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NACHTKERZE
Die Nachtkerze gilt heute als eines der besten Heilkräuter bei Hautbeschwerden. Die Samen, die das begehrte Nachtkerzenöl enthalten, sind reich an Gamma-Linolensäuren. Diese Säure kann die Produktion bestimmter Hormone anregen und Entzündungen hemmen. Die Pflanze mit den ansehlichen gelben Blüten, die auch als Schinkenwurzel, Abendblume oder stolzer Heinrich bezeichnet wird, macht jedoch auch in der Küche eine gute Figur.
An steinigen Stellen, Wegrändern und im Ödland wächst die Nachtkerze, dort wo man kaum das Wachsen einer so schönen Pflanze erwartet. Im Gegensatz zu anderen Pflanzen blüht die Nachtkerze auch in der Dunkelheit, was besonders auffällt, wenn man einen warmen Sommerabend im Freien verbringt. Daher ist mir die Nachtkerze schon aus meiner Kindheit in sehr angenehmer Erinnerung. Erst in letzter Zeit wurde die Nachtkerze als vielseitiges Heilmittel entdeckt, denn bis vor wenigen Jahren war nicht bekannt, dass die Samen ausgesprochen viel Gamma-Linolensäure enthalten, die gut für Blutgefäße und Haut ist.
 
Anwendung
Die Blätter kann man als Tee innerlich oder äußerlich als Kompresse anwenden. Die Wurzel soll, als Gemüse gegessen, besondere Stärke verleihen und Kranken neue Kraft geben und zu ihrer Genesung beitragen. Besondere Aufmerksamkeit hat jedoch das Nachtkerzenöl aus den Samen gewonnen, weil es mehr Gamma-Linolensäure enthält, als jede andere bekannte Pflanze. Gamma-Linolensäure ist eine besondere ungesättigte Fettsäure, die in vielen Organen hilft, die Prostaglandine zu bilden.
Als Heilkraut
Die gemeine Nachtkerze gilt heute in der Naturheilkunde als eine sehr wertvolle Heilpflanze. Vor allem die Samen der Pflanze sind dabei von besonderem Interesse.
In älteren Kräuterbüchern gibt es keine Aufzeichnungen über die Nutzung der Nachtkerze, was schlicht und ergreifend damit zu begründen ist, dass das Kraut erst im 17. Jahrhundert den Weg nach Europa gefunden hat. Auch im letzten Jahrhundert gab es nur wenige Anwendungsempfehlungen in der Volksmedizin. Es gibt allerdings Überlieferungen, dass die amerikanischen Ureinwohner der Nachtkerze eine größere Rolle zugesprochen haben. Beispielsweise weiß man, dass die Samen häufig gegessen wurden, um den Körper im Allgemeinen zu stärken.
Für die Naturheilkunde sind, wie bereits erwähnt, heute vor allem die Samen von besonderer Bedeutung. Dies liegt in erster Linie daran, dass diese hohe Anteile an Gamma-Linolensäuren und Linolsäuren enthalten. Beide Säuren zählen zu den essentiellen Fettsäuren, die unser Körper benötigt und nicht selber herstellen kann. Vor allem die Gamma-Linolensäure ist medizinisch interessant, da sie imstande ist, bei der Herstellung so genannter Prostglandine zu unterstützen. Im Körper sind die Prostaglandine vor allem für die Bildung und Reparatur von Geweben sowie für den Fettstoffwechsel verantwortlich. Außerdem sind sie imstande die Durchblutung zu verbessern und Schleimhäute zu schützen.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Nachtkerze ist zweijährig und wächst an sonst unfruchtbaren, steinigen Stellen. Sie wird bis zu über einen Meter hoch. Manchmal ist ihr Stängel teilweise rötlich. Im unteren Bereich sind die Blätter eiförmig mit der Spitze am Stängel, weiter oben werden die Blätter kleiner. Die leuchtend gelben Blüten sitzen in den Blattachseln, meistens mehrere auf einer Ebene gemeinsam, so-dass sie den Blütenstand oft wie ein Kranz umgeben. Schon von weitem kann man die kräftig gefärbten Blüten sehen. Sie erinnern ein wenig an die Königs-kerze, aber sie recken sich nicht kerzenartig in die Höhe, sondern umkränzen eher die Pflanze.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Blätter: adstringierend, beruhigend, Durchfall, Husten, Asthma, Bluthochdruck, Gicht, Ekzem, Quetschung, Magenbeschwerden, Darmbeschwerden, Prämenstruelles Syndrom, Wechseljahresbeschwerden, Samen: Arteriosklerose, Hautprobleme, Ekzeme, Wurzeln: stärkend, Rekonvaleszenz
wissenschaftlicher Name: Oenothera biennis
Pflanzenfamilie: Nachtkerzengewächse = Onagraceae
englischer Name: Common evening-primrose
volkstümlicher Name: Abendblume, Nachtstern, Rapontika, Sommerstern, Süßwurzel
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Wurzel, Öl
Inhaltsstoffe: Samen: Gamma-Linolensäure (10%), Blätter: Gerbstoffe, Wurzeln: Stärke, Eiweiß, Mineralstoffe
Sammelzeit: Blätter: Juni bis Oktober, Wurzel: Herbst, Samen (für die Ölgewinnung): Spätsommer und Herbst

PARAKRESSE
Die Parakresse ist eine schöne Pflanze mit leuchtend gelben Blüten und einem roten Zentrum. Darüber hinaus hat diese Pflanze einen ungewöhnlichen Effekt, wenn man die frischen Blätter oder Blüten kaut.
Im Mund fühlt es sich an, als ob man ein Brausepulver gegessen hätte, ein schneller Wechsel zwischen süß, sauer und salzig, der Speichelfluss wird gesteigert und die Zunge und der Mundraum werden leicht betäubt. Nach ein paar Minuten lässt die Wirkung nach.
Die Parakresse ist Gemüse und Heilpflanze.
 
