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Tausendgüldenkraut
Das Tausendgüldenkraut ist eine Pflanzengattung in der Familie der Enziangewächse. Seltener wird es unter anderem Hundert- und Tausendgüldenkraut (vor allem in Österreich), Bitterkraut, Fieberkraut, Gottesgnadenkraut, Laurinkraut oder Sanktorinkraut genannt. Die früher 50 Arten wurden in vier Gattungen aufgeteilt und so enthält die Gattung Centaurium seit 2004 nur noch etwa 20 Arten, die hauptsächlich im Mittelmeerraum vorkommen.
Als Verwandter des Enzians ist das Tausendgüldenkraut, ebenso wie dieses, eine starke Bitterpflanze. Daher fördert es auch die Verdauungstätigkeit und regt die Bildung der Verdauungssäfte an. Seine verdauungsfördernde Wirkung und die damit verbundene Stärkung ist so ausgeprägt, dass das Tausendgüldenkraut zu den ganz besonders wertgeschätzten Heilpflanzen gehört. Das wird auch schon an seinem Namen mehr als deutlich. Das Tausendgüldenkraut ist schon seit dem Altertum eine sehr wichtige Heilpflanze, doch ist sie inzwischen so selten geworden, dass sie streng unter Naturschutz steht.
Das Tausendgüldenkraut gilt als eines der besten Heilkräuter für Magen- und Darmbeschwerden. Die kleine Pflanze mit ihren rot-violetten Blüten enthält Bitterstoffe und andere pflanzliche Wirkstoffe, die viel in unserem Organismus bewirken können. Die vielen wie z.B. Fieberkraut, Apothekerblume oder Erdgalle lassen bereits erahnen, welchen Stellenwert das Tausendgüldenkraut in der Naturheilkunde hat.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Magenschmerzen
Heilwirkung: anregend, beruhigend, blutreinigend, entzündungshemmend, stärkend, tonisierend
Anwendungsbereiche: Abwehrschwäche, Abszesse, Anämie, Appetitlosigkeit, Aufstoßen, Blähungen, Blutarmut, Chronische Magenentzündung, Darmkatarrh, Diabetes, Dyspepsie, Ekzeme, Erschöpfung, Fieber, Förderung des Magensaftes, Frühjahrskur, Gallenschwäche, Gallestauung, Gallensteine, Gastritis, Gebärmutter stärkend, Gelbsucht, Gelenkrheumatismus, Gicht, Immunsystem stärkend, Koliken, Kreislaufschwäche, Leberstauung, Magenentzündung, Magenkatarrh, Malaria, Menstruationsbeschwerden, Meteorismus, Milzschwellung, Müdigkeit, Nervenschwäche, Obstipation, Rekonvaleszenz, Rheuma, Ringelflechte, Schlecht heilende Wunden, Schwäche, Skrofulose, Sodbrennen, Übergewicht, Verdauungsschwäche, Verdauungsstörungen, Verstopfung, Wunden
wissenschaftlicher Name: Centaurium umbellatum, Centaurium Minus Moench, Gentiana centaurium, Erythraea centaurium
Pflanzenfamilie: Enziangewächse = Gentianaceae
englischer Name: Centaury
volkstümliche Namen: Aderntee, Agrinken, Allerweltsheil, Apothekerblum, Aurin, Echtes Tausendguldenkraut, Erdgalle, Fieberkraut, Gallkraut, rotes Garbenkraut, Gartenheide, Gottesgnadenkraut, Geschoßkraut, Himmelblümlen, Hundertgüldenkraut, Kleines Tausendgüldenkraut, Laurin, roter Laurin, Magreiten, Muttergotteskraut, Potrak, Rother Aurin, Strand-Tausendgüldenkraut, Santor, Schmeckeblume, Sinögge, Sintau, Tausendkraft, Tollhundskraut, Tsantali, Unserer Lieben Frau Bettlstroh, Unserer Lieben Frau Wegstroh, Verschreikräutel
Verwendete Pflanzenteile: das ganze blühende Kraut ohne Wurzel
Inhaltsstoffe: Bitterstoffglykoside, Erytaurin, Erythrocentaurin, Erythramin, Gentianin, Harz, ätherisches Öl, Zucker, Magnesiumlactat, Fettsäuren
