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Bohnen
Die Gartenbohne ist nicht nur ein beliebtes Gartengemüse und eine eiweißreiche Hülsenfrucht. Die getrockneten Hülsen der Bohnen kann man auch als Heilpflanze verwenden. Sie helfen gegen juckende Hautprobleme und erleichtern den Kampf gegen Diabetes.
Als Bohne bezeichnet man sowohl die runden, teils länglichen oder nierenförmigen Samen als auch die sie umgebende Hülse mitsamt den eingeschlossenen Samen (grüne Bohnen, Prinzessbohnen) und ebenfalls die gesamte solche Samen bildende Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler. Es gibt zahlreiche Gattungen und Arten von Pflanzen mit unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichen Eigenschaften und Verwendungszwecken, die alle als Bohnen bezeichnet werden. Verschiedene Bohnen sind bedeutende Nutzpflanzen. Die wichtigsten Bohnen in Mitteleuropa sind die Samen der Gartenbohne.
Manche Bohnen sind nur nach dem Garen genießbar; durch das Erhitzen werden die gesundheitsschädlichen Lektine zerstört.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Ausschläge, Blasenprobleme, Blutzucker senkend, Diabetes, Ekzeme, Hautjucken, Ischias, Nierengries, Nierenleiden, Nierensteine, Rheumatismus, Wassersucht, Ödeme, Bluthochdruck
wissenschaftlicher Name: Phaseolus vulgaris
Pflanzenfamilie: Schmetterlingsblütler = Faboideae
Verwendete Pflanzenteile: Hülsen der Samen, Samen
Sammelzeit: Herbst

Apfel
Der Kulturapfel ist eine weithin bekannte Art aus der Gattung der Äpfel in der Familie der Rosengewächse. Er ist eine wirtschaftlich sehr bedeutende Obstart. Die Frucht des Apfelbaumes wird Apfel genannt.
Äpfel werden sowohl als Nahrungsmittel im Obstbau als auch zur Zierde ange-pflanzt. Außerdem wird ihnen eine Wirkung als Heilmittel zugeschrieben. Als die Frucht schlechthin symbolisieren Apfel und Apfelbaum die Themenbereiche Sexulität, Fruchtbarkeit und Leben, Erkenntnis und Entscheidung sowie Reichtum.
Der Apfel ist wohl die wichtigste mitteleuropäische Frucht, obwohl er ursprünglich aus Asien stammte. Doch schon im Mittelalter wurde er in unserer Gegend heimisch. Durch den Apfel ist es möglich, Vitamine mit in die kalte Jahreszeit zu nehmen. Manche Sorten kann man bis in den Spätwinter hinein lagern. Heutzutage bekommt man die Äpfel in den Läden sogar ganzjährig frisch. Als Vitaminspender und gesundes Obst ist der Apfel allen bekannt. Doch er ist auch ein wertvolles Heilmittel für das Verdauungssystem und den Stoffwechsel.
Die Äpfel bilden eine Pflanzengattung der Kernobstgewächse aus der Familie der Rosengewächse. Die Gattung umfasst etwa 42 bis 55 Arten laubwerfender Bäume und Sträucher aus Wäldern und Dickichten der nördlichen gemäßigten Zone in Europa, Asien und Nordamerika, aus denen auch eine große Anzahl an oft schwer unterscheidbaren Hybriden hervorgegangen ist. Die weltweit mit Abstand bekannteste und wirtschaftlich sehr bedeutende Art ist der Kulturapfel. Daneben werden manche aus Ostasien stammende Arten mit nur etwa kirschgroßen Früchten, wie etwa der Japanische Apfel, der Kirschapfel und Malus ×zumi in gemäßigten Klimagebieten als Ziersträucher und -bäume angepflanzt. Nicht zu verwechseln mit den Äpfeln sind die nicht näher verwandten Granatäpfel.
