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LABKRAUT
Das Klettenlabkraut ist ein bei uns häufig vorkommendes Wildkraut. Früher nutzte man das Kraut u.a. als Ersatz für tierisches Lab, um vor allem Käse herzustellen. In der Volksmedizin nutzt man die klettige Labkrautart vor allem bei Nieren- und Harnbeschwerden, da einige Inhaltsstoffe eine diuretische Wirkung besitzen. Wildkräuterliebhaber können die Blätter und Samen des Klettenlabkrauts auf vielfache Art verwenden. Insgesamt eine universelle Wildpflanze, die häufig unterschätzt wird.
Das Klettenlabkraut kennen die meisten nur daher, dass sich die kleinen Kletten beim Spazierengehen an ihren Hosen festsetzen. Als Heilpflanze ist es eher unbekannt - zu unrecht, denn es leistet wertvolle Dienste für unsere Gesundheit, vor allem für die Haut und das Verdauungssystem. Außer dem Klettenlabkraut kann man auch das echte Labkraut als Heilkraut verwenden.
 
Anwendung
Äußerlich für Hautprobleme wird das Labkraut am besten als Frischsaft angewendet. Den frischen Saft kann man auf die betroffene Stelle träufeln und antrocknen lassen. Falls Frischsaft nicht verfügbar ist, kann man das Klettenlabkraut auch als Tee verwenden. Mit dem Tee kann man die betroffene Stelle spülen oder man legt eine Kompresse auf. Innerlich trinkt man das Klettenlabkraut als Tee. In der Volksheilkunde wird der Tee sogar empfohlen, um herannahende epileptische Anfälle zu verhindern. Die Früchte wurden früher als Gerinnungsmittel zur Käseherstellung verwendet und geröstet kann man sie sogar als Kaffeeersatz benutzen.  Wie andere Galiumarten enthält das Echte Labkraut das Labferment, das bei der Käseherstellung genutzt wird. Heute hat man allerdings andere Quellen für das Labferment. Doch für die Herstellung von englischem Chesterkäse wird das Kraut noch heute genutzt. Die Farbstoffe der Blüten geben dem Chesterkäse seine gelblich-orange Farbe und sind verantwortlich für den besonderen Geschmack. In Schottland wird das Echte Labkraut noch heute als Färbemittel verwendet; die Wurzeln färben rot, die Blüten gelb. Die blühende Pflanze ist auch zum Aromatisieren und Gelbfärben von Getränken geeignet. Das Echte Labkraut wird als Zierpflanze und in Wildpflanzengärten verwendet. Es lässt sich zur Kultur auch vegetativ durch Wurzelausläufer vermehren.
Verwendung als Heilmittel
Als pharmazeutische Droge dient das getrocknete, zur Blütezeit gesammelte Kraut. Wirkstoffe sind: Flavonoide, Iridoid-Glykoside, wie Asperulosid und Monotropein; weiterhin, Chlorogensäure, in Spuren Anthrachinon-Derivate; im frischen Kraut ist auch ein dem Labenzym ähnliches Protein, das Milch zur Gerinnung bringt. Anwendungen: Das Echte Labkraut wird vor allem in der Volksmedizin genutzt. Im Vordergrund stehen die harntreibenden Eigenschaften des Krauts, das man als Tee bei geschwollenen Knöcheln und bei Katarrhen der Harnwege gibt, auch äußerlich wird es gelegentlich noch eingesetzt bei schlecht heilenden Wunden. Hierbei muss aber hervorgehoben werden, das es bisher keine Belege für die Wirksamkeit bei diesen Indikationen gibt.
Sowohl das Klettenlabkraut als auch das nachfolgend beschriebene wahre Labkraut sind trotz ihres hohen Ansehens in der Volksheilkunde keine offizinellen Heilpflanzen. Beide Arten wurden als Heilpflanzen schon im Altertum verwendet. Boch (1498 bis 1554) lobte das Labkraut als zerteilendes Mittel und empfahl die Pflanze bei Gelbsucht. Matthioli bezeichnet die Pflanze sogar als krebsheilend, welche Eigenschaft auch von Prof. Dr. Osiander, dem berühmten Lehrer der Naturheilmedizin zu Göttingen (1844) bestätigt wurde. Bei inneren oder äußeren Krebsgeschwüren (Hautkrebs) empfahl er den Tee einzunehmen bzw. den Saft äußerlich anzuwenden.
Kräuterpfarrer Künzle empfiehlt den frischen Saft gegen Fettsucht (innerlich) und gegen Kropf (innerlich und äußerlich in Form von Umschlägen).
 