Sammelzeit: Juli und August
 
Anwendung
In Nordamerika wird das europäische Echte Tausendgüldenkraut als Arzneipflanze angebaut und ist dort zum Teil bereits als Neophyt eingebürgert. In Nordafrika und Südosteuropa werden Wildbestände geerntet. Das Kraut enthält neben mehreren Bitterstoffen auch Glykoside, Flavonoide, Ätherische Öle, Valeriansäure und Xanthone. In der Volks- und Naturheilkunde findet Centaurium dank des enthaltenen Erythrocentaurins als klassische Bitterdroge und daher als appetitanregendes Magenmittel ähnlich verschiedenen Enzian-Arten Verwendung. Genutzt werden dazu in der Regel die getrockneten, oberirdischen Pflanzenteile. Das Echte Tausendgüldenkraut wurde 2004 in Deutschland zur Heilpflanze des Jahres gekürt.
Das Haupteinsatzgebiet des Tausendgüldenkrauts ist die Verdauungsschwäche, vor allem die des Magens.
Magenschmerzen und chronische Magenschleimhautentzündung sind prädestiniert für die Behandlung mit Tausendgüldenkraut. Durch seine Bitterstoffe stärkt das Tausendgüldenkraut die Verdauung so nachhaltig, dass es die tausend Gulden, die in seinem Namen stecken, mehr als wert ist. Zur Bitterkeit des Tausendgüldenkrautes sollte nicht unerwähnt bleiben, dass es wirklich sehr bitter ist. Seine Verwandtschaft zum Enzian kommt hier voll zum Tragen. Obwohl das Tausendgüldenkraut bei schwächlichen, appetitlosen Menschen den Appetit fördern, hilft es bei übergewichtigen Menschen auch gegen ihr Übergewicht. Das mag in beiden Fällen an der Stärkung der Verdauungsvorgänge liegen. Zusammen mit Wermut kann Tausendgüldenkraut im Tee die Bauspeicheldrüse stärken, sodass es gegen leichte Formen von Diabetes helfen kann.
Achtung! Tausendgüldenkraut sollte nicht bei Magengeschwüren und Zwölffin-gerdarmgeschwüren angewendet werden.
Tee als Kaltauszug
Den Tee bereitet man als Kaltauszug, dazu lässt man 1/2 bis 1 TL Tausendgülden-kraut auf 1 Tasse Wasser sechs bis acht Stunden ziehen. Dann seiht man den Tee ab und erwärmt ihn vorsichtig auf Trinktemperatur.
Vom Tausengüldenkrauttee trinkt man täglich vor den Mahlzeiten zwei Tassen in kleinen Schlucken. In Mischtees kann man das Tausendgüldenkraut auch als normalen Aufguss zubereiten, aber dann ist die Wirkung weniger effektiv.
Teemischung zur Verdauungsstärkung
Tausendgüldenkraut eignet sich sehr gut in Mischtees. In solchen Teemischungen wirkt die Bitterkeit des Tausendgüldenkrautes weniger intensiv. Hier ein Beispiel für eine magenstärkende Teemischung: Mische zu gleichen Teilen (gewichtsmäßig): Tausendgüldenkraut, Kalmuswurzel, Enzianwurzel, Kamille, Fenchel
Tausengüldenkrauttinktur
Alternativ kann man Tausendgüldenkraut auch als Tinktur anwenden, dann nimmt man 10 bis 20 Tropfen in etwas Wasser vor den Mahlzeiten ein. Für die Tinktur befüllt man ein Schraubdeckeglas mit frischen oder getrockneten Kräuterstücken. Darüber gießt man Doppelkorn oder 70%igen Alkohol aus der Apotheke, bis die Kräuterteile vollständig bedeckt sind. Diesen Ansatz lässt man zwei bis sechs Wochen ziehen, dann seiht man die Flüssigkeit ab und füllt sie in eine dunkle Flasche. Kühl aufbewahrt hält sich solch eine Tinktur mindestens ein Jahr. Häufig ist das Tausendgüldenkraut auch Bestandteil von Magenbitter.
