Direkt zum Seiteninhalt
Gundermann
Der Gundermann wächst klein und unauffällig überall in naturbelassenen Gärten und in der freien Natur. Kaum einer kennt ihn, obwohl er eine wertvolle Bereicherung für die Hausapotheke und die Küche ist. Außerdem sieht er im Garten sehr schön als Bodendecker aus und ist extrem pflegeleicht. Seine lilanen Blüten begeistern mich jedes Jahr aufs Neue.
Der Gundermann, auch Echt-Gundelrebe genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Lippenblütler.
Gundermann ist ein Kraut, das in vielen Gärten nicht unbedingt auf viel Gegenliebe trifft. Durch das robuste Rhizomsystem der Pflanze kann es sich leicht über viele Flächen ausbreiten. Doch Gundermann, mitunter auch als Gundelrebe oder Erdefeu bezeichnet, ist viel mehr als ein „Unkraut“. Wegen seines Vitamin C-Gehalts sowie aufgrund seines sehr charakteristischen Geschmacks machte sich Gundermann in der Vergangenheit einen Namen als Soldatenpetersilie. Es enthält außerdem viele weitere wertvolle Inhaltsstoffe, die u.a. bei Nierenbeschwerden oder Abszessen helfen können.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Schlecht heilende Wunden
Heilwirkung: entzündungshemmend,  schleimlösend, stoffwechselfördernd
Anwendungsbereiche: Blasenschwäche, Chronischer Schnupfen, Chronischer Husten, Nierenschwäche, Rekonvaleszenz
wissenschaftlicher Name: Glechoma hederacea
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: Ground Ivy
andere Namen: Gundelrebe, Blauhuder, Buldermann, Donnerrebe, Hederich, Erdefeu, Grundrebli, Gundelrieme, Gunelreif, Silberkraut, Soldatenpetersilie, Huder, Udram, Zickelskräutchen
falsche Schreibweisen: Gunderman
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Gerbstoffe, Bitterstoffe
Sammelzeit: März bis Juni, aber auch noch später, solange er sprießt
 
Anwendung
Äußerlich
Äußerlich kann der Gundermann für schlecht heilende Wunden, vor allem bei Eiter (Gund) verwendet werden. Dazu kannst du das Pflanzenöl, Kompressen oder Salben verwenden.
Innerlich
Innerlich dient er der Anregung der Stoffwechsels und hilft bei langwierigen Krankheiten. Auch hier besteht der Bezug zum Eiter. So hilft er bei chronischer Bronchitis, chronischem Schnupfen, Blasen- und Nierenkrankheiten. Hierfür eignet sich eine Tinktur.
Gundermann als Heilkraut
Durch seine schleimlösenden Inhaltsstoffe wird Gundermann als Gurgellösung bei Problemen im Rachenbereich eingesetzt, wirkt aber auch bei Schnupfen sowie Blasen- und Nierenproblemen harntreibend. Und nicht zuletzt verbirgt sich im Namen Gundermann ein Hinweis, wofür Gundermann in der Vergangenheit gebraucht wurde. Der Begriff Gund stammt aus dem Althochdeutschen und wird mit Beule oder Eiter gleichgesetzt – Gundermann ein Kraut gegen Entzündungen und Abzesse.
Für die alten Germanen war die Pflanze eine häufig genutzte Arzneipflanze. Auch Hildegard von Bingen und Kneipp erwähnten den Gundermann bereits in ihrem Werk als Heilkraut. Dort wurde er für Leiden und Beschwerden im Hals-, Nasen- und Ohrenbereich eingesetzt. Im späten Mittelalter hat der Gundermann jedoch kaum noch Bedeutung gehabt. In vielen alten Kräuterbüchern fanden sich nur sehr wenig Anwendungsbereiche. Eine gewisse Bedeutung hat die Gundelrebe bei der Behandlung von Augenerkrankungen gehabt.
Gundermann in der Küche
Will man Gundermann für die Zubereitung von Speisen verwenden, kann man sowohl die jungen Blätter wie auch die Blüten nutzen. Gundermann gibt Gerichten dank seines pikanten, minzeähnlichen, leicht scharfen und bitteren Geschmacks eine interessante Note, die sich insbesondere in Frühjahrssalaten und als Zutat für Kräuterbutter oder Kräuterquark gut macht. Gundermann ist bei Wildkräuterliebhabern sehr begehrt und wird oft zusammen mit anderen Kräuter wie der Knoblauchsrauke oder Löwenzahn in Wildkräutersalaten verarbeitet.
Gundermann ist sehr kräftig im Geschmack und sollte in den meisten Speisen eher untergeordnet verwendet werden. Werden zuviele Gundermannblätter oder -blüten verzehrt, kann der Geschmack des ganzen Gerichts sehr dominant sein, was nicht immer gewünscht ist.
Gundermann passt in der Küche hervorragend zu Pfannen- und Ofengerichten, wie z.B. Bratkartoffeln oder für deftige Eierkuchen. Die Blätter, oft in Verbindung mit Knoblauch, eignen sich auch zum Würzen von Kartoffelgerichten, wenngleich auch hier sehr sparsam dosiert werden sollte. Auch wird er mitunter zu Wildfleischgerichten oder für Wildkräutersalate verwendet.
 
