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Rotklee
Der Wiesenklee, auch Rotklee genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Klee in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler.
Jedes Kind kennt den Klee, weil es sich erhofft, auf der Suche nach vierblättrigen Kleeblättern das Glück zu finden. Das Glück durch Klee finden aber vor allem die Tiere, die ihn besonders gerne fressen. Aber auch in der Heilkunde findet der Klee immer mehr Bedeutung, vor allem der Rotklee, denn er enthält Isoflavone, die in den Wechseljahren beo den Östrogenmangel helfen. Außer dieser Anwendung ist der Klee für die Verdauungsorgane und die Blutreinigung hilfreich.
Rotklee (Trifolium pratense), der gemeinhin auch als Wiesenklee bezeichnet wird, ist ein bedeutendes Heilkraut. Das zu den Hülsenfrüchtlern gehörende Wildkraut, ist ein häufiger Begleiter auf Wiesen und Wegrändern. Rotkleepräparate und Tees werden heute vor allem bei Wechseljahresbeschwerden und Schleimhautentzündungen verwendet. Doch auch die Keimlinge bzw. die Sprossen des Rotklees finden in der Küche aufgrund des hohen Vitaminanteils viele Anhänger.
 
Steckbrief
Heilwirkung: blutreinigend, Appetitlosigkeit, Gicht, Leberschwäche, Rekonvaleszenz, Rheuma, Verstopfung, erweichend, Wechseljahresbeschwerden, Östrogenmangel, Hitzewallungen
wissenschaftlicher Name: Trifolium pratense
Pflanzenfamilie: Hülsenfrüchtler = Fabaceae
englischer Name: Clover
volkstümliche Namen: Rotklee, Weißklee, Wiesenklee, Fleischklee, Feldknoppern, Futterklee, Himmelsbrot, Honigklee, Hummellust, Steyrerklee, Sügerli, Zuckerblümli, Zuckerbrot
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Inhaltsstoffe: Isoflavone, Proteine, Gerbstoffe, ätherisches Öl, Glykoside, phenolische Substanzen
Sammelzeit: Mai bis September
 
Anwendung
Der Wiesenklee ist eine eiweißreiche Futterpflanze und wird in Deutschland seit dem 11. Jahrhundert angebaut, Kleekulturen waren aber erst nach 1750 verbreitet. Durch die Symbiose mit stickstoff-fixierenden Bakterien (Knöllchenbakterien) ist er als Bodenverbesserer und als Vorfrucht für andere Kulturpflanzen sehr gut geeignet; für die Imkerei wurden Sorten mit kürzerer Kronröhre herausgezüchtet. Gemischt mit anderen Kleesorten und Gräsern wird er als Kleegras zur Gründüngung und als Alternative zu Mais in Biogasanlagen verwendet.
Die wichtigste Anwendung des Rotklees ist wohl als Tee zum hormonellen Ausgleich in den Wechseljahren. Erst vor wenigen Jahren ist diese Einsatzmöglichkeit des Rotklees entdeckt worden. Als Tee eignet sich der Rotklee zur Förderung der Lebertätigkeit, der Verdauung und zur Gallensaftproduktion. Der Weißklee wirkt als Tee blutreinigend. Auch in der Rekonvaleszenz können beide angewandt werden. Ansonsten eignen sich Rot- und Weißklee für Teeumschläge gegen rheumatische Schmerzen und Milchdrüsen-Entzündung.
Rotklee als Heilkraut
In der heutigen Heilkunde und Volksmedizin wird der Rotklee darüber hinaus für zahlreiche weitere Beschwerden und Krankheiten verwendet. Er wird heute jedoch auch vorsorglich zur Vorsorge von Herz- und Kreislauferkrankungen genutzt.
