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GEKIELTER LAUCH
Der gekielte Lauch ist eine Zwiebel-Pflanze, die in Süddeutschland und Südeuropa wächst. Die rosa bis purpurnen Blüten entspringen grünen Brutzwiebeln und sitzen an kleinen Stielen. Die Heilwirkung entspricht etwa Schnittlauch und Zwiebeln. Die sehr seltene Pflanze ist geschützt und darf nicht gesammelt werden. Der Kiel-Lauch, auch Gekielter Lauch genannt, ist eine Pflanzenart in der Gattung der Lauche. Das Artepitheton kommt vom lateinischen Wort carinatus und bedeutet gekielt.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Verdauungsförderung
Heilwirkung: appetitanregend, blutfettsenkend, entzündungshemmend, harntreibend, verdauungsfördernd
Anwendungsbereiche: Verdauungsförderung
wissenschaftlicher Name: Allium carinatum
Pflanzenfamilie: Zwiebelgewächse = Alliaceae
englischer Name: Keeled Garlic
volkstümlicher Name: Gekielter Lauch, Kiel-Lauch
Verwendete Pflanzenteile: Ganze Pflanze
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Alliin, Cycloalliin, Flavonoide, Propenylalliin, Sterole
Sammelzeit: Frühling
 
Anwendung
Kann wie junge Zwiebeln und Schnittlauch eingesetzt werden.
Salat
Klein geschnitten zu Salaten fördert die Verdauung und regt den Appetit an.
 
Geschichtliches
Würde zeitweise als Ersatz für Lauch und Zwiebeln eingesetzt, hat aber nie eine besondere Bedeutung als Heilpflanze bekommen. Der Saft wurde als Mittel bei Motten eingesetzt. In Natur- und Wildgärten mittlerweile als Zierpflanze zu finden.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Kiel-Lauch ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 30 und 60 Zentimetern erreicht. Dieser Geophyt bildet Zwiebeln als Überdauerungsorgane, die etwa 1 Zentimeter breit werden. Die Laubblätter sind bei einer Breite von 2 bis 4 Millimetern linealisch, flach, rinnig und am Rand gerippt sowie unterseits gekielt; sie sind nicht hohl, das Gewebe aber gelegentlich lückig. Die Blütezeit reicht von Juni bis Juli. Der Blütenstand ist scheindoldig. Die Blüten sind meist unfruchtbar, Früchte sind somit selten, stattdessen entwickeln sich in diesem Blütenstand bei einer Unterart Brut-zwiebeln. Die Blütenstiele sind vier bis sechsmal so lang sind wie die Blüten. Die Blüten sind dreizählig. Die Blütenhüllblätter sind lilapurpurfarben. Die Staubblätter ragen weit über die Blütenhüllblätter heraus.
Der Gekielte Lauch ist in Süddeutschland und Südeuropa heimisch. Er wächst bevorzugt Magerrasen und Moorwiesen. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 30 und 60 Zentimeter hoch. Die Blätter sind 3 mm breit, gekielt und linealartig. Die rosa bis violetten Blüten erscheinen zwischen Juni und August. Die am Fuß der Blütendolden sitzen grüne Brutzwiebeln. Aus den meist unfruchtbaren Blüten entwickeln sich in seltenen Fällen die Samen.
 
Anbautipps
Die Zwiebeln im Herbst oder Frühling ausreichend tief in den Boden stecken. Der Kiellauch verträgt keine Staunässe und sollte am besten alleine angepflanzt werden, da er sich mit vielen anderen Pflanzen nicht verträgt.
 
Sammeltipps
Die seltene Pflanze ist geschützt und darf nicht gesammelt werden.

