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EISENHUTBLÄTTRIGER HAHNENFUSS
Der Eisenhutblättrige Hahnenfuß ist ein Bewohner der Gebirge von Mittel und Südeuropa. Er liebt besonders die feuchten Stellen der Höhenlagen wie Quellen und Bachläufe. Die weißen Blüten erinnern an Erdbeerblüten und die Blätter an den Eisenhut. Als Hahnenfußgewächs ist die Pflanze giftig, wenn auch nicht so stark wie andere Mitglieder dieser Familie. Man glaubte früher, dass der Eisenhutblättrige Hahnenfuß Silbervorkommen anzeigt, daher auch der Name Silberhahnenfuß. In der Volksheilkunde wurde der Eisenhutblättrige Hahnenfuß gegen Rheuma, Gicht und Hauterkrankungen eingesetzt, er spielt heute in der Pflanzenheilkunde keine Rolle mehr. Der Eisenhutblättrige Hahnenfuß, auch Sturmhutblättriger Hahnenfuß oder Eisenhut-Hahnenfuß genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Hahnenfußgewächse. Er ist in den Gebirgen Europas verbreitet.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Rheuma
Heilwirkung: abführend, blasenziehend, wurmabtreibend
Anwendungsbereiche: Abführmittel, Gicht, Hauterkrankungen, Rheuma, Wurmmittel
wissenschaftlicher Name: Ranunculus aconitifolius L.
Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse = Ranunculaceae
englischer Name: Aconite-leaved Buttercup
volkstümlicher Name: Eisenhutblättriger Hahnenfuß, Silberhahnenfuß
Verwendete Pflanzenteile: oberirdisches Kraut
Inhaltsstoffe: Anemonin, Gerbstoffe, Protoenemonin, Saponine, Tannine
Sammelzeit: März-September
Nebenwirkungen: Vergiftung, Hautreizungen
 
Anwendung
Wichtig: Nicht innerlich anwenden, Anleitung nur aus historischen Gründen.
Innerlich
Die frische Pflanze wird in Milch gekocht und als Wurmmittel und Abführmittel eingesetzt. (Nicht anwenden!)
Äußerlich
Zerkleinerte frische Pflanzenteile als Mittel gegen Rheuma, Gicht und Hautkrankheiten. Die Haut wird stark gereizt und es bilden sich Blasen. (Nicht anwenden!)
Der frische Saft wird als Warzenmittel direkt auf Warzen getupft.
 
Geschichtliches
In der Volksheilkunde wurde kein Unterschied in der Nutzung der verschiedenen Hahnenfußarten gemacht. Der Namen Silberhahnenfuß hat der Eisenhutblättrige Hahnenfuß, weil er nur auf Standorten wachsen soll, an denen Silber zu finden ist. Zwar findet sich die Pflanze oft in Gegenden mit Silber (z.B. Schwarzwald), aber ein zuverlässiger Silberanzeiger ist der Silberhahnenfuß leider nicht.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Eisenhutblättrige Hahnenfuß ist in den Gebirgen von Mittel- und Südeuropa heimisch. Er bevorzugt feuchte Hochstaudenfluren, Bäche und Quellen. Er ist in den Alpen bis 2700m zu finden. Die mehrjährige(?) Pflanze wird zwischen 15 und 60 Zentimeter hoch. Die Blätter sind tief eingeschnitten und glänzend und sehen den Blättern des blauen Eisenhutes sehr ähnlich. Die weißen Blüten erscheinen zwischen Mai und Juli, der Durchmesser beträgt 10 - 20 mm. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen.
Der Eisenhutblättrige Hahnenfuß wächst als sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 50 (100) Zentimeter. Der Stängel besitzt gespreizte Verzweigungen. Die Laubblätter sind grundständig und wechselständig am Stängel verteilt angeordnet. Die Blattspreite ist mehr oder weniger tief handförmig gelappt bis gefingert. Die Mittellappen der Grundblätter sind in ein kurzes Stielchen verschmälert. Die Abschnitte der Stängelblätter sind ziemlich breit und bis zur Spitze gesägt.
Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. Die Blütenstiele sind während der Anthese flaumig und ein- bis dreimal so lang wie ihre Deckblätter. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch. Die fünf Kronblätter sind rein weiß. Die vielen Staubblätter und die freien Fruchtblätter sind etwa gleich lang.
Die reifen Nüsschen sind 2 bis 3 Millimeter lang und etwa 2 Millimeter breit.
 