Die Hauptanwendung von Rotklee dürfte heutzutage die Linderung diverser Beschwerden in den Wechseljahren (Menopause) sein. Es dient hier vor allem auf Grund der enthaltenden Phytoöstrogene als Hormonersatz. Für den östrogenartigen Effekt sind auch hier die Isaflavone verantwortlich. Diese Isfoflavone werden in der Leber verstoffwechselt und bilden Metabolite (Stoffwechselprodukte), die in der Lage sind, an so genannte Estrogenrezeptoren anzudocken. Hierzu werden die Rotkleeblüten meist in Form von Kapseln oder Tinkturen verwendet. In der Volksmedizin ist jedoch auch der Verzehr von Rotklee-Tee möglich und empfohlen.
Typische Darreichungsformen der Heilpflanze sind Kapseln, Tees und Tinkturen. Für einen Rotkleetee werden etwa 2 bis 3 gehäufte Teelöffel getrocknete Rotkleeblüten mit 250 ml kochend heißem Wasser übergossen. Der Aufguß sollte dann zwischen 12 und 15 Minuten ziehen, bevor die Blüten abgeseiht werden. Bei Bedarf kann der Tee mit etwas Honig gesüßt werden. Pro Tag sollten nicht mehr als 3 Tassen Rotkleetee getrunken werden. Die Anwendungsdauer sollte außerdem einen Zeitraum von fünf bis sechs Wochen nicht überschreiten.
In neuer Zeit wird ebenfalls diskutiert, ob der Verzehr von Rotkleesprossen ebenfalls eine Wirkung auf den Organismus hat. Hier konnte herausgefunden werden, dass junge Sprossen hohe Anteile des Isoflavons Formononetin enthält.
Nebenwirkungen
Sind bei sachgemäßer Einnahme von Rotklee und Rotkleepräparaten meist nicht zu erwarten, jedoch nicht vollständig auszuschließen. Direkte bzw. kurzfristige Nebenwirkungen bestehen nur selten. Meist sind es Unverträglichkeiten oder allergische Reaktionen auf einzelne Wirkstoffe im Rotklee. Unstimmigkeiten gibt es in puncto Langzeitwirkungen. Hierüber wird zum Teil darüber spekuliert, ob eine längerfristige Einnahme solcher Hormonersatzpräparate auch bestimmte Krebsarten wie Brustkrebs auslösen kann. Dies ist damit zu erklären, dass ein Zuviel an Östrogen bestimmte Reaktionen im Körper auslösen können, die die Bildung von Krebszellen stimuliert. Dem steht jedoch gegenüber, dass ein bestimmtes Isoflavon, das Biochanin A, jedoch in mehreren Laborversuchen, einen schützenden Effekt vor Brustkrebs gezeigt hatte.
Rotklee in der Küche
Rotklee wird in der Küche meist in Form von Sprossen genutzt. Die frischen Keimlinge enthalten viele wichtige Mineralien und Spurenstoffe wie z.B. Vitamin B1, B3 und C sowie höhere Anteile an Magnesium, Calcium und Kalium. Die Sprossen haben einen angenehmen, milden und leicht nussigen Geschmack. Die Rotkleesprossen können ähnlich wie Kresse verwendet werden und eignen sich für viele Salatgerichte. Die Sprossen lassen sich in so genannten Keimgeräten einfach anbauen und benötigen etwa 5 bis 8 Tage, bis sie verzehrfertig sind.
Junge Rotkleeblätter lassen sich hervorragend in Kräuterquarks verarbeiten. Die Blätter harmonieren hervorragend mit Petersilie. Im Frühjahr lassen sich die vitamin- und spurenmineralreichen Blätter auch in Smoothies verarbeiten.