HAFERWURZ
Die violett blühende Haferwurz ist Heilpflanze, Gemüse und Zierpflanze in einem. Dennoch ist sie fast vergessen worden. Erst die Rückbesinnung auf alte Gemüsearten hat ihr wieder zu einiger Bekanntheit verholfen. Dabei war sie früher ein beliebtes Wurzelgemüse, geschätzt für ihren Geschmack, der an Austern erinnert. Doch sie wurde nach und nach von der Schwarzwurzel verdrängt. Die Heilkräfte der Haferwurz sind noch unbekannter als ihr Nährwert. Der Kenner weiß jedoch, dass er beim Essen der Haferwurz auch seiner Gesundheit eine Freude macht. Die Haferwurzel, auch Purpur-Bocksbart, Habermark oder Austernpflanze genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Bocksbärte innerhalb der Familie der Korbblütler. Die Nutzpflanze Haferwurzel kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, wo sie seit der Antike als Gemüse verwendet wurde.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Nährend bei Diabetes
Heilwirkung: abführend, blutreinigend, harntreibend, krampflösend, lindernd
Anwendungsbereiche: Arteriosklerose, Blasenerkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, Gallenerkrankungen, Leberschwäche, Verstopfung
wissenschaftlicher Name: Tragopogon porrifolius
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Common Salsify, Oyster Plant
volkstümlicher Name: Austernpflanze, Bocksbart, Hafermaukel, Haferwurzel, Habermark, Lauchblättriger Bocksbart, Markwurz, Milchwurz, Purpur-Bocksbart, Weißwurzel
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel, Triebe, Blüte
Inhaltsstoffe: Inulin, Schleim, Vitamine
Sammelzeit: Frühjahr (Triebe, Blüten), Herbst (Wurzeln)
 
Anwendung
Die Haferwurzel wird vorwiegend als Wurzelgemüse verwendet, aber auch die Blät-ter lassen sich als Salat oder Spinat zubereiten. Die süßlich schmeckende, milchsafthaltige Wurzel, deren Geschmack an Austern erinnert, ist sehr nahrhaft, was auch ein alemannisches Sprichwort besagt: Habermark macht d’ Bube stark. Die Pfahlwurzeln werden im Herbst des ersten Jahres geerntet. Sie können über den Winter eingemietet werden.
Die Haferwurz wird als Heilpflanze hauptsächlich dadurch angewendet, dass man sie isst. Tees und ähnliches aus der Haferwurz sind eher nicht üblich, obwohl man bestimmt einen Tee aus dem Kraut oder aus der Wurzel versuchen kann. Der wichtige Inhaltstoff Inulin ist eine Art Stärkeersatz, der den Blutzuckerspiegel nicht beeinflusst. Daher eignet sich die Haferwurz besonders zur Ernährung von Diabetikern. Die ganze Pflanze gilt außerdem als harntreibend, krampflösend und durch den Schleim allgemein lindernd. Ihre traditionellen Anwendungsgebiete wie beispielsweise bei Leberschwäche, Bluthochdruck oder Arteriosklerose beruhen auf der Erfahrungsheilkunde und sind nicht durch medizinische Studien belegt.
Haferwurz in der Küche
Von der Haferwurz kann man fast alle Teile essen.
Wurzel
Wie der Name der Haferwurz schon sagt, geht es bei der Haferwurz vor allem um die Wurzel. Man kann die längliche Wurzel kochen wie Schwarzwurzel, also beispielsweise in leicht gesalzenem Wasser. Entweder kocht man die gewaschenen Wurzeln im Ganzen oder in kleine Scheiben geschnitten. Die Garzeit beträgt etwa 15 Minuten, es geht also schneller als bei Karotten. Alternativ kann man die Haferwurz auch im Backofen garen. Ihr Geschmack erinnert an Austern, was ihr auch den Nahem Austernpflanze eingebracht hat. Man kann die gegarte Haferwurz als Gemüse essen, mit Sauce, Sättigungsbeilage und Fleisch oder Fisch (auf Wunsch). Sie eignet sich auch für Suppen, entweder gemischt mit anderen Gemüsearten oder als reine Cremesuppe. Man kann die junge Wurzel auch roh reiben oder raffeln, um sie als Salat zu essen. Der Phantasie bei der Zubereitung sind keine Grenzen gesetzt.
Hinweis! Im Innern der Wurzel befindet sich ein Milchsaft. Wenn man die Wurzel schält, tritt dieser Saft aus und kann sich verfärben. Daher bereitet man die Wurzel besser nur gewaschen zu und lässt sie ungeschält.
Junge Triebe
Die neuen Triebe, die im Frühjahr sprießen, kann man roh oder gekocht als Gemüse und Salat zubereiten.
Blütenstängel
Die Stängel der Blüten kann man kochen wie Spargel und entsprechend einsetzen, also beispielsweise mit Sauce Hollandaise und Kartoffeln.
Blüten
Die Blüten können roh als Zierde im Salat gegessen werden.
Sprossen aus den Samen
Aus den Samen kann man Sprossen ziehen, die sich zum Verzehr im Salat eignen.
 
