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MATE
Mate ist das Lieblingsgetränk der Südamerikaner, vor allem in Paraguay und Argentinien ist der Mate-Tee sehr beliebt. Der Matestrauch wächst wild in den Araukarienwäldern des südamerikanischen Paranabeckens. Er ist eng verwandt mit der europäischen Stechpalme. Da Matetee den Heißhunger lindert und den Stoffwechsel anregt, ist er in den reichen Ländern Europas und Nordamerikas ein beliebter Schlankheitstrunk geworden. Der Matestrauch, auch Matebaum genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Stechpalmen in der Familie der Stechpalmengewächse. Sie ist in Südamerika verbreitet. Das Aufgussgetränk Mate-Tee aus den geschnittenen trockenen Blättern wird traditionell in Südamerika getrunken.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Übergewicht
Heilwirkung: anregend, harntreibend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche: Fettsucht, Verstopfung, Verdauungsschwäche, Magenbeschwerden, Heißhunger, Müdigkeit, Stoffwechselschwäche, Kreislaufschwäche, Muskelschwäche, Hautentzündungen, Ekzeme, Juckreiz
wissenschaftlicher Name: Ilex paraguariensis
Pflanzenfamilie: Stechpalmengewächse = Aquifoliaceae
englischer Name: Mate
volkstümliche Namen: Matestrauch, Mate-Teestrauch, Paraguay-Tee, Yerba-Mate
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: Koffein, Theobromin, ätherisches Öl, Gerbsäure, Chlorophyll, Vanillin, Vitamine, Inositol, Trigonellin, Ursolsäure
Sammelzeit: Mai bis September
 
Anwendung
Die Mate-Blätter kann man als Tee zubereiten und etwa 5-10 Minuten ziehen lassen. Wer es mag, kann den Matetee sogar mit Milch trinken, wie es auch bei Schwarztee üblich ist. Matetee regt die Verdauung und den Stoffwechsel an. Besonders beliebt ist der Matetee in Europa jedoch vor allem, weil er den Hunger lindert und daher beim Abnehmen hilft.
 
Pflanzenbeschreibung
Der immergrüne Mate-Baum hat eine oval zulaufende Baumkrone und einen hellgrauen Stamm mit einem Durchmesser von bis zu 30 Zentimeter. Wild erreicht er Wuchshöhen von 12 bis 14 Meter, in der Kultur maximal 5 bis 6 Meter. Seine Laubblätter sind bei einer Länge von bis zu 20 Zentimetern sowie einer Breite von etwa 8 Zentimeter oval mit gekerbtem Blattrand. 30 bis 40 Blüten stehen in dicken Büscheln zusammen. Die Blüten besitzen je vier weiße Blütenhüllblätter. Seine 6 bis 8 Millimeter dicke rotviolette Frucht ist eine Steinfrucht und besitzt vier bis sechs Samenkörner. Damit der Keimling die sehr harte Schale durchbrechen kann, muss unter natürlichen Verhältnissen die Frucht erst den Verdauungsapparat eines Vogels passieren. Aus diesem Grund haben die reifen Früchte eine Farbe, die von Vögeln besonders gut wahrgenommen wird.
Der Matestrauch ist in den Araukarien-Wäldern des südamerikanischen Paranábeckens in Paraguay, Brasilien, Uruguay und Argentinien heimisch. Der immergrüne Baum wird in freier Natur bis zu 14 m hoch, wenn er angepflanzt ist, bleibt er meistens deutlich kleiner. Die 20 cm langen Blätter sind oval und haben einen eingekerbten Rand. Die weißen Blüten wachsen in Büscheln von etwa 40 Einzelblüten. Aus den Blüten entwickeln sich rote Früchte.

