Direkt zum Seiteninhalt
Gottesgnadenkraut tt
Das Gottesgnadenkraut mit seinen hübschen weißen Blüten findet man kaum noch wildwachsend in der freien Natur. Es ist sehr selten geworden. Selten geworden ist auch seine Anwendung in der Heilpflanzenkunde, denn trotz seines vielversprechenden Namens ist das Gottesgnadenkraut leider giftig. Für die traditionellen Anwendungsgebiete, wie beispielsweise Verstopfung und Herzschwäche, kennt man inzwischen andere Heilpflanzen, die weniger gefährlich sind. Nur in der Homöopathie wird das Gottesgnadenkraut unter dem Namen "Gratiola" weiterhin angewendet, denn durch die Potenzierung verliert sich die Giftigkeit der Pflanze.
Das Gottes-Gnadenkraut, kurz auch Gnadenkraut, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Wegerichgewächse. Sie ist von Europa bis Zentralasien verbreitet.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Achtung! Giftig. Nur homöopathisch anwenden
Heilwirkung: abführend, harntreibend, herzstärkend, menstruationsfördernd
Anwendungsbereiche: Früher: Gallebeschwerden, Geschwüre, Herzschwäche, Leberbeschwerden, Ödeme, Schlecht heilende Wunden, Tumore, Unterschenkelgeschwüre, Verstopfung, Wassersucht, Würmer, Homöopathisch (D3 - D12): Darmentzündung, Darmkrämpfe, Gastritis, Hautausschläge, Juckreiz, Leberschwäche, Kopfschmerzen, Magenschleimhautentzündung, Magenschwäche, Reizbarkeit, Rheuma, Verdauungsbeschwerden
wissenschaftlicher Name: Gratiola officinalis
Pflanzenfamilie: Wegerichgewächse - Plantaginaceae (früher: Braunwurzgewächse - Scrophulariaceae)
englischer Name: Common Hedgehyssop
andere Namen: Allerheiligenkraut, Erdgalle, Fischkraut, Gallenkraut, Gichtkraut, Gradeze, Heckenysop, Laxierkraut, Magenkraut, Nieskraut, Purgierkraut, Speikräuterl, Wilder Aurin
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Inhaltsstoffe: Glykoside: Cucurbitacin, Gratiotoxin, Gratiosid, Gratiogenin, Gratiogeninmonoglucosid; Ätherisches Öl, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Saponine
Sammelzeit: Juni bis August
 