Geschichtliches
Die Haferwurz wurde im Mittelmeerraum schon in der Antike als Gemüse angebaut und auch medizinisch eingesetzt. Der berühmte Heilkundige Dioskurides erwähnte sie im 1. Jahrhundert nach Chr. Er empfahl sie vor allem zur Stärkung von Leber und Galle. Auch Plinius beschrieb die Haferwurz. Schon einige Jahrhunderte früher erwähnte sie der Grieche Theophrastos. Irgendwann kam die Haferwurz auch nach Mitteleuropa. Auch hier wurde sie als Gemüse und Heilpflanze verwendet. Unter anderem schrieben Albertus Magnus im 13. Jahrhundert und Hieronymus Bock im 16. Jahrhundert und über die Haferwurz und ihre Anwendung. Doch allmählich verlor die Haferwurz an Bedeutung. Zwar wurde sie in Deutschland noch in geringen Mengen im 20. Jahrhundert angebaut, aber sie geriet nach und nach in Vergessenheit. Die Schwarzwurzel verdrängte die Haferwurz schließlich fast ganz, wenngleich auch die Schwarzwurzel nur eine geringe Bedeutung in der Küche hat. Dank Bio-Bewegung besinnen sich viele Menschen wieder auf die alten Gemüsearten zurück. Daher wird auch die Haferwurz wieder bekannter.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Haferwurz kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Sie ist aber auch in Mitteleuropa heimisch geworden, nachdem sie hier erst einmal eingeführt wurde. Die violette Haferwurz ist eng mit dem hiesigen Wiesen-Bocksbart verwandt, der gelb blüht. Die Haferwurz wächst bevorzugt in sandigen, lockeren, tiefgründigen Böden und braucht viele Nährstoffe. Zum optimalen Gedeihen braucht die Haferwurz volle Sonne. Die zweijährige Pflanze wird im zweiten Jahr bis zu 120 Zentimeter hoch. Im ersten Frühjahr treibt die Wurzel zunächst schmale Blätter in einer Rosette aus. Erst im zweiten Jahr erscheint im Mai der Blütenstängel und etwas später zwischen Mai und August die Blüte. Die großen, violetten Blüten öffnen sich nur morgens und schließen sich mittags schon wieder. Nach wenigen Tagen sind sie verblüht. Dann schließt sich die Hülle der Blüte wie eine Art langer, schmaler Schnabel. Aus diesem Schnabel bildet sich nach einer Weile der Fruchtstand, der an die Pusteblumen vom Löwenzahn erinnert, aber deutlich größer und leicht bräunlich sind. Die lange Pfahlwurzel wird bis zu 30 cm lang. Sie ist innen weiß und außen gelblich.
Die Haferwurzel ist eine ein- bis zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 60 bis 120 Zentimetern erreicht. Sie bildet bis zu 30 Zentimeter lange Pfahlwurzeln.
Die Blütezeit reicht Juni und Juli. Die Stängel tragen meist mehrere Blütenkörbe. Die Korbstiele sind bei den Korb zu stark verdickt. Die Hüllblätter überragen die Zungenblüten meist. Die Zungenblüten sind trüb-purpurfarben bis purpurlila. Die Achänen sind inklusive Schnabel 40 bis 55 Millimeter lang.
 
Anbautipps
Für den Anbau der Haferwurz sollte man einen sonnigen Standort wählen und den Boden gut auflockern. Am besten sät man die Haferwurz früh im Jahr an Ort und Stelle. Sobald die kleinen Pflänzchen sprießen, werden sie auf etwa 15cm vereinzelt.
 
Erntetipps
Wenn man die Wurzeln der Haferwurz verwenden will, sollte man sie im Herbst des ersten Jahres ernten. Im zweiten Jahr, nach der Blüte, wird die Wurzel holzig und eignet sich nicht mehr für die Küche. Die Wurzel wird ausgegraben und kann auf Wunsch im Winter im Keller eingelagert werden. Die Blätter, Stängel und Blüten kann man abschneiden, wenn sie gewachsen sind und möglichst frisch verwenden.

