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Giersch
Den meisten Gartenbesitzern gilt der Giersch, auch Dreiblatt genannt, als lästiges Unkraut, das so hartnäckig ist, dass man es nie wieder los wird. Dabei war Giersch früher in der Volksheilkunde sehr geschätzt um Gicht und Rheuma zu behandeln. Man kann den Giersch jedoch als Wildgemüse essen und dann ist man mitunter froh, soviel von ihm zu haben. Außerdem hat der Giersch Heilkräfte und kann die Harnorgane und den Stoffwechsel fördern.
Gewöhnlicher Giersch ist eine Pflanzenart aus der Gattung Aegopodium in der Familie der Doldenblütler. Sie ist die einzige in Europa vorkommende Aegopodium-Art. Der botanische Gattungsname Aegopodium leitet sich von griechisch αἴγειος = aigeos (für „von Ziegen“) und griechisch πούς-ποδός = pous-podos für Fuß ab und bezieht sich auf die Gestalt der Blätter, die an einen Ziegenfuß erinnern. Das Artepitheton podagraria weist darauf hin, dass diese Pflanzenart seit Jahrhunderten in der Volksmedizin zur Linderung der Schmerzen bei Rheumatismus und Gicht (Podagra) Verwendung fand. Giersch gilt bei Gärtnern als lästiges Unkraut; er wuchert und lässt sich wegen seiner unterirdischen Triebe nur schwer bekämpfen. Andererseits ist Giersch ein wohlschmeckendes Wildgemüse.
Kaum ein anderes Kraut ist in Gärten so unbeliebt wie Giersch (Aegopodium podagraria). Dabei kann Geißfuß bzw. Podagrakraut wie Giersch auch genannt wird, viel mehr als wuchern. Rohköstler und Freunde von Wildkräutern schwören auf Giersch als schmackhaften Nährstofflieferanten in Salaten oder als Alternative zu Spinat. Giersch ist jedoch auch eine traditionelle Heilpflanze, die u.a. bei rheumatischen Erkrankungen unterstützend angewendet wird.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Gicht, Rheuma
Heilwirkung: abführend, antirheumatisch, beruhigend, entwässernd, entzündungshemmend, harnsäurelösend, harntreibend, verdauungsanregend
Anwendungsbereiche: Blasenentzündung, Durchfall, Gicht, Hämorrhoiden, Ischias, Rheuma, Skorbut, Übergewicht, Verdauungsschwäche, Wunden
wissenschaftlicher Name: Aegopodium podagraria
Pflanzenfamilie: Doldenblütler = Apiaceae
englischer Name: Bishop Weed, Ground Elder
volkstümlicher Name: Dreiblatt, Erdholler, Giersch, Geißfuß, Hinfuss, Podagariakraut, Podagrakraut, Podagriarkraut, Zaun-Giersch, Zaungiersch, Zipperleinskraut
Falsche Schreibweisen: Girsch
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Chlorogensäure, Cumarine, Flavonolglykoside, Harz, Hyperosid, Isoquercitrin, Kaffeesäure, Kalium, Phenolcarbonsäuren, Polyine, Vitamin C
Sammelzeit: April bis Juli
 
Anwendung
Im Mittelalter, aber auch in neuerer Zeit wurde Giersch als Gemüse wie auch als Heilpflanze angebaut.
Traditionelle Heilpflanze
Der Trivialname Podagrakraut oder Zipperleinskraut weist darauf hin, dass Giersch als ein Mittel gegen Gicht galt. Er soll auch bei Rheuma und Arthritis, krampflösend, entgiftend und blutreinigend wirken. Da keine Belege für die genannten Indikationen gefunden wurden, wird der Giersch in neuen Arzneibüchern nicht mehr aufgeführt.
