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Eucalyptus
Die Eukalypten, auch Blaugummibäume genannt, sind eine artenreiche Pflanzengattung in der Familie der Myrtengewächse. Die über 600 Arten sind in Australien und Indonesien heimisch. Der kräftig riechende Eukalyptus ist geradezu der Inbegriff der Erkältungsdüfte. Daher ist er auch die bekannteste Heilpflanze Australiens. Dabei stammt der medizinische Eukalyptusbaum eigentlich von der Insel Tasmaien und ist heutzutage in den meisten warmen Ländern verbreitet. Das ätherische Öl des Eukalyptus findet man in zahlreichen Erkältungsmitteln, seien es Bäder, Inhalationsmittel oder Einreibemittel. Man kann die Eukalyptusblätter auch als Tee trinken oder äußerlich anwenden.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Das ätherische Öl nicht überdosieren! Nicht bei Kindern im Gesicht anwenden!
Haupt-Anwendungen: Bronchitis, Erkältungen, Husten
Heilwirkung: anregend, antibakteriell, antiviral, auswurffördernd, blutzuckersenkend, bronchienerweiternd, desinfizierend, desodorierend, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, erfrischend, fiebersenkend, fungizid, harntreibend, krampflösend, pilzhemmend, regenerierend, schleimbildungshemmend, schleimlösend
Anwendungsbereiche: Akne, Angina, Arthrose, Asthma, Blasenentzündung, Diabetes, Fieber, Gelenkschmerzen, Geschwüre, Gicht, Grippe, Gürtelrose, Herpes, Insektenstiche, Rachenentzündung, Mandelentzündung, Migräne, Muskelkater, Muskelschmerzen, Nebenhöhlenentzündung, Nervenschmerzen, Neuralgien, Nierenentzündung, Rheumatismus, Schlecht heilende Wunden, Schnupfen, Seitenstrangangina, Sinusitis, Tuberkulose (unterstützend), Verdauungsschwäche (nicht bei Entzündungen im Magen-Darm-Trakt), Zahnfleischentzündung
Homöopathische Anwendung: D2 bis D12: Atemwegserkrankungen, Blasenentzündungen, Nierenentzündungen
wissenschaftlicher Name: Eucalyptus globulus
Pflanzenfamilie: Myrtengewächse = Myrtaceae
englischer Name: Eucalyptus
volkstümliche Namen: Fieberbaum, Fieberheilbaum, Blaugummibaum
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, ätherisches Öl
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl: u.a. Cineol, Pinen, Cymen, Limonen, Geraniol; Gerbstoffe, Bitterstoffe, Euglo-bale, Flavonoide, Harze, Triterpene, Proanthocyanidine, Phenolcarbonsäuren
Sammelzeit: Sommer bis Herbst
 
Anwendung
Von den über 600 Eukalyptusarten wird hauptsächlich die Art Eucalyptus globulus als Heilpflanze eingesetzt. Die Eukalyptus-Art Eucalyptus citriodora wird wegen seines frischen, zitronigen Duftes gerne für die Behandlung von Kindern verwendet, weil es milder als der klassische Eukalyputs ist. Meistens wird das ätherische Öl des Eukalyptus für die Behandlung verwendet, vor allem in zahlreichen Fertigpräparaten wie Einreibemittel, Bäderzusätze und dergleichen. Man kann den Eukalyptus aber auch als Tee einsetzen. Eukalypten dienen sowohl zur Gewinnung stark riechender ätherischer Öle als auch zur Holzgewinnung. Sie sind die Futterpflanzen des Koalas und einiger anderer Beuteltiere, für die meisten anderen Tier- und Pflanzenrten sind sie dagegen giftig und nutzlos. Auch die Koalas fressen bevorzugt alte Blätter, in denen die Gift-stoffe nicht mehr so konzentriert sind wie in den jungen Trieben und Blättern.
Ätherisches Eukalyptusöl
Das ätherische Öl wird mittels Wasserdampfdestillation der Blätter und Zweige gewonnen. Allerdings finden sich über 50 Eukalyptusarten, aus denen man ätherisches Öl gewinnt, die sich alle in ihrer chemischen Zusammensetzung und physiologischen Wirkung unterscheiden. Welche Eukalyptusart sich im Fläschchen befindet, darüber gibt der botanische Name Auskunft. Unter dem Namen des bekanntesten Vertreters Blauer Eukalyptus finden sich auch Vermischungen mit anderen Eukalyptussorten, da nach dem Europäischen Arzneibuch verschiedene Arten zur Gewinnung des Eukalyptusöles herangezogen werden dürfen. Auch wird Eukalyptus globulus rektifiziert, das heißt es wird mittels einer Nachdestillation der Anteil der stark reizenden Inhaltsstoffe abgesenkt. Aus diesem Grund sollte der Gehalt des Cineols in Prozent auf dem ätherischen Ölfläschchen stehen. Die unterschiedlichen Eukalyptusarten eignen sich durch ihre Inhaltsstoffe nicht für Kinder unter sechs Jahren oder für die meisten Tiere. In großen Mengen sind sie auch für erwachsene Menschen giftig. Eukalyptusöl findet eine Anwendung in der Bienenpflege als Wirkstoff gegen Milbenbefall.
Tee
Als Tee wird der Eukalyptus eher selten eingesetzt. Der Tee hat jedoch gegenüber dem ätherischen Öl mehrere Vorteile. Zum Einen ist er milder als das ätherische Öl und kann daher auch innerlich eingesetzt werden. Außerdem kommt man nur beim Tee in den Genuss der zusätzlichen Wirkstoffe des Eukalyptus, die nicht im ätherischen Öl enthalten sind, beispielsweise Gerbstoffe, Bitterstoffe usw. Für den Eukalyptus-Tee werden die getrockneten, älteren Blätter des Eukalyptus-Baumes verwendet.
Anleitung:
Brühen Sie einen Tee auf mit einem Teelöffel Eukalyptus-Blätter pro Tasse. Lassen Sie den Tee 10-15 Minuten ziehen. Filtern Sie den Tee anschließend ab. Trinken Sie den Tee in kleinen Schlucken. Bei akuten Erkrankungen sollte man 3 bis 5 Tassen täglich trinken, sofern man den Tee verträgt.
