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ACKERSCHACHTELHALM
Vor ca. 400 Millionen Jahren war der Schachtelhalm baumgroß und bevölkerte riesige Wälder zusammen mit Riesenfarnen und Moosen. Wie diese so hat auch der Schachtelhalm keine Blüten sondern vermehrt sich durch Sporen.  Im Frühjahr ist der Schachtelhalm eine blaßgebliche stängelartige Pflanze, die nach kurzer Zeit verschwindet. Später wachsen dann grüne Sommertriebe, die früher gerne zum Putzen von Metall verwendet wurden, woher auch der Name Zinnkraut kommt. Der Schachtelhalm enthält sehr viel Kieselsäure, was den Einsatz bei Nierenkrankheiten und Problemen des Bindegewebes begründet. Der Acker-Schachtelhalm, auch genannt, ist eine Pflanzenart aus der Klasse der Schachtelhalme. Der Name Ackerschachtelhalm bezieht sich sowohl auf den Standort, an dem das Wildkraut zu finden ist, als auch auf das Aussehen der Pflanze: Ackerschachtelhalme wachsen bevorzugt auf Äckern und weisen einen in sich geschachtelten Aufbau der Stängelglieder auf. Die alternative Bezeichnung Zinnkraut geht auf die frühere Verwendung der Pflanze zurück: man verwendete das Farngewächs, um Zinngeschirr und andere Utensilien aus Zinn damit zu putzen und polieren. Die zu den Farnen gehörende Pflanze ist eine bedeutende Heilpflanze gegen Gelenkschmerzen und Harnbeschwerden.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Rheuma
Heilwirkung: blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend
Anwendungsbereiche: Blasenschwäche, Nierenschwäche, Durchblutungsstörungen, Schwache Menstruation, Blutungen, Frostbeulen, Krampfadern, Rheumatische Schmerzen, Ödeme, Wassersucht, Wunden Hautentzündungen, Afterjucken
wissenschaftlicher Name: Equisetum arvense
Pflanzenfamilie: Schachtelhalmgewächse = Equisetaceae
englischer Name: Horsetails
Verwendete Pflanzenteile: Sommertriebe
Volkstümliche Namen: Zinnkraut, Acker-Zinnkraut, Katzenwedel, Pferdeschwanz, Schaftheu, Pfannebutzer oder Scheuerkraut
Inhaltsstoffe: Kieselsäure, Saponine, Flavone, Kalzium, Kalium, Magnesium, weitere Spurenelemente
Sammelzeit: Mai – Juli
 
