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Esels-Distel
Die Gewöhnliche Eselsdistel, auch Gemeine Eselsdistel, Krebsdistel, Wolldistel oder Krampfdistel genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Eselsdisteln in der Unterfamilie der Carduoideae innerhalb der Familie der Korbblütler.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Geschwüre, Hautkrebs (Volksheilkunde), blutreinigend, schlecht heilende Wunden
wissenschaftlicher Name: Onopordon acanthum
Verwendete Pflanzenteile: blühendes Kraut, Wurzel
Sammelzeit: Juli und August
 
Anwendung
Einige Pflanzenteile wären notfalls für den Menschen verwertbar, wie z. B. die Blütenkörbchen und deren Böden artischockenähnlich als Gemüse, die Stiele (geschält) wie Spargel oder Rhabarber in Wasser gekocht. Der Samen (25% ölhaltig) lässt sich zu essbarem Öl (auch lampengeeignet) pressen. Die Blüten enthalten Onopordopikrin, Flavonglykoside und Gerbstoffe. Der der Droge zugeschriebene cardiotonische Effekt ist fragwürdig, neuere Untersuchungen liegen jedenfalls nicht vor.
Heilkräftige Pflanzenteile
Die blühende Pflanze und die Wurzel. Zu Beginn der Blütezeit wird die Pflanze knapp über dem Boden abgeschnitten und im Schatten getrocknet. Nach dem Trocknen wird der dicke Hauptstängel entfernt und nur die Blätter und der obere Pflanzenteil kleingeschnitten. Die Wurzel wird zeitlich im Frühjahr ausgegraben (ausgestochen), nach sorgfältiger Reinigung aufgefädelt und im Schatten an zugiger Stelle zum Trocknen aufgehängt. Gelegentlich werden auch die Samen gesammelt, im Schatten getrocknet und in dunklen Gläsern aufbewahrt.
Heilwirkung
Schon im Altertum aus Heilpflanzen geschätzt, wurde die Krebsdistel im Mittelalter von den Naturärzten sehr empfohlen. Sie geriet jedoch mit Beginn der Neuzeit gänzlich in Vergessenheit und verblieb ihr nur der schlechte Ruf als ein sehr lästiges Unkraut. Trotz der guten Heilerfolge ist sie in der Gegenwart nur in der Volksheilkunde gebräuchlich, sie wurde pharmakologisch auch kaum erforscht, noch klinisch erprobt. Von den heilenden Inhaltsstoffen weiß man nur von einem fetten Öl in den Früchten und dass die Blüten und Blätter Inulin enthalten.
Der Name Krebsdistel besagt, dass sie in der Volksheilkunde als Heilpflanze gegen verschiedene Krebsarten angewendet sind. So heilt der Saft aus der frischen blühenden Pflanze, ausgepresst und sofort aufgetragen, Gesichtskrebs und andere Hautkarzinome. Bei vielen Befragungen in verschiedenen Gegenden wurde diese Distelart stets sehr lobend erwähnt, jedoch immer erklärt, man müsse sie gleichzeitig auch innerlich einnehmen und den frischen Saft aus der grünen Pflanze sofort auftragen. Bei Stehenlassen nur über Nacht sei der Saft bereits fast wirkungslos. Auch sei der frische Saft eingenommen noch viel wirkungsvoller als die Teeanwendung von getrockneten Pflanzenteilen. Die Trocknung der Pflanzenteile erfolge nur für die Wintermonate, wo keine frischen Pflanzenteile zur Verfügung stehen. Nicht minder gut ist die äußerliche und zugleich innerliche Anwendung des Frischsaftes bei Skrofulose, Geschwülsten und Geschwüren aller Art und bei Hauttuberkulose (Lupus).
Vom Preßsaft nimmt man täglich 2 Esslöffel, verteilt auf 3 bis 4 Portionen.