Mitunter werden auch die Rotkleeblüten in der Küche für Suppen, Salate oder Brotaufstriche verwendet. Die auffallend roten Blüten sind ebenfalls recht mild im Geschmack und können darüber hinaus zu Dekorationszwecke genutzt werden.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Wiesenklee wächst bevorzugt auf Wiesen und an den Rändern von Äckern. Als Futterpflanze wird er sogar angebaut. Zum Leidwesen vieler Gartenbesitzer wächst der Klee auch häufig unbeabsichtigt auf den Rasenflächen. Dabei stellt der Klee eigentlich recht hohe Ansprüche an den Standort, aber anscheinend werden diese Ansprüche auf vielen Rasenflächen aufs Beste erfüllt. Der Boden muss nährstoffreich und fett sein. Staunässe mag die Kleepflanze nicht. In Bodennähe wächst eine Blattrosette, aus der die bis zu 50cm hohen Stängel wachsen. Die typischen Blätter sind dreigliedrig, in seltenen Fällen auch viergliedrig. Die vierblättrigen Kleeblätter sollen angeblich Glück bringen, daher sind sie sehr begehrt. Zwischen Mai und September blüht der Wiesenklee in roten oder weißen Köpfchen. Diese Kleeblüten enthalten viel Nektar und sind daher bei Bienen beliebt.
Der Wiesenklee ist eine ein- bis zweijährige oder überwinternd grüne, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 15 bis 80 Zentimeter erreicht. Der aufrechte oder aufsteigende Stängel ist kahl bis dicht angedrückt behaart. Die wechselständig und spiralig angeordneten Laubblättersind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 1,8 bis 8,6 Zentimeter lang. Die Blattspreite ist dreiteilig gefiedert, auch gefingert genannt. Die beiderseits fein behaarten Blättchen sind bei einer Länge von 18 bis 60 Millimeter sowie einer Breite von 8 bis 35 Millimeter eiförmig bis elliptisch mit rundlichen Grund und im oberen Bereich länglich; sie weisen einen helleren Fleck in der Mitte auf. Der Rand der Blättchen ist glatt. Die eiförmigen bis lanzettlichen Nebenblätter sind mit dem Blattstiel verwachsen, der freie Teil ist grannenartig, viel kürzer als der verwachsene untere Teil und kahl oder behaart.
Die Blütezeit reicht von April/Mai bis Oktober. Es werden vielblütige, kugelige bis eiförmige ährige Blütenstände gebildet, die eine Länge von 1 bis 2 Zentimetern und einen Durchmesser von 2 bis 3 Zentimetern aufweisen. Der Blütenstand ist meist von den obersten Stängelblättern umhüllt. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind verwachsen. Die zehnnervige Kelchröhre ist nur wenig behaart. Die ungleichen Kelchzähne sind gewimpert. Einzelne der fünf roten Kronblätter sind verwachsen. Die Krone besitzt die typische Form einer Schmetterlingsblüte und ist 10 bis 18 Millimeter lang. Das einzelne Fruchtblatt ist oberständig. Die Hülsenfrucht ist 1,5 bis 4 Millimeter lang und bis zu 1 Millimeter breit und enthält ein bis zwei Samen.
 
Anbau, Aussaat und Pflege
Rotklee wird in den letzten Jahren immer häufiger als Nutzpflanze angebaut. Neben der Nutzung als Heilkraut oder Futterpflanze kommt Rotklee auch als Gründüngungsalternative in Betracht, da die Pflanze in der Lage ist Stickstoff zu binden.
Standort
Die Kultivierung von Rotklee im Garten ist recht einfach. Sowohl der Anbau als auch die Pflege sind bei guten Standortbedingungen keine Schwierigkeit. Als gute Standortbedingungen gelten sonnige bis halbschattige Lagen auf nährstoffreichen, durchlässigen und mäßig feuchten Böden. Besitzer von sauren Böden sollten beim Anbau noch kleinere Gaben Kalk zufügen, da ein zu saures Milieu zu Wachstumsproblemen führen kann.
