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Pastinak
Der Pastinak, auch die Pastinake, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Pastinaken in der Familie der Doldenblütler. Als Wildform gilt Pastinaca sativa subsp. sativa var. Pratensis (Wiesen-Pastinak); die Kulturform Gemüse-Pastinak wird als Pastinaca sativa subsp. sativa var. sativa bezeichnet. Der Pastinak wurde durch den Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt zum Gemüse des Jahres 2011/2012 in Deutschland gewählt.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Blähungen, Fieber, Lungenleiden, Magenschmerzen, Nierensteine, Rheuma, Schlaflosigkeit, Wassersucht, Ödeme
wissenschaftlicher Name: Pastinaca sativa
Verwendete Pflanzenteile: Früchte und Wurzel
Sammelzeit: Früchte: August, Wurzel: Herbst
 
Verwendung
Küche
Der Geschmack der vorwiegend im Winter geernteten Wurzeln ist süßlich-würzig, teilweise auch herb. Dieser erinnert an Karotten und Sellerie und ist dem der Petersilienwurzel ähnlich, nur milder. Sie lassen sich backen oder kochen und zu Cremesuppen und Pürees verarbeiten. Pürierter Pastinak wird besonders wegen seines geringen Nitratgehalts als Baby-Gemüsebrei in Gläschen verkauft. Gerieben kann er wie Sellerie auch als Salat zubereitet werden. Pastinak sollte nicht zu dunkel angebraten werden, da er ansonsten einen bitteren Geschmack bekommt. Auch zu lange Lagerung kann Bittergeschmack hervorrufen. Zu den Klassikern der englischen Küche gehört Pastinakenpüree, Mashed parsnips, das ebenso wie Kartoffelpüree zubereitet wird, jedoch wesentlich aromatischer ist. Es wird traditionell zu gebratenem oder gegrilltem Fleisch gereicht. Ähnlich der Kartoffel werden aus Pastinak auch Chips hergestellt. Seines hohen Stärkegehalts wegen wurde Pastinak früher auch zur Herstellung von Bier und Pastinakenwein genutzt. Aus dem Saft lässt sich ein dickflüssiger Sirup kochen, der als Brotaufstrich und Süßmittel diente. Die Blätter des Pastinak können, ähnlich wie Petersilie, als Würzkraut verwendet werden. Zur Aufbewahrung werden die Wurzeln in Würfel oder Streifen geschnitten, blanchiert und anschließend tiefgefroren. Auch für Suppenmischungen werden sie verwendet. Als zerkleinerte und getrocknete Ware ist Pastinak ebenfalls gebräuchlich.
 
Beschreibung
Pastinak wächst als zweijährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 120 Zentimetern. Es handelt sich um eine Halbrosettenpflanze mit fleischiger Rübe, im Bau ähnlich der Möhre. Der intensive, angenehme Geruch der ganzen Pflanze ist süßlich, etwas dem wilden Fenchel ähnlich. Der Stängel ist kantig gefurcht. Nach dem ersten Jahr wird eine Rübe als Speicherorgan ausgebildet. Die Rübe ist von gelblich-weißer Farbe; bei der Wildform ist sie dünn und hart, bei den Kulturvarietäten bis zu 6 Zentimeter dick, 20 Zentimeter lang, kegelförmig und bis zu 1,5 Kilogramm schwer. In Abgrenzung zur Petersilienwurzel hat die Pastinakenrübe einen ausgeprägten Rand um den Austrittsbereich der Blätter. Die Wurzeln sind frosthart. Ihre Laubblätter sind ein- bis zweifach gefiedert mit zwei bis sieben Fiederpaaren.
Viele Blüten stehen in sieben- bis 20-strahligen doppeldoldigen Blütenständen zusammen. Hüllblätter sind keine vorhanden. Die Blüten sind zwittrig. Die Kelchzähne sind winzig und dreieckig. Die Kronblätter sind gelb. Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Die Blüten sind nektarführende Scheibenblumen vom Heracleum-Typ. Sie werden von Insekten aller Art besucht. Die Windbestäubung ist zwar möglich, findet jedoch praktisch nicht statt. Die Früchte sind Doppelachänen, die in schmal geflügelte Teilfrüchte zerfallen. Es sind Wind- und Tierstreuer. Auch Zufallsausbreitung durch Huftiere und Menschenausbreitung ist möglich. Das Saatgut ist ein bis zwei Jahre gut keimfähig. Das TKG (Tausendkorngewicht) entspricht 2,5 bis 4 g.