Äußerliche Anwendung
Äußerlich wird das Tausendgüldenkraut seltener eingesetzt. Die Volksheilkunde kennt jedoch einige äußer-liche Anwendungen des Tausendgüldenkrautes. Man kann seinen Tee als Waschung, Bad oder für Umschläge verwenden. Seine Einsatzgebiete sind vor allem eiternde Wunden, Ekzeme und Flechten.
Bachblüte Centaury
Unter dem Namen Centaury wird das Tausendgüldenkraut auch als Bachblüte ein-gesetzt. Es steht hier für die Hingabe an eine Aufgabe oder an andere Menschen.
Tausendgüldenkraut als Heilkraut
In der Antike und im Mittelalter
Im Mittelalter gab es zwei verschiedene Pflanzen, die gemeinhin unter dem Namen Tausendgüldenkraut bekannt waren. In vielen erhaltenden Darstellungen ist daher nicht immer eindeutig klar, welches Heilkraut welche Heilwirkung versprechen sollte, auch wenn sich die Anwendungen häufig ähneln.
Unterschieden wurde in großes Tausendgülden, mit dem heute der RhapontikRhabarber gemeint ist und dem gemeinen Tausend - auch Erdgallen genannt - der dem heute uns bekannten Tausendgüldenkraut entspricht. Seine alternative Bezeichnung Erdgallen hat das Kraut durch seinen deutlich bitteren Geschmack.
In alten Kräuterbüchern (z.B. P.A. Matthioli, H. Bock) wurde das Tausendgüldenkraut sowohl für innere als auch äußere Beschwerden genutzt. Empfohlen wurde es u.a. bei Verstopfung, Gallenbeschwerden oder dem Dreitagefieber, einer von Herpesviren ausgelöste Krankheit, die vor allem Kinder und Säuglinge befällt. Verwendet wurde es jedoch auch gegen Epilepsie, Fieberkrämpfe sowie gegen Leber- und Milzbeschwerden. Äußerlich wurde das Tausendgüldenkraut als Wundkraut sowie gegen Geschwüre verwendet.
Heutige naturheilkundliche Verwendung
In der heutigen Naturheilkunde gilt das Tausendgüldenkraut einen sehr guten Ruf. Im Jahr 2004 wurde die bitter schmeckende Pflanze sogar als Heilkraut des Jahres gekürt.
Die Heilpflanze enthält viele wirksame Inhaltsstoffe, die unterschiedliche Wirkungen auf unseren Organismus sowie auf Krankheitserreger ausüben können. Hierzu zählen v.a. die Bitterstoffe, Xanthone, Cumarine sowie eine Stoffgruppe namens Iridoide.
Ein Tee aus Tausendgüldenkraut lässt sich sowohl kalt als auch heiß zubereiten. Um jedoch viele der Wirkstoffe optimal nutzen zu können, wird empfohlen einen Kaltwasserauszug (Mazerat) anzusetzen. Dafür genügt es etwa 1 Teelöffel getrocknetes Kraut mit 250 ml kaltem Wasser zu übergießen und für etwa 6 bis 8 Stunden ziehen zu lassen. Wird der Tee heiß zubereitet, so genügt eine Ziehzeit von etwa 10 Minuten. Das Wasser sollte jedoch nicht kochend heiß sein. Der Vorteil ist zwar, dass das heiße Getränk nicht mehr ganz so bitter schmeckt, jedoch in seiner Wirkung auch etwas nachlässt. Tausendgüldenkraut wird oft zusammen mit anderen Bitterkräutern wie Löwenzahn, Schafgarbe oder Wermut in diversen Verdauungstees vermischt.