Der Tee wird als Aufguss bereitet, 1 Teelöffel für 1 Tasse Tee, 2-3 Tassen am Tage, zuckerlos und schluckweise getrunken. Die Wurzel und die jungen Sprossen werden im Frühjahr vielfach als wohlschmeckendes Gemüse gegessen. Diese Speise gilt als blutreinigend.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Gewöhnliche Eselsdistel ist eine zweijährige krautige Pflanze: Im ersten Jahr wird eine Blattrosette gebildet. Im zweiten Jahr wächst sie zu imposanten Wuchshöhen von 0,5 bis 3 Metern und Pflanzendurchmessern von 1,5 Metern heran. Sie ist mit dicht spinnwebigen Haaren bedeckt. Die bis über 1 Meter langen Laubblätter sind eiförmig, kurz gezähnt oder fiederteilig, wellig und dornig. Ihre breit herablaufenden Ränder bilden am Stängel dornige Flügel.
Die endständigen Blütenkörbe sind bei Durchmessern von über 5 Zentimetern kugelig und relativ groß. Sie sind von dornigen Hüllblättern umgeben. Es sind nur Röhrenblüten vorhanden, die purpurrot sind. Nach dem Abblühen schwellen die Blütenkörbe an und produzieren 8.500 bis 40.000 Achänen.
Botanik
Die zweijährige Distelstaude hat eine spindelförmige Wurzel und kann bis zu 2 Meter hoch werden. Die mit Dornen versehen grau-filzigen Blätter laufen mit ihrer Spreite herab. Der Blütenboden ist bienenwabenartig ausgehöhlt, in jeder Vertiefung sitzt eine rote Blüte.
Blütezeit
Juli und August
Standort
Entlang von Feldwegen und auf Schutthalden anzutreffen. Auf gut gedüngten Ackerböden verbreitet sie sich ungewöhnlich stark.

Bockshornklee
Der Bockshornklee ist eine Pflanzenart und gehört zur Unterfamilie der Schmetter-lingsblütler innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler. Er ist eng verwandt mit dem Schabzigerklee. Ursprünglich kommt der Bockshornklee aus Indien, wo er schon im Altertum hoch geschätzt wurde. Die Benediktinermönche haben ihn bei uns eigeführt und in ihren Klostergärten angebaut. Die Samen des Bockshornklee helfen bei der Stärkung von Menschen in der Rekonvaleszenz oder mit Untergewicht. Äußerlich kann man ihn gegen Entzündungen und Eiterungen der Haut verwenden, beispielsweise bei Furunkeln oder offenen Beinen.
Der Bockshornklee ist Gewürz- und Heilpflanze zugleich. Im Fokus der ansonsten eher unscheinbaren Pflanze stehen die Samen. Gemahlene Bockshornkleesamen gehören zur Standardausrüstung der indischen und persischen Küche. Die Pflanze selbst verfügt über zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe, die somit ihren Nutzen auch in der modernen Heilpflanzenkunde rechtfertigt.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Appetitlosigkeit, blutbildend, entzündungswidrig, schleimlösend, Anregung der Milchsekretion, Husten, Bronchitis, Halsschmerzen, Blasenentzündung, Allgemeinschwäche, Magerkeit, Rekonvaleszenz, Verdauungsstörungen, Bluthochdruck, Furunkel,  Abszesse,  aufgesprungene Hände und Lippen, Offene Beine, Geschwüre, Lymphdrüsenschwellungen, Östrogen Dominanz
wissenschaftlicher Name: Trigonella foenum-graecum
Pflanzenfamilie: Schmetterlingsblütler = Faboideae
Verwendete Pflanzenteile: Samen
Inhaltsstoffe: Schleimstoffe, Saponin, Flavonglykosid, Bitterstoff, Eisen, Phosphor, ätherisches Öl
Sammelzeit: Juni bis August
 
Anwendung
Vom Bockshornklee wird vor allem der Samen verwendet. Man kann ihn als Tee kochen und trinken. Dann stärkt er den Appetit und das Allgemeinbefinden und wirkt Untergewicht entgegen. Auch bei Erkrankungen der Atmungswege oder des Verdauungsapparates setzt er seine entzündungswidrigen und schleimlösenden Fähigkeiten ein. Äußerlich kann man den Tee als Kompresse oder die gekochten und zerstampften Samen als Breiumschlag auf die erkrankten Stellen legen. Der Bockshornklee fördert das Reifwerden von Furunkeln und die Abheilung verschiedener Hauterkrankungen. Vor allem in der kühlen Jahreszeit wird Bockshornklee auch gerne in Form von Keimsprossen gegessen. Er ist dann eine angenehm frische Würze und wirkt kräftigend und blutreinigend.