Tee, innerlich
Einen solchen Eukalyptustee kann man natürlich gegen Erkältung trinken, insbesondere, wenn man auch unter Husten leidet. Auch bei Halsschmerzen oder Neben-höhlenentzündung kann Eukalyptus-Tee helfen. Mit dem Tee kann man auch gur-geln, um Halsschmerzen, Mandelentzündung oder auch Seitenstrangangina zu behandeln. Als Tee kann man die Heilkräfte des Eukalyptus auch für völlig andere Krankheiten nutzen, beispielsweise für Verdauungsschwäche. Auch gegen Blasen-entzündung kann man Eukalyptus-Tee trinken, denn der Eukalyptus desinfiziert die Harnwege. Sogar bei Nierenbeckenentzündung kann man daher den Eukalyptus-Tee einsetzen. Weil Eukalyptus leicht blutzuckersenkend wirkt, kann man ihn auch unterstützend bei Diabetes trinken. Bei schweren Diabetes-Fällen kann er natürlich die blutzuckersenkenden Medikamente oder gar Insulin nicht ersetzen. In Kombi-nation mit regelmäßiger Bewegung kann man aber eventuell die Dosis der Medikamente herabsetzen, natürlich in Absprache mit dem behandelnden Arzt.
Tee, äußerlich
Den Eukalyptustee kann man nicht nur trinken, sondern auch äußerlich für Waschungen, Umschläge, Inhalationen oder Bäder einsetzen. Hierbei werden die desinfizierenden, entzündungshemmenden, antibakteriellen und regenerierenden Eigenschaften des Eukalyptus genutzt. Als Umschlag oder Waschung kann man den Eukalyptus für schlecht heilende Wunden, Akne, Geschwüre, Gürtelrose, Gelenkschmerzen und ähnliche Beschwerden anwenden. Bäder kann man für großflächige Hautprobleme durchführen. Auch bei Gelenkerkrankungen, wie beispielsweise Rheuma, können Eukalyptusbäder helfen. Ein Vollbad mit Eukalyptus wirkt belebend und anregend. Dafür braucht man natürlich eine größere Menge Eukalyptustee. Etwa ein bis zwei Liter starker Tee reichen aus. Mehr Informationen über die verschiedenen äußerlichen Anwendungen finden Sie weiter unten.
Ätherisches Öl
Meistens wird der Eukalyptus als ätherisches Öl eingesetzt. Das ätherische Eukalyptusöl ist ausgesprochen intensiv und die Eukalyptus-Blätter halten sehr viel davon. Aus 100 kg Eukalyptusblättern kann man etwa 2 Liter ätherisches Öl herstellen. Das ätherische Eukalyptusöl ist zu intensiv, um es innerlich anzuwenden. Aber es gibt zahlreiche Möglichkeiten, es äußerlich zu nutzen.
Inhalation / Dampfbad
Inhalationen mit Eukalyptus eignen sich zur Behandlung von normalen Erkältungen, Nebenhöhlenentzündungen, Husten und Bronchitis. Für die Atemwegsbehandlungen kann man einen Inhalator verwenden, mit Eukalyptusöl oder einer Ölmischung aus verschiedenen ätherischen Ölen. Oder man macht ein einfaches Dampfbad. Dazu braucht man, außer Eukalyptus, nur eine hitzefeste Schüssel und ein großes Handtuch.
So funktioniert das Dampfbad: Legen Sie ein großes Handtuch, eine hitzefeste Schüssel und Eukalyptus-Blätter oder ätherisches Eukalyptus-Öl bereit. Geben Sie eine kleine Handvoll Eukalyptus-Blätter in die Schüssel oder halten Sie das ätherische Öl bereit. Bringen Sie Wasser zum kochen. Stellen Sie die Schüssel auf einen Tisch auf eine hitzefeste Unterlage, z.B. ein Holzbrett. Gießen Sie das kochende Wasser über die Kräuter in die Schüssel. Oder geben Sie 3 bis 5 Tropfen äthe-risches Öl in das heiße Wasser. Setzen Sie sich an den Tisch und beugen Sie sich über die Schüssel. Bedecken Sie Kopf und Oberkörper mit dem Handtuch, damit der Dampf sich darunter sammeln kann. Nähern Sie sich dem heißen Wasser so dicht, wie Sie die Temperatur gerade noch aushalten. Atmen Sie ruhig und tief. Der Dampf und die Kräuter-Wirkstoffe dringen in die Atemwege vor und helfen dort gegen Entzündungen und Infektionen. Die Atemwege werden befreit. Auch Entzündungen der Haut, z.B. Akne, werden gelindert.
Ölmischung
Um ätherisches Eukalyptus-Öl direkt auf die Haut aufzutragen, kann man es mit einem guten Pflanzenöl vermischen. Dazu vermischt man 10 ml gutes Pflanzenöl mit 10-20 Tropfen ätherischem Eukalyptus-Öl. Mit dieser Mischung kann man die Haut einreiben, wenn man unter Gürtelrose leidet. Das Eukalyptus-Öl wirkt schmerzlindernd und bekämpft die Viren.
Salbe
Zahlreiche verschiedene Eukalyptus-Salben kann man im Handel kaufen. Es gibt stark riechende Fett-Salben zum Einreiben von Brust und Rücken. Es gibt auch mildere Nasensalben, die bei Schnupfen die Atmung erleichtern. Auch viele Rheuma-Salben enthalten Eukalyptus. Man kann eine Eukalyptus-Salbe auch selbst herstellen. Dazu braucht man ätherisches Eukalyptus-Öl, Bienenwachs und ein gutes Pflanzenöl.