Aussaat und Anbau
Die beste Aussaatzeit ist der Frühling zwischen März und Mai. Im Freiland sind jedoch auch die Sommermonate bis in den August hinein möglich. Die Rotkleesamen sind Lichtkeimer. Die Aussaattiefe sollte daher zwischen 0,5 und 1 cm sein. Es genügt hier vollkommen, die Samen leicht in den Boden bzw. Erde zu drücken und im Anschluss mit etwas Erde zu bedecken. Der Pflanzabstand zwischen den einzelnen Wiesenkleepflanzen sollte mindestens 20 cm betragen, da sonst eine erhöhte Nährstoffkonkurrenz auftreten kann.
Der Anbau auf dem Balkon kann sich als schwierig erweisen, da die Pflanze recht tief wurzelt. Soll dennoch eine Kultivierung erfolgen, empfehlen sich tiefe Töpfe, um der Pflanze einen größtmöglichen Wurzelraum zu ermöglichen. Als Substrat sind handelsübliche Blumenerden meist vollkommen ausreichend.
Gießen
Wiesenklee liebt eine mäßig feuchte Umgebung. Regelmäßiges Gießen begünstigt demnach ein üppiges Wachstum der Pflanzen. Der Boden sollte jedoch nur feucht und nicht nass sein. Kürzere Trockenphasen übersteht der Rotklee meist problemlos. Durch seine tiefen Pfahlwurzeln kann das Wildkraut auch in tieferen Bodenschichten Wasser bekommen.
Düngung
Im ersten Jahr des Anbaus ist meist keine gezielte Düngung notwendig. Rotklee versorgt sich aufgrund des ausgeprägten Tiefwurzelsystems meist selber. Notwendig kann das Zuführen von Dünger jedoch sein, wenn die Böden ausgelaugt sind und nur wenig Nährstoffe gebunden haben. Benötigt werden vor allem Stickstoff und Kalium. Im Freiland ist es meist vorteilhaft, wenn vor Aussaat der Boden mit Kompost oder Rinderdung durchmischt wird.
Krankheiten und Schädlinge
Schädlingsbefall beim Rotklee ist zwar relativ selten, kann aber gelegentlich vorkommen. Der wohl bekannteste Schädling ist das Kleespitzmäuschen (auch Rotklee-Spitzmausrüssler genannt), ein Käfer der bis zu 3 mm groß wird. Gefährlich sind vor allem die Larven des Käfers, die sich von den Blüten ernähren und meist Löcher in die Blätter fressen.
Überwinterung
Rotklee ist winterhart und bedarf keiner gesonderten Vorbereitung zur Überwin-terung. Das Laub stirbt zur Winterzeit ab und treibt im Frühjahr wieder aus.

Pestwurz
Die Pestwurz zeigt im zeitigen Frühjahr bizarre Blüten, die in kolbenartigen Blütenständen in Traubenform in den Himmel ragen. Aus den zunächst kleinen Blättern wachsen nach der Blütezeit wahre Riesen heran, die in der Form an Huflattichblätter erinnern, aber viel grösser sind. Früher wurde die Pestwurz so sehr geschätzt, dass man ihr sogar eine Wirkung gegen Pest nachsagte. Dann wurde die Heilwirkung der Pestwurz nahezu vergessen, bis man entdeckte, dass die Pestwurz gegen Migräne helfen kann. Auch gegen Asthma und Heuschnupfen kann man sie verwenden, was sie bei der heutigen, verbreiteten Allergieneigung zu einer wichtigen Heilpflanze macht.
