Direkt zum Seiteninhalt
Honigklee
Der anmutige Honigklee, auch Steinklee genannt, schwingt sich leicht, wie eine Feder, über den steinigen Boden, auf dem er gerne wächst. Er ist ein wunderbares Heilmittel für das Blutgefäßsystem und den Lymphfluss. Selbst bei Migräne hat er eine hilfreiche Wirkung.
Steinklee, auch Honigklee genannt, ist eine Pflanzengattung, die zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler gehört. Die etwa 20 Arten sind in Eurasien verbreitet.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Blutergüsse, Blutfluss fördernd, chronische Bronchitis, Drüsenschwellungen, Furunkel, Gallen- und Magenbeschwerden, Gefäßwände heilend, Gelenkschmerzen, Geschwüre, Kopfschmerzen, Krampfadern, Migräne, Milchknoten, Ödeme, Offene Beine, Quetschungen, Rheumatische Schmerzen, Venenentzündungen, Verbesserung der Lymphzirkulation, Wundheilung
wissenschaftlicher Name: Melilotus officinalis
Pflanzenfamilie: Hülsenfrüchtler = Fabaceae
englischer Name: Melilot
volkstümliche Namen: Bärenklee, Mottenklee, Melilotenklee, Goldklee, Schotenklee, Mottenkraut
Verwendete Pflanzenteile: Blühendes Kraut
Inhaltsstoffe: Glykoside, Melilotin, Cumarin, Flavonoide, Melilotsäure, Benzoesäure, Schleim, Cholin
Sammelzeit: Mai bis August
 
Anwendung
Drei Arten sind landwirtschaftlich bedeutsam: Weißer, Gelber und Indischer Steiklee. Im Feld dient Steinklee als Weidepflanze, besonders auch als Bienenweide und zur Gründüngung. Aus geschnittenem Steinklee wird Heu oder Silage bereitet. Durch das beim Trocknen der Pflanzen freiwerdende Cumarin bekommt das Heu den typischen Heugeruch, beziehungsweise es duftet nach Waldmeister. Verdorbenes Heu und schlecht konserviertes Silofutter hingegen enthalten Dicumarol, ein Abbauprodukt des Cumarins; Dicumarol ist giftig für das Vieh und führt zu äußeren und inneren Blutungen. Der Echte oder Gelbe Steinklee bevorzugt steinige Standorte. Medizinisch verwendet werden die zur Blütezeit gesammelten oberirdischen Pflanzenteile vom Echten Steinklee, aber auch das Kraut vom Hohen Steinklee, der auf eher feuchten Plätzen (Wiesen) zu finden ist.
Honigklee wird vor allem äußerlich in Form von Auflagen, Kräuterkissen, Salben und Pflastern gegen Schwellungen, Entzündungen und Wunden eingesetzt. Innerlich als Tee oder Tinktur nimmt man ihn bei Bronchitis, Durchblutungsstörungen, Migräne und zur Verbesserung der Lymphzirkulation.
 
Pflanzenbeschreibung
Steinkleearten sind ein- bis zweijährige krautige Pflanzen. Die wechselständig und spiralig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die unpaarig gefiederte Blattspreite enthält nur drei Fiederblättchen. Die Ränder der Fiederblättchen sind gezähnt. Die Nebenblätter sind mit dem Blattstiel verwachsen. Die Blüten stehen in achselständigen, unverzweigten, traubigen Blütenständen zusammen. Es sind nur winzige Tragblätter vorhanden. Die gestielten, zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind glockenförmig verwachsen. Die mehr oder weniger ungleichen Kelchzähne sind deutlich kürzer als die Kronröhre. Die fünf gelben oder weißen Kronblätter stehen in der typischen Form der Schmetterlingsblüte zusammen. Das aus zwei Kronblättern verwachsene Schiffchen ist kürzer als die beiden Flügel. Neun der zehn fertilen Staubblätter sind untereinander röhrig verwachsen mit gleichgestaltigen Staubbeuteln. Es ist nur ein oberständiges Fruchtblatt vorhanden mit ein bis fünf Samenanlagen. Der Griffel ist dünn. Die Bestäubung erfolgt durch Hymenoptera, hauptsächlich durch Bienen. Die kleine Hülsenfrucht ist etwa so lang wie der Kelch und enthält ein bis vier Samen. Als  Verbreitungseinheit dient die Frucht oder der Same.