So stellen Sie eine Eukalyptus-Salbe her:
Zutaten: 30ml gutes Pflanzenöl, 2g Bienenwachs, 20-50 Tr ätherisches Eukalyptus-Öl
Anleitung: Stellen Sie die Zutaten bereit. Geben Sie die Zutaten außer dem ätherischen Öl in ein hitzefestes Glas. Stellen das Glas in ein heißes Wasserbad. Warten Sie bis das Bienenwachs geschmolzen sind. Nehmen Sie das Glas dann aus dem Wasserbad. Dann wird es Zeit für das ätherischen Öl. Tropfen Sie die ätherischen Öle in die Salbe und schwenke sie, damit sich das ätherische Öl damit vermischt. Gießen Sie die Salbe in einen Salbentiegel. Nach ein paar Stunden wird die Salbe fest. Beschriften Sie den Salbentiegel mit Inhalt und Datum.
Die Eukalyptus-Salbe kann man benutzen, um damit Brust und Rücken einzureiben, wenn man unter starkem Husten leidet. Sie eignet sich auch für Einreibungen gegen Rheuma, Arthrose und Muskelkater. Wenn man die Salbe mild zubereitet, also nur mit etwa 5 Tropfen Eukalyptus-Öl, dann kann man sie auch als Nasensalbe einsetzen. Man sollte aber nur den äußeren Rand der Nase damit einreiben. Dadurch kann die Atmung wieder freier werden. Zusammen mit Melissen-Öl kann man die Eukalyptus-Salbe auch bei Herpes verwenden.
Umschläge
Für einen Umschlag taucht man ein Tuch in starken Eukalyptus-Tee, wringt es aus, legt es auf die zu behandelnde Hautstelle. Man kann auch ein feuchtes Tuch mit wenigen Tropfen Eukalyptus-Öl beträufeln und auf die Haut legen. Der Vorteil eines Eukalyptus-Tees gegenüber dem ätherischen Öl ist, dass der Tee auch noch Gerbstoffe, Bitterstoffe, Harze usw. enthält, die die heilsame Wirkung unterstützen. Um die Kleidung zu schützen, kann man den feuchten Umschlag mit einem Wolltuch oder einer Plastikfolie bedecken. Lassen Sie den Umschlag mindestens eine Stun-de bis 12 Stunden einwirken.
Bäder
Bäder mit Eukalyptus helfen gegen Erkältungen, wirken anregend, lindern Gelenkbeschwerden und wirken gegen großflächige, entzündliche Hautprobleme. Eukalyptus-Bäder kann man mit starkem Eukalyptus-Tee, ätherischem Eukalyptus-Öl oder fertigen Bademischungen zubereiten. Für ein Eukalyptus-Vollbad nimmt man ein bis zwei Liter starken Eukalyptus-Tee, etwa 5-10 Tropfen ätherisches Öl oder die vom Hersteller empfohlene Menge fertige Bademischung. Für Teilbäder braucht man entsprechend weniger Eukalyptus. Ein Vollbad sollte nicht länger als 20 Minuten dauern, weil es sonst den Kreislauf zu sehr belastet. Außerdem sollte man berücksichtigen, dass Eukalyptus zunächst eine kühlende Wirkung hat. Wer vorher schon friert, könnte auf ein Eukalyptusbad schlecht reagieren.
Duftlampe
Eukalyptusöl in der Duftlampe kann die Raumluft desinfizieren und erfrischen. Bakterien werden durch Eukalyptusöl in der Luft abgetötet. Für die Anwendung in der Duftlampe gibt man 2 bis 3 Tropfen ätherisches Eukalyptusöl in eine mit Wasser gefüllte Duftlampe. Dann erhitzt man die Duftlampe und lässt das Eukalyptusöl verdampfen. Eukalyptus in der Duftlampe vertreibt auch Insekten und hilft somit bei der Verhinderung von Mückenstichen.
Haushalt
Wegen der desinfizierenden Wirkung kann man Eukalyptus-Öl auch im Haushalt einsetzen. Man kann eine Emulsion mit Eukalyptus-Öl und Wasser zur Entfernung von Staubmilben aus Textilien verwenden.

Nebenwirkungen - Gegenanzeigen
Weil der Eukalyptus, und insbesondere sein ätherisches Öl, sehr intensiv wirkt, hat er naturgemäß auch eini-ge Nebenwirkungen und Kontraindikationen.
Nicht bei Säuglingen und Kleinkindern verwenden! Die ätherischen Öle des Eukalyptus reizen die zarten Schleimhäute zu stark.
In schlimmen Fällen kann es zum Glottiskrampf mit Erstickungsgefahr kommen! Manche Menschen reagieren auch allergisch auf Eukalyptus. Solch eine Allergie kann auch infolge einer intensiven Eukalyptusbe-handlung entstehen. Innerlich darf man Eukalyptus nicht anwenden bei entzündlichen Magen-Darm-Erkrankungen, Gallebeschwerden oder Leber-Erkrankungen. Eukalyptus-Öl ist zudem sehr leicht brennbar, wie alle ätherischen Öle. Auch die Blätter brennen leicht, wegen ihres hohen Gehaltes an ätherischen Ölen.
Nebenwirkungen
Bei der innerlichen Anwendung von Eukalyptus kann es bei hoher Dosierung oder empfindlichen Menschen zu einigen Nebenwirkungen kommen: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall. Äußerlich angewendet kann es bei intensiver Eukalyptus-Anwendung zu Hautreizungen kommen.
Wechselwirkung
Eukalyptus kann die Wirkung von manchen anderen Arzneimitteln abschwächen oder verkürzen, wobei mir nicht bekannt ist, welche Arzneimittel davon betroffen sind. Daher im Zweifelsfall Beipackzettel der verwen-deten Medikamente genau lesen. Behandlungen mit klassischer Homöopathie in Hochpotenzen kann durch intensive ätherische Öle gestört werden, z.B. Minze. Diese störende Wirkung kann prinzipiell auch durch Eukalyptuspräparate hervorgerufen werden.