Die Gewöhnliche Pestwurz, auch Bach-Pestwurz oder Rote Pestwurz genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Korbblütler.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Migräne, Asthma, Heuschnupfen
Heilwirkung: beruhigend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, menstruationsfördernd, schleimlösend, schmerzstillend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche: Allergien, Blasenentzündung, Bronchitis, Darmkrämpfe, Gallenschwäche, Geschwüre, Gicht, Harnwegsinfekte, Hautleiden, Herzschwäche, Husten, Ischias, Kopfschmerzen, Leberleiden, Menstruationsbeschwerden, Nierenbeckenentzündung, Reizmagen, Rheuma, Wunden
wissenschaftlicher Name: Petasites hybridus
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Butterbur
volkstümliche Namen: Bach-Pestwurz, Echte Pestwurz, Gebräuchliche Pestwurz, Gemeine Pestwurz, Gemeiner Pestwurz, Gewöhnliche Pestwurz, Großer Huflattich, Rote Pestwurz
Verwendete Pflanzenteile: Wurzelstock
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Petasin, Schleim, Polyphenole, Alkaloide, Pyrrolizidinalkaloide, Beta-Sitosterol
Sammelzeit: Mai bis August
 
Anwendung
Am besten verwendet man die Pestwurz in Form von standartisierten Extrakten, bei denen die potentiell leberschädigenden Pyrrolizidinalkaloide entfernt wurden. Moderne Pestwurzzüchtungen enthalten gar keine oder kaum Pyrrolizidinalkaloide mehr, sodass man die Zubereitungen aus solchen Pflanzen bedenkenlos dauerhaft anwenden kann.
Anwendung gegen Migräne
Neuere Studien haben ergeben, dass die kurmäßige Anwendung der Pestwurz die Anzahl der Migräneanfälle bei Migränepatienten um etwa die Hälfte senken kann. Dazu wird die Pestwurz über einen längeren Zeitraum vorbeugend eingenommen und nicht erst beim akuten Migräneanfall. Die Pestwurzwirkung bei Migräne hängt mit der Entkrampfung der Blutgefäße im Gehirn zusammen, denn Migräne entsteht durch Gefäßverkrampfungen im Gehirn.
Heuschnupfen und Asthma
Pestwurz wirkt vergleichbar stark wie ein medizinisches Antihistaminikum bei Allergien. Daher kann man die Pestwurz beispielsweise gegen Heuschnupfen einsetzen. Außerdem kann man Pestwurz gegen Asthma verwenden. Bei dieser Anwendung kommt die entkrampfende Wirkung zur antiallergischen Wirkung hinzu.
Krämpfe im Verdauungssystem
So wie die Pestwurz Krämpfe in den Blutgefäßen lindern kann, entkrampft sie auch die Verdauungsorgane. Daher wirkt Pestwurz-Extrakt gegen Krämpfe und Koliken von Magen und Darm. Außerdem kann man die Pestwurz bei etliche andere Beschwerden verwenden, wie beispielsweise Herzschwäche, Periodenkrämpfe oder Gicht.
Äußerlich
Äußerlich kann man Zubereitungen aus den Pestwurzblättern oder dem Wurzel-stock bei Wunden und Geschwüre anwenden.
Historische Verwendung
Griechen und Römer schätzten die Pestwurz im 1. Jahrhundert gegen bösartige Geschwüre ebenso wie die Menschen im Mittelalter, die sie bei die Pest einsetzten. In der Volksmedizin werden verschiedene Zubereitungen der Pflanze auch als schleimlösende Hustenmittel und als Kühlmittel bei Insektenstichen eingesetzt. Im 19. Jahrhundert wurde erstmals die spasmolytische und analgetische Wirkung erkannt und die Pflanze bzw. deren Zubereitungen wurden für die medizinische Anwendung neu entdeckt. In Japan werden zu Beginn der Frühlingszeit im April Pestwurzjungpflanzen gesammelt die gerade aus dem Erdreich stoßen. Sie werden als Tempura fritiert und verzehrt. Sie sind leicht bitter im Geschmack und heißen auf japanisch "Fukino tou".