Je nachdem wofür der Tee eingesetzt werden soll, kann die zeitliche Einnahme des Tees variieren. Bei Appetitlosigkeit, leichteren Magenkrämpfen oder auch chronischem Reizmagen sollte der Tee vor den Mahlzeiten eingenommen werden. Bei schnellem Völlegefühl oder Verstopfungsneigung kann ein Tee nach den Mahlzeiten empfehlenswert sein. Grundsätzlich sollten pro Tag nicht mehr drei Tassen getrunken werden.
Tausendgüldenkraut lässt sich gut mit anderen Kräutern wie Anis, Kamille, Schaf-garbe, Salbei, Wermut oder Oregano kombinieren. Dies gilt vor allem, wenn leichtere bis mittlere Magen- und Darmbeschwerden natürlich behandelt werden sollen.
Nebenwirkungen
Nebenwirkungen sind nicht zu erwarten und nicht bekannt. In der Schwangerschaft, in der Stillzeit sowie bei unklarer Gesundheitslage sollte ein Arzt bzw. Fachkundiger aufgesucht werden.
Tausendgüldenkraut in der Küche
In der Küche lässt sich das Tausendgüldenkraut ähnlich wie Wermut, für fettreiche Speisen verwenden. Auch in Salaten, kräftigen Suppen, Kohlspeisen oder Dressings kann das Kraut eine sehr interessante Abwechslung sein. Es hat einen sehr würzigen und ausgesprochen bitteren Geschmack.
Ob man getrocknete oder frische Kräuter verwendet, spielt keine so große Rolle. Die kräftigen und bitteren Noten bleiben auch beim getrockneten Kraut enthalten. Es sollte jedoch eher sparsam eingesetzt werden, da der bittere Geschmack sehr schnell sehr dominant wird.
Tausendgüldenkraut harmoniert sehr gut mit aromatischen mediterranen Kräutern wie Thymian oder Salbei. Aufgrund der enthaltenden Bitterstoffe ist das Kraut sehr verdauungsfördernd.
 
Geschichtliches
Schon im Altertum war das Tausendgüldenkraut eine beliebte Heilpflanze. Der Name Centaurium kommt möglicherweise ursprünglich nicht von dem hundertfachen Gold, das man zunächst vermutet, sondern von einem Zentaur Names Chiron. Dieser heilte nach der Legende seine vereiternden Wunden mit dem Tausendgüldenkraut. Diese Namensherkunft ist jedoch umstritten. Die berühmten Ärzte des Altertums wie Hippokrates schätzten das Tausendgüldenkraut sehr. Im Mittelalter wurde die Wortbedeutung des Hundertguldenkrautes dann vor lauter Begeisterung gesteigert und es entstand das Tausenguldenkraut, mancherorts sogar das Milijöntusenkraut. Das Tausendgüldenkraut spielt auch in vielen Geschi-chten und Legenden eine wichtige Rolle. Dort soll es Gesundheit und großen Reichtum bringen. Eine dieser Legenden erklärt auch den Namen des Tausen-güldenkrautes auf eine neue Weise. In dieser Geschichte geht es um einen reichen Mann, der unter Fieber litt. Er bot armen Leuten tausend Gulden an, wenn sie ihn von dem Fieber befreien würden. Die Armen gaben dem kranken Reichen das Tausendgüldenkraut und erhielten nach erfolgter Heilung wie versprochen tausend Gulden. Außerdem erhoffte man sich den Schutz vor Blitzschlag durch das Tausendgüldenkraut. Hildegard von Bingen empfiehlt Tee aus dem Tausendgüldenkraut zur Heilungsförderung bei Knochenbruch. Leonhart Fuchs schreibt in seinem 1543 veröffentlichten Kräuterbuch über das Tausengüldenkraut: "Dieweil das Tausendgulden seer bitter ist, kan man leichtlich abnemen das es on alle scherpffe austrücknet und wermet. Zeeicht auch ein wenig zusamen, darumb es ein Wundkraut ist."