Anwendung
Madaus zufolge kannten antike Ärzte das Kraut nicht, trotz fraglicher Zuordnung von Dioskurides‘ Papaver spumeum. Bei Valerius Cordus heißt es Limnesium, bei Matthiolus und Dodonaeus Gratiola. Auch andere lobten die Heilkraft gegen Ödeme, Jodismus und als Ersatz für Jalape. Matthiolus schildert Gratiola als abführend, harntreibend und wundheilend, so auch von Haller für zähen Schleim wie auch wässerige Feuchtigkeiten und Galle, bei Hydrops, Kachexie, Ikterus, Malaria, Amenorrhoe, Hüftweh und Würmern, ähnlich Weinmann, nur mit Vorsicht wegen der abführenden Wirkung, Osiander, Hufeland auch bei Melancholie und Delirium potatorum. Kostrzewski empfiehlt es zur Beruhigung Tobsüchtiger und bei venerischer Lues, Clarus bei psychischen Leiden durch kranke Verdauungsorgane. Wolff gab es bei Gicht, Wachtel wie auch Otzolig bei Malaria, Schroff zum Abführen, Leclerc bei tuberkulösem Aszites. Schulz zeigte an Gesunden Sehstörungen mit Kurz-, Weitsichtigkeit und Grünblindheit. Skokan bestätigt die Wirkung bei Hautkrankheiten. Die Autoren geben zur Verwendung Kraut oder Blätter an, teils auch mit Wurzel, Sammelzeit sei kurz vor der Blüte. Madaus sieht insgesamt Indikationen zum Abführen besonders von Bauchwasser, in vorsichtig ansteigenden Dosen zur Vermeidung von Brechreiz, bei alten Hautkrankheiten, Ulcera und Gicht, ferner Epilepsie und Nervenleiden mit gestörter Verdauung und Menstruation. Das Herzglykosid Gratiotoxin sei mehr in den Blättern bzw. alkoholischen Auszügen. Die Homöopathie nutzt Gratiola selten bei Nymphomanie mit Verdauungsstörung. Wenn man den Namen Gottesgnadenkraut hört, erhofft man sich eine Heilpflanze mit vielfältigen, gar wundersamen Heilwirkungen. Früher mag man das beim Gottesgnadenkraut auch so gesehen haben, aber der moderne Heilpflanzenfreund ist eher enttäuscht, wenn er hört, dass die Pflanze so giftig ist, dass man sie überhaupt nicht als Heilpflanze nutzen sollte. Selbst äußerlich sollte man auf die Anwendung des Gottesgnadenkrautes verzichten, denn sie wirkt stark hautreizend. Einige der Inhaltsstoffe des Gottesgnadenkrautes sind jedoch sehr vielversprchend. Sie werden daher wissenschaftlich untersucht, ob sie gegen Krebs und andere schwere Erkrankungen helfen können. Im Erfolgsfall wird es vielleicht künftig Medikamente geben, die Einzelwirkstoffe des Gottesgnadenkrautes enthalten, ohne die Giftwirkung der ganzen Pflanze. Übrigens werden auch andere Heilpflanzen im Volksmund als Gottesgnadenkraut bezeich-net, beispielsweise das Tausendgüldenkraut. Die beiden Pflanzen haben jedoch nichts miteinander zu tun.
Homöopathische Anwendung
Wegen der Giftigkeit kann man das Gottesgnadenkraut nur homöopathisch verweden. In der Homöopathie trägt es den Namen Gratiola. Am besten nimmt man die Potenzen D3 bis D12. Manche verwenden auch die Potenz D2. Als Dosierung eignet sich: 3 bis 5 mal täglich 5-10 Tropfen oder Globuli. Gratiola hilft bei verschiedenen Verdauungsbeschwerden. Man kann es auch bei Juckreiz, Hautausschlägen, Reizbarkeit, Kopfschmerzen und Rheuma versuchen.
 
Giftwirkung
Das Gottesgnadenkraut hat eine starke Giftwirkung. Für die Giftwirkung sind vermutlich vor allem die Substanzen Cucurbitacin und Gratiotoxin verantwortlich. Bei leichten und mittelschweren Vergiftungen kommt es zu Übelkeit, vermehrtem Speichelfluss, Erbrechen, Bauchkrämpfen, brennendem Harndrang. Wenn die Vergiftung schwerer ist, kommt es auch zu blutigen Durchfällen, Nierenschäden, Krämpfen, Herzrhythmusstörungen, Atemproblemen, Sehstörungen und Farbveränderungen beim Sehen. In sehr schweren Fällen kommt es zum Kollaps und Tod, vermutlich durch Atemlähmung.
Erste Hilfe
Bei Vergiftungen mit Gottesgnadenkraut sollte man sofort ins Krankenhaus gebracht werden. Als Erste-Hilfe-Maßnahme hilft zuerst Erbrechen auslösen und dann die Einnahme von pulverisierten Kohletabletten. Zusätzlich soll viel warmer Tee getrunken werden. Falls es im Krankenhaus zu einer Atemlähmung kommt, wird künstlich beatmet.
 
Magische Anwendung
Mit dem Gottesgnadenkraut wurde früher ein spezielles Ritual durchgeführt, damit es gegen böse Geister und bösartige Geschwüre helfen können sollte. Am 15. August (Maria Himmelfahrt) wurde das Kraut betender weise gepflückt und dann unter das Altartuch der Kirche gelegt. Sobald der Priester nichtsahnend darüber seine Messe gelesen hatte, konnte man das Kraut entfernen und für magische und Heilzwecke nutzen.
 