Magische Anwendung
Früher setzte man sich zur Walpurgisnacht Gundermann-Kränze auf den Kopf.
Solch ein Kranz sollte den Träger oder die Trägerin befähigen, Hexen zu erkennen. Statt Kranz auf dem Kopf kann man den Gundermann auch unten um eine gelbe Kerze herumwinden. Wenn man diese Kerze an einem Dienstag abbrennt, soll man erkennen können, wer einem Böses will, beziehungsweise, wer einen Schadzauber gegen einen bewirkt hat.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Gundermann (auch Gundelrebe) wächst ähnlich wie Efeu und kriecht über den Boden und rankt an Zäunen. Seine Triebe werden bis zu einem Meter lang. Die Blätter sind herz- bis nierenförmig mit eingekerbtem Rand. Die violetten Blüten erscheinen schon recht früh im Jahr und stehen innerhalb der Blattachseln in Scheinquirlen. Da er gerne wuchert, bedeckt er innerhalb eines Jahres ziemlich große Bodenflächen und kann daher auch im Garten als gesunder Bodendecker eingesetzt werden. Ich habe ein paar Pflänzchen zwischen meine hochwüchsigen Heilpflanzen gesetzt. Dort kümmert er sich gut um die Bedeckung der Zwischenräume. Wenn man ein Gundermannblatt zwischen den Fingern reibt, riechen diese herb-würzig und fühlen sich leicht schmierig an. Das schmierige Gefühl kommt durch das enthaltene Öl, das der Hauptwirkungsträger für seine hautheilenden Eigenschaften ist.
Der Gundermann wächst als wintergrüne, ausdauernde krautige Pflanze. Die Behaarung der Pflanzenteile ist variabel: Häufig ist sie fast kahl, sie kann aber auch dicht weich behaart sein. Stängel und Blattunterseite sind häufig purpurn überlaufen. Die nichtblühenden Sprossachsen kriechen als Ausläufer am Boden, besitzen einen quadratischen Querschnitt und sind an vielen Knoten bewurzelt. Aufgrund ihres sehr raschen Wachstums und ihrer reichen Verzweigung sorgen sie für eine vegetative Vermehrung; der Hauptspross kann bis zu 2 Meter Länge erreichen. Der Gundermann ist ein Flachwurzler; die Blütentriebe sind 10 bis 30 Zentimeter hoch, aufsteigend bis aufrecht, und haben ebenfalls einen quadratischen Querschnitt. Die Laubblätter sind kreuzgegenständig angeordnet. Die Blattstiele sind in der Länge sehr variabel, jedoch kürzer als die Internodien. Ihre Länge reicht von rund einem Zentimeter bis zu 20 Zenti-metern in dichter Vegetation. Die Blattspreiten sind mit einer Länge von 0,4 bis 3,5 Zentimeter und einer Breite von 0,6 bis 4 Zentimeter, meist jedoch nicht breiter als 3 Zentimeter, nierenförmig bis rundlichherzförmig mit stumpfer oder spitzlicher Blattspitze. Der Blattrand ist grob gekerbt. Es können gelegentlich aber auch Blattspreiten mit bis zu 8 Zentimetern Durchmesser vorgefunden werden.
Die zwei- bis fünfblütigen Blütenstände entspringen den Achseln von Laubblättern. Die Deckblätter(Brakteolen) der einzelnen Blüten sind 1 bis 1,5 Millimeter groß und behaart. Die Blüten sind die für die Lippenblütler typischen zygomorphen Lippenblüten. Der Kelch ist röhren- bis glockenförmig, leicht zweilippig und besitzt 15 Nerven. Die Krone ist meist 15 bis 22 (6 bis 25) Millimeter lang und von blau-violetter Farbe mit purpurnen Flecken an der Unterlippe; selten ist die Krone rosa oder weiß. Die Oberlippe der Krone ist flach und hat drei dreieckige Zähne, die rund 0,2- bis 0,3-mal so lang wie die Kronröhre sind. Die Unterlippe hat zwei Zähne. Die Kronröhre ist schmal konisch, gerade und behaart. Es sind zwei lange und zwei kurze Staubblätter ausgebildet. Sie befinden sich an der Unterseite der Oberlippe. Die Pollensäcke öffnen sich mit Längsschlitzen. Zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, vierfächrigen Fruchtknoten verwachsen, wobei jedes Fach eine Samenanlage beinhaltet. Die Blüten sind zwittrig. Es kommen auch männlichsterile Blüten vor. Diese sind meist kleiner, und die reduzierten Staubblätter sind in die Kronröhre integriert. Klone bilden dabei entweder nur zwittrige oder nur männlichsterile Blüten. Die Ausbildung des Geschlechts ist nicht rein genetisch bedingt. Unter günstigen Wachstumsbedingungen können viele männliche Klone zwittrige Blüten hervorbringen. In seltenen Fällen wurden rein weibliche Blüten beobachtet. Die Blütezeit liegt meist zwischen April und Juni (Juli).
Die Klausenfrucht zerfällt in vier Teilfrüchte. Jedes Fruchtknotenfach entwickelt sich zu einer nüsschenartigen Teilfrucht (Klause). Jede Klause ist eiförmig und glatt und dabei an den Seiten, wo sie die Nachbarn berührt, leicht eingedrückt. Die Klausen tragen einen grauen Auswuchs, der als Elaiosom gedeutet wird. Bei der Reife verschleimt das Perikarp. Das Gewicht der Klausen beträgt rund 0,7 Milligramm. Die Samen sind 1,9 mal 1,1 Millimeter groß. Die Klausen werden durch KlebAusbreitung und durch Ameisen ausgebreitet. Die Fruchtreife erfolgt zwischen Juni und August.
 