 
Steckbrief
Heilwirkung: blutreinigend, Durchfall, Heiserkeit, Skorbut, Verstopfung, VitaminMangel, Gicht, Rheuma, Arteriosklerose, Fettsucht, Hämorrhoiden, Ekzeme, Nervosität, Heiserkeit
wissenschaftlicher Name: Pirus malus
Pflanzenfamilie: Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name: Apple
volkstümliche Namen: Affalter, Affolter, Appel, Eppel, Höltje, Surappel, Sürkel, Sürken
Verwendete Pflanzenteile: Früchte, Blätter
Inhaltsstoffe: Vitamin C, Vitamin B, Vitamin A, Fruchtsäuren, Lävulose, Dextrose, Apfelsäure, Milchsäure, Oxalsäure, Gerbsäure, Salizylsäure, Pektin, Phosphor, Wachs
Sammelzeit: Ende Juli bis Oktober
 
Anwendung
Auf nüchternen Magen ein roher Apfel gründlich gekaut und gegessen hilft sehr gut gegen Stuhlträgheit. Er-staunlicherweise hilft der gleiche Apfel, fein gerieben, auch gegen Durchfall, sogar bei ernsthaften Durchfallerkrankungen. Ganz normal gegessen ist der Apfel ein sehr guter Vitaminspender. Wichtig ist es, dass man die Schale mit isst, denn sie enthält besonders viel Vitamin C. Vor dem Verzehr sollte man den Apfel gründlich waschen, um eventuelle Spritzmittelrückstände zu entfernen. Die Wirkstoffe des Apfels regen den Stoffwechsel an und reinigen das Blut. Daher hilft regelmäßiger Apfelgenuss bei Rheuma, Gicht, Arteriosklerose und anderen Stoffwechselerkrankungen. Gegen Heiserkeit kann man gebratene Äpfel mit Honig essen. Apfelschalentee hilft gegen Nervosität und geistige Erschöpfung. Eine Apfelkur, bei der man für drei Tage lang nur Äpfel isst (etwa 20 Stück) kann bei der Rauchentwöhnung helfen, weil man durch die vielen Äpfel eine Abneigung gegen das Rauchen bekommt. Auch für Nichtraucher ist so eine Apfelkur gesundheitsfördernd, weil sie den Stoffwechsel anregt und das Verdauungssystem auf Vordermann bringt. Auch ein Tee aus den Blättern fördert den Stoffwechsel.
Heilpflanze
Als Heilpflanze taucht der Apfel bereits in einer alten babylonischen Schrift aus dem 8. vorchristlichen Jahrhundert auf, die die Pflanzen des Heilkräutergartens des Königs Marduk-apla-iddina II. aufzählt. Auch die mittelalterliche Medizin schrieb dem Apfel allerlei heilkräftige Wirkungen zu. Die Mehrzahl der Früchte der damaligen Apfelsorten dürfte für den heutigen Geschmack noch reichlich sauer, gerbstoffhaltig und holzig gewesen sein. Häufig liegt noch im Dunkeln, wie, wann und welche Teile der Apfelpflanze genutzt wurden.
Der Verzehr von Früchten mit Schale hat im Allgemeinen eine adstringierende und eine abführende und keimtötende Wirkung.
Apfel ist auch gut für den Magen.
Apfelfaser ist ein Ballaststoff, der aus entsafteten und getrockneten Äpfeln gewonnen wird. Er enthält einen hohen Anteil an Pektinen.
Der regelmäßige Verzehr von Äpfeln reduziert das Risiko, an Herz- und Gefäßerkrankungen, Asthma und Lungenfunktionsstörungen, Diabetes mellitus und Krebs zu erkranken. Bei den Krebserkrankungen sind dies insbesondere Darm- und Lungenkrebs. Mehrere Studien, Tierversuche und epidemiologische Daten kommen zu dem Schluss, dass der regelmäßige Verzehr von Äpfeln eine krebsvorbeugende Wirkung hat. Dafür sind vermutlich die in Äpfeln enthaltenen Pektine und Polyphenole, wie beispielsweise Quercetin, verantwortlich. Auch in Tierversuchen konnten die epidemiologischen Daten bestätigt werden. Mäuse und Ratten mit einer Nahrungsergänzung aus Äpfeln entwickelten bis zu 50 Prozent weniger Tumoren. Auch waren die Tumoren kleiner und die Metastasierung schwächer ausgeprägt, als bei den Tieren, die keine Äpfel in der Nahrung hatten. Der gleiche Effekt stellte sich bei Apfelsaft ein, wobei hier der trübe Apfelsaft wirksamer war. Vermutlich sind hier die Procyanidine, die in trübem Apfelsaft in hoher Konzentration vorliegen, die Ursache. Apfeltee wird als Getränk aus getrockneten oder frischen Apfelstücken zubereitet. Das englische Sprichwort An apple a day keeps the doctor away fasst die gesundheitsfördernde Wirkung der Apfelfrucht zusammen.
Untersuchungen haben immer wieder gezeigt, dass Äpfel aus konventioneller Landwirtschaft, im Gegensatz zu Äpfeln aus ökologischer Landwirtschaft, in der Regel mit mehreren Pestiziden gleichzeitig belastet sind.