Mariendistel
Die Mariendistel – regional auch Christi Krone, Donnerdistel, Fieberdistel, Fechdistel, Frauendistel, Heilandsdistel, mit den Namen der Früchte Marienkörner oder Stechkörner – ist eine Pflanzenart, die zur Unterfamilie der Carduoideae gehört. Der Name der Mariendistel entstammt einer alten Legende, nach der die weißen Streifen auf ihren Blättern von der Milch der Jungfrau Maria stammen.
Die Mariendistel kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Hier kommt sie manchmal an warmen Standorten verwildert vor. Die samenartigen Früchte werden hauptsächlich als Tinktur eingesetzt, weil sie für die Teebereitung etwas zu hart sind. Ihr Haupteinsatzgebiet sind Leber und Gallenprobleme. Sie hat aber auch eine ausgeprägte entkrampfende Wirkung auf das vegetative Nervensystem.
Die Mariendistel mit ihren auffallenden Rosettenblättern ist eine der am besten untersuchten Heilpflanzen. Die zu den Korbblütlern gehörende Pflanze enthält mit Silymarin einen sehr interessanten Wirkstoff, der vor allem bei Leberschäden und Lebervergiftungen hilft. Aus der Pflanzenheilkunde sowie auch aus der modernen Schulmedizin ist die Mariendistel heute nicht mehr wegzudenken.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Leberprobleme
Heilwirkung: adstringierend, anregend, entgiftend, harntreibend, krampflösend, leberstärkend, schweißtreibend, tonisierend
Anwendungsbereiche: Allergien, Darmbeschwerden, Gallenbeschwerden, Gallenstauung, Hepatitis, Krampfadern, Magenbeschwerden, Migräne, Pfortaderstauung, Reisekrankheit, Seekrankheit, Schwindel, Trigeminusneuralgie, Unterschenkelgeschwüre, Vergiftungen
wissenschaftlicher Name: Carduus Marianus, Silybum marianum
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Milk Thistle
andere Namen: Christi Krone, Fieberdistel, Frauendistel, Heilandsdistel, Marienkörner, Stechkörner, Stechkraut, Venusdistel, Weißdistel
falsche Schreibweisen: Mariendiestel
Verwendete Pflanzenteile: Samen mit Schale
Inhaltsstoffe: Flavon, Flavonoide, Bitterstoff, biogene Amine, Gerbstoff, Farbstoff, unbekannte scharfe Substanz, Silybin, Silymarin, Ätherische Öle
Sammelzeit: August / September
 
Anwendung
Die leberschützende Wirkung der Mariendistel ist durch mehrere wissenschaftliche Studien belegt. Normalerweise werden die Früchte (Samen) der Mariendistel verwendet. Mariendistelkraut wird üblicherweise nicht eingesetzt. Mariendistel kann man als Tee oder in Fertigpräparaten anwenden. Die häufigste Art, Mariendistel anzuwenden sind Fertigpräparate aus der Apotheke, in Einzel-Tees und auch Mischtees wirkt sie jedoch auch sehr gut.
Tee
Für einen Mariendistel-Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Mariendistel-Früchte mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn bis zwanzig Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich, jeweils vor den Mahlzeiten.
Innerlich
Mariendistel kann man innerlich, als Tee gegen Leberprobleme und Hepatitis einsetzen. Eine Mariendistelkur ist sehr sinnvoll, um sich von einer langwierigen Leberentzündung zu erholen. Außerdem hilft Mariendistel gegen Verdauungsbeschwerden und Migräne. Gegen Allergien kann man eine Teekur mit Mariendistelsamen durchführen, um den Stoffwechsel anzuregen.
Äußerlich
Die Volksheilkunde verwendet pulverisierte Mariendistelsamen, um damit Unterschenkelgeschwüre zu bestreuen. Zur Behandlung dieser Geschwüre kann man auch Umschläge mit Mariendistel-Tee machen.