Bockshornklee als Heilpflanze
Der Bockshornklee gilt heute als wissenschaftlich gut untersucht und gilt neben seiner Nutzung als Gewürzpflanze auch als ein hervorragendes Heilkraut.
In der Antike war die Pflanze als Griechisches Heu weitbekannt. Frühe Aufzeichnungen zeigen jedoch, dass der Bockshornklee eher für spirituelle Räucherungen denn als Heilpflanze genutzt wurde. Blätter des Kleegewächses wurden z.B. im alten Ägypten im Rahmen der Abendräucherung gebraucht. So war es Bestandteil einer Mischung, die als Kyphi bezeichnet wird.
Im späten Mittelalter wurde Bockshornklee, damals als Foenugreck bezeichnet, vermehrt als Heilpflanze eingesetzt. Typische Einsatzgebiete waren jedoch vorwiegend äußere Beschwerden wie Grind des Kopfes, Schuppen, Podagra (Gicht des Fußes) oder Hämorrhoiden. Innerlich wurde es u.a. bei der roten Ruhr (Dysenterie) sowie bei allgemeinen inneren Schmerzen empfohlen. Genutzt wurden ausschließlich die gemahlenen Bockshornkleesamen, die u.a. in Essig und Wasser gesotten wurden. Auch Anwendungen mit Leinsamen wurden u.a. bei Menstruationsbeschwerden angewendet.
In der heutigen Naturheilkunde wird Bockshornklee zum Teil vollkommen anders gesehen, als in früheren Zeiten. Während früher der Fokus auf äußere Beschwerden lag, rücken heute innere Beschwerden mehr in den Vordergrund. Bockshornklee enthält zahlreiche medizinisch interessante Wirkstoffe. Hauptsächlich enthalten die meisten Pflanzenbestandteile Saponine, pflanzliche Steroide bzw. Steroidabkömmlinge, Alkaloide sowie Flavonide und Gerbstoffe. Eine besondere Bedeutung kommt dem Stoff Diosgenin, einem Steroidsaponin, zu, der eine antimikrobielle und zum Teil sogar tumorhemmende Wirkung entfaltet.
Hilfreich sein sollen Gurgellösungen aus Bockshornklee bei Geschwüren im Mund- und Rachenraum. Hierzu zählen zum Beispiel Aphthen sowie Geschwüre des Zahnfleisches. Für die Gurgellösung werden gemahlene Bockshornsamen zunächst mit heißem Wasser übergossen. Die Ziehzeit sollte etwa 15 Minuten betragen. Sowie das Gebräu lauwarm ist, sollte die Lösung intensiv für etwa 30 bis 45 Sekunden gegurgelt werden. Das Gurgelwasser bitte jedoch nicht runterschlucken sondern ausspucken.
Nebenwirkungen und Anwendungsbeschränkungen
Bockshornklee gilt grundsätzlich als sichere Pflanze. Aufgrund von unsicherer Datenlage, ist der Verzehr bzw. die therapeutische Verwendung von Bockshorn-kleeprodukten während der Schwangerschaft zunächst mit einem Arzt oder Apotheker zu besprechen. Kinder unter 12 Jahren sollten von der Nutzung von Bockshornklee als Heilpflanze ausgenommen werden. Es gab hierzu Berichte, dass Kinder, die Bockshornkleeprodukte über einen längeren Zeitraum eingenommen haben, das Bewusstsein verloren haben. Zuletzt sollten Menschen, die an einer Allergie gegen Hülsenfrüchtler leiden, den Verzehr der Pflanze grundsätzlich vermeiden.
