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LÖFFELKRAUT
Das Echte Löffelkraut ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Kreuzblütengewächse gehört. Weitere Trivialnamen sind Bitterkresse, Skorbutkraut, Löffelblättchen, Löffelkresse und Scharbockskraut. Es ist ein nahezu in Vergessenheit geratenes Heil- und Küchenkraut.
 
Steckbrief
Heilwirkung: blutreinigend, Rheumatismus, harntreibend
wissenschaftlicher Name: Cochlearia officinalis
Verwendete Pflanzenteile: Presssaft, Blätter
Sammelzeit: Mai und Juni
 
Anwendung
Noch vor 300 Jahren wurde es in fast allen europäischen Gärten gepflanzt, denn es war eine wirksame Pflanze gegen den Skorbut. Es wurde daher eingesalzen und fässerweise auf Seereisen mitgenommen. Sogar die Wikinger sollen sich diese Eigenschaften auf ihren Seefahrten zunutze gemacht haben. Löffelkraut gedeiht an einem sonnigen Platz ebenso gut wie im Halb- oder Vollschatten. Es benötigt Feuchtigkeit. Man kann Löffelkraut im Frühjahr und im Herbst aussäen, die Samen muss man nur flach auf die Erde drücken und sie keimen nach 21 bis 28 Tagen. Die Pflanzen werden etwa 30 cm hoch und sollten etwa 10 bis 20cm Abstand zueinander haben. Wer in der Küche einige Blätter benötigt, kann einzelne Blätter auch unter dem Schnee abpflücken, denn es bleibt wintergrün. Löffelkraut schmeckt der Kresse (auch eine Art aus der Familie der Kreuzblütengewächse) ähnlich. Es schmeckt zu allen Blattsalaten, Kräuterquark, Kräuterbutter, gelben Rüben und Kartoffeln. Es lässt sich schlecht trocknen, aber gut in Salz einlegen.
Heilkunde
Löffelkraut wird bei Frühjahrsmüdigkeit und Ermüdungen nach großen körperlichen Anstrengungen eingesetzt. Es soll blutstillend bei Blutungen im Mund- und Nasenraum wirken, der Tee der getrockneten Pflanze soll bei Gicht und Rheuma hilfreich sein. Wie der Namensbestandteil officinalis zeigt, gehörte die Pflanze früher zum Grundstock der Apotheker.
 
Pflanzenbeschreibung
Das Echte Löffelkraut wächst als zweijährige bis ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 50 cm. Die oberirdischen Pflanzenteile sind kahl. Die Laubblätter stehen in einer grundständigen Rosette zusammen und sind am Stängel verteilt. Die Grundblätter sind meist nierenförmig. Die oberen Stängelblätter sind sitzend sowie stängelumfassend und herzförmig. Die Blüten stehen an traubigen Blütenständen. Die duftenden, zwittrigen Blüten sind vierzählig. Die vier freien Kronblätter sind 3 bis 5,5 mm lang und weiß. Die Fruchtstiele stehen fast waagerecht von der Blütenstandsachse ab und sind ein- bis dreimal so lang wie die reifen Schötchen. Die Schötchen sind eiförmig bis kugelig und an beiden Enden meist abgerundet. Die Samen sind bis 1,5 mm lang. Kälte zum Keimen und gelten als kurzlebig.

FETTHENNE
Das Gemeine Fettkraut, auch Gewöhnliches Fettkraut, Blaues Fettkraut oder Kiwitzfettkraut genannt, ist eine fleischfressende Pflanze aus der Gattung der Fettkräuter, in der Sektion Pinguicula.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Bronchitis, Erkältung, Keuchhusten, Reizhusten
wissenschaftlicher Name: Pinguicula vulgaris
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Sammelzeit: Juni bis September
 
Anwendung
Das Gewöhnliche Fettkraut fand früher Verwendung als Heilpflanze. Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, berichtet vom Gebrauch gegen aufgesprungene Haut, zur Schmerzstillung, bei Tuberkulose und bei Knochenbrüche, merkt aber auch eine abführende Wirkung an. Die Volksmedizin unterschied die verschiedenen Arten der Fettkräuter nicht weiter, setzte sie aber bei Wunden, Geschwülste, Ischias, Leberleiden und Magen-, Brust- und Lungenerkrankungen ein. Ihr Nutzen gegen die genannten Krankheiten wird auf die in der Pflanze enthaltene Zimtsäure zurückgeführt. Heute ist der Gebrauch unüblich. Wie bereits Carl von Linné in seiner Flora Lapponica berichtete, wird in Nordskandinavien Fettkraut für die Produktion bestimmter Sauermilchprodukte wie Schwedenmilch eingesetzt. Dabei werden die Gefäße, in denen die Schwedenmilch zubereitet wird, mit Fettkraut ausgerieben.
 