Geschichtliches
Im Altertum war das Gottesgnadenkraut eher unbekannt, vermutlich weil es keine typische Mittelmeerpflanze ist. Im späten Mittelalter wurde das Gottesgnadenkraut gerne gegen epileptische Anfälle und Tobsucht angewendet. Die Volksmedizin in Mitteleuropa schätzte das Gottesgnadenkraut sehr; so sehr, dass es seinen Namen mit dem besonderen Gottesbezug bekam. Es wurde gegen zahlreiche Verdauungsbeschwerden und gegen Herzschwäche verwendet. Sicherlich war es durchaus wirksam, aber oft kam es wegen seiner Giftigkeit schon bei vernünftiger Dosierung zu heftigen Nebenwirkungen. Weil es zu Blutungen im weiblichen Genitalbereich führt, wurde es auch für Abtreibungen verwendet, sicherlich relativ häufig mit Todesfolge. Äußerlich wurde das Gottesgnadenkraut gegen Geschwüre, vor allem im Fußbereich, angewendet. Es sollte sogar bösartige Geschwüre (z.B. Hautkrebs) heilen. Diese Anwendung mag durchaus funktioniert haben, weil die Hautreizung zu einer verstärkten Durchblutung führt, was oftmals einen Heilungsprozess auslöst.
 
Pflanzenbeschreibung
Das Gottesgnadenkraut wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen zwischen 15 und 40, bisweilen 60 Zentimetern. Sie bildet kurze Ausläufer. Die aufrechte Stängel ist unten rund und oben fast vierkantig. Die oberirdischen Pflanzenteile sind scheinbar kahl. Die kreuzgegenständigen und stängel-umfassenden Laubblätter sind schmal lanzettlich, spitz und ganzrandig oder entfernt gesägt. Die hellgrünen Blattspreiten erscheinen durch eingesenkte Drüsenhaare punktiert. Die Blütezeit des Gottes-Gnadenkrautes reicht von Juli bis August. Die lang gestielten Blüten stehen einzeln in den Blattachseln. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph. Die blassrosafarbenen bis weißen, zuweilen rötlich geäderten Kronblätter werden 10 bis 18 Millimeter lang und sind röhrig verwachsen. Die Kronröhre ist gelb und innen bärtig. Die Oberlippe ist behaart. Die braune Kapselfrucht ist 5 Millimeter lang, tropfenförmig, kugelig und springt vierkappig auf. Die Samen sind etwa 6 bis 8 Millimeter lang. Die Samenschale ist netzartig. Gottesgnadenkraut ist in Mittel- und Osteuropa heimisch, kommt aber inzwischen nur noch selten vor. Es wächst bevorzugt an feuchten Standorten, wie beispielsweise Gräben, Ufern, Moorwiesen und dergleichen. Außerdem sollte der Boden am besten zuvor aufgerissen worden sein, beispielsweise durch scharrende Tiere. Weil solche Stellen immer weniger werden, und wenn sie vorkommen, häufig schnell von anderen Pflanzenarten besetzt werden, ist das Gottegnadenkraut zur bedrohten Art geworden. Man darf das Gottesgnadenkraut daher auch nicht in der Natur sammeln, weil es eine geschützte Pflanze ist. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 40 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst einen vierkantigen Stängel aus, an dem lanzettliche schmale Blätter kreuz-gegenständig wachsen. Die Blätter sind an ihren Rändern fein gesägt. Ab Juni bis August wachsen aus den Blattachseln weiße Blüten, die an relativ langen Stängeln sitzen. Die Blüten haben Röhrenform und sind innen gelblich. Aus dem Innern ziehen sich dünne, dunkle Linien bis in den weißen Bereich der Blütenblätter. Wegen der Form der Blüten wurde das Gottesgnadenkraut früher zur Familie der Rachenblütler gezählt. Doch diese Familie wurde in Braunwurzgewächse umbenannt und zahlreiche Pflanzenarten wurden anderen Pflanzenfamilien zugeordnet, als eine genetische Zuordnung möglich wurde. Daher gehört das Gottesgnadenkraut jetzt zu den Wegerichgewächsen und ist verwandt mit dem Fingerhut, aber auch mit dem Spitzwegrich, was erstaunlich scheint. Aus den Gottesgnadenkraut-Blüten entwickeln sich bis zum Herbst die Früchte. Die Früchte sind kleine Kapseln mit jeweils zwei Fächern, in denen viele Samen zu finden sind.
 