Ernährung
Roh erinnert Giersch in Geruch und Geschmack ein wenig an Petersilie gemischt mit dem harzigen Aroma einer Mango, gekocht hingegen an Spinat. Da Giersch im Gegensatz zu den meisten Gemüsesorten über viele Monate zur Verfügung steht und nur geringe Ansprüche an Boden, Wasser und Lichtversorgung stellt, sicherte er beispielsweise während der Weltkriege vielen Menschen die Vitaminzufuhr. Die jungen, grünen Blätter enthalten (je 100 g) etwa: 200mg Vitamin C, 5mg Carotin, 130mg Calcium, 5mg Magnesium, 3mg Eisen und 2mg Kupfer. Giersch kann als Salat oder Gemüse zubereitet werden. Als Salat eignen sich vor allem die jungen, kaum entfalteten Blätter. Rohe Blätter können auch in Aufstriche und Suppen gegeben werden. Nach der Blüte wird der Geschmack kräftiger und eine leicht abführende Wirkung kann eintreten. Durch das Entfernen der Blüten kann dies teilweise verhindert werden. Ältere Blätter eignen sich als Tee oder zum Kochen bzw. Dünsten. Die bitteren Stiele sind zäh und sollten entfernt werden. Beim Sammeln ist eine Verwechslung mit ungenießbaren und giftigen Arten, wie Gefleckter Schierling oder Breitblättriger Merk, zu vermeiden. Giersch lässt sich gut am dreikantigen Blattstiel erkennen, wobei eine Kante abgerundet und die gegenüberliegende Seite konkav eingezogen ist.
Tee
2 Esslöffel auf 250ml Wasser. Kraut mit dem heißen Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen und abseihen. Der Tee aus dem getrockneten Kraut hilft bei Gicht und Rheuma. Für eine Frühjahrskur kann man statt dem getrockneten Kraut die frischen Triebe in gleicher Menge nutzen.
Umschläge
Das frische zerquetschte Kraut wird als Umschlag auf die betroffene Körperstelle bei Gicht und Rheuma aufgebracht. Praktisch ist das zerquetschte Kraut bei Wanderungen bei Insektenstiche.
Badezusatz
Zubereitung wie der Tee. Als Sitz-Bad gegen Hämorrhoiden.
Frische Triebe
Als Salat oder Spinat als Entschlackungskur im Frühling.
Frischsaft
Eine 10tägige Frühjahrskur. Aus den frischen Trieben Saft pressen und 1:5 mit Mineralwasser oder Buttermilch verdünnen. Am ersten Tag 1 Esslöffel, am zweiten 2 Esslöffel usw... Soll den Stoffwechsel anregen, entschlacken und entgiften. Vorsicht: Zuviel Frischsaft ergibt einen Durchfall.
Homöopathie
Verarbeitet wird die frische blühende Pflanze. Gegen Rheuma und Gicht.
Giersch als Heilkraut
In alten Kräuterbücher und Nachschlagewerken zur Naturheilkunde wird Giersch als Zipperleinkraut beschrieben. Zipperleinkraut deshalb, weil Giersch gegen viele Volkskrankheiten, insbesondere gegen Rheuma und Gicht, helfen soll - auch wenn Giersch in der Medizin heute vernachlässigt wird, da viele Studien die Wirksamkeit von Giersch gegen die genannten Leiden häufig nicht bestätigen konnten. Der hohe Kaliumgehalt von Giersch unterschützt die Entwässerung und Ausscheidung von Harnsäure im Körper, wodurch das Kraut häufig auch zur Vorbeugung von Blasenentzündungen empfohlen wird.
Grundsätzlich gilt Giersch aufgrund seines hohen Vitamin C und Eisengehalts als sehr gesund und wird daher gern im Frühjahr als Zutat für Smoothies oder Gemüse genutzt. In Verbindung mit Brennessel soll er helfen, u.a. Beschwerden bei Frühjahrsmüdigkeit zu lindern.
Einige neuere Studien ( Prior et al.) konnten jedoch feststellen, dass der Stoff Falcarindiol im Giersch enthalten ist. Dieser Inhaltsstoff hat eine antifungizide Wirkung. Falcarindiol ist ein so genanntes Polyacetylen, dessen medinzische Verwertung aktuell noch diskutiert wird. Das Falcarindiol ist leicht giftig und vorzugsweise an den Wurzeln zu finden. Für den Menschen ist der Genuss von Giersch allerdings kein Problem.