Der zweijährige Honigklee wird normalerweise einen Meter hoch, wenn er sich besonders wohlfühlt jedoch auch bis zu zwei Meter. Er liebt trockene, steinige Böden und wächst daher an Wegrändern, auf Schutthalden und in Steinbrüchen. Das Besondere am Honigklee ist, wie leicht er sich über die Erde erhebt und zart luftig den Raum ergreift, ohne ihn auszufüllen. Die dreizählig befiederten Blätter stehen wechselständig. An diesen Blättern kann man erkennen, dass es sich um eine Kleeart handelt. Die gelben Blüten sind zu langen Trauben angeordnet. Sie duften süß, nach dem reichlichen Nektar, mit dem sie gefüllt sind. Doch erst nach der Ernte, beim Trocknen, entfaltet der Honigklee seinen ganz starken Duft. Denn erst dann wird das Cumarin frei. So ist es auch beim Waldmeister, der erst nach dem Verwelken beginnt zu duften. Es gibt übrigens auch einen weißen Honigklee, der außer der Blütenfarbe genau so aussieht, wie der gelbe Honigklee und auch so duftet, weil er genau so viel Cumarin enthält. Doch er hat weniger Flavonoide als der gelbe Honigklee, da-rum wird er in der Heilkunde nicht verwendet.

Gänsefingerkraut
Wo das Gänsefingerkraut wächst, wuchert es meistens über eine recht große Fläche, weil es sich mit seinen Ausläufern sehr gut verbreiten kann. Das Gänsefingerkraut liebt gutgedüngte verdichtete Böden, weshalb es häufig an Wegrändern von Acker- und Weidenflächen anzutreffen ist. In der Heilkunde wird es vorwiegend gegen Krämpfe aller Art eingesetzt und zwar besonders gern in Milch abgekocht. Außerdem kann man die Blätter und Wurzeln des Gänsefingerkrautes als Wildgemüse kochen.
Das Gänsefingerkraut ist ein häufiger Begleiter auf unseren Wiesen oder Uferrändern. Das zu den Rosengewächsen gehörende Wildkraut Die auch als Anserine bezeichnete Pflanze ist eine bedeutende Heilpflanze. Sie wird vorwiegend bei Magen- und Darmerkrankungen sowie bei krampfhaften Menstruationsbeschwerden verwendet. Die Heilwirkung der Pflanze beruht vor allem auf den enthaltenden Gerbstoffen und Flavonoiden. Das Gänsefingerkraut kann jedoch auch in der Küche als Gemüse oder Blattkraut verwendet werden.