LUNGENKRAUT
Das Gefleckte Lungenkraut, auch als Echtes Lungenkraut bezeichnet, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Raublattgewächse. Sie ist in Europa verbreitet. Das Lungenkraut wächst in Laubwäldern und Gebüschen, wo es uns im Frühjahr mit seinen rotvioletten bis blauen Blüten erfreuen kann. Die Blüten erinnern an die gelbe Schlüsselblume, aber die Pflanze gehört zu einer ganz anderen Pflanzenfamilie. Doch auch das Wirkungsspektrum ist ähnlich. Durch die darin enthaltene Kieselsäure und den Schleim wirkt das Lungenkraut lindernd auf Reizhusten und Entzündungen der oberen Luftwege, was der Pflanze auch ihren Namen gegeben hat. Obwohl das Lungenkraut ihrem wissenschaftlichen Namen zufolge officinal sein sollte, das heißt immer in Apotheken vorrätig, wird es von der offiziellen Phytotherapie kaum benutzt. Die Volksheilkunde schätzt es jedoch sehr. Das Lungenkraut ist ein treuer Begleiter auf vielen Frühjahrswiesen. Die Pflanze mit den hübschen Blüten, die auch als Lungenwurz oder Fleckenkraut bezeichnet wird, ist für einige Gärtner eine beliebte Zierpflanze. Auch in der Volksmedizin findet das Lungenkraut Verwendung, beispielsweise bei Halsweh, Heiserkeit oder Blasenleiden. In der Schulmedizin ist die Meinung bezüglich Wirkungsweise und Anwendung jedoch häufig umstritten.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Husten
Heilwirkung: adstringierend, blutstillend, erweichend, harntreibend, schleimlösend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche: Bronchitis, Katarrh der oberen Luftwege, Erkältung, Halsschmerzen, Heiserkeit, Halsentzündung, Durchfall, Darmentzündung, Hämorrhoiden, Blasenentzündung, Nierenbeckenentzündung, Augenentzündung, Wunden Pickel
wissenschaftlicher Name: Pulmonaria officinalis, Pulmonaria maculosa
Pflanzenfamilie: Rauhblattgewächse = Boraginaceae
englischer Name: Lungwort
volkstümliche Namen: Bachkraut, Blaue Schlüsselblume, Bockkraut, Brunneschüsseli, Fleckenkraut, Güggelhose, Händschechrut, Hänsel und Gretel, Himmelschlüssel, Hirschkohl, Hirschkoze, Hirschmangold, Hosenschiffern, Königsstiefel, Lungentee, Lungenwurz, Schlotterhose, Schwesternkraut, Ungleiche Schwestern, Unser lieben Frauen Milchkraut, Waldochsenzunge
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Inhaltsstoffe: Kieselsäure, Schleimstoffe, Flavonoide, Allantoin, Gerbstoff, Gerbsäure, Saponine
Sammelzeit: Mai und Juni
 