Anbautipps
Der Anbau ist schwierig, in tiefen Lagen wächst die Pflanze schlecht. Die Pflanze mag feuchten Boden und Halbschatten und fließendes Wasser. In feuchtnasse Töpfe säen und bei einer Größe von etwa 5 cm an den gewünschten Standort setzen.

Sammeltipps
Die oberirdischen Pflanzenteile werden gesammelt und frisch verwendet. Wenn die Pflanze trocknet, verlieren sich einige der gewünschten Inhaltsstoffe.

WEIDE
Die Weide ist ein verbreiteter Baum oder Strauch, der bevorzugt an Gewässern wächst. Der Hauptwirkstoff der Weide ist Salicin, das auch heute noch in synthetischer Form im verbreiteten Schmerzmittel Aspirin Anwendung findet. Früher als es noch keine Schmerztabletten gab, haben die Menschen Weidenrindentee getrunken, wenn sie Fieber oder Schmerzen hatten. Die Weiden sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Weidengewächse und umfassen etwa 450 Arten. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über alle Teile der nördlichen gemäßigten Zone bis zur Arktis; einige wenige Arten sind auch in den Tropen und der südlichen gemäßigten Zone heimisch.
 
Steckbrief
Heilwirkung: entzündungshemmend, harntreibend, schmerzstillend, schweißtreibend, Erkältungen, Grippale Infekte, Fieber, Rheuma, Gicht, Blasenentzündung, Migräne, Kopfschmerzen, Neuralgische Schmerzen, Verhornte Haut, Hühnerauge, Warzen
wissenschaftlicher Name: Salix alba
Pflanzenfamilie: Weidengewächse = Salicaceae
englischer Name: Willow
volkstümlicher Name: Felbern, Katzenstrauch, Korbweide, Maiholz, Weih-buschen
Verwendete Pflanzenteile: Rinde und Blätter
Inhaltsstoffe: Glykosid Salicin, Salizylsäure, Gerbstoffe, Gerbsäure
Sammelzeit: Rinde, Blätter: Frühjahr
 
