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Alpenampfer
Der Alpen-Ampfer ist eine Pflanzenart aus der Gattung Ampfer innerhalb der Familie der Knöterichgewächse.
Der Alpenampfer wächst in den Alpen und in hohen Mittelgebirgen. Besonders gerne wächst er in der Nähe von Viehtränken, weil er nährstoffreiche Böden liebt. Seine Blätter werden bis zu 50 cm lang werden und der Stängel wird bis zu einen Meter hoch. Die zahlreichen, rötlichen Blüten wachsen in Rispen. Die Pflanze schmeckt sauer und enthält wie der Sauerampfer viel Oxalsäure. Man kann ihn gegen Verstopfung verwenden.
 
Steckbrief
Heilwirkung: adstringierend, Verstopfung
wissenschaftlicher Name: Rumex alpinus
Pflanzenfamilie: Knöterichgewächse = Polygonaceae
englischer Name: Alpine dock
volkstümliche Namen: Alpen-Mönchsrhabarber, Bergrhabarber, Sauplotschen, Scheissplätschen
Verwendete Pflanzenteile: Wurzelstock
Inhaltsstoffe: Oxalsäure
Sammelzeit: Herbst
 
Anwendung
Früher wurden die Blätter des Alpen-Ampfer gekocht und wie Sauerkraut eingemacht. So lieferten sie ein wertvolles und eiweißreiches Schweinefutter, aber auch Notkost für Hungerjahre, da er in Gruben viele Jahre haltbar war. Hieronymus Bock schrieb 1539 in seinem Kräuterbuch, dass ein Kraut, das bei den Mönchen Rhabarbara genannt wurde, erstmals im Symons Wald im Schwarzwald entdeckt (erfunden) und anschließend in den Klöstern der Barfüßer und der Kartäuser heimlich gezogen wurde. Dieser Mönch-Rhabarber wurde als einheimischer Ersatz für die Rhabarberwurzel des Handels, also als Mittel zur Behandlung von Krankheiten verwendet, die aus verdorbener Cholera und verdorbenem Phlegma entstanden waren. Bereits 1537 hatte Otto Brunfels in seinem Kräuterbuch die Abbildung einer Pflanze abdrucken lassen, die nach seinen Angaben in den Gärten gezogen und in der Volksheilkunde wie die ausländische Rhabarberwurzel verwendet wurde. Schließlich ließ Leonhart Fuchs 1543 in seinem New Kreuterbuch den Alpen-Ampfer naturgetreu abbilden. Nach dem Vorbild von Fuchs fügte auch Bock 1546 der zweiten Ausgabe seines Kräuterbuchs eine naturgetreue Abbildung des AlpenAmpfers an.
Verwendung als Ersatz für den Medizinalrhabarber
Hieronymus Bock schrieb 1539 in seinem Kräuterbuch, dass ein Kraut, das bei den Mönchen Rhabarbara genannt wurde, erstmals im Symons Wald im Schwarzwald entdeckt (erfunden) und anschließend in den Klöstern der Barfüßer und der Kartäuser heimlich gezogen wurde. Dieser Mönch-Rhabarber wurde als einheimischer Ersatz für die Rhabarberwurzel des Handels, also als Mittel zur Behandlung von Krankheiten verwendet, die aus verdorbener Cholera und verdorbenem Phlegma entstanden waren. Bereits 1537 hatte Otto Brunfels in seinem Kräuterbuch die Abbildung einer Pflanze abdrucken lassen, die nach seinen Angaben in den Gärten gezogen und in der Volksheilkunde wie die ausländische Rhabarberwurzel verwendet wurde. Schließlich ließ Leonhart Fuchs 1543 in seinem New Kreuterbuch den Alpen-Ampfer naturgetreu abbilden und bezeichnete ihn als Münch Rhabarbarum. Nach dem Vorbild von Fuchs fügte auch Bock 1546 der zweiten Ausgabe seines Kräuterbuchs eine naturgetreue Abbildung des Alpen-Ampfers an.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Alpen-Ampfer wächst aus einem oberflächennahen daumenendglieddicken Rhizom, das bald mehrköpfig wird, als sommergrüne ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 50 bis 100 Zentimeter. Durch die horizontalen Verzweigungen ihres nicht verholzenden Rhizoms kann diese Pflanze mit ihren großen Blättern sich ziemlich rasch auch vegetativ, also klonal ausbreiten und auf Bergweiden allmählich großflächig die Grasflur unterwandern und überwuchern. Der aufrechte und kräftige Stängel ist erst im oberen Teil ein wenig verzweigt; seine sehr zahlreichen unscheinbaren Blüten stäuben im Mittsommer. Aus Samen gekeimte Jungpflanzen werden nur selten entdeckt. Bereits kurz nach der Schneeschmelze erscheinen die dann gelblich-grünen bis kupferroten Blatttriebe aus den im Boden überdauernden Rhizomen. Die Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist relativ lang. Die Grundblätter sind bei einer Länge von bis zu 50 Zentimeter an der Spreitenbasis herzförmig und haben einen leicht welligen Rand. Die Stängelblätter sind lanzettlich.
Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Der lange, verzweigte rispige Blütenstand enthält dicht quirlig die Blüten. Die sechs Hüllblätter sind grünlich. Zur Fruchtzeit sind die inneren Hüllblätter (ohne Schwielen) zu rotbraunen, ganzrandigen Fruchtklappen vergrößert.