Pflanzenbeschreibung
Bei den Labkräutern gibt es zwei heilkräftige Arten mit etwa gleichem Wirkungsspektrum. Verbreiteter ist das Klettenlabkraut mit seinen weißen Blüten, das echte Labkraut, erkennbar an den gelben Blüten, ist sogar noch heilkräftiger. Das Klettenlabkraut wird über einen Meter hoch, wenn es sich irgendwo festhalten kann. Es hält sich durch Klimmen und nicht durch Ranken fest, d.h. es hat keine Ranken, sondern haftet mit seinen waagrechten Zweigen und den winzigen Stachelchen überall leicht fest. Dadurch erweckt es auch den Eindruck der Klebrigkeit. Die Blätter sind schmal und stehen vom Stängel ab wie kleine Quirle. Den ganzen Sommer über blüht das Klettenlabkraut mit sternförmigen kleinen Blüten. Aus den Blüten entstehen die Kletten, die an Kleidern und Tierfell haften, um von Mensch und Tier verbreitet zu werden. Das gelb blühende echte Labkraut hat im Gegensatz zum Klettenlabkraut umgerollte Blätter.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Hautleiden, Flechten, Ekzeme, Fingernagelgeschwür, Hautunreinheiten, Zungenentzündung, Magenentzündung, Darmentzündung, Wasserstauungen, harntreibend, Blasenentzündung, Nierensteine, Nierengries, Blasensteine, Blasengries, Übergewicht
wissenschaftlicher Name: Galium aparine
englischer Name: Clivers
volkstümliche Namen: Klabergras, Klebgras, Klimme, Hafta, Wundkraut, Zaunkleber
Verwendete Pflanzenteile: Blühendes Kraut
Inhaltsstoffe: Glykosid, Saponine, Rubichlorsäure, Zitronensäure, Galitannsäure, Alizarinthypus, Asperulosid, Spurenelemente
Sammelzeit: Juni bis August

MAIS
Der Mais ist eine verbreitete Nutzpflanze, die in Mitteleuropa vorwiegend als Futterpflanze verwendet wird. In Italien, den USA und anderen Ländern ist der Mais jedoch auch für Menschen eine wichtige Nahrungspflanze. In Form von Corn Flakes hat der Mais auch hierzulande Einzug in den Lebensmittelgeschäften gefunden. Der Bart der Maispflanze ist jedoch auch eine gute Heilpflanze, denn er fördert die Ausscheidung, regt den Stoffwechsel an und hilft dadurch beim Abnehmen, wenn man unter zu vielen Pfunden leidet. Auch bei hohen Blutdruck und Verstopfung kann man Maisbart-Tee versuchen.
Das Getreide stammt ursprünglich aus Mexiko und ist eine einhäusig getrenntgeschlechtige Pflanze. Über 60 Prozent davon wird, zu Maissilage verarbeitet, an Nutztiere verfüttert. Dazu kommt der Einsatz von Energiemais als nachwachsender Rohstoff für die Erzeugung von Bioethanol und Biogas. Der Körnermais ist eines der Grundnahrungsmittel der Bevölkerung Afrikas und Lateinamerikas. Das glutenfreie Getreide ist zudem auch für Personen mit Überempfindlichkeit gegen Klebereiweiß (Zöliakie) tauglich. Neben der Verarbeitung in der Lebensmittelindustrie wird die aus Mais gewonnene Stärke als nachwachsender Rohstoff für die Herstellung von biobasierten Kunststoffen eingesetzt.
 