 
Magische Anwendung
Viele magische Anwendungen des Eukalyptus bedienen sich der Heilwirkung des ätherischen Eukalyptus-Öles und sind somit eher volkstümliche Anwendungen der Heilpflanze als klassische Magie. Man kann sich beispielsweise Heilpuppen herstellen und mit Eukalyptusblättern ausstopfen und mit sich herumtragen, um die Gesundheit zu erhalten. Das ätherische Eukalyptus-Öl in den Blättern kann tatsächlich gegen Erkältungen helfen und wirkt in Form einer Duft-Puppe (ähnlich wie Duftkissen) möglicherweise vorbeugend. Ähnlich wirken andere volkstümliche Anwendungen des Eukalyptus: Ein Eukalyptuszweig wird über dem Krankenbett aufgehängt. Unters Kopfkissen gelegt, sollen Eukalyptusfrüchte gegen Erkältungen vorbeugen. Aus den grünen, also unreifen, Früchten des Eukalyptus kann man eine Kette auffädeln. Diese Kette kann man gegen Halsschmerzen einsetzen.
Volksglauben in der Heimat des Eukalyptus
Da der Eukalyptus in Australien und Ozeanien heimisch ist, haben sich dort auch die meisten Gebräuche rund um den Eukalyptus entwickelt. Dort glauben viele Menschen, dass Eukalyptus-Zweige vor Blitzschlag schützen können. Auch das Vieh soll durch Eukalyptus von Krankheit und Schadzauber geschützt werden.
Wer sich einen Eukalyptuszweig an den Hut steckt, hofft, dass er dadurch Glück hat.

Geschichte
Erst als Australien von den Europäern entdeckt wurde, etwa um 1770, lernte die Welt den Eukalyptusbaum kennen. Weil der schnellwachsende Eukalyptusbaum sehr viel Wasser braucht, wurde er in vielen warmen Ländern bevorzugt in Sumpfgebieten angepflanzt. So wurden zahlreiche Sümpfe trockengelegt. Das hatte zur Folge, dass sich die Malariaübertragende Anopholes-Mücke nicht mehr vermehren konnte. Die Krankheit Malaria wurde zurückgedrängt. Deshalb wird der Eukalyptus auch vielerorts als Fieberbaum bezeichnet. Heutzutage findet man den Eukalyptus-Baum in den meisten Ländern, deren Klima warm genug für ihn ist, beispielsweise im Mittelmeerraum, auf kanarischen Inseln, in den Tropen und Subtropen.

Pflanzenbeschreibung
Von der Gattung Eucalyptus gibt es mindestens 600 Arten. Als Heilpflanze wird vor allem die Art Eucalyptus globulus verwendet. Diese Eukalyptus-Art stammt ursprünglich aus Tasmanien und dem südlichen Australien. Heutzutage findet man ihn auch in den Mittelmeerländern und vielen anderen subtropischen Gegenden. Der Eukalyptusbaum wird bis zu 70 Meter hoch, in Einzelfällen sogar noch höher. Er hat eine glatte, grauweiße Rinde, die stellenweise abschilfert. Das Holz des Eukalyptusbaums ist ausgesprochen hart. Daher wird es auch gerne für besonders belastete Aufgaben eingesetzt, wie beispielsweise Schiffsmasten, Eisenbahnschwellen, Strommasten. Der Eukalyptusbaum hat zwei verschiedene Arten von Blättern. Junge Blätter sind eiförmig oder breit-lanzettlich und stehen gegenständig an jungen Zweigen. Dabei umfassen sie den Stängel. Die folgenden Blätter sind bläulich, länglich und sichelförmig. Sie stehen wechselständig an den Stängeln und hängen an kurzen Stielen. Diese älteren Blätter sind dick und lederartig und voller ätherischer Öle. Daher werden auch diese älteren Blätter für die Heilanwendung und Gewinnung des ätherischen Öls geerntet. Die Blüten bestehen aus zahlreichen weißlichen Fäden, die kreisförmig bis kugelförmig angeordnet sind. Aus diesen Blüten entwickeln sich kegelförmige Kapseln, die blaugrün sind und von einer silbergrauen Schicht überzogen werden. Diese Kapseln sehen hübsch aus und werden daher gerne für Trockengestecke verwendet.
Die meisten Eukalyptusarten sind relativ schnellwüchsige, hohe, immergrüne Bäume und Sträucher (beispielsweise Eucalyptus vernicosa aus dem westlichen Tasmanien). Der Riesen-Eukalyptus gilt als der Laubbaum mit der größten Wuchshöhe; ein Exemplar dieser Art wurde mit einer Wuchshöhe von 97 m und einem Stammumfang von bis zu 20 Metern auf Tasmanien gemessen.
Das Erscheinungsbild der Rinde von Eukalyptusbäumen ändert sich im Laufe des Alters. Wie andere Bäume auch setzen Eukalyptusarten jährlich eine neue Schicht Borke an und erweitern so ihren Stammesumfang. Bei manchen Arten stirbt die äußerste Schicht ab, und löst sich darauf in langen Streifen oder in unterschiedlich großen Flocken vom Baum. Bei vielen Arten kann die tote Rinde jedoch einfach am Baum verbleiben. Durch die Witterungseinflüsse bekommt diese Rinde ihr typisches, alterndes Aussehen. Viele an-dere Arten sind auch als sogenannte half-barks und blackbutts bekannt, was darauf anspielt, dass bei diesen Arten die abgestorbene Borke nur im unteren Bereich des Stammes oder als große, schwarze Ansammlung direkt am Fuß des Baumes behalten wird. Die glatte, obere und jüngere Rinde der half-barks und die Rinde anderer glattrindiger Eukalyptusarten können bemerkenswerte und höchst interessante Farben annehmen.
Die Jugendblätter und die Blätter an älteren Bäumen unterscheiden sich bei den meisten Arten deutlich. Zum Beispiel sind die Jugendblätter gegenständig - die adulten Blätter wechselständig und oft sind die adulten Blätter sichelförmig oder herz-eiförmig. Meist sind die Blätter ledrig. Die Blattspreite ist oft um 90° gedreht, um weniger Angriffsfläche für die hohe Einstrahlung zu bieten.