BACHBLÜTE ROCK ROSE
Der Solarplexus schmerzt oder fühlt sich wie ein Stein  
Bei diesen Menschen schmerzt der Solarplexus oder fühlt sich an wie ein Stein
Mit der Blüte schmerzt der Solarplexus nicht mehr und fühlt sich auch nicht mehr an wie ein Stein

BACHBLÜTE ROCK WATER
Ich mache mir selber Vorwürfe                    
Diese Menschen machen sich selber sehr große Vorwürfe
Mit der Bachblüte können sie diese Vorwürfe abstellen

Die Lehre von den Elementen und den Körpersäften
Das Wasser besitzt die meisten Kräfte, nämlich 15:
DIE KRÄFTE DES WASSERS
„Das Wasser besitzt 15 Kräfte, nämlich die Wärme, die Luft, die Feuchtigkeit, das Überfluten, die Geschwindigkeit, die Beweglichkeit, den Bäumen gibt es den Saft, den Früchten den Geschmack, den Pflanzen das Grün, alles ist voll von seiner Feuchtigkeit, es trägt Vögel, ernährt die Fische, lässt Tiere in seiner Wärme leben, hält die Reptilien in ihrem Schaum zurück und hält alles am Leben, so wie die Zehn Gebote und die fünf Bücher Moses´ des Alten Testaments, die Gott aller zur geistigen Erkenntnis bestimmt hat. Denn aus lebendiger Quelle entspringen die Wasser, die allen Schmutz abwaschen. Das Wasser ist in jedem beweglichen Geschöpf leicht beweglich und es ist auch die zündende Quelle allen Wachstums der unbeweglichen Geschöpfe.“
Abschließend heißt es dann, dass das Wasser mit seinen Kräften alles erhellt und trägt. Da das Wasser eine sehr große Bedeutung hat, werden die verschiedenen Gewässerarten, zum Beispiel das Meer, die Flüsse, die Seen, die Bäche, das Moorwasser und ihre Wirkungen von Hildegard genauestens beschrieben.
Der Erde werden sieben Kräfte zugeschrieben:
DIE KRÄFTE DER ERDE
„Die Erde ist von Natur aus kalt. Sie hat sieben Kräfte, teilweise ist sie im Sommer kalt, im Winter war, hat die Kraft, wachsen und welken zu lassen, in sich, bringt die Keime hervor, erhält die Lebenswesen am Leben und trägt alles. So hat auch Gott an sechs Tagen gearbeitet und am siebenten geruht, als er alles, was er geschaffen hatte, dem Nutzen für den Menschen unterstellte. Die Erde ist im Sommer weiter unten kalt, weil dann die Sonne durch die Kraft der Strahlen wachsen lässt, im Winter ist sie aber weiter unten warm, denn andernfalls würde sei infolge der starren Kräfte zerreißen. So lässt sie in der Wärme das Wachstum und in der Kälte Erstarrung sichtbar werden … Gott hat die Erde so angelegt, dass sie zur passenden Zeit keim lässt und zur passenden Zeit mit dem Keimen aufhört, so wie auch der Mond zunimmt und abnimmt.“

Verdauungs- und Unterleibserkrankungen
Verstopfung
Gibt es viele Leute die häufig an Durchfall leiden, so gibt es noch eine weit größere Anzahl derer, die mit hartem Stuhlgang geplagt sind. Daher nehmen sie Zuflucht zu Mitteln, welche freilich auf den Stuhlgang wirken, deren Ausgang aber meist Verderben ist. Kaum wird an irgendeiner Krankheit so mannigfaltig probiert, als wenn es sich daß, je mehr und je länger man anwendet (und zuletzt erfolgt kein Stuhlgang mehr ohne Abführmittel), die Not stets umso größer wird.
Verstopfungen kommen am wenigsten vor bei den Leuten auf dem Lande, die eine einfache Kost genießen, viel Bewegung machen und durch Arbeiten eine abgehärtete, feste Natur haben und auch regelmäßig eine gute Luft einatmen. Diese Übel sind jedoch vorherrschend bei Leuten zu finden, die eine sitzende oder stehende Lebensweise führen, mehr die Geistes- als die Körperkräfte anstrengen müssen, statt reiner, gesunder Luft nur Zimmerluft einatmen und auch nicht die Naturwärme besitzen wie die Leute in der freien Natur, weil infolge ihres Berufes die Übung der Körperkräfte fehlt.

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