Anwendung
Der Acker-Schachtelhalm war als Heilpflanze einige Zeit fast vergessen, Sebastian Kneipp machte ihn wieder bekannt.
Innerlich
Innerlich wird das Schachtelhalmkraut vorwiegend als Tee eingesetzt. Der Tee muss als Abkochung zubereitet werden und mindestens 20 Minuten kochen, damit sich die Kieselsäure aus den Pflanzen löst. Den Tee kann man verwenden, wenn man seinem Harnapparat oder seinem Bindegewebe etwas Gutes tun will. Zur Blutstillung eignet sich am besten der frische Presssaft.
Äußerlich
Äußerlich ist der Schachtelhalm als Voll-, Teilbad, Wickel oder Auflage geeignet. Dazu wird je nach Bedarf eine größere Menge Tee gekocht. Als Bad wird der Tee mit Wasser verdünnt. Für ein Vollbad muss man ca. 150 g Schachtelhalm rechnen. Wickel und Auflagen, z.B. bei Ekzemen, Geschwüren usw. werden in den Tee getaucht und auf die betroffenen Stellen aufgelegt.
Ackerschachtelhalm und dessen Verwendung
Auch wenn der Ackerschachtelhalm bzw. das Zinnkraut aufgrund der zügellosen Vermehrung nicht sonderlich beliebt ist, vertraut die Naturheilkunde seit Jahrhunderten auf die gesundmachenden Inhaltsstoffe des Ackerschachtelhalms.
Schachtelhalm in der Antike, im Mittelalter und zur frühen Neuzeit
Ackerschachtelhalm ist nahezu ein Alleskönner und findet seit altersher Beachtung in der Behandlung von Krankheiten. Nicht nur Hildegard von Bingen behandelte Kranke mit Ackerschachtelhalm; auch Ärzte im antiken Griechenland verwendeten das Zinnkraut als Arznei gegen zahlreiche Krankheiten und Beschwerden.
In den alten bekannten Kräuterbüchern waren die heutigen Bezeichnungen Acker-schachtelhalm und Zinnkraut nicht geläufig. Die Namen haben recht häufig gewechselt. Im Gart der Gesundheit (1485) wurde das Kraut noch als Roßzagel bezeichnet, wohingegen im Kräuterbuch von Matthioli die Begriffe Schaffthew, Roßschwantz und Katzenschwantz geläufig waren.
Ackerschachtelhalm wurde zur damaligen Zeit gegen Magen-Darm-Beschwerden, Menstruationsstörungen sowie bei Blasen- und Nierenbeschwerden (insbesondere Nierensteine) verwendet. Im Kräuterbuch von Matthioli wurde beispielsweise empfohlen, das Zinnkraut bei fiebrigen Erkrankungen als Tee zu reichen, anderenfalls in Wein zu sieden. Verwendung fand sowohl das Kraut als auch die Wurzel.
Äußerlich wurde Ackerschachtelhalm u.a. gegen Nasenbluten verwendet:
Der ausgedruckte Safft von Katzenschwanß in die Nasen gethan, oder angestrichen, stillet das lauffende Blut darinne.
Die bekannte Farnpflanze wurde auch allgemein zur Wundheilung empfohlen (u.a. Matthioli).
Heutige Bedeutung von Ackerschachtelhalm in der Heilkunde
Der Ackerschachtelhalm enthält zahlreiche Wirkstoffe, die in der Medizin und in der Naturheilkunde Beachtung finden. Es sind vor allem die Kieselsäure, weitere Mineralstoffe wie Kalium, Saponine sowie einige ätherische Öle, die die Heilwirkung der Pflanze ausmachen. Zusammenfassend können die Inhaltsstoffe folgende Wirkungen auf unseren Organismus ausüben:
Entzündungshemmend, schleimlösend, adstringierend (zusammenziehend), blutstillend, harntreibend, antioxidativ
Für die Verwendung von Ackerschachtelhalm als Heilkraut werden in der Zeit von Ende Mai/Anfang Juni bis in den August hinein die grünen Sprossen geerntet. Diese können sowohl getrocknet als auch frisch verwendet werden. Die Sprossen werden heute in der Naturheilkunde sowohl für innerliche als auch äußerliche Krankheiten bzw. Beschwerden verwendet, u.a. gegen die folgenden:
Nierenentzündungen, Blasenentzündungen, Inkontinenz, Gelenkschmerzen, Arthrose, Rheuma, Gicht, Husten, Durchblutungsstörungen, Juckreiz
Um an die wertvollen und lindernden Wirkstoffe des Ackerschachtelhalms zu gelangen, bedarf es einiger Mühe. Die üblichen Darreichungsformen sind Tees, Presssäfte sowie die pulverisierte Droge, die dann mitunter pur, in Kapseln und in Tabletten verarbeitet wird. Zinnkraut wird vor allem als Tee konsumiert, wird aber nicht auf die Art und Weise zubereitet wie andere Kräutertees.
Ackerschachtelhalm in der Küche
Als kulinarische Delikatesse ist der Ackerschachtelhalm nicht bekannt und findet in gängigen Rezepten, die sich mit Wildkräutern befassen, kaum bis gar keine Beachtung. Die Gründe sind vielfältig: Ackerschachtelhalm hat nicht nur einen bitteren Geschmack, er ist auch sehr leicht mit Sumpfschachtelhalm zu verwechseln, was manchen Kräutersammler abschreckt. Sumpfschachtelhalm ist auf Grund der enthaltenden Alkaloide giftig, und es braucht einiges an Erfahrung (oder zumindest einen guten bebilderten Pflanzenführer), um Sumpfschachtelhalm von Ackerschachtelhalm beim Sammeln eindeutig zu unterscheiden.
Wesentlich populärer ist Ackerschachtelhalm als Nahrungsmittel im asiatischen Raum, wo insbesondere die gold-braunen Triebe (Sporenähre) in Öl frittiert verzehrt werden.
 
