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WALDREBE t
Die Waldreben, auch Klematis genannt, sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Hahnenfußgewächse. Die etwa 300 Arten sind überwiegend in den gemäßigten Gebieten Eurasien und der Neuen Welt verbreitet. Viele Sorten werden als Zierpflanzen in Parks und Gärten verwendet. Der volkstümliche Name für im deutschen Sprachraum heimische Arten Judenstrick stammt von Jutenstrick.
Manch ein europäischer Wald wird durch die Waldrebe in einen exotisch wirkenden Dschungel verwandelt. Denn die Waldrebe ist eine echte Liane. Ihre Früchte werden von weißer Wolle umgeben, sodass die von der Rebe umwucherten Bäume aussehen, wie in Wattebällchen gehüllt. In der Heilkunde spielt die Waldrebe keine sehr große Rolle, denn sie ist im rohen Zustand leicht giftig und ihre Heilwirkungen sind nicht besonders ausgeprägt. Die Waldrebe wird jedoch in der Homöopathie eingesetzt und spielt als Bachblüte Clematis eine wichtige Rolle und ist sogar Bestandteil der Notfalltropfen.
 
Anwendung
Die frische Pflanze ist roh leicht giftig und hautreizend. Gekocht oder getrocknet verliert sich die Giftigkeit. Dennoch sollte man die Pflanze sicherheitshalber nur äußerlich oder in homöopathischer Verdünnung anwenden. Äußerlich als Waschung oder Einreibung hilft eine Abkochung der Wurzeln und Stängel bei Juckreiz und Hautausschläge. Die Hauptanwendung der Waldrebe ist jedoch in der Homöopathie. Dort wird sie bei Hautproblemen, rheumatischen und neuralgischen Schmerzen eingesetzt. Auch bei Problemen der männlichen Harnorgane kann man sie verwenden. Gebräuchlich sind vor allem niedrige Potenzen. Als Bachblüte Clematis unterstützt die Waldrebe bei Verträumtheit und geistiger Abwesenheit.
 
Pflanzenbeschreibung
Die gemeine Waldrebe ist eine Lianenart, die in mitteleuropäischen Wäldern heimisch ist. In manchen Gegenden ist sie sogar recht verbreitet und kann lokal fast zur Plage werden. In Gärten wird liebevoll die Klematis kultiviert, eine großblütige Verwandte. Die gemeine Waldrebe wächst jedoch wild und die Blüten erinnern nicht sehr stark an ihre botanische Schwester. Die Pflanze wird bis zu 15m lang und rankt sich an Bäumen und anderen Rankmöglichkeiten hoch. Die Blätter sind eiförmig-lanzettlich. Die weißen Blüten blühen von Juli bis September. Sie haben nach hinten rund gebogene Blütenblätter und ein ganzes Büschel kugelförmig abstehende Fäden. Zur Zeit der Samenreife im Herbst bis Winter bilden sich aus den Blüten wollige Buschel. Die Pflanzen sehen dann über und über wollig aus. Die Ranken kann man zum Körbeflechten verwenden. Die Clematisarten sind in vielen morphologischen Merkmalen sehr unterschiedlich. Durch Züchtung wurden besonders die Blüten stark verändert, in Farbe der Blüten und Umwandlung von Staminodien zu dekorativen kronblattähnlichen Blütenblättern, so dass die Wirkung von vielen statt ursprünglich vier Blütenhüllblättern entsteht.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung hautreizend! Scheidenentzündung, Schmerzen, Juckreiz, Homöopathisch (ab D2): Hautausschlag, Hautjucken, Drüsenschwellung, Nervenschmerzen, Rheuma, Lymphgefäßentzündung, Prostataentzündung, Brustentzündung
wissenschaftlicher Name: Clematis vitalba
Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse = Ranunculaceae
englischer Name: Clematis
volkstümlicher Name: Clematis, Klematis, Echte Waldrebe, Gemeine Waldrebe, Weiße Waldrebe, Greisenbart, Niele, Lian, Liasch, Lüln, Lün, Ulischwidn
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Wurzel, Stängel
Inhaltsstoffe: Campesterol, Anemonin, Kaffeesäure, Protoanemonin, Trimethylamin
Sammelzeit: Blätter: Sommer, Wurzeln: Herbst