Anwendung
Der Geschmack ist ungewohnt, es erinnert an Brausepulver ohne die Süße. Kurz nach dem Kauen von frischen Blättern oder den Blüten hat man ein prickelndes säuerliches Gefühl im Mund, die Speichelproduktion wird stark gesteigert. Für einige Minuten ist der Mundraum leicht betäubt. In einigen Regionen wird dieser Effekt genutzt um extrem scharfe Speisen (Chili/Pepperoni) essen zu können.
Die Pflanze wird auch in der Homöopathie eingesetzt.
Salat
Blüten und geschnittene Blätter in normale Salate geben. Stärkt das Immunsystem und hilft bei Entzündungen im Mund und Rachen.
Breiumschlag
Ein frischer Brei aus den Blättern auf schmerzende Stellen (z.B. bei Rheuma/Gicht) legen, hilft auch bei Pilzinfektionen.
Blätter kauen
Frische Blätter oder Blüten kauen, hilft gegen Entzündungen um Mundraum.
 
Pflanzenbeschreibung
Acmella oleracea ist eine einjährige, krautige Pflanze. Die Laubblätter sind einfach und haben einen gekerbten Blattrand. Es werden körbchenförmige Blütenstände gebildet. Die Früchte sind Achänen. Diese Art ist sehr frostempfindlich.
Die Parakresse ist eine Kulturpflanze und in Südamerika heimisch. Sie wächst be-vorzugt an sonnigen und warmen Standorten. Die einjährige bis mehrjährige Pflanze wird bis zu 40 Zentimeter hoch. Die Blätter sind oval und etwa 5 cm lang. Die rotbranen Blüten erscheinen zwischen Mai und Oktober. Mit zunehmender Reife werden die Blütenstände länger und gelb, dabei behalten diese noch einige Zeit eine rote Mitte, die zum Schluss verschwindet. Die Blütenstände haben einen Durchmesser von 1cm und werden bis zu 2-3cm lang. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Adstingens, Anästhetikum, Antiphlogistikum
Heilwirkung: antibakteriell, antiviral, betäubend, entzündungshemmend, immunstärkend, speichelflußfördernd
Anwendungsbereiche: Volksheilkunde: Abwehrschwäche, Blutparasiten, Borreliose, Candida Albicans, Gicht, Insekten, Malaria, Mundschleimhautentzündung, Pilzinfektionen, Rheuma, Zahnfleischentzündung, Zahnschmerzen
wissenschaftlicher Name: Spilanthes oleracea L., Acmella oleracea
Pflanzenfamilie: Korbblütengewächse = Asteraceae
englischer Name: eyeball plant, paracress, toothache plant
volkstümlicher Name: Husarenknopf, Jambú, Parakresse, Parakressenkraut, Parákresse, Prickelknöpfe
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Cerotinsäure, Fette, Gerbstoffe, Harze, Phytosterol, Scharfstoffe, Spilanthen, Spilanthol,
Sammelzeit: Freiland: Juni bis Oktober, Topf: das ganze Jahr

BACHBLÜTE CHICORY
Ich bin hilfsbereit, auch wenn andere die Hilfe nicht wollen
Diese Menschen sind sehr hilfsbereit, auch wenn es ihre Mitmenschen gar nicht haben wollen
Mit Chicory sind sie noch hilfsbereit, jedoch nur mehr auf Wunsch ihrer Umgebung
 

BACHBLÜTE CLEMATIS
Man wirkt leicht etwas verwirrt, kommt aus dem Mustopf  
Sie wirken sehr leicht etwas verwirrt, als kämen sie aus dem Mustopf
Mit Clematis hilft diese Verwirrtheit los zu werden und dass sie nicht wie aus dem Mustopf daher kommen
Hildegard-Heilpraxis von A bis Z
Harnwegserkrankungen
Das  Harnwegssystem besteht aus Nieren, Harnleiter und Blase. Die Nieren gehören zu den wichtigsten Körperorganen. Ohne ihre ständige harte Arbeit würden wir von unseren eigenen Abfallprodukten vergiftet werden. Nach Hildegards Auffassung sind die Nieren, die über ein langes Leben und Gesundheit bestimmen, der Sitz der Lebensenergie. Die Nieren regeln – so Hildegard weiter – das physiologische Gleichgewicht Körper.
Jede Nieren besteht aus etwa einer Million winzig kleiner Einheiten. Das Blut gelangt über die Arterien in die Nieren, wird dort gefiltert und zur Ausscheidung als Urin in den Harnleiter befördert. Wertvolle Substanzen wie Glukose und Aminosäuren werden in den Nieren wieder aufgenommen und gelangen über die Venen in den Blutkreislauf zurück.

HEILMITTEL VON A BIS Z (Kneipp)
ANIS
Anis ist eine Pflanzenart in der Familie der Doldenblütler. Der Name geht auf das griechische Wort ἄνηθον für Dill zurück, mit dem der Anis verwechselt wurde. Anis, das als Gewürz- und Heilpflanze verwendet wird, war in Deutschland die Heilpflanze des Jahres 2014. Anis ist eine sehr alte Heil- und Gewürzpflanze. Der Anis stammt ursprünglich aus Asien und den südöstlichen Mittelmeerländern. In unseren Breiten ist er nur in Gärten oder im landwirtschaftlichen Anbau zu finden. Wilde Pflanzen sind sehr selten. Seine süßlich schmeckenden Früchte sind in der Weihnachtsbäckerei und in Schnäpsen (z.B. Ouzo) bekannt. In der Heilkunde hilft Anis bei Husten, Blähungen und bei der Milchbildung.

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