 
Pflanzenbeschreibung
Das Tausendgüldenkraut wächst vor allem auf Waldwiesen, Lichtungen aber auch auf Halbtrockenrasen. Dort bevorzugt es kalkreichen, warmen Boden mit hohem Lehmanteil. Allerdings ist das Tausengüldenkraut nicht sehr wählerisch mit dem Boden, manchmal findet man es sogar auf moorigem Boden. Dennoch kommt das Tausendgüldenkraut fast nirgendwo häufig vor. Das Tausendgüldenkraut gehört zur Familie der Enziangewächse, was man ihm nicht unbedingt auf den ersten Blick ansieht. Sein bitterer Geschmack passt aber sehr gut zur Enzianfamilie. Es ist eine ein- bis zweijährige Pflanze, die 20 bis 40 cm hoch wird. Das Tausendgülenkraut hat einen vierkantigen Stängel, der sich ab einer gewissen Höhe sparrig verzweigt. Die Wuchsform erinnert ein wenig an das Johanniskraut, mit dem es jedoch nicht verwandt ist. Es hat gegenständig sitzende Blätter, die länglich und eiförmig sind und über fünf parallel verlaufende Nerven verfügt. Die rosafarbenden Blüten blühen von Juni bis August. Sie stehen in einer Trugdolde. Die Einzelblüten sind trichterförmig. Jede Blüte hat fünf Blütenblätter. Eine Besonderheit ist, dass sich die Blüten erst öffnen, wenn es mindestens 20 Grad warm ist.
Centauriumarten wachsen als ein-, zweijährige bis ausdauernde krautigen Pflanzen. Die undeutlich vierkantigen Stängel sind einfach oder verzweigt und selbständig aufrecht bis niederliegend. Die Laubblätter sind haltbar oder zur Fruchtreife verwelkend in grundständigen Rosetten und kreuzgegenständig am Stängel verteilt angeordnet. Grundblätter bilden bei den meisten Arten eine Rosette, die ganzrandigen Blätter am hohlen Stängel sind stets kreuzgegenständig.
In lockeren bis dichten zymösen oder ährigen, manchmal kopfigen Blütenständen stehen die Blüten zusammen; die Verzweigungen sind manchmal pseudodichotom. Es ist oft kein Blütenstiel erkennbar. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und selten vier-, meist fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die meist fünf gekeilten oder kantigen Kelchblätter sind nur an ihrer Basis eng verwachsen und enden mehr oder weniger spitz. Die meist fünf Kronblätter sind röhrig, stielteller- bis trichterförmig verwachsen. Die Kronlappen sind kürzer als die Kronröhre. Die Farben der Kronblätter reichen von weiß über rosa- und purpurfarben bis blau und gelb. Die vom Schlund der Krone ausgehenden Staubfäden sind dünn und anfangs aufrecht, später spiralig gedreht. Der oberständige Fruchtknoten ist ein- bis teilweise zweikammerig. Der linealische Griffel ist im obersten Bereich zweiästig und endet in zwei kopfigen Narben.
Die länglichen, spindel- oder eiförmigen Kapselfrüchte öffnen sich zweiklappig und enthalten viele Samen. Die winzigen Samen sind rötlich braun-schwarz mit netzartiger, wabenförmiger Oberfläche.