Verwechslungsgefahr beim Sammeln - Giersch vom Bärenklau unterschei-den
Wer Giersch sammeln und für den Eigenbedarf nutzen möchte, sollte vorher klären, ob es sich auch tatsächlich um das Kraut handelt. Einige Bärenklau-Gewächse sehen dem Giersch auf dem ersten Blick sehr ähnlich. Bärenklau ist giftig und kann bereits bei Berührungen eine so genannte Photodermatitis auslösen. Giersch lässt sich leicht durch seine Blattform unterscheiden. Bärenklau hat gefiederte bis geschwungene Blätter, wohingegen sich der Giersch mit seinen gezackten und meist kleineren Blättern deutlich unterscheiden. Der Wiesen-Bärenklau ist gegenüber dem Riesen-Bärenklau deutlich ungiftiger und wird im jungen Zustand sogar als Wildkraut geschätzt. Der Riesen-Bärenklau enthält jedoch deutlich mehr Fucocumarine und kann entschieden mehr Verletzungen und Vergiftungen hervorrufen, als sein kleinerer Verwandter.
Giersch ist nicht nur ein wunderbarer Lieferant von blutbildendem Eisen und wertvollem Vitamin C, in der Vergangenheit kam Giersch auch als Heilkraut zum Einsatz.
Giersch in der Küche
Giersch ist unter Liebhabern von Wildkräutern und Wildgemüse sehr beliebt, weswegen es mittlerweile sehr viele Rezepte mit Giersch gibt. Gegessen werden in der Zeit des Erscheinens vom ersten Blattgrün bis hinein in den Sommer die frischen, kleinen Blätter. Giersch hat eine pikante Note, die vor allem in Sommersalaten ihren interessanten Geschmack entfaltet.
Mit dem Alter der Blätter wird der Geschmack intensiver und strenger, weshalb ältere Gierschblätter in Form von Tee Einsatz finden oder gekocht als Spinatalternative zubereitet werden. Allerdings sollten die Stiele der Gierschpflanze vor dem Kochen bzw. der Zubereitung entfernt werden, da in diesen Pflanzenteilen die Konzentration an Kumarin am höchsten ist, was zu einem bitteren Geschmack führt.
Giersch wird als Wildgemüse auch häufig in Kombination mit Brennnesseln und Löwenzahn gegessen. Die Pflanzen können in dem Fall als Salat oder, was meist häufiger passiert, als Suppe oder als Cremesuppe zubereitet werden. In Verbindung mit Brot sollen Cremesuppen als sehr delikat gelten.
 
Geschichtliches
Als Wildgemüse dürfte Giersch schon in der Steinzeit gegessen worden sein. Der Name (Aegopodium) leitet sich aus den griechischen Wörtern für Ziege und Füßchen her, wegen der einem Ziegenfuß ähnelden Kronblätter. Nach der mittelalterlichen Signaturenlehre ist Giersch deshalb für die Behandlung von Gicht in Füßen geeignet. Der Giersch wurde im Frühling als Salat oder Spinat als Frühlingskur genutzt. Der Giersch war als Bestandteil von Suppen bei einigen Königshäusern eine geschätzte Delikatesse. In der modernen Pflanzenheilkunde spielt der Giersch keine Rolle mehr bei der Behandlung von Gicht und Rheuma, da man keine Inhaltsstoffe (außer entwässerndes Kalium) finden konnten, die die Wirkung aus der Signaturenlehre erklärt.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Giersch ist in ganz Europa heimisch. Er wächst bevorzugt in Auwäldern, Hecken und in Gärten. Die ausdauernde Staude wird zwischen 30 und 90 Zentimeter hoch. Der Stängel ist hohl und kantig. Die Blätter sind doppelt dreizähnig. Die Dolden mit weißen Blüten erscheinen zwischen Juni und August. Die Blütendolde ist 15-25 strahlig. Aus den Giersch-Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen. Die eiförmige und glatte Früchte sind etwa 3-4 mm lang. Die weißen Wurzeln sind leicht giftig (Falcarindiol) und auch aus kleinen Wurzelstücken kann eine neue Pflanze wachsen. Die Wurzeln bilden weite Ausläufer, die für eine schnelle und sichere Verbreitung sorgen.