 
Steckbrief
Heilwirkung: adstringierend, antibakteriell, beruhigend, blutstillend, entspannend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, Asthma, Keuchhusten, Halsentzündung, Entzündungen der Mundhöhle, Durchfall, Magen- und Darmschleimhautentzündungen, Magenkrämpfe, Darmkrämpfe, Koliken bei Säuglingen, Hämorrhoiden, Angina pectoris, Schmerzhafte Periode, Menstruationsbeschwerden, Weißfluss, Epilepsie, Krämpfe, Wadenkrämpfe, Wundheilung, Entzündete Wunden, Pickel, Furunkel, Sonnenbrand
wissenschaftlicher Name: Potentilla anserina, Argentina vulgaris, Fragaria anse-rina
Pflanzenfamilie: Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name: Silverweed
volkstümlicher Name: Anserine, Dreckkraut, Echtes Gänsekraut, Fingerkraut, Gänserich, Ganspratzen, Handblatt, Krampfkraut, Martinshand, Maukenkraut, Säukraut, Sauringel, Silberkraut, Stierlichrut, Wiederrick
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Kraut, Wurzeln
Inhaltsstoffe: Bitterstoff, Gerbstoffe, Gerbsäure, Flavone, Harzbitterstoffe, Glykoside, Krampflösender Stoff
Sammelzeit: Mai – August
 
Anwendung
Phytotherapie
Das Gänsefingerkraut ist in den Kräuterschriften der Antike nicht zu finden. Das liegt wohl daran, dass es keine typische Mittelmeerpflanze ist, sondern seine Heimat in Mittel- und Nordeuropa hat. Im 15. Jahrhundert n. Chr. wird das Gänsefingerkraut in einem Kräuterbuch von Peter Schöffer erwähnt. In der germanischen Heilkunde wird das Gänsefingerkraut wahrscheinlich schon sehr lange verwendet, worauf auch die Anwendung in Milch hindeutet, die bei den Germanen sehr beliebt war. Es ist hilfreich bei Durchfall, Blutungen und Entzündungen der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches. Die Volksmedizin setzt das Krampfkraut generell bei krampfartigen Beschwerden, auch der quergestreiften Muskulatur (z. B. Wadenkrämpfe), ein. Wissenschaftlich anerkannt ist inzwischen die innerliche Anwendung von Gänsefingerkraut zur unterstützenden Behandlung von unspezifischen Durchfallerkrankungen mit krampfartigen Beschwerden, anderen Bauch- und Unterleibsschmerzen mit Krämpfen und bei Menstruationsbeschwerden. Traditionell werden der Droge krampfstillende Eigenschaften zugeschrieben, so dass sie häufig, auch in Fertigpräparaten, bei schmerzhafte Monatsblutungen eingesetzt wird. Diese Wirkung ist umstritten, sie konnte bisher nicht ausreichend belegt werden; ein entsprechender Inhaltsstoff dafür wurde auch nicht gefunden. Gesammelt und getrocknet zu Heilzwecken verwendet werden die Blätter während der Blütezeit von Mai bis August. Für einen Tee übergießt man zwei Teelöffel getrocknetes Kraut mit 250ml kochendem Wasser und lässt den Aufguss 10–15 Minuten ziehen. Die Volksmedizin kennt auch das Kauen der Wurzel, beispielsweise bei Zahnfleischentzündung. Trockenextrakt aus Gänsefingerkraut ist heute in standardisierten Arzneien wie Dragées und Teemischungen in der Apotheke erhältlich.
Krampflösend
Die Hauptwirkung des Gänsefingerkrautes ist das Lösen von Krampfzuständen, vor allem im Bereich der glatten Muskulatur, also bei allen unwillkürlich arbeitenden Muskeln, wie Verdauungsorgane, Gebärmutter usw. Daher kann man es überall dort einsetzen, wo sich etwas verkrampft, beispielsweise Darmkrämpfe, Periodenkrämpfe, aber auch Wadenkrämpfe und krampfartiger Husten. Auch verkrampfte Blutgefäße entkrampfen sich durch Gänsefingerkraut, weshalb man es gegen Angina Pectoris versuchen kann.
Entzündungshemmend und schmerzstillend
Außerdem wirkt das Gänsefingerkraut beruhigend, entzündungshemmend und schmerzstillend, was seine Einsatzmöglichkeiten noch mehr erweitert. Man kann es beispielsweise gegen Halsentzündungen und Magenschleimhautentzündungen verwenden. Reizmagen-Beschwerden können jedoch seltsamerweise verstärkt werden.
Tee
Für all diese Einsatzzwecke kann man das Gänsefingerkraut als Tee trinken. Dazu macht man einen Aufguss mit einem Teelöffel Gänsefingerkraut pro Tasse. Auch für Mischtees eignet sich das Gänsefingerkraut.