Neuzeitliche Medizin
In einer Doppelblindstudie mit 50 Parkinsonpatienten konnte unter der Behandlung mit einem Bockshornkleeextrakt ein signifikanter Rückgang einzelner Symptome festgestellt werden. Die beteiligten Wissenschaftler vermuten, dass Bockshornklee möglicherweise die Schädigung dopaminerger Nervenzellen verzögern kann. Bockshornklee enthält die Aminosäure Histidin, die angeblich Leberschädigungen entgegenwirken soll. Als Aufguss ist er vor allem in China, Indien und Tibet bekannt. Er wird dort als Hustenmittel und zur Reinigung der Atemwege eingesetzt. Zudem enthält er Diosgenin, ein Wirkstoff, der möglicherweise gegen Dickdarmkrebs eingesetzt werden kann. In Indien wird der Bockshornkleesamen  als Aromatikum, Carminativum, Tonikum und Aphrodisiakum und ein Aufguss bei Pocken zur Kühlung eingesetzt. Bockshornkleesamen werden in der Pflanzenheilkunde bei leichterem oder als Begleitmedikation auch bei schwererem Diabetes mellitus eingesetzt. Bockshornkleesamen sind als Teebeutel, als Pulver oder als fertige Auflagen erhältlich. Darüber hinaus gibt es im Handel Nahrungsergänzungsmittel mit Bockshornkleesamenpulver oder Bockshornkleesamenkonzentrat.
Küche
Im Nahen Osten, in Nordafrika und in Spanien wird Bockshornklee als Nahrungsmittel oder Futterpflanze angebaut und geröstet, gekocht oder frisch verzehrt. Darüber hinaus wird er als Gewürz verwendet, beispielsweise werden die Samen – wie auch Schabzigerklee – in Südtirol als Brot- oder Käsegewürz verwendet. In der indischen Küche finden sowohl die Samen, mitunter als Bestandteil von Currypulver, als auch die frischen oder getrockneten Blätter Verwendung in zahlreichen Zubereitungen. Bockshornklee ist Bestandteil der türkischen Gewürzpaste Çremen, die u. a. die Trockenfleischspezialität Pastırma ummantelt. Die Keimlinge werden als würzende Zutat Salaten beigemischt oder als Sprossengemüse verzehrt.
Der Bockshornklee ist eine überaus vielfältige Küchenpflanze. In der indischen, türkischen, persischen sowie teilweise in der südeuropäischen Küche spielt die Pflanze eine sehr große Rolle. Verwendet werden vor allem folgende Teile:
die gemahlenen Samen als Gewürz
die Sprossen als leckere Zutat für Salate oder Brotaufstriche
die Blätter als Gewürz
 
Geschichte
Vorgeschichtliche Zeit und Antike
Der Bockshornklee wurde bereits im Chalkolithikum domestiziert, verkohlte Samen stammen etwa aus Tell Halaf. Nach genetischen Untersuchungen liegt sein Domes-tikationsgebiet im Mittleren Osten und am Mittelmeer. Ein eisenzeitlicher Nachweis gelang im Tell von Deir Alla im Jordantal. Er wurde auch im alten Ägypten verwendet, wo er sowohl in Pflanzenheilkunde und Geburtshilfe als auch in religiösen Handlungen eine Rolle spielte. Er wird auch auf der Artenliste des Kräutergartens des babylonischen Königs Marduk-apla-iddina II. (regierte ab 721 v. Chr.) aufgeführt. Der Bockshornklee fand auch frühzeitig in der Gartenkunst im Kaiserreich China Verwendung.
