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Angosturabaum
Angostura trifoliata ist eine Heilpflanze, die in Südamerika beheimatet ist. Die Rinde wird als verwendet in allgemein verkannt Angostura Marken Bitters, die nach der Stadt in Venezuela gestattet. Angosturarinde wird jedoch in einer Reihe anderer aromatischer Bitter wie Abbotts Bitters verwendet.  Der bis zu zwanzig Meter hohe Angosturabaum wächst in Südamerika. Seine Rinde schmeckt sehr bitter und wird vor allem in Würzlikören zur Stärkung der Verdauung verwendet. Die Volksheilkunde seiner Heimat verwendet ihn auch gegen Fieber.
 
Steckbrief
Heilwirkung: tonisierend, Fieber, Rekonvaleszenz, Verdauungsschwäche, Magenschwäche, Übelkeit, Durchfall
wissenschaftlicher Name: Galipea officinalis, Cusparia febrifuga
Pflanzenfamilie: Rautengewächse = Rutaceae
englischer Name: Angostura
Verwendete Pflanzenteile: Rinde
Inhaltsstoffe: Alkaloide, Bitterstoffe, Angosturin, Glykoside, Ätherische Öle, Pinen

Schlafmohn tt
Der Schlafmohn war früher eine der wichtigsten Heilpflanzen, weil er eine starke schmerzstillende Wirkung hat. Inzwischen ist diese hübsch anzusehende Heilpflanze jedoch in Verruf geraten, weil seine Heilwirkung mit starker Suchtgefahr verbunden ist und die Linderung der Schmerzen daher einen hohen Preis hat. Auch die Gefahr des Missbrauchs ist leider hoch und verbreitet. Wenn die Schmerzen jedoch unerträglich werden, z.B. im Endstadium von Krebserkrankungen, sind Präparate auf der Basis des Schlafmohns immer noch häufig im Einsatz, jedoch nur, wenn sie vom Arzt besonders sorgfältig verschrieben wurden.
Schlafmohn ist eine Pflanzenart aus der Gattung Mohn in der Familie der Mohngewächse. Sie stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum. Der Samen kann als Nahrungsmittel sowie zur Ölgewinnung verwendet werden. Alle Teile des Schlafmohns enthalten Alkaloide, in hoher Konzentration vor allem der Milchsaft, der in einem dichten Netz von Milchröhren die ganze Pflanze und insbesondere das Perikarp der Kapselfrucht durchzieht. Dieser Saft kann geerntet werden und bildet in getrockneter Form das Betäubungsmittel Opium. Der Name Opium stammt aus der griechischen Sprache und bedeutet so viel wie Säftchen. Das Artepitheton somniferum leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet Schlaf bringend. Er verweist auf die Verwendung als Schlafmittel für Kinder in der griechischen Antike. Es existieren zahlreiche Zuchtsorten, die sich unter anderem durch Gehalt und Zusammensetzung der Alkaloide unterscheiden.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Achtung! Giftig! Schmerzen
Heilwirkung: beruhigend, hustenreizstillend, krampflösend, schlaffördernd, schmerzstillend
Anwendungsbereiche: Krebs-Schmerzen, Früher: Depressionen, Durchfall, Schlaflosigkeit, Unruhe
wissenschaftlicher Name: Papaver somniferum
Pflanzenfamilie: Mohngewächse / Papaveraceae
englischer Name: Garden-poppy
andere Namen: echter Mohn, Gartenmohn, Lichtschuppen
Verwendete Pflanzenteile: Saft der Samenkapsel
Inhaltsstoffe: Opiumalkaloide, z.B. Morphin, Codein, Noscapin, Papaverin
 
Anwendung
Schlafmohn wird heutzutage gar nicht mehr in der Pflanzenheilkunde eingesetzt, weil die Suchtgefahr sehr groß ist, und weil das Betäubungsmittelgesetz es verbietet. Bei extrem starken Schmerzen werden jedoch sogenannte Opiate, das sind Präparate auf der Basis der Schlafmohn-Wirkstoffe, auch heute noch vielfach eingesetzt. Das geschieht jedoch nur mit speziellen Rezepten und einer genauen Überprüfung der Krankheitssituation. Der Schlafmohn gehört somit zu einer ganzen Gruppe von Heilpflanzen, die wegen ihrer Giftigkeit zwar nicht mehr als Heilpflanze angewendet werden, aber chemisch isoliert einen wichtigen Platz in der Schulmedizin haben. Ein anderes Beispiel dieser Art ist der Fingerhut, dessen Wirkstoff Digitalis ein wichtiges Herzmedikament ist.