Heilkräftige Pflanzenteile
Sind in erster Linie die Früchte. In der Volksheilkunde werden auch die frischen Blätter verwendet und bei Bedarf gepflückt.
Die Apfelschnitzel, merkwürdigerweise bisher nur in Portugal offizinell, sind wenige Millimeter dicke, scheibenförmige Schnitten, mit der Schale, ganz oder durch das ausgefallene Kerngehäuse, innen mit einem Loch versehen. Die getrockneten, weichen Scheiben haben einen feinen aromatischen Geruch und je nach Sorte einen süßen oder säuerlichen Geschmack.
Heil- und Wirkstoffe
In den reifen Früchten sind die Vitamin A, B und C ergiebig vorhanden. Daneben enthalten die Früchte, je nach Sorte, wechselnde Mengen von Lävulose. Dextrose und Rohrzucker, ferner Apfel- und Zitronen- und Bernsteinsäure, Milch- und Oxalsäure, Pektinstoffe, Wachs, eine Reihe mineralogischer Spurenelemente (u.a. Phosphor!), Gerbsäure, Salizylsäure und andere.
Heilwirkung
Der Apfel ist nicht nur roh, sondern auch gekochten, gebacken oder eingemacht ein überaus gesundes Obst, er ist als Heilmittel anzusprechen und zwar als Heilmittel von nicht geringer Bedeutung.
Es gibt kaum ein besseres und natürliches Stuhlregulierungsmittel bei Stuhlverstopfung, als am Morgen nüchtern, roh oder leicht gebraten (jedoch ohne Fett und Zucker!) 1 bis 2 Äpfel regelmäßig gut gekaut zu essen. Äpfel dürfen aber niemals kalt genossen werden, da dies sowohl Magen- als auch Leberbeschwerden auslösen kann. Die gelegentlich behauptete Unverträglichkeit des Genusses von Äpfeln – es werden vor allem Magenbeschwerden und Sodbrennen angeführt – beruht nur darauf, dass die Äpfel entweder zu kalt oder zu rasch gegessen wurden. Äpfel aus einem kalten Lagerraum müssen vorerst an einem warmen Orte einige Zeit liegen, bevor sie genossen werden! Dies wird immer zu wenig beachtet. Auch müssen die Äpfel langsam und sorgsam ge-kaut werden. Je feiner der Apfel gekaut wird, desto leichter ist er verdaulich!
Da bei den Äpfeln in der Schale sechsmal mehr Vitamin C enthalten ist wie in der Frucht, sollen Äpfel immer mit der Schale gegessen werden. Sie sind jedoch vorher immer mit lauwarmem Wasser und einer weichen Bürste wegen der oft anhaftenden Rückstände der Spritzmittel gründlichst zu reinigen! – Durch übermäßiges Backen und Braten geht viel Vitamin C verloren. Ein roher Apfelbrei, ganz leicht angewärmt, gehört zu den am leichtesten verdaulichen Speisen, die es überhaupt gibt! So widerspruchsvoll es klingen mag, ist der Apfel nicht nur ein vorzügliches Mittel gegen Stuhlträgheit, sondern dient ebenso vorzüglich zur Bekämpfung von Durchfall. Frisch geschabte Äpfel als alleinige Nahrung, durch mehrere Tage hindurch gegessen, sind ein ausgezeichnetes Mittel gegen Darmkatarrh, ja sogar gegen Ruhr oder andere infektiöse Darmerkrankungen. Selbst bei Paratyphus und schwersten Ruhranfällen wird nach dem Genuss roher Äpfel eine Minderung des Schleim- und Blutabganges bald zu beobachten sein. Auch bei Kleinkindern hat sich diese Heilbehandlung bestens bewährt. Es muss nur immer streng darauf geachtet werden, dass bei Apfeldiät-Tagen Zucker und alle Flüssigkeiten strengstens zu meiden sind. nur so wirkt der Apfel dämpfend auf den Magen- und Darmbewegung, ausgleichend, umstimmend, reizlos gleitend und andererseits wieder zusammenziehend. Die Pektine im Fruchtfleisch des Apfels wirken im Darm wie ein Schwamm. Sie saugen Wasser und die giftigen Darmprodukte auf und beseitigen diese durch schnellen schmerzlosen Abgang. Der Gerbsäuregehalt hemmt das Wachstum der Bakterien und wird hiedurch das Abheilen der Darmerkrankungen einmalig gefördert. Man sollte aber nicht warten, bis ein Anzeichen für die eine oder andere Darmerkrankung vorhanden ist. Jeder sich noch so gesund fühlende Mensch sollte zumindest einmal in Monat einen sogenannten Darm-Entgiftungstag durchführen. Das Rezept hiezu ist ganz einfach: zum Frühstück trinke man ein Glas reinen alkoholfreien Apfelsaft mit den Saft einer halben Zitrone gemischt. Der Saft wird lauwarm und schluckweise getrunken. Am Vormittag esse man 1 bis 2 Äpfel, roh, mit der Schale. Zu Mittag trinke man eine Apfelschalentee und füge dem lauwarmen Tee 2TL echten Honig bei. 1 bis 2 Stunden darauf esse man wieder 3 bis 4 Äpfel mit der Schale. Nachmittags trinke man um etwa 15 und 17 Uhr je ein Glas frischen Apfelsaft, und als Nachtmahl genieße man 1 Teller warmes Apfelmus mit 2 bis 3TL Honig vermengt.