Mittelalter
Bereits am Nil und im Mittelmeerraum angebaut, gelangte der Bockshornklee über die altgriechische und römische Medizin auch ins Abendland, wo er um 800 auch im Lorscher Arzneibuch zu finden ist. Nördlich der Alpen bemühten sich Benediktinermönche, ihn in den Klostergärten zu akklimatisieren. Im Capitulare de villis (verfasst etwa 795) wird sein Anbau von Karl dem Großen angeordnet. Hildegard von Bingen nennt ihn als Heilmittel gegen Hautkrankheiten. Von etwa 1200 bis zum 17. Jahrhundert wird die Pflanze mit ihren medizinische Anwendungen in vielfältigen Publikationen genannt, insbesondere auch als Haarwuchsmittel.
Der islamische Prophet Mohammed soll gesagt haben: „Wenn meine Leute wüssten, wieviel Heilkraft im Bockshornklee enthalten ist, dann würden sie ihn kaufen und sein Gewicht in Gold aufwiegen“. Im muslimischen Kulturkreis finden sich außer den oben genannten medizinischen Anwendungen viele weitere, unter anderem als Bockshornkleesprossen gegen Haarausfall bei Männern, den Samen zur Behandlung von Diabetes mellitus oder bei Menstruationsbeschwerden. Arabische Ärzte lehrten, dass sich nach einer Anwendung von abgekochten Bockshornkleesamen Schuppen und Haarausfall reduzieren und die Haare gelockter werden.
Neuzeit
Kneipp lobte diese Heilpflanze bei jedem Anlass und setzte sich für ihren Anbau ein. Kneipp: „Foenum graecum ist das beste von allen mir bekannten Heilmitteln zum Auflösen von Geschwülsten und Geschwüren.“ Aus den Samen des Bockshornklees kann ein fettes Öl mit Triglyceriden der Linolen-, Palmitin-, Linol- und Ölsäure gewonnen werden. Sie enthalten Lecithin und Phytosterin, Schleimstoffe, Saponine und Sapogenine, die Vitamine A und D, Phosphor und Cholin, das angeblich einer Verfettung der Leber entgegenwirkt, den Stoffwechsel positiv beeinflussen und einer Arteriosklerose vorbeugen soll.
Durch Pfarrer Kneipp wurde die Verwendung des Bockshornklees in der Volksheilkunde wieder neu belebt. Die starke Nachfrage löste neuerlichen Anbau aus.
 
Beschreibung
Der Bockshornklee wächst als einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis zu 80 Zentimeter erreicht. Sie bildet eine lange Pfahlwurzel und faserige Seitenwurzeln aus. Die aufrechten, runden Stängel sind verzweigt. Die kleeartigen Laubblätter sind in Blattstiel und geteilter Blattspreite gegliedert. Die Blattstiele sind 6 bis 15 mm lang. Die drei gleichen, länglich-verkehrt-eiförmig, eiförmigen bis länglich-elliptischen Blättchen weisen eine Länge von 1,5 bis 4 cm und eine Breite von 0,4 bis 1,5 cm auf. Die Ränder der Blättchen sind von der Hälfte an bis zu den Enden gesägt. Die einfachen, häutigen Nebenblätter sind mit der Basis des Blattstieles verwachsen. Die Blütezeit reicht von April bis Juli. Die Blüten stehen einzeln oder in Paaren an kurzen Stielen in den Blattachseln. Die zygomorphen Blüten sind klein mit doppelten Perianth. Der behaarte Kelch ist 7 bis 8 mm lang. Die 13 bis 18 mm langen Blütenkronblätter sind cremefarben bis hell gelblich-weiß und am Grunde hellviolett. Das behaarte Fruchtblatt enthält viele Samenanlagen. Der Bockshorn-klee bildet lange, schmale, hornförmige Hülsenfrüchte, die eine Länge von 7 bis 12 cm und eine Breite von 0,4 bis 0,5 cm aufweisen. Sie gaben der Pflanze den Namen. In ihnen befinden sich 10 bis 20 Samen. Die harten, länglich-eiförmigen Samen sind von einer zähen Haut umgeben und in der Farbe ockergelb bis hell-braun, manchmal auch mit leicht rötlichen oder grünlichen Schattierungen und weisen eine Länge von 3 bis 5 mm und einen Durchmesser von 2 bis 3 mm auf. Beim Zerreiben der Samen verströmen diese einen intensiven Geruch. Die Früchte reifen von Juli bis September. Die gesamte Pflanze hat einen starken Geruch. Der Bockshornklee bevorzugt Standorte mit viel Sonnenlicht und eher lehmigem Boden. Er toleriert auch eine hohe Bodenversalzung und Trockenheit.