Gänsefingerkrautmilch
Mit Gänsefingerkraut kann man auch einen Milchaufguss zubereiten und bei oben genannte Beschwerden verwenden. Dazu wird das Kraut des Gänsefingerkrautes mit sehr heißer Milch übergossen und heiß getrunken. Möglicherweise können sich in der Milch manche Inhaltsstoffe besser lösen als in wässrigem Tee, denn Milch enthält außer Wasser auch Fett, in dem sich die fettlöslichen Substanzen lösen können. Schon Pfarrer Kneipp schwor auf Gänsefingerkrautmilch.
Wurzel kauen
Bei Zahnfleischentzündung wird in der Volksheilkunde die Wurzel des Gänsefingerkrautes gekaut.
Äußerlich
Als Waschung, Umschlag oder Teilbad kann man Gänsefingerkrauttee auch zur Behandlung von entzündeten Wunden verwenden. Er hilft auch bei Furunkel und Sonnenbrand. Als Sitzbad kann man das Gänsefingerkraut gegen Ausfluss bei Frauen einsetzen.
Gänsefingerkraut als Heilkraut
Gänsefingerkraut hat eine lange Tradition als Heilpflanze. Sie wurde und wird in der Naturheilkunde vorrangig als Gerbstoffdroge genutzt. Ihr hauptsächliches Einsatzgebiet ist die Behandlung bzw. Linderung von Magen- und Darmbeschwerden bzw. von Verdauungsbeschwerden.
Im Mittelalter sowie in der frühen Neuzeit wurde das Gänsefingerkraut vermutlich häufig eingesetzt. Die zu jener Zeit als Gänserich oder Anserine bekannte Pflanze wurde jedoch anders verwendet als in der heutigen Zeit. Im Kräuterbuch von P. A. Mattioli wurde das Kraut u.a. bei Menstruationsbeschwerden verwendet.
Nebenwirkungen
Bei normaler Dosierung sind nur selten Nebenwirkungen zu erwarten. Selten können, aufgrund des hohen Gerbstoffgehalts, Magenbeschwerden auftreten. Vor allem Menschen mit Reizmagen können hiervon betroffen sein. Sollten Beschwerden auftreten, ist ein Absetzen des Heilkrauts oder die Konsultation eines Arztes oder Apothekers empfehlenswert.
Heilkräftige Pflanzenteile
Man sammelt das blühende Kraut oder die Blätter allein zur Blütezeit oder die Wurzeln im Frühjahr (März, April) oder Herbst (Oktober). Der pharmakologische Name lautetet auch herba bzw. Radix Anserinae. Die Trocknung aller Pflanzenteile geschieht im Schatten.
Heil- und Wirkstoffe
Neben dem hohen Gerbstoffgehalt und dem Tormentol sind die übrigen Heil- und Wirkstoffe in der gleichen Weise vorhanden wie bei der Tormentillwurzel.
Heilwirkung
Als Heilpflanze des deutschen Sprachraumes finden wir das Gänsefingerkraut nicht in der Literatur des Altertums, sondern erstmalig in dem schönen Kräuterbuch „Gart der gesundheit“ von Peter Schöffer, herausgegeben 1485 zu Mainz.
Als Verwandte der Tormentillwurzel heilt die Pflanze in der gleichen Art alle dort aufgezählten Krankheiten und Beschwerden. Sie wirkt ausgesprochen krampflösend, nicht nur im Magen-Darmkanal, auch Muskelkrämpfe aller Art, Wadenkrämpfe, krampfartige Hustenkrämpfe werden geheilt, selbst krampfartige Herzbeklemmungen klingen ab (Dr. Madaus). Bei letzteren Beschwerden wird ein Mischtee aus Gänsefingerkraut, Melissenblättern und Kamillenblüten, zu gleichen Teilen gemischt, empfohlen, 1 Teelöffel der Mischung im Aufguss, mit Honig gesüßt, 2-3 Tassen am Tage schluckweise getrunken.