 
Anbautipps
Bei manchen Anbietern erhält man Samen für Tausendgüldenkraut. Diese sät man im zwischen Februar und Mai an Ort und Stelle aus. Das Tausendgüldenkraut braucht nährstoffarmen Boden, der eher trocken als zu feucht ist. Es liebt Halbschatten bis sonnige Standorte. Auch bei optimalem Standort gedeiht das Tausendgüldenkraut nicht in jedem Garten. Man könnte es durchaus als launisch bezeichnen. Wenn es sich jedoch an einem Standort wohlfühlt, braucht es nicht viel Pflege.
Die ansehlichen Blüten machen das Tausendgüldenkraut zu einer echten Bereicherung im heimischen Garten. Leider ist es häufig gar nicht so einfach, frische Pflanzen oder Samen des begehrten Heilkrauts zu ergattern. Grundsätzlich ist der Anbeu verhältnismäßig einfach zu bewerkstelligen.
Standort
Grundsätzlich ist das Tausendgüldenkraut ein verhältnismäßig anspruchsloses Kraut. Am besten gedeiht sie an sonnigen Standorten, die etwas windgeschützt sind. Halbschattige Plätze werden mitunter auch toliert. Ein lehmiger, leicht kalkhaltiger und nährstoffreicher Boden ist optimal. Die Erde sollte so beschaffen sein, dass sie nicht so schnell trocknet. Das Tausendgüldenkraut bevorzugt immer eine leichte Feuchte, wobei Staunässe jedoch vermieden werden muss.
Aussaat
Will man die auch als Apothekerkraut bezeichnete Pflanze im Freiland aussäen, so sollte dies zwischen Mitte April und Ende Mai erfolgen. Wichtig ist, dass keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Das Tausengüldenkraut ist ein Lichtkeimer. Die Samen sollten daher nur leicht in die Erde angedrückt werden. Optimal ist ein Pflanzabstand zwischen 20 und 25 cm. Liegt die Keimtemperatur zwischen 18 und 20 °C, so erscheinen die Keimlinge meist nach etwa 14 bis 21 Tagen. Es ist auch möglich die Samen in Vorkultur anzulegen, wobei hier ein eher vorwiegend mineralisches Anzuchtsubstrat (Vermiculit, Perlit und etwas Erde) verwendet werden sollte. Soll das Kraut in einem Topf oder Kübel kultiviert werden, eine nicht zu lockere Kräutererde zu verwenden oder diese mit etwas Tonmehl (Bentonit) zu vermischen.
Düngen
Wächst das Tausendgüldenkraut normal im Freiland, so sollte die Pflanze im ersten Jahr nicht gedüngt werden. Wird die Pflanze auf leicht sandigem oder ausgelaugtem Boden angebaut, sollte in die Erde etwas Kompost eingearbeitet werden. Wächst die Pflanze zweijährig, so reich meist ein stickstoffbetonter organischer Langezeitdünger (z.B. Pellets aus Dung). Für Topf- und Kübelkulturen sollte etwa 4 Wochen für der Blüte eine reiche Gabe Dünger verabreicht werden. Hier sollte jedoch statt eines Kräuterdüngers eher eine Formulierung für Blühpflanzen verwendet werden.
Gießen
Tausendgüldenkraut mag leicht-feuchte Standorte, daher sollte die Erde bzw. der Boden niemals vollständig austrocknen. An heißen Tagen kann es mitunter erforderlich sein, zwei mal zu gießen.
Ernte
Wird das Tausendgüldenkraut zu Heilzwecken verwendet, so wird empfohlen die oberirdischen Pflanzenteile während der Blütezeit zu sammeln. Es genügt die Pflan-zenteile an einem schattigen, witterungsbeständigem Platz zu trocknen. Wir möch-ten anmerken und darum bitten nur selbst kultivierte Pflanzen zu ernten, da das echte Tausendgüldenkraut auf der roten Liste geführt wird und streng geschützt ist.