Richtiger Apfelgenuss hat einen nicht zu bestreitenden tiefgehenden Einfluss auf den Gesamtstoffwechsel. Alle Erkrankungen, die durch eine Übersäuerung des ganzen Organismus ausgelöst werden, können, wenn die übrigen diätischen und sonstigen Verhaltungsmaßregeln genauest eingehalten werden, durch einen regelmäßigen und richtigen Apfeldiättag weitgehendst geheilt werden. Reichlicher Apfelgenuss wird empfohlen bei allen gichtischen und rheumatischen Erkrankungen, bei rheumatischen Leber- und Nierenleiden, bei Arterienverkalkung und bei frühzeitig beginnenden Alterserscheinungen. Freilich vermag der gelegentliche Genuss eines Apfels allein diese Leiden nicht zu lindern und müssen alle Verhaltungsmaßregeln, die der Arzt anordnet, ebenso genauest befolgt werden. Die blutreinigende Wirkung, die der Apfelgenuss oder der Genuss von reinem frischem Apfelsaft auslöst, kann Ekzeme heilen. Der Phosphorgehalt ist nicht ohne Einfluss auf das Nervensystem. Der Apfelschalentee, nur mit Honig gesüßt, dient als nervenberuhigendes Getränk. Ungesüßt wird er Fettsüchtigen empfohlen. Für geistig abgespannte Menschen gibt es nichts besseres, als einen Apfel ungeschält in kleine Stücke geschnitten, mit ½ Liter sehr heißem Wasser überbrühen, 1 Stunde ziehen lassen und schließlich 2 bis 3 Teelöffel Honig einrühren. Die Apfelstückchen werden gegessen und dann der Apfelsaft schluckweise getrunken.
Apfelkur zur Nikotin-Entwöhnung
Starke Raucher haben zumeist eine Abneigung gegen Äpfel. Dies hat darin seinen Grund, dass die nikotinhaltenden  Darmschleimhäute auf die Fruchtsäuren des Apfels einen Verdauungsvorgang auslösen, der als leicht störend empfunden  wird. Überwindet man nun diese leichte Störung und unterwirft sich durch 2 bis 3 Tage einer reinen Apfeldiät, etwa 20 Äpfel am Tage, sonst keinerlei Speisen noch Getränke, so führt dies in sehr vielen Fällen zu einer Umkehrung der Abneigung gegen Äpfel. Diese Apfelkur löst eine krasse Abneigung gegen  das Rauchen aus.
Offizinell werden die sauren (reifen und unreifen) Äpfelsorten zur Erzeugung des apfelsauren Eisenextraktes verwendet, einem vorzüglichen Mittel gegen die Bleichsucht
Aus alten Kräuterbüchern bzw. Volksheilkunde
Gebratene Äpfel mit Honig, warm genossen, sind gut gegen Heiserkeit. Dies war in früheren Zeiten ein beliebtes Mittel der Sänger und Sängerinnen.
Die Verbrennung siede man einen süßen Apfel mit Spitzwegerich bis er gut weich ist, tauche ihn in Milch und lege Scheiben hievon auf die Brandwunden. – die frischen Blätter gepflückt, zerstoßen und übergelegt nehmen die hitzigen Geschwül-ste.
Der frische Saft aus den süßen Äpfeln reinigt nicht nur das Blut, sondern vermag die jetzt immer mehr auftretende Störung des Blutzuckermangels, der Hypoglykämie, zu beheben. Dieses Leiden, das vielfach auf eine unbiologische, völlig falsche Ernährung (und auch auf die jetzt so modern gewordenen Abmagerungskuren!) zurückzuführen ist, kann ganz leicht behoben werden, wenn der mangelnde Blutzucker durch süßen Apfelsaft – oder sonst einen süßen Obst- oder Beerensaft – wieder angereichert wird. Keiin anderes Mittel wird so rasch ins Blut aufgenommen, als der in den süßen Obst- und Beerensäften reichlich enthaltene Fruchtzucker.