 
Anbau, Aussaat und Pflege
Standort
Der Bockshornklee gedeiht auf eher kargen Böden am besten. Hervorragend geeignet sind lehmig bis sandige, durchlässige und eher nährstoffarme Böden. Die Pflanze bevorzugt sonnige Standorte, kann jedoch auch mitunter Halbschatten wachsen. Wächst diese halbschattig sind jedoch ein geringeres Wachstum sowie ein geringerer Anteil an sekundären Pflanzeninhaltsstoffen zu erwarten. Stehen nur lockere und humusreiche Böden zur Verfügung, ist es empfehlenswert diese mit etwas Bentonit (Tonmehl) zu verdichten.
Aussaat
Die Aussaat der Bockshornkleesamen sollte zwischen Anfang April und Ende Mai erfolgen. Die Samen sollten etwa 1 bis 1,5 cm tief in Boden gedrückt werden. Achtung: Bockshornklee ist ein Dunkelkeimer. Zu beachten ist, dass die Blüten etwas 30 bis 40 Tage nach der Aussaat zu erwarten sind. Die Keimdauer ist mit 3 bis 4 Tagen relativ kurz. Die Aussaat kann sowohl im Freiland als auch in Topf- oder Kübelkultur auf Balkon oder Terrasse erfolgen. Im Freiland sollte ein Pflanzabstand von etwa 20 cm je Pflanze und 5 cm je Pflanzreihe eingehalten werden.
Düngung
Bockshornklee bevorzugt nährstoffarme Standorte und muss im Normalfall nicht gesondert gedüngt werden. Als Hülsenfrüchlter kann die Pflanze sogar selbst zur Gründüngung eingesetzt werden.
Gießen
Grundsätzlich genügt beim Anbau von Bockshornklee eine moderate Wasserversorgung. An heißen Tagen sollten die Pflanzen einmal üppig gegossen werden, so dass auch die tieferen Bodenschichten gut mit Wasser versorgt sind. In der Regel ist die Pflanze jedoch sehr tolerant, wenn sie einige Tage mal nicht gegossen wird.
Krankheiten und Schädlinge
Bei sehr feuchter Wetterlage oder unsachgemäßer Pflege wie zu häufiges Gießen kann der Bockshornklee mit Falschem Mehltau befallen werden. Selten wird Bockshornklee von der Kragenfäule heimgesucht. Diese Pflanzenkrankheit geht mit einer Chlorose einher, die sich durch schnelles Verfärben der Blätter sowie ein deutlich verlangsamtes Wachstum kennzeichnet. Befallene Pflanzen sollten großflächig entfernt werden. Außerdem sollte die Erde etwa 20 bis 25 cm vollständig ausgetauscht werden, da die Sporen dieser Pilze gern im Boden überdauern.
Ernte
Sollen die Samen geerntet werden, sollte abgewartet bis die Hülsenfrüchte am unteren Pflanzenende trocken sind. Die einzelnen Samen können dann entnommen werden und sollten für einen Tag gut durchlüften und Restfeuchtigkeit auf der Oberfläche zu beseitigen. Die Ernte von Sprossen aus Bockshornklee sollte etwa 8 bis 10 Tagen nach der Keimung erfolgen, da die Sprossen zu dieser Zeit noch be-sonders saftig und nährstoffhaltig sind.