Anbautipps
Wenn man das Gottesgnadenkraut anpflanzen will, braucht man ein sehr feuchtes Stückchen Erde. Außerdem braucht das Gottesgnadenkraut viel Sonne. Am einfachsten ist es, fertige Pflanzen einzupflanzen. Wenn sie sich wohlfühlen, vermehren sie sich durch Wurzelausläufer von selbst. Man kann das Gottesgnadenkraut auch aus Samen anziehen, aber die Erfolgschancen hierbei sind geringer als bei der Verwendung fertiger Pflanzen.
 
Sammeltipps
Da das Gottesgnadenkraut nicht nur stark giftig, sondern auch geschützt ist, sollte man es nicht sammeln.

Fuchskreuzkraut t
Wenn man in den Bergwäldern des Schwarzwalds spazierengeht, dann begegnet einem ab Juli überall das Fuchskreuzkraut. Der ganze Wald scheint voller Fuchskreuzkraut zu sein. In der Ebene und an den meisten anderen Standorten ist das Fuchskreuzkraut so selten, das nicht einmal die gängigen botanischen Bestimmungsbücher es kennen. Als Heilpflanze wirkt das Fuchskreuzkraut vor allem gegen Blutungen. Es wird jedoch kaum eingesetzt, weil es einerseits weitgehend unbekannt ist und andererseits leicht mit einem nahen Verwandten verwechselt werden kann, der leberschädigende Alkaloide enthält.
Das Fuchssche Greiskraut, auch Fuchs-Greiskraut oder Kahles Hain-Greiskraut genannt, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Korbblütler. Sie ist in Europa weitverbreitet.
 
Steckbrief
Heilwirkung: blutstillend, krampflösend, Diabetes, Bluthochdruck, Menstruationsstörungen, Zu starke Monatsblutungen, Wechseljahresbeschwerden, Nasenbluten, Zahnfleischbluten
wissenschaftlicher Name: Senecio fuchsii, Senecio ovatus
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Fox groundsel, Wood Ragwort
volkstümliche Namen: Fuchssches Greiskraut, Fuchsens Heidnisch-Wundkraut, Heidnisch Greiskraut, Heidnisch Kreuzkraut, Heidnisch Wundkraut, Kahles Hain-Greiskraut, Hain-Kreuzkraut
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Inhaltsstoffe: Pyrrolizidinalkaloide, Senecionin
Sammelzeit: Juni bis September
 