Anwendung
In Industrieländern wird 23% des verbrauchten Mais verarbeitet, vor allem zu Bioenergie. Der Rest wird in Form von Körnermais als Lebensmittel verwendet und dazu zum Großteil in der Lebensmittelindustrie verarbeitet. Die Verarbeitung dieser Körner erfolgt dann entweder in der Trockenmüllerei (Mehle und Grieße) oder in der Nassmüllerei (Stärke) zu Produkten wie Maisstärke und Maismehl bzw. Maisgrieß. Aus diesen Produkten erfolgt die Weiterverarbeitung zu Glukosesirup, Maiskeimöl, Cornflakes, Popcorn, Polenta, Erdnussflips, Tortillas u. v. m. Neben dem in Europa vielfach angebauten gelben Mais gibt es auch rote und blaue Sorten, die interessante Farbeffekte in Nahrungsmitteln geben können.
Nutzung als Heilpflanze
Als Heilmittel dienen die Maisstärke und das raffinierte Maiskeimöl. Im Öl finden sich Glyceride der Linolsäure (40–60%), der Ölsäure (25–35%) und der Palmitinsäure (9–12%), Vitamin E, und Phytosterole. Maisstärke dient als Pudergrundlage mit hohem Wasseraufnahmevermögen und als Hilfsstoff in der pharmazeutischen Technologie, z. B. bei der Tablettenherstellung. Gleichzeitig ist sie auch Ausgangsstoff für weitere Produkte wie Sorbit und Dextrin. Das Maisöl verwendet man in Haut- und Körperpflegemitteln und als Trägerlösung für ölige Injektionen. Mit dem hohen Gehalt an Linolsäure und Vitamin E gilt das Maiskeimöl als wertvolles Speiseöl.
Die Maisgriffel sind ein vorzügliches harntreibendes Mittel und ein vollkommen unschädliches und dabei sehr wirksames Abmagerungs- und Entfettungsmittel. Es ist jedoch zu beachten, dass bei längerem Lagern, besonders wenn die Droge nicht vollkommen getrocknet wurde, die harntreibende Wirkung rasch abnimmt und an deren Stelle eine abführende (purgierende) Wirkung eintritt.
Ferner kann die Droge bei Herzwassersucht (nach Dr. med Madaus), Ödemen, Erkrankung der Harnorgane mit Neigung zu Steinbildungen erfolgreich angewendet werden.
Nicht minder gute Heilerfolge werden bei Blasenkatarrh, Nierenbeckenentzündung, krankhafter Verringerung der Harnmenge, organischen Herzleiden mit Ödemen (Schwellungen infolge Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe), bei Gicht und Rheuma erzielt.
Der Tee von Maisgriffeln bringt Nierenkoliken zum Abklingen und ist ein sehr wirkungsvolles Mittel, das Bettnässen der Kinder als auch der alten Leute zu heilen.
Die Droge wird schließlich unter bestimmten Voraussetzungen und nur unter ärztlicher Kontrolle zur Behandlung von Genorrhoe (Tripper) herangezogen.
Über die heilkundliche Bedeutung des Maiskeimöls wolle wegen der Gleichartigkeit beim Weizenkeimöl dort nachgelesen werden.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Kulturmais ist durch die lange Züchtungsgeschichte formenreich.
Kulturmais ist eine kräftig gebaute, sommergrüne, einjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von einem bis zu drei Metern erreicht. Der runde, nicht oder nur selten verzweigte Halm ist auf ganzer Länge von glatten Blattscheiden bedeckt. Er ist innen markhaltig und kann am Grund einen Durchmesser von fünf Zentimetern aufweisen. Die zahlreichen Knoten stehen insbesondere bodennah in dichter Folge. Aus ihnen entwickeln sich sprossbürtige Wurzeln, die der Wasser- und Nährstoffaufnahme, vor allem aber auch der Standfestigkeit der Pflanze dienen. Die Laubblätter sind wechselständig am Halm angeordnet. Das drei bis fünf Millimeter lange Blatthäutchen ist zerschlitzt oder bewimpert. Die einfache, leicht raue, mitunter zerstreut behaarte, dunkelgrüne Blattspreite ist bei einer Länge von bis zu einem Meter und einer Breite von vier bis zehn Zentimeter flach und zum Rand hin wellig.
Kulturmais ist einhäusig getrenntgeschlechtig. An der Sprossspitze befinden sich die endständigen männlichen rispigen Blütenstände, die sie sich an den Rispenästen aus paarweise angeordneten Ährchen mit jeweils zwei männlichen Blüten zusammensetzen. Ein bis drei weibliche Blütenstände wachsen in Blattachseln am unteren bis mittleren Bereich des Halmes. Diese seitenständigen, kurz gestielten Kolben werden vollständig von Hüllblättern umhüllt und tragen paarweise Ährchen in 8 bis 16 Längszeilen. Dabei enthält jedes Ährchen zwei Blüten, von denen aber nur eine voll entwickelt ist. Der Fruchtknoten ist mit drei Millimetern sehr klein, jedoch zur Anthese mit 20 bis 40 Zentimeter langen Griffeln ausgestattet. Später ragen die vertrockneten Griffel als bräunliches Bündel aus der Spitze des Kolbens zwischen den Blattscheiden hervor. Da sich die Deck- und Vorspelzen der weiblichen Blüten nicht weiterentwickeln, können sich die Früchte unbespelzt vorwölben. Der kolbenförmige Fruchtstand enthält zur Reifezeit Maiskörner (Karyopsen), die je nach Sorte weißlich, goldgelb, rot oder auch schwarzviolett sein können, das Tausendkorngewicht beträgt 250 bis 400 Gramm.
 