Klette
Die Kletten bilden eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Carduoideae innerhalb der Familie der Korbblütler. Die 10 bis 14 Arten sind in Eurasien und Nordafrika weitverbreitet. Einige Arten sind weltweit Neophyten.
In der Natur fällt die Klette vor allem dadurch auf, dass sich ihre hakeligen Blütenstände beim Spaziergang in die Kleider hängen und sich nur widerstrebend entfernen lassen. Gegen Haarausfall ist Ölauszug aus der Klettenwurzel recht bekannt. Die Klettenwurzel hilft aber auch gegen vielerlei Hauterkrankungen und wirkt blutreinigend.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Haarausfall, Hautleiden
Heilwirkung: blutreinigend, entgiftend, harntreibend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche: Abszesse, Brandwunden, Diabetes (als Nahrungsmittel), Ekzeme, Gelenkrheuma, Geschwüre, Flechten, Furunkel, Geschwüre, Hautunreinheiten, Kopfschuppen, Lebererkrankungen, Magenbeschwerden, Offene Wunden, Seborrhoe, Wechseljahresbeschwerden, Wundheilung
wissenschaftlicher Name: Arctium lappa
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Burdock
volkstümliche Namen: Bardana, Bolstern, Haarballe, Haarwachswürze, Kinzel, Kirmsen, Kladde, Klebern, Klibe, Klibusch, Klitzebusch, Klusen, Wolfskraut
Verwendete Pflanzenteile: Wurzeln
Inhaltsstoffe: Inulin (Lignane), Schleimstoffe, Fettsäuren, Phosphorsäure, Gerbsäure, fettes Öl, ätherisches Öl, antibiotisch wirkende Stoffe
Sammelzeit: September, Oktober
 