Die doldigen und oft zusammengesetzten Blütenstände enthalten oft viele Blüten. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten sind vierzählig. Während des Knospenstadiums ist die Blüte von einer Kapsel, Operculum genannt, umgeben, welche meist aus den weniger auffälligen (meist 2 × 4) Blütenhüllblättern besteht. Statt auffälliger Blütenhüllblätter enthalten die Blüten eine große Anzahl (20 bis 150) an langen Staubblättern, welche in ihrer Farbe je nach Art weiß, rot, oder gelb sein können. Manchmal ist nur ein Teil der Staubblätter fertil. Die Blüte ist also nicht mit den Blütenhüllblättern, sondern mit den Staubgefäßen geschmückt, dies kommt bei unterschiedlichen Blütenpflanzentaxa vor. Wenn die Blüte sich öffnet, werden die Staubgefäße erweitert und das Operculum wird abgesprengt. Der Name des Eukalyptus leitet sich vom Operculum und dessen Funktion ab. Zwei bis sieben Fruchtblätter sind zu einem halbunterständigen oder unterständigen Fruchtknoten und einem gemeinsamen Stempel verwachsen. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten oder Vögel. Die Fruchtstände sehen oft zapfenartig aus. Die holzigen, trockenen Kapselfrüchte, in englischer Sprache auch gumnuts genannt, sind meistens kegelförmig und besitzen an ihren Enden ventilartige Öffnungen, die geöffnet den eigentlichen Samen freigeben.
Zitroneneukalyptus
Eine weitere als Heilpflanze verwendete Art ist der Zitroneneukalyptus. Der Zitroneneukalyptus-Baum wird mit maximal 50 Metern Höhe etwas kleiner als der normale Eukalyptusbaum. Er stammt ursprünglich aus Nord-West-Australien. Sein ätherisches Öl ist sanfter als das normale Eukalyptusöl und riecht zitronig. Aufgrund seiner Milde kann man es eher für Kinder einsetzen als das normale Eukalyptusöl.
Verwechslungsmöglichkeiten
Wegen der zahlreichen Eukalyptus-Arten gibt es jede Menge Verwechslungsmöglichkeiten. Außerhalb von Australien ist jedoch vor allem der normale Eukalyptus-Baum verbreitet. Als Zierpflanze in Gärten findet man jedoch auch entferntere Verwandte des Eukalyptus-Baums, beispielsweise Bäume der Gattung Corymbia. Diese Zierbäume haben sehr hübsche rote Blüten, deren Form an die Blüten des Eukalyptus erinnert.
 
Sammeltipps
In Mitteleuropa wird man kaum wild wachsende Eukalyptusbäume finden. Wer jedoch ein kräftig gedeihen-des Exemplar in seinem Wintergarten besitzt, kann die älteren Blätter im Sommer bis Herbst sammeln und trocknen lassen. Auch die Blätter von Eukalyptus-Bäumen im Mittelmeerraum und anderen warmen Ländern werden im Sommer bis Herbst geerntet. Wichtig ist, dass man nicht die stängelumfassenden jüngeren Blätter erntet, denn diese haben noch nicht genug Wirkstoffe angesammelt.

Dost
Der Dost oder Orant ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Lippenblütler in der Ordnung der Lippenblütlerartigen. Zu dieser Gattung gehören zwei wichtige Gewürzpflanzen, Echter Dost und Majoran.
Dost ist den meisten von uns unter dem Namen Oregano vor allem als Gewürz auf der Pizza bekannt und unentbehrlich. Kaum jemand weiß, dass die Pflanze auch in unseren Breiten wild in der Natur vorkommt und dass sie außer Gewürz auch eine Heilpflanze ist.
Oregano mag es sonnig und warm – deshalb ist es das ideale Gewürz für mediterrane Gerichte. Oregano verbreitet Urlaubsfeeling, Sommer, Sonne und südliches Flair. Nicht umsonst ist Oregano auf Pizza, Pasta und vielen italienischen Gerichten so beliebt. Oregano findet sich in fast jeder Kräutermischung, wie z.B. in italienischer Kräutermischung. Besonders der frisch getrocknete Oregano entfaltet den herrlichen Duft und das würzige Aroma. Wer einen Urlaub im südlichen Griechenland plant, soll unbedingt frisch getrockneten Oregano mit nach Hause nehmen. Denn dieser ist besonders aromatisch.
Oregano oder Dost ist eines der wichtigsten mediterranen Kräuter. Aufgrund seines aromatisch-herben Geschmacks ist Oregano, ähnlich wie Basilikum und Thymian, unverzichtbar in der mediterranen Küche. Häufig wird der Dost zu Pizza- und Nu-delgerichten verwendet. Oregano hat außerdem viele medizinisch interessante Wirkstoffe, die u.a. bei Magen- und Darmbeschwerden sowie auch bei Pilzerkran-kungen Linderung verschaffen können.
 
Steckbrief
Heilwirkung: antiseptisch, antiviral, Appetitlosigkeit, Blähungen, Husten, Krampfhusten, Keuchhusten, Menstruationsbeschwerden, Mundentzündungen, Rachenentzündungen, Cellulitis, Ekzeme, Psoriasis, Verdauungsstörungen
wissenschaftlicher Name: Origanum vulgare
englischer Name: Oregano
volkstümliche Namen: Wilder Majoran, Gemeiner Dost, Dosten, Wilder Balsam, Bergminze, Blauer Dunst, Orant
Verwendete Pflanzenteile: Blühendes Kraut, Blätter
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherisches Öl, Thymol, Carvacrol
Sammelzeit: Juni bis September
Inhaltsstoffe, Geruch und Geschmack: Oregano hat ein intensiv würzig-rauchiges, pfeffriges bis scharfes Aroma mit leichter Bitternote. Die wichtigsten Bestandteile und damit geruchsbestimmend sind zwei Phenole, das Carvacrol und das Thymol. Meist ist Carvacrol der Hauptbestandteil. Zudem können im ätherischen Öl u.a. γ-Terpinen, ρ-Cymen enthalten sein.