Steckbrief
Heilwirkung: harntreibend, Verstopfung, Nierensteine, Ödeme, Übergewicht, Bluthochdruck
wissenschaftlicher Name: Zea mays
Verwendete Pflanzenteile: Maisgriffel, Körner
Sammelzeit: Juni bis Oktober

BACHBLÜTE CERATO
Du bist abhängig von der Meinung anderer Menschen   
Diese Menschen sind abhängig von der Meinung ihrer Mitmenschen
Es hilft ihnen diese Abhängigkeit auf die Meinungen anderer abzulegen
 

BACHBLÜTE CHERRY PLUM
Man fühlt sich seelisch extrem gestaut                 
Sie fühlen sich seelisch extremst gestaut
Hier hilft die Cherry Plum das gestaute wieder ablegen zu können

Hildegard-Heilpraxis von A bis Z
GICHT
Bertrammischpulver
Zutaten: 30g Bertrampulver, 10g Ingwerpulver, 5g weißes Pfefferpulver
Zubereitung: Pulver mischen und dreimal täglich 1 Messerspitze in 1 Likörglas mit Petersilie-Honig-Wein vor den Mahlzeiten trinken.
Weitere Tipps
+ Regelmäßig Fastenkuren einlegen, die den Harnsäurespiegel senken
+ Gewichtsreduzierung, eine Gewichtsannahme von 7 bis 9 Kilogramm senkt den Harnsäurespiegel um 2mg/100ml
+ Viel Mineralwasser mit geringem Mineralstoffanteil trinken.

HEILMITTEL VON A BIS Z (Kneipp)
Aloe (Aloe vera)
Bei Kneipp steht geschrieben: „Aloe ist sowohl innerlich als auch äußerlich verwendet von guter Wirkung. Siedet man eine bis zwei Messerspitzen Aloepulver mit einem Kaffeelöffel voll Honig, so reinigt dieser Mixtur den Magen gründlich ohne die geringste Belästigung.
Wird Aloe mit anderen Kräutern vermengt und als Tee bereitet, so ist die obigen Wirkung noch nachhaltiger. Die Mischung hat gewöhnlich folgende Zusammensetzung: eine Messerspitze Aloe, Holunderblüten für zwei Tassen Tee, ein paar Messerspitzen Foenum graecum, ein Kaffeelöffel Fenchel. Die zwei Tassen Tee sind innerhalb von zwei Tagen zu nehmen. Die Wirkung, die nicht in heftigem Abführen, sondern lediglich in reichlichem Stuhlgang besteht, tritt erst nach 12-30 Stunden ein.
Aloe wirkt besonders auf die Verstopfung des Dickdarms. Jedoch wirkt sie nur bei Anwesenheit von Galle und ist daher bei Verschluss der Gallenwege ohne Erfolg. Bemerkenswert ist die blutanreichernde Wirkung in den Unterleibsorganen, die bei unterdrückter oder verringerter Periode in einzelnen Fällen genutzt werden kann. Hingegen sind wegen derselben Eigenschaft größere Gaben bei Neigung zu vermehrter Blutung aus der Gebärmutter, bei Hämorrhoiden und bei Schwangerschaft gefährlich. Auch soll Aloe nicht längere Zeit genommen werden.

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