Anwendung
Das Fuchs-Kreuzkraut wird kaum als Heilpflanze eingesetzt, selbst als Pflanze ist es kaum bekannt, obwohl es in manchen Bergwäldern die beherrschende Blütenpflanze ist. Man sollte das Fuchskreuzkraut auch nicht in hoher Dosis und über einen längeren Zeitraum anwenden, weil bei einer Verwechslung mit der verwandten Pflanze Senecio nemorensis die enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide schädigend auf die Leber wirken können.
Blutstillend
Die Hauptwirkung des Fuchskreuzkrautes ist seine Fähigkeit, Schleimhautblutungen zu stillen. Daher kann man es gegen Zahnfleischblutungen, Nasenbluten und zur Abschwächung von Periodenblutungen einsetzen.
Frauenbeschwerden
Das Fuchskreuzkraut soll auch bei der Regelung der Menstruation und gegen Menstruationsbeschwerden helfen, letzteres wohl aufgrund seiner krampfstillenden Eigenschaften. Auch gegen Wechseljahresbeschwerden soll es helfen.
Diabetes
Dem Fuchskreuzkraut wird auch nachgesagt, dass es gegen Diabetes helfen kann. Dieser Einsatzzweck ist jedoch nicht durch Studien gestützt, weshalb man nicht sagen kann, ob das Fuchskreuzkraut wirklich gegen erhöhte Blutzuckerwerte helfen kann. Da man das Fuchskreuzkraut nicht über einen längeren Zeitraum einnehmen sollte, verzichtet man besser auf die Anwendung des Fuchskreuzkrautes gegen Diabetes.
Tee und Tinktur
Man kann das Fuchskreuzkraut als Tee und Tinktur zubereiten und anwenden. Für einen Tee übergießt man einen Teelöffel des Krautes mit einer Tasse kochendem Wasser. Fünf Minuten ziehen lassen und dann abseihen. Die Tinktur kann man so zubereiten wie im Grundrezept beschrieben. Davon nimmt man dreimal täglich 10 bis 50 Tropfen ein. Nur über einen kurzen Zeitraum anwenden!
Giftigkeit
Alle Arten der Gattung Senecio sind durch Pyrrolizidinalkaloide giftig, die zum großen Teil leberschädigend und krebsauslösend wirken. Für das Fuchssche Greiskraut wurde außerdem eine mutagene Wirkung nachgewiesen. Die Vergiftungssymptome treten meist sehr spät, das bedeutet nach Wochen oder Monaten auf. Vergiftungen können auch über Honig oder Kuhmilch erfolgen. Vergifteter Honig schmeckt bitter und hält gewöhnlich von weiterem Verzehr ab. Das Vieh meidet Senecioarten auf der Weide, jedoch nicht im Heu, wo das Gift erhalten bleibt. Hohe Greiskrautanteile können auch sehr starke Schäden beim Vieh hervorrufen. Sehr hohe Dosen führen auch zu sofortigen, zum Teil tödlichen Vergiftungen, besonders bei Kleinsäugern. Besonders gefährdet sind Pferde und Rinder. Obwohl die Alkaloide gewöhnlich für Insekten sehr giftig sind, gibt es einige Insektenarten, die ihren gesamten Lebenszyklus auf Senecio-Arten verbringen. Hierzu zählen die Nachtfalter-Arten Jakobskraut- oder Blutbär, Schönbär und Brauner Bär aus der Familie der Bärenspinner. Ihre Raupen nehmen die Giftstoffe ohne Schaden auf und speichern sie sogar. Sie haben dadurch einen bitteren Geschmack und sind so vor Fressfeinden geschützt.
Volksheilkunde
Das Fuchssche Greiskraut, im Mittelalter auch als Wundkraut benannt, wurde früher als Mittel bei zu starken Monatsblutungen oder bei Schleimhautblutungen verwendet. Das es aber wie alle anderen Greiskraut-Arten leberschädigende Pyrrolizidinalkaloide enthält, und außerdem Verwechslungsgefahr mit ähnlichen GreiskrautArten besteht, wird von einer Verwendung heutzutage abgeraten.
Achtung! Verwechslungsgefahr! Das Fuchskreuzkraut ist nahe verwandt mit Senecio nemorensis und sieht auch sehr ähnlich aus. Auch Bastarde (Mischlinge) zwischen den beiden Arten entstehen häufig. Früher gehörten   beide Arten sogar zur gleichen Art und galten nur als Unterarten. Das echte   FuchsKreuzkraut enthält in geringer Menge bestimmte Sorten von Pyrrolizidinalkaloiden, die nahezu ungiftig sind, die verwandte Art Senecio nemorensis enthält jedoch in höherer Menge giftige Arten von Pyrrolizidinalkaloiden, die bei Dauergebrauch die Leber schädigen können. Da die beiden Arten häufig verwechselt werden, sollte man am besten keins der beiden verwenden, zumindest nicht auf lange Dauer und in großen Mengen.
        