Bei krampfartigen Nervenleiden (auch epileptischer Art) kann eine Teemischung von Gänsefingerkraut, Rosmarin und Baldrianwurzeln, in der gleichen Weise bereitet, wohltuende Hilfe bringen.
Anwendung in der Volksheilkunde
Die Volksheilkunde hält große Stücke vom Gänsefinger-kraut und verwendet den Tee aus dem getrockneten Kraut, mit oder ohne Wurzel, als Aufguss bereitet, gegen Unterleibskrämpfe der Frauen, Menstruationsbeschwerden, Weißfluss, Muskel- und Wadenkrämkpfe.
Das Gänsefingerkraut ohne Wurzel wird auch mit sehr heißer Milch überbrüht und diese sehr heiß getrunken. Diesen Heiltrunk hat Kräuterpfarrer Kneipp vielfach erprobt und gegen die gleichen obgenannten Leiden empfohlen.
Anwendung in der Homöopathie
Die homöopathische Essenz wird mit Erfolg gegen Darm- und Herzkrämpfe angewendet. Auch Wadenkrämpfe werden homöopathisch behandelt durch innerliches Einnehmen und durch feuchte Umschläge.
Anwendung in der Tiermedizin
Das Gänsefingerkraut wird vielfach bei Koliken der Haustiere als Heiltrank eingegeben, gegen die Mauke (eine Pferdekrankheit), ferner bei krankhaftem Nachlassen des Wiederkäuens, um diese anzuregen. Gänsefingerkraut ist schließlich ein bewährtes Mittel gegen die Unfruchtbarkeit der Stiere.
Das Gänsefingerkraut ist auch eine beliebte Heilpflanze in der Tierheilkunde. Es wird gegen Koliken gegeben und bei Problemen mit dem Wiederkäuen. Stiere sollen angeblich durch Gänsefingerkraut fruchtbarer werden.
Gänsefingerkraut in der Küche
Alle Pflanzenteile des Gänsefingerkrauts sind grundsätzlich essbar und können auch in der Küche verwendet werden. Verwendung finden vor allem folgende Bestandteile: Wurzeln als Gemüse, Blätter als Blattgemüse oder mildes Gewürzkraut
In der Vergangenheit wurden Fingerkrautwurzeln oft als Gemüse verwendet. Heute nutzen sie meist nur noch Wildkräuterliebhaber, was eigentlich schade ist. Durch richtige Zubereitung lassen sie sich jedoch ähnlich verwenden wie in Petersilienwurzeln, die einen ebenso leicht möhrenartigen und dezent nussigen Geschmack aufweisen. In feine Scheibchen geschnitten, gewürfelt oder geraspelt lassen sich die Wurzeln in Aufläufen, Gemüsepfannen, Eintöpfen und als Grillgemüse verarbeiten. Gut kombinierbar sind Gänsefingerkrautwurzeln mit Spinat oder Mangold.
Zu Notzeiten wurden die Wurzeln auch getrocknet und zu Mehl verarbeitet. Das Mehl selbst wurde als Brotersatz genutzt.
Die feingliedrigen Gänsefingerkrautblätter können verschiedenartig verwendet werden. Meist werden sie im Frühjahr als Zutat für Smoothies oder für Salate verwendet. Fein gehackt lassen sich die Blätter auch in Kräuterquarks, Kräuterbuttern oder Kräuterkäse einarbeiten. Die Blätter selbst haben einen eher milden, leicht säuerlichen Geschmack. Als reines Gewürzkraut lassen sich die Blätter z.B. in Gemüsesuppen zwar verarbeiten. Allerdings sollten diese erst zum Schluss und sparsam beigefügt werden. Bereits wenige Blätter können ein recht intensives Aroma hinterlassen.