ACKERMINZE
Die Acker-Minze, auch Korn-Minze genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Minzen innerhalb der Familie der Lippenblütler. Die Ackerminze ist die wilde Schwester der Pfefferminze und all der anderen vielen Arten der Minzfamilie. Sie kommt in mehreren Unterarten nahezu weltweit vor. Ebenso wie andere Minzen kann man die Ackerminze gegen Verdauungsbeschwerden und Erkältungen einsetzen. Ihr ätherisches Öl ist als japanisches Heilpflanzenöl weit verbreitet. Sie ist in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugelweit verbreitet.
 
Anwendung
Tee, innerlich
Die Ackerminze kann man, wie ihre bekanntere Schwester, die Pfefferminze, vorwiegend als Tee verwenden. Als Tee oder als Bestandteil von Teemischungen kann sie gegen Verdauungsbeschwerden helfen. Auch bei Erkältungen leistet sie gute Dienste. Durch ihre schmerzstllenden und krampflösenden Eigenschaften hilft sie auch gegen Kopfschmerzen und Migräne.
Umschläge
Als Umschlag kann man Ackerminzen-Tee gegen Hautentzündungen verwenden.
Ätherisches Öl
Das reine ätherische Öl ist im Allgemeinen kaum erhältlich, aber das ätherische Öl der japanischen Ackerminze wird zur Mentholerzeugung benutzt. Die übrigbleibenden Bestandteile dieses Öls werden als japanisches Minzöl in den Handel gebracht. Insofern spielt das ätherische Öl der Ackerminze durchaus eine große Rolle. Es erleichtert die Atmung und lindert Kopfschmerzen. Auch Gelenkschmerzen und Muskelverspan-nungen können damit gelöst werden.
Achtung! In der Schwangerschaft sollte man die Ackerminze, wie alle Minzarten, nicht verwenden, denn sie könnte eventuell Fehlgeburten auslösen. Außerdem vertragen manche Menschen keine Minze. Sie bekommen dadurch Magenschmerzen. Solche Menschen sollten auf die Anwendung von Minzarten verzichten.
 
Pflanzenbeschreibung
Das weite natürliche Verbreitungsgebiet von Mentha arvensis reicht von Europa bis Sibirien und auch Nepal. In Nordamerika ist sie ein Neophyt. Sie kommt in Mitteleuropa häufig vor, fehlt aber im Tiefland Mitteleuropas in kleineren Gebieten; sie steigt etwa bis zur Laubwaldgrenze auf.
Die Acker-Minze besiedelt feuchte, nährstoffreiche Standorte wie Gräben, Nassstellen auf Ödland, Sumpfwiesen, sie geht aber im Bergland auch auf feuchte Brachen und Äcker oder in Senken neben Äckern. Sie gedeiht am besten auf feucht-nassen, stickstoffhaltigen, sandig-lehmigen oder humostonigen Böden. Sie gedeiht in Mitteleuropa hauptsächlich in Gesellschaften der Klasse Secalietea oder der Ordnung Polygono-Chenopodietalia.
Die Ackerminze ist fast überall auf der Welt heimisch. Sie liebt feuchte und nährstoffreiche Böden, bevorzugt in der Nähe von Feldern. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 40cm hoch. Sie hat eiförmige Blätter, die teilweise behaart sein können. Die Blätter stehen gegenständig. Die hellvioletten Blüten wachsen quirlartig in den Achseln der Blätter. Anders als bei anderen Minzen hat die Ackerminze keine Ähren an der Spitze. Dadurch kann man sie auch von anderen Minzenarten unterscheiden.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Verdauungsschwäche
Heilwirkung: antibakteriell, beruhigend, entzündungshemmend, krampflösend, schmerzstillend
Anwendungsbereiche: Erkältung, Schnupfen, Appetitlosigkeit, Blähungen, Darmschwäche, Durchfall, Magenkrämpfe, Gastritis, Magenschleimhautentzündung, Verstopfung, Übelkeit, Gallenschwäche, Gallensteine, Rheuma, Gicht, Gedächtnisschwäche, Kopfschmerzen, Migräne, Schlaflosigkeit, Menstruationsbeschwerden
wissenschaftlicher Name: Mentha arvensis
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: Corn mint
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Menthol, Flavonoide, Gerbstoff, Gerbsäure