Sammeltipps
Die Blätter des Gundermanns kann man fast das ganze Sommerhalbjahr über sammeln. Da der Gundermann sehr verbreitet ist, kann man relativ leicht Stellen finden, wo der Gundermann wächst. Man sollte jedoch darauf achten, dass man ihn nicht an einer Stelle erntet, wo viele Hunde ausgeführt werden oder wo viele Autos fahren. Am besten verwendet man den Gundermann frisch in der Küche. Man kann ihn aber auch an einer schattigen Stelle trocknen, als Tinktur ansetzen oder zu einer Salbe verarbeiten.

Flieder
Der Flieder ist im Frühling mit seinen lilanen oder weißen Blüten eine bezaubernde Zierde von zahlreichen Gärten. Sein Duft ist geradezu betörend. Schon im Mittelalter fand der Flieder in Bauerngärten Mitteleuropas ein Zuhause. Obwohl sein Duft so lieblich ist, ist der gesamte Flieder ausgeprägt bitter, weshalb er auch kaum von fressenden Tieren, seien es Insekten oder Säugetieren heimgesucht wird. Seine Bitterkeit ist es auch, die den Flieder zu einem Heilmittel bei Fieber und Verdauungsschwäche machen.
Flieder ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Ölbaumgewächse. Sie umfasst etwa 20 bis 25 Arten. Sie sind hauptsächlich in Asien sowie in Südosteuropa verbreitet. Der Gemeine Flieder wird häufig als Zierstrauch gepflanzt.
 