Anwendung
Die traditionelle Volksheilkunde schreibt der Klette eine harntreibende und blutreinigende Wirkung zu. Auch gegen Gelenkrheuma, Geschwüre, Magenbeschwerden, Haarausfall, Kopfschuppen, unreine Haut, Gebärmuttersenkung und zur Wundheilung wurde sie früher empfohlen. Verwendet werden die im Herbst des ersten oder im Frühjahr des zweiten Jahres gesammelten und getrockneten Wurzeln der Großen Klette wie auch Kleinen Klette und der Filz-Klette. Klettenwurzeln werden, eher selten, im Handel als Bardanae radix angeboten. Inhaltsstoffe sind Lignane, unter anderem Arctiin, Inulin (Arctium lappa 45–70%, Arctium minus 20–27%, Arctium tomentosum bis 19%), Schleimstoffe, geringe Mengen an ätherischem Öl, Polyine, Kaffeesäurederivate und Sesquiterpenlactone, es ist das Arctiopicrin welches zu der Untergruppe der Germacranoliden gehört und zu einer Kontaktdermatitis führt. Zur innerlichen Anwendung dient ein Aufguss aus gehackter Klettenwurzel, gelegentlich auch aus frischen oder getrockneten oberirdischen Pflanzenteilen. Äußerlich wird Klettenwurzelöl gegen Seborrhoe und als Haarwuchsmittel angewendet. Von der Anwendung während der Schwangerschaft wird abgeraten. Die Klettenwurzel kann man als Tee oder Tinktur verwenden. Gerne wird die Klettenwurzel auch als Ölauszug oder Salbe benutzt. Sogar in der Küche kann man Kletten-wurzeln als Wildgemüse einsetzen.
Klettenwurzel-Tee
Klettenwurzel-Tee wird als Kaltauszug hergestellt, der nach 5-stündigem Ziehen kurz aufgekocht wird. Für diesen Kaltauszug nimmt man pro Tasse (1/4 l) einen gehäuften Teelöffel Klettenwurzel-Stücke. Die Wur-zelstücke werden mit kaltem Wasser übergossen. Dann lässt man den Tee 5 Stunden ziehen. Anschließend wird der Tee bis zum Sieden erhitzt. Der Tee soll eine Minute lang sieden. Dann wird er abgeseiht.
Anwendung des Klettenwurzel-Tees
Von diesem Tee trinkt man 3 mal täglich eine Tasse. Innerlich kann man die Klettenwurzel als Tee zur Blut-reinigung und Förderung der Leber- Galletätigkeit anwenden. Man kann den Tee auch äußerlich für Waschungen, Bäder oder Kompressen nutzen. Als Spülung kann man den Klettenwurzel-Tee gegen Haarausfall oder Kopfschuppen anwenden. Als Waschung, zum Betupfen oder als Umschlag kann man Klettenwurzel-Tee bei Ekzemen, Geschwüren, Hautunreinheiten und anderen Hauterkrankungen verwenden.
Klettenwurzelöl
Besonders beliebt ist das Klettenwurzelöl, das man zur Einreibung des Haarbodens gegen Haarausfall ver-wenden kann. Wirksam ist diese Anwendung jedoch nur bei Haarausfall, der durch Anregung der Durchblutung des Haarbodens behoben werden kann, beispielsweise Haarausfall nach längeren Krankheiten. Bei dauerhaftem Haarausfall aus hormonellen Gründen, kann man auch von der Klettenwurzel keine Wunder erwarten. Klettenwurzel-Öl wird als Ölauszug zubereitet. Das Klettenwurzel-Öl ist auch im Handel erhältlich, beispielsweise in Apotheken.
Klettenwurzel-Salbe
Eine Salbe aus dem Klettenwurzel-Öl hilft gegen verschiedenste Hauterkrankungen. Statt Salbe kann man für Hautprobleme auch den frisch ausgepressten Saft verwenden.
Klettenwurzel-Tinktur
Mit einer Klettenwurzel-Tinktur kann man die Heilkraft der Klettenwurzel haltbar machen, damit man sie bei Bedarf zur Verfügung hat. Außer der Wurzel kann man für die Tinktur auch die Blätter der Kletterpflanze verwenden. Wurzel und Blätter werden zerkleinert und ausgedrückt. Dann werden sie in ein Schraubdeckel-Glas gefüllt. Mit Weingeist oder Doppelkorn werden die Klettenbestandteile übergossen, bis sie bedeckt sind.
Dann lässt man sie 2 bis 4 Wochen lang an einer warmen Stelle stehen und ziehen. Anschließend wird die Tinktur abgeseiht. Innerlich kann man von der Tinktur 3 mal täglich 5 Tropfen mit Wasser verdünnt einnehmen. Für die äußerliche Anwendung kann man die Tinktur mit Wasser verdünnen und dann ähnlich anwenden wie den Tee.
Klette in der Küche
Klettenwurzeln, -Blätter und Klettenstängel kann man als Wildgemüse in der Küche nutzen.
Klettenwurzel-Kaffee
Aus Klettenwurzel-Stücken kann man einen Kaffeeersatz herstellen. Dazu röstet man die Klettenwurzelstücke in einer fettfreien Pfanne.  Dann werden die gerösteten Wurzelstücke gemahlen. Anschließend kann man das Pulver wie normalen Kaffee aufgießen.
Wurzeln als Wildgemüse
Um Kletten-Wurzel als Gemüse zuzubereiten, sollte man sie zuerst schälen. Dann kann man sie kochen wie Karotten oder Schwarzwurzeln und entsprechend servieren. Geschmacklich erinnern sie ein wenig an Art-ischocken.
Klettenblätter als Spinat-Ersatz
Junge Klettenblätter kann man wie Spinat kochen und servieren.
Klettenstängel als Gemüse
Junge Stängel der Klette kann man kochen und als Gemüse servieren. Dazu werden sie zunächst weichgekocht und anschließend in Stücke geschnitten. Man kann sie wahlweise als Salat zubereiten oder als Gemü-se.
 