Der Giersch wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 100 Zentimeter. Da der Giersch aus einem stark wuchernden Rhizom entspringt, können die Ausläufer Kolonien bilden. Der kahle Stängel ist kennzeichnend kantig-gefurcht. Die wechselständig am Stängel angeordneten Laubblättersind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreite ist doppelt dreizählig oder zweifach gefiedert. Die Fiederblätter sind eiförmig-länglich und besitzen einen gesägten Rand. Die Fiedern 1. Ordnung sind oft nur zweispaltig.
Der doppeldoldige Blütenstand ist flach und 12- bis 25-strahlig. Es fehlen sowohl Hüllblätter als auch die Hüllchenblätter. Die unscheinbaren, weißen Blüten sind zwittrig und fünfzählig. Die Blütezeit reicht meist von Juni bis Juli. Die ungeflügelte kümmelähnliche, zweiteilige Spaltfrucht, auch Doppelachäne genannt, ist bei einer Länge von 3 bis 4 Millimeter eiförmig.
 
Anbautipps
Den Anbau im eigenen Garten sollte man sich sehr gut überlegen. Bei ungünstigem Wind oder fehlender Rhizomsperre (gegen die Wurzeln) ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Nachbar auch Giersch in seinem Garten hat. Will man den Giersch wieder loswerden, hilft meist nur wegziehen. Der Giersch-Anbau hingegen ist einfach: Einfach den Samen (im noch kalten Frühling) oder die Wurzelstücke (jederzeit) in den Boden geben und den Boden feucht halten. Der Standort sollte schattig oder halbschattig sein. Am besten in großen Töpfen aufziehen und verhindern, dass der Samen reif wird und sich im Garten verteilt.
Giersch - Anbau, Aussaat und Pflege
Die Aussaat von Giersch will gut überlegt sein. Giersch zählt zu den Pflanzen – ähnlich wie Bärlauch, die sich schnell und unkontrolliert vermehren. Entschließt man sich dennoch dazu, ist die Anpflanzung über Senker am einfachsten. Wenn man vermeiden möchte, dass der heimische Garten nur von Giersch beheimatet wird, empfiehlt es sich, Giersch in einem großen Kübel heranzuziehen. Dank der interessanten Blätter, der weißen auffälligen Doldenblüte und einer Wuchshöhe von bis zu einem Meter ist Giersch optisch ein imposanter Hingucker.
Giersch lässt sich auch durch Samen aufziehen. Zum Aussäen kann zwischen Frühjahr und Herbst erfolgen. Die Aussaat sollte in eher nährstoffarmen Erden oder Böden vorgenommen werden. Da der Giersch ein Lichtkeimer ist, sollten die Samen nur leicht angedrückt und keinesfalls mit Erde bedeckt werden. Sobald die Keimlinge erscheinen, ist es wichtig die Erde stets feucht, aber nicht zu nass zu halten.
Was den Standort betrifft, ist Giersch anspruchslos. Am besten wächst die Pflanze jedoch in stickstoffreichen, humosen Böden an feuchten, schattigen Stellen. Entsprechend häufig findet man Giersch deshalb in der freien Natur in Wäldern.
Giersch ist ein robustes Kraut und verlangt nicht viel Pflege. Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass man Giersch nicht so leicht wieder los wird. Man hat wenig Erfolg, Giersch zu bekämpfen, indem einfach das Blattgrün entfernt wird. Auch das Zerhacken der Wurzeln verspricht keine langfristige Aussicht auf Erfolg. Lediglich das penible Entfernen aller Wurzelteile aus der Erde macht dem Giersch den Garaus.