Steckbrief
Heilwirkung: tonisierend, Fieber, Verdauungsschwäche, Blähungen, Schluckauf, Durchfall, Mundschleimhautentzündungen, Gicht, Rheuma
wissenschaftlicher Name: Syringa vulgaris
Pflanzenfamilie: Ölbaumgewächse = Oleaceae
englischer Name: Common Lilac
volkstümlicher Name: Lila
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Blätter, Früchte, Rinde junger Zweige
Inhaltsstoffe: Bitterstoffe, ätherische Öle, Alpha-Pinene, Syringin, Anisaldehyde, Farnesol
Sammelzeit: Frühling
 
Anwendung
Besonders der Gemeine Flieder, aber auch Sorten anderer Arten und Kreuzungen werden als Ziersträucher in Parks und Gärten verwendet. Einige Sorten werden als Schnittblume verwendet. Die Fliederblüte schmückt in Deutschland oft Ausfuhrwagen und Hemden bei Herrentagspartien am Vatertag.
Blüten
Die Blüten trinkt man als Tee zur Stärkung der Verdauung. Dazu nimmt man ein bis zwei Teelöffel der getrockneten Blüten pro Tasse Wasser. Man gießt das kochende Wasser über die Blüten und lässt fünf Minuten ziehen. Davon trinkt man zwei bis drei Tassen täglich. Obwohl die Blüten sehr lieblich duften, schmeckt der Tee bitter.
Blätter
Bei Fieber trinkt man zwei bis drei Tassen täglich von einem Tee aus den Blättern des Flieders. Man nimmt nur einen knappen Teelöffel der getrockneten Blätter pro Tasse Tee. Der Tee schmeckt sehr bitter.
Rinde
Auch aus der zerstoßenen Rinde kann man einen Tee gegen Fieber zubereiten. Die Zubereitung erfolgt wie bei den Blättern.
Früchte
Aus den Früchten kann man einen Tee gegen Verdauungsbeschwerden und Schluckauf zubereiten.
Äußerlich
Bäder mit einem Tee aus den Blättern, Blüten oder der Rinde des Flieders helfen bei rheumatische Schmerzen und Gichtattacken. Man kann auch einen Ölauszug mit den getrockneten Fliederblüten zubereiten. Solch ein Ölauszug hilft als Einreibung gegen rheumatische Schmerzen.
  
Geschichtliches
Schon im 10. Jahrhundert wurde der Flieder von den Mauren in Spanien eingeführt. Im 16. Jahrhundert kam er dann auch in Mitteleuropa und England an. Weil er so schön aussieht und so gut duftet, wurde er häufig in Bauerngärten angebaut. Sein türkischer Name Lilac wurde im deutschsprachigen Raum zu lila, denn für die hellviolette Farbe gab es vorher noch gar keine eigene Bezeichnung. Als Blumensymbol steht der Flieder für die romantische, unschuldige Liebe.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Vertreter dieser Gattung wachsen als sommergrüne Sträucher oder kleine Bäume. Die Zweige sind manchmal vierflügelig. Die gegenständigen, meist gestielten Laubblätter der meisten Flieder-Arten sind einfach, selten fiederteilig; fiederförmige Blätter haben zum Beispiel Syringa laciniata und Syringa pinnatifolia. In oft auffälligen, unterschiedlich aufgebauten Blütenständen sind viele Blüten zusammengefasst. Die Blütezeit der meisten Arten und Sorten erstreckt sich von Mai bis Juni. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten sind vierzählig. Die Blüten der Flieder-Arten und Sorten kommen in vielen Farben von dunkelviolett über violett-rot zu gelb oder weiß vor und verbreiten meist einen starken Duft. Die vier Kelchblätter sind glockenförmig verwachsen. Auch die vier Kronblätter sind verwachsen. Es sind nur zwei Staubblätter vorhanden. Der Fruchtknoten ist oberständig. Der Griffel ist kürzer als die Staubblätter.
Es werden wenigsamige Kapselfrüchte gebildet. Die Samen sind geflügelt.
Der Flieder ist auf dem Balkan und im mittleren Osten heimisch. In Mitteleuropa kommt er häufig in Gärten vor und manchmal auch verwildert. Er bevorzugt kalkreiche, nährstoffreiche Böden und sonnige Standorte. Aber auch im Halbschatten kann er gedeihen. Der Flieder ist ein kleiner Baum oder Strauch, der bis zu sechs Meter hoch werden kann. Die Blätter sind spitz eiförmig und ganzrandig. Zwischen Mai und Juni blühen die kolbenartigen Blüten, die stark lieblich duften. Die Blüten sind meistens violett oder weiß. Der Flieder, der hier beschrieben wird, ist übrigens nicht verwandt mit dem Holunder, der vor allem in Norddeutschland auch den Namen Flieder trägt.
 