Saure Äpfel dagegen sind bei einem verdorbenen Magen gut. – Aus weinsauren Äpfeln wird eine Latwerge gekocht, die wohltuend gegen hitzige Fieber wirkt, den Durst löscht und den Magen stärkt. Frischer Apfelsaft mit ein wenig Safran vermischt und getrunken, treibt, treibt die Würmer aus dem Leib. Der reine, ungewässerte Apfelwein (Apfelmost) ist gut gegen die Wassersucht, gegen Hämorrhoiden, gegen Stein- und Gichtleiden.
Über den alkoholfreien Apfelsaft
Ein erfrischendes und darüber hinaus ein überaus gesundheitsförderndes Getränk ist der alkoholfreie Apfelsaft. Viel seelisches und körperliches Leid würde der Menschheit erspart bleiben, wenn dieses Getränk in bester Qualität und zu möglichst billigen Preisen zur Verfügung stehen würde! Der alkoholfreie Apfelsaft kann als das beste Abwehrmittel im Kampfe gegen den Missbrauch des Alkohols bezeichnet werden. Da die Bereitung von alkoholfreiem Apfelsaft gar nicht schwierig ist, wäre dieses Getränk zur Zeit der Obsternte in jeder Familie leicht selbst herzustellen. So würde der alkoholfreie Apfelsaft ein billiges Hausgetränk werden. Besonders in Jahren  reicher Obsternten könnte der Erntesegen zum Teil in flüssiges Obst umgewandelt werden und wäre somit nicht dem Verderb ausgesetzt, wie es leider noch oft vorkommt.
Zum Thema Alkoholismus siehe auch die diesbezüglichen Ausführungen bei der Weinrebe.
Rezept für die Haltbarmachung von SÜSSMOST; OBST- und BEERENSÄFTEN bzw. GEMÜSESÄFTEN:
Die sicherste und zugleich einfachste Haltbarmachung von Apfelsaft oder auch anderen Obst- und Beerensäften für den Haushalt, ist die sogenannte
Sterilisation in der Flasche.
Die mit einer Sodalösung und einer Flaschenbürste gut gereinigten und wiederholt nachgespülten Flaschen werden in Wasser auf 75°C erhitzt. Ebenso die zu verwendenden, gut sitzenden neuen Korken. Auf die Flaschenreinigung – dies kann nicht genug betont werden – ist die größte Sorgfalt zu verwenden. Es dürfen keine Essigflaschen oder sonstige Flaschen verwendet werden, in denen kohlensaure Getränke früher aufbewahrt wurden. Niemals alte, bereits verwendete Korken gebrauchen! Auch darf man die Korken nicht kochen, da sie dadurch spröde und somit luftdurchlässig werden. In die gut abgetropften, noch warmen Flaschen füllt man sofort bis etwa 3cm unter dem oberen Flaschenrand den ganz frischen, in einer kleinen Obstpresse soeben gepressten kalten Obstsaft ein, verkorkt bis auf eine einzige Flasche und sichert den Kork durch Niederbinden am Flaschenhals. Die so gefüllten und verschlossenen Flaschen und die eine offen gebliebene Flasche stellt man in einen Kessel oder geeigneten größeren Topf. Es ist dabei zu beachten, dass sich die Flaschen gegenseitig nicht berühren. Um dieses zu verhindern, gibt man zwischen die einzelnen Flaschen etwas heu oder einen Lappen. Auf den Boden des Kessels oder Topfes legt man einen Holzrost, einen Holzbrettchen oder einen Bauschen Heu, da sonst die Gefahr besteht, dass die Flaschen beim Kochen des Wasser zerspringen. Der mit den Flaschen beschickte Behälter wird nun bis zu Höhe des Flascheninhaltes mit kaltem, reinem Wasser gefüllt. Die eine Flasche bleibt so lange unverkorkt, bis der Sterilisationsprozess beendet ist. Der Behälter mit dem Flascheninhalt wird in der Folge erwärmt. In die offengebliebene Flasche versenkt man ein Thermometer (Flaschenthermometer) bis zum Boden, um während der Erwärmung jederzeit die Temperatur kontrollieren zu können. Zeigt das Thermometer 75°C an, nimmt man die Flaschen, ohne die Korken zu berühren, heraus, verkorkt nun auch die bisher offengebliebene Flasche, in der das Thermometer eingeführt war, stürzt die