Therapeutischer Einsatz
Schlafmohn wird seit dem Altertum zur Schmerzlinderung verwendet. Im Mittelalter wurde das daraus gewonnene Opium auch als Bestandteil von sogenannten Schlafschwämmen (lateinisch spongia somnifera) zur Narkose bei chirurgischen Operationen benutzt.
Morphin wird zur Schmerzbekämpfung bei starken Schmerzen, wie bei Tumoren, sowie bei chronischen Schmerzen verschiedenen Ursprungs eingesetzt, aber auch als Droge missbraucht. Morphin kann psychisch und physisch abhängig machen. Bei Überdosierung von Morphin setzt der Tod (Letale Dosis) durch Atemdepression ein. Codein besitzt nur ein Sechstel bis ein Zwölftel der analgetischen Wirksamkeit von Morphin und wird als Antitussivum bei starkem Reizhusten verwendet. Noscapin und Narcein sind nicht schmerzstillend und besitzen wie Codein eine antitussive Wirkung, die aber schwächer ist. Weiter sind Noscapin und Narcein im Gegensatz zu Morphin schwach atemanregend und bronchodilatatorisch. Papaverin wird angewendet bei Krämpfen des Magens, der Gallenblase, des Darms und der Harnwege und auch bei Nierenkoliken. Opiumtinktur wurde früher oft sowohl bei Magen-Darm-Krämpfen, Durchfall als auch bei seelischen Leiden verschrieben, wegen der suchterzeugenden Wirkung heute jedoch kaum noch. Die enthaltenen Benzylisochinolinalkaloide (z. B. Papaverin) können auch als Spasmolytikum eingesetzt werden.
 
Wirkung
Die Alkaloide im Schlafmohn wirken stark schmerzstillend und beruhigend. Außerdem wirken sie krampflösend und stillen den Hustenreiz, vor allem bei starkem Reizhusten ohne Auswurf.
Allergische Reaktionen
Manche Menschen reagieren allergisch auf Hautkontakt mit Schlafmohn-Pflanzen.
 
Mohn als Lebensmittel
Die ölhaltigen, angenehm und nussig duftenden Samen des Schlafmohns werden als Lebensmittel vor allem für Süßspeisen, Gebäck oder damit bestreute Brötchen verwendet: Mohnkuchen, Mohnstrudel, Mohnpielen, Mohnzelten, Germknödel oder Mohnbrötchen, Mohnstangen und ähnliches. Daneben werden die Mohnsaaten auch als Gewürz und dank eines Fettgehalts von 40–50% auch zur Gewinnung von Öl genutzt, als kaltgepresstes Speiseöl oder für kosmetische Zwecke (z. B. Hautcremes und Seifenherstellung). Ferner wird Mohn als Futtermittel sowie in der Pharmazie genutzt.
Es sind weiße, graue und blaue bis blauschwarze Mohnsaaten erhältlich. Die weißen Sorten stammen zumeist aus Indien, eine bekannte graue Sorte ist der Waldviertler Graumohn, die in Deutschland gehandelten blauen Sorten stammen zumeist aus der Türkei, aus Tschechien, Ungarn und Australien. Jährlich werden in Deutschland rund 8.000 Tonnen Mohnsaat verarbeitet. Zur Samengewinnung wird ausschließlich Schlafmohn verwendet, denn andere Arten der Gattung Papaver gelten als wenig ergiebig oder unbekömmlich. Gemahlener Mohn wird als Backmohn vermarktet.