Anwendung
Weide kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden. Die häufigste Art, Weide anzuwenden ist als Weidenrindentee.
Tee
Für einen Weidentee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Weidenrinde mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend absehen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich.
Tinktur
Um eine Weidetinktur selbst herzustellen, übergießt man Weidenrinde in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis dreimal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Innerlich
Weide kann man innerlich, als Tee oder Tinktur bei Fieber und Schmerzen einsetzen. Außerdem hilft Weidenrinde bei rheumatische Erkrankungen und Entzündungsvorgänge.
Äußerlich
Äußerlich kann man Weidentee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Die Salizylsäure hat die Eigenschaft, harte Hautstellen aufzuweichen. Daher kann man Weidenrinde gegen Hornhaut und Hühneraugen anwenden. Auch bei Warzen kann man sie versuchen. Dazu muss man die Anwendung aber häufig wiederholen.
Bachblüte
Als Bachblüte Willow steht die Weide für die Selbstverantwortung.
Heilkunde und Medizin
Die Borke der Weiden kann getrocknet und als Tee aufgebrüht werden. Sie enthält Gerbstoffe, Phenolglykoside, Salicin und acylierte Salicinderivate (u. a. Salicortin, Fragilin, Populin). Vor allem das Salicin wird im Körper zu Salicylsäure umgewandelt, welches der Grundstoff von Medikamenten auf der Basis von Acetylsalicylsäure (ASS) ist. Salicylsäure wirkt fiebersenkend, schmerzlindernd und antirheumatisch. Die Wirkung der Weidenborke (auch: Weidenrinde) ist aber stärker, als es dem Salicingehalt entspricht, daher werden synergistische (unterstützende) Wirkungen der sonstigen Inhaltsstoffe (v. a. der Flavonoide) vermutet. Das Weidenlaub wurde im Mittelalter als harntreibendes Mittel eingesetzt.
Heilkräftige Pflanzenteile
Seit altersher gilt die Rinde als sehr heilkräftig. In der Volksheilkunde werden auch die Blätter angewendet. Die Weidenrinde wird im Frühjahr von den Ästen durch Abschaben geerntet. Die im Schatten getrockneten Rindenstücke werden zerkleinert und in dunkeln Gläsern aufbewahrt.
Heil- und Wirkstoffe
Als Hauptwirkstoffe finden wir in der Weidenrinde das Salizin und Gerbstoff. Daneben ist auch Populin nachzuweisen, das dem Salizin verwandt ist und auch eine ähnliche Wirkung auslöst. Das Salizin ist chemisch gesehen ein Phenolglykosid, das bereits in der Pflanze durch Enzym in Salizylalkohol und Zucker gespalten wird. Im Körper entsteht durch Oxydation die Salizylsäure, die als das eigentliche Heilmittel anzusprechen ist. Die Salizylsäure wird heute fast ausschließlich synthetisch hergestellt und wurde die einst so hoch geschätzte Weidenrinde durch chemische Salizylsäurepräparate verdrängt.
Heilwirkung
Bereits Hippokrates und Plinius haben die Weidenrinde als Fiebermittel angewendet. Die Heilige Hildegard schätzte sie als eine Standardarznei und in den berühmten Kräuterbüchern der nachfolgenden Jahrhunderte wird immer wieder die Weidenrinde in vielfach heilender Wirkung gepriesen. Die Schulmedizin anerkannte lange die Erfahrungen mit dieser Heilpflanze und erst die chemische Herstellung ihrer Wirkstoffe hatte die Streichung aus dem Deutschen Arzneibuch (DAB) zur Folge. Im Ergänzungsband zum Deutschen Arzneibuch wird sie wieder genannt.
Die Weidenrinde wirkt in erster Linie fieberherabsetzend und zusammenziehend. Auch eine schweiß- und harntreibende, wie auch schmerzstillende Heilwirkung ist erwiesen. Weidenrinde wird daher mit bestem Erfolg angewendet bei fieberhaften Erkrankungen mit oder ohne Schmerzen, bei Blutungen, Bluthusten, Blutspucken sowie bei Lungen- und Nierenblutungen.
Die harntreibende Wirkung bewirkt eine erhöhte Harnsäureausscheidung, wodurch gichtisch-arthritische Erkrankungen sehr günstig beeinflusst werden. Die gleichzeitige schweißtreibende Wirkung erhöht die Ausscheidung aller Giftstoffe. Weidenrindentee ist bei Rheuma, besonders bei Gelenkrheumatismus und allen gichtischen Erscheinungen sehr zu empfehlen. Die keimtötende und zugleich schmerzstillende Heilwirkung wird sich sehr günstig bei allen katarrhalischen Zuständen des Magens und des Darmes auswirken. Diarrhöen, Darmkoliken, Magen- und Darmverschleimung werden ausgeheilt, die Giftstoffe in Magen und Darm durch bakterielle Zersetzungen ausgelöst, werden abgeleitet, im ganzen Körper tritt eine Verbesserung der Säfteverhältnisse ein.
Äußerlich dient der Weidenrindenabsud zur Behandlung von Wunden, Geschwüren und Ausschlägen, er ist ein sehr gutes Gurgelmittel bei Zahnfleisch- und Mandelentzündung. Bei Fußschweiß soll man regelmäßige Fußbäder mit Weidenrindenabsud machen. Warm-feuchte Umschläge bei entzündete Nervenknoten, Trigeminusneuralgie und bei offenen brandigen Geschwüren sind sehr zu empfehlen.
Zur Herstellung von Weidenrindentee läßt man 1 gehäuften Teelöffel fein zerkleinerte Rinde in 2 Tassen kaltem Wasser durch 2-3 Stunden ziehen und kocht anschließend einmal rasch auf. Man trinke unter Tags 2 Tassen, schluckweise, zuckerlos.
TEEMISCHUNGEN: Als Fiebertee mische man Weidenrinde mit Enzianwurzel zu gleichen Teilen. 1 Teelöffel der Mischung für 1 Tasse im Aufguß, mindestens 5 Minuten ziehen lassen und nach Bedarf 1-2 Tassen schluckweise trinken.
Rheuma- und Gichttee: Weidenrinde mische man zu gleichen Teilen mit Birkenblättern, 1 Teelöffel der Mischung für 1 Tasse im Aufguß, 5 Minuten ziehen lassen, 2-3 Tassen nach Bedarf am Tage schluckweise trinken. Dieser Tee kann mit Erfolg mit Honig etwas gesüßt werden.
Bei offenen, brandigen Geschwüren bestreue man diese mit einer Mischung von gepulverter Weidenrinde und Lindenkohle zu gleichen Teilen. Täglich abwaschen und neu bestreuen.
Anwendung in der Volksheilkunde
Ein Extrakt aus Weidenkätzchen wurde früher in der Volksheilkunde mit Erfolg gegen sexuelle Überregbarkeit, Schlaflosigkeit und Nervenschwäche (Neurasthenie) angewendet.
Bei Ohrenschmerzen soll man den frischen Saft der Weidenblätter auf einen Wattebausch träufeln und diesen in das Ohr einführen. Die Asche von Weidenrinde auf schlecht heilende Wunden gestreut, bewirke ein Abheilen dieser.
Weidenrindenabkochungen dem Badewasser in größeren Mengen beigegeben wird als Heilbad bei Gicht und Rheuma empfohlen.
Anwendung in der Tiermedizin
Weidenrindenabsud wird in der Tiermedizin vielfach zur Waschung und für Umschläge bei der Wundbehandlung angewendet. Weidenrindentee gibt man den Rindern und Pferden bei Koliken und inneren Blutungen ein.
 