 
Anwendung
Der Dost, häufig auch Oregano genannt, wird in der Heilkunde hauptsächlich als Tee verwendet. Man kann sich jedoch auch eine Tinktur daraus ansetzen und als Hustentropfen oder gegen Menstruationsbeschwerden einsetzen. Äußerlich kann man ihn gegen Wunden einsetzen, hier sind vor allem seine bakterientötenden Eigenschaften hilfreich. Für die äußere Anwendung eignet sich vor allem das ätherische Öl des Oreganos.
Achtung! Während der Schwangerschaft sollte der Dost nicht innerlich eingenommen werden.
Oregano in der Pflanzenheilkunde
Dost war bereits den Griechen als (erwärmendes) Heilmittel bekannt. Dioscurides berichtet über ihn in seinem Werk De materia medica aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. Hippokrates von Kos diente diese Pflanze zur Geburtsbeschleunigung und zur Heilung von Hämorrhoiden.
In der modernen Pflanzenheilkunde findet der gewöhnliche Dost selten als Bestandteil einer Teemischung gegen krampfartige Magen- und Darmbeschwerden Verwendung.
Ätherisches Oreganoöl
Oreganoöl zählt aufgrund seines sehr hohen Gehalts an Phenolen in der Aromatherapie als effektiv gegen Bakterien. Da es die Haut reizen kann, sollte die Anwendung nur innerlich und mit einem Trägeröl (z. B. Sonnenblumenöl) verdünnt erfolgen. Als Einzeldosis gibt man 50 mg (zwei Tropfen) bis zu zehnmal täglich.
Nachgewiesen werden konnte weiterhin eine positive Wirkung bei Verdauungsbeschwerden sowie Erkrankungen der oberen Atemwege. Der Inhaltsstoff Carvacrol wirkt entzündungshemmend.
Oregano als Heilkraut
Auch wenn Oregano meist nur als Küchenkraut bekannt ist, findet er in der Volksheilkunde relativ viel Beachtung. Aufgrund der enthaltenden Inhaltsstoffe kann Oregano für eine Vielzahl an Beschwerden eingesetzt werden.
Oregano war bereits in der Antike und im Mittelalter als Kraut mit großer Heilkraft bekannt. Oregano wurde eingesetzt, um schmerzhafte Hämorrhoiden zu behandeln. In der Frauenheilkunde kam das Heilkraut zum Einsatz, um die Geburt einzuleiten. Ferner galt Oregano im Mittelalter als probates Mittel, um sich vor Dämonen, Hexen und dem Teufel abzuschirmen. Von Oreganostengeln im Haus und Räucherungen mit Oregano versprach man sich die gleiche Wirkung wie Knoblauch eingesetzt gegen Vampire.
In alten Kräuterbüchern wird der Oregano, sowie einige Oreganoarten allgemein als Wohlgemuth (Wolgemut) oder Dosten bezeichnet. Im Kräuterbuch von Petri Andreae Matthioli fand das Kraut sowohl für innere als auch äußere Anwendungen Verwendung. Empfohlen wurde Oregano u.a. bei Juckreiz (Anwendung: Oreganobad), bei Geschwulsten der Mandeln (vermutlich Mandelentzündung) oder bei der Wundbehandlung. Auch zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden, Husten oder Erkrankungen der Luftröhre wurde Oregano bereits angewendet. Das Kraut wurde meist mit rotem Wein versetzt oder als Presssaft getrunken.
Heute findet Oregano dahingegen Verwendung bei Problemen im Magen- und Darmtrakt. Die Gerb- und Bitterstoffe im Oregano haben eine entkrampfende Wirkung, helfen demnach bei Magen- und/oder Darmkrämpfen genau so wie bei Blähungen und regen nebenbei den Appetit an.
Die Pflanzenteile des Oreganos, v.a. die Blätter und das Kraut enthalten eine
Oregano in der Küche
Oregano ist ein intensives Gewürzkraut, mit einem leicht bitteren und sehr aroma-tischen Geschmack. Je nach Qualität und Anbaubedingungen können die Blätter auch einen leicht scharfen Geschmack entwickeln.
Am häufigsten findet Oregano in italienischen bzw. mediterranen Gerichten Verwendung. Egal ob auf Pizza oder in Tomatensoßen - Oregano verleiht einer Vielzahl von Speisen eine würzige Note. Sehr gut passt das Aroma von Oregano auch zu Eierspeisen - allen voran Omeletts oder Bauernfrühstück. Breite Anwendung findet der Oregano bei der Zubereitung von Salaten. Oregano harmoniert ganz hervorragend mit fruchtigen Tomaten oder Gurken.
Oregano eignet sich ebenfalls für zahlreiche Saucen und Suppen. Vor allem Saucen für Fleisch- und Fischgerichte können mit Oregano eine sehr schmackhafte Note erhalten. In Suppen kann Oregano für das Würzen kräftiger Gemüse- oder Cremesuppen genutzt werden. Sehr gut passen passen die aromatischen Kräuter zudem bei Kartoffelcreme- oder Tomatencremesuppen.
Als Gewürzkraut werden sowohl die frischen Blätter wie auch das getrocknete, gegebenenfalls gerebelte Kraut und die essbaren Blüten verwendet. Hinsichtlich der Würzkraft stellt Oregano eine Ausnahme innerhalb der getrockneten Kräuter dar. Viele Kräuter verlieren mit dem Trocknen ihr Aroma; bei Oregano intensiviert es sich aber durch den Trockenvorgang erheblich.
Im Gegensatz zu vielen anderen Kräutern kann Oregano mitgekocht bzw. mitgegart werden, ohne dass es zu Einbußen des Aromas kommt.
Als Würzmittel ist Oregano mindestens seit 300 bis 400 Jahren im Gebrauch. Abgesehen von den nicht ganz eindeutigen römischen Quellen, kann nur ein Basler Rezept aus dem 17. Jahrhundert angeführt werden, in dem Oregano als Zutat zu Pfannkuchen erwähnt wird. Ansonsten lassen sich botanische Bücher selbst noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts lediglich darüber aus, dass Oregano Heil- und Zauberpflanze sei und dass man mit seinem roten Farbstoff Wolle färben könne.