Mohnsaat gehört zu den calciumreichsten Lebensmitteln und ist relativ reich an Vitaminen der B-Gruppe. Ihr Morphingehalt ist in der Regel sehr gering und gesundheitlich unbedenklich, unterliegt jedoch Schwankungen aufgrund der verarbeiteten Sorten, der Herkunft, des Erntezeitpunktes und der angewendeten Sorgfalt und Verfahren bei der Herstellung. Insbesondere wird angenommen, dass es aufgrund neuer Erntemethoden, bei denen die Kapsel gequetscht wird, zu einer Kontaminierung des Produktes mit alkaloidhaltigen Kapselbruchstücken und Milchsaft und damit zu erhöhten Alkaloidgehalten im Endprodukt kommen kann. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nahm aufgrund von Medienberichten über hohe Morphingehalte bei Mohnsamen im Lebensmittelhandel 2005 eine Marktanalyse vor und empfahl eine vorläufige maximale tägliche Aufnahmemenge von 6,3µg Morphin je Kilogramm Körpergewicht. Aufgrund dessen und mit Hilfe von Abschätzungen über den typischen Mohnkonsum der Bevölkerung empfiehlt das BfR einen Richtwert von höchstens 4 µg/g Morphingehalt in Mohnsamen. Die in der damaligen Studie in handelsüblichem Mohn gefundenen Morphinmengen lagen teils darunter, teils erheblich darüber, so dass mit dem Bewertungsdokument des BfR ein Appell an die Branche erging, den Alkaloidgehalt ihrer Erzeugnisse zu senken.
Beim Schlafmohn wird der Milchsaft in der Kapsel sowie im Stängel und den Blättern gebildet. In den reifen Samen ist er hingegen nicht enthalten. Sorten wie der Schlafmohn, die auch als Lebensmittel verwendet werden, können bei der maschinellen Ernte allerdings mit dem Milchsaft in Kontakt kommen und dadurch mit Thebain verunreinigt werden. Auf diese Weise kann Thebain unbeabsichtigterweise mit der Nahrung aufgenommen werden.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung wies 2018 auf aktuell noch unzureichende toxikologische Erkenntnisse und lückenhafte Informationen zur Verzehrsmenge von Mohn in Deutschland hin. Das Institut riet, dass bei der Lebensmittelherstellung darauf geachtet werden solle, die Gehalte von Opiumalkaloiden, darunter auch Thebain, soweit wie technisch möglich zu verringern.
Auch wenn der Opiatgehalt im ungefährlichen Bereich bleibt, kann er bei Drogentests auf Opiate mit Hilfe von Urinproben zu positiven Resultaten führen. Es ist dann nicht zu unterscheiden, ob die Alkaloide durch Rauschgiftkonsum oder den Verzehr mohnreicher Nahrungsmittel aufgenommen wurden. In deutschen Gefängnissen ist aus diesem Grund der Verzehr von mohnsamenhaltigen Speisen untersagt. Gleiches gilt in der Regel für Krankenhausstationen im Rahmen von Entzugstherapien.
Mohn als Rauschmittel
Weitere Produkte des Schlafmohns sind die in dem weißen Milchsaft enthaltenen Alkaloide. Zu den wichtigsten der insgesamt 40 Alkaloide zählen Morphin, Codein, Papaverin, Noscapin (Narkotin), Thebain und Narcein. Morphin, Codein und Thebain sind Morphinanderivate. Narkotin, Papaverin und Narcein dagegen sind Benzylisochinolinalkaloide. Ein großer Teil liegt als Salz mit der Mekonsäure gebunden vor (so genannte Mekonate). Das Heroin wird synthetisch aus dem Mohn-Inhaltsstoff Morphin hergestellt, ist aber selbst nicht im Mohn enthalten.
