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RAINKOHL
Der Rainkohl ist eine Wildpflanze, die besonders gerne in der Nähe der Menschen wächst, und obwohl sie über einen Meter hoch werden kann, wird sie meistens übersehen. Seine kleinen, gelben Blüten erheben sich in die Luft als würden sie schweben.
Dabei kann man die jungen, üppigen Blätter, die vor allem in Bodennähe wachsen, als Wildsalat oder Gemüse essen.
Zerquetscht kann man die Blätter zur Linderung auf Hautentzündungen oder Schnittwunden legen.
Als Tee hilft der Rainkohl gegen Lymphknotenschwellungen und Verstopfung.
 
Nutzung
Die jungen Blätter des Rainkohls (April bis Juni) sind essbar und können zu Salat, Spinat, Omelett, Rührei oder Quiches dazugegeben werden. Später werden die Pflanzenteile zu faserig.
Das Kraut wurde früher auf Wunden gelegt. Der frische Milchsaft sollte die Heilung von Schnittwunden beschleunigen.
 
Beschreibung
Beim Gemeinen Rainkohl handelt es sich um eine ein-, selten zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 100 cm erreicht, meist jedoch etwa 50cm. Der Rainkohl führt Milchsaft.
Die unteren Laubblätter sind leierförmig gefiedert, wobei die seitlichen Fiederblätter klein sind und das Endfiederblättchen sehr groß. Bei den oberen Blättern verschwinden die seitlichen Fiederblättchen dann ganz. Der Blattrand ist gewellt oder buchtig gezähnt.
In einem lockeren rispigen Blütenstand sind mehrere körbchenförmige Teilblütenstände angeordnet. Die Körbchenhülle besteht aus einer Reihe von elastischen Hüllblättern, die reif fast aufrecht stehen und eventuell noch zwei oder drei sehr kleine Außenhüllblätter Spreublätter fehlen. Die Blütenkörbchen weisen einen Durchmesser von etwa 1cm auf und enthalten nur relativ wenige (acht bis 15) Zungenblüten. Die zygomorphen, gelben Zungenblüten sind am vorderen Ende gestutzt mit fünf kleinen Zähnchen. Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Die Blüten öffnen sich nur am Vormittag. Ist das Wetter bewölkt, dann bleiben sie den ganzen Tag geschlossen.
Die etwa 20-rippigen Achäne besitzt keinen Pappus.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Drüsenschwellung, Verstopfung, Schnittwunden, Hautentzündungen
wissenschaftlicher Name: Lampsana communis
englischer Name: Nipplewort
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Blätter
Sammelzeit: Sommer

TABAK ttt
Der Tabak ist vor allem als Material für Rauchwaren bekannt. Die Pflanze ist tödlich giftig, wenn sie innerlich eingenommen wird. In homöopathischer Verdünnung kann sie jedoch ihre Heilkräfte entfalten. Ab D4 hilft der Tabak bei Herzenge und Migräne. Auch Missempfindungen wie Ameisenlaufen können gelindert werden. Man kann sie auch bei Seekrankheit und Schluckauf verwenden.
Tabak (veraltet Tobak) ist ein pflanzliches Produkt, das aus den Laubblättern von Pflanzen der Gattung Tabak (Nicotiana) hergestellt wird. Von den etwa 75 Arten dieser Gattung haben jedoch nur zwei Bedeutung für die Tabakproduktion: Der Virginische Tabak und der Bauern-Tabak. Die Nicotianaarten sind überwiegend in Südamerika heimisch, einige auch in Australien und Nordamerika. Zu den wichtigsten Bestandteilen des Tabaks zählen: Nicotin (ein farbloses, flüssiges Alkaloid), Ammonium, Cellulose und Protein. In geringen Mengen  auch Naturharz, Pflanzenwachs, Stärke, Zucker, Gerbsäure, Äpfelsäure, Zitronensäure, Oxalsäure und die anorganischen Inhaltsstoffe Nitrat, Kalium, Natrium, Calcium, Magnesium, Eisen und Chlor. Darüber hinaus reichert sich in den Blättern das radioaktive Element Polonium an. Obwohl noch nicht alle Stoffe bekannt sind, schätzt man, dass z. B. eine Zigarette und ihr Rauch etwa 6.000–12.000 chemische Substanzen enthalten.
 