Heilkräftige Pflanzenteile
Die Mariendistel stand im Mittelalter bei den Kräutervätern in hohem Ansehen und wurde geradezu berühmt durch den Naturarzt Rademacher, der sie als Heilmittel bei chronischen Leber- und Milzleiden, bei Husten, blutigem Auswurf, Gelbsucht und Gallenstauungen, Leberentzündung (Hepatitis), bei Milzleiden, Gelbsucht und Gallensteinkoliken.
Die Anwendung erfolgt entweder als Teeaufguss, 1 Teelöffle voll der Droge für 1 Tasse, 2-3 Tassen tagsüber, zuckerlos und schluckweise getrunken oder 1 Teelöffel des gepulverten Samens, 4-5mal am Tage, etwas Wasser nachtrinkend, oder 15-25 Tropfen der Tinktur, ebenfalls 4-5mal am Tage.
Anwendung in der Volksheilkunde
Zu den vorgenannten Anwendungen wird in der Volksheilkunde die Heilpflanze noch bei Unterschenkelgeschwüren, bei fressenden, bösartigen Geschwüren der Haut, bei Krampfadern, angewendet, teils durch Bestreuen der kranken Stellen mit dem gepulverten Samen oder durch Umschläge von Pflanzenaufgüssen bzw. durch Teekuren.
Anwendung in der Homöopathie
Die Samentinktur, Carduus Marianus, dil D1, 3mal täglich je 10-13 Tropfen. Gegen Gelbsucht, Leberschwellung, Blutungen, bitteren Mundgeruch und Hämorrhoiden.
Auch in der Homöopathie wird die Mariendistel angewendet und zwar unter dem Namen Carduus Marianus. Man verwendet sie hauptsächlich in niedrigen Potenzen, also zwischen D1 und D6. Das homöopathische Mittel wird gegen Gelbsucht, diverse Leberprobleme, Blutungen und Hämorrhoiden verwendet, also ähnlich wie in der Pflanzenheilkunde.
Medizinische Anwendung
Mariendistel wurde seit der Antike als Heilmittel eingesetzt, zB empfahl Dioscorides sie gegen Schlangenbisse, und Plinius d. Ä. zur Gallenabfuhr. Seit dem Mittelalter wird es für die Leber verordnet. In moderner Zeit gibt es neben den getrockneten Pflanzen auch standardisierte Präparate mit dem Wirkstoffkomplex Silymarin als leberschützendes, entgiftendes Agens. Alternativmediziner führen die leberschützende Wirkung auf antientzündliche und antifibrotische Flavonoide zurück; zu den modernen damit behandelten Diagnosen zählt deshalb vor allem die Leberzirrhose. Die Ergebnisse von wissenschaftlichen Studien sind widersprüchlich, berichtete positive Wirkungen konnten nicht reproduziert werden, allerdings scheint die Anwendung zumindest ungefährlich zu sein. Allerdings enthält Silymarin einen starken Inhibitor der Thyroidhormonaufnahme. Auch die Daten zu der erhofften krebshemmenden Wirkung sind sehr schwach. Eine gewisse Bedeutung hat die Mariendistel als Gegengift gegen Amatoxinvergiftungen (das Gift der Knollenblätterpilze); Silymarin soll die Aufnahme des Giftstoffs in den Leberzellen kompetitiv hemmen. Weitere Wirkstoffe der Pflanze sind: Bitterstoffe, biogene Amine, Gerbstoff, Farbstoffe, in geringem Anteil auch ätherische Öle, unbekannte scharfe Substanzen und Harze. Mariendistelfrüchte werden auch im Bereich der Nutztierfütterung eingesetzt, wobei hier vor allem die lebertherapeutische Wirkung im Vordergrund steht.
Mariendistel als Heilkraut
Die Mariendistel ist wissenschaftlich sehr gut untersucht und spielt sowohl in der heutigen Schulmedizin als auch Pflanzenheilkunde eine sehr große Rolle. Vor allem die Früchte der Mariendistel enthalten einige hochinteressante Inhaltsstoffe, die sich für eine Vielzahl von Oberbauch- und Verdauungsbeschwerden einsetzen lassen.