Pflanzenbeschreibung
Es gibt sehr viele Weidenarten, von denen auch viele in Mitteleuropa heimisch sind. Weiden haben eine enge Verbindung zum Wasser, sie wachsen vor allem an Wasserläufen, feuchten Gräben und Feuchtwiesen. Je nach Art werden die Weidenbäume unterschiedlich hoch. Sie können zwischen drei und dreißig Meter groß werden. Junge Zweige von Weiden mit schmalen Blättern sind biegsam, so sehr, dass Körbe daraus geflochten werden. Der Stamm von älteren Weiden kann sehr rauh und gefurcht sein. Die Blätter sind an der Oberseite dunkelgrün und glänzend und an der Unterseite eher silbrig. Da Weiden zweihäusig sind, wachsen die männlichen und weiblichen Blüten immer auf unterschiedlichen Bäumen. Die Vermehrung der Weiden erfolgt durch Samen oder durch Weiden-Stöcke, die in die Erde gesteckt werden, denn die Weiden schlagen sehr leicht aus.
Botanik
Die blühenden Weiden sind das Symbol des nahenden Frühlings, der wiedererwachten Natur. Die Blüten, Kätzchen genannt, erscheinen vor den Blättern und sind zweihäusig, d.h. ein Strauch oder Baum trägt immer nur Blüten eines Geschlechtes, die größeren, eiförmigen männlichen Blüten, mit den schon von weitem erkennbaren gelben Staubbeuteln oder die walzenförmigen, schlanken, zumeist grau-grünen weiblichen Blüten. Die Blätter der Silberweide sind kurzgestielt, lanzettlich, lang und spitz, klein gesägt und an beiden Seiten silbergrau behaart. Die Bruchweide hat dagegen unbehaarte Blätter. Die größten Blätter hat die Salweide mit vielen Abarten in der Form und Behaarung. Alle Weiden kommen sowohl als Strauch als auch baumförmig vor. Der Geruch der Rinde ist schwach würzig, der Geschmack ist bitter und herb.
Blütezeit
März, in Gebirgslagen im April
Standort
Die Weiden bevorzugen feuchte Standorte wie die Uferränder von Teichen, entlang von Bächen und Flüssen, sie kommen aber auch an Waldrändern, auf Schlägen vor und werden gerne zur Abgrenzung von Weideflächen und Wiesen gepflanzt.
Die Weiden (von althochdeutsch wîda ‚die Biegsame‘) sind Laubgehölze: Bäume, -me, Sträucher und Zwergsträucher. Unter den Weidenarten gibt es bis 30 Meter hohe Bäume, aber auch Zwergsträucher, die nur 3 Zentimeter hoch werden. Die baumartig wachsenden Weidenarten sind in der Regel schnellwüchsig, aber auch relativ kurzlebig. Weiden bilden kräftige und stark verzweigte Wurzeln und festigen so das Erdreich. Weiden sind sehr ausschlagsfreudig. Deshalb wurden sie früher gern als Kopfweiden und heute bei der Anlage von Energiewäldern genutzt. Das gut trocknende Holz der Weiden ist weiß oder rötlich. Es ist biegsam, sehr leicht, zäh und faserig. Die Laubblätter der Weiden sind sehr unterschiedlich. Die Form reicht von beinahe kreisrund bis schmal und lanzettförmig. Bei vielen Arten sind die Blätter hellgrün, und an der Blattunterseite lässt sich – bis auf wenige Ausnahmen – immer eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Behaarung erkennen. Bei allen dreht sich das nächste Blatt um jeweils 144°, also 25 Umdrehungen; jedes fünfte schaut wieder in dieselbe Richtung.
Weiden sind zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Eine Ausnahme bildet lediglich die Trauerweide, bei der gelegentlich weibliche Blüten in den männlichen Kätzchen vorkommen. Die zu flaumigen Kätzchen versammelten Blüten sind bei manchen Weidenarten besonders auffällig und erscheinen schon vor oder gleichzeitig mit den neuen Blättern. Es lassen sich zwei verschieden geformte Kätzchen beobachten: dicke, eiförmige, welche die männlichen Staubbeutel enthalten und walzenförmige, grünlich gefärbte, die die weiblichen Narben tragen. Sowohl die männlichen als auch die weiblichen Kätzchen haben am Grunde jeder Einzelblüte zwei Nektardrüsen.