Anwendung
Heutzutage wird Lungenkraut nur noch relativ selten als Heilpflanze verwendet.
Früher galt es jedoch als wichtige Heilpflanze bei Lungenerkrankungen aller Art und auch die Volksheilkunde setzt das Lungenkraut gerne ein. Der traditionelle Einsatzbereich des Lungenkrauts reicht vom einfachen Husten bis hin zu Lungentuberkulose, die früher auch in Mitteleuropa eine verbreitete Plage war. Vor allem der hohe Gehalt an Kieselsäure im Lungenkraut rechtfertig den Einsatz als Hustenheilpflanze. Außerdem enthält das Lungenkraut auch Schleimstoffe und Saponine, die für den Einsatz als Heilkraut der Atemwege sprechen. Außerdem wirkt das Lungenkraut lindert auf Darmentzündungen und Durchfall. Äußerlich angewandt hat es gewisse wundheilende Fähigkeiten, die sich unter anderem durch den Allantoingehalt und die enthaltenen Gerbstoffe erklären. Das Allantoin ist auch der Hauptwirkstoff des Beinwells, sodass man das Lungenkraut ähnlich anwenden kann wie den Beinwell.
Tee
Die Hauptanwendungsart für das Lungenkraut ist der Tee. Man kann das Lungenkraut entweder allein als Tee aufbrühen oder zusammen mit anderen Kräutern als Mischtee. Für einen Lungenkrauttee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Lungenkraut mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Lungenkrauttee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Lungenkrautwirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach. Den Lungenkrauttee kann man zur Wundheilung auch äußerlich für Umschläge, Bäder und Waschungen verwenden.
Pulver
Getrocknetes Lungenkraut kann man zu Pulver zerreiben. Ein Esslöffel von diesem Pulver wird mit einer Tasse lauwarmer Milch vermischt. Dann trinkt man es in kleinen Schlucken. Man kann diese Anwendung auch mit warmer Milch und etwas Honig einsetzen.
Lungenkraut als Heilpflanze
Das Lungenkraut ist als Heilkraut seit dem Mittelalter bekannt. In Aufzeichnungen der Antike ist das Kraut hingegen kaum erwähnt worden. Als Heilpflanze wurde es aufgrund ihrer markanten weißen Flecken auf den Blättern verwendet, dass einem Lungenflügel gleicht. Hildegard von Bingen empfahl in ihrem Buch Causa et Curae zur Behandlung diverser Lungenkrankheiten bzw. bei diversen Atemwegserkrankungen. Gleichzeitig muss jedoch ergänzt werden, dass Hildegard keine weiteren Anwendungen sah und den Lungenwurz nur bedingt als Heilkraut angesehen hat. Auch ist heute nicht vollständig geklärt, ob es sich bei dem beschriebenen Lungenwurz tatsächlich um das hier beschriebene Lungenkraut handelt.
Im Kräuterbuch von P. A. Matthioli wurde das Lungenkraut neben der schwierigen Lunge auch als Frauenkraut sowie zur Wundbehandlung empfohlen. Verwendet wurde das zu Pulver gestoßene getrocknete Kraut sowie als Weinelixier.
Heilkräftige Pflanzenteile
Gesammelt werden das blühende Kraut ohne Wurzel bzw. die Blätter im Frühjahr.
Heil- und Wirkstoffe
Die Heilwirkung auf die erkrankten Lungenorgane ist auf den beachtlichen Gehalt an löslicher und unlöslicher Kieselsäure zurückführen sowie auf Kalksalze, Kalium, Aluminium, Harze und Harzsäuren, etwas fettem Öl und einem eisengründen Gerbstoff. Schleimige Substanzen sind nur gering vorhanden. Die Blätter sind die kieselreichsten Pflanzenteile, die Wurzeln haben den geringsten Gehalt an Kieselsäure. Wir können daher auf das Sammeln der Wurzeln verzichten.
Heilwirkung
Offizinell ist das blühende Kraut. Es ist bedauerlich, dass diesem Heilkraut nicht mehr diese Bedeutung zuerkannt wird wie früher, wo es als eine vortreffliche Hilfe bei allen Lungenerkrankungen galt.
Das Lungenkraut ist besonders bei allen Katarrhen der Luftwege, bei Husten mit wenig oder viel Schleimauswurf, bei grippösen Erscheinungen, ja selbst bei Bluthusten, Lungenentzündung, chronischer Bronchitis und Lungentuberkulose mit Erfolg anzuwenden. Die dauernde Anwendung von Lungenkrauttee, gemischt mit Spitzwegerich und Zinnkraut bringt sogar bei fortgeschrittener Lungenschwindsucht eine Besserung.
Anwendungen in der Volksheilkunde
Noch ist im Volke ein Gefühl für den Heilwert des Lungenkrautes vorhanden, wozu Pfarrer Kneipp, der unermüdliche Wiedererwecker der Kenntnisse über die Heilkraft der Pflanzen, viel beigetragen hat.
Außer den bereits genannten Heilanzeigen verwendet die Volksheilkunde das Lungenkraut bei Heiserkeit und Halsentzündung. Lungenkrauttee soll bei blutigem Urin getrunken werden.
Man trockne Lungenkraut und zerstoße es zu Pulver. Dieser Pulver, etwa 1 Esslöffel in 1 Glas lauwarmer Milch verrührt, ist ein Trank für Lungenschwache und Lungensüchtige, der am Tage 2- bis 3mal wiederholt werden soll.
Anwendung in der Homöopathie
Die homöopathische Essenz wird erfolgreich gegen alle Katarrhe der Luftwege, bei Bronchitis und gegen Blutharnen angewendet.
Anwendung in der Tierheilkunde
Die Hirten sammelten früher fleißig das Lungenkraut, trockneten es und mengten es mit etwas Salz gemischt, fein zerstoßen in den Trank bei Husten und Keuchen der Kühe, Pferde und Schafe. Aus der weißen Aschen der verbrannten Pflanzen machten sie eine Lauge und diese diente zum Auswaschen von Wunden und Geschwüren.
Aus Geschichte und Volksglaube
Bei den antiken Botanikern und Ärzten ist das Lungenkraut nicht genannt. Unter pulmonaria wird in den ältesten Kräuterbüchern die Lungenflechte verstanden. Die Lungenwurtz von der Äbtissin Hildegard von Bingen beschrieben, könnte das Lungenkraut sein. Der Arzt und Botaniker Johannes Bahinius schrieb in seinem zu Basel 1591 erschienen Werk Von den Pflanzen, die von Gottheiten oder von Heiligen den Namen haben über das Lungenkraut unter dem Namen Milch der Heiligen Maria, Sanctae Mariae Lac. Auch bei uns sind, nach ländlichen Glauben, die weißlicher Gottesmutter auf die Pflanze tropfte. Nach der Signaturlehre könne man in den hellgefleckten Blättern eine Ähnlichkeit mit den Lungenflügerln erblicken, wodurch die Verwendung der Pflanzen gegen Lungenleiden angezeigt sein.
Hinweis zur Anwendung und Nebenwirkungen
Ein dauerhafter Gebrauch von Lungenkraut ist nicht zu empfehlen! In der Schwangerschaft nicht anwenden, da keine ausreichenden wissenschaftlichen Untersuchungen vorliegen! Nicht mit dem indischen Lungenkraut verwechseln!
Lungenkraut in der Küche
Lungenkraut ist kein klassisches Küchenkraut und wird meist nur von Kräuterkennern verzehrt.
Die jungen Blätter lassen sich gut für Wildkräutersuppen und Wildkräutersalate verwenden. Sie haben einen leicht bitteren, leicht kohlartigen und milden Geschmack. Lungenkraut lässt sich auch ähnlich wie Spinat zubereiten, wobei hier eher die älteren Blätter verwendet werden. Möglich ist auch die Nutzung von Giersch und Lungenkraut.
Der Geschmack von Lungenkraut ist in Verbindung mit anderen Wildkräutern durchaus interessant. Möglich ist auch eine Garung der jungen Blätter in Gemüsegerichten.
 