BACHBLÜTE HEATHER
In der Absicht eindringlich zu sein, rückt man beim Sprechen anderen auf die Pelle, hält sie am Ärmel fest, lässt sie nicht entkommen         
Diese Menschen haben eine komische Art, in der Absicht eindringlich zu sein. Sie rücken einem beim Sprechen anderen zu sehr auf die Pelle und halten sie auch schon am Ärmel fest und lassen sie auch nicht mehr los
Mit der Blüte Heather können sie diese eindringliche Art herunterzuschrauben und rücken einem nicht mehr auf die Pelle oder halten sie auch nicht mehr fest
 

BACHBLÜTE HOLLY
Ich bin ein misstrauischer Mensch              
Sie können sehr misstrauisch sein
Hier hilft diese Bachblüte um das misstrauische zu überwinden

Hildegard-Heilpraxis von A bis Z
Harnwegserkrankungen
Heilkräuter für das Harnwegssystem sind nach Hildegard nicht nur für diesen Bereich hilfreich, sie unterstützen auch den Reinigungsmechanismus des Körpers im Allgemeinen. Man sollte nie eine nie eine Reinigung des Körpers mit Kräutern durchführen, wenn die Nieren nicht richtig funktionieren.
Bei Anwendung tiefenwirksamer Kräuter, die die Ausscheidung von Abfallstoffen fördern, kann es sehr schnell zu einer Krise kommen, wenn die Nierenfunktion unzureichenden Mitteln wie Odermennig und Schachtelhalm beginnen, die die Nieren stärken und die Ausscheidung von Abfallprodukten im Urin fördern.

HEILMITTEL VON A BIS Z (Kneipp)
ANIS
Bei Kneipp steht geschrieben: „Anis ist wie Fenchel sehr zu empfehlen. Seine Wirkung auf Gase (Winde) übertrifft jene des Fenchels bei weitem. Meistens werden bei
Heilmittel miteinander gemengt und verbunden.
Besonders werden Gasverhalten des Magens und des Dickdarms (Koliken) beeinflußt. Weniger zu empfehlen ist der Tee, wenn die Koliken auf einer Entzündung (akute Magen-Darm-Entzündungen) beruhen. Nervenwirkung und Wirkung auf eine gesteigerte Durchblutung ergänzen sich. Die Durchblutungssteigerung macht sich auch auf die Organe des kleinen Beckens bemerkbar, deshalb dient Anis aus als Mittel zur Förderung der Periode und zur Wehenanregung bei Geburten. Ebenfalls steht damit die Steigerung ätherische Öl neben der Ausscheidung über Haut und Nieren auch über die Lunge austritt, werden auch die Bronchialdrüsen angeregt. In der Mischung mit Lungenkräutern (Spitzwegerich, Huflattich) wirkt Anis lösend auf zähen Bronchialkatarrh und günstig auf Krampfhusten.
Die Öle von Anis und Fenchel kauft man am leichtesten in der Apotheke. Gegen obiges Leiden genügt es, 4-7 Tropfen auf Zucker täglich ein- bis zweimal zu nehmen.

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