Überwintern
Ist das Tausendgüldenkraut zweijährig, so sind keine besonderen Überwinterungsmaßnahmen erforderlich. Das Kraut ist winterhalt und gilt als sehr frosttolerant.
 
Sammeltipps
Das Tausendgüldenkraut steht bei uns unter Naturschutz und darf daher nicht in freier Natur gesammelt werden. Nur Pflanzen, die man selbst im eigenen Garten angebaut hat, darf man ernten. Von Juli bis August wird das ganze blühende Kraut geerntet. Man schneidet die Pflanze etwa fünf Zentimeter über dem Boden ab. Dann bindet man wenige Pflanzen zu lockeren Bündeln zusammen und hängt sie kopfüber an einem trockenen, luftigen Platz im Schatten zum Trocknen auf.

Stechender Hohlzahn
Der Stechende Hohlzahn sieht der Taubnessel ähnlich, allerdings sind die Blüten rötlich. Man findet den Stechenden Hohlzahn sehr häufig an Wegrändern, Schuttplätzen und Kahlschlägen. Es gibt einige Unterarten, die kaum zu unterscheiden sind, die gesundheitliche Wirkung ist aber gleich. Genutzt wird der Stechende Hohlzahn innerlich gegen Husten und Heiserkeit, äußerlich gegen Hautkrankheiten. Er ist auch als Ergänzung zum Salat zur Blutreinigung und Stärkung geeignet.
Der Gemeine Hohlzahn, auch Dorn-Hohlzahn, Gewöhnlicher Hohlzahn, Stechender Hohlzahn, Stacheliger Hohlzahn oder Hanfnessel genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Hohlzahn innerhalb der Familie der Lippenblütler.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Hautkrankheiten, Husten
Heilwirkung: adstringierend, erweichend, krampflösend, schleimlösend
Anwendungsbereiche: Blutreinigung, Hautkrankheiten, Heiserkeit, Husten, Katarrh
wissenschaftlicher Name: Galeopsis tetrahit L.
Pflanzenfamilie: Lippenblütengewächse = Lamiaceae
englischer Name: common hemp-nettle
volkstümlicher Name: Gemeiner Hohlzahn, Gewöhnlicher Hohlzahn, Stechender Hohlzahn
Verwendete Pflanzenteile: Samen, blühendes Kraut
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe, Harze, Iridoide, Kieselsäure, Saponine
Sammelzeit: Sommer-Spätherbst
 
Anwendung
Tee
2 Teelöffel Kraut mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, abgedeckt 15 Minuten ziehen lassen, abseihen. Kann mit Honig oder Zucker gesüßt werden. Hilft gegen Husten und Heiserkeit.
Tee-Umschlag
Ein Umschlag mit Tee hilft gegen Hautkrankheiten.
Umschlag
Frische zerquetschte Blätter helfen gegen Hautkrankheiten.
Salat
Die Blätter als Ergänzung von Salaten oder Spinat-/Wirsing-Gerichten, hilft gegen Blutarmut.
Samenöl
Das aus den Samen gepresste Öl wirkt stärkend.
 
Geschichtliches
Der Stechende Hohlzahn ist eine natürliche Kreuzung mehrere Hohlzahn-Arten und wurde genetisch darauf hin untersucht, daher auch der Name Gemeiner Hohlzahn. Die Fasern wurden zur Seilherstellung genutzt. Eine Abkochung der Pflanze als Waschmittel. Das Öl Samen als Lederpflegemittel. Der Stechende Hohlzahn ist ein ständiger Begleiter von Menschen und wird daher auch als Nachweis für menschliche Siedlungen genutzt.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Stechende Hohlzahn ist in ganz Europa heimisch. Er wächst bevorzugt auf Äckern, Wegrändern, Schutt-plätzen und Kahlschlägen. Die einjährige bis mehrjäh-rige Pflanze wird zwischen 10 und 60 Zentimeter hoch. Der Stängel ist vierkantig. Die eiförmigen und gezähnten Blätter sind lanzettlich und 2-9cm lang. Die rot-weissen oder rosa Blüten erscheinen zwischen Juni und Oktober. Die Blüten sind etwa 15 bis 20 mm lang. Die gelbe Kronunterlippe der Blüte ist lila gefleckt. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den späten Herbst die Samen als 4 kleine ölhaltige Nüßchen.
