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INDISCHER LOTOS
Der Lotus ist ein Seerosengewächs aus Asien mit sehr schöner und gut duftender Blüte. Die selbstreinigende Eigenschaft von Blättern und Blüten hat sie zu einer wichtigen religiösen Pflanze in mehreren Kulturen gemacht. Alle Teile der Pflanze werden in der asiatischen Heilkunde genutzt und helfen z.B. bei Blutungen unterschiedlicher Art. Die Indische Lotosblume ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Lotosblumen in der Familie der Lotosgewächse.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Blutungen
Heilwirkung: adstringierend, beruhigend, blutdrucksenkend, blutgefäßerweiternd, blutstillend, fiebersenkend, herzstärkend, kühlend, magenstärkend, tonisierend
Anwendungsbereiche: Bluthochdruck, Blutungen, Fieber, Herzschwäche, Krebs, Magenschwäche, Menstruationsbeschwerden, Milz, Nierenschwäche, Schlaflosigkeit, Tonikum, Verdauungsschwäche, Aromatherapie: Erkenntnis, Frieden, Mediation
wissenschaftlicher Name: Nelumbo nucifera
Pflanzenfamilie: Lotosgewächse = Nelumbonaceae
englischer Name: Indian lotus
volkstümlicher Name: Indische Lotosblume, Indischer Lotos, Lotus, Lotos
Verwendete Pflanzenteile: ganze Pflanze
Inhaltsstoffe: Armepavin, Fettsäuren, Gerbsäure, Linolensäure, Linolsäure, Nornuciferin, Nuciferin, Pronuciferin, Roemerin
Sammelzeit: Wurzeln: Herbst, Winter, Blätter: Sommer
 
Anwendung
Die Wurzelknollen werden getrocknet und zu Mehl verarbeitet oder gekocht und mit Essig und Sojasauce als Beilage serviert. Junge Blätter und Blattstiele werden als Gemüse gekocht. Die Samen werden frisch, kandiert oder geröstet als Knabberzeug verzehrt bzw. als Suppenbeilage gekocht. Bisher nur in Myanmar wird aus den Pflanzenfasern auch Lotusseide hergestellt.
Keimwurzel
Die Wurzel eines gerade keimenden Samenkorns hilft bei Bluthochdruck und Schlaflosigkeit.
Samen
Der Samen hilft bei Blutungen, Herzklopfen und Verdauungsproblemen.
Wurzeln
Rhizome als Salat oder in Sojasoße eingelegt hilft bei Blutungen und Menstruationsproblemen.
Aromatherapie
Der Duft hilft bei Meditationen und wirkt positiv auf das Bewusstsein. Er ermöglicht Frieden, Einsicht und Erkenntnis, hilft bei der Selbstfindung.
 
Geschichtliches
Von China bis Ägypten seit tausenden von Jahren für religiöse und spirituelle Zwecke genutzt. Ebenso lange auch als Heilpflanze gegen Blutungen und als Gemüse genutzt. Der Samen diente zeitweise als Schutz bei Liebeszauber. Der Samen wird als Kaffeeersatz genutzt. Heute eine beliebte Zierpflanze für Teiche in wärmeren Regionen.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Indische Lotosblume ist eine Ausläufer bildende, ausdauernde krautige Wasserpflanze. Die gestielten Laubblätter sind peltat. Die Blattstiele sind 2 m oder mehr lang. Die runde Blattspreite weist einen Durchmesser von 60cm oder mehr auf. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch. Die vielen 1 bis 13cm langen Blütenhüllblätter sind rosa, rosa getönt oder weiß (bei manchen Sorten auch gelb) und hinfällig. Die Staubbeutel sind 1 bis 2 cm lang. Es sind viele freie Fruchtblätter vorhanden. Die Bestäubung erfolgt durch Käfer. Die Blütenachse verjüngt sich zur Fruchtzeit gleichmäßig gegen den Grund und ist über dem Blütenstielabsatz oft schwach abgerundet. Die eiförmige Frucht besitzt eine Größe von 10 bis 20 × 7 bis 13 mm. Die Nussfrüchtchen sind eiförmig oder ellipsoid, messen 10 bis 20 × 7 bis 13 mm und sind mehr als 1,5mal so lang wie breit und in die Blütenachse eingesenkt.
Der Lotus ist in Asien heimisch. Er wächst bevorzugt in Seen und Teichen. Die mehrjährige Pflanze wächst in 60 cm bis 250 cm tiefen Wasser. Die Wurzeln sitzen im Seeboden. Die runden Blätter schwimmen auf dem Wasser und haben einen Durchmesser von bis zu 1 Meter. Die rosa Blüten mit gelben Inneren erscheinen das ganze Jahr über und haben einen Durchmesser bis 35 cm. An Blüten und Blättern perlen Verunreinigungen ab. Aus den Lotus-Blüten entwickeln sich bis die Samen.
 