Moderne Verwendung
Vor Zubereitungen als Tee aus Pestwurzblättern oder -wurzeln wird gewarnt, denn im Naturzustand enthält die Pflanze Substanzen mit mutagener, krebserregender und möglicherweise toxischer Wirkung auf die Leber. Für standardisierte Fertigpräparate jedoch werden nur Pflanzen aus kontrolliertem Anbau einer pyrrolizidinalkaloidarmen Chemovarietät verwendet; darüber hinaus werden verbliebene Pyrrolizidinalkaloid-Restmengen durch spezielle Extraktionsverfahren weitgehend entfernt. Heute werden Pestwurzextrakte in verschiedenen Phytopharmaka eingesetzt, wobei die spasmolytische Wirkung auf die glatte Muskulatur im Vordergrund steht. Dazu werden bevorzugt Extrakte aus dem Rhizom verwendet. Indiziert sind sie z. B. bei Spasmen des Gastrointestinaltrakts und krampfartigen Beschwerden im Bereich der ableitenden Harnwege. Daneben werden Pestwurz-Zubereitungen z. B. bei der Migräneprophylaxe eingesetzt. Eine mögliche Wirksamkeit bei primärer Dysmenorrhoe oder eine verbesserte Ventilation bei Asthma bronchiale wurde ebenfalls festgestellt. Ein standardisierter CO2-Extrakt aus den Blättern wird als Antiallergikum eingesetzt; durch wissenschaftliche Studien wurde seine Wirksamkeit belegt. In Deutschland ist seit 2009 kein Pestwurz-Präparat mehr auf dem Markt, nachdem die Zulassung für das Präparat Petadolex erloschen ist. Seit den 60er Jahren ist bekannt, dass Petasites hybridus in zwei Chemovarietäten existiert. Die eine enthält sogenannte Furanoeremophilane und Eremophilanlactone, die in den Pflanzen des anderen Typs nicht zu finden sind. Diese andere (Petasin-)Varietät enthält zum Beispiel Petasin, Neopetasin und Isopetasin. Letzteres entsteht möglicherweise erst bei der Lagerung. Auch scheint eine Mischvarietät zu existieren, die Petasine und Furanopetasine enthält. Die als Pyrrolizidinalkaloide bezeichneten Inhaltsstoffe sind Esteralkaloide, deren Grundgerüst das Necin darstellt. Als toxisch gelten Substanzen, wenn im Necingerüst zwischen Position 1 und 2 eine Doppelbindung vorliegt. In der Leber werden diese Substanzen zu Pyrrolen umgewandelt, die an DNA und RNA binden können und somit Proteinsynthese und Zellteilungbeeinträchtigen. Dadurch kommt es zu Stoffwechselstörungen und Lebergewebeschäden. Pyrrolizidinalkaloide werden aus Extrakten zur Herstellung von Phytopharmaka entfernt.
 
Geschichtliches
In der Antike wurde die Pestwurz in Griechenland und bei den Römern gegen Geschwüre und schlecht heilende Wunden eingesetzt. Im Mittelalter versuchte man mit der stark riechenden Pestwurz die Pest zu vertreiben. Auch bei Husten wurde die Pestwurz schon frühzeitig angewendet. Schon im 19. Jahrhundert wurde die schmerzstillende und krampflösende Wirkung der Pestwurz festgestellt. Doch obwohl sie gegen moderne Plagen wie Migräne und Heuschnupfen ausgesprochen wirksam ist, wird sie bislang noch nicht sehr häufig eingesetzt, aber immerhin wird sie heutzutage als wichtige Heilpflanze anerkannt. In vielen Kräuterbüchern sucht man die Pestwurz jedoch vergeblich.