Ausgereifte Fruchtkapseln enthalten im Vergleich zu grünen mehr Codein und weniger Morphin. Aus getrockneten und fein vermahlenen Fruchtkapseln kann medizinischer Tee bereitet werden. In Trinkalkohol (Ethanol) löst sich Morphin wesentlich besser als in Wasser, sodass sich starke Tinkturen herstellen lassen.
Zur Gewinnung von Opium werden die schon dick angeschwollenen, aber noch grünen Mohnkapseln in den Abendstunden stellenweise angeritzt. In den folgenden Morgenstunden wird der getrocknete, braun verfärbte Milchsaft der gegliederten Milchröhren – das Rohopium – durch Abkratzen gewonnen. Dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt, bis die Fruchtkapsel gleichmäßig vernarbt ist. Eine Kapsel liefert etwa 20–50 mg Rohopium, das 3–23% Morphin enthält.
Rauchopium oder Chandu wird traditionell durch Wiederauflösen des Rohopiums in Wasser und anschließendes Einkochen gewonnen. Die feuchtbleibende Masse wird nun der Fermentation überlassen, die nach einigen Tagen oder Wochen abgeschlossen ist. Anschließend wird das Ferment getrocknet, bis es eine feste, knetbare Masse ergibt. Eine andere Sorte Rauchopium wird durch Wasserlösung und filtrative Abscheidung des Latex und Wachses hergestellt.
Durch chemische Derivatisierung (Acetylierung → Säureesterbildung) des Morphins entsteht Heroin (Diamorphin, Diacetylmorphin), das die drei- bis sechsfache anagetische (schmerzstillende) Wirkung von Morphin besitzt.
Die illegalen Hauptanbaugebiete von Schlafmohn liegen in Afghanistan sowie in Südostasien (Goldenes Dreieck). Legaler Anbau zu medizinischen Zwecken wird hauptsächlich in Indien, in der Türkei und in ehemaligen Sowjetrepubliken betrie-ben.
 
Geschichtliches
Der Schlafmohn wurde schon in der Jungsteinzeit als Heilpflanze angebaut und als Medikament genutzt. Somit gehört er zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Schon um 4.000 wurde die Nutzung der Schlafmohns in Keilschriften beschrieben. Im Mittelmeerraum und Kleinasien war die Nutzung des Opiums, das aus dem Schlafmohn gewonnen wurde, offenbar sehr beliebt, und es gab spezielle Behältnisse zu seiner Aufbewahrung. Spätestens im alten Rom wurde Opium nicht nur als Heilmittel sondern von den Wohlhabenden auch als Droge verwendet. Im Rahmen der Christianisierung wurde Opium vielerorts verboten, denn Schmerzen galten als Strafe Gottes, die man nicht lindern sondern durchleiden sollte. Auch im 9. Jahrhundert unter Karl dem Großen war der Mohn und seine Produkte verboten. Doch als sich die Medizin Arabiens nach Mitteleuropa ausbreitete gewann der Mohn wieder an Bedeutung.
Laudanum
Paracelsus (Theophrastus Bombastus von Hohenheim) machte Opium-Tinktur im 15. Jahrhundert unter dem Namen Laudanum bekannt. Laudanum wurde in den folgenden Jahrhunderten zu einer besonders beliebten Medizin in allen Bevölkerungsschichten. Es war preiswert und leicht erhältlich. Daher wurde es damals ähnlich verwendet wie heutzutage beispielsweise Aspirin. Sogar unruhigen Kindern wurde Laudanum zur Verbesserung des Schlafes gegeben. Manche Künstler nahmen Laudanum auch zur Steigerung ihrer Kreativität ein, was jedoch nur für eine Weile funktionierte, bis die Sucht sich eher negativ auf das künstlerische Schaffen auswirkte. Im 19. Jahrhundert begann man zu erkennen, dass Laudanum süchtig macht. Nach und nach wurde sein Gebrauch in den meisten Ländern verboten, in Deutschland beispielsweise im Jahr 1929.