Der Gewöhnliche Hohlzahn ist eine einjährige krautige Pflanze, die meist Wuchshöhen von 20 bis 30, selten bis 60 Zentimetern erreicht. Der Stängel ist an den Blattknoten stark verdickt und borstig bis stachelig behaart.
Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Auch der Kelch der Blüten ist stachelig-borstig behaart; daher der Trivialname Stacheliger Hohlzahn. Die Krone ist etwa 1,5-mal so lang wie der Kelch. Die 15 bis 20 Millimeter langen Blütenkronen können sehr unterschiedlich gefärbt sein, von weiß über rötlich und purpurfarben bis bläulich-violett kommen alle Farben vor; meist sind sie aber rosafarben. Der Mittellappen der Unterlippe ist meist etwas dunkler gemustert mit einem gelblichen Hintergrund.
 
Anbautipps
Im Frühling direkt an Ort und Stelle aussäen, die Keimzeit kann mehrere Monate betragen. An den Boden werden keine besonderen Ansprüche gestellt: leicht feucht bis trocken, steinig und stickstoffreich. Der Stand-ort darf nicht dauerhaft schattig sein.

Sammeltipps
Das oberirdische blühende Kraut abschneiden und gebündelt an einem luftigen Ort trocknen. Die Blätter für den Salat kann man jederzeit zupfen. Die Samenmengen für das Öl kann man leider nicht in vernünftigem Umfang sammeln.

Bachblüten
Hoffnung (Gorse)
Bei diesen Menschen ist die Hoffnung untergegangen
Mit Gorse können sie ihre Hoffnung wiederfinden
Bachblüten
Beziehungsfähigkeit, Zuhören (Heather)
Diese Menschen sind nicht beziehungsfähig, können aber auch nicht wirklich Zuhören
Heather kann die Beziehungsfähigkeit fördern und lässt diese Menschen anderen wieder Zuhören
Ernährung nach Ayurveda
In der ayurvedische Anschauung beeinflusst die Einheit von Körper, Geist und Seele, nichts so sehr wie die Ernährung. Wer sich richtig, so wird zitiert, benötigte keine Medikamente.
Merkmale der ayurvedischen Ernährung
Die Ayurveda-Ernährung ist typgerecht.
Ein Ayurveda-Ernährungsberater spricht Empfehlungen aus, die sich nach der individuellen Konstitution und ihren Störungen richtet.
Die ayurvedische Ernährung differenziert zwischen geistigen, emotionalen und körperlichen Wirkungsweisen.
Der Speiseplan wird je nach den individuellen Bedürfnissen auf die Erneuerung der Körpergewebe, zur Heilung, zum Glücklichsein oder auf die persönliche Entwicklung abgestimmt.
Die ayurvedische Ernährung ist alltagsgerecht.
Entsprechend des Lebensstils werden die Regeln und einfachen Kochrezepte indi-viduell angepasst.
Die Zyklen des Lebens werden berücksichtigt.
Die Auswahl und Zubereitung von Nahrungsmitteln entspricht den Lebensphasen, Jahres- und Tageszeiten.
Ayurvedisches Kochen ist undogmatisch und phantasievoll.
Die Nahrung wird je nach individuellem Geschmack und Kulturkreis anders zubereitet, so dass sie wohlschmeckend und sinnlich erfüllend ist.
Die ayurvedische Ernährung ist Medizin.
Entsprechend des Gesundheitszustandes können spezielle Diäten und Kuren den Heilprozess fördern.

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