 
Sammeltipps
Die aromatischen und leicht bitteren frischen Triebe und jungen Blätter im Frühling ernten, diese wie Spinat oder Salat zubereiten. Die älteren Blätter eignen sich als Petersilienersatz in Suppen, Gemüsegerichten und Aufläufen. Die reifen Samen eignen sich als Gewürz. Zum Trocknen sammelt man das Kraut kurz vor der Blüte und hängt die Pflanze gebündelt an einem schattigen und luftigen Ort auf. Das getrocknete Kraut in Stoff- oder Papier-Beuteln lagern.
 
Feigenkaktus
Der Feigenkaktus ist eine tropische Kaktus-Pflanze aus Nordamerika und ist mittlerweile auch in den Mittelmeerregion zu finden. Aus den gelben Blüten enstehen aromatische Früchte, deren körniges Fruchfleisch geschmacklich an Birnen erinnern. Diese balaststoffreichen Früchte stärken und fördern die Verdauung. Die frischen oder getrockneten Blüten sind stärkend.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Verdauungsstörungen,
Heilwirkung: blasenstärkend, erweichend, harntreibend, krampflösend, prostatastärkend, stärkend, verdauungsfördernd, wundheilend
Anwendungsbereiche: Volksheilkunde: Blasenstärkung, Blähungen, Krämpfe, Skorbut, Verdauungsschwäche, Darmkoliken, Wunden. Homöopathie: Darmstörungen
wissenschaftlicher Name: Opuntia ficus-indica
Pflanzenfamilie: Kakteengewächse = Cactaceae
englischer Name: Indian Fig Opuntia
volkstümlicher Name: Feigendistel, Feigenkaktus, Feigenopuntie, Indische Feige, Kaktusfeige, Nopal, Nopalitos
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Früchte
Inhaltsstoffe: Balaststoffe, Betakarotin, Beta-Sitosterin, Farbstoffe, Indicaxanthin, Isorhamnetinglucosid, Mineralstoffe, Vitamine
Sammelzeit: Blüten: Frühjahr, Früchte: Juli-November
 
Anwendung
Obst
Da die Frucht aussen Dornen hat, sollte man die Frucht z.B. mit einem Papierküchentuch anfassen. Die einfachste Zubereitung ist die Frucht der Länge nach zu halbieren um sie mit einem Löffel auszulöffeln. Die Kerne werden mitgegessen. Fördert und stärkt die Verdauung
Tee
Aus den frischen oder getrockneten Blüten kann man einen Tee herstellen, der blasenstärkend und prostatastärkend ist.
Blüten
Frische Blüten sind stärkend.
Homöopathie
Aus des frischen Blättern und Blüten wird ein Mittel gegen Darmstörungen wie Darmkoliken und Blähungen gewonnen.

Geschichtliches
In Mexiko wird die Kaktusfeige schon seit etwa 9000 Jahren angebaut und noch länger geerntet. Die Blüten dienten den Indianern zur Stärkung und zu mythisch-religiösen Zwecken. Die Cochenille-Laus lebt auf der Kaktusfeige und liefert einen roten Farbstoff. Kakteen wurden in Europa als magischer Schutz gegen Eindringlinge in Häusern aufgestellt. Mittlerweile wird die Kaktusfeige auf allen heißen Kontinenten und im Mittelmeerraum angebaut. In einigen geeigneten Regionen verbreiten sich die Kaktusfeigen wie Unkraut. Zeitweise kann man die Früchte im Supermarkt kaufen. Auch als Topfpflanze kann man den Feigenkaktus kaufen.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Feigenkaktus ist in Nordamerika heimisch. Er wächst bevorzugt in tropischen und subtropischen Klima. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 5 Meter hoch. Der Feigenkaktus kann zu niedrigen Büschen, aber auch baumförmig wachsen. Die kurzlebigen gelben-orangen Blüten sind etwa 6 bis 10 cm groß. Aus den Blüten entwickeln sich die kugelförmigen bis ovalen runden Früchte, die zwischen 5 und 10 cm groß werden. Die gelben bis braunen Früchte enthalten kleine Samenkörner.
