kann die Samen zerstampfen und als hautreizendes Senfpflaster (Breiumschlag) auflegen. Bevor man den Senfsamen-Brei aufträgt, sollte man die Haut zum Schutz mit einer fetthaltigen Salbe eincremen. Sonst könnte die Reizung der Haut zu Verbrennungen führen. Solche Senfpflaster eignen sich zur Linderung von festsitzenden Beschwerden des Bewegungsapparates, wie beispielsweise rheumatische Schmerzen, Hexenschuss, Verspannungen. Für akute Entzündungen, die sowieso schon viel Hitze produzieren, sind Senfpflaster eher nicht geeignet. Als Faustregel kann man sich merken, dass Senfpflaster für Beschwerden geeignet sind, bei denen Wärme lindernd wirkt.
Bachblüte
Als Bachblüte Mustard steht der Ackersenf für Sinnfindung und hilft gegen Schwermut.
 
Essbarkeit & Verwendung in der Küche
Wurzeln
Die rettich-schärflichen Wurzeln können im Frühjahr fein gewiegt als Gewürz für diverse Speisen genutzt werden.
Blätter, Triebspitzen, Stängel
Von April bis Juni nutzt man die merklich scharfen Blätter, jungen Triebe und auch die Stängel als Küchengewürz oder als Zutat für Salate, Gemüsegerichte, Gemüsefüllungen, Aufläufe und Suppen. Natürlich eigen sie sich, klein gehackt, auch für Kräutertopfen, Kräuterbutter und Pesto.
Blüten
Die knospigen (auch noch nicht aufgeblühten) Blütenstände kann man ähnlich wie Brokkoli gedünstet als Gemüse zubereiten oder roh Salaten beigeben. Abgezupfte Blüten eignen sich als essbare Blütenstreudekoration.
Samen
Junge, grüne, zarte Samenhülsen (etwa von Juni bis August) lassen sich als scharfes, frisches Gewürz für viele Speisen nutzen. Ausgereifte Samen (etwa September bis Oktober) können mit etwas Essig und Salz zu Senf vermahlen werden.
Geschmack
Der Acker-Senf schmeckt senfartig und scharf.
 
Geschichtliches & Wissenswertes
Die kugeligen Samen besitzen eine Samenschale, die bei Feuchtigkeit schleimig aufquillt. Dadurch findet auch Klebverbreitung statt. Kräftige Exemplare können bis zu 25.000 Samen erzeugen. Die Samen sind lange Jahre keimfähig, kommen aber nur nahe der Bodenoberfläche zur Keimung.
Stechend riechende, scharfe Senföle schützen verwundete Pflanzen vor Pilzbefall und Pflanzenfressern. Die Raupen der Kohlweißlinge bevorzugen jedoch Pflanzen mit Senfölen, die auch in den erwachsenen Schmetterlingen noch nachweisbar sind und diese vor Fressfeinden schützen.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Acker-Senf ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 60cm erreicht. Der Stängel ist im unteren Teil abstehend behaart.
Die unteren Blätter werden bis zu 20cm lang, sind gestielt und stark gegliedert bis leierförmig gefiedert mit einem großen Endabschnitt.
Die zwittrige, radiärsymmetrische Blüte ist vierzählig. Die vier Kelchblätter stehen waagerecht ab. Die vier Kronblätter sind schwefelgelb. Die Blüte besitzt sechs lange Staubblätter, wovon sich zwei außen und vier innen befinden. Die Blütezeit reicht von Mai bis Oktober.
Die Schote ist kahl, stielrund und etwas perlschnurartig eingeschnürt mit 8 bis 13 schwarzen Samen in zwei Fächern und drei bis fünf geraden, starken Nerven auf jeder Fruchtklappe. Die Schote läuft in einen 1 bis 1,5 cm langen, fast runden, geraden Schnabel aus. Die Früchte sind Schoten mit einem samenfreien oberen Abschnitt. Sie öffnen sich durch Austrocknung selbst. Die Art ist ein Selbst-, Wind- und Tierstreuer. Durch Menschenausbreitung ist sie zum Kulturbegleiter geworden.
Der Ackersenf ist in Europa heimisch. Er wächst bevorzugt auf Äckern und an Wegrändern. Die einjährige Pflanze wird bis zu 60 Zentimeter hoch. Die Blätter des Ackersenfs sind gelappt, rauh und haarig. Sie schmecken scharf würzig. Die gelben Blüten erscheinen zwischen Mai und Juli. Sie haben, wie alle Kreuzblütler, vier Blütenblätter. Aus den Ackersenf-Blüten entwickeln sich nach und nach die Samen. Die Samen sitzen in länglichen Schoten.