Bereits in der Antike war die Mariendistel als Heilkraut keine Unbekannte, wenngleich Sie sichtlich noch den Stellenwert hatte, den sie schließlich im Mittelalter und auch in unserer Zeit letztendlich hat. Im späten Mittelalter und der frühen Neuzeit galt die Mariendistel als probates Mittel gegen Verstopfungen, Harnbeschwerden, Zahnschmerzen oder Seitenstechen. Auch für die Milchbildung der Frauen wurde es verwendet, was sich heute sogar noch im englischen Pflanzennamen milk thistle (Milchdistel) widerspiegelt.
Im Kräuterbuch von P. A. Matthioli wurde beispielsweise empfohlen, einen Aufguss aus Mariendistelwurzeln herzustellen, um die Nieren zu reinigen und Verstopfungen zu behandeln. Neben Matthioli beschrieb auch Hildegard von Bingen (die Pflanze hieß hier Vehedistel) einen Behandlungsansatz, bei dem ein Aufguss der Blätter der Pflanze gegen Seitenstechen helfen kann. Es wird heute davon ausgegangen, dass unter Seitenstechen auch Brustfell- und Lungenfellentzündungen gemeint waren. Viele der damaligen Behandlungsempfehlungen spielen heute allerdings kaum noch eine Rolle.
Nebenwirkungen
In der Regel sind Mariendistelpräparate ungefährlich. In seltenen Fällen können allergische Reaktionen oder Durchfall auftreten. Bei bekannten Allergien auf Korbblütler sollte von einer Einnahme zunächst abgesehen werden und ein Arzt konsultiert werden. Ebenfalls sollte bei bekannten Nierenkrankheiten oder bei angewendeter Dialyse die Einnahme von Mariendistel zunächst mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Für Kinder und junge Heranwachsende bis 18 Jahre ist die wissenschaftliche Basis leider ungenügend, weswegen hier aufgrund der Organentwicklung auf die Einnahme von Mariendistelpräparaten verzichtet werden sollte.
Mariendistel in der Küche
In der frühen Neuzeit wurden viele Bestandteile der Mariendistel auch in der Küche verwertet. So wurden beispielsweise Mariendistelwurzeln ähnlich wie Schwarzwurzeln zubereitet, wobei der Geschmack etwas bitterer ist. Die Blütenköpfe der Mariendisteln können gekocht und ähnlich wie Artischocken zubereitet werden. In der Vergangenheit wurde die Mariendistel daher auch als wilde Artischocke bezeichnet. Der Geschmack ist tatsächlich ähnlich. Da es allerdings recht umständlich ist, die einzelnen Bestandteile zu ernten, wird die Mariendistel heute nur noch recht selten verarbeitet.
Gut in der Küche nutzbar ist Mariendistelöl. Das Öl, welches kaltgepresst sein sollte, kann als Bestandteil für Salatdressings verwendet werden. Anzumerken ist, dass es geschmacklich relativ neutral ist und nicht unbedingt als Delikatesse zu betrachten ist. Da der Preis recht hoch ist und der Geschmack eher mittelmäßig eignen sich andere Öle meist besser.
 
Wirkung
Die wichtigste Wirkung der Mariendistel ist die Leberschutz-Wirkung. Der Wirkstoff Silibinin (auch Silymarin) schützt die Leberzellen vor dem Eindringen von Giftstoffen. So wird die Leber vor Giften nahezu aller Art geschützt. Beispielsweise schützt die Mariendistel sogar vor Vergiftungen mit dem Knollenblätterpilz und ist damit eine der ganz wenigen Möglichkeiten solch eine Vergiftung sinnvoll zu behandeln. Die Mariendistel schützt die Leber auch vor den schädlichen Wirkungen des dauerhaften Alkoholmissbrauchs.
Nebenwirkungen
Nebenwirkungen sind bei der Anwendung der Mariendistel kaum zu erwarten, denn sie ist praktisch ungiftig.