 
Geschichtliches
Das Gänserfingerkraut ist in den Kräuterschriften der Antike nicht zu finden. Das liegt wohl daran, dass es keine typische Mittelmeerpflanze ist, sondern seine Heimat in Mittel- und Nordeuropa hat. Erst im 15. Jahrhundert n.Chr. wird das Gänsefingerkraut in einem Kräuterbuch von Peter Schöffer erwähnt. In der germanischen Heilkunde wird das Gänsefingerkraut wahrscheinlich schon sehr lange verwendet, worauf auch die Anwendung in Milch hindeutet, die bei den Germanen sehr beliebt war. Im Volksglauben gibt es die Tradition die Wurzel des Gänsefingerkrautes am Johannistag vor Sonnenaufgang auszugraben. Mithilfe eines Amulettes, das man aus dieser Wurzel herstellt, sollte man in der Lage sein, die Liebe der Menschen zu erringen.
 
Pflanzenbeschreibung
Das Gänsefingerkraut ist eine kriechende, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von nur 10 bis 20 Zentimetern erreicht. Sie bildet ein bis zu 20 Zentimeter langes Rhizomaus. Aus den Blattachseln sprießen bis zu 80 Zentimeter lange, kriechende Ausläufer, die an den Knoten Blattrosetten tragen und Wurzeln treiben. Die gestielten Grundblätter sind unterbrochen gefiedert und 7- bis 21-zählig. Die Blättchen sind auf der Oberseite spärlich behaart, auf der Unterseite silbrig seidenhaarig. Die Blütezeit reicht von Mai bis September. Die einzeln an langen Stielen stehenden, radiärsymmetrischen und zwittrigen Blüten weisen einen Durchmesser von 1,5 bis 2 Zentimeter auf. Die leuchtend gelben Kronblätter sind nicht ausgerandet. Je Blüte entstehen zahlreiche einsamige Nüsschen, die sich bei der Reife vom kegeligen Blütenboden ablösen.
Das Gänsefingerkraut ist in Europa bis in den Norden hinein heimisch. Es kommt überall auf der Nordhalbkugel vor. Es wächst bevorzugt auf nahrhaftem Boden, der verdichtet ist. Darum ist das Gänsefingerkraut auch auf Gänseangern sehr verbreitet, denn durch die Ausscheidungen der Gänse ist der Boden gut gedüngt und mit ihren breiten Füssen treten sie den Boden so platt, dass er verdichtet ist. Aber auch an Wegrändern, neben Feldern und auf grasigen Waldplätzen wächst die trittfeste Pflanze gerne. Im Gegensatz zu anderen Fingerkräutern hat das Gänsefingerkraut nicht nur fünf Blätter-Lappen, sondern Blätter mit sieben bis über zwanzig Lappen. Die Blätter wachsen rosettenartig aus dem Boden. Ihre Ränder sind gesägt. Auf der Oberseite sind die Blätter glänzend grün und vereinzelt haarig. Unten sind die Blätter silbrig und behaart. Aus den Rosetten treiben bis zu ein Meter lange Ausläufer aus, die an Knotenpunkten neue Blätter und zusätzliche Wurzeln treiben. Durch diese Ausläufer verbreitet sich das Gänsefingerkraut recht zügig. Auf diese Weise bilden sich oft dichte Teppiche aus Gänsefingerkraut. An den Knotenpunkten wachsen auch die gelben Blüten, die fünf Blütenblätter haben. Nachts schließen sich die Blüten, bei Regen schließen sie sich zur Hälfte.
Botanik
Das Gänsefingerkraut hat nicht wie die anderen Arten gefingerte, sondern unterbrochene gefiederte Blätter, die eine grundständige Rosette bliden.
Utnterseits sind die Blätter mit silber-grauen haaren bedeckt. Der Stängel läuft am Boden wie ein Ausläufer dahin, wird bis 40cm lang, von dem sich in Abständen die Blätter und langgestielten Blüten erheben.
Die Blüten bestehen aus 5 Außenkelch-, 5 Kelch- und 5 gold-gelben Kronblättern mit 15-20 Staubgefäßen. Die Blüten schließen sich nachts ganz, bei Regen nur halb zu.