 
Pflanzenbeschreibung
Schlafmohn ist in Zentralasien, Kleinasien und im Mittelmeergebiet heimisch. Die einjährige Pflanze wird zwischen 30 und 120 Zentimeter hoch. Der Stängel ist rund, meistens unverzweigt und hat häufig einige feine Haare. Die länglichen Blätter sind graugrün, gezähnt und buchtig. Ab Juni bis August erscheinen die auffallend großen Blüten. Sie sind weiß bis violett und haben einen violetten Fleck an ihrem Grunde, der in der Draufsicht wie ein rundliches Kreuz aussieht. Der Schlafmohn hat nur vier Blütenblätter, die wie zerknittert aussehen. Manche Zierformen des Schlafmohns haben auch rote Blütenblätter. Aus den Schlafmohn-Blüten entwickeln sich bis Juli oder September die runden Fruchtkapseln. In den Kapsel befinden sich zahlreiche blau-schwarze, ungiftige Samen, die man zu Gebäck verarbeiten kann. Diese Samen sind der einzige Teil der Mohnpflanze, der ungiftig ist. Alle anderen Teile enthalten mehr oder weniger viel giftige Alkaloide. Besonders giftig ist der Milchsaft in der Samenkapsel, der einen hohen Gehalt an Opiumalkaloiden hat und zur Gewinnung von Opium verwendet wird. Zur Gewinnung des Milchsaftes wird die Kapsel an mehreren Stellen angeritzt. Der austretende Saft wird abgekratzt und weiter verarbeitet.
Der Schlafmohn ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30cm bis 1,5m erreicht. Der  runde, überlaufende Stängel ist selten verzweigt. Die Laubblätter sind 5 bis 15 cm lang.
Die Blütezeit ist von Juni bis August. Der Blütenstiel ist schlank und behaart. Die relativ große Blütenknospe ist meist 15 bis 25 (10 bis 30) mm lang und steht auf. Beim Öffnen der Blütenknospe fallen die zwei Kelchblätter ab. Die geöffneten, zwittrigen Blüten sind bei einem Durchmesser von 5 bis 10 cm radiärsymmetrisch. Die vier weißen bis violetten (selten roten) Blütenkronblätter sind etwa doppelt so groß wie die Kelchblätter und weisen am Grund einen dunklen Fleck auf. Die Staubblätter haben gelbe Staubfäden und 2 bis 4 mm lange Staubbeutel. Die Blüte ist meist schon nach wenigen Tagen komplett bestäubt und wirft dann auch ihre Blütenkronblätter ab. Die Blüten von Ziermohnrassen können andersfarbig sein und mehr als vier Blütenkronblätter besitzen. Die kugeligen Kapselfrüchte enthalten hunderte Samen. Die relativ kleinen Samen sind nierenförmig, hart, erhaben netzartig geadert und grubig vertieft. Stahlblaue Samen sind der Wildform am ähnlichsten, weißliche Samen enthalten weniger Öl und werden zur Mehlherstellung verwendet. Eine Sorte mit grauen Samen (Waldviertler Graumohn) ist in Österreich populär und dessen Herkunftsbezeichnung geschützt. Die Tausendkornmasse beträgt nur ca. 0,3 bis 0,7 Gramm.
Verwechslungsmöglichkeit: Borstiger Mohn
Dem Schlafmohn sehr ähnlich ist der borstige Mohn. Er ist in den Mittelmeerländern, auf Madeira, den Azoren und auf den kanarischen Inseln heimisch und wächst dort wild. Meistens sind die Blüten des borstigen Mohns etwas dunkler als die des echten Schlafmohns, und die Blätter sind grüner. Der Milchsaft des borstigen Mohns enthält auch Opiumalkaloide, jedoch deutlich weniger als der des echten Schlafmohns. Wegen der großen Ähnlichkeit zwischen Schlafmohn und borstigem Mohn wurde zeitweise überlegt, ob der bosrtige Mohn eine Unterart des Schlafmohns ist. Das ist jedoch nicht der Fall, wie genetische Untersuchungen bewiesen haben. Auch ist der borstige Mohn keine wilde Urform des Schlafmohn, wie manchmal vermutet wurde. Der Gegensatz des borstigen Mohns ist nämlich tetraploid (4 Chromosomensätze) und der des Schlafmohns ist diploid (2 Chromosomensätze). Wahrscheinlich haben borstiger Mohn und Schlafmohn aber gemeinsame Vorfahren.