Pflanzenbeschreibung
Das Fuchskreuzkraut ist in Europa heimisch. Es wächst bevorzugt in Wäldern, vor allem im Mittelgebirge und in den Alpen. Am liebsten mag das Fuchskreuzkraut nährstoffreiche Mischwälder, aber es kommt auch häufig in Nadelwäldern vor. Im Schwarzwald ist es eine der häufigsten Pflanzen. In der Ebene kommt es hingegen kaum vor. Das Fuchskreuzkraut ist eine mehrjährige Pflanze, die bis zu 1,50m hoch wird. Meistens ist es etwa einen Meter groß. Im unteren Bereich ist der Stängel unverzweigt, weiter oben verzweigt er sich, wenn er genügend Platz hat. Die schmalen, lanzettlichen Blätter wachsen direkt am Stängel. Sie haben leicht gezähnte Ränder und eine Spitze. Ab Ende Juni, Anfang Juli blüht das Fuchskreuzkraut mit gelben Blüten, die in lockeren Trauben stehen. Die Blüten sind Korbblüten mit dunkelgelben bis bräunlichen Röhrenblüten, die in der Mitte deutlich herausstehen. Meistens gibt es nur fünf Zungenblüten, die recht schmal und leuchtend gelb sind.
Beim Fuchsschen Greiskraut handelt sich um eine ausdauernde krautige Pflanze, die meist Wuchshöhen von 60 bis 180 cm erreicht. Es werden unterirdische Ausläufer gebildet. Die Pflanzen sind normalerweise recht schlank und erst im Bereich ihres Blütenstandes aufrecht verzweigt. Der Stängel kann je nach Unterart grün oder rötlich verfärbt sein. Die gestielten Laubblätter des Fuchsschen Greiskrauts sind ungeteilt, länglich lanzettlich und etwa fünfmal so lang wie breit; ihr Rand ist gezähnt. Bei den mittleren und oberen Blättern laufen die beiden Seiten des Blattgrundes oft als schmale Flügel den Blattstiel herab. Die Laubblätter sind auf beiden Seiten kahl oder fast kahl.
Die Blütezeit reicht je nach Unterart von Anfang Juli bis September. Die körbchenförmigen Blütenstände enthalten je nach Unterart meist drei oder fünf (bis zu acht) gelbe, weibliche Zungenblüten mit einer linealischen Zunge und je nach Unterart 3 bis 16 gelbe, zwittrige Röhrenblüten. Es sind je nach Unterart drei bis fünf Außenhüllblätter und acht bis neun Hüllblätter vorhanden. Die Achänen besitzen einen Pappus.

Bachblüten
Kinder fühlen sich in der Schule als Versager (Larch)
Diese Kinder fühlen sich in der Schule als totale Versager
Mit der Blüte können sie diese Versagensängste lösen
Bachblüten
Kinder, die ständig Zuwendung fordern (Chicory)
Es sind Kinder, die ständig von allen Zuwendung fordern
Mit der Bachblüte können sie diese ständig Zuwendung abstreifen
Energetik von Nahrungsmittel
Nach chinesischem Denken kann jedes Nahrungsmittel und Getränk nach 4 energetischen Qualitäten beurteilt werden:
-     Temperaturverhalten/Thermik
-     Geschmack
-     Funktionskreis- bzw. Organbezug
-     Wirkrichtung
Energetik
Das Konzept der Energetik von Lebensmitteln stammt ursprünglich aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wobei man solche Kenntnisse auch in anderen naturheilkundlichen Ansätze, beispielsweise der Aryuveda, traditioneller Europäischer und Tibetanischer Medizin findet. Bei der Energetik der Lebensmittel geht es darum zu verstehen, wie verschiedene Lebensmittel den Körper nach der Aufnahme und Verdauung beeinflussen. Diese Kenntnisse werden eingesetzt, um das Wohlbefinden und die Gesundheit des zu behandelnden Menschen oder Tieres positiv zu beeinflussen.
Die Energetik eines Lebensmittels wird grob in drei Kategorien aufgeteilt: warm, kühl und neutral. Innerhalb der Kategorien warm und kühl gibt es zusätzlich verschiedene Ausprägungen der Temperatur von sehr heiß bis sehr kalt, neutral-warm bis neutral-kühl.
Zurück zum Seiteninhalt