Anbautipps
Vermehrung durch Aussaat im Frühling in kleinen Töpfchen die mit Wasser bedeckt sind oder durch Wurzelteilung. Der Teich muss mindestens 60 cm tief und sonnig sein. Der Teichboden sollte kompostartig und nährstoffreich sein.
Der Lotus verträgt keinen Frost.
 
Sammeltipps
Die grünen Pflanzenteile im Sommer ernten. Die Wurzeln im Herbst oder Winter ernten. Wenn man die Keimwurzeln trocknen will, diese vor dem Trocknen vom Samen trennen.

KURKUMA
Kurkuma ist ein Verwandter des Ingwers. Da die Wurzel stark gelb bzw. orange färbt, wird sie auch zur Gelbfärbung des Currys verwendet. Bei uns ist Kurkuma als Pulver und manchmal auch als Wurzel zu erhalten. In der asiatischen Heilkunde wird Kurkuma gerne zur Stärkung und zur Förderung der Verdauungsorgane verwendet.
Die Kurkuma oder Kurkume, auch Gelber Ingwer, Safranwurz(el), Gelbwurz(el), Gilbwurz(el) oder Curcuma genannt, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Ingwergewächse. Sie stammt aus Südasien und wird in den Tropen vielfach kultiviert. Das Rhizom ähnelt stark dem des Ingwers, ist jedoch intensiv gelb, das geschälte Rhizom wird frisch und getrocknet als Gewürz und Farbstoff verwendet. Es sind bis zu fünf Prozent typische ätherische Öle sowie bis zu drei Prozent des für die gelbe Färbung verantwortlichen Curcumins bzw. dessen Derivate enthalten. Das Rhizom wirkt verdauungsanregend.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Verdauungsschwäche
Heilwirkung: antioxidativ, entzündungshemmend, krebshemmend, tonisierend
Anwendungsbereiche: Abwehrschwäche, Akne, Arthrose, Ausschläge, Brustkrebs, Darmpolypen, Gallenschwäche, Krebs, Magenbeschwerden, Osteoporose, Östrogenmangel, Pickel, Psoriasis, Schuppenflechte, Übergewicht, Wunden
wissenschaftlicher Name: Curcuma longa
englischer Name: Curcuma
andere Namen: Turmeric, Gelbwurz
Verwendete Pflanzenteile: Wurzelstock
Inhaltsstoffe: Curcumin, Alpha-Curcumene, Kampfer, Salicylate
Sammelzeit: Dezember und Januar
 
Wirkung
Traditionell wird Kurkuma gegen Verdauungsbeschwerden und zur Stärkung der Gallenproduktion eingesetzt. In den letzten Jahren wurden jedoch weitere medizinische Wirkungen des Kurkumas entdeckt und wissenschaftlich erforscht. Kurkuma hat entzündungshemmende, antioxidative und sogar krebshemmende Wirkungen. Kurkuma kann das Immunsystem stärken, beim Abnehmen helfen und Osteoporose vorbeugen und lindern.
 