Pflanzenbeschreibung
Das Lungenkraut ist in Mitteleuropa heimisch. Es wächst bevorzugt in lichten Laubwäldern und an Waldrändern. Dort kommt es häufig in größeren Gruppen vor. Der Boden sollte für das Lungenkraut möglichst feucht und kalkhaltig sein. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 20 cm hoch. An einem leicht behaarten Stängel wachsen rauhe Blätter. Die Blätter haben meistens weißliche Flecken. Zwischen März und Mai blüht das Lungenkraut in Blütenbüscheln an der Spitze der Pflanzen. Die Blüten ähneln in der Form stark der Schlüsselblume, obwohl beide Pflanzen verschiedenen Pflanzenfamilien angehören. Die Farbe der Lungenkrautblüten wechselt von rötlich bei jungen Blüten über violett bis hin zu blau bei älteren Blüten. Dieser Farbwechsel verbindet das Lungenkraut sichtbar mit einigen anderen Pflanzen aus der Familie der Rauhblattgewächse, wie beispielsweise Natternkopf oder blauroter Steinsame.
Botanik
Die ausdauernde Wurzel treibt einige bis 20cm hohe borstige behaarte Stängel empor. Die Stängelblätter sind dunkelgrün und etwas weißlich gefleckt. Das gipfelständige Blütenbüschel, ähnlich den Schlüsselblumen, hat anfangs rötliche, dann mehr violette Blüten. Nach dem Verblühen erscheinen die Blätter am Boden, die größer sind als die Blätter am Stängel. Sie besitzen einen schmalflügeligen Stiel.
Geruch und Geschmack
Die Droge ist fast geruchlos und schmeckt krautartig, schwach zusammenziehend und schleimig.
Blütezeit
Von März bis gegen Ende Mai, je nach Lage.
Standort
Das Lungenkraut ist in ganz Mitteleuropa beheimatet, zumeist in lichten Laubwäldern, vereinzelt auch in Nadelwäldern, feuchte und tiefgründige Böden bevorzugend. Oft auch massenhaft unter dem Gebüsch der Schläge und an Waldrändern vorkommend.
Das Gefleckte Lungenkraut ist eine ausdauernde krautige Pflanze. Die herzeiförmigen Grundblätter sind meist derb, voll entwickelt und ungeteilt. Sie sind gelbgrün und besitzen stets rundliche, oft scharf begrenzte, weiße Flecken. Die Oberseite der Laubblätter ist mit winzigen Stachelhöckern und nur wenigen Borstenhaaren versehen. Die nicht blühenden Sprosse haben eine eiförmige Spreite, die länger als ihr 15 Zentimeter langer Blattstiel ist und plötzlich in den Stiel übergehen kann.
Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blüten-hülle. Der fünf Kelchblätter sind bis mindestens zur Hälfte ihrer Länge verwachsen und der bei der frisch geöffneten Blüten ist der Kelch V-förmig und etwa doppelt so lang wie breit. Die Blütenkrone ist anfangs rot, färbt sich später während der Anthese durch Änderung des ph-Wertes innerhalb der Blütenblätter nach Blau um. Zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen, der durch eine falsche Scheidewand in vier Fächer (Klausen) geteilt wird. Die Klausenfrucht zerfällt zur Reife in vier Teilfrüchte.
 