Bachblüten
Tagträumer (Clematis)
Diese Menschen sind die totalen Tagträumer
Clematis hilft diese Tagträumerei zu bändigen
Bachblüten
Detailkrämer (Crab Apple)
Diese sind Detailkrämer und könne sich nicht mit dem Großen zufriedengeben
Mit der Blüte können sie die Detailkrämerei abstellen und begnügen sich auch mit dem Großen
Basen- und Säurebildner
-     Südfrüchte, die unreif geerntet werden, sind Säurebildner
-     Fleischkonsum sollte im Sinne der Harnsäure reduziert werden
-     Tee, insbesondere Schwarztee, Kaffee und Säfte sind kein Ersatz für Wasser. Ebenso kontraproduktiv sind Mineralwässer mit (zu viel) Kohlensäure
-     Nikotin und Alkohol wirken sich negativ aus
-     Stress und Nervosität begünstigen eine Übersäuerung
Was sind saure Lebensmittel?
Saure bzw. säurebildende Lebensmittel hingegen erfüllen die oben genannten Punkte nicht oder nur zu einem geringen Anteil. Stattdessen wirken sie auf acht Ebenen säurebildend.
1. Saure Lebensmittel sind reich an sauer wirkenden Mineralien
Säurebildende Lebensmittel enthalten reichlich sauer wirkende Mineralien und Spu-renelemente (z. B. Phosphor, Jod, Chlor, Fluoride).
2. Saure Lebensmittel sind reich an säurebildenden Aminosäuren
so dass deren übermäßiger Verzehr zur Bildung von Schwefelsäure führt.
3. Saure Lebensmittel können die körpereigene Basenbildung nicht anregen
Säurebildende Lebensmittel sind äußerst arm an jenen Stoffen (z. B. Bitterstoffen), die im Organismus die körpereigene Bildung von Basen anregen würden und die zu einer Entsäuerung bei-tragen könnten. Stattdessen sorgen die säurebildenden Lebensmittel für eine Zunahme der Säu-ren im Körper.
4. Saure Lebensmittel führen zur Schlackenbildung
Säurebildende Lebensmittel enthalten derart zahlreiche schädliche und säurebildende Zutaten, dass bei ihrer Verstoffwechslung enorme Mengen an sauren Stoffwechselrückständen (Schlacken) entstehen. Säurebildende Zutaten sind beispielsweise Alkohol, Koffein, Zucker oder auch synthetische Lebensmittelzusatzstoffe (Konservierungsmittel, Farbstoffe u. a.).
5. Saure Lebensmittel verhindern körpereigene Entsäuerungsprozesse
Säurebildende Lebensmittel enthalten keine oder deutlich weniger Stoffe (z. B. Antioxidantien, Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe, Chlorophyll etc.), die den Körper zur eigenständigen Entsäuerung motivieren würden.
6. Saure Lebensmittel verfügen oft über einen sehr niedrigen Wassergehalt
so dass der Körper – vor allem wenn gleichzeitig auch zu wenig Wasser getrunken wird – kaum über genügend Kapazitäten verfügt, um Säuren oder andere Schlacken rasch über die Nieren ausscheiden zu können. Ein Teil der Schlacken verbleibt daher im Körper und trägt zur wach-senden Übersäuerung bei.
7. Saure Lebensmittel fördern im Körper die Entstehung von Entzündungen
z. B. aufgrund ihres hohen Gehalts an entzündungsfördernden Fettsäuren, aber auch, weil sie arm an entzündungshemmenden Stoffen sind. Dort jedoch, wo Entzündungen sind, entstehen verstärkt Säuren.
8. Saure Lebensmittel verschlechtern die Darmgesundheit und schädigen die Darmflora
Wenn Lebensmittel negativ auf den Darm einwirken, dann können anfallende Säuren umso langsamer ausgeschieden werden und umso mehr Schlacken fallen folglich an. Zusätzlich produzieren jene Bakterien, die bei einer geschädigten Darmflora überwiegen, Toxine, die noch zusätzlich zur Übersäuerung und Verschlackung beitragen.
Zu den zu meidenden sauren bzw. säurebildenden Lebensmittel zählen Fleisch, Wurst, Käse, herkömmliche Süßigkeiten, Kuchen, Pasta und Backwaren aus Aus-zugsmehlen, Softdrinks, alkoholische Getränke und auch zahlreiche stark verarbeitete Fertigprodukte.

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