Der Geruch ist eigenartig, der Geschmack der ganzen Pflanze ist bitter, schleimig.
Blütezeit
Mai bis Juli
Standort
Das Gänsefingerkraut bevorzugt Wiesen, grasige Waldplätze, Gräben, Wegränder, Dorfanger und Triften mit feuchtem, tonigem Untergrund. Es gedeiht bis in den hohen Norden. In Gärten gepflanzt, eignet sie sich nicht als Heilpflanzen.
   
Anbau, Aussaat und Pflege
Einige Gärtner dürften das Gänsefiingerkraut bereits als Rasenunkraut kennen. Die kleine Pflanze mit ihren auffallenden gelben Blüten lässt sich jedoch auch sehr gut ins Beet oder als Topfkultur anbauen. Wer wenig Erfahrung im Gärtnern hat, ist mit dem Anpflanzen von fertigen Jungpflanzen gut beraten.
Standort
Bevorzugte Standorte der Gänsefingerkräuter sind halbsonnige Lagen. Sonnige wie vollsonnige Standorte werden meist problemlos toliert. Die Pflanze benötigt vor allem nährstoffreiche, feuchte und eher dichte Böden mit hohen Lehm- oder Tonanteilen. Verfügen Boden oder Erde hohe Sandanteile können diese mit Bentonit etwas verdichtet werden.
Aussaat
Eine Aufzucht von Gänsefingerkraut aus Samen ist nicht unbedingt etwas für Anfänger. Damit die Samen keimen, wird ein bestimmter Temperaturbereich benötigt, der vor allem im Spätsommer bzw. Frühherbst erreicht wird. Der optimale Zeitraum für die Aussaat im Freiland sind daher die Monate September bis Oktober. Es ist auch möglich, die Saatgut als Vorkultur anzulegen. Hierzu sind die Monate Januar bis März geeignet. Die Jungpflanzen werden dann ab Mitte Mai nach den Eisheiligen ins Freiland oder in entsprechende Töpfe auf dem Balkon verpflanzt. Die Pflanze bzw. die Samen sind Lichtkeimer und sollten daher maximal 1 Zentimeter tief in die Erde eingearbeitet werden. Die Keimdauer kann zwischen 10 und 21 Tagen dauern
Ein Anbau des Krauts auf dem Balkon ist grundsätzlich möglich. Es sollten jedoch eher breitere Töpfe gewählt werden, da die Pflanze gern seitlich wurzelt.
Dünger
Im Freiland kommt das Gänsefingerkraut meist ohne zusätzliche Düngergaben aus, insofern die Pflanze im nährstoffreichen Boden wächst. Bei eher kargen Böden wird empfohlen, kurz vor der Blütezeit, eine kleine Menge organischen bis organischmineralischen Universaldünger zu verabreichen. Topfkulturen können, je nach Bedarf, alle vier bis sechs Wochen zusätzlich gedüngt werden. Verblassen die Blätter vom Rande her, sollte ein Flüssigdünger verwendet werden, um Nährstoffdefizite schnell auszugleichen.
Gießen
Gänsefingerkraut toleriert als eine von nur wenigen Pflanzen staunasse Böden. Grundsätzlich hat das Kraut einen moderaten Wasserbedarf und sollte entsprechend regelmäßig mit Wasser versorgt werden. Längere Trockenphasen sollten nach Möglichkeit vermieden werden, da dies zu Stress führt und die Pflanze krankheitsanfällig wird. Kürze Trockenphasen (drei bis vier Tage), auch mit sehr heißen Wetterlagen, verträgt das Fingerkraut meist problemlos.
Krankheiten und Schädlinge
Die Pflanze gilt grundsätzlich als sehr robust und wird nur selten von Schädlingen befallen. Viele Fraßfeinde meiden die hohen Gerbstoffgehalte der Pflanze. In seltenen Fällen kann sich Echter Mehltau auf der Pflanze ausbreiten. Die Wahrscheinlichkeit steigt vor allem dann, wenn die Pflanze längere Zeit trockene und warme Bedingungen zu meistern hat.