Aussaat und Pflege
Für viele Gärtner und Balkonbesitzer ist das gefleckte Lungenkraut ein beliebter Frühblüher. Das Lungenkraut ist an sich eine recht anspruchslose und pflegeleichte Pflanze.
Standort
Gute Standorte für die Pflanze sind halbschattige bis schattige Plätze mit nährstoffreichen, humosen, durchlässigen und leicht feuchten Böden. Optimal erscheinen Standorte unter oder in der Nähe von Laubbäumen, die sonnengeschützt sind. Zu lehmreiche Böden sollten mit etwas Sand oder Kies vermischt und aufgelockert werden, so dass der Wurzelstock sich problemlos ausbreiten kann.
Aussaat und Anbau
Die Aussaat der Pflanze sollte im Frühjahr zwischen März und April ausgesät werden. Das gefleckte Lungenkraut ist ein Kaltkeimer und benötigt Fröste, damit die Samen zu keimen beginnen. Die Samen sollten nicht tiefer als 0,5cm in den Boden gesteckt werden, da Lungenkraut ein Lichtkeimer ist. Im Freiland sollte ein Pflanzabstand zwischen 15 und 20 cm in alle Richtungen eingehalten werden, um Nährstoffkonkurrenz zu vermeiden.
Lungenkräuter sind sowohl für das Freiland als auch für den Balkon geeignet. Für die Kultivierung des Krauts auf dem Balkon ist es jedoch erforderlich eine Nordausrichtung oder Westausrichtung zu haben. Bei sonnigen Südlagen sollte zwingend ein fester Schattenbereich gesucht werden. Für den Balkon kann pro Pflanze ein Topf mit bis zu 20 cm Durchmesser gewählt werden.
Vermehrung
Insofern schon Pflanzen vorhanden sind, kann das gefleckte Lungenkraut auch durch Teilung des Wurzelstocks vermehrt werden. Dies sollte am besten im späten Frühjahr oder im Sommer passieren, nachdem Blütezeit und Fruchtreife vorbei sind.
Dünger
Die Düngung der Lungenkräuter sollte im Frühjahr vor der Blüte mit organischem Dünger erfolgen. Es genügen stickstoffreiche und kaliumreiche Dünger. Optimal sind Dungpellets, Brennnesseljauche, Hornspäne oder Kompost. Typische Volldünger sind in geringen Mengen jedoch auch vollkommen ausreichend. Bei Erstaussaat oder Erstkultivierung in Blumenerde ist kein weiterer Dünger notwendig, da handelsübliche Blumenerde vorgedüngt ist.
Gießen
Die Pflanze sollte immer mäßig feucht gehalten werden. Zu beachten ist, dass die Erde bzw. Boden niemals für längere Zeit vollständig ausgetrocknet ist und immer leicht feucht sein sollte. Zu viel Feuchtigkeit ist jedoch ebenfalls nicht zu empfehlen. Bei schattigen Standorten ist es meist ausreichend, einmal kräftig im Wochenrhythmus zu gießen.
Überwinterung und weitere Pflege
Besondere Maßnahmen im Winter sind nicht erforderlich, da die Pflanze sehr winterhart ist. Pflanzenkrankheiten treten in der Regel nicht auf. Nach dem Ende der Blütezeit empfiehlt sich ein Rückschnitt.