Oregano spielt als Gewürz in der deutschen Küche eher eine geringe Rolle. In der italienischen, griechischen und spanischen Küche ist er ein sehr wichtiges Gewürz, wird aber auch im gesamten übrigen Mittelmeerraum viel verwendet. Oregano passt gut zu Omeletts, italienischen Soßen, Tomatengerichten, Lamm oder Gemüseaufläufen.
In der Tex-Mex-Küche wird Oregano oft zusammen mit Kreuzkümmel, Chilis, Knoblauch und Zwiebeln verwendet. Unter anderem ist er wichtiger Bestandteil von Chili con Carne. Oftmals wird er dabei jedoch auch durch mexikanischen Oregano, einer mittelamerikanischen Gewürzpflanze, ersetzt. Diese ist mit dem eigentlichen Oregano nur entfernt verwandt, hat aber einen ähnlichen, jedoch kräftigeren Geschmack. Den intensivsten Geschmack bietet der echte Griechische Oregano, wohingegen Majoran weniger intensiv schmeckt. Auch Türkischer Oregano findet Verwendung.
 
Pflanzenkunde
Die Lebensmittelbücher der verschiedenen europäischen Länder handhaben die Zusammensetzung von Oregano unterschiedlich, im österreichischen Lebensmittelcodex sind folgende Origanum-Arten angegeben:
Gewöhnlicher Dost (Origanum vulgare)
Kretischer oder Griechischer Dost (Origanum onites)
Im österreichischen Handel erhältlicher Oregano besteht hauptsächlich aus dem Gewöhnlichen Dost, Origanum vulgare.
Origanum vulgare ist eine bei uns wild wachsende, ausdauernde, bis zu einem Meter hohe Staude mit hellrosa bis blasspurpur, selten weißen Blüten, die einen glockenförmigen Kelch haben. Die runden bis eiförmigen Blätter sind schwach behaart und bis zu vier Zentimeter lang.
Tipp: Origanum vulgare kann problemlos im Garten kultiviert werden. Wer ihn trocknen möchte, sollte mit der Ernte bis zur Blüte warten, da das Kraut dann am würzigsten ist. Die Pflanze mag es sonnig, der Boden sollte nicht zu feucht sein. Sie ist winterhart und treibt im Frühjahr wieder aus.
 
Oregano im Aberglauben
Dost wurde im Mittelalter als wichtige Hexenabwehrpflanze angesehen und sollte vor dem Teufel schützen. Man hielt sie den Hexen unter die Nase, um sie vom Teufel zu lösen. Dost soll das Kraut sein, das Kummer verschwinden lässt, erloschenen Lebensmut wieder aufrichtet und den Menschen fröhlich macht. Aus diesem Grund trägt die Pflanze auch den Namen Wohlgemut.
Oregano oder Dost wurde als Schutz vor bösen Mächten in den Brautschuh gelegt und in den Brautstrauß eingebunden. In Form von Räucherungen wurde Dost schon in der Antike als dämonenabwehrendes Mittel verwendet. Wenn ein Kind lange nicht zu reden begann, gab man ihm einen Löffel voll Oreganowasser. Gegen Epilepsie ließ man den Kranken an mit den Fingern zerdrücktem Dost riechen.
                 
Pflanzenbeschreibung
Der Dost bevorzugt trockene, warme Standorte. Man findet ihn vor allem an sonnigen Kalkhängen, Bergwiesen und Kahlschläge. Er gedeiht in ganz Mittel- und Westeuropa, bis hin nach Osteuropa. Der Dost ist eine mehrjährige Pflanze und wird bis zu 50cm hoch. Wenn es ihm an einer Stelle gefällt, wird er von Jahr zu Jahr dichter, bis er im Frühling schon ein dichtes Polster bildet, das dann im Laufe des Sommers fast zu einem kleinen Busch heranwächst. Sein rötlich überlaufener Stängel wächst aufrecht. Wenn die Pflanze genug Platz hat, bilden sich in den Blatt-achseln zahlreiche Seitentriebe. Die Blütenstände der rosa- bis weinrotfarbenen Blüten sind doldig und rispenähnlich. Schmetterlinge und andere Insekten sind ganz begeistert von den Blüten des Oreganos und laben sich zahlreich an ihnen. So leistet der Dost einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Insektenvielfalt.
Beim Oregano handelt es sich um eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 70 Zentimetern erreicht. Charakteristisch ist ihr ausgeprägter herbaromatischer Duft und Geschmack. Aus einem oft holzigen Rhizom (umgangssprachlich Wurzelstock) treibt der aufrecht wachsende, vierkantige und von Grund an gabelig verzweigte Stängel. Dieser weist ebenso wie die meist rötlich überlaufenen Zweige eine leichte Behaarung auf.
Die gegenständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 2 bis 7 Millimeter lang. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von meist 25 bis 40 (10 bis 45) Millimetern sowie einer Breite etwa 15 (4 bis 30) Millimeter länglich-eiförmig und laufen meist spitzig aus. An der Blattunterseite kann man eine drüsige Punktierung feststellen. Der Blattrand kann schwach gezähnt oder auch glatt ausgestaltet sein. Einige Exemplare bilden an den Blatträndern auch eine feine Behaarung aus.
Die in endständigen oder seitenständigen dicht gedrängten kugeligen Scheinrispen zusammengefassten Teilblütenstände entwickeln zwischen Juli und September zahlreiche Blüten.
Die zwittrige Blüte ist zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf dunkelgrünen, etwa 3 Millimeter langen Kelchblätter sind untereinander verwachsen. Die fünf Kelchzähne sind gleich gestaltet und entwickeln – ebenso wie die Tragblätter – gewöhnlich eine leichte purpurfarbene Einfärbung. Der Kelch ist deutlich kürzer als die Kronröhre. Die fünf rosavioletten, selten auch weißlichen Kronblätter sind zu einer glockenförmigen, 4 bis 6 Millimeter langen Kronröhre verwachsen, die zweilippig endet. Die Unterlippe ist dreilappig. Die aufrechte Oberlippe ist ausgerandet und besteht aus zwei Kronblättern. Von den vier Staubblättern sind zwei kürzer und zwei länger; sie sitzen der Kronröhre an. Die zwei längeren Staubblätter ragen aus der Kronröhre heraus, die zwei kürzeren enden gewöhnlich dicht unter der Oberlippe. Zwei Fruchtblätter sind zu einem, durch eine falsche Scheidewande in vier Fächer unterteilten, oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Der Fruchtknoten geht in einen langen Griffel über, der in zwei kleine Narben endet.