 
Pflanzenbeschreibung
Die ausdauernde krautige Pflanze erreicht zur Blütezeit Wuchshöhen zwischen 10 und 40 Zentimeter, zur Fruchtzeit bis 120 Zentimeter. Das Rhizom ist zirka 4cm dick, bräunlich und an den Gliedenden verdickt. Die rundlichen Laubblattspreiten können bis 60 cm im Durchmesser erreichen. Die Unterseite der Blätter ist grauwollig, später verkahlend. Die Blütenstände erscheinen zwischen März und Mai noch vor den Grundblättern. Der zusammengesetzte, traubige Blütenstand besitzt zahlreiche, dicht stehende rötlich-weiße bis rot-violette Blütenköpfe (Teilblütenstände). Die männlichen Blütenköpfe werden etwa 7 bis 12 mm lang und sind etwa doppelt so groß wie die weiblichen. Die Pestwurz ist in Mittel- und Nordeuropa heimisch. Sie wächst am liebsten an Flussufern oder an anderen feuchten Stellen. Der Wurzelstock ist mehrjährig und wird etwa vier Zentimeter dick. Im zeitigen Frühjahr zwischen März und Mai erscheinen die Blüten, die wie bizarre Kolben aussehen. Mehrere rötliche Blütenköpfe gruppieren sich traubig um einen Blütenstängel und bilden den typischen Pestwurz-Kolben. Während der Blütezeit sind die Blätter der Pestwurz noch relativ klein.
Erst nach dem Verblühen wachsen die riesigen Blätter, die zu den größten Blättern in Mitteleuropa gehören. Die Blätter werden bis zu 60 cm breit. Die Form der Blätter erinnert an Huflattich-Blätter, was nicht weiter verwunderlich ist, denn die beiden sind nahe verwandt. Anfänglich sind die Blätter auf der Unterseite wollig behaart. Diese Behaarung verliert sich aber im Laufe des Sommers.
 
Bachblüten
Man wacht wie eine Glucke über die Bedürfnisse, Wünsche und Entwicklungen seiner Familie und seines Freundeskreises (Chicory)
Diese wachen wie eine Glucke über die Bedürfnisse, Wünsche und Entwicklungen derer Familie und deren Freundeskreises
Bei Chicory wachen sie nicht mehr wie eine Glucke über ihrer Familie und Freundeskreises
Bachblüten
Neid- und Haßgefühle (Holly)
Diese Menschen haben Neid- und Hassgefühle
Mit der Blüte können sie diese Gefühle ablegen
Regeln für Würzen
-     Sparsam würzen
-     Salz ist kein Gewürz
-     Frische Kräuter verwenden – nicht mitkochen
Dill, Kresse, Basilikum, Petersilie, Schnittlauch, Boretsch, Zitronenmelisse
-     Kräuter mit kräftigem Aroma – mitkochen
Liebstöckel, Thymian, Rosmarin, Majoran, Oregano, Bohnenkraut, Salbei, Beifuß
-     Eingefrorene Kräuter verändern ihr Aroma!
Aroma verlieren: Anis, Bohnenkraut, Majoran
Aroma verstärken: Basilikum, Dill, Estragon, Salbei, Thymian
Die Grundregeln beim Würzen
Wie würzt man welches Gericht? Und wie lauten die Grundregeln beim Würzen? Wer beim Würzen unerfahren ist und das Würzen lernen möchte, der kann mit unseren 7 Grundregeln beim Würzen nichts falsch machen.
Hier kommen unsere 7 goldenen Regeln zum richtig würzen:
Salz und Pfeffer gehören an beinahe jedes Gericht. Selbst an süße Speisen wird ein kleine Prise Salz gegeben.  
Frische Gewürze erst kurz vor Ende des Kochens hinzugeben, getrocknete Gewürze können eine Zeit lang mitkochen.
Ganze, getrocknete Gewürze kurz vor der Verwendung im Mörser aufbrechen und zerkleinern. So kann sich der volle Geschmack besser entfalten.
Ein Hauptgewürz verwenden. Verwenden Sie immer nur ein Hauptgewürz und geben Sie die anderen Gewürze dezent dosiert hinzu.
Gewürze sollten den Eigengeschmack der Zutaten nicht überdecken, sondern unterstützen. Weniger ist hier daher oft mehr.
Mit dem Nachwürzen immer etwas warten, das sich der Geschmack einiger Gewürze erst nach einigen Minuten entfaltet.
Gewürze wie Paprikapulver, Pfeffer und Knoblauch nicht scharf anbraten. Die Gewürze verbrennen sehr schnell und werden bitter.

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