Geschichtliches
Die Mariendistel war ursprünglich in den Steppen Nordafrikas beheimatet. Auch in Südeuropa war sie wild zu finden. Erst im Mittelalter gelangte die Mariendistel nach Mitteleuropa. Die weißen Flecken auf den Blättern der Mariendistel sollen laut einer Legende daher kommen, dass die Muttermilch Marias beim Stillen des Jesuskindes auf die Blätter der Pflanze tropfe. Hildegard von Bingen empfiehlt die Mariendistel damals schon gegen Vergiftungen und Gelbsucht. 2011 wurde vom Krebszentrum der Colorado State Universitiy eine Studie über die Mariendistel eine Studie veröffentlicht. Sie besagt, dass die Mariendistel das Wachstum von Lungenkrebs verlangsamt, zumindest bei Mäusen. Die Mariendistel kann also noch eine erfolgreiche Zukunft bei der Krebsbekämpfung haben.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Mariendistel ist eine ein- bis zweijährige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 20 bis 150 cm erreicht. Der kahle oder leicht spinnwebig-flaumige, grüne Stängel ist meist verzweigt und ungeflügelt. Die grundständigen Laubblätter sind 25 bis 50 cm lang und 12 bis 25 cm breit. Erstjahresrosetten der Mariendistel können im südwestlichen Mitteleuropa allerdings auch einen Durchmesser von 1,3 m erreichen. Die Grundblätter sind länglich bis elliptisch, buchtig fiederspaltig, gestielt, kahl oder verkahlend, weiß marmoriert, glänzend, am Rand mit gelblich-weißen, bis 8 mm langen Dornen. Die Stängelblätter sind kleiner, weniger tief geteilt, am Grund geöhrtstängelumfassend und sitzend. Die Körbe sind 4 bis 5 cm lang und stehen einzeln auf langen, aufrechten, manchmal mit wenigen kleinen Hochblättern besetzten Stielen. Die Hüllblätter besitzen ein 8 bis 15 mm langes und 6 bis 10 mm breites, dornig gezähntes Anhängsel, das in einen 2 bis 5 Zentimeter langen, kräftigen, zurückgebogenen, rinnigen Dorn ausläuft. Die purpurfarbene Krone ist tief fünfspaltig. Die 6 bis 8 × 2,5 bis 4 cm großen Achänenfrüchte sind glänzend schwarz mit grauen Flecken und tragen an der Spitze einen 15 bis 20 mm langen Pappus. Sie wiegen im Durchschnitt 32,4 mg.
Die Mariendistel ist in Südeuropa, Kleinasien und Nordafrika heimisch. In Mittel-europa wird sie in Gärten und Kulturen angebaut. Sie wächst bevorzugt in warmen Gegenden an trockenen Plätzen. Die einjährige oder zweijährige Pflanze wird bis zu 150 Zentimeter hoch. Die Blätter der Mariendistel sind stachelig und in den Blattadern weiß marmoriert. Diese Marmorierung ist das typische Kennzeichen für die Mariendistel. Die violetten, kugelförmigen Blüten erscheinen zwischen Juli und August. Aus den Mariendistel-Blüten entwickeln sich bis August oder September die Früchte mit den Samen. An den Früchten hängt zunächst noch ein seidiger Pap-pus, also eine Haarkrone, ähnlich wie bei Pusteblumen. Dieser Pappus wird bald von den Früchten abgeworfen, er wird auch nicht im Mariendisteltee verwendet, sondern nur die Samen mit ihrer glänzenden, harten Schale.
Botanik
Der ästige, braunglänzende Stängel ist mit Blättern reich besetzt, die gelbe Dornen tragen und weißlich gefleckt sind. der etwas nickende große Blütenkopf hat purpurrote Blüten.
Blütezeit
Juli, August
Samenreife
August, September
Standort
Ursprünglich in den Steppen Nordafrikas und in Südeuropa beheimatet, drang sie im Mittelalter bis Norddeutschland vor und wird auch manchmal kultiviert. Sie  gedeiht sehr üppig auf warmen, trockenen, steinigen Plätzen, ist oft auch auf Bahndämmen anzutreffen, verschmäht aber nicht den Ackerboden.