Anwendung
Achtung! Stark giftig. Tabak nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden.
Nutzung
Als amerikanische Pflanzenart wurde der Tabak seit jeher von vielen Indianerstämmen verwendet, allerdings weniger als Genussmittel, sondern eher im Rahmen spiritueller Rituale (wobei dies nicht für die sogenannte Friedenspfeife der PrärieIndianer galt, in der Süßgras und Salbei verbrannt wurden). Er wurde gekaut, geschnupft, geraucht, gegessen, entsaftet, auf dem Körper verrieben, in Augentropfen und Körperpackungen verwendet.  
Stämme nutzten den Tabak zur Behandlung von:
Ohrenschmerzen, Schlangenbisse, Schnitte und Verbrennungen, Atemwegserkrankungen, Fieber, Nervöse Störungen, Blasenprobleme, Hauterkrankungen
Von der Existenz der Tabakpflanzen und deren Verwendung erfuhr die Alte Welt durch die Fahrten des Kolumbus nach Amerika. Der französische Gesandte in Portugal Jean Nicot sorgte für die Einführung des Tabaks als Heilpflanze in Frankreich, nach ihm wurde später der Gattungsname der Tabakpflanze Nicotiana und gleichzeitig der wichtigste Inhaltsstoff Nikotin benannt. In Europa wurde der Tabak zunächst als Heilpflanze angebaut. Tabakblätter legte man auf offene Wunden und bei Magenbeschwerden sollte der Kranke Tabaksaft trinken. In einem Kräuterbuch aus dem Jahr 1656 ist über Tabak zu lesen: Dieses Kraut reinigt Gaumen und Haupt, vertreibt die Schmerzen und Müdigkeit, stillt das Zahnweh, behütet den Menschen vor Pest, verjagt Läuse, heilet den Grind, Brand, alte Geschwüre, Schaden und Wunden. Um 1650 hat Der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm in seinen menschenleeren Gebieten als Folge des Dreißigjährigen Krieges Hugenottenangesiedelt, die den Tabakbau in seinem Land einführten.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Stark giftig. Nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden. Homöopathisch ab D4! Angina pectoris, Epilepsie, Migräne, Neuralgien, Paraesthesien, Schluckauf, Schmerzen, Seekrankheit
wissenschaftlicher Name: Nicotiana tabacum
Pflanzenfamilie: Nachtschattengewächse = Solanaceae
englischer Name: Tobacco
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: Nikotin
Sammelzeit: Sommer

BACHBLÜTE CRAB APPLE
Ausgeprägtes Gefühl für seelische Hygiene                   
Diese Menschen haben ein ausgeprägtes Gefühl für die seelische Hygiene
Crab Apple verhilft dieses Gefühl der seelische Hygiene abzuschwächen
 

BACHBLÜTE GENTIAN
Ich habe Zweifel an anderen             
Sie haben Zweifel an ihre Mitmenschen
Mit Gentian können sie diese Zweifel beseitigen
Hildegard-Heilpraxis von A bis Z
Harnwegserkrankungen
Die Bedeutung der Nieren liegt sowohl in der Wiederaufnahme von Substanzen (Reabsortion) als auch in dem, was sie als Urin ausscheiden. Etwa 90 Prozent des Wasser und fast alle Nährstoffe werden reabsorbiert. Abfallprodukte wie Harnstoff, der durch die Aufspaltung von Eiweiß entsteht, gehen in den Urin und werden so aus dem Körper ausgeschieden. Der Urin wird vom Nierenbecken durch den Harnleiter in die Blase geleitet, wo er verbleibt, bis es zur Blasenentleerung durch die Harnröhre kommt. Ein gesunder Erwachsener verliert etwa 2 ½ Liter Flüssigkeit pro Tag. Ungefähr 1 ½ Liter davon werden als Urin ausgeschieden, die restliche Menge ist Feuchtigkeitsverlust durch den Darm, Schweiß und Atmung. Diese Zahlen sollen veranschaulichen, wie wichtig das Harnwegssystem bei der Ausscheidung von Abfall- und Giftstoffen ist.
Neben der Regulierung des Wasser- und Salzhaushalts sorgen spezielle Nierenzellen auch für die Überwachung des Säure- und Alkaligelichgewichts in Körper. Durch das Hormon Renin können die Nieren auch den Blutdruck überwachen und anheben. Dieses Hormon veranlasst auf komplexen Bahnen die Arterien, sich zusammenzuziehen und erhöht so den Blutdruck. Erhöhter Blutdruck kann also ein Zeichen für eine Nierenerkrankung sein. Außerdem wird in den Nieren Erythropoietin (EPO) produziert, das das Knochenmark zur Bildung roter Blutkörperchen anregt.

HEILMITTEL VON A BIS Z (Kneipp)
ANIS
Anis in der Küche
Anis ist in den Küchen vieler Länder als Gewürz kaum wegzudenken. Verwendet werden in der Regel die gemahlenen reifen Früchte bzw. Samen der Pflanze. Essbar sind jedoch auch die Blätter und die Blüten der Pflanze, die ein feineres aber dennoch typisches Anisaroma haben.
Der Geschmack bzw. das Aroma von Anis ist süßlich mit einer leicht herben Note. Frisch gemahlener Anis hat dabei das intensivste Aroma. Da die geschmackstragenden ätherischen Öle sich jedoch schnell verflüchtigen, nimmt die Geschmacksintensität recht schnell ab. Es empfiehlt sich daher frische Anissamen entweder selbst zu mahlen oder frisch angebrochenes Anispulver schnellstmöglich zu verbrauchen und für die Zeit der Lagerung in eine luftdichte Dose zu verstauen.
Besonders häufig wird Anis bei der Zubereitung zahlreicher Süßspeisen verwendet. Hierzu zählen beispielsweise die beliebten Anisplätzchen, die vor allem zur Weihnachtszeit in größerer Menge verzehrt werden. Aber andere Backwaren wie helle Weizenbrote, Früchtebrote oder Kuchen lassen sich mit Anis hervorragend verfeinern.
Anis lässt sich jedoch auch sehr gut für herzhafte Speisen und Gerichte verwenden. So eignet sich das Suppengewürz u.a. für Kartoffelsuppen, Kohlsuppen, Kräutersuppen oder Linseneintöpfe. Auch Fleisch- und Fischgerichte können mit Anis gewürzt werden, insofern eine leicht liebliche und exotische Note gewünscht wird.

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