Pharmazeutische Geschichte
Schon Dioskurides kennt eine Hippuris, die Harn treibt, Uterusblutungen stillt und Husten und Wunden lindert. Equisetum heißt die Pflanze zuerst bei Plinius, er lobt sie zum Blutstillen, so auch wieder Albertus Magnus im 12. Jahrhundert. Auch Paracelsus erwähnt den Katzenschwanz. Agricola und Hoffmann, Leibarzt Friedrichs des Großen, kennen ihn für den Harntrakt, Matthiolus und Weinmann als zusammenziehendes, blutstillendes Mittel, von Haller gegen Blutsturz, Nieren- und Blasengeschwüre, als Gurgelwasser für Hals und Mundraum und Umschläge bei Wundbrand. Osianders Volksarzneymittel nennen ihn bei Ruhr und Wassersucht. Sebastian Kneipp machte die Pflanze nachhaltig bekannt, äußerlich bei Geschwüren, auch alten Gewebeschäden, innerlich bei Grieß- und Steinleiden, unverzichtbar bei Harnverhalt, ferner Blutungen und Bluterbrechen. Später brachte man die enthaltene Kieselsäure mit der Abheilung von Hautwunden, aber auch Tuberkuloseherden in Verbindung, auch Arteriosklerose sollte sie entgegenwirken. Leclerc und Gibelli bestätigen die Wirkung bei Lungen- und metrorrhagischen Blutungen bzw. Breiumschläge bei Krampfadergeschwüren, nach anderen verbessert Equisetum die Blutbildung bei Blutungsanämien. G. G. Wegener sah Erfolge bei Lupus und Haarausfall. Die lettische Volksmedizin nutzt den Auszug der Wurzel zu Einreibungen bei Rheumatismus, die tschechische u. a. bei Erbrechen, Durchfall, zu starker Menstruation, als Nasentampon bei Nasenbluten und weiteres. Die meisten Autoren benutzten das Kraut ohne Wurzel bzw. nur die Stängel. Madaus‘ Zeitgenossen gebrauchten Equisetum bei verschiedensten Leiden der Harnorgane und Blutungen, teilweise auch bei Durchfall, Fluor albus, Milzschwellung, Leberstauung, Arteriosklerose und Herzschwäche. Der Tee sei gut geeignet als Dauergetränk bei Rheumatismus alter Leute. Kommission E empfiehlt Schachtelhalmkraut innerlich bei Ödemen, sofern sie nicht von eingeschränkter Herz- oder Nierenfunktion rühren, als Durchspülungstherapie bei Harnwegsentzündungen und Nierengries (mittlere Tagesdosis 6 g Droge), hierbei ist auf ausreichendes Trinken zu achten, äußerlich bei schlecht heilenden Wunden (Umschläge mit 10 g Droge auf 1 l Wasser). 1988 wurden in Deutschland wissenschaftliche Versuche zu feldmäßigem Anbau von Acker-Schachtelhalm durchgeführt.
 