Anbautipps
Den Flieder kann man in den meisten Gartencentern als junge Pflanze kaufen.
Man pflanzt ihn an einen sonnigen Platz, wo er Platz hat, bis zu 6 Meter hoch zu werden. Oft wird er aber auch nur 3 Meter hoch. Der Flieder braucht in trockenen Zeiten Wasser, sollte aber nicht zu feucht stehen, denn Staunässe mag er nicht. Wenn es dem Flieder gut geht, kann er recht buschig und umfangreich werden. Er braucht aber mehrere Jahre, um groß zu werden.

Sammeltipps
Im Frühjahr sammelt man die Rinde junger Zweige. Die Blätter sammelt man, wenn sie frisch ausgetrieben sind und die Blüten, wenn sie sich gerade entfaltet haben. Man trocknet sie zügig an einem warmen, luftigen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Wenn die Früchte reif sind, kann man auch diese ernten.

Bachblüten
Ich bin wütend (Holly)
Diese Menschen sind und können sehr wütend sein
Hier können sie die wütende Art mindern
Bachblüten
Ungeduldig und undiplomatisch mit langsamen Mitmenschen (Impatiens)
Sie sind ungeduldig und auch sehr undiplomatisch mit ihren langsameren Mitmenschen
Mit der Blüte können sie das ungeduldige und undiplomatische weglegen
Proteine (Eiweiße)
Proteine oder die Eiweißstoffe sind unentbehrlich für den Aufrechterhalten von unseren Körpersubstanzen (wie Blut, Gewebe und Zellen), die einem ständigen Auf und Abbau unterliegt.
Der Name Protein leitet sich vom griechischen Wort proteos ab, was an erster Stelle stehend heißt. Die Zufuhr von Proteinen mit der Nahrung ist lebensnotwendig.
Ein Protein, umgangssprachlich Eiweiß (veraltet Eiweißstoff) genannt, ist ein biologisches Makromolekül, das aus Aminosäuren aufgebaut wird, die durch Peptidbindungen verknüpft sind.
Proteine finden sich in jeder Zelle und machen zumeist mehr als die Hälfte des Trockengewichts aus. Sie dienen ihr als molekulare „Werkzeuge“ und erfüllen je nach der besonderen Struktur unterschiedliche Aufgaben, indem sie beispielsweise Zellbewegungen ermöglichen, Metabolite transportieren, Ionen pumpen, chemische Reaktionen katalysieren oder Signalstoffe erkennen können. Überwiegend aus Proteinen bestehen so auch Muskeln, Herz, Hirn, Haut und Haare.
Die Gesamtheit aller Proteine in einem Lebewesen, einem Gewebe, einer Zelle oder einem Zellkompartiment, unter exakt definierten Bedingungen und zu einem bestimmten Zeitpunkt, wird als Proteom bezeichnet.

Zurück zum Seiteninhalt