   
Anbau und Pflege
Standort
Mariendisteln kommen ursprünglich aus dem südlichen Europa und sind daher an wärmere Standorte angepasst. Um optimal bei uns wachsen zu können, benötigt die Pflanze daher sonnige Standorte mit mäßig nährstoffreichen und gut durchlässigen Böden. Lehmreiche bzw. zu tonhaltige Böden sollten in jedem Fall vermieden werden, da diese nur begrenzt Wasser leiten können. Diese sollten wenn dann mit Sand durchmischt werden, um die Leitfähigkeit zu erhöhen.
Aussaat
Die Samen der Mariendistel können sowohl im Freiland als auch in Vorkultur gezogen werden. In Vorkultur sind die Samen meist etwas keimfreudiger. Hierzu kann das Saatgut zwischen Ende Februar bis Anfang April in kleinen Pflanzschalen mit einem nährstoffarmen Anzuchtsubstrat vorgezogen werden. Die Keimtemperatur beträgt etwa 18 °C, weswegen die Samen ab Ende April auch im Freiland ausgesät werden können. Mariendistelsamen benötigen etwa 18 bis 21 Tage bis die Keimlinge zum Vorschein kommen. Im Freiland sollte der Pflanzabstand zwischen den einzelnen Pflanzen wenigstens 40 cm jeweils voneinander betragen.
Eine Aussaat in Topfkultur zur Kultivierung auf Balkon oder Terrasse ist möglich, wobei dann eher große und tiefe Töpfe gewählt werden sollten.
Düngung
Wächst die Mariendistel in kargen Böden, sollte dieser mit einem stickstoffbetonten Langzeitdünger (z.B. Rindermistpellets) oder Kompost vermischt werden. Qualitativ hochwertige Gartenböden mit gutem Nährstoffangebot brauchen im ersten Jahr nicht gedüngt werden. Mariendisteln in Topfkultur sollten ab einer Höhe von etwa 40cm alle sechs Wochen mit einem Kräuterdünger behandelt werden. Auch Langzeit- bzw. Depotdünger können verwendet werden.
Gießen
Mariendisteln sehr tolerant was die Wasserversorgung betrifft. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet findet sich die Pflanze auch an Ruderalstandorten. Es ist wichtig, dass der Boden in 10cm Tiefe nie vollständig austrocknet, auch wenn kurze Trockenphasen durchaus toleriert werden. An sehr heißen Tagen sollte wenigsten an jedem zweiten Tag gegossen werden. Wichtig ist, dass der Boden durchlässig ist. Eine Überversorgung mit Wasser kann zu Pflanzenschäden bis hin zur Wurzelfäule führen.
Pflegehinweise
In einigen Fällen wächst die Mariendistel bei uns nur einjährig, was häufig an ungünstigen Standortbedingungen, Nährstoffüberversorgung, zu saurem Boden (niedriger pH-Wert) oder harten Wintern liegt. Auch an einigen Orten, die für gewöhnlich längere Kältephasen haben (Hoch- und Hügellagen) wächst die Mariendistel meist nur einjährig. Hier kann eine Topfkultur mit Überwinterung im Haus Abhilfe schaffen.
Überwinterung
Die Mariendistel ist etwas frosttolerant und kann Temperaturen von bis zu -7° C problemlos aushalten. Bei kälteren Wintern oder in Höhenlagen empfiehlt sich eine Kultivierung in Töpfen, insofern die Pflanze zweijährig wachsen soll. Bei kurzfristigen Kaltphasen kann die Pflanze auch mit Reisig oder Mulch überdeckt werden.
Krankheiten und Schädlinge
Häufige Fressfeinde der Mariendistel sind Schnecken aller Art, die sich über die Blätter der Pflanze hermachen. Gelegentlich werden die Pflanzen auch von Pilzen wie echtem Mehltau oder Grauschimmel befallen, was sich durch grauen oder gelblichen Belag auf den Blättern bemerkbar macht. Sinnvolle Pflanzabstände und das Entfernen von Unkraut können das Auftreten von Pilzerkrankungen verhindern.
Ernte
Je nachdem für welche Anwendung die Mariendistel angebaut wird, können die Blüten, die Blätter, die Wurzeln und die Früchte verwendet werden. Bei sollten erst im zweiten Jahr nach dem Anbau gewonnen werden.