Der Unterschied zwischen Ackerschachtelhalm und Sumpfschachtelhalm
Equisetum arvense versus Equisetum palustre. Der Ackerschachtelhalm und der Sumpfschachtelhalm unterscheiden sich vor allem in der chemischen Zusammensetzung. Der Sumpfschachtelhalm Equisetum palustre ist giftig, während der Ackerschachtelhalm nur in sehr hohen Dosen zu Vergiftungen führt. Insbesondere bei Kühen und Pferden verursacht das namensgebende Gift Palustrin im Sumpfschachtelhalm Vergiftungen.
Umso wichtiger ist es, beide Pflanzen eindeutig voneinander unterscheiden zu können. Ausschlaggebend sind zwei Merkmale: die Farbe an den Unterteilungen der Schachtelabschnitte und die Länge der Sprossen. Die röhrenartigen, scheinbar in einander geschachtelten Abschnitte des ungiftigen Ackerschachtelhalms sind in unseren Breiten meistens grünlich; die des Sumpfschachtelhalms sind dunkelbraun, fast schwarz und meistens deutlich gezackt.
Es ist jedoch wichtig zu erwähnen, dass es vom Zinnkraut noch einige Unterarten gibt, die auch rötliche bis bräunliche Verfärbungen am Stängel aufweisen können. Ein Beispiel ist die Unterart Equisetum arvense var. decumbens, die vereinzelt in Norddeutschland sowie in Skandinavien anzutreffen ist. Zacken und Färbung sind daher keine eindeutigen Unterscheidungsmerkmale.
Daneben begutachtet man die Länge der Sprossen (Schachtelabschnitte) und die Stängelscheiden. Sind die Haupttriebe (Schachtelabschnitte der einzelnen Wedel) länger als die Stängelscheiden, handelt es sich um Ackerschachtelhalm. Haupttriebe, die kürzer als die Stängelscheiden sind, deuten auf einen Sumpfschachtelhalm hin.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Acker-Schachtelhalm ist ein Rhizom-Geophyt. Seine reich verzweigten, behaarten Rhizome treiben bis 1,60 m tief in den Boden hinein. Die sporangientragenden (fertilen) Triebe sind von den sterilen Laubtrieben verschieden. Die grünen sterilen Triebe erreichen eine Wuchshöhe von 10 bis 50 cm und einen Durchmesser von (1 bis) 3 bis 5 mm. Sie sind mit Ausnahme der Spitze reichlich und regelmäßig quirlig verzweigt mit einfachen, aufsteigenden bis auf-recht abstehenden Ästen. Der Stängel hat 6 bis 20 Rippen, die glatt oder mit stumpfen, niedrigen Papillen besetzt sind. Im Querschnitt nimmt die Zentralhöhle etwa ein Viertel des Durchmessers ein; sie ist größer als die Seitenhöhlen. Die Stängelscheiden sind 5 bis 12 mm lang (die oberen sind etwa so lang oder etwas kürzer als das unterste Glied der Seitenäste), mit 10 bis 12 (selten 6 bis 20) bis 4 mm langen, dreieckig-lanzettlichen, sehr spitzen, aber nicht begrannten, schwärzlichen, nur schmal weißlich berandeten Zähnen. Die sporangien-tragenden Triebe erscheinen vor den sterilen Trieben und sterben nach dem Ausstäuben ab. Sie sind nur 5 bis 20 (selten bis 40) cm hoch, von hell-brauner Farbe und haben vier bis sechs Scheiden, aber keine Äste. Die Sporangienähre ist 1 bis 4 cm lang und stumpf.
Der Schachtelhalm wächst in Europa und Nordasien und ist weit verbreitet. Er wächst auf Feldern, Wiesen, Äckern und Wegrändern.
Der Ackerschachtelhalm ist eine ausdauernde Pflanze, die stets in zwei unterschiedlichen Generationen vorkommt. Die den meisten bekannte Generation ist die so genannte Sporophyten-Generation, die als etwa 10 bis 60 cm lange Pflanze mit hellgrünen bis grünweißen nadeligen Trieben (Wedel) erscheint.
Ackerschachtelhalm bildet keine Wurzeln im eigentlichen Sinne aus. Im Boden ist er durch ein Rhizom befestigt, welches Tiefen bis zu 2,00 erreichen kann. Ein auffälliges Unterscheidungsmerkmal ist die Mittelachse bzw. Sprossachse. Die Spross-achse am ersten Seitentrieb ist grundsätzlich länger als die erste Sprossachse am Haupttrieb.
Da der Ackerschachtelhalm ein klassisches Farngewächs ist, bildet dieser auch keine Blüten aus. Die Fortpflanzungsorgane der Pflanze erscheinen als so genannte Sporenähren, die meist im Mai zum Vorschein kommen. Die Sporenähre, auch als Sporentrieb bezeichnet, sind stets braun bis bräunlich gefärbt, aufrecht wachsend und fast immer zapfenförmig. Die Ausbreitungseinheiten werden hier als Sporen bezeichnet (im Gegensatz zu Samen bei den Blütenpflanzen). Die Laubtriebe sind gegenüber der Sporenähre steril, d.h. sie enthalten niemals Sporen.
Frühlingstriebe
Im Frühling wachsen ca. 20 cm große blassgelbliche Stängel mit einer Sporenähre an der Spitze. Die Spitze enthält die Sporen, mit denen sich der Schachtelhalm fortpflanzt. Der Stängel setzt sich aus mehreren Abschnitten zusammen, die ineinander verschachtelt sind, woher auch der Name Schachtelhalm kommt. Der Frühlingstrieb des Schachtelhalms enthält gar kein Chlorophyll und ernährt sich ausschließlich aus seinem Wurzelgeflecht. Der Zweck des Frühlingstriebs ist ausschließlich die Fortpflanzung. Nach der Fortpflanzung sterben die Frühlingstriebe ab.
Sommertriebe
Im Mai wachsen dann die grünen Sommertriebe, die 10 - 50 cm hoch werden. Die Gestalt der Sommertriebe erinnert an kleine Nadelbäume; sie haben einen Stängel, von dem quirlförmig grüne Zweiglein abstehen. Diese Stängel ersetzen die Blätter. Auch Blüten hat der Schachtelhalm nicht, weil er eine Sporenpflanze ist. Gute Schachtelhalme haben keine braunen Stellen; die braunen Stellen sind ein Hinweis darauf, dass der betroffene Schachtelhalm leicht giftig ist!