Die Klausenfrucht zerfällt zu einem etwa 1 Millimeter länglich-ovalen Nüsschen mit brauner und glatter Oberfläche.
 
Anbau, Pflege und Ertne
Oregano gilt als beliebtes Heil- und Gewürzkraut und wird folglich häufig im Kräutergarten oder als Gewürzkraut auf dem Balkon angebaut. Der Anbau ist nicht sonderlich schwierig, insofern ein günstiger Standort gewählt wird und mit Düngern sparsam umgegangen wird.
Standort
Oregano bevorzugt im Garten bzw. Freiland einen Standort, der warm und sonnig ist. Die Böden sollten relativ durchlässig, eher nährstoffarm und etwas kalkhaltig sein. Lehmige Gartenböden sollten demnach mit einigen Zuschlagstoffen wie Quarzsand, Lavasand oder Bimskies gelockert werden. Für die Aufzucht sollte ein eher windgeschützter Platz gewählt werden. Insofern diese Bedingungen mehr oder weniger eingehalten werden, ist der Oregano relativ anspruchslos in der Pflege.
Aussaat
Oregano ist ein Lichtkeimer, dessen Samen nur lose (bis max. 0,2 cm) auf die Erde gestreut werden und nicht mit Erde bedeckt werden müssen. Die Aussaat im Garten beginnt im Frühjahr ab Ende April. Optimal ist ein Pflanzbstand von jeweils 10 bis 15cm pro Pflanze. Alternativ kann Oregano auf der Fensterbank in Pflanzschalen vorgezogen werden. Auch der Anbau im Topf ist sehr einfach. Für die Vorzucht eignen sich besonders die späten Winter- bzw. frühen Frühjahrsmonate. Als Erde können mineralische Anzuchterden oder düngerarme organische Erden verwendet werden.
Neben der Aussaat erfolgt die Vermehrung von Oregano über Stecklinge oder durch vorsichtige Teilung der Pflanze.
Pflege und Gießen
Viel Pflege benötigt der Oregano nicht. Er wächst ausdauernd und bildet kann innerhalb einer Vegetationsperiode üppige Büsche bilden. Deshalb wird bei der Aussaat und/oder dem Einpflanzen von Jungpflanzen empfohlen, genügend Abstand zu anderen Pflanzen zu wahren. Angelehnt an die Bedingungen seiner ursprünglichen Heimat braucht der Oregano nicht viel Wasser. Kurze Durststrecken übersteht das mediterrane Kraut meist problemlos, wenn er danach großzügig gewässert wird. Staunässe sollte in jedem Fall vermieden werden. Um dies zu vermeiden, sollte bei der Kultur in Blumentöpfen eine Drainageschicht (Lavagrus oder Blähtonkugeln) eingearbeitet werden, damit das Wasser abtropfen kann.
Düngen
Oregano benötigt über das Jahr nur sehr wenig Dünger. Empfehlenswert ist die Zugabe von wenig organischem Langzeitdünger wie Hornspäne oder Kompost. Topfkulturen benötigen je nach Pflanzgefäß und Konkurrenzpflanzen meist mehr Nährstoffe.
Überwinterung
Oregano stammt ursprünglich aus den südlicheren Gebieten Europas, die keine harten Winter mit Frost und Minustemperaturen kennen. Dennoch hat sich Oregano auch in Deutschland als winterhart erwiesen, sollte aber zum Winter hin mit Reisig und Mulch abgedeckt werden.
Ernte und Trocknen
Oregano kann fast das ganze Jahr über von der Pflanze geerntet werden. Zupft man vorsichtig die filigranen Blättchen ab, wird das Wachstum der Seitentriebe gefördert. Ist die Pflanze zu groß und buschig geworden, schneidet man die Stiele mitsamt Blättern etwa eine Handbreit über dem Boden ab. Die Pflanze treibt dann innerhalb kürzester Zeit neu aus.

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Ernährungsempfehlung für Morgens/Frühstück
In der Nacht kommt es zu einer Absenkung der Yang-Qualität sowie zu einer Ansammlung des Yin-Verdichtung des Stofflichen. Deshalb muss morgens der Yang bewegt und dynamisiert werden z.B. durch körperliche Bewegung und durch ein warmes dynamisierendes Frühstück.
Zwischen sechs und neun Uhr morgens ist der Stoffwechsel am aktivsten. Daher empfiehlt es sich, in dieser Zeit hochwertig zu essen. Dabei sollten vor allem Proteine und Kohlenhydrate aufgenommen werden. Ein Croissant mit Nuss-Nougat-Creme ist zwar unglaublich schmackhaft, liefert aber zu viel Zucker und Fett. Spätestens nach zwei Stunden haben wir erneut Hunger. Besser ist ein Frühstück, das den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen lässt und länger satt hält. Hierfür eignen sich zum Beispiel Brot und Brötchen aus Vollkornmehl, Haferflocken oder Naturjoghurt mit frischem Obst.
Dabei gilt: Frühstücksverhalten und Vorlieben sind unterschiedlich und individuell: Die einen können das Haus nicht mit leerem Magen verlassen, die anderen bekommen zu früher Stunde keinen Bissen herunter. Experten sind sich einig: Sie müssen nicht zwingend früh morgens etwas essen! Trinken Sie zum Beispiel ein Glas Obst- oder Gemüsesaft oder mixen Sie sich einen gesunden Smoothie aus Milch, Haferflocken, Leinsamen oder Chia-Samen, Obst und Nüssen. Er enthält alle wichtigen Komponenten, die unseren Stoffwechsel anregen. Nehmen Sie sich zur Arbeit etwas mit, denn spätestens am Vormittag meldet sich Ihr Magen garantiert durch lautes Knurren.
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