 
Keine Anbautipps und Sammeltipps
Wegen der Giftigkeit des Schlafmohns, und weil seine Endprodukte dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen, gibt es an dieser Stelle weder Anbau- noch Sammeltipps. Um den Schlafmohn im eigenen Garten anbauen zu dürfen, braucht man eine Ausnahmegenehmigung und selbst dann darf man maximal 10 qm anpflanzen.

Bachblüten
Ich habe Angst vor Blamage (Larch)
Diese Menschen haben die Angst vor einer Blamage
Mit der Blüte können sie diese Angst abstreifen
Bachblüten
Ich bin empfindlich gegenüber Streitereien (Mimulus)
Sie sind überempfindlich gegenüber jeglicher Streitereien
Mit der Blüte können sie das empfindliche gegenüber Streit herunterfahren
Regeln für die abwechslungsreiche, vollwertige Ernährung in der Schwangerschaft
Auch für die Ernährung in der Schwangerschaft gilt: Qualität ist wichtiger als Quantität. Der Energiebedarf (in Kalorien) steigt zwar theoretisch ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel leicht an – aber nur, wenn sich die Schwangere weiterhin genauso viel bewegt wie vor der Schwangerschaft. Bei den meisten Frauen geht die körperliche Betätigung mit zunehmendem Bauchumfang aber deutlich zurück. Deshalb benötigen sie „unterm Strich“ auch nicht mehr Kalorien als vor der Schwangerschaft. Wenn Sie normal essen, brauchen Sie sich also in der Regel nicht zu sorgen, dass Ihr Kind nicht ausreichend versorgt sein könnte.
Als Schwangere muss man also keinesfalls „für zwei“ essen – aber für zwei denken. Denn der Bedarf an einzelnen Vitaminen und Mineralstoffen steigt in der Schwangerschaft. Deshalb ist eine abwechslungsreiche und vollwertige Ernährung jetzt besonders wichtig:
Reichlich sollte es kalorienfreie oder kalorienarme Getränke sowie pflanzliche Lebensmittel geben (Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte).
Mäßig sollten tierische Lebensmittel auf den Tisch kommen (fettarme Milch und Milchprodukte, fettarmes Fleisch, fettarme Wurstwaren, fettreiche Meeresfische, Eier).
Sparsam sollten Süßigkeiten, zuckerhaltige Getränke und Snackprodukte sowie Fette mit hohem Anteil gesättigter Fettsäuren (das sind vor allem tierische Fette wie Butter oder Schmalz) verzehrt werden. Verwenden Sie lieber Pflanzenöle (z.B. Rapsöl oder Olivenöl) als Fettquellen.
-     Vielseitig, aber nicht zu viel, nicht für zwei essen!
-     Weniger Fett und fettreiche Lebensmittel! Bevorzugen sie kaltgepresstes Oliven- und Rapsöl, meiden sie gehärtete Fette!
-     Mehrmals am Tag (5-6) kleine, ausgewogene Mahlzeiten, um Heißhungerattacken vorzubeugen, alle 2-4 Stunden!
-     Mehr Vollkornprodukte!
-     Weniger tierisches Eiweiß! Wenig Fleisch und Wurst. Kein rohes Fleisch, keine Rohwurst. Eier nur durchgegart oder hartgekocht. Keine Innereien!
Würzig, aber nicht salzig!

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