BAN ZHI LIAN
Ban Zhi Lian wird in der Chinesischen Medizin zur Krebsbehandlung und Krebsvorbeugung eingesetzt. Die Wirkung geht auf die erwünschte Zerstörung von Blutgefäßen zurück, die Tumore mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgen. Das Erstaunliche ist, dass nur die Blutversorgung von Tumorzellen geschädigt wird, alle anderen Blutgefäße und Zellen bleiben ungestört. Besonders gegen Tumorerkankungen von Gebärmutterhals, Lunge, Speise-Röhre und Magen-Darm-Trakt wird es in der Volksheilkunde eingesetzt. Scutellaria barbata, die mit Widerhaken versehene Schädeldecke, ist eine Spezies der blühenden Pflanze in der tadellosen Familie, Lamiaceae . Es ist in Asien heimisch. Es ist ein mehrjähriges Kraut im Allgemeinen bis zu 35 Zentimeter groß, manchmal größer. Die leicht gezahnten Blätter sind etwas lanzenförmig oder dreieckig und bis zu etwa 3 Zentimeter lang. Die Blüten sind auf Pedikel mit winzigen, scharfen Brakteolen. Die violett-blaue, leicht behaarte Blütenkrone ist etwa einen Zentimeter lang. Die Pflanze wächst in feuchten und feuchten Habitaten wie Reisfeldern.  Als ein in der traditionellen chinesischen Medizin verwendetes Kraut ist es bekannt als Ban Zhi Lian. Es wurde in klinischen Studien zur Behandlung von metastasierendem Brustkrebs getestet.  Extrakte induzierten Apoptose in Prostatakrebszellen in Laborstudien. Die Pflanze wird als pflanzliches Heilmittel gegen Entzündungen und traumatische Verletzungen eingesetzt.  
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Entgiftung, Krebs
Heilwirkung: antibakteriell, antineoplastisch, antiviral, beruhigend, entgiftend, entzündungshemmend, fiebersenkend, harntreibend, schmerzstillend, zytostatisch
Anwendungsbereiche: Antidot, Bilharziose, Blutgeschwür, Eiterbeule, Fieber, Furunkel, Gegengift, Heiserkeit, Hepatitis, Lebervergrößerung, Lymphadenitis, Lymphknotenentzündung, Myom, Rachenentzündung, Rachenkatarrh, Schistosomiasis, Schlangenbisse, Krebsbehandlung, Krebsprävention
wissenschaftlicher Name: Scutellaria Barbata
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: barbat skullcap, scullcap, skute barbata
volkstümlicher Name: Bärtiges Helmkraut, Ban Zhi Lian, Ban Zhilian
Verwendete Pflanzenteile: Wurzeln, Kraut, blühendes Kraut
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Bitterstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe, Harz, Monoterpene, Scutellarin
Sammelzeit: Mai bis September
 
Anwendung
Tee
1-2 Teelöffel des getrockneten Krauts oder Blätter werden mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen und abseihen. Als Kur 3 Tassen pro Tag
Tinktur
3-4 Milliliter jeweils 3x täglich.
Frischer Saft
Der frische Saft der Blätter hilft bei kleineren Wunden.
 
Geschichtliches
Die Helmkräuter werden schon seit der Steinzeit vom Menschen für die Gesundheit eingesetzt. Von den Helmkräutern gibt´s viele ähnliche Pflanzen in vielen Regionen der Welt. Beispiele: In Russland und China hat Scutellaria baicalensis und bei den Ureinwohnern Nordamerikas Scutellaria lateriflora. Genutzt wurden Helmkräuter gegen viele Krankheiten und als Kuren zur Vorbeugung. Im englisch-sprachigen Raum ist das Kraut fast in Vergessenheit geraten, weil der Name skullcap (Schädelkappe) falsch mit dem Totenkopf und giftig in Verbindung gebracht wurde. In den letzten Jahren gewann Scutellaria Barbata weltweit an Bedeutung, da sie sich für die Krebsbekämpfung eignet. Einige schulmedizinische Studien sind in Arbeit.
 
Pflanzenbeschreibung
Ban Zhi Lian ist in Asien heimisch. Ban Zhi Lian wächst an den Rändern von Reisfeldern, Flussufern. Ban Zhi Lian mag feuchte nährstoffreiche Böden. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 60 Zentimeter hoch. Die blauen oder blau-violetten Blüten erscheinen zwischen Mai und Juli. Aus den Blüten entwickeln sich zwischen Juni und August die Samen.
 