Überwinterung
Potentilla anserina ist eine winterharte Pflanze, so dass keine Maßnahme getroffen werden müssen. Die Blätter fallen zum Ende der Vegetationsperiode ab und treiben im Frühjahr neu aus.
 
Sammeltipps
Vom blühenden Kraut sammelt man die Blätter oder das ganze Kraut samt Blüten und Trieben. Das Sammelgut wird zügig im Schatten an luftiger Stelle getrocknet. Im Frühjahr oder Herbst kann man auch die Wurzeln des Gänsefingerkrautes sammeln.
Ernte
Sollte die Pflanze für Heil- oder Genusszwecke verwendet werden, so liegt die Hauptsammelzeit für die Blätter zwischen Mai und August. Falls die Wurzeln zubereitet werden sollen, empfiehlt sich das Ernten dieser ab September.

Bachblüten
Menschen, die das Machtspiel nicht mitspielen wollen, werden ignoriert (Vine)
Bei den Menschen, die deren Machtspiel nicht mitspielen wollen, werden von diesen einfach ignoriert
Hier können sie dies abstellen mit dem Machtspiel
Bachblüten
Im Extremfällen verursacht man sogar, die gute Stimmung und den Optimismus anderen herunterzuziehen (Willow)
Bei diesen ist es im Extremfall, verursachen sie, die gute Stimmung und den Optimismus ihrer Mitmenschen herunter zu ziehen
Mit der Blüte können sie dies abstellen
Die Bedeutung des Getreides
Jahrtausende hindurch stand das Getreide im Mittelpunkt der menschlichen Ernährung.
Unsere Ernährung sollte zu einem großen Teil aus Getreide bestehen oder es ein sehr ausgewogenen Lebensmittel ist ernährungsphysiologisch ist Vollkorngetreide wesentlich gesünder als Weißmehl. Besser verträglich ist Vollkorn, wenn es gekocht, eventuell eingeweicht oder feingeschroteten/gemahlen wird.
Ernährungsphysiologische Bedeutung des Getreides
Reichlich Getreideprodukte essen wie Brot, Nudeln, Reis oder Getreideflocken und am besten aus dem vollen Korn, so sagt es die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in ihren "10 Regeln". Denn diese Lebensmittel enthalten kaum Fett, aber reichlich Stärke, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente sowie Ballaststoffe. Aus diesem Grund stehen Getreide und Getreideprodukte gemeinsam mit Kartoffeln in der ersten Gruppe des Ernährungskreises und nehmen circa ein Viertel des Kreises ein.
Getreide enthält je nach Art zwischen zehn und 16 Prozent Eiweiß und nur ein bis sieben Prozent Fett.
Hauptbestandteil des Getreides ist mit über 60% die Stärke, ein komplexes Kohlenhydrat. Stärke, vor allem aus Vollkornprodukten, wird langsam abgebaut und die Einzelbausteine der Stärke gelangen nur allmählich ins Blut und bewirken damit einen flachen Anstieg des Blutzuckers. Infolge dessen wird weniger Insulin auf einmal benötigt. Der langsame Stärkeabbau bewirkt eine gleichmäßige Versorgung mit Energie, was sich positiv auf das Leistungsvermögen und die Sättigung auswirkt.
Im vollen Korn sind rund zehn Prozent Ballaststoffe enthalten, die unsere Verdauung regeln und unserem Körper ein gutes Sättigungsgefühl geben.
Außerdem enthält Getreide Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Eisen sowie B-Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe, insbesondere Phytoöstrogene, Proteaseinhibitoren, Saponine und Phytinsäure.
Die folgende Tabelle zeigt die Nährwerte verschiedener Getreidearten Weizen, Roggen, Hafer, Dinkel (Grünkern) im einzelnen.

Zurück zum Seiteninhalt