 
Anbautipps
Der Feigenkaktus verträgt keine Fröste, daher sollte er in Töpfen kultiviert werden. Im Winter kaum gießen im Sommer mehr. Der Feigenkaktus verträgt keine Staunässe.
 
Sammeltipps
Sind die Früchte bei der Ernte noch nicht richtig reif, die Früchte nachreifen lassen. Je nach Sorte werden die Früchte mit der Zeit dunkelgelb, rot-orange oder braun. Die Früchte gibt es zeitweise in der Obstabteilung von Supermärkten unter dem Namen Kaktusbirne, Kaktusfeige, Kaktusfrucht oder Roßfeige. Da die Blüten empfindlich sind, müssen diese vorsichtig aber zügig getrocknet werden.

Bachblüten
Du bist sehr eifersüchtig und misstrauisch (Holly)
Sie sind leider enorm eifersüchtig und auch misstrauisch
Mit Holly können sie diese Eifersucht und Misstrauen abschütteln
Bachblüten
Man treibt andere zur Eile an (Impatiens)
Diese Menschen treiben ihre Mitmenschen mit oder ohne Grund zur Eile an
Mit der Blüte können sie diese übertriebene Eile hinter sich lassen
Ballaststoffe
Der Begriff Ballaststoffe wird für die Bezeichnung der Zellwände von Pflanzen verwendet.
In der Natur kommen sie als Stütz- oder Strukturelemente von Pflanzenzellen vor. Sie bestehen überwiegend aus langkettigen Kohlenhydraten.
Ballaststoffe können im menschlichen Darm nicht abgebaut werden. Sie werden über den Stuhl größtenteils wieder ausgeschieden, sie haben keinen physiologischen Brennwert!
Pro Tag gilt der Empfehlung > 30g Ballaststoffe über die Nahrung aufzunehmen.
Ballaststoffe sind weitgehend unverdauliche Nahrungsbestandteile, meist Kohlenhydrate, die vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Sie finden sich vor allem in Getreide, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten sowie in geringen Mengen auch in Milch. Der Einfachheit wegen teilt man die Ballaststoffe in wasserlösliche (wie Johannisbrotkernmehl, Guar, Pektin und Dextrine) und wasserunlösliche (zum Beispiel Cellulose) ein. Ballaststoffe gelten mittlerweile, ganz anders als die Bezeichnung vermuten lässt, als wichtiger Bestandteil der menschlichen Ernährung. Sie sind nicht energielos. Die EU-Verordnung zur Nährwertkennzeichnung weist ihnen pauschal einen Brennwert von 8 kJ/g (≈2 kcal/g) zu.
Definition
Der in der Nährwertetabelle angegebene Ballaststoffgehalt eines Lebensmittels unterliegt gesetzlichen Bestimmungen. § 2 Nr. 11 der Nährwert-Kennzeichnungsverordnung (NKV) und An-hang I Nr. 12 der Lebensmittelinformationsverordnung definieren u. a.:
„Ballaststoffe“ bedeutet Kohlenhydratpolymere mit drei oder mehr Monomereinheiten, die im Dünndarm des Menschen weder verdaut noch absorbiert werden und zu folgenden Klassen zählen:
essbare Kohlenhydratpolymere, die in Lebensmitteln, wenn diese verzehrt werden, auf natürliche Weise vorkommen;
essbare Kohlenhydratpolymere, die auf physikalische, enzymatische oder chemische Weise aus Lebensmittelrohstoffen gewonnen werden und laut allgemein anerkannten wissenschaftlichen Nachweisen eine positive physiologische Wirkung besitzen.
essbare synthetische Kohlenhydratpolymere, die laut allgemein anerkannten wissenschaftlichen Nachweisen eine positive physiologische Wirkung besitzen;
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