Anbautipps
Im Winter in Töpfchen ausäen, auf Fensterbank oder Gewächshaus aufziehen. Oder im Frühling Pflanze durch Wurzelteilung vermehren. Boden feucht halten. Im Frühling z.B. an einem Teichufer auspflanzen. Die Pflanze verträgt im Winter Frost und mag Halbschatten bis Sonne
 
Sammeltipps
Kraut oder blühendes Kraut ernten, im luftigen Schatten trocknen, dunkel aufbewahren.

BACHBLÜTE GENTIAN
Ich verzage schnell                            
Diese verzagen in vielen Lagen sehr schnell
Mit der Blüte Gentian verzagen diese Menschen kaum noch
 
BACHBLÜTE GORSE
Häufig: man hat als Kind eine schwere chronische Krankheit gehabt oder ist mit einem chronisch kranken Menschen zusammen aufgewachsen          
Häufig bei Menschen die als Kind eine schwere chronische Krankheit gehabt hatten oder ist mein einem chronisch kranken Menschen aufgewachsen
Mit Gorse können sie von den chronisch Krankheiten abstand halten

Hildegard – eine Ganzheitsmedizinern
Kommentar der Hildegard-Ärztin
Zu Schlafstörungen
Es gibt immer eine körperliche und eine seelisch-geistige Ursache für Krankheiten oder Unwohlsein, so auch für Schlafstörungen. Meiner Erfahrung nach ist es sehr sinnvoll, auf beiden Ebenen zu arbeiten. Wenn wir uns noch so gesund ernähren und Heilmittel anwenden, aber unseren Gedanken und Gefühlen unkontrollierten Lauf lassen, werden wir auch nicht zu der Gesundheit gelangen, die wir uns wünschen.
Zum Aderlass
Wenn ich im Aderlassblut viel Schwarzgalle finde, ist meine Empfehlung der „gelöschte Wein“. Ich habe am eigenen leib erfahren dürfen, welche besänftigende wirkung er hat. Sogar meinen Kindern ist es aufgefallen und wenn ich wieder einmal sehr ärgerlich und ungeduldig war, meinten sie, ich solle doch wieder den „gelöschten Wein“ trinken, dann sei ich ausgeglichener.
Die Schwarzgalle oder Melanche ist ein fast schwarzer Teil Blutanteil, der von der Leber gebildet und vermehrt im Aderlassblut gefunden wird. Diese Melanche wird hauptsächlich bei allen negativen Emotionen wie Wut, Zorn, Ärger und Stress gebildet, aber auch bei so genannter minderwertiger Ernährung (z.B. Junk Food u.ä.) und ist eine Substanz, die auf unsere Zellen blockierend einwirkt. Daher sollte regelmäßig ein Aderlass durchgeführt werden, damit diese Schwarzgalle immer wieder reduziert werden kann. In der chinesischen Medizin weiß man um den Zusammenhang zwischen Zorn und Wut und Leberfunktionsstörungen.

Krankheiten der Bewegungsorgane
Muskelrheumatismus
Kneipp rät bei ersten Anzeichen des Rheumatismus zu folgender Behandlung:
Jemand bekommt z.B. durch Zugluft einen steifen Hals, so daß er ihn weder nach rechts noch links ordentlich bewegen kann. Er soll sich ins Bett legen, jede halbe Stunde den Hals mit kaltem Wasser abwaschen und ohne ihn abzutrocknen, rasch ein trockenes Handtuch umbinden. So tritt zuerst auf die Waschung eine erhöhte Wärme ein und das trockene Tuch nimmt diese Wärme auf, wodurch die Stelle noch mehr erwärmt wird. Damit ist der Anfang zur Ausleitung gemacht. Nach 20-30 Minuten wird die Waschung wiederholt und das trockene Handtuch locker, doch gut anschließend umgebunden. Wenn man so drei bis vier Stunden fortmacht, wird der Hals wieder weich und biegsam und nachdem durch die wiederholte Einwirkung alles Schädliche aufgelöst und ausgeleitet ist, vom Rheumatismus frei sein.
Wie am Hals, so kann auch in irgendeinem anderem anderen Körperteil ein noch nicht veralteter Rheumatismus durch Waschungen und trockene Entwicklung entfernt werden.

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