BACHBLÜTE CHESTNUT BUD
Man wirkt auf andere sorglos bis naiv                   
Sie wirken auf ihre Mitmenschen sorglos bis naiv
Hier kann die Bachblüte helfen, dass sie auf ihre Mitmenschen nicht mehr sorglos und naiv wirken
BACHBLÜTE CHICORY
Ich bin enttäuscht, wenn ich keinen Dank erhalte
Diese Menschen sind enttäuscht, wenn ihnen keiner dankt
Mit der Bachblüte können sie diese Enttäuschung, wenn ihnen keiner dankt ablegen
Hildegards Lebens- und Heilmittel
Nüsse
Nüsse sind die essbaren Samenkerne von Schalenobst und gehören verschiedenen botanischen Pflanzenfamilien an. Heute ist eine große Vielfalt an Nüssen im Lebensmittelmarkt erhältlich – von der Cashewnuss über die größte ihrer Art, die Kokosnuss, bis hin zur Erdnuss, bei der es sich genau genommen um eine Verwandte der Bohnen handelt. Im 12. Jahrhundert beschränkte sich die Auswahl hauptsächlich auf Walnüsse, Haselnüsse und Mandeln.
HASELNÜSSE
Der Haselnussstrauch gehört botanisch zur Familie der Birkengewächse. Die Frucht enthält 60% Fett und 12% Eiweiß, außerdem beachtliche Mengen an Kalzium und Kalium sowie die Vitamine B1, B2 und Vitamin E. immer mehr Menschen reagieren allerdings allergisch auf die Haselnuss.
Hildegard ist keine Befürworterin ihres Verzehrs: „Haselnüsse sind mehr kalt als warm und taugen nicht sehr in der Heilkunst. Gesunden schaden sie nicht sehr, nützen aber auch nicht, aber den Kranken schaden sie, weil sie ihn dämpfig machen.“

Der Ohrendampf
Achtung: Nur auf ärztliche Anweisung! Häufig kommt es bei nicht sachgemäßer Verwendung zur Verschlimmerung der Krankheit!
TECHNIK
Wenn sich in den Ohren krampfhafter Schmerz, hauptsächlich durch Erkältung hervorgerufen, eingestellt hat, bringt man in ein kleines Geschirr Kamille, gießt heißes Wasser darauf und hält es so nahe als möglich an die Ohren.
Kneipp empfiehlt für die Anwendung nicht nur Kamille, sondern auch Brennnesseln oder Schafgarbe. Die Dauer des Ohrendampfes beschränkt sich auf 10-20 Minuten.
WIRKUNG
Der Ohrendampf löst stark auf und lindert Schmerzen.

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