BACHBLÜTE OAK
Man zeigt einer fast übermenschliche Ausdauer und Geduld
Diese Menschen zeigen eine fast übermenschliche Ausdauer und auch Geduld
Mit der Bachblüte können sie diese übermenschliche Ausdauer und Geduld eindämmen
 

BACHBLÜTE OLIVE
Man braucht viel Schlaf                                
Diese Menschen brauchen extrem viel Schlaf
Mit der Olive können sie sich regenerieren und brauchen nur mehr den normal langen Schlaf

Eine Hildegard-Spezialtität: Kräuterweine
Lungenkrautwein
Bei Husten empfiehlt Hildegard diesen Wein aus frischem Lungenkraut:
3 Eßlöffel Lungenkraut werden in einem Liter Wein zum Kochen gebracht. Sanft etwa 10 Minuten köcheln lassen und dann abseihen. Vor dem Essen immer ein Likörglas von diesem Wein trinken.
Bei Husten hilft auch ein Hildegard-Wein aus Fenchel, Dille und Andorn, der sich auch für Kinder eignet:
In einem Liter trockenem Weißwein 15g Fenchelkraut, 15g Dillkraut und 5g Andornkraut zum Kochen bringen und etwa 10 Minuten sanft köcheln lassen, danach abseihen. Von diesem Wein können Erwachsene dreimal täglich ein Gläschen trinken, Kinder dreimal täglich einen Löffel voll nehmen.
Galgantwein
Gilt als gutes Mittel bei Schmerzen aller Art. Dafür wird ein Teelöffel geschnittener Galgantwurzeln in einem Viertel Liter Rotwein 5 Minuten sanft gekocht. Danach abkühlen lassen und schluckweise warm trinken. Achtung – Galgantwein ist ein gutes Schmerzmittel, vor allem bei rheumatischen Schmerzen, er schmeckt aber nicht besonders gut.
Der Flohsamenwein
Ist für Hildegard ein Frohmacher und hilft bei Niedergeschlagenheit sowie bei Hautproblemen aller Art. Außerdem regt er die Verdauung an. Durch Kochen wird Flohsamen allerdings sehr schleimig und schmeckt gewöhnungsbedürftig. Für den Flohsamenwein werden 2 Teelöffel Flohsamen in einem halben Liter Rotwein gute 10 Minuten sanft gekocht. Danach abseihen und schluckweise warm trinken – am besten vor dem Essen und dreimal täglich jeweils einen Schluck.

Krankheiten der Bewegungsorgane
Gelenkrheumatismus
Über den chronischen Rheumatismus schreibt Kneipp:
Der chronische Gelenkrheumatismus ist nicht ein vorübergehender Zustand wie der akute, der vielleicht ein-, zwei- oder dreimal im Jahr kommt und wieder vorgeht, sondern er ist ein bleibender Zustand, weil er sich in den Gelenken festsetzt und Verhärtungen bildet, die nicht mehr leicht und zuweilen gar nicht aufgelöst und entfernt werden können, wie allgemein angenommen wird.
Solche Patienten sehen gewöhnlich recht leidend aus, sie haben eine blasse Farbe, eingefallene Gesichtszüge, wenig Schlaf und wenig Appetit. Die Schmerzen sind meist sehr stark, während wenig Hitze oder Fieber vorhanden ist. Der Witterungswechsel hat auf den Kranken einen auffallenden Einfluß, weil er bei jeder Witterungsveränderung heftige Schmerzen oder Brennen und Stechen in den von der Krankheit befallenen Gelenken fühlt.

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