Pflanzenbeschreibung
Das Gemeine Fettkraut ist eine mehrjährige, krautige Pflanze. Der karnivoren Lebensweise entsprechend ist das Wurzelwerk sehr schwach ausgebildet, es besteht aus zahlreichen, weißen und kurzen, feinen Haarwurzeln. Sie sind nur 1–3 cm lang, sterben bei der Bildung von Winterknospen ab und werden alljährlich durch neue ersetzt. Fünf bis elf fleischige, gelbliche bis hellgrüne, länglich-elliptische Blätter bilden eine flach am Boden liegende Rosette mit bis zu 16 cm Durchmesser. An der Oberfläche sind die Blätter klebrig vom Fangsekret bedeckt, mit dem sie kleine Insekten (z. B. Trauermücken, Ameisen), aber auch Pollen fangen und, sobald Beute erzielt wird, durch Enzyme verdauen. Ab Mai bis August blüht das Gemeine Fettkraut an ein bis sechs bis zu 15 cm hohen, aus der Mitte der Rosette wachsenden Blütenstielen rosa-violett mit weißem Schlundfleck in einzelner, zygomorpher, 10 bis 13 mm langer, gespornter Blüte. Die sich ausbildenden eiförmigen Fruchtkapseln tragen reichlich feine, schwarze Samen.

BACHBLÜTE IMPATIENS
Ich werde ungeduldig, wenn es nicht schnell genug geht    
Diese Menschen werden ungeduldig, wenn es diesen nicht schnell genug geht
Mit der Bachblüte können sie wieder in Geduld übern und es macht ihnen nichts mehr auch wenn es einmal langsamer geht
 

BACHBLÜTE LARCH
Ich bin empfindlich gegenüber äußeren Lärm                 
Diese Menschen sind extremst empfindlich gegenüber äußeren Lärm
Mit der Blüte können sie das empfindliche gegenüber dem Lärm herunterschrauben

Wasser als ideales Getränk
Kaffee und Schwarztee kommen bei Hildegard nicht vor. Heute wird allerdings Dinkelkaffee in vielen Variationen angeboten. Er enthält kein Koffein und schmeckt doch recht gut. Die vielen frisch gepressten Fruchtsäfte haben in einer Ernährung nach Hildegard keinen Platz, denn diese Fülle an rohem Obst belastet den Organismus. Kräutertee sollte nicht zum Durstlöschen getrunken werden, sondern ganz gezielt als therapeutisches Getränk im kräutermedizinischen Sinn eingesetzt werden. Mineralwasser muss nicht sein, denn es kühlt den Organismus. Wein hat seinen Platz, allerdings auch als therapeutisches Getränk, bei Hildegard finden sich viele Variationen von wundervollen Kräuterweinen. Ansonsten empfiehlt sie, den Wein maßvoll zu trinken und mit Wasser zu mischen. Bier gilt als gutes, stärkendes Nahrungs-mittel.
Das beste Getränk zum Durstlöschen ist einfach das Wasser. Es sollte nicht zu kalt sein und am besten wirkt es, wenn es mit der Kraft von Steinen angereichert ist – als Steinwasser.
Das Bier macht das Fleisch des Menschen fett und gibt seinem Gesicht eine schöne Farbe durch die Kraft und den guten Saft des Getreides.             Hl. Hildegard
Die Steine für ein selbst angesetztes Steinwasser kann man heute in allen Steinläden, den Mineralienhandlungen, kaufen. Sie werden in einen Krug gelegt, der mit Wasser befüllt wird und einige Stunden stehen bleibt, wenn möglich an einem sonnigen Platz. Das Wasser daraus kann man auch Tee, für Suppen oder einfach zum Blumengießen verwenden.

Krankheiten der Bewegungsorgane (Sebastian Kneipp)
Gelenkrheumatismus
Der Gelenkrheumatismus unterscheidet sich vom Muskelrheumatismus dadurch, daß er in den Gelenken seinen Sitz hat. Dort häuft sich alles an, was dieser Rheumatismus an verdorbenen Stoffen im Körper zusammenbringt. Durch Verdichtung und Verhärtung dieser Stoffe kann eine feste Masse entstehen, so daß das Gelenk in seiner Gebrauchsfähigkeit vollständig behindert sein kann.
Auch hier unterscheidet man den akuten und den chronischen Gelenkrheumatismus.
Über den akuten Rheumatismus, der sich so schnell wie eine Entzündung entwickeln, jedoch Wochen oder auch Monate dauern kann, schreibt Kneipp:
 Wer von einem solchen Rheumatismus befallen wird, spürt zuerst an irgendeinem Gelenk, meistens aber am rechten Knie, einen brennenden Schmerz, der sich bis zur Unerträglichkeit steigert: es entsteht Fieber, das Gelenk fängt stark zu schwellen an, die haut wird rot und glänzend und bald vermag der Kranke das Glied nicht mehr zu bewegen. Hat die Krankheit schon weitere Fortschritte gemacht, so geht sie nach und nach von einem Gelenk zum anderen, so daß sich der Patient schließlich nicht mehr zu bewegen vermag.

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