Anwendung
Zur Stärkung der Verdauung kann man Kurkuma als Gewürz für asiatische Gerichte einsetzen. Für die krebshemmende und andere neu erkannte Wirkungen nimmt man Kurkuma als Pulver in Kapseln ein. Wenn Kurkuma mit etwas Pfeffer vermischt wird, nimmt der Körper die Wirkstoffe besser auf.
Verwendung als Gewürz
Frisch hat der Wurzelstock einen harzigen, leicht brennenden Geschmack, getrocknet schmeckt er mildwürzig und etwas bitter – er wird vor allem gemahlen wegen seiner Färbekraft verwendet, beispielsweise als wesentlicher Bestandteil von Currypulver. Kurkuma ist dabei wesentlich preiswerter als der ebenfalls stark gelbfärbende Safran. In Indien ist die Verwendung von Kurkuma seit 4000 Jahren belegt. Kurkuma galt als heilig und gehörte bereits damals zu den wichtigsten Gewürzen. In der traditionellen indischen Heilkunst Ayurveda wird es zu den heißen Gewürzen gerechnet, denen eine reinigende und energiespendende Wirkung zugesprochen wird. Heute ist Indien das weltgrößte Anbauland und verbraucht rund 80% der Welternte. Während in Indien meistens getrocknetes Kurkuma verwendet wird, ist in Südostasien, beispielsweise in der thailändischen Küche, die Verwendung der frischen, geriebenen Knolle verbreitet. In der westlichen Küche spielt Kurkuma eine untergeordnete Rolle als Bestandteil von Currypulver, als billiger Safranersatz oder als Farbstoff in der Lebensmittelindustrie, etwa für Senf, Teigwaren oder Kurkumareis. Kurkuma sollte dunkel und nicht zu lange gelagert werden, da die Farbe bei Licht schnell verblasst und es an Aroma verliert.
Kurkuma und Javanische Gelbwurz als Arzneimittel
In Deutschland wurde die Droge Gelbwurzel als Rhizoma Curcumae 1930 im Ergänzungsband 5 (Erg.-B. 5) zum DAB als pflanzliches Arzneimittel aufgenommen. In der überarbeiteten Ausgabe 10 des DAB (mit den neuen lateinischen Drogenbezeichnungen) ist sie als Rhizoma Curcumae Longae gelistet. Der ebenfalls zur Gattung Curcuma gehörende Javanische Gelbwurz ist seit 1978 im DAB 8 enthalten.
Entscheidend für die Wirkung soll gemäß dem Deutschen Grünen Kreuz eine exakte und ausreichend hohe Dosierung sein.
Sonstige Anwendungen
Außer als Gewürz und zum Färben von Speisen fand Kurkuma bis ins 20. Jahrhundert zum Färben von Papier, Firnissen und Salben beschränkte Anwendung. Bei den traditionellen Stoffen Timors (Tais) wird Kurkuma zum Färben verwendet. Je nach Verwendung entstehen so gelbe bis tief orange Farbtöne. Mit Curcumin gelb gefärbtes Papier (Kurkumapapier) diente in der Chemie als Indikatorpapier auf Alkalien, von denen es in Braunrot umgefärbt wird (Umschlagspunkt bei pH = 8,6). Der Kurkumafarbstoff Curcumin wird als wichtiges Reagenz zum Nachweis von Bor in Form von Borsäure verwendet, mit der es in saurer Lösung den roten Farbstoff Rosocyanin liefert.
Der lange haltbare, creme- bis rosafarbene Blütenstand der Kurkumapflanze wird als Schnittblume verwendet.
Da Kurkuma relativ kostengünstig ist, wird es häufig von Fälschern zum Strecken von Safran verwendet. Die obige Reaktion mit Alkalien wie Natronlauge wird dabei zur Überprüfung der Ware genutzt.
 
Pflanzenbeschreibung
Kurkuma ist in Asien verbreitet. Das Hauptanbaugebiet ist Indien, wo auch ein großer Teil der angebauten Pflanzen verbraucht wird. Kurkuma kommt praktisch nur kultiviert vor, nicht als Wildpflanze. Kurkuma ist eng mit dem Ingwer verwandt. Sie gehören zur gleichen Unterfamilie und Tribus (botanischer Begriff). Kurkumapflanzen werden bis zu 1 Meter hoch. Es sind mehrjährige Pflanzen. Die Blätter sind länglich und werden oft über 40cm lang. Die Blütenfarbe ist weiß und teilweise rötlich. Die Blüten sehen so hübsch aus, dass sie auch als Schnittblumen angeboten werden. Die Blütezeit ist im August, zumindest in China. In anderen Gegenden kann die Blütezeit etwas abweichen
Kurkuma ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 1 Meter erreicht. Es werden stark verzweigte, gelbe bis orange, zylindrische, aromatische Rhizome als Überdauerungsorgane ausgebildet, die an den Enden Knollen entwickeln. Das Rhizom ähnelt stark dem des Ingwers, ist jedoch intensiv gelb. Es sind bis zu fünf Prozent typische ätherische Öle sowie bis zu drei Prozent des für die gelbe Färbung verantwortlichen Curcumins bzw. dessen Derivate (Curcuminoide) enthalten. Weitere Sesquiterpenderivate kommen in verschiedenen Arten vor und sind zum Teil artspezifisch. Einige allgemeine Bestandteile sind Zucker, Proteine ​​und Harze. Die wechselständig und zweizeilig angeordneten, kahlen Laubblätter sind in Blattscheide, Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Aus den Blattscheiden wird ein Scheinstamm gebildet. Der Blattstiel ist 20 bis 45 Zentimeter lang. Die einfachen Blattspreiten sind bei einer Länge von meist 30 bis 45, selten bis zu 90 Zentimeter und einer Breite von 15 bis 18 Zentimeter länglich bis elliptisch mit sich verschmälernden Spreitenbasis und kurz zugespitztem oberen Ende.
In China liegt die Blütezeit meist im August. Endständig auf dem Scheinstamm sitzt der 12 bis 20 Zentimeter lange Blütenstandsschaft, über diesem steht der zylindrische, ährige Blütenstand, der viele Blüten enthält. Er ist 12 bis 18 Zentimeter hoch und sein Durchmesser reicht von 4 bis 9 Zentimetern. Die Tragblätter, über denen die Blüten stehen, sind hellgrün, von 3 bis 5 Zentimetern Länge, eiförmig bis länglich und mit stumpfem oberen Ende. Im oberen Bereich des Blütenstandes sind Hochblätter vorhanden über denen keine Blüten stehen. Sie sind abgebreitet, weiß bis grün sowie manchmal auch rötlich-purfurfarben getönt und ihr oberes Ende ist spitz. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und dreizählig. Die drei 0,8 bis 1,2 Zentimetern langen Kelchblätter sind verwachsen, weiß, flaumig behaart und die drei Kelchzähne sind ungleich. Die drei hellgelben Kronblätter sind zu einer bis zu 3 Zentimetern langen Kronröhre verwachsen. Die drei Kronlappen von 1 bis 1,5 Zentimetern Länge sind dreieckig mit stachelspitzigem oberen Ende; der mittlere Kronlappen ist größer als die beiden seitlichen. Nur das mittlere Staubblatt des inneren Kreises ist fertil. Der Staubbeutel ist an seiner Basis gespornt. Alle anderen Staubblätter sind zu Staminodien umgewandelt. Die äußeren Staminodien sind kürzer als das Labellum. Das Labellum ist gelblich, mit einem gelben Band in seiner Mitte und es ist bei einer Länge von 1,2 bis 2 verkehrt-eiförmig. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen, dreikammerigen Fruchtknotenver-wachsen, der spärlich behaart ist. Die Kapselfrucht öffnet sich mit drei Fächern.