Magische Anwendung
Die Klette wurde früher auch magisch verwendet. Ausgestreut oder als Räucherungen, teilweise gemischt mit anderen magischen Kräutern wurde Klettenblätter und Wurzeln als Schutzzauber genutzt. Dazu werden die Klettenwurzeln bei abnehmendem Mond ausgegraben. In Stücke geschnittene Klettenwurzel kann man auch auffädeln und als schützende Kette tragen.
 
Pflanzenbeschreibung
Die zweijährige Klette wächst gerne an Wegen, Waldrändern und Rainen. Auch brachliegende Äcker, Schuttplätze und Dorfwiesen mag die Klette, um sich zu entfalten. Im ersten Jahr wachsen der Klette große Blätter in Bodennähe. Diese Blätter sind gestielt und haben etwa herzförmige Form. Erst im zweiten Jahr wächst der Klette ein Stängel mit mehreren verzweigten Ästen bis zu 1,20 m hoch. An diesem Stängel wachsen Blätter, die nach oben hin immer kleiner werden. Die roten bis violetten Blüten wachsen doldentraubig an den Enden der Zweige. Sie sind rund und erinnern an Distelblüten. Das Besondere der Blüten sind die vielen Hüllblättchen, die wie Stacheln sind und eine hakig umgebogene Spitze haben. Mit diesen Stacheln verhaken sich die Kletten an Kleidern und am Fell von Tieren, um von den unfreiwilligen Transporteuren zur Verbreitung der Pflanze genutzt zu werden. Die Wurzeln der Klette sind lang und spindelförmig. Außen sind sie graubraun und innen weiß.
Arctium-Arten sind immer hapaxanthe Pflanzen: zwei- oder mehrjährige, krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von 50 bis 300 Zentimetern erreichen. Die aufrechten Stängel sind meist verzweigt. Die gestielten Laubblätter haben einen glatten oder gezähnten Blattrand und sind meist behaart.
In den fast kugeligen, körbchenförmigen Blütenständen sind nur (fünf bis) 20 bis 40 (oder mehr) zwittrige Röhrenblüten vorhanden. In den Röhrenblüten sind fünf rosafarbene bis violette Kronblätter zu einer Blütenkrone verwachsen. Die Achänen besitzen einen weißen Pappus.
 
Sammeltipps
Die Wurzel der Klette wird im Herbst des ersten Wachstumsjahres gesammelt. Im ersten Jahr ist die Klette nicht so leicht zu erkennen wie später, denn dann ist sie noch klein. Aber im zweiten und späteren Jahren, wenn die Klettenpflanze hoch wächst und Blüten bekommt, wird die Wurzel ausgelaugt und verliert an Kraft.
Die Wurzel wird ausgegraben. Am besten lässt man ein Teil der Wurzel im Boden, dann kann die Kletten-pflanze wieder neu wachsen.  Die gesammelte Wurzel wird abgebürstet und eventuell ganz kurz mit kaltem Wasser abgespült. Dann wird sie klein geschnitten und an einem warmen, luftigen Ort oder bei niedriger Hitze im Backofen getrocknet.

Bachblüten
Ich kann mich schlecht akzeptieren (Larch)
Diese Menschen können sich sehr schlecht akzeptieren
Mit Larch lernen sie sich wieder akzeptieren
Bachblüten
Bekannte Dinge ängstigen mich (Mimulus)
Bekannte Dinge ängstigen diese Menschen sehr
Mit der Bachblüte können sie diese Angst vor bekannten Dingen herunterfahren
Käse
Käse ist neben pflanzlichen Produkten und Milch eines der ältesten Nahrungsmittel (ca. 5.000 Jahre alt).
Der Käse enthält in konzentrierter Form fast alle Bestandteile seines Rohstoffs, der Milch biologisch hochwertiges Eiweiß, Fett, Mineralstoffe (besonders Kalzium und Phosphat) und Vitamine (B2, A, E, u.a.)
Käse ist ein festes Milcherzeugnis, das – bis auf wenige Ausnahmen – durch Gerinnen aus einem Eiweißanteil der Milch, dem Kasein, gewonnen wird. Es ist das älteste Verfahren zur Haltbarmachung von Milch und deren Erzeugnissen. Das neuhochdeutsche Wort „Käse“ geht über mhd. kæse, „Käse, Quark“, ahd. kāsi auf lat. cāseus, eigentlich: Gegorenes, sauer Gewordenes zurück, das u. a. auch dem engl. cheese und dem span. queso zu Grunde liegt.

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