Flaschen mit dem Halse nach unten vorsichtig in eine Kiste und deckt diese mit Decken gut zu. Das Umstürzen der aus dem heißen Wasserbad entnommenen Flaschen geschieht deshalb, um auch den Raum zwischen Saft und Kork noch zu sterilisieren. Nach dem Auskühlen die Flaschen werden diese gut abgetrocknet und durch Eintauchen des Flaschenhalses 1 bis 2c, in flüssiggemachtes Paraffin, luftdicht verschlossen. Die Aufbewahrung der Flaschen erfolgt immer liegend, nach dem Flaschenhalse zu etwas geneigt. Die Aufbewahrung soll in einem kühlen, dunklen Keller erfolgen. Dieser so sterilisierte Obstsaft ist unbegrenzt haltbar. Die hier angeführte Methode der „Obstsaftsteilierung in der Flasche“ hat der Verfasser als die beste befunden. Sogar ein drei Jahre lang aufbewahrter Obstsaft mundete so frisch und belebend, als sei er soeben erst gepresst worden. Die Vorschriften sind jedoch peinlichst genau zu befolgen. Von größter Wichtigkeit ist, dass der Sterilisationsprozess unmittelbar an die Obstsaftbereitung anschließt, so dass der Obstsaft keine Gelegenheit hat, in Gärung überzugehen. Je unmittelbarer nach dem Pressen und je reiner und sorgfältiger der ganze Sterilisationsprozess vor sich geht, desto größer ist die Gewähr, dass der Obstsaft in seiner köstlichen und so überaus gesundheitsfördernden Frische und auch Qualität erhalten bleiben!
Nutzung
Bereits die Kelten und Germanen verarbeiteten die wohl kleinen und harten Früchte des einheimischen Apfels. Sie verkochten das Obst zu Mus und gewannen Most daraus. Den Saft vergor man zusammen mit Honig zu Met. Daneben ist sein Nektar mit 9 bis 87 Prozent Zuckergehalt und einem Zuckerwert von bis zu 1,37 mg Zucker je Blüte pro Tag für die Bienen eine wichtige Tracht bei der Honigerzeugung.
Der Kulturapfel hat im Obstbau überragende Bedeutung. Das liegt daran, dass er von allen heimischen Obstarten am vielfältigsten verwendbar ist. Es gibt vom Apfel daher die weitaus meisten Zuchtformen; er gilt in unseren Breiten als das Obst schlechthin.
 
Pflanzenbeschreibung
Ursprünglich stammt der Apfelbaum aus Asien. Doch schon in der Antike wurde er in Europa eingeführt und im Mittelalter landete er in mitteleuropäischen Gärten. Inzwischen gibt es über 2000 Apfelsorten mit teilweise recht unterschiedlichen Eigenschaften. Der Apfelbaum wird mittelhoch und kommt auch als kleine Form oder Spalierobst vor, was die Ernte erleichtert. Die Blätter sind spitz eiförmig. Ende April bis Mai blühen die Apfelblüten weiß bis zartrosa. Wenn es warm genug ist, und die Insekten die Blüten befruchten, wachsen anschließend an ihrer Stelle die Äpfel, die im frühen bis späten Herbst reif werden.
Die Arten der Gattung Äpfel sind sommergrüne Bäume oder Sträucher. Sie sind meist unbewehrt. Die wech-selständig angeordneten Laubblätter sind gestielt. Die einfache Blattspreite ist oval bis eiförmig oder elliptisch. Die Blattränder sind meist gesägt, selten glatt und manchmal gelappt. Einige Arten bzw. Sorten werden wegen ihres purpurnen Laubes im Herbst geschätzt. Nebenblätter sind vorhanden, verwelken aber oft früh.
Der Kulturapfel ist ein sommergrüner Baum, der im Freistand eine etwa 8 bis 15 Meter hohe, weit ausladende Baumkrone ausbildet. Tatsächlich ist diese Wuchsform selten zu beobachten, da die einzelnen Sorten in Verbindung mit ihren Unterlagen eine davon oft stark abweichende Wuchshöhe zeigen (als Extremfälle der Hochstamm und der Spindelbusch), die darüber hinaus durch den Schnitt nicht zur Ausprägung kommt.
Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind oval, rund bis eiförmig oder elliptisch, meist gesägt, selten ganzrandig und manchmal gelappt.
Das Holz des Kulturapfels gleicht dem des Holzapfels, hat einen hellrötlichen Splint und einen rotbraunen Kern. Es ist hart und schwer und zählt zu den heimischen Edelhölzern. Die besten Stücke liefern die mächtigen Stämme der Mostapfelbäume.
Die gestielten Blüten der Apfelbäume stehen einzeln oder in doldigen schirmrispigen Blütenständen. Die fünfzähligen, zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten sind meist flach becherförmig und weisen meist einen Durchmesser von 2 bis 5 cm auf. Häufig duften die Blüten. Die Blütenachse ist krugförmig. Die fünf grünen Kelchblätter sind auch noch an den Früchten erhalten. Die fünf freien Kronblätter sind weiß, rosa oder rot. In jeder Blüte sind viele (15 bis 50) Staubblätter vorhanden, mit weißen Staubfäden und gelben Staubbeuteln. Aus drei bis fünf Fruchtblättern besteht der unterständige Fruchtknoten. Die drei bis fünf Griffel sind nur an ihrer Basis verwachsen. Bei einigen Züchtungen sind die Blüten, durch Umwandlung der Staubblätter in kronblattähnliche Blütenblätter, halbgefüllt oder gefüllt.
Einzeln oder in doldigen Schirmrispen stehen die Blüten. Die fünfzähligen, radiären Blüten sind bei einigen Sorten halbgefüllt oder gefüllt, meist flach becherförmig, häufig duften sie und haben meist einen Durchmesser von zwei bis fünf Zentimeter. Die fünf Kronblätter sind weiß oder leicht rosa, im knospigen Zustand immer deutlich rötlich. Je nach Blüte sind viele Staubblätter und fünf Fruchtblätter vorhanden.
Der Apfelbaum blüht in Zentraleuropa meist im Mai. Der Blühbeginn des Apfels markiert im phänologischen Kalender den Beginn des Vollfrühlings. Durch die Protokollierung der örtlichen Verschiebungen der Apfelblüte können Rückschlüsse auf allgemein beobachtbare Klimaveränderungen gezogen werden. Insofern gilt sie als Indikator für die globale Erwärmung. Seit den 1950er-Jahren hat sich dadurch die Apfelblüte etwa in Norddeutschland um knapp zwei Wochen nach vorne verlagert.
Die Apfelblüte ist eine typische Bienenblüte. Dass fünf Prozent der Blüten bestäubt zu Früchten heranreifen, reicht bei Apfel oder Birne für eine Vollernte, während bei Steinobst der entsprechende Anteil 25 Prozent beträgt.
Gemeinhin bekannt sind die mehr oder minder rundlichen, essbaren Früchte. Bei einigen Arten sind sie roh ungenießbar. Das fleischige Gewebe, das normalerweise als Frucht bezeichnet wird, entsteht nicht aus dem Fruchtknoten, sondern aus der Blütenachse; der Biologe spricht daher von Scheinfrüchten. Genauer ist die Apfelfrucht eine Sonderform der Sammelbalgfrucht. Ein Balg besteht aus einem Fruchtblatt, das mit sich selbst verwächst. Innerhalb des Fruchtfleisches entsteht aus dem balgähnlichen Fruchtblatt ein pergament-artiges Gehäuse. Im Fruchtfleisch selbst sind höchstens noch vereinzelt Steinzellennester enthalten. Die Samen sind braun oder schwarz; sie enthalten geringe Mengen an giftigen Cyaniden.
Das fleischige Gewebe (Fruchtfleisch) des Apfels, das normalerweise als Frucht bezeichnet wird, entsteht jedoch nicht aus dem Fruchtknoten, sondern aus der Blütenachse. Die Biologie spricht daher von Scheinfrüchten. Die Apfelfrucht – für die der Apfel typisch ist – ist eine Sonderform der Sammelbalgfrucht. Ein Balg besteht aus einem Fruchtblatt, das an einer Naht mit sich selbst verwächst. Innerhalb des Fruchtfleisches entsteht aus dem balgähnlichen Fruchtblatt ein pergamentartiges Gehäuse. Im Fruchtfleisch selbst sind höchstens noch vereinzelt Steinzellennester enthalten.