BACHBLÜTE MIMULUS
Überempfindlichkeiten aller Art, z.B. gegen Kälte, Lärm, grelles Licht, lautes Sprechen, starke Gerüche, Widerspruch, man möchte nicht angesprochen werden usw.    
Sie sind überempfindlich gegen alle Arten, wie z.B. Kälte, Lärm, grelles Licht, lautes Sprechen, sehr starke Gerüche, bei Widerspruch und wenn man nicht angesprochen werden möchte
Mit der Blüte können sie diese Empfindlichkeit deutlich herunterschrauben
 

BACHBLÜTE MUSTARD
Man fühlt sich vom normalem Leben ausgeschlossen, alle Lichter ausgegangen inneres Totensonntaggefühl  
Diese Menschen fühlen sich vom normalem Leben ausgeschlossen, alle Lichter sind ausgegangen und haben ein inneres Totensonntaggefühl
Mit der Bachblüte fühlen sie sich nicht mehr vom normalem Leben ausgeschlossen und es leuchten noch alle Lichter

Eine Hildegard-Spezialtität: Kräuterweine
In der Hildegardmedizin haben sich die Kräuterweine große Bedeutung. Kräuter, in gutem Wein angesetzt oder gekocht, entfalten gute Wirkung und Heilkräfte.
Kommentar der Hildegardärztin über Hildegardkräuterweine und Schulmedizin:
Die schulmedizinischen Therapiemethoden wirken in erster Linie unterdrückend. Deswegen können anregende Hildegardheilmittel wie Kräuterweine unterstützend auf Körper und Organe wirken und ihnen helfen, wieder ins Gleichgewicht kommen.
Petersilien-Honig-Wein (Herzwein)
Zählt zu den berühmtesten Hildegardrezepten. Er dient er zur Entgiftung und gilt als Universalheilmittel.
In einen Liter trockenen Weißwein gibt man zwei Eßlöffel Weinessig und einen Bund frische Petersilie. Den Wein aufkochen und auf kleinster Flamme rund fünfzehn Minuten sanft köcheln lassen, dann ca. 150g Honig beifügen, wiederum kurz aufkochen, etwas überkühlen lassen und abseihen. Von diesem Wein trinkt man ein- oder mehrmals täglich ein Likörglas voll.
Petersilie-Honig-Wein wird heute auch in Fachgeschäften angeboten.

Krankheiten der Bewegungsorgane
Gelenkrheumatismus
Schon aus den Gesichtszügen sieht man, wie schwer der Kranke leidet. Er sucht eine Lage, in der er seine Schmerzen ertragen könnte, findet sie aber nicht. Es fehlt ihm auch der Appetit und meist hat er Durst, den er nicht zu stillen weiß, sein Schlaf ist kurz und unruhig, der Stuhlgang meist verhärtet. Nicht selten hat der Kranke auch bedeutende Beschwerden beim Urinieren, der Urin selbst ist stark gesättigt, mit viel Unrat vermischt und alle Umstände weisen darauf hin, daß weder in der Verdauung noch in der Zirkulation des Blutes Ordnung herrscht, noch auch eine gleichmäßige Naturwärme vorhanden ist.
Was die Heilung betrifft, so muß man wohl unterscheiden, ob der Kranke recht abgemagert oder ob er noch ziemlich bei Kräften ist. In letzterem Fall können kräftigere Anwendungen gemacht werden. Fehlt es aber an Naturwärme und ist der allgemeine Zustand tief heruntergekommen, so muß mit den gelindesten Anwendungen begonnen werden. Ein solcher Kranker kann nur durch Ganzwaschungen, welche täglich ein- bis zweimal gemacht werden, zu einer gleichmäßigen Erwärmung und zur regelmäßigen Transpiration gebracht werden. Dann werden auch täglich ein- bis zweimal die vom Rheumatismus stark befallene Stellen besonders gegossen. Ist dagegen der Kranke noch ziemlich im Besitz seiner Naturkraft und –wärme, so kann er täglich eine Ganzwaschung oder stattdessen ein- oder zweimal eine kräftige Gießung vornehmen, außerdem werden die schmerzenden Gelenke noch besonders durch Güsse behandelt.
Was die Einwirkung nach innen betrifft, so gilt hier das gleiche was oben beim Muskelrheumatismus gesagt wurde.

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