BACHBLÜTE AGRIMONY
Ich gehe Konflikten aus dem Wege            
Im negativen Zustand gehen diese Menschen den Konflikten total aus dem Wege
Die Bachblüte hilft ihnen den Konflikten entgegenzutreten und laufen nicht mehr davon
BACHBLÜTE ASPEN
Ich bin ein sensibler Mensch                                 
Sie sind ein sensibler Mensch
Die sensible Art kann man mit Aspen überwinden
Hildegards Grundlagen der richtigen Ernährung
„Eure Lebensmittel sollen Heilmittel und eure Heilmittel Lebensmittel sein.“
Dieser Ausspruch Hildegards, der angesichts des Booms von Naturheilverfahren ganz modern klingt, hat seine Wurzeln tief in der Geschichte der abendländischen Kultur.
Schon der griechische Arzt Hippokrates (um 460 v. Chr.) hatte gefordert, die heilende Wirkung von Nahrungsmitteln bei der Behandlung von Patienten zu nutzen. Hildegard von Bingen schloss sich dieser Tradition an und integrierte die Ernährung als ein zentrales Element in ihr ganzheitliches Welt- und Menschenbild. Sie empfahl, die heilende Kraft der Natur und der Pflanzen zu nutzen und sich maßvoll und ausgewogen zu ernähren.

Fußbäder
Die Fußbäder können kalt und warm zur Anwendung kommen.
Kaltes Fußbad
Das kalte Fußbad ist eine der häufigsten Kneippanwendungen. Voraussetzung: Nie mit kalten Füßen in das kalte Wasser!
TECHNIK
Beide Beine werden etwa bis oberhalb der Wade in das Wasser getaucht. Als Gefäße eigenen sich entweder spezielle Fußwannen oder Eimer in der passenden Größe. Die Temperatur beträgt ca. 15°C, die Dauer ca. 15 bis 60 Sekunden, je nach Wohlgefühl. Danach werden die Füße nicht abgetrocknet, sondern das Wasser wird lediglich abgestreift und die Füße werden durch Bewegung, z.B. Auf- und Abgehen, erwärmt.
WIRKUNG
Bei Krankheiten dienen sie vornehmlich dazu, das Blut von Kopf und Brust abwärts zu leiten. Bei Gesunden bezwecken sie Auffrischung und Kräftigung und sind insbesondere anzuraten, wenn nach anstrengenden, sehr ermüdenden Tagen nachts der Schlaf sich nicht einstellen will.
Das kalte Fußbad führt also zu einer besseren Durchblutung der Füße und Unterschenkel und hilft daher bei Venenleiden, Schwächegefühl in den Beinen, aber auch bei Kopfschmerzen, Nasenbluten und Erschöpfung.
Nicht geeignet ist ein kaltes Fußbad bei Nieren- und Blasenleiden, Krampfneigung und starkem Bluthochdruck!

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