Äpfel reifen nach der Ernte nach. Sie zählen zu den klimakterischen Früchten. Ein beigelegter Apfel und eine Abdeckung lassen Bananen und andere Früchte schneller reifen. Grund ist das gasförmige Pflanzenhormon Ethen, das bei der Nachreifung freigesetzt wird. Aufgrund der enzymatischen Bräunung wird das Fruchtfleisch dort, wo es nicht durch die Schale geschützt ist, je nach Sorte und Vitamin-C-Gehalt verschieden schnell braun. Das ist gesundheitlich unbedenklich, beeinflusst jedoch die medizinische Heilwirkung. Braune Fäule in Zusammenhang mit Schimmelpilzen führt zu erhöhtem Patulin-Gehalt in Apfelsaft.
Beim Rohverzehr wird das harte Kerngehäuse zumeist verschmäht. Es wird oft gesagt, dass Äpfel nicht ganz gegessen werden sollen, da ihre Kerne (die Samen) Blausäure enthalten. Der Blausäuregehalt von Apfelsamen ist allerdings sehr gering, sortenspezifisch verschieden und unbedenklich beim Essen von wenigen ganzen Äpfeln.
Botanik
Der Apfelbaum ist so allgemein bekannt, dass sich seine nähere Beschreibung erübrigt. Schon im Altertum wurde der hohe Wert der Äpfel erkannt, und wurden diese auch zu Heilzwecken verwendet. Karl der Große ordnete in den deutschen Ländern, um das Jahr 800 nach Christi, die Pflanzung von Apfelbäumen an. Um das Jahr 1600 zählte man bereits 200 Apfelsorten, heute gibt es deren über 2.000!
Nach ihrer Reifezeit werden Früh- (Sommer-), Herbst- und Winteräpfel unterschieden. Nach ihrer Form werden sie in runde, zugespitzte, platte, gerippte, ungerippte, tief- oder flachgenabelte und schließlich nach der Farbe und Schalenbeschaffenheit in rote, gelbe, gefleckte, marmorierte bzw. in glatte, glänzende, rauhe und fettige Äpfel eingeteilt.
Auch der wildwachsende Holzapfel sollte noch mehr Beachtung finden.
Geruch und Geschmack
Sind je nach Sorte ganz verschieden, gemeinsam ist allen, ob süß, herz, säuerlich, mehlig oder saftig ein köstliches Aroma und viel zu wenig beachtete Heilwerte.
Blütezeit
Ende April, Mai.
Fruchtreife
Ende Juli bis Oktober, je nach Sorte.
Standort
Der zahme Apfelbaum stammt aus Asien und ist mit seinen vielen Spielarten überall bei uns eingebürgert. Der Wildapfelbaum zählt zur mitteleuropäischen Pflanzengemeinschaft des Waldes und der Heide. Er bevorzugt die lichten Laub- und Kiefernwälder von der Ebene bis in die Mittelgebirgshöhen.

Bachblüten
Ich bin ein aufbrausender Mensch (Holly)
Diese Menschen sind von aufbrausender Art
Mit der Bachblüte können sie die aufbrausenden Art herunterschrauben
Bachblüten
Ich denke ständig in die Vergangenheit (Honeysuckle)
Diese Menschen denken ständig an die Vergangenheit
Hier können sie mit der Bachblüte die Vergangenheit hinter sich lassen
Milch, Milchprodukte und Käse
Milch und Obers
Das Naturprodukt Milch enthält ähnlich wie das Ei und das Getreidekorn fast alle Nährstoffe, die wir zum wachsen und leben brauchen. Sie enthält so viel Kalzium den Baustoff für Knochen und Zähne. Milch besteht zum größten Teil aus Wasser. Das Milchfett enthält kurz- und mittelkettige, leicht verdauliche Fettsäuren. Diese vielen verschiedenen Vitamine (Vitamin A, D, E, B-Gruppe) unterstützen eine Reihe von Körperfunktionen. Auch wertvolle Mineralstoffe sind enthalten, z.B. wie schon Eingangs erwähnt, das Kalzium, aber auch Kalium, Phosphor, Magnesium und Jod
Hohe Nährstoffdichte in der Milch
Milch ist ein Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte, das heißt, sie hat in Relation zum Energiegehalt viele wichtige Nährstoffe. Besondere Bedeutung hat das Milcheiweiß: Es ist biologisch hoch-wertig (enthält viele essentielle Aminosäuren) und gleichzeitig eine der billigsten Eiweißquellen.
Milchprodukte als Kalzium-Quelle
Milchprodukte haben einen hohen Stellenwert als Kalzium-Quelle. Etwa 1 Gramm Kalzium benötigen wir pro Tag, um u. a. den Aufbau und Erhalt von Knochen und Zähnen zu gewährleisten. Ohne Zufuhr von Milch und Milchprodukten ist diese Menge nur sehr schwer zu erreichen.

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