Bachblüten
Ich habe wenig Durchhaltevermögen (Scleranthus)
Diese Menschen haben nur wenig Durchhaltevermögen
Mit der Bachblüte können sie ihr Durchhaltevermögen wieder steigern
Bachblüten
Auflösung von traumatischen Erlebnissen, Regeneration (Star of Betlehem)
Diese können ein traumatisches Erlebnis nicht auflösen, sich aber auch nicht regenerieren
Mit Star of Betlehem können sie dieses Erlebnis verarbeiten und auflösen, sie können sich auch noch zusätzlich regenerieren
Funktionen der wichtigsten Mengen- und Spurenelemente
Magnesium
Magnesium ist sehr wesentlich für den Stoffwechsel, denn es ist an der Aktivierung von nahezu 300 Enzymen beteiligt. Es ist wichtig für die Muskelfunktionen und das gute Zusammenspiel von Nerv und Muskel. Außerdem gilt es als Antistreß-Mineralstoff. Ferner dient es als Bausubstanz für Knochen und Zähne.
Funktion: Magnesium aktiviert verschiedene Enzyme und fördert das Zusammenspiel von Muskeln und Nerven. Magnesium gilt als leistungsfördernd bzw. leistungserhaltend, was auf die positive Wirkung auf den Muskel zurückzuführen ist. Das Mengenelement unterstützt die Muskelkontraktion. Übrigens: Der größte Anteil des körpereigenen Magnesiums befindet sich im Skelett und in den Muskeln selbst. Das Mengenelement gilt als Antagonist zu Kalzium.
Vorkommen: Enthalten in grünem Gemüse, Kartoffeln, Nüssen und Kernen, Obst, Milch, Leber, Geflügel, Fisch, Vollkorngetreide und speziellen Mineralwässern.
Mangel: Ein Magnesiummangel verringert die Stressresistenz und führt zu Muskel- und Leistungsschwäche, Nervosität, bis hin zu Depressionen. Auch die Herzgesundheit wird in Mitleidenschaft gezogen, was sich in Form von Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen und Herzerkrankungen bemerkbar macht.
Überdosierung: Wegen der abführenden Wirkung von Magnesium können bei einer Überdosierung Durchfälle auftreten. Werden große Mengen von Magnesiumpräparaten aufgenommen, kann es zu einer Erhöhung der Serumkonzentration von Magnesium kommen – zu einer sogenannten Hypermagnesiämie. Auf diese kann der Körper mit Vergiftungssymptomen reagieren und Störungen im Nerven- und Herzkreislaufsystem auslösen.
Kalzium
Kalzium ist mengenmäßig der wichtigste Mineralstoff des menschlichen Körpers. Es ist ein bedeutender Baustein der Knochen und Zähne, die 99% des gesamten Körperbestandes an Kalzium enthalten. Neben seiner Stützfunktion im Skelett spielt Kalzium eine wichtige Rolle der Blutgerinnung und der Weiterleitung von Reizen im Nervensystem sowie bei der Auslösung der Muskelkontraktion.
Funktion: Kalzium ist ein wichtiger Baustein für die Knochen und das menschliche Skelett. Kein anderer Mineralstoff kommt in größeren Mengen im Körper vor. Der Mineralstoff unterstützt außerdem die Reizübertragung von Muskeln und Nerven. Auch Haut und Zähne profitieren von einer ausreichenden Kalziumversorgung.
Vorkommen: Enthalten in Milch, Milchprodukten, Hartkäse, Nüssen, Vollkornprodukten, Spinat, Sesam, Broccoli, Bananen.
Mangel: Ein leichter Kalziummangel kann zu Müdigkeit, Muskelkrämpfen und einer erhöhten Blutungsneigung führen.
Schwere Mängel erhöhen das Risiko für Osteoporose, Herzrhythmusstörungen und Rachitis.
Überdosierung: Es kann zu Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, Blähungen, Verstopfung und zu Herzrhythmusstörungen kommen. Außerdem kann ein Kalziumüberschuss Nierensteine begünstigen.
Gut zu wissen: Die Aufnahme von Kalzium ist vor allem auch vom Vitamin-D-Status abhängig! Bei Zufuhr von Oxalsäure und